Ausgabe 
(24.10.1943) 294
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parDeiamtücke Layeszettung

vos flmtsblatt des Negierenden vürgermeistcrs der 5relen kjansestadt vremen

der NationatsoziaMen vremens

flmtliches verkündungsblatt des Neichsstaklstalters in Oldenburg und lZremen

Nr. 294 « 1Z. Zalirgang

Sonntag, 24. Oktober 194Z

kinzeipreis 13 Nps.

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Berlin, 23. Oktober. Wie ergänzend Wr den im Wehrmachtbericht vom Freitag gemeldeten, Angriff deutscher Kampf- und Torpedoslieger gegen ein feindliches Nach- jchubgeleit vor der algerischen Küste mit­geteilt wird, wurden die Schiffe in der Abenddämmerung des 21. Oktober zum Kampf gestellt. Trotz starker Abwehr durch die Bord- jl-l der Frachter und der zum Geleitschutz ««gesetzten Kriegsschiffe stießen die deutschen Flieger in mehreren Wellen über die im Zickzack-Kurs laufenden Frachtschiffe vor und glissen mit Bomben und Torpedos aii. Mit Sicherheit wurden 18 Handelsdampfer von p My bis 8VV8 BRT. getroffen und schwer beschädigt. Fünf der Schiffe gerieten in Irand und können als vernichtet betrachtet «erden. Das Schicksal der übrigen schwer getroffenen Frachter lieh sich infolge der ein­brechenden Dunkelheit' nicht weiter beob- «chten.

Somit wurden wieder 8Ü Ü8Ü BRT. feind­licher Nachschubtonnage schwer beschädigt oder «»senkt, ein Verlust, der nicht ohne Ruck- Wirkungen auf die Versorgung der britisch- »ordamerikanischen Truppen in Siiditalien geblieben fein kann. Bei dem gleichen An­griff wurde ferner ein Zerstörer getroffen, der brennend und mit schwerer Schlagseite lie­genblieb und ebenfalls gesunken sein dürste. Fünf eigene Flugzeuge kehrten von. diesem erfolgreichen Angriff nicht zurück.

Lckvervsiviinäsle äsuttcbeLolästea slls snglilclisr kstsngenlckskt Zurück

Berlin, 23. Oktober. Am Nachmittag des W. Oktober trafen in einem deutschen Hafen die ersten der etwa S000 schwerverwundeten deutschen Soldaten aus englischer Kriegsge- fmgenschaft ein, die im Austausch gegen die gleiche Zahl schwerverwundeter britischer Kriegsgefangener heimkehren.. Zu .ihrer Ankunft wurden sie am 23. Oktober durch im Befehlshaber des Wehrkreises, und den

Gauleiter des norddeutschen Gaues begrüßt. Der Wehrkreisbefehlshaber verlas in seiner Ansprache ein herzliches Begrühungstele- gramm des Führers und überreichte jedem einzelnen der Verwundeten eine besondere Spende des Führers. Nach kurzem Aufent­halt in den Lazaretten der Hafenstadt wer­den die Verwundeten in die Lazarette ihrer Heimatorte oder die ihren Heimatorten nächstgelegenen Lazarette übergeführt. Wei­tere Transporte von Heimkehrern werden in allernächster Zeit eintreffen-.

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Genf, 23. Oktober. In einer offiziellen Erklärung versicherte Rooseoelt, daß die amerikanischen Streitkräfte die Japaner von den Philippinen vertreiben würden, um eine wahrhaft unabhängige philippinische Nation zu schaffen. Er fügte hinzu, dah die USA. niemals die gegenwärtige sogenannte philippinische Republik als legal betrachten würde. Roosevelt' scheint zu übersehen, dah

die USA. 45 Jahre Zeit hatten, -um den Philippinen die Freiheit zu 'geben. Jetzt, da die Filipinos kaum anderthalb Jahre nach der Besetzung der Insel durch die Japaner die Freiheit und Selbständigkeit erhalten haben, fühlt sich Roosevelt 'bemüßigt, ein lächerliches, noch dazu mit einer Drohung verbrämtes Versprechen zu geben, das er niemals einzulösen gedenkt. Eine Heuchelei, die ihn Kennzeichnet!

