Ausgabe 
(27.10.1943) 297
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der NarionalsdziaMen. vremens

flmtliches veikündunc>sblatl des Nclchsstattlialters in Oldenburg und vremen

Nr. 29? , 13. Jahrgang

Mittwoch. 2?. Vktober 194Z

kinzelpreis 13 Nps.

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. dlus dem Fuhrerhauptquartier. 26. Oktober. Das Ovetlomman- do der Wehrmacht gibt bekannt:Im Süden der Ostfront steigerten sich gestern die Kampfe ,m Abschnitt von M e l i t o p o l und südöstlich Saporoshje zu besonderer Heftigkeit. In erbittertem Ringen wurden wiederholt vorgetragene feindliche Angriffe aufgefangen und einige Einbrüche abgeriegelt. Auch im Dnjepr-Knie wird weiterhin schwer gekämpft. Unsere Truppen räumten nach Zerstörung kriegswichtiger Einrichtungen die Stadt Dnjepropetrowsk. Gegen KriwoiRog führten die Sowjets neue Kräfte zum Angriff vor. Nörd­lich der Stadt gingen die seit Tagen andauernden Kämpfe auch gestern pausen­los weiter. Ein von Nordwesten in die Flanke des Feindes geführter Gegenan­griff eigener Panzerverbände stich in Bereitstellungen der Volschewisten und brachte dadurch den bei Kriwoi Rog rümpfenden deutschen Truppen wesent­liche Entlastung. An den Abriegelungsfronten des Einbrnchsraumes blieben zahl­reiche Angriffe des Feindes erfolglos. Aus einem Brückenkopf nordwestlich Kreinentschug griffen die Sowfets mit starken Kräften an, wurden jedoch im Gegenangriff zurückgedrängt. Südöstlich und nördlich Kiew sowie nordwest­lich Tschernigow kam es stellenweise zu heftigen örtlichen Kämpfen, in de­nen die Sowjets überall abgewiesen wurden. Westlich Kritfchew traten die Volschewisten mit mehreren Schützendivisionen auf breiter Front zum Angriff an. In schwungvollen Gegenangriffen wurden Einbruchsstellen bereinigt und die feindlichen Angrisssverbände auf ihre Ausaangsstellungen zurückgeworfen. Aus dem Kampfraum SmolensI und südlich Welikije Luki wird nur ge­ringe Kampstätigkeit gemeldet. Die Luftwaffe, die zusammen mit rumäni­schen Fliegerverbänden besonders im Süden der Ostfront den in schweren Ab­wehrkämpfen stehenden Truppen fühlbare Entlastung brachte, schoh in der Zeit vom 22. bis 25. Oktober 188 Sowjetslugzeuge ab. 11 eigene Flugzeuge gingen in diesem Zeitraum verloren.

In Süditali^en kam es nur in einigen Abschnitten zu Borpostcngefech- ten. Sicherungsfahrzeuge der Kriegsmarine beschädigten im Seegebiet nördlich Drontheim zwei britische Schnellboote, von denen eines kurze Zeit später durch ein deutsches Jagdflugzeug versenkt wurde. Deutsche Schnellboote fftießen in der Nacht zum 25. Oktober gegen die englische Ostküste vor und ka­men ins Gefecht mit einem überlegenen Verband britischer Zerstörer, Artillerie- Schnellbooten und Sicherungsstreitkräften. Ein britischer Bewacher wurde ver­senkt und mehrere feindliche Artillerie-Schnellboote beschädigt. Zwei eigene Schnellboote gingen verloren. Ihre Besatzungen konnten ßum größten Teil geret­tet werddn. Üeber den besetzten Weftgcbieten und im Mittelmeerraum schös­sen »nsere Verbände der Luftwaffe und der Kriegsmarine 20 britisch-nordame- rikanische Flugzeuge ab."

