Ausgabe 
(16.11.1943) 317
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parretaEiciie Layeszettuny

v-s flmrsdlat^ües^Tieglerenden Vürgrrmeistrrs der Zreie n Hansestadt vrrmrn

M Z1? , 1Z. Jahrgang

Dienstag, 16. November 194Z

üer NarionalldziaMen. Vremens

flmtlichrs verkündungsblatt des Ncichsstattstalters in Oldenburg und. Vremen

kinzeipreis 1S Nps.

^loskäu 2äklt mit Agitstionslckriktell

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Vor t50/'an/5c/is ?/src/ c/ss 6O/Lc^svv/5mu5 — unc/ mit lonnsn von

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Drabtbericht unserer Berliner Schriftleiterng b. Berlin, 15. November. „Die Schisse, die Leih- und Pachtgüter nach der Sowjetunion bringen, kehren nach den USA. mit Tonnen ,ou Agitationsmaterial in Form von Tau­fenden von Zeitungen und Zeitschriften so- »strischen Ursprungs zurück", erklärte, nach

Meldungen aus Washington, das republika­nische Kongreßmitglied für. den Staat Michi-

MN, Dondero, im Repräsentantenhaus. Lst Sowjets haben also für die amerikani- ichen Pacht- und Leihlieferungen eine ihrem Kien sehr entsprechende Art der Bezahlung gefunden, die zur Charakterisierung der welt- ,evolutionären Bestrebungen des Kremls mfentlich beiträgt. Er handelt sich dabei, »ach dem Zeugnis des amerikanischen Par­lamentariers. um Zeitungen, die in fremder Sprache geschrieben sind und von den ameri- taiüschen Sowjetvertretungen an die Mit­glieder kroatischer, litauischer, ukranischer, polnischer und serbischer Vereinigungen in den Vereinigten Staaten verteilt werden. In ien Zeitungen wird die Schaffung von ..Kassenblocks" als" dringendes Erfordernis dargestellt.

Bezeichnenderweise begannen die Sowjets mir dieser Form ihrer Agitation in den Ver­einigten Staaten erst nach der offiziellen Auflösung der Komintern, die der Kreml als Zcheinmanöoer durchführte, um den anglo- amcrikaniichen Regierung«» ihre Unterwer- siingspolitik gegenüber dem Kreml zu er­leichtern und das, Schreckgespenst einer dro- bendan Bolschewisterung zu bannen. Die ang- lo>amerikanischen Institutionen der Kirche unterstützten tatkräftig die plötzlichen Ver­suche. das Publikum der westlichen Demokra­tien von der „Ziärmldstgkeit" des. Bolsche- mirmus zu überzeugen, und'es ist wichtig, dch der amerikanische Parlamentarier, dem lieft Informationen zu verdanken sind, sie kei­nesfalls als Kritik an des amerikanisch-sowje- nschen Freundschaft aufgefaßt haben wollte, kr gab nur der Hoffnung Ausdruck, daß bei ben Moskauer Äußeumiiiister-Besprechüngen euch diese Frage der bolschewistischen Agita­tion i-n den Vereinigten Staaten besprochen md von Hüll eine Unterbindung durchgesetzt »erden möchte. Nach den neuesten Mitteilun­gen der anglo-amerikanischen Diplomaten über die wirkliche Atmosphäre der Moskauer Besprechungen wird sich jedoch kaum der »aiosts amerikanische Bürger dazu bereitfin- den, Herrn Hüll eine derartige Initiative zu­trauen. Stalin würde in der gleichen brüs­ten Form sich eine Diskussion dieser Themen «erbeten haben, wie er mit strikter Handbs-

wcgung jede Debatte iiber die sowjetischen Westgrenzen unterbunden hatte.

Die Taß-Aaentur in Newyork hielt den Vorfall im Repräsentantenhaus für so be­deutsam, daß sie ihn in einem langen Kabel der Moskauer Vertretung mitteilte, um eine bessere Tarnung der Agitation zu veranlassen.

