Ausgabe 
(15.11.1943) 316
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vremerWung

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parleiarntliclie Layeszettung

vos flmtsdlatl des Negierenden vürgermeislers der Zielen Hansestadt vremen

üer Nationalsozialisten, vremens

simtlichrs verkündungsblatt des lieichsstatlstallers in Oldenburg und vremen

M.Z16 , 1Z. Mrgang

Montag, 15. November 194Z

kinzetpreis 19 Nps.

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Oldenburg, 14. November. Das vier­tägige Landdiensttresfen der Hitler-Jugend tireichte am Sonntag mit einer Kundgebung i« der Kauhauptstadt seinen Höhepunkt. Gau­leiter Paul Wegener und Landesbauern- siihrer Jacques Eroeneveld sprachen zu den Jungen und Mädeln, dankten ihnen für ihren freiwilligen Einsatz auf dem Lande und kiesen sie aus, dem Boden treu zu bleiben. Inmitten der über 40g in Oldenburg ver­sammelten Landdienstfreiwilligen hatten namhafte Vertreter von Partei, Staat und Wehrmacht Platz genommen. Ein großer Wr, ein Musikzug und der Eebtetsfansaren- M umrahmten mit ausgezeichneten Darbie­tungen die Kundgebung im Eemeinfchafts- mum der Oldenburgischen Fleischwaren- iabrik. Von der Bühne grüßten die Symbole der bäuerlichen Jugend: Pflug und Schwert. Auch die Verse der Sprecher und Lieder spie­gelten die Grundgedanken der Jugend wider, die in der Rückkehr zur Scholle Ausgabe ihres Lebens sieht.

Eobietsfllhrer Lohel begrüßte den Gau­leiter und den/ Landesbauernführer als Freunde und Förderer des Landdienst'gedan- lens im Nordseegau. Die Jungen und Mädel des Landdienstes der Hitler-Jugend, so be­reute er, strebten alle dem bäuerlichen Leben ;u. Es würden sicherlich einige abfallen auf dem Wege dorthin, aber die wahre Auslese werde bestehen und siegen.

lisäe äs« I-ünässdsiisrnMrsrs

Dann nahm der Landesbauernführer und Eauamtsleiter für das Landvolk in der Gau- leitung Weser-Ems der NSDAP., ss-Briga- defiihrer Groeneveld, das Wort und mgte u. a., daß es nicht an Versuchen gefehlt höbe, aus Städtern wieder Landmenschen zu machen, aber alles feien tastende Versuche ge­wesen. Erst die Hitler-Juge-nd mit ihrem Landdienst habe die Voraussetzungen geschaf­fen, wieder zum Boden zurückzukehren. Wäh­lend es 1942 ÜO OOO Landdienstfreiwillige in Deutschland gegeben habe, sehen es in diesem Fahre bereits ,40 000.

Der Landesbauernführer wandte sich dann an^ie vor ihm sitzende» Jungen und Mädel and sprach zu ihnen, daß sie mit dafür sorgen mußten, daß immer ausreichend Nahrungs­mittel erzeugt werden, daß aber auch von dem Erzeugten nichts verkomme, sondern daß es sparsam verwendet werde. „Ihr werdet aber auch dafür sorgen, daß weit über die Vor- Weltkriegsgrenzen hinaus die neuen Ostge­biete zur deutschen Heimat werden. Das wird die deutsche Aufgabe sein, die Aufgabe des deutschen Bauern, die Aufgabe, die ihr, meine Jungen, als Wehrbauern mit lösen werdet. Und wenn du, Junge, nun weißt, daß im Bauerntum deine Lebensaufgabe liegt, daß Landarbeit trotz ihrer Schwere tansend- mal interessanter ist als eine Fabrikarbeit, daß für dich, wenn du deine Lehr- und Ee- iilsenjahre hinter dir hast, Hilse bereit steht, die deinem Können und deiner Einsatzbereit- ichaft entsprechen, dann hast du begrfsen, wa­rum du freiwillig in den Landdienst gekom­men List.