xns. Der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht läht eine weitere auherordentliche detgerung der Grohschlacht im Süden der 'Ostfront zubesonderer Heftigkeit" erkennen. Unmittelbar vor Einbruch der Schlamm- und Winterperiode uaterckimmt der Gegner hier in einem äuhersten Einsätze aller seiner Mittel jeden Versuch, die Dnjepr- Schranke zu durchbrechen. Die Bedeutting dieser Operation wird klar, wenn man sich vergegenwärtigt, dah die große deutsche Ab­setzbewegung vor ungefähr drei Wochen an dieser Stellung zum Stehen kam und dah seit diesem Zeitpunkt trotz schwerster Kämpfe und trotz gelegentlicher, durch die zahlen­mäßige Uebermacht bedingter Einbrüche, der Feind keine wesentlichen terrainmähigen Erfolge mehr zn erzielen vermochte. Wenn die Sowjets nunmehr versuchen, die Sperre am Dnjepr in ihrem südlichen Teile aus- zubrechen, so verbirgt sich dahinter ihre Ab­sicht, noch im letzten Augenblick vor dem jahreszeitlich bedingten Abbruch der Eroh- lämpfe dieses Sommers auch die operative Frucht der ungeheuren Blutopfer ihrer Eroh- osfensiüen hereinzuholen. Es dürfte nicht zu­letzt die Furcht davor sein, dah die kom­

mende Verschlammung des Bodens und die dadurch bedingte Unmöglichkeit grohräumiger Aktionen den Sowjets diesen erhofften Er­folg unmöglich machem werden, die sie jetzt in einer letzten gigantischen Zusammen­fassung aller Kräfte gegen die stählernen Sperriegel der deutschen Abwehr anrennen läht.

Der bisherige Verlauf der Schlacht wurde durch das Gelingen jenes sowjetischen Ein­bruches bestimmt, der vor einigen Tagen in der deutschen Abwehrfront südwestlich von Krementschug eine schlauchartige Ein­buchtung entstehen lieh. Von hier aus ver­suchte dem Feind zunächst nach den beiden Flanken der Einbuchtung im Osten und Westen vorzustoßen und so die Einbruchs­stelle zu erweitern. Parallel damit ging ein äußerst massiver bolschewistischer Stoß, der den Weg nach Süden zu frei machen sollte. Während aber die Angriffe gegen die Flan­ken erfolglos blieben, führte die südwärts gerichtete Operation den Feind bis vor Kriwoi Rog. Damit aber wurde bereits die zweite Phase der Schlacht eingeleitet. Im ganzen erscheint diese zweite Phase der Schlacht dadurch gekennzeichnet, daß, nach­

dem der ursprüngliche bolschewistische Total­angriff zum Stehen gebracht wurde, nunmehr beide Gegner versuchen, mittels Flanken- stöhen eine Entscheidung zu erzwingen. In diesem Sinne dient die von den deutschen Truppen durchgeführte Räumung des Dnjepr-Knies, und insbesondere der Stadt Dnjepropetrowsk, der Festi­gung des deutschen Ostslügels und weiter der Sicherung des Anschlusses dieses Flügels an die Schlachtfelder von Saporoshje und M e l i t o p o l. Schon aus diesem stra­tegischen Gedanken läht sich der Erundcharak- ter der deutschen Verteidigung klar ablesen, der darin besteht, .die große Linie . der Dnjepr-Schranke unter rillen Umständen 'auf­rechtzuerhalten und zu vermeiden, daß dem Feind an irgendeiner Stelle die Zerreißung dieses, seinem verzweifelten Angriffswillen vorgelagerten Riegels gelingt. Die Entwick­lung zur Flankerftchlacht geht damit offen­sichtlich im wesentlichen auf die deutsche Ini­tiative zurück. Das gilt sowohl für die deut­sche Ausweichbewegung im Dnjepr-Knie, wie auch für den nordwestlich Kriwoi Rog gegen die Flanken der bolschewistischen Armeen ge­führten deutschen Vorstoß. Der letztere deutiche Angriff stieß mit Panzerverbänden in die Bereitstellungen der Sowjets hinein und brachte dadurch den bei Kriwoi Rog kämpten- den deutschen Trupp?» eine wesentliche Ent­lastung.

Von sowjetischer Seite wurde die Entwick­lung zur Flankenschlacht ebenfalls vorgenom­men. Westlich von Kriwoi Rog bis hinauf nach Krementschug versuchten dabei die Bsl- fchewisten, die deutsche Abriegelungsfront durch harte Angriffe zn erschüttern. Sie hat­ten jedoch keinen Erfolg. Handeln Hand da­mit ging ein weiterer sowjetischer Versuch aus dem Brückenkopf nordwestlich Kremen- tschugs heraus, den deutschen Sperriegel von Norden her einzudrücken. Auch diese mit star­ken Kräften vorgetragenen Angriffe konnten im Gegenangriff zurückgeschlagen werden. Die gleichzeitig in den Abschnitten von Me- litopol und Saporoshje geführten bolsche­wistischen Angriffe, die zu erbittertem Rin­gen führten, vervollständigen das Bild bei Grohschlacht. Auch sie wurden, wie der Wehr­machtbericht mitteilt, aufgefangen oder ab­geriegelt.