Die anglo-amerikanisch« Agitation wird die Gefahr, die in diesen Flugschriften ver­borgen liegt, sehr wohl zu werten wissen', denn der Vertrieb von Flugblättern gehört ja auch zu den Praktiken Washingtons und Londons. Gerade für das amerikanische Publikum mag in diesen sowjetischen Agi­tationsschriften eine Parallele zu den Be- einflussungrversuchen liegen, die Rockefeller im Auftrage des Weißen Hause» durch Holly­wood-Filme und große Mengen politischer Schriften auf dem südamerikanischen Konti­nent unternimmt. Man wird also in Wal shmgton diese neuen „Bezahlnngsmethoden" der Sowjets mit einem gewissen Schaudern betrachten^ kann es aber nicht wagen, offen gegen diefe Agitation Front zu machen, da das Abhüngigkeitsverhältnis bereits zu weit vorgeschritten ist.

Für die» Weltöffentlichkeit ist die Ent­hüllung der sowjetischen Agitatiost insofern äußerst interessant, als hier in sehr plastischer Form. die Komödie der angeblichen Aus- öfung der Komintern in Erscheinung trift.

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Rom, 15. November. 2n führenden Kreisen der Republikanisch-Faschistischen Partei weist man mit ironischer Genugtuung auf die Na­

mensänderung hin, die jetzt neuerlich für die anglo-amerikanische Militärregierung in Süditalien vorgenommen wurde. Ursprüng­lich hieß diese Einrichtung Amgot — „Allicd Military Eouvergment 'for Occupied (also „besetzter") Territories". Diesen etwas her­ausfordernd klingenden Namen änderte man unter Begleitung durch einen großen Agita­tionsrummel in die Bezeichnung „Akalt" — „Military Administration os Liberated (also „befreite") Territories". Offenbar aus Druck der Volschewisten wurde dieser Name nun nach der Moskauer Konferenz wiederum ab­geändert. Es heißt jetzt „Am-get" — ..Allied Military Kouvernment sor Enemy (also ..feindliche") Territories".

Damit ist die politische Situation auch äußerlich wieder klat. Aus „besetzten" Ge­bieten, die plötzlich „befreite" Gebiete ge­nannt wurden, sind setzt „feindliche" Gebiete geworden. Die Süditaliener wissen jetzt, was sie von ihren sogenannten „Befreiern" zu halten haben.

ösäoslio erklärt Kommunisten slslsysl

Stockholm, 15. November. Wie „Nya Dag- ligt ANehanda" meldet, hat Badoglio vor ausländischen Pressevertretern erklärt, daß jetzt auch die Kommunisten in Italien „le­gal" seien. Es wurde bereits eine Zeitung von ihnen herausgegeben. Im übrigen habe er „ein ganz besonderes Interesse daran, gute Beziehungen zu den Sowjets zu pflegen".

Hier ist «s n»ot> einmal gut gegangen. 1>ei t-aliiei. üe>- um seiiiei», Wagen in einen sowietisciien ?enerubert-ill kineingeraten ivsr, Konnte, sicb clurcli -Vtispringen retten. Sein ksliireug wurste wie ein Sieb öiirctilöcbert. ?u.-^litn.: Itncesder. Ureutrcr - »»

HüHrKö«- k/ee Hetzeit

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Leben ohne Arbeit ist unmöglich. Die Ar­beit nimmt im Leben aller Völker und Men­schen eine zentrale Stellung ein. Aus diesem Grunde kann man aus dem Verhäftnis der Arbeit zum Leben den Wesenszug der Le­bensordnung eines Volkes und Menschen er­kennen. Das Wesen der Arbeit ist gleichzeitig der Ordnungssinn des Lehens.

Das Verhältnis von Leben und Arbeit liegt für den Juden eindeutig fest. Es wird

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-Huiftft rus c/rsttsn Ksicftr5t,o6sn5omm/ung c/se ?crits,'giisc/s7ungsn für c/cir Kr/sgr-WftiV^. am 20./21 /^/ovsmftsr