Wir alle müssen begreifen, daß von der Rückführung bäuerlicher Menschen aus/ das Land es abhängt, ob der Freiheitskampf des deutschen Volkes letzten Erfolg hat oder nicht. Denn alles Predigen und Sprechen von der ssulunft bleibt solange leeres Gerede, als wir nicht diesem Wunsch die reale Grundlage heben für die Verteidigung des bäuerlichen Lebens. An uns liegt .es, dafür zu sorgen, daß die Bresche, die die Hitler-Jugend mit ilircm Landdienst geschlagen hat, sich immer »eiier verbreitert. Für die Bauern aber mutz heißen, nicht nur den Hoferben zum Bau- kkn zu erziehen, sondern alle Kinder bäueruch M erziehen und sich darüber hinaus '^l9r Pleßen, daß landstnnige Jungen und Mädel zu tüchtigen Bauern u.nd Bäuerinnen werden.

Es liegt an euch, ihr Landdienstfreiwilligen, daß eure Haltung aus dem Begriff der Frei­willigkeit etwas mehr macht und die Zeichen der Zeit versteht. Dann wird einmal das Wort Friedrichs des Großen an euch wahr werden: „Unsterblich sind die Tapferen,, denn ihnen wird der Boden sein!"

Ilsr Ksulsilsr spricht

Gauleiter Paul Wegener wies auf die Be­deutung der Stunde hin, die man heute viel­leicht nicht immer zu würdigen wisse, die aber sehr wichtig sei, denn die große ent­scheidende Zukunft unseres Volkes werde auf dem Lande von bäuerlichen Menschen ein­mal erkämpft werden. Es müsse sich jeder auf die Voraussetzungen besinnen und sich vor Augen halten, daß unsere Vorfahren Bauern waren und erst dadurch die Mög­lichkeit schufen, groß zu werden. Alles bleibe nutzlos, wenn nicht der Bauer auf dem Lande das Brot schaffe.

Der Gauleiter erinnerte sich mit von den Landdienstfreiwilligen dankbar aufgenomme­nen Worten seiner eigenen landwirtschaft­lichen Lehrzeit und des Gewinnes, den er selbst einmal daraus habe schöpfen können. „Was nützt alle Gelehrsamkeit", so führte er aus, „was alles Gerede von der Zukunft, wenn nicht die Jugend des Eroßdeutschen Reiches bereit ist, freiwillig am Boden zu arbeiten. Die Grundlage bleibt das Bauern­tum. Euer Bekenntnis zur Tat,-meine Jun­gen und Mädel, ist wichtig; ihr bekennt euch

damit nicht zu einem Stand, sondern zur Lebensvoraussetzung Deutschlands. Ihr seid damit die Voraussetzung für die Zukunft schlechthin."

Gauleiter Wegener betonte dann mit in­nerem Stolz, daß die Landdienstfreiwilliaen wissen dürften, daß nicht nur die Hitler-Ju­gend und der Landesbauernführer den Land- dienst dankbar anerkennen, sondern daß im Gau Weser-Ems, in diesem bäuerlichen Gau, eine politische Führung tätig ist, die dem bäuerlichen Lehen für alle Zukunft den ihm gebührenden Platz zil sichern vermag. „Kein Beruf, meine Landdienstfreiwilligen", so schloß der (Sauleiter, „steht so ehrfurchtsvoll vor dem Göttlichen, ja dem Leben überhaupt, wie das Bauersein. Es wird der Tag kommen, da wird euch der Führer danken, daß ihr mit eurer Freiwilligkeit geholfen habt, das Bauerntum, die Lebensvoraussetzung für das. Reich zu erhalten. Es wird stets eine Freude für -mich -sein, euren Einsatz zu beobachten und fördern zu dürfen. Wir haben ja alle eine Aufgabe, nämlich unserem Volk das Leben und die Zukunft zu erhalten. Darum meine Jungen und Mädel, macht so weiter!"

Eebietsführer Lohel dankte dem Gau­leiter und gedachte des Führers. Das Lied der Jugend beendete die vorn frischen, vor- wärtsstllrmenden Geist des Landdienstes er­füllte Stunde. Die Wehrbauern von morgen sind mit diesen Jungen und Mädeln bereit, mit Pflug und Schwert auf der Wacht für Deutschlands Zukunft ßu stehen.

Am Montag klingt das Treffen mit einem Abschlußappell vor dein Eebietsführer aus.