Neben der Grohschlacht am Slldabschnitt der Ostfront ist ein neuer Schwerpunkt west­lich von Kritschew entstanden. Dort nütz­te» die Volschewisten das herbstliche Nebel­wetter aus, um in breiter Front mit mehre­ren Schützendivisionen anzugreifen und einen Durchbruch zu erzwingen. Dabei entstandene Einbrüche des Feindes beseitigten unsere Truppen jedoch in schwungvollen Gegenan­griffen und warfen die bolschewistischen An­griffsverbände auf ihre Ausgangsstellungen zurück.

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Vvutscllk Iruppon beim liebersetreii über klie Strake von Lertsck. O-inr obns ..teincl lieben Lesucb" sollte dieses Ilsbersetren docb niebt vor sieb geben, küiegsrslsrip Zorvjetiscbe küugrsugs soeben den kmbrbstrisb rm stören, ^ber die ^bvvsbr ist an! dem kosten, so daö blsnscbsn und Ivlstsrisl sicbsr den Hefen srreicksn.

kli.-NriexsberlcIitor »euderxsr - iitl, (Sd»

Ispsmscker ksickstsg lrsl Zusammen

?,ok/omot,'on c/s§ Isrino Ksg/srungLSlk/ätUng ?o/o§ Htärkung c/sp MNS7SN Kamp/kro/t

Tokio, .26. Oktober. Die Eröffnung der 83. außerordentlichen Hauptsitzung des japani­schen Reichstages fand in Anwesenheit des Tenno statt. Vor der Eröffnung empsmg Ministerpräsident Tojo alle Minister- Sprecher beider Häuser sowie die Präsiden­ten und Vizepräsidenten des Geheimen Etaatsrates. Der Tenno, in der Uniform eines Eroßmarschalls, eröffnete traditions­gemäß die Sitzung durch Vorlesung emer Proklamation. Die japanische Wehrmacht, so heißt-es darin, habe alle Schwierigkeiten überwunden und überall tapfer gekämpft. Der Ausbau Eroßostasiens habe von Tag zu Tag Fortschritte gemacht, und die Bündnisse init den befreundeten Nationen seien immer fester geworden. Das japanische Volk muhe in Einigkeit und mit totalen Kräften den Feind vernichten.Wir vertrauen , so schließt die Proklamation,auf die Treue und die Tapferkeit unserer Untertanen und erwarten, daß. wir das Kriegsziel bald er­reichen. Wir haben den Staatsministern auf­getragen, dringende Sonderbudgets 'und Ee- letzentwürse dem Reichstag vorzulegen. Ver­stehen Sie unseren Willen und erfüllen Sie unsere Aufgabe durch eine genaue Prüfung der Vorlagen." .. ^ . ...

Japans Ministerpräsident Hldeki u.oio kun- digte in seiner Rede weitere eingreifende Maßnahmen zum verstärkten Einsatz ttes japa­nischen Volkes für die Kriegsaufgaben an. -in erster Linie sei auf die Steiaerung der Munitionsproduktion und des Flugzeugbaus olles Gewicht zn legen. Die Regierung ererbe ?Ne notwendigen Maßnahmen enerqilch durq- lühren. ohne auf traditionelle Eigenheiten, die die Arbeit der Behörden in der Ver­gangenheit kennzeichneten, Rücksicht zu neh­men. Zur Lage in Ostasien erklärte der Pre­mierminister, daß Burma und die

nen in den Kreis der unabhängigen Ratio- "en eingetr-ten spien. Die Verwirklichung der großen Aufgabe, die ostasiatnchen der von den anglo-ainerikanilchen Gestein zu dcsreien. schreite somit rüstig voran. Pri­men werde Japan die provisorische indinyc Aegicnina mit allen Mitteln unterstützen M)dsich bis zum äußersten für die llnab- danaiqkeit und Befreiung Indiens einietzen . Ja Europa baue Japan fest darauf, daß

Deutschland in den kommenden Operationen das gesteckte Ziel erreichen werde. Auch durch den Verrat Badoglios sei die Stellung der Achsenmäche nicht erschüttert wo.rden.