SiUigor Iront kür koosovoit

st. m. Berlin, 15s November. Angesichts der wenig angenehmen Lag« der USA. an der Pazisiksront hat Roosevelt zu dem eigenarti- tzm Hilfsmittel gegriffen, die Amtsperiode des landesflüchtigen Präsidenten der Phi­lippinen. Quezon. zu verlängern. Zwar lie- -«» die Philippinen selbst völlig außerhalb des Machtbereichs von Herr» Roosevelt und lind. nachdem die USA. dort seit fast zwei fahren kein Wort wehr zu sagen haben, ein ielöständiger Staat geworden. Solche harten Realitäten hindert» jedoch den Herrn des Weißen Hauses keineswegs, sich Kummer und Langeweile mit einem niedlichen Spielzeug iu vertreiben. -Er setzt sich an seinen tnit Nein voll gepackten Schreibtisch und unter- chchnet dort ein Dekret, das die Amtsperiode eures von ihm ausgehaltenen Subjektes „für »ü Dauer des Krieges" verlängert..

ee schlechter ^ie Aussichten der USA. auf »irkliche Erfolge sind, auf desto merkwürdi- sere Beschäftigungen verfällt ihr Präsident. Wenn es so weiter geht. wird Roosevelt in Meßbarer Zeit Präsidenten und Könige auf dm Monde ernennen und ihre Amtsperio- iür unabsehbare Zeiten bestätigen. Am Werden und der Entwicklung. Eroßostasiens fstd dieser Zeitvertreib des Herrn vom Wei- len Haust nichrs ände.rn.

Berlin, 15. November. Das deutsche Volk weiß, daß «S in diesem Kampf «m sein Leben, seine Ehre und Freiheit gehl. Nur aus unserer fanatischen Hingabe an die Gemein­schaft wächst die Kraft zum Sieg. Ie härter der Kampf wird, desto größer unsere Opserbereitschaft.

^ Die Männer der Gliederungen der NSDAP. führen am 20. und 21. November die dritte Neichsstraßensammftmg für das KriegSwinterhilfswerk 1943/44 durch. Wie sie einst das deutsche Volk für den Führer eroberten, so werden sie durch ihren Einsah am kommenden Wochenende wieder ein Be­

kenntnis des unerschütterlichen Siegeswillens der dcltlschen Volksgemeinschaft ablegen.

Die kämpfende Front blickt auf die Heimat. Der Glaube

impfe

an die Zukost unseres Volkes wird die Größe unseres Opfers

bestimmen.

Der Stabschef der SA.: Wilhelm Schepmann. Der Neichsführer fs: Heinrich Himmler,

Der Korpsführer des NSKK.: Erwin Krans. Der Korpsführer des NSFK.: Alfred Keller.

Keils eckivere ksinpke im Lücken äer Oslkrolll

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Au« dem Führerhauptquartier, 15. November. Das Oberkommando der Wehr­macht gibt bekannt:

Auf der Krim wurden nordöstlich Kertsch mehrfach wiederholte feindliche Angriffe in harten Kämpfen zerschlagen. Oestlich Perekop vernichteten Teile des rumänischen Infante­rie-Regiments Z8 unter Führung von Haupt- mann Tabisa im Angriff eine feindliche Gra­natwerferkompanie. Am unteren Dnjepr stie­ßen deutsche Gebirgsjäger überraschend aus dem Brückenkopf Lhersoa vor, brachten Gefan­gene und Beute ein und wiesen Gegenstöße des Feindes atz.

Im großen Dnjeprdogen traten die Sowjets mit starken Infanterie- und Panzerverbänden ernent zum Angriff an. Nach erbittertem Ringen wurden hier Dnrchbruchsoersuche süd­westlich Dnjepropetrowsk und nordöstlich Kriwoi-Rog unter schweren Verlusten des Feindes vereitelt. Nördlich der Stadt Kriwoi- Rog wurde ein mit überlegenen Krästen er­zielter feindlicher Einbruch in unsere Front im Gegenangriff abgefangen. Bei diesen Kämpfen, die in voller Stärke anhalten, wur­den insgesamt 12« Sowjetpanzer abgeschossen.

An der Dnjeprfront wurde beiderseits Tscher- kassy übergesetzter Feind über den Strom zu­rückgeworfen.

Im Raum von Kiew und Shitomir wur­den einige verlorengegangene Ortschaften wieder genommen. Eine feindliche Kampf­gruppe wurde zerschlagen. Unsere bei Shito­mir kämpfcnden Truppen wurden auf Stel­lungen westlich und nordwestlich der Stadt zurückgenommen.

