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Parteiamtliche Tageszeitung
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der Nationalsozialisten Bremens!
Amtliches Verkündungsblatt des Reichsstalthalters in Oldenburg und Bremen
14. Jahrgang
Freilag, 6. Oktober 1944
Einzelpreis 15 Rpf.
General Bor-Komorowski in Gefangenschaft
Sowie weitere polnische Generale nach der Kapitulation in Warschau
stunden ft I, Abt. Ver- 6-8. __
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Berlin, 5. Okt. Wie das Deutsche iiclitenbüro erfährt, befindet sich der ‘fische General Bor-Komorowski, der küreüch zum Oberbefehlshaber aller polnischen Streitkräfte ernannte Führer der Warschauer Aufständischen, nach erfolgter Kaution in deutscher Gefangenschaft. In L Begleitung Bor-Komorowskis befanden sich seine sämtlichen Stabsoffiziere sowie itelirere polnische Generale.
Eiskalter Hohn Englands
tob, Stockholm, 5. Okt. Die Kapitulation Ton Warschau wird von der englischen fresse mit einem Zynismus begleitet, der jie ganze Niedertracht der englischen Poli- ht kennzeichnet. Die Warschauer Aufständischen, die sich von den Anglo-Amerika- jem und den Sowjets zu ihrem selbstmörderischen Abenteuer haben aufputschen ! ää sen, erfahren von London und Washington auch noch den Hohn für ihren Todes- lampf.
Roosevelt weigert sich nach wie vor, über die Kapitulation von Warschau zu sprechen uä erklärte wiederum, er wisse über die lsge ebensoviel wie jeder andere Ameri- iaer, und das sei nicht genug, um darüber n reden. Aus den vielen englischen Presse- smmen sei. nur ein Satz des „Manchester Guardian" herausgegriffen. Das. englische Blatt tut das blutige Abenteuer von Warschau mit der zynischen Bemerkung ab, es süsse den Geschichtsschreibern überlassen bleiben, über den Wert der Beschuldigungen und Dementis, die zwischen den Londoner Polen und den Sowjetpolen hin- und her- cegangen seien, zu urteilen. Diese Äußerung sagt von der G e w i s s e n 1 o s i g k e it der Englischen Politiker, die kaltblütig und ohne äthrang den Untergang des polnischen Volkes, das sie an den Bolschewismus vertäten und verkauft haben, Zusehen.
Der englische Luftfahrtminister Sir Archi- Wf SiacIäif glaubte offenbar dadurch die englische Hilfeleistung für die Warschauer Aufständischen ins rechte Licht rücken zu iönnen, daß er auf Anfrage im Unterhaus citteilte, die englische Luftwaffe habe bei hem Bemühen, Warschau zu entlasten, «Flugzeuge und schätzungsweise 190 Pilo- a verloren. Diese Zahlen dem furchtbaren ■wtpieis gegenübergesetzt, den die War- .Khauer Aufständischen für ihr sinnloses aternehmen gezahlt haben, unterstreicht * deutlichsten den eiskalten Hohn, äi dem England Warschaus Todeskampf Mut.
Mb. Bern, 5. Okt. Zum Zusammenbruch • 3 Warschauer Aufstandes erinnert „Ga- *e de Lausanne" daran, daß das gleiche Moskau, das heute von dem Vorprellen ge- J sser polnischer Offiziere spricht, im Juli ^ Aufständischen in Warschau zehnmal -glich zur Erhebung aufgefordert hat.
Verspieltes Prestige der Wesfmächte
Drahtbelicht unseres Vertreters jst Stockholm, 5. Okt. Der beste Beweis ■ ä ™, wie falsch man an höchsten Stellen ; i on und Washington den wirklichen Z™ L bs Panisch-sowjetischen Konfliktes .J e . hatte, ist die ’ Andeutung Chur- Z s ® seiner letzten Unterhauserklärung, £ S“ ef der londoner Exilpolen, Miko- j ™ werde in Bälde nach Moskau rei- v m £’ n allemal eine Bereinigung die- :' lr°!i™ tes kccbeizuführen. Nun gibt man ’ifan ° n 9 an z offen zu, daß man dadurch [L Zu ein em positiven Ergebnis kommen nicht U !} C * , zwar fianz einfach deshalb ij 5e ' We *l die Londoner Exilpolen außer ‘■'o'Vs, reStosen Unterwerfung weder den Spielern • noc ^ ^ren bolschewistischen
Verhandlungsgrundlage dienen
im Lager der polnischen Exilregierung in London gebe, der Gnade im Kreml und bei dem polnisch-bolschewistischen „Befreiungskomitee'’ finden werde. Das bedeute, daß außer Mikolajczyk alle Mitglieder der Londoner Polenregierung verschwinden sollen und demnach die gesamte politische Gewalt der sowieso von Moskau als allein legal hingestellten bolschewistischen Polenclique in Lublin zugesprochen würde.