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veutsclie Il-Voots im Itampi mit ieinclliclisii Zerstörern. Sei cken letzten Srkolgsmslckun- zen cksutsctrsr Unterseeboots v/urcks bekanntgegeben, ckak v/iecker neben einer ^.nrsbi -von llonckelssobikten suck mekrsre /sincklixke Zerstörer versenkt rvurcksn. Der /^.ngrikk 'suk Zerstörer erkorcksrt nnsrbörten dlut unck restlosen Sinsatr, cka ckiess seknelien Lcbikke ssbr stark bev/skknet unck gerscksru ickesie llntsrssebootsägsr sinck.

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l-oncions/- öärrsn/ucisn wo//sn vi/si'tsr i/ir 6 /utgs/c/ rc/is//s/ri

Stockholm, 14. November. Aus der Londoner Börse, wo man angesichts der Aussicht, daß bald, ;,der Friede ausbrechen könnte", eine allgemeine Baisse notiert hatte, ist nach dem Londoner Korrespondenten von „Göteborgs Posten" im Ergebnis der Worte Churchills, daß der Höhepunkt des Krieges im Jahre 1944 erst zu erwarten sei und dieses Jahr das blu­

te in (!).

tigste und opferreichste für England werden wleder, eine Hausse eingetreten Die Besitzer solcher Aktien, die im Kriege immer wertvoller geworden waren, hatten einen Seufzer der Erleichterung ausgestoßen über ^ie Ausführungen Churchills. Nun zeig­en die Gesichter" der Börsenmakler wieder ptimistische Züge. Sie dächten wieder an

Transaktionen, die sie während des Krieges vornehmen könnten, ehe das für die Londoner Börse und Wallstreet drohende „Gespenst des Friedens" wieder in Erscheinung trete.

Deutlicher als durch diese Meldung können die wahren Hintergründe des von den pluto- kratischen Börsenjuden vom Zaun gebroche­nen Krieges nicht beleuchtet werden. Hinter Churchills Worten steht die Machtgier und das Geschäftsinteresse der jüdischen Schieber und Kriegsgewinnler, die „ihren Krieg" bis zum letzten Blutstropfen des englischen Vol­kes und der englandhörigen Völker fortsetzen werden. Für sie bedeutet die Zerstörung der kostbaren Kulturwerte der Menschheit ebenso­wenig eine moralische Belastung wie die Vlutopfer des britischen Volkes selbst. In diesem Vernichtungswillen reicht der jlldisch- plutokratische Westen dem jüdisch-bolschewisti­schen Osten die Hand.

Der deutsche Soldat aber und die mit Deutschland verbündeten Völker, die allein das Bollwerk gegen den Bolschewismus bil­den, bürgen dafür, daß dem verhängnisvollen Einfluß dieser Kriegstreiber ein für alle­mal ein Ende gesetzt wird.

Erbittertes Hingen «sstlick Hiev äsuert sn

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Aus dem Führerhauptquartier, 14. November.- Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Aus der Krim unternahmen die Sowjets mehrere vergebliche Vorstöße aus ihrem Brückenkopf nordöstlich Kertjch und gegen unsere Stellungen bei Perekop. An der Dnjepr-Front wurden südöstlich Cherso», nordwestlich Krementschug und beiderseits Tscherkessy seindliche Angriffe abgewiesen, geringfügige örtliche Einbrüche im Gegen­stoß bereinigt.

Im Kampfraum westlich Kiew geht das erbitterte Ringen weitere Südwestlich der Stadt stießen eigene Kräfte in die Flanke des auf Shitomir vorstoßenden Feindes und fügten ihm empfindliche Verluste zu. In Shitomir und nördlich der Stadt wird heftig gekämpft.

Während südwestlich Eomel und nordwest­lich Smolensk neue starke feindliche Durch- bruchsangrifse in schweren, stellenweise noch während der Dunkelheit anhaltenden Kämp­fen abgeschlagen »der aufgefangen wurden, warfen eigene Eegenangrisse nördlich Eo­mel vorübergehend eingebrochenen Feind auf seine Ausgangsstellungen zurück. Aus dem Raume von Rewel wird lebhafte, von

den anderen Frontabschnitten geringe örtliche Kampstätigkeit gemeldet.

Die seit August 1942 im Osten eingesetzte Sturmgeschützabteiluiig 807 unter Führung von Haliptmanil Zeitler hat i»i Ranme westlich Smolensk den 1000. Panzer abge­schossen.