Südwestlich Eomel gelang dem Feind nach tagelang«« verlustreichen Kämpfen ein Ein­bruch. Feindliche Kavallerie und Panzer ver­suchten die Stadt Retschiza im Handstreich z» nehmen. Sie wurden zusammengeschossen. Bei­derseits Eomel scheiterten zahlreiche Angriffe der Sowjets.

Westlich Smolensk nahmen die Sowjets un­ter Einsatz von zahlreichen Schützendivisionen und starken Panz'erkräste» ihre Durchbruchs­versuche wieder auf. In erbitterten Kämpfen wurden die in mehreren Wellen angreifenden feindlichen Kräfte abgewiesen,> örtliche Ein­brüche abgeriegelt und allein in diesem Frontabschnitt 5K feindliche Panzer abgeschos­sen. Nordwestlich Smolensk ließ die Kamps- tätigkeit etwas nach. Von der übrigen Ost­

front werden nur noch örtliche Angriffe des Feindes stm Raume von Newcl gemeldet.

Die 12. und 17. Klakdioision der Luftwaffe haben durch ihren vorbildlichen Einsatz und ihr unermüdliches Eingreifen ''in die Erd- kämpse an der Ssosh-Mllndung und im Dnjepr-Bogen beträchtlichen Anteil an den hier erzielten Abwehrerfolgen.

An der süditalienischen Front herrschte gestern nur Artillerie- und Spähtrupptätig­keit.

Im Golf von Fiume landeten in Zusam menarbeit mit Verbänden der Kriegsmarine Truppen des Heeres auf den von Banden be­setzten Inseln Okrik, Cherso und Lussino. Im energischen Zupacken wurde der feindliche Wi­derstand gebrochen und die Inseln besetzt. Zahlreiche Gefangene und Beute sielen in unsere Hand. Leichte Seestreitkräftc brachten mehrere Fahrzeuge auf, mit denen Teile des Feindes zu entkommen versuchken.

Die Luftwaffe schoß über dem östlichen Mit­telmeer fünf seindliche Flugzeuge ab. Ein deutscher Ilntcrseebootjäger versenkte in der Aegäis ein feindliches Unterseeboot und brachte Gefangene ein.

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^relltbsricbt niiscrer Berliner Tchriftleitnna v. Lck. Berlin, 15. November. Ohne Geisel sind es die Briten selbst gewesen, die :>» Brand des Aufftandes im Libanon ent- ^ und weiterhin eifrig Oel ins Feuer ge- Wn haben, um die Voraussetzungen für die Schaft d„ gaullistischen Positionen >m -orderen Orient zu schaffen. Die Algier- 7ranz^en haben natürlich längst gemerkt, wo- M es den Briten ankommt, wenn diese sich Nchlewch in moralischer Entrüstung über- ^laqen. Die Eaullisten versuchen daher ge- Mber der englischen Berichterstattung die so darzustellen, als ob es sich im Liba- L nur um ..Mißverständnisse" von geringer Meinung gehandelt habe, und daß im gro- len iiird Milzen überall Ruhe herrsche. Da- M,n "«zeichnen die amerikanischen Berichte, auch der USN.-Botschafter'in Algier de Gaulle Protest wegen „Gefährdung

^Niinsamer englisch-amerikanischer strategi- 3" Inirrcsstn «

im Nahen Osten" eingelegt . weiterhin dramatisch« Vorgänge und Zummmenstöß, in Beirut, dar völlig ^ "er Außenwelt abgeschnitten

der Außenwelt abgeschnitten und an ^ Straßenecken Panzer aufgefahren sind,

außerdem ernste ZwischenM« ,n Damaskus, Aleppo. Sidon und Tripoli, aljo aucksi lchon in Syrien, Generalstreik im ganzen Land, ernste Lebensmittellage und Kleinkrieg natio- nnliLücker irreiichärler gegen die gaullistt-