Sckikksrsüm nickt tür I-ebeilsmiUsI

sp. Stockholm, 23. Oktober. In einer Rund­funkansprache am Freitagabend verlangte der britische' Landwirtschaftsminister R. S. Hudson von den britischen Bauern härtere Arbeit und größere Erträge in den kommen­den Jahren. Der Minister begründete diese Forderung mit der Tonnagefrage. Er er­klärte, daß in Anbetracht der militärischen Bedürfnisse Schiffsraum für Lebensmittel- eiwfuhren nicht mehr verwendet werden könne.

vemscke krackte« in sickeren» Oeleit. lagencksn Wölken glelck, umkreisen die scknsl- len blsbslboots die langsamer kskreUden groben brsckter, eine dicke tiebelvrsnd um

sie legend.

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Osr „ss/tsoms ^rotsn-^onc/s/" t'n ks/ti'sc/isk- ös/suckt'ung — nock c/sm ^sutfo/ktätsirtuck

DrabtberkKt unserer Berliner Schriftleitung b. Berlin, 23. Oktober. Nach dem Ab­klingen der ersten Freude über die. Erlan­gung eines „Flugzeugmutterschiffes mitten im Atlantik" durch die britische Azoren-Er­pressung und über den Neutralitätsbruch der portugiesischen Regierung bezeichnet die eng­lische Presse in ihren WocheneNdbetrachtungen diesen Schritt als „seltsamen Handel mit Portugal". Sie gibt damit Tendenzen Raum. die als symptomatisch für die britische Be­handlung solcher Staaten sind, die dem er­presserischen Druck erliegen und unter Bruch ihrer Neutralität in das. englisch-aznerika- nische Fahrwasser einschwenken. Hauptsäch­licher Träger dieser Polemik ist die eng­lische Wochenzeitung „Tribune" mit einem

Lbvekrerkolgs im Lücken cker Üslkronl

ösivokrung UN5S5S7 ^ttk/Zst/s rivkrciisn ^5Olvmssf unc/ Lopotorki/s — In rwsilogsn 2165oiv/stponrsk'vs/n/cktst — 46Tsttoftiomtrst akrgsrckio§5sn

Aus dem-Führerhäuptquartier, kZ. Oktober. Das Oberkommando der Wehr­macht gibt bekannt:

In den Kämpfen zwischen dem Asowschen Meer und Saporoshje wurde gestern nach außerordentlich hartem Ringen ein großer Abwehrersolg erzielt. Dabei hat sich neben der hervorragend kämpfenden Infanterie un­sere Artillerie besonders bewährt.

Im Einbruchsraum südöstlich Krementschug Hot die Luftwaffe durch wiederholte schwere Angriffe starker Kampf- und Nahkampfslie- gerocrbände die Stoßkraft der Angrisssver- bände und die Truppenbewegungen der So­wjets in starkem Ausmaß gelähmt. Es kam gestern in diesem Raum nur zu örtlichen Jn- janterie- und Panzerangriffen. Sie wurden unter Beseitigung vorübergehender Einbrüche in harten Kämpfen abgewehrt. Ein Gegen­angriff warf feindliche Kräfte trotz hart­näckigen Widerstandes weit zurück. Unsere An­griffsspitze stieß dabei in feindliche Marsch­kolonnen und belegte Ortschaften vor und jügte dem Feind hohe Verluste zu. sm der Dnjepr-Schleise südöstlich Kiew und im Raum nordwestlich Tschernigow wurden zahlreiche sowjetische Angriffe in schweren Kämpfen abgeschlagen.

Westlich Smolensk setzte der Feind beider- seits der Autobahn nach ungewöhnlich hefti­ger Artillerievorbereitung seine Dürchbruchs- uersuche fort. Gegen mehrere feindliche Ein­brüche in unsere Front gewannen die sofort einsetzenden deutschen Gegenangriffe trotz er­bitterten feindlichen Widerstandes einen Terl bes verlorenen Geländes wieder zurück.

sn den letzten beiden Tagen wurden an «rr Ostfront 218 Sowjetpanzer abgeschossen.

Bon der süditalienischen Front werden außer reger beiderseitiger Aufkliirungstatig- l«t keine Kampfhandlungen von Bedeutung grnieldet.

Starke Verbände deutscher Kampfflugzeuge bombardierten den feindlichen Nachschubhasen Beapel und verursachten durch Treffer auf Kaianlagen und Schifsslicgeplätzen, in Lager- bollen und Materialstapeln große Brande and erhebliche Schaden. 2m östlichen Mittel­

meer griff die Luftwaffe mit stärkeren Kräf­ten einen Jnselstützpunkt des Feindes an.