ösvsns kilolge rur 8ss

In der Neichstagssihung gab Marinciilini- stcr Shimada bekannt, daß die japanische Marine vom 15. Juni bis 20. Oktober fol­gende Feindschifse versenkte: 17 Kreuzer, 18 Zerstörer und 70 Transporter mit 320 000 BRT. Die Zahl der zu gleicher Zeit abge­schossenen Feindslugzeuge betrug 1613.

Die heftigen Kämpfe zwischen den austra­lisch-amerikanischen und den japanischen Streitkräften auf Neuguinea nehmen, nach einer Meldung des Kaiserlichen Hauptquar­tiers, ihren Fortgang. Zur Zeit finden be­sonders erbitterte Zusammenstöge m dem Gebiet nördlich von Finschhafen an der Mün­dung des Flusses Song statt. Dcr'Feind ver­lor ungefähr 2000 Tote. 21 Geschütze und etwa 600 Maschinengewehre. Die japamichen Verluste sind aus 350 Gefallene angegeben.

Einheiten der japaniichen Armee-Lust- waffe' unternahmen während des Tages

einen Ueberraschungsangriff auf eine feind­liche Nachschubbasis von großer Bedeutung im östlichen Teil Indiens, ungefähr 80 Kilo- meter südlich von Tschittagong, durch den Hafenanlagen, Truppenunterkllnfte, Lager­häuser und ' andere Einrichtungen zerstöre wurden. Sämtliche japanischen Flugzeuge kehrten wohlbehalten zu ihrem Stützpunkt zurück.

Inälk-ckv «vnäyedungsll in Ssnykok

«n>. Bangkok, 26. Oktober. Die zweitägigen Feiern der Inder in Thailand anläßlich der Bildung der provisorischen Regierung des freien Indien und der Kriegserklärung an England und die USA. fanden am Dienstag mit einer Tagung der indischen Freiwilligen in Bangkok ihren Abschluß. Den Höhepunkt der Festlichkeiten bildete ein Demonstüations- zug mehrerer Tausend Inder durch die Hauptstraßen der Stadt. -Neben englaüd- feindlichen Plakaten wurden auch lebens­große Bilder von Böse und ""»dhi im Zuge mitgefühlt. Eine anschli-' - stattfindende Massenversammlung sichc r neuen Re­gierung die vollste Unters mg der Inder Thailands zu. Die Bekann.,,^oe der Kriegs­

erklärung an England und die Vereinigten Staaten wurde mit lautem Jubel begrüßt. Die Versammlung bekundete am Schluß noch­mals ihre unbedingte Zuversicht in den Sieg der Achsenmächte und die baldige Ver­treibung der Westmächte aus Indien.

Usus kiltsikreurträger

Aus dem Fiihrcrhauptquartier, 26. Okto­ber. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst Dr Johannes Schulz. Kommandeur eines Panzergrena­dier-Regiments: Hauptmann d. R. Max

Klüver, Bataillonskommandeur in einem Panzergrenadier-Regiment; Leutnani Gün­ther Müller. Staffelkapitän in . einem Schlachtfliegergeschwader: Oberjäger Karl Oberkirchen in einem Gebirgsjäger- Regiment.

»

. Von einem Auiklärungsflug kehrte der Oberleutnant Waldemar Lutsch. Siassel- führer in einer Fsrnaufklärungsgrnppe. nicht zurück, wenige Tage bevor ihm der Führer das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verlieh

2m Winter 1912/13 war Oberlev'.nani Eckart Schneider aus der Gefangenschaft entflohen. Später wurde er zum siebenten Male verwundet. Am 21. Juli war ihm vom Führer das Ritterkreuz verliehen worden Am 3. Oktober ist der tapfere junge Offizier seiner Verwundung erlegen.

vie UriögslreiMHigksil äer äeukcken Iiigenä

/?sicki 5 <ugsti<^ü/i 7 Ss ^xmcrnn Lprocli vor c/sn vsroritwort/t'c/isri krrlsflsm uoc/ - 4 u 5 t)l/c/srn UN5S7S7

Luxemburg.. 26. Oktober In Luxemburg sprach Reichsjugendführer Axmann in An­wesenheit des Inspekteurs für das Er^e- hungs- und Bildungswesen des Heeres Ge­neralleutnant Wolfs -/-Kruppen,uhrers Juers und weiterer Vertreter der Wehr­macht zu den für die Wehrertuchtigung der Juaend verantwortlichen Iugendfuhrern, den Führern der Wehrertllchtigungslager und den HI.-Verbindungsosfizieren.