nalistücher Freischärler gegen

^llm den britischen Absichten entgegenzi^ wirken, hat d- Gaulle General Catroux nach Beirut geschickt, damit er den verfahrenen Karren wieder aus dem Dreck heromsziehe. Aber die Engländer waren auch nicht faul. Während Latroux sich noch unterwegs be­fand, war der englische Mlnisier für Mittleren Osten, Lasey. bereits in

den Beirut

einaetroffcn, um das diplomatifche Kampf- aelände vorzubereiten. Am Montag haben ^ch Catroux und Lasey in Kairo getroffen. Inzwischen scheint m°n es an e.n.gen Stel­

len Engla'ndsdoch schon mft d-r Angst zu tun bekommen zu haben daß der kunitl ch entfesselte Brand zu gewaltige Ausmaße an

nehmen könnte. Offenkundig auf b« 4

gelassen. Diesen Leuten und Körperschaften, die sonst von England scharj an der Kandare gehalten werden, wurde jetzt einmal Gele­genheit gegeben, sich nach Herzenslust in em­pörten Protesten auszutoben.

Die Frage, die man sich heute in England zu stellen beginnt, geht dahin, wie man die gerufenen Geister wieder los wird. Noch rufen die Sprechchöre der Studentenkund­gebungen in Kairo und Alexandrien: „Nieder mit Frankreich!" und: ,»Nieder mit de

Gaulle!". Aber schon machen sich in den Pro­testen Untertöne und Forderungen bemerk­bar. die England als gegen sich selbst gerich­tet empfinden muß. Der diplomatische Mit­arbeiter des „News Lhronicle" stellt mit tie­fer Besorgnis fest. daß die Libanon-Revolte die vielen Millionen Araber in Bestürzung gebracht habe. Durch die ganze arabische Welt gehe heute ein Raunen und Flüstern über Wiedergeburt und Wiederauserstehung Die erste der neuen Ideen und Ambitionen sei die Unabhängigkeit, die zweite die Föde­ration. In weiser Voraussicht hätten die ara­bischen Fübrer ihre Kampagne so hingestellt, als sei sie in erster Linie unmittelbar zur

Erlangung der Freiheit von fremdländischer Beherrschung und zur Vereinigung der ara­bischen Staaten in einer Föderation einge­leitet.

„News Lhronicle" weist ferner daraufhin, daß die Sturmzentren der arabischen Unab­hängigkeitsbewegung die Mandatsgebiete Syrien. Libanon und Palästina seien. Durch das Weißbuch von 1!>.'!!1 habe die britische Regierung Palästina die Unabhängigkeit in­nerhalb von lO Jahren versprochen, während sie gleichzeitig durch das Versprechen an die Juden !m Hinblick aus eins jüdische Heim stätte in entgegengesetzter Richtung verpflich­tet lei. So befinde sich England im Nahen Osten in der Lage eines Soldaten, der eine abgezogene Handgranate in der Hand habe. aber kein Ziel zum Werfen vor sich sehe.

Der schon erwähnte Mitarbeiter des „News Lhronicle" muß jedoch auch zu verstehen ge­ben, daß der britische Imperialismus eine wirkliche Freiheit und Unabhängigkeit der arabischen Welt nicht dulden kann. „weil die Welt des Islam dreitausend Meilen von Gibraltar bis nach Indien längs und auer (Fortsetzung aus Seite 2)

klar von Karl Marx wie folgt formuliert: Das Leben beginnt dort, wo die Arbeit auf­hört. Arbeit und Leben sind nach jüdischer Auffassung zwei vollkommen und vollständig getrennte Bezirke, die sich gegenseitig nicht berühren.^Es sind zwei Funktionen des Da­seins. die sich sogar gegenseitig ausschließen. Aus diesem Grunde sind die jüdischen Ge- fetzesvorschriften auch so angelegt, um even­tuell vorhandene Neigung öder Anlage zur Arbeit auszurotten.

rkin Zeitgenosse von Karl Marx war Wil­helm^ Heinrich Rieh!, dein in den—Gesprächen mit König Maximilian II. von Bayern der Plan entstand, „Studien über deutschen Ar­beitsgeist und deutsches Arbeitsideal zu schreiben, zugleich als eine Predigt der Ar­beit". In dem Vorwort zur dritten Auslage seines Buches" „Die deutsche Arbeit" schreibt er 1885: „Ich ging dabei von dem Grund­gedanken aus, daß die Arbeit eine sittliche gat sei und folglich eine höchst persönliche Tat, die aber gerade darum erst in der Ge­meinschaft und für die Gemeinschaft sich voll­endet. Denn das Sittliche ist das Indivi­duellste. welches sich dem Ganzen opfert. Die sittliche Tat führte mich zur Ehre der Arbeit; zür erzieherischen Kraft, zur religiösen Weihe der Arbeit; zur Poesie der Arbeit; zum Pa- triotismus der Arbeit."