. In Süditalien dauern die Kämpfe mit Schwerpunkt beiderseits der Paßstraße »ach Lassino an. Südlich Venafro ging ein« ge­stern genommene Höhe wieder verloren. Starke amerikanische Angrisse westlich Ve- »asro scheiterten.

Im nordwestlichen Balkanraum wurden in mehrwöchigen Kämpfen kommunistische Ban- dcngruppe» im Gebiet nordöstlich Fiume ein­geschlossen und vernichtet. Sie verloren da­bei über 3800 Tote und 4800 Gefangene. Außerdem wurden 48 Geschütze, 822 Ma­schinengewehre und Granatwerfer und 4688 Gewehre erbeutet. 30 Versorgungslager wur­den sichergestellt.

Unsere auf Leros gelandeten Truppen ste­hen auf der Insel in erfolgreichem Kampf gegenüber stärkerem seindliche» Widerstand.

Ein Angriffsversuch starker nordamerika- nischer Bomberverbände gegen das nordwest- deutsche Reichsgebiet scheiterte an der star­

ken Jagdabivehr. Verstreute Bombenabwürfe verursachten nur in einigen Orten Schäden. Die an der Abwehr dieser Angrisse beteilig­ten Lustverteidigungskriifte vernichteten 29 feindliche Flugzeuge. Ueber den besetzten Westgebieten wurden fünf weitere feindliche Flugzeuge abgeschossen. In der vergangene» Nacht warfen einige britische Störslugzenge wenige Bomben im westlichen und nördlichen Reichsgebiet,

8olia doindsräisrl

ep. So^fia, 15. November. Die bulga­rische Hauptstadt wurde am Sonntag zum erstenmal seit zweieinhalb Jahren von bri- tisch-nordamerikanischen Flugzeugen ange­griffen. Ueber diesen Angriff wurde am Sonntagabend folgender Bericht des bulga­rischen Heeresstabcs ausgegeben: ,;Am 14. No­vember überflogen mehrere Gruppe» von feindlichen Flugzeugen bulgarisches Gebiet und warfen um die Mittagszeit Bomben aus Sofia, die einige Personen, darunter Frauen und Kinder, töteten oder verwundeten. In einigen Vorstädten von Sofia wurden Ge­bäude zerstört."

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.Dokio, 14. November. Wie das Kaisir- bhc Hauptquartier am Sonntagnachmittag i-lanntgab, fand am 13. November »n der Nergeiidämmerung die „Vierte Schlacht be« Insel Vougainville" statt. Japan,,che Aarineskugzeuge entdeckten an diesem Tage den Gewässern südlich der Insel Bongain-

^lle weitere größere amerikanische Einhei­ln. die sie mit großem Erfolg angrifsen. Jn- ^rhalb weniger Sekunden wurde ein Kreu- i" großen Typs versenkt, des weiteren ein nreuzer und ein Zerstörer. Ein Schlachtschils "nd ein Flugzeugträger mittleren Tbps Wurden schwer beschädigt. Zwei lapail»ch- wuqzeuge kehrten nicht zum Stutzpunlr iurück.

..Zur „Vierten Luftschlacht bei Bougain- ^lle" bringt die japanische Montaginorgen- dreße weitere Einzelheiten. Danach wurde m s" Nacht zum l3. November, begünstigt Ost.ck> Helles tropisches Mondlicht, in den Ge­isern südwestlich von der Insel Mono eine slche Kriegsschiffen, die sich nordwärts rwegten, durch japanische Aufklärer ent- Die starken Feindkräfte begleiteten u>en Eeleitzug und hatten eine völlig oer- ndkne Zusammensetzung der Schiffe gcgen- denjenigen, die die Japaner in der i!?" Luftschlacht bei Bougainoille" am u November festgestellt hatten. Unter Zu­

hilfenahme von Leuchtbomben wurde d,.e Helle der Mondnacht noch vergrößert so dah die angreisenden japanischen Torpedo,lug- zeuge in kurzer Zeit die gemeldeten Erfolge erzielen konnten.