Der Reichsjugendführer gab in seiner Rede die Richtlinien für die vormilitarchc Aus­bildung und die Erziehung des zur Wehr­macht einrückenden Jahrganges der Hitler- Juaend Dieser Krieg sei heute nicht mehr allein ein Krieg der Feldheere, so führte

Axmann aus, sondern ein totaler Volks­krieg. Von entscheidender Bedeutung für den Sieg sei daher der Beitrag der Heimat. Die Heimat wisse, daß ihre Haltung auch die Nerven der Front stähle..so wie der Helden­kampf des Frontsoldaten ' die Heimat zur höchsten Pflichterfüllung mahne. Für die Jugend aber sei das Beispiel der rümpfen­den Front zum stärksten Element ihrer Er­ziehung geworden. Die Wehrfreudigkeit des Hitler-Jungen sei der reale Ausdruck dafür.

In seiner Rede vor den Erziehern, Offi­zieren und Ausbildern der Jugend sagte der Neichssugendsührer:Es ist die Ehre der Hitler-Jugend, mit der Fortdauer dieses Krieges die Zahl der Kriegsfreiwilligen zu

steigern". Wer sich aber, in der Erkenntnis der Bedeutung dieses Ringens für unser Volk, der Stimme des Herzens und dem Be­fehl des Gewissens folgend, als Freiwilliger zur kämpfenden Truppe melde, den zeichnel die Gemeinschaft der Jugend Adolf Hitlers aus. Dieser Krieg fordere immer mehr den Einsatz des Einzelkämpsers. der. aus sich selbst gestellt tapferste Entschlüsse fasse. Das Wort eines Soldaten:Jeder Mann eine Festung" sei heute ein Crziehungsgrundsatz der Jugend geworden.

Artur Axmann schloß mit dem Appell an alle Erzieher und Ausbilder, sich durch das eigene Vorbild die Kraft über den Herzen der Jugend zu bewahren.

l/s« j/asse«

Ziret Veeyesss-r

Es ist ein Gnadengeschenk des Himmels an die Menschheit, daß der Mensch das Bit­tere schnell vergißt, während alles schöne Erleben durch die Jahre des Menschen­lebens hell hindurchstrahlt. Wäre es anders, dann wäre das Leben wohl unerträglich und grausam, kein göttliches Geschenk mehr, sondern eine Strafe der Hölle. Vergäße die Mutter nicht beim ersten Schrei ihres Kin­des all die Schmerzen, die ihr das. junoe Leben gemacht hat. manche Mutter wäre nicht fähig, ein zweites Kind zu gebären. Linderte nicht die Zeit den Schmerz, der uns beim Tode von Vater und Mutter be­fällt. mancher würde nie wieder froh. Und wäre ein Volk nicht fähig, nach dem Siege zu vergessen, wiepiet Schweres und Bitteres dem Siege vorausging, wieviel Not und Sorgen, wieviel Tränen und Schmerzen er gebracht, durch wieviel tiefe Täler geschrit­ten werden mußte und über wie viele stei­nige Höhen der Weg ging es würde am Siege eine lähmende Last hängen. Eine göttliche Gnade hat dem Menschen gegeben, daß er vergessen kann. das Bittere viel schneller als das Schöne und Große, und das ist gut. Für viele Dinge und fsir viele Fälle gut. Aber es ist nicht grundsätzlich gut, ini Frieden nicht und nicht im Kriege.

Der Krieg ist. das wissen wir alle aus Erfahrung, vor allem eine Sache der Herzen und der Seelen. Was die großen Philo­sophen des Krieges lehren, das weiß das deutsche Volk aus eigenem Erleben. Die Zeiten, da Ludwig XII. auf die Frage, was er zum Feldzng gegen Mailand benötige, von seinem Marichall Trivultio als Antwort erhielt: ,Zum Kriegfllhren sind drei -Dinge nötig: Geld, Geld und nochmals Geld!" sind im Zeitalter der Volksstaaten und der Welt­anschauungskriege undenkbar. Die starken Herzen, der Glaube an die gerechte Sache, für die man kämvft, dann erst die guten Waffen und zum Schluß vielleicht das Geld entscheiden in der modernen Zeit den Aus- gang der Kämpfe.