Das sind die diametral sich gegenüber­stehenden Auffassungen von dem Verhältnis der Arbeit zum Leben: die jüdiche und die deutsche; sie sind rassisch bedingt. Aus diesem so unterschiedlichen Ethos ergeben sich zwangs­läufig die bedeutsamsten Folgerungen für die Gestaltung der Lebensordnung, in der die Wirtschaft einen wichtigen Rang ein­nimmt; denn es gibt keine Wirtschaft ohne Arbeit. In der Wirtschaft zeigt sich konkret, welche Rolle die Arbeit-ftm Leben spielt.

Der Jude muß schon aus seiner Einstellung zur Arbeit ein anderes Gestaliungsbild von Wirtschaft in sich tragen als das Wirtsvolk,

in dem er sich dauernd oder vorübergehend aufhält. Seine Auffassung von der Arbeit

und sein Aufenthalt bei anderen Völkern leit Jahrtausenden kennzeichnet ihn als Parasit. Seine Tarnung ist der Neuzeit ge­lingt ihm dadurch, daß infolge verschiedener Umstände seine Wirtschaftsauffassung zur Herrschaft gelangt. Sie setzt sich sogar foweit durch, daß es heute Menschen gibt, die etwas anderes als Wirtschaft gar nicht anerkennen,

rxür den Juden ist Wirtschaft internatio­nale Kapitalverwertung. Arbeit wird so­weit gtdnldet, als sie zur Kapitalverwertung notwendig ist. Die industrielle Reservearmee sieht immer bereit, um Kapitalnutzungen durchzuführen, wenn sie lohnend erscheinen. 2st es möglich, sie an der Börse zu ermög­lichen, so wird darin die vollkommenste Farm der Kapitalverwertung mit der Erzielung von Differenzgeschäften gesehen.

Durch die Idee der Kapitalverwertung wird ein Bereich abgesteckt und mit Wirt­schaft bezeichnet, in der Arbeit eingebracht und vergeben wird. Das Kapital wird Ar­beitgeber. Die Peitsche des Hungers treibt die Massen zur Arbeit und damit zur Fut­terkrippe. In Wahrheit geht.es aber nicht um Wirtschaft, sondern um Ausbeutung, die mit einer formallogischen Theorie und raffi- nicrter^Technik ausgestattet wird.

Das deutsche Arbeitselhos hat in diesem Bereich des jüdischen Kapitalismus', genannt Wirtichaft. keinen Raum. Er muß verküm­mern und wird dazu noch mit allen Mitteln ausgehöhlt und untergraben. Alle natürlikyen Bindungen werden ausgelöst und an ihre Siclle die kapitalistischen Verflechtungen ge­letzt. Der Individualismus kann sich zu den extremsten Formen entwickeln. Das ..Sitten"- gesetz das über dem Ganzen schwebt, wird als Liberalismus bezeichnet, den man nun fälschlich mit „Freiheit" übersetzt. Frei ist nur das anlagesuchende Kapital, das weder Volks- noch Staatsgrenzen kennt, nur die Aussicht aus höchste Renie seiner Anlage. In hem Maße. in dem die Freiheit des Kapitals sichergestellt wird. geht die Freiheit der Völker verloren.

Freiheit ist in Wirklichkeit nur dort ve>, Handen, wo die rassiich-nölkiichen Werte sich entfalten können, wo „die Arbeit als sitt­liche Tat" wirklich möglich ist. Diese in der Nasse begründete sittliche Pflicht zur Arbeit kann aber nur dann voll zur Wirkung kom­men, wenn das „Recht aus Arbeit" vsrhan-

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