Der britische Botschafter in Moskau, Kerr, wird in der nächsten Woche in London erwartet, um Bericht zu erstatten. Welche
Möglichkeiten überhaupt noch bestehen, damit die Westmächte ihr europäisches Prestige retten können, ist augenblicklich vollständig unklar. Gar zu gern möchte tnan in London und Washington eine Zauberformel finden, die den Moskauern die Macht über Polen gibt, gleichzeitig aber auch das Ansehen der Westmächte in dieser ansonsten höchst traurigen Angelegenheit retten könnte. Denn darüber bestehen wohl keine Meinungsverschiedenheiten mehr: es geht nicht im geringsten darum, Polen etwa für die Londoner Exilregierung zu retten, sondern lediglich darum, eine Formel der
Auslieferung Polens an den Bolschewismus zu finden, die nicht allzu sehr allen Kriegsversprechen, Garantien und feierlichen Atlantikerklärungen Hohn spricht. Eine solche Zauberformel heutzutage zu finden, scheint überaus schwierig zu sein, da die polnischen Emigrantenpolitiker sich durch eine Halsstarrigkeit gegenüber den totalen Ansprüchen Moskaus auszeichnen, die in der englischen und nordamerikanischen Presse dementsprechend auch immer wieder stärkstens kritisiert und als Haupthindernis in der Bereinigung des polnischsowjetischen Konflikts bezeichnet wird.
Jn-Mann-Torpedofahrer
Militärische Forcierung des Südostens
Sowjetische Kräfteverlagerung in den Raum nördlich Belgrad
■ r ® In Lublin etwas anzubieten hat-
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‘ l “a kt^ e S ierun 9 en in London und Washington 1'“»snsichtlich in den letzten Tagen i; ehen * edscber Seite aufs neue zu ver- • ' 611 worc * en , daß es außer Miko- * keinen Politiker oder kein Mitglied
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung
bm. Berlin, 5. Okt. Das militärische Geschehen an der Ostfront wird jetzt in zunehmendem Maße durch eine Situationswandlung im Südabschnitt charakterisiert, wo sich der sowjetische Angriffsdruck sehr stark in den* Raum des Eisernen Tors verlagerte und deutlich die Stoßrichtung Belgrad erkennen läßt. Die bisherigen Bemühungen der Sowjets nach der militärischen Nutzung der Positionen Rumäniens und Bulgariens waren darauf hingerichtet, in einem konzentrischen Angriff den ungarischen Tieflandkessel zu gewinnen und durch seine Ebenen auf Budapest vorzustoßen. Als Ansatzpunkt dienten der Raum südlich Sanok und Krosno, wo der Dukla-Paß mit kaum fünfhundert Meter Höhe gewonnen werden sollte, um in südlichen und südwestlicher Richtung durch die Slowakei in Richtung auf das Donauknie nördlich Budapest vorzustoßen. Gleichzeitig waren stärkere Kräfte im* Raum von. Torenburg, bei Großwardein und zwischen Szegedin und Mako angesetzt, um von Süden aus den Einbruch ln die P u ß t a zu erzwingen. Nachdem sich in den letzten Tagen in sehr beachtlichen Abwehreerfolgen die Stärke der deutschen und ungarischen Kräfte in diesen Grenzräumen andeutete, entschloß sich die sowjetische Führung, den Umweg über Serbien einzuschlagen. Als Nahziel schwebt der sowjetischen Führung augenscheinlich die Besetzung Belgrads vor, um Ungarn von hier aus bedrohen zu können.