Britische Bomberverbände flogen in der vergangenen Nacht in Mittel- und Südwest­deutschland ein und führte» vor allem einen schweren Terroraugriff auf die Stadt Kas­sel, wo Zerstörungen in Wohnvierteln ange­richtet wurden. Unter der Bevölkerung ent­standen Verluste, Luftverteidigungskräste ver­nichteten nach bisher vorliegenden Meldun­gen 48 schwere Bomber.

Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten in der vergangenen Nacht wiederum Ziele im Stadtgebiet von London.

scharfen Angriff gegen die Persönlichkeit des portugiesischen Ministerpräsidenten Salazar. Die Lautstärke der Angriffe erreicht dabei nahezu die Heftigkeit, die aus den Pole­miken gegen den Verräter Badoglio als vorteilhaft erkannt wurde. -

Wie reizend habe sich doch die britische Presse benommen, höhnt „Tribune", als sich Salazar verspätet entschlossen habe, die. Be­dingungen des alten portugiesischen. Bünd­nisvertrages zu erfüllen. Bereits Anfang Juli sei dem Blatt die Tatsache aufgefallen, daß jeder der Verbündeten Englands in der Vorkriegszeit — Frankreich, die Türkei, Aegypten, der Irak und Portugal — ent­weder neutral waren oder — mit Ausnahme des Falles Frankreich — sich teilweise auf her Seite der Feinde Englands befanden. Als daraufhin die Schriftleitung der „Tri­bune" beim Londoner Außenamt und Jnfor- mationsministerium angefragt' habe, um die genauen Bedingungen des Bündnisvertrages mit Portugal zu erfahren, habe zür großen Ueberrllschuna der Zeitschrift und zum nicht geringen Erstaunen der englischen Stellen sich damals.herausgestellt, daß niemand das entsprechende Dokument oder Pergament habe finden können. Nach einer' kurzen, in­tensiven Jagd sei das Außenministerium im­merhin in der Lage gewesen, die Fassung zu finden, die „ganz zufällig" auch von Chur­chill in seiner Parlamentsansprache gebracht worden sei.

Aber wisse weder Churchill noch das zu­ständige Ministerium, so fragt das Blatt, daß in dem Vertrag keinerlei Klausel ent­halten sei, um das Zuspätkommen der portu­giesischen Regierung zu motivieren? Herr

Salazar habe sich siebzehn Jahre lang für britische Augen sehr eigenartig benommen. Er habe zu Franco gestanden, er habe die „Nichteinmischung" in den spanischen Bür­gerkrieg sabotiert, er habe die Beziehungen zur damaligen Tschecho-Slowakei abgebro­chen, weil die Tschechen darauf bestanden hät­ten, den Gegnern Francos Waffen zu lie­fern. Er habe nicht gegen die Invasion der Deutschen in Polen protestiert, und er habe stets an dem sowjetischen Bundesgenossen Englands und der Vereinigten Staaten etwas auszusetzen gehabt. Wenn er jetzt ein­zuschwenken geneigt sei, so dürfe man ihm. sehr berechtigt sagew: „Zu spät, Herr

Salazar!"

Der Zungenschlag dieser Polemik ist ge­rade in den letzten Wochen ein bekanntes Kennzeichen der Verurteilung Vadoglios ge­wesen. Wenn nun die britische Presse auch dem neutralitätsbrüchigen Portugal eine ähnliche Rechnung vorlegt, um jegliche An­sprüche, die das Land etwa aus dem Neu- tralitätsbrüch ableiten könnte, von vorn­herein abzulehnen, so deutet sich hierin eines der hauptsächlichsten Grundsätze der britischen Politik an, nämlich dem Erpreßten nach der Erpressung den Fußtritt zu ver­setzen. Es ist natürlich daß die „Times" und die übrigen nach besonderen Regiernngs- richtlinien schreibenden britischen Blätter diese auch bei ihnen sicher vorhandenen Ge­danken nicht in einer derartigen Offenheit äußern, um nicht jene Neutralen zu ver­ärgern, bei Venen man sich - noch ähnliche Hoffnungen macht, wie sie bei den Stütz­punktforderungen Portugals gegenüber in ^ Erfüllung gegangen sind.

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Erzerum, 23 Oktober. Aus der Eowjct- Mion in der türkischen Stadt Erzerum ein- S«roffene Flüchtlinge haben über die Greuel Bolschewisten in dem von der 'TowjeL- armee eingenommenen Donez-Becken beriq- Die Bolschewisten üben dort unter der revölkeruag eine nicht weniger grauenhafte Schreckensherrschaft au^ wie seinerzeit nach "?r Einnahme von Rostow und Woroichilow- Md. Die Vertreter der Sowjetreglerung ichen die gesamte, zurückgebliebene Bevolke- '"ug alz unzuverlässig an und haben Massen- "«hastungen angeordnet. Eine große Anzahl Todesurteilen wurde bereits vollstreckt. ^ sind auch mehrere Fälle von Erschioßun- greiser Bewohner von Makejewka be- chnnt geworden, ferner Massenhinrichtungen -talino und Gorlowka. In Mariupol sind unter vielen Bewohnern der Stadt auch tDei Geistliche erschossen worden.

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§»04

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In den Besprechungen zwischen Feldmar­schall Rommel, dem Chef des Wehrmachts- ührungsstabes General Jodl und dem Mi­litärattache in Rom, General von Rintelen, mit dem italienischen Eeneralstabschef Ro- atta in Bologna am 15. August, legte Ro- atta «ine Karte vor, welche die Verteilung der deutschen italienischen streitkräfte m Italien im Falle eines feindlichen Angriffes niante wie sie sich die Verräter der Ba- doglio-Clique wünschten. (Karte links.) Der italienische- Plan sah danach eindeutig die Allslieferung der deutschen Berbauds anden Feind vor. Alle Erenzubergange nach Deutsch­land Frankreich und Kroatien sind aus­schließlich durch italienische Divisionen be­setzt Ein Riegel italienischer Truppen ver- löuit auer durch Süditalien, die deutfchen Divisionen sind von weit überlegenen ita­lienischen Kräften um aßtz Ar Raum um

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stärkeren italienischen Divisionen vonein­ander getrennt sind, wären verloren gewesen.

Gegen hartnäckigen Widerstand der ita­lienischen Generalstäbler setzt die deutsche Führung jedoch ihre eigenen Pläne durch. (Karte Mitte). Der Brückenkopf auf Sizilien, obwohl er noch zu halten gewesen wäre, wird geräumt, um nicht Gefahr zu laufen, durch Feindlandungen bei Rom und Neapel abge­schnitten zu werden. In Calabrien bleiben nur schwache deutsche Kräfte. Deutsche Divi­sionen nehmen den Raum Neapel—Salerno und La Spezia—Genua in besondere Obhut. Ausreichende deutsche Kräfte sichern die Grenzllbergänge nach Deutschland und Frank­reich, um zeden Versuch, die deutschen Trup­pen von ihrer Versorgung abzuschneiden, in raschem Zupacken verhindern zu können.

Der blitzartig geführte deutsch« Eegenschlag (Karte rechts) konnte auf ein Stichwort hin abrollen. Die auf Sardinien stehenden deut­schen Divisionen schlagen sich zwischen fünf bis sechs italienischen Divisionen und an den

stark ausgebauten Jnselfestungen vorbei nach Korsika durch, wo eine weitere deutsche Divi­sion von der Südspitze der Insel aus durch italienische Truppen nach Bastia durchbricht und auf das Festland übersetzt. Im Raum von Rom steht die stärkste italienische Armee, sieben Divisionen Eliteiruppen, darunter drei motorisierte bzw. Panzerdivisionen. Inmit­ten dieser starken Kräfte beziehen deutsche Divisionen nördlich und südlich Rom Stel­lungen. Nach 48 Stunden ist Rom besetzt und die Verbindung der deutschen Armeen im Raum von Neapel und Salerno herge­stellt. In Oberitalien zwingt Feldmarschall Rommel nach kurzem, erbittertem Kampf die italienischen Verbände zur Kapitulation und bringt Straßen und Bahnen von Körnten und Tirol nach Oberitalien in deutsche Hand. Genua und La Spezia werden besetzt, das Etschtal und die Städte im Raum Bologna- Verona—Lremona gesäubert, Trieft genom­men. Ueber ggggg Italiener strecken die Waffen.

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Von Walter Wol-novrski

Es ist allemal eine lange Litanei, wenn man alle Königs- HerzbgS-, Fürsten- und Erafentitel auszählen will, die ein gekröntes Haupt im Laufe der Zeit auf sich vereinigt hat. Es sollte auch gar nicht einmal eine ironische Anspielung fein, als „Seiner Bri­tischen Majestät" Georg Vl. am 22. Juni 1940 zu seinen vielen Kronen und Krönchen auch noch — wenigstens symbolisch — diejenige eines Königs von Judsia" angetragen wurde, die der durchaus unbedeutende Monarch des britischen Empire ohne Bedenken aus den Händen des Ostjudcn Chaim Weizmann und -seines Komplizen Masche Schert»! als- den beiden Vertretern der „Jewish Agency", des Eeneralstabes des Weltzionismus, annahm. Mit diesem Akt demonstrierte die englische Regierung in aller Form, daß sie in der seit dem Weltkriege zum erstenmal aufgeworfenen und seitdem niemals ^zur Ruhe gekommenen Palästina-Frage, die nur einen kleinen, wenn auch den wichtigsten Teil des Eroßarabien- Problems ausmacht, ganz eindeutig für die Juden und gegen die Araber Stellung be­zogen hatte.

Gerade in diesen Tckgen erst hat, wie wir am Freitag meldeten, der junge arabische Gelehrte Mamum A-Hamui eine Dokumen- tensammlung aus arabischen und englischen Quellen zusammengestellt die von dem Deut­schen Auslandswissenschaftlichen Institut un­ter dem Titel „Die britische Palästinapoli­tik" herausgegeben worden ist. Kein Gerin­gerer ald der Eroßmufti von Jerusalem, El Hadsch Emin al Husseini, der' Mufti aller Muftis, der „Deuter der Gesetze" und damit die höchste Instanz des Islam, hat zu dieser Dokumentenveröffentlichung ein Vorwort ge­schrieben. Schön seit einigen Jahren, seitdem der Großmufti, der anerkannte Führer der arabischen Freiheitsbewegung, sich nach aben­teuerlicher Flucht aus Bagdad und Teheran in den Schutz der Achsenmächte und speziell dös Eroßdeutschen Reiches begeben hat, weiß die Masse des arabischen Volkes, daß ihm Befreiung von der englisch-jüdischen Knecht­schaft nur durch den Kampf des deutschen Soldaten gebracht werden kann.

Die soeben erfolgte Dokumentenveröffent­lichung von arabischer Seite ist nichts anderes als eine Reaktion auf die seit dem Beginn dieses Krieges von England immer wieder unternommenen Versuche, die Araber durch gleißnerische Versprechungen, in deren Mit­telpunkt die angebliche Errichtung eines Eroßarabischen Reiches steht, auf die Seite Englands und damit auch der USA. und der Sowjetunion herüberzuziehen. Genau dieselbe Politik hat England im ersten Welt­kriege betrieben und damit auch Erfolg ge­habt. Damals konnte England den Arabern die Befreiung von dem Joch des osmanischen Reiches vorgaukeln. England glaubte damals besonders schlau und gerissen zu handeln, in­dem es eine der Schlüsselstellungen der ara­bischen Frage, Palästina, gleichzeitig den Arabern und den Juden ver>prach. Das letz­tere geschah, um,die in den Ländern der Mittelmächte wohnenden Juden und nicht zu­letzt die fünf Millionen Juden in den Ver­einigten Staaten, die ja den Reichtum der Welt in den Händen haben, ganz in ihre Kriegszwecke einzuspannen.

Die Juden leiten ihren Anspruch auf Pa­lästina als „jüdisches NationalheiM" aus der berüchtigten Balfour-Deklaration vom 2 November 1917 ab. An jenem Tage rich­tete der damalige britische Außenminister Arthur James Balfour im Namen seiner Regierung an Lord Rothschild einen Brief, worin er erklärte, daß die britische Regierung die Schaffung einer nationalen Heimstätte in Palästina für das jüdische Volk mit Wohl­wollen betrachte und die größten Anstren­gungen machen werde, um die Erreichung vie­les Zieles zu erleichtern.

Natürlich denken die Juden nicht im Traum daran, ihre Positionen, die sie sich überall in der Welt ergaunert haben etwa

...--mit Sack und Pack m das

abge-

aufzugebe»

Gelobte Land auszuwandern. Ganz sehen davon würde Palästina mit einer Fläch die knapp doppelt jo groß ist wie der Gau Weser-Ems, überhaupt nicht .imstande sein, die 17 Millionen Huben aus aller Welt auf-

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