An erster Stelle stehen die Kräfte der Herzen und der Seele. Ei» Volk. das nicht aus mnem tiefste» Innern heraus die gei­stige Bereitschaft zum Kampf um sein Leben und seine Zukunft mitbringt, ein Volk. das nicht weiß. warum und worum es kämpit, ein Volk das nicht alle Kräfte des Gefühls und des Gemüts in der Stunde der Ent­scheidung auf den Kampf allein konzentrie­ren kann. dieses Volk hat den Krieg schon verloren, bevor der erste Kanonenschuß dröbnt und hätte es die besten Waffen. Das Volk jedoch, das diese Kräfte, besitzt, könnte, auch waffenlos in den Kampf gehen, es würde Armeen aus dem Baden stampfen und einen so leidenschaftlichen Willen- zum Widerstand aufrauschen lassen daß-es letzt­lich doch Sieger bliebe. Der Wille läßt aus Erz die Schwerter werden Er gibt dem Arm des Mannes erst die Kralt. das Schwert zu führen. Er läßt die Wunden verharschen, die des Feindes Wut .in unsere Körper schlägt. Den Sieg wollen mit allen Fasern des Her­zens. heißt für ein Volk schon, den Sieg in den Händen halten. Denn aus dem Wil­len der Ration heraus wächst die Leistung, der Einiatz und die Kraft der Nation. Was diesen Willen schwächt, ist abträglich dem Sieg, verlängert' den Krieg und erhöht die Opfer. Was dielen Willen stärkt, bringt uns dem Siege näher. An dieser Frage ent­scheidet sich darum auch. was wir im Kriege vergessen dürfen oder nicht. Vergessen darf im Kriege ein Volk nur das, was auch im Frieden wert ist. vergessen zu werden. Nicht vergessen werden aber darf. was die Liebe ivm Volke erhöht und den Haß gegen leine- Feinde verstärkt, ja. vielleicht erst hervor­ruft. Das dürfen wir nicht. ^)as wollen wir nicht nerqessen.

Ein Volk und jedes seiner Glieder muß im Kriege taujendfach mehr lieben können als im Frieden, und es muß tausendmal mehr hassen können, um des Sieges willen, um schneller hindurchzukommen durch diese harte Zeit. Das Bataillon, das als letztes und damit als Sieger vonr Schlachtfeld geht, wird jenes sein, das am heißesten lieben konnte, das am heißesten zu hassen vermochte und das die stärkste Seele hatte.

Es wird ein deutsches Batail­lon sein, das weiß jeder Soldat. Alles, was für den Soldaten gilt, stilt in diesem Kriege aber auch iür den Menschen in der Heimat. Wer während des Kampi'es in der Heimat )>ie Liebe zu Volk und Va­terland verlernt, dient seinem Volke schlecht, und wer das Hassen vergißt, tut seinem Volke Schaden. Wir kennen wohl den Ein­wand. den mancher uns an dieser Stelle machen möchte, heiß lieben kann das deut­sche Volk. Es hat dies oft genug gezeigt in der Geschichte. Haß aber ist ihm fremd. Es findet sich keine Stelle/ so sagt man uns, kein Platz, an dem der Haß. auch webn er vielleicht für tone Zeit einmal "»sgeilammt sei. lebendig bliebe. Dos schöne denilche Land. es kenne leinen Bloß. von dem das Volk sich die Kraft runi Halsen boten könnte. Wir kennen diesen Einwand mahl. Mao das bis oettern so aeweken lein. wir willen baute eine Stelle einen Platz, von dem die Kralt zum Halle strahlt D-r Blaß ist oroß und weit. ein stiller Friede llent über dieler Stätte, und Blumen schwüren dos m-'te Feld durch allen Frieden aber. alle "lle Blumenvraibk lchreit es an« deiillckier Srde emvor zum Himmel o»--. ll>,d-nden, ll-butoulenden von stummen Mindern:

Vergoßt uns nicht! Dcnrt an uns! Rächt uns und unseren s u r ch t b a r e n T o d !

Wo diese Stelle wäre? Es gibt wohl hun­dert? im deutschen Land, doch eine nur, wo