^.ucli cier klukreustrLZer ivskr- sckeinlicti ßesunlcen

Dir zurückgekehrten japunischen Flugzeug­führer berichtete» inzwischen, dag das als chwer beschädigt gemeldete «chlacht,chi,f in langsamer Fahrt völlig in Flammen gehüllt beohachtet wurde, als es versuchte. ,.ch aus derHKampszone zu entsernen. Oben,» wurde festgestellt, daß der Flugzeugträger bereits völlig manövrierunfähig und dem sinken nahe war. Das Kaiserliche Hauptquartier hat, wie immer, nur die genau festgestellten Ergebnisse bisher veröffentlicht, ledoch 'st >m vorliegenden Fall anzunehmen da» d r seindliche Flugzeugträger rbeinalls noch als Verlust der Amerikaner zu buchen ist.

^spaniscke Lrkolse in 4 8clilackten

Wie der Kaiserlichen Marine nahestehende Kreise feststellten, wurden, wie Domer mel­ket! bei den vier Luftschlachten .m Keb,°t der Insel Bougainville insgesamt 88 "der 89 Mliche Kriegsschiffe und --d.«

versenkt oder beschädigt, weitere 40 Lan- dungssahrzeuge versenkt und eine große An­zahl Landungsfahrzeuge zerstört.

In der Zeit vom 27. Oktober, als der Feind die Landung auf der Insel Mono durchführte, bis zum 13. November, an dem die vierte Luftschlacht bei Bougainville statt­fand, versenkten japanische Marineluftstreit- kräste und Ueberseestreitkräste durch Voll­treffer sofort in den Gewässer» der Insel Bougainville allein insgesamt l4 feindliche Kriegsschiffe und Transporter, und zwar: einen großen Flugzeugträger, zwei große Kreuzer, fünf Kreuzer, einen Kreuzer oder großen Zerstörer, zwei große Zerstörer, drei große Transporter. Ferner wurden weiterhin insgesamt 23 feindliche Kriegsschiffe oder an­dere Schisse versenkt, und zwar: vier Schlacht­schisse. ein Flugzeugträger mittlerer Größe, vier große Kreuzer, ein Kreuzer, drei Kreu­zer »der große Zerstörer, siinf Zerstörer, fünf Transporter. In den vorgenannten Erfolgs- zifsern sind über 40 Landmiqssahrzeuge nicht enthalten, die ebenfalls im Berlans der vier Luftschlachten bei Bougainville versenkt wurden.

Ferner wird bekanntgegeben, daß insge­samt 31 oder 32 feindliche Kriegsschiffe oder andere Schiffe bei den Kämpfen beschädigt wurden. Es handelt sich dabei km: zwei

Schlachtschiffe, zwei große -Flugzeugträger, ein Flugzeugträger-mittlerer Größe, zehn oder elf große, Kreuzer, ein Kreuzer, acht Kreuzer oder große-Zerstörer, drei Zerstörer, drei große Transporter, ein kleinen Trans­porter. Außerdem wurden eine Reihe von Landuugsfahrzeugen und ein Zerstörer be­schädigt. llnter den feindlichen Schifsseinheiten war große Verwirrung entstanden, so daß die Schisse das Feuer aufeinander eröffneten, wo­durch deü eine Zerstörer beschädigt wurde.

Die feindlichen Flugzeugverluste während der vier'Luftschlachten belaufet! sich auf über 414 abgeschossene und lti auf andere Weise vernichtete Maschinen.

Die japanische» Verluste im gleichen Zeit­raum betragen: zwei Zerstörer versenkt, zwei Kreuzer leicht beschädigt und 108 Flugzeuge verloren.

Oessmt-pgrikikkioUe 6er 118/V. eingeselrt

„Tokio Nitschi Nitjchi" schreibt, daß der Feind bei seiner Absicht, unter allen Um­ständen Rabaul zurückzuerobern, nicht nur die Südpazisik-, sondern die Gesamt- Pazifikflotte mobilisiert habe. Japa­nische Marinekreise erwarten, daß die feind- lFortsetzung auf Seite 2)

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Von, Niedrig-Menschlichen in der geistigen Führung der USA.

Von l'iolessvr Dr. D. Dovikat 1

„Ist es richtig, daß der frühere deutsche Kaiser jeweils, ehe er, um nicht zu fett zu werden, Holz hackt, auf das Bild unseres Präsidenten Wilson spuckt?"