Die gegenwärtige Situation in diesem Kampfraum wird durch harte Kämpfe unterstrichen, deren Steigerung noch erwartet werden muß. Die Sowjets suchen sowohl nördlich als auch südlich der Donau vorzugehen. Der erste Plan zielte darauf hin, aus der Donauschleife südlich des Eisernen Tores heraus ein Operationsfeld nach Westen zu gewinnen. Der Gegner stieß
hierbei auf härtesten deutschen Widerstand, so daß nunmehr eine starke sowjetische Kampfgruppe den Angriff im rumänisch-serbischen Grenzgebiet des Banat auinahm. Die Angriffsrichtung läßt vermuten, daß die sowjetische Führung Belgrad im Norden überflügeln und auf diese Weise ausflankieren will. Man verspricht sich dadurch offensichtlich auf sowjetischer Seite auch eine Einflußnahme auf die deutschen Bewegungen im südlichen Balkan, deren Durchführung als Konsequenz der politischen Lageveränderung in Rumänien und Bulgarien gewertet werden muß.
Die Forcierung des Südostens wird von der sowjetischen Führung derart ernsthaft betrieben, daß sie auf größere Angriffsunternehmen an den übrigen Frontabschnitten verzichtete. Die Stabilisierung der deutschen Verteidigung an der Weichsel und am Narew wird wahrscheinlich von den Sowjets als derart starkes Hindernis empfunden, daß man sicj?. hjet.släxkstp Zurückhaltung auferlegt. Lediglich im Noxdabschnitt
sind noch einige Bewegungen festzustellen, die als Folgeerscheinung der deutschen Absetzbewegung in Estland und Lettland angesehen werden können. Nachdem die Inseln Moon und Dagoe vom Feind besetzt wurden, landeten nun erst sowjetische Kräfte auch auf O e s e 1, um durch den Ausbau der Inselpositionen den Rigaer Meerbusen nach Norden hin soweit als möglich zu beherrschen. In diesem Zusammenhang werden in Berliner militärischen Kreisen erstmals Einzelheiten über den Anteil der Kriegsmarine an den Absetzbewegungen der baltischen Front bekannt. Die Kriegsmarine stellte trotz der Schwere der auf ihr lastenden Aufgabe, ständig in der Abwehr gegen sowjetische Angriffe aus der Luft und von See her zu sein, einen genügend großen Transportraum, um nicht nur schweres Kriegsmaterial und nennenswerte Truppenkontingente der deutschen Heeresgruppe Nord zurückzuführen, sondern ..auch . Massen der .estnischen .Zivil-- bevölkerung in Sicherheit zu bringen.
— PK.-Auin. Kriegsber. Berndt (Atl).
Wieder sanken viele Tonnen Kriegsmaterial des Feindes auf den Grund des Meeres.
Mit Bordwaffen gegen Leichenzug
Schamloser Terrorakt alliierter Tiefflieger
ep, Mailand, 5. Okt. „Alliierte Tiefflieger griffen die lange Reihe des Trauerzuges an, der dem von Rebellen erschossenen Faschistenführer Ugo Castellani das letzte Geleit gab. Der blumenüberhäufte Leichenwagen wurde in Brand geschossen, unter der Trauergemeinde sind Tote und Verletzte zu beklagen. Es war eine der erschütterndsten Szenen, die ich im Elend des Luftkrieges gegen Italien bisher erlebte," berichtet unser ep-Korrespondent Walter Seidlitz. „Der tragische Zwischenfall ereignete sich auf der Straße zwischen Parma und San Andrea Bagni bei der Ortschaft Gaino ; Ich konnte alle Einzelheiten genau beobachten. Aus
einem kleinen Schwarm schoß aus etwa 1000 Meter Höhe ein Jagdbomber bis auf rund zwanzig Meter über den Erdboden herab und eröffnete sein Maschinengewehrfeuer auf den Trauerzug. Frauen und Männer, die den Toten zur letzten Ruhe geleiteten, warfen sich längs des Straßenrandes auf den Boden. Der Leichenwagen erhielt mehrere Treffer und stand in wenigen Sekunden in hellen Flammen. Er brannte vollkommen aus."
Uge Castellani war Ortskommandant der faschistischen schwarzen Brigade von San Andrea Bagni. Bei Parma fand er durch Kugeln der Rebellen den Tod. Er sollte in seinem Heimatort beigesetzt werden.
Verbesserte ärztliche Versorgung der Bevölkerung
Vereinfachung des Fragebogenwesens — Partei im totalen Kriegseinsatz
dnb. Berlin, 5. Okt. Der Reichsbevollmächtigte für den totalen Kriegseinsatz, Reichsminister Dr. Goebbels, teilt mit:
1. Die ärztliche Versorgung der Bevölkerung ist infolge des Mangels an Zivilärzten und des verschärften Luftterrors in letzter Zeit zunehmend schwieriger' geworden. Um die überlasteten Zivilärzte in ihrer aufreibenden und verantwortungsvollen Tätigkeit zu unterstützen und die ärztliche Betreuung der Bevölkerung zu gewährleisten, werden jetzt auf Grund eines .Befehls des Chefs des Wehrmachtssanitätswesens die in der Heimat tätigen Wehrmachtssanitätsoffiziere weitgehend zur ärztlichen Versorgung auch der Zivilbevölkerung herangezogen.
In den Lazaretten der Wehrmacht sind Sprechstunden für die Zivilbevölkerung im Sinne von Ambulatorien einzurichten. Wo dies nach den örtlichen Gegebenheiten nicht möglich ist, sollen die am Standort befindlichen Wehrmachtärzte in erweitertem Umfange neben ihrem Dienst für die Betreuung der Zivilbevölkerung eingesetzt
Auch der deutsche Bauer...
Er soll Sklavenarbeit für die Sowjets leisten
,? en L 5. Okt. Es genügt den feind-
Vo • C' geuuyi aen lemu-
: ;3 !schn pill j ungspolitikern nicht, daß die ftden w lndustrie nach dem von dem USA- HJW« entworfenen und allge- Plan vernichtet, die Maschi
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Sowjets ausgeliefert werden
Arbeiter ihnen nicht, daß deutsche
ist s 0v .. 2 ' ar Sklavenarbeit in die Fabriken ‘•ich ( J et *J n ‘ on deportiert werden sollen. s i eut Ä S( *e Bauer soll gezwungen |
wistischen Verbündeten, Deutschland in die Knie zu zwingen.
Trostlose Zukunft für Finnland
dnb. Stockholm, 5. Okt. Nach schwedischen Meldungen haben die Finnen entsprechend dem Diktat von Moskau die Räumung der Stadt und des Gebietes von Petsamo begonnen.
Im Lande mehren sich die Schwierigkeiten,
s ® 1 “ e Arbeit in den Dienst des Fein- i die die Erfüllung der überaus harten Waffen
verlautet nach einer aus Washington in des - USA-Landwirt-
^ied p st ®" en * So , ten Kreisen
i ^‘ erium ’ 'laS die Sowjets die deut* . ndwirts chaftsbeziehungen zur Er* , er sowjetischen Bevölkerung aus* beabsichtigen. Der deutsche Bauer den Bolschewismus arbeiten,
; ‘ij; 2Eia sowjetischen Bevölkerung aus- 5 für Uf
i '*jet 1 L?' rtlcbt seiner Arbeit wird in die , n geschafft werden, während er
Stillstandsbedingungen nach sich zieht, immer mehr. So betont die finnische Zeitung „Helsingin Sanomat" zur Rede des finnischen Ministerpräsidenten Castren, daß Finnland auf absehbare Zeit alle sozialen und wirtschaftlichen Ansprüche begraben müsse. Diese Auffassung wird durch den Voranschlag für 1945 bestätigt, den Castren dem Reichstag vorlegen wird. Darin heißt es, so viel stehe fest, daß die politischen Ereignisse
werden. Darüber hinaus soll ein Teil der Sanitätsoffiziere durch UK.-Stellung oder Arbeitsurlaub der Verwendung dem zivilen Sektor wieder zugeführt werden.
Die entsprechenden Vorarbeiten sind soweit getroffen, daß in Kürze mit einer Besserung der ärztlichen Versorgung der Zivilbevölkerung gerechnet werden kann.
2. .Kongresse und Tagungen, die nicht unmittelbar kriegswichtig sind, finden für Kriegsdauer nicht mehr statt:
3. Die Verleihung von Orden und Ehrenzeichen für das zivile Leben wird eingeschränkt, So werden auf Anordnung des Führers der Adlerschild des Deutschen Reiches, die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft sowie Titel bis zum Kriegsende nicht mehr verliehen. Auch die' Verleihung der Treudienst- Ehrenzeichen ist auf Kriegsdauer eingestellt worden. Weitere Vereinfachungen, beispielsweise des Verleihungsverfahrens, sind vorgesehen. Der Ordenshandel wird eingeschränkt.
' Die Verleihung von Orden und Ehrenzeichen für wirkliche Kriegsverdienste, wie z. B. des Eisernen Kreuzes und des Kriegsverdienstkreu- zes, bleibt unberührt.
4. Zur Einschränkung des Fragebogenwesens und zur Vereinfachung der statistischen Organisation sind besondere Maßnahmen getroffen worden, um in Zusammenarbeit mit den zuständigen obersten Reichbehörden auf den Gebieten des Fragebogenwesens und der Statistik die notwendige Rationalisierung mit dem Ziel einer weitgehenden Entlastung der Verwaltung und Öffentlichkeit iq kürzester Zeit durchzuführen.
Der Leiter der Parteikanzlei, Reichsleiter Martin B o r m a n n, gibt über die von ihm im Rahmen des totalen Kriegseinsatzes innerhalb der NSDAP, bisher getroffenen Maßnahmen bekannt:
Alle Arbeiten in der gebietlichen Organisation der NSbAP. wurden eingestellt. In der Dienstausrichtung werden nur noch solche Arbeiten weitergeführt, die dem unmittelbaren Kriegseinsatz der Partei dienen. Ernennungen, Beförderungen, Einstufungen und Umstufungen werden nicht mehr vorgenommen. Desgleichen werden Partei-Dienstauszeichnungen, SA.-Wehrabzeichen, Hitler-Jugend-Leistungsabzeichen und Schießabzeichen nicht mehr verliehen {mit Ausnahme des SA.-Wehrabzeichens und Hes Reichssportabzeichens an Kriegsversehrte). Die Schulung wird durch Zusammenfassung des Lehrstoffes und Einstellung von Schulungsschriften auf ein Mindestmaß beschränkt.
werden im Winterhalbjahr 1944/45 auf drei Sammlungen beschränkt. Alle Reichs- und Gebietskämpfe wie auch die Kulturveranstaltungen der Hitler-Jugend fallen fort. Die Sportschulen und Lehrgänge, die Haushaltungs- und Werkschulen sowie die Musikschulen der Hitler-Jugend wurden stillgelegt.
Die Deutsche Arbeitsfront, die schon fiüher die Hälfte ihrer hauptamtlichen Kräfte abgegeben hat, erzielt weitere Einsparungen durch die Vereinfachung ihrer Verwaltung, Stillegung des deutschen Volksbildungswerkes bis auf ehrenamtlich durchgeführte Veranstaltungen, Schließung zahlreicher Schulen und Lehrgänge, weitgehende Stillegung der KdF.-Betreuung und ähnliche Maßnahmen.
Mit der grundlegenden Vereinfachung des Beitragseinzuges der Partei einschließlich der DAF. und der NSV. erfolgt gleichzeitig eine weitgehende Einschränkung der gesamten Verwaltungsarbeit der Partei und ihrer Gliederungen mit dem Ziel einer weiteren Kräfteersparnis.
Ungeachtet der Tatsache, daß die Partei seit Kriegsbeginn einen überdurchschnittlichen Anteil ihrer Amtsträger an die Wehrmacht abgab und daß sie — vorwiegend auf die außerberufliche Dienstleistung ihrer ehrenamtlichen Helfer gestützt — nut über verhältnismäßig wenig hauptamtliche Mitarbeiter verfügt, wurden nun abermals zahlreiche Kräfte dem Fronteinsatz und der Rüstungsindustrie zugeführt oder auf besondere kriegswichtige Führungsaufgaben, wie z. B. beim Bau der Grenzstellungen umgesetzt.
Mehr noch als die gegenwärtigen Verein- fachungs- und Einsparungsmaßnahmen haben aber zur äußersten Konzentration der in der Parteiarbeit tätigen Kräfte diejenigen vielfältigen Aufgaben zugeführt, die von der NSDAP, während des Krieges zusätzlich übernommen wurden, ohne daß dadurch der hauptamtliche Personalbestand erweitert worden wäre. Der Kriegseinsatz der Partei, wie etwa die Hilfsmaßnahmen nach Bombenangriffen, die Versorgung und Unterbringung Obdachloser, die Kinderlandverschickung, die Erweiterung des Hilfswerkes „Mutter und Kind“, die Betreuung Volksdeutscher Rückkehrer, der zivile Luftschutz, der Stellungsbau in den Grenzgebieten und besondere Maßnahmen zur Webrhaftmachung auch der schaffenden Heimat wurden von der Partei ohne zusätzliche Belastung des Arbeitseinsatzes allein mit den ihr bisher noch zur Verfügung stehenden Kräften bewältigt
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Von Herbert Hahn
Wer nicht gewohnt ist. Außergewöhnliches als selbstverständlich hinzunehmen, wird sich manchmal die Frage stellen, wie denn die Partei die zahllosen Kriegsaufgaben, die sie zu ihrem ursprünglichen Führungsauftrag zusätzlich übernahm und die jedermann täglich ins Auge springen, arbeitsmäßig überhaupt bewältigen könne. Da die NSDAP, praktisch an allen Problemen des Kriegsalltags beteiligt ist und bei den großen Entscheidungen ebenso wie bei den detailliertesten Augenblicksäüfgaben in Erscheinung tritt, ist dies für den oberflächlichen Betrachter nur damit erklärbar, daß für die NSDAP, der allgemeine Kräftemangel offenbar nicht besteht. Doch der äußere Schein trügt. Während jeder Wirtschaftsbetrieb und auch viele staatlichen Behörden, deren Funktionen sich durch den Krieg erweiterten, hierfür zusätzliche Arbeitskräfte beanspruchen und den Arbeitsämtern manch schwierige Aufgabe stellen, stützt die Partei sich auch heute noch nahezu ausschließlich auf diejenigen hauptamtlichen Kräfte, die ihr verblieben sind, nachdem das Gros ihrer wehrtauglichen Amtsträger dem Ruf des Fronteinsatzes gefolgt war.
Dabei kann nicht übersehen werden, daß sich die Aufgaben der NSDAP, im Verlauf des Krieges nicht nur erweitert, sondern geradezu vervielfacht haben. Daß sie Hunderttausende von Volksdeutschen Rückkehrern betreut, Millionen luftkriegsbedrohter. oder gar obdachloser Volksgenossen umquartiert, unterbringt und mit dem Nötigsten versorgen muß, daß auf ihren Schultern die Hauptlast des öffentlichen Lebens in zerstörten Städten liegen würde, daß man sie für die gerechte Verteilung der lebensnotwendigsten Mangelstoffe, der Lasten und Pflichten des Krieges verantwortlich machen könne, daß sie einmal den Selbstschutz der Bevölkerung organisieren, Kindergärten für den Nachwuchs berufs tätiger Frauen, Mütterheime und Volks küchen einrichten, Altmaterial sammeln Lebensmittelkarten verteilen und Verteidigungswälle bauen würde, stand nicht auf ihrem ursprünglichen Programm, das doch wahrlich umfassend und vielseitig genug war. Auf ihrem Programm aber stand, daß sie allzeit dem Volke dienen wolle, und darum übernahm sie mit einer beinahe unvorstellbaren Elastizität, Anpassungsfähigkeit und Selbstverständlichkeit all jene Aufgaben, die ein kriegführendes und schwer belastetes Volk seiner Führung stellt und die mit den Mitteln einer überlieferten, allzu starren Staatsverwaltung nicht zu lösen wären.
Wer je . an . der Aufrichtigkeit der anspruchsvollen These zweifelte, daß die Partei dem Volke, nicht sich selber oder einer bevorzugten politischen Schicht diene, mußte sich längst eines Besseren belehren lassen, muß — wenn er nicht böswillig oder hoffnungslos unbelehrbar ist — in der Parteiarbeit ein Übermaß an Aufopferung und Hilfsbereitschaft erkennen, das auch durch vermeintliche oder tatsächliche Unzulänglichkeiten im kleinen nicht im geringsten geschmälert wird.
Wir kehren zu der Frage zurück: Wie wird solch umfassender Dienst am Volke bewältigt, wenn hierfür nicht ein Heer hauptamtlicher Führungs- und Fachkräfte zur Verfügung steht? Das Geheimnis dieser Leistung ist doppelt begründet — die wenigen hauptamtlichen Kräfte, deren Summe nur die Hälfte der Zahl der Ortsgruppen ausmacht, haben, beflügelt vom hohen Ethos ihres Auftrags, gelernt, das Letzte aus sich herauszuholen, Wesentliches forsch anzupacken und Unwesentliches als Ballast ungehemmt abzuwerfen, die Forderung des Augenblicks klar zu erkennen und sich ohne bürokratische Fesseln auf sie umzustellen. Zwei-
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dnb. Tokio, 5. Okt. In den Gewässern westlich der Insel Pililiu sank nach einer heftigen Explosion am Nachmittag des 2. Oktober ein feindlicher Kreuzer.
Vernichtungspläne ab und be
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