„Was wissen Sie von der geheimen Ver­schwörung der deutschen Studenten im Keller der Heidelberger „Kneipe", die Revanche gegen Frankreich durchzuführen?"

„Wird Deutschland die Reparationen zah­len können?"

Leicht erschrocken dernahm der Schreiber dieser Zeilen die Fragen. Sie wurden ihm kurz nach dem ersten Weltkrieg im Hotel einer amerikanischen Stadt des Mittelrvostens vom Reporter der Ortszeitung vorgelegt. Eine Weile glaubte er, zum Narren gehalten zu sein. Aber ein Blick in die Augen des Re­porters überzeugte ihn von dessen naiver Gutgläubigkeit. So beantwortete er also zu­nächst die letzte Frage mit >einem überzeugten „Nein",, und rs gelang ihm, den Reporter, der im Gespräch nicht allzustarke Persönlich- keiiskräfte entwickelte, in die Unmöglichkeit des gerade, damals mit amerikanischer Hilse ausgetüffelten Reparationssystems einzu­führen. ,

Der Reporter bewies dabei eine vollendete Ahnuiigslosigkeit über ^den Versailler Ver­trag, der doch unter führender Beteiligung seines Präsidenten zustande gekommen war. Nichts Wesentliches wußte er über das Schick­sal des deutschen Landes und Volkes, als was au Resten der amerikanischen Greuelpropa­ganda in seinem armen Kopf düfterte. Aber über Litauen wußte er ausgezeichnet Be­scheid. Er kannte Prodnktions- und Geburts- Lifferst, originelle Volkssitten und Gebräuche und allerlei stimmungsvolle Einzelheiten vom Familienleben der zur Zeit regierenden Männer, himbeerrot und süß aufgemacht, mit Babys in Trachtenhüten und würdig-bäuer­lichen Pgtriarchen im Urvätergewand. Wie die meisten Begeisterungsströme in USA. kam auch dieser aus geschäftlicher Quelle. Der Bankier des Ortes hatte zu fetten Gewinn­sätzen soeben Teile der neuen litauischen An­leihe durch Anzeigen und Werbebriefe an seine Mitbürger weiterverkauft. Die waren nun, wiederum geschäftlich, am litauischen Schicksal mehr interessiert, als am Schicksal Deutschlands in seiner europäischen und welt­politischen Bedeutung.

Ueber Deutschland wußte aber der Repor­ter nur läppische Klatschgeschichten, deren Er­gebnis/seine Fragen waren. Er zeigte den typisch konfektionierten Hirninhalt des ame- tikänischen Massenmenschen, der von den poli­tischen, Interessenten und von profitlüsternen Zeitungen immer wieder in.einer Weise auf­gefüllt wird, die sich zu betrachten lohnt. Die Technik, politische Tatbestände durch Klatsch- elemente wirksam zu machen, ist eine allge­mein .amerikanische Technik. Politische Stosse werden auf diese Weise spannend, gedächlnis- haftend > und schließlich politisch willensbil- dend gemacht, und das geschieht meist nur zu. wirksam. Auch in der geschäftlichen Werbung, im Kämpf tun die Auslage der Zeitungen, die Zugkraft der Filme und die Hörerkrcise Her Rundfunksender wird diese Technik an- gcw.andt, Sie geht den Weg über die „tiumon mia", die menschliche Seite der Dinge, sie iiunmi, das „tniman interest", das periön- lich-iubiektive Interesse an" Personen und Persönlichkeiten zum Ausgangspunkt. Sie geht den Weg über das „Menschliche".

Freilich, keineswegs „das Menschliche" im hohen Sinne, Um das Niedrig-Menschliche geht es hier, um den ärmlichen Bodensatz des Klatsches sehr gewöhnlicher Leute, um die naiv-ahiiuugsloseu. oder boshaft-neid­erfüllten, denen die Betrachtung der Dinge einzig aus der Froschperspektive des armen Ichs kümmerliches Bedürfnis ist. Horace Greele, einer der frühen amerikanischen Ge­sinnungsjournalisten, die noch ritterliche Hal­tung kannten, hat schon die Grundgedanken dieser Führungstechnik in der Mahnung fest­gehalten, die er einem jungen Schriftleiter gibt: „Fange an mit der klaren Erkenntnis: