Was Wr I
^täglichen u Ut9 «v 1
“«StÄi
Ä üh
;ich weUenj^ 1 ® «*4
S ndbel öÄ
f Wesen. mJ°. 4t
^ Äfr*
A
* Klei "lierz«c||
’*• D «ember
mn Kleinii.
ss&g?
ler ® besitze, }. “a ‘H 6 Nachzu^* JUft usw.) sein J 9 *
ber überhanÄ tt ihrem
Züchter im sL kSla
den im ein« 118 c- ei 9 e aen rv ; ,
“r«H K Sri'
Ausnahmebestj^i
®9 0 ne anerkannte, ■ Kt ® ls hauernbfe “ d Rutscher p: ■rfragen.
anüse und Obst w . bsbauerntflixa- isbauernschaften m ,- Gemüse- und ObjiC rdnung hingewi es9 ,y irdnnghch, die Mafe jemusesaatgnt, (W st und pbstsaat- £ mlage des Uefa^. 1
tfarktschweinen njy
slungsamt. Die | > j setzte Schulungßf-.'j Nov., 18 Uhr, Weidedamm. Die'u-i Hemmstr. 24Z ■ 1 lesprechung der jy
dfunk von I
17.15: Bekannt« 30: Otto Dobrindt i: 19.30: Frontberichte. 3: 'Unterhaltung^); schlandsender: 17.15: jner, Klarmettentcn: Spohr. 18.30: Konsn .15; Klaviertrio ec:i 1 Reger. 21.00: ,C; spiel von Frans Wien).
gemässe Rezept
zu Vollkornbrot. Mn Ich etwa 50 g Mehl, Milch und läBt alles aufkochen. Man r ab.
Mann. _
l, -Bath-f lrn lfm.
I Ans. S
m. IS), f. An«, f lw„ s. Er aus«, f tsehw. - er), As«
Erscheint 6mal wöchentlic h
Monatsbezug 2,30 RM elnschl. Zustellgebühr; Postbezugspreis monatlich 2,30 RM (elnschl. 21 Rpf, Post- zeitimgsgebühr) zuzügl. 36 Rpf. Bestellgeld. Postscheck: Hamburg 172 72 . Anzeigenpreise und Aufnahmebedingungen laut Preisliste. Aufnahmetermine ohne Verbindlichkeit
BremerMtuno
Stemer 9lad)dd)ten
Parieiamtlich® Tageszeitung
Das Amtsblatt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
G e s chä f t^s s tellent
Bremen: Geschäftsstelle und Schrlft- leitung: Geeren 6-8. Ruf 2 19 31; Vacht- ruf und sonntags 2 47 65; Syke« Mühlendamm 2 ; Bremen-Hemelingens Bahnhofstr. 6, Ecke Poststraße, Ruf 4 34 58; Bremen-Vegesack: Rohrstr. 24, Ruf 4 und 8; Bremen-Blumenthal: Kapit.-Dallmann-Str. 41-43, Ruf 83 u. 89
der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verkündungsblatt des Reichssiatthaliefs in Oldenburg und Bremen
Nummer 311 14. Jahrgang
Donnerstag, 23. November 1944
Einzelpreis 15 Rpf,
acht im Westen lobt weiter
Lothringen und Elsaß im Vordergrund ■■ Überragende Leistungen unserer Divisionen
, gof
it /10 J j fl
E J‘fl «!S in
rhoFk
Von unserem milit. . W.-Mitarbeiter
. So merkwürdig es klingen mag: der operative Schwerpunkt einer Schlacht braucht keineswegs dort zu verharren, wo die Hauptkräfte anftreten. Wir haben eine ähnliche Erscheinung ip der Normandie erlebt. Im östlichen Teile des Schlachtfeldes, böi Caen und in seinem Raume, kämpften eine kanadische, eine britische und Teile der 1. amerikanischen Armee, während im westlichen Schlachtraum zunächst nur die Masse der 3. amerikanischen Armee auftrat. Erst mit dem Tage von Avranches wurde deutlich, daß dort, wo die kleinere Streitmacht ge- . kämpft hatte, der vom Gegner in Aussicht genommene. operative Schwerpunkt gelegen hatte. An der Aachener Front nun ist der Feind mit nicht weniger als ' drei Armeen gebunden, in Lothringen da- ■ gegen kämpfen nur zwei Armeen, an der Burgundischen Pforte und im Oberelsnß nur eine Armee. Und doch kommt den - Kampfräumen in Lothringen und Oberelsaß eine Bedeutung zu, die ihre taktische Rolle überschreitet upd in das Operative übergreift. Ein ursprünglich gewählter Schwerpunkt braucht keineswegs immer dort liegenzubleiben, wo er einmal errichtet wurde. Er tritt auch nicht automatisch dort auf, wo die Masse der Kräfte steht.
Darum drängt sich ■ das lothringische Schlachtfeld zur Zeit Stark in den Vordergrund. Das gilt vor allem für seinen südlichen Teil, für den Raum , zwischen Rhein-Marne-Kanal und den mittleren Vogesen, weil sich der amerikanische Gegner, zur Zeit bemüht, sich hier den dritten Schwerpunkt der Lothringer Schlacht seit ihrem Beginn am 8. November auf- znbauen. um mit seiner Hilfe entweder den Stoß in den Südosten düs Saargebietes oder gegen das Loch von Zabern führen zu können. In diesem Abschnitt Rat der Feind zunächst den Rhein-Marne- Kanal und die Weiße Saar überschreiten wollen, wurde pber zurückgeworfen. Inzwischen hat der Gegner seine Angriffe wiederholt und ist bis Saarbnrg vorge- drungeri, wo heftige Straßenkämpfe stattfinden. Eine Berücksichtigung und Beachtung des feindlichen Einbruchsraumes südlich des Rhein-Marne-Kanals veranlaßt eine neue ^Absetzbewegung zwischen Blamont und St. Die auf die Mittelvogesen.
Diese Südoperatiön auf dem lothringischen Schlachtfelde gewinnt zusätzliche Bedeutung durch die Tätigkeit der 1. französischen Armee sowohl im Raume von Beifort wie auch nach Einbruch in das Oberelsaß im allgemeinen Abschnitt Mülhansen. Wenn der - General Bet- houart mit der Masse seiner Kräfte unter Ausnutzung der Kämpfe von Beifort den Stoß in das Elsaß unternahm, so leitete ihn dabei der Gedanke, im Rücken unserer Vogesenverteidigung nach Norden zu marschieren und damit diese Gebirgsstellung zu umfassen, doch hat Bethourt zu diesem Zweck nur wenige Divisionen, angesetzt. Das führt zu der Folgerung, er erwartete diesen überraschenden Erfolg des Einbruchs keineswegs und ist selbst erstaunt über die Raumfortschritte seiner Divisionen, die, sich hart nördlich der Schweizer Grenze pegen den Rhein vorschoben, nach Norden einschwenkten und mit ihren Panzerspitzen im Abschnitt Mülhausen zum Kampf gestalt wurden.
Die deutsche Führung kann diesen Einbruch in das Elsaß wegen der dadurch entstehenden 1 Rückengefährdung der Vo- gesenfront nicht unbeantwortet lassen. Scharfe Gegenmaßnahmen sind notwendig, die allerdings erleichtert werden, 'veil der Feind nur mit verhältnismäßig beschränkten Kräften im Elsaß steht und die Masse seiner französischen Armee im Kampf um Beifort gefesselt ist, wo ihr Stoß im Weichbild der Stadt aufgefangen Wurde. Erste Gegenstöße gegen den elsäs- sischen Einbruch erfolgten bei Altkirch. Veitere sind mit operativer Wirkung im Gange, um den Einbruch unwirksam zu machen. Schon sind die rückwärtigen Verbindungen des Gegners westlich Basel unterbrochen.
Men feindlichen Fortschritten im Abschnitt des Rhein-Marne-Kanals und im Elsaß stehen auf der anderen Seite Momente gegenüber, die dem Gegner nicht mehr einbringen als zusätzliche Belastungen und Sorgen. Zunächst hat sich der Gesmer im Norden und in der Mitte der Lothringer Schlacht infolge Schwächung seiner Angriffskraft erheblich zurück- balten müssen. Das wurde von unseren Truppen zur Stärkung der Abwehrfront zwischen Luxemburg und dem Rhein- Marne-Kanal ausgenutzt. Hier haben Gegenangriffe bei Busendorf und bei Mör- chingen, wo sie schon vor einigen Tagen erfolgten, die Lage dahin geklärt, daß der Gegner von offensiven Maßnahmen abgesehen hat. Im Metzer Abschnitt sind er- gchlithe Kräfte der 3. USA-Armee dünn Straßenkämpfe und durch Angriffe gegen Terteidigte Werke in Anspruch genom- men und gefesselt. Einen gleichen Einfluß
Dort, wo Eisenhower die Masse seiner Offensivstreitkräfte angesetzt hat und wo wir eine Abnutzungssdilacht schlagen, die übrigens auch der Feind beabsichtigt, wenn er schon nicht zum Durchbruch gelangt, kommt der Gegner entweder nur schrittweise vouwärts oder überhaupt nicht. Obwohl er seine schweren Artilleriebombardements aufrechterhält und immer wieder frische Panzerreserven in die Schlacht führt, kommt er nicht zü.entscheidenden, Erfolgen. Durch unsere Stellungssysteme vermag er sich nicht dufchzubeißen, obwohl Hunderte, von Batterien pausenlose Bombardements unterhalten und auch die Masse der feindlichen Luftflotten ständig über diesem Schlachtfeld eingesetzt sind, sofern das Wetter ihr Auftreten überhaupt gestattet. Jülich, Eschweiler und Düren bleiben dem Gegner versperrt. Die feind
lichen Raumfortschritte beschränken sich in den letzten Tagen auf Geländepunkte zwischen Geilenkirchen und Eschweiler und in den Waldungen von Hürtgen. Auch die britischen Angriffe westlich der Maas sind nicht anders verlaufen als die amerikanischen Offensivunternehmen.
Es muß dabei immer wieder unterstrichen werden, daß unsere Divisionen in der schwersten Schlacht, die jemals im Westen getobt hat, auf offensive Gegenstöße nicht verzichten, sondern diese immer wieder ansetzen, was allein schon für die starke Kräfteversammlung spricht, die wir auf diesem Schlachtfeld konzentrieren konnten. Im allgemeinen wird die Schlacht um Aachen auf der Stelle geschlagen. Der Feind hatte das nicht gewollt; er wollte den Durchbruch. Da er ihm bisher verwehrt wurde,' blieb ihm nichts anderes
übrig, als den Kampf gleichfalls als Gelegenheit zur Abnutzung der deutschen Kräfte fortzusetzen. Allerdings wird sich am Ende der Schlacht zeigen, ob der Wille zur Abnutzung beim Gegner genügte, sich selbst vor deren Wirkung zu bewahren.
Ein endgültiges Urteil über die , große Schlacht zwischen Maas und Schweizer Grenze verbietet jedoch allein- schon die Tatsache ihrer Fortdauer, ihrer ungehemmten Heftigkeit und des vorläufigen Ausbleibens jeder Abschwächung oder gar des Stillstandes. Was die deutschen Divisionen des Westhperes- bisher in der Abwehr des feindlichen Generalangriffes geleistet haben, erlaubt jedoch schon heute die Feststellung: Die Westfront hat eine Kräftigung erfahren, die noch vor wenigen Wochen als unerreichbar angesehen wurde.
Eisesihower worat vor Uoberschcüzoitg
Ueberraschungserfolg im oberen Elsaß — Keine Erfolge an der Hauptkampffront bei Aachen
Drahtbericbt unseres Vertreters
sch. Lissabon, 22. Nov. Der Über- raschungserfolg französischer und amerikanischer Teilstreitkräfte im oberen Elsaß wird natürlich heute von der amerikanischen und englischen Presse stark herausgestellt und soll den deprimierenden Eindruck, den der Mißerfolg der alliierten Hauptoffensive im Raume von Aachen gemacht hat, einigermaßen verwischen. Man berauscht sich an den Erfolgen rasch vorgestoßener Streitkräfte, meldet aber gleichzeitig, daß die Deutschen unterdessen starke Panzer- und Infanterieeinheiten in den Kampf geworfen hätten und zu heftigen Gegenangriffen übergegangen seien. Auch in dem nach Norden anschließenden Frontabschnitt der 3. amerikanischen Armee sind nach Eisen- howers Bericht die amerikanischen Truppen jetzt auf schwerste deutsche Hindernisse und Panzergräben gestoßen.
General Eisenhower warnte gestern in einer Pressekonferenz ausdrücklich davor, die Vorgänge im oberen Elsaß zu überschätzen, da dieser, Kriegsschauplatz von keiner entscheidenden Bedeutung sei. Eisenhower suchte demgegenüber das Interesse der amerikanischen und englischen Öffentlichkeit ausschließlich auf die Kämpfe bei Aachen und Metz zu konzentrieren. Leider habe er bisher keinerlei Anzeichen dafür feststellen können, daß die Deutschen an Rückzug dächten. Auch könne von keinerlei Verschlechterung des deutschen . Widerstandsgeistes die Rede sein. „Wenn wir gewinnen wollen, müssen wir nach wie vor kämpfen wie die Teufel“, schloß der General seine Ausführungen.
Obwohl Eisenhower auch am Dienstag seine Truppen „wie die Teufel“ kämpfen ließ, um seine eigenen Worte zu gebrauchen, kann sein Hauptquartier keinerlei wesentliche Veränderung der Lage berichten. Es sei zwar abermals Geländegewinn nördlich und südlich der großen Straße von Aachen nach Köln erzielt worden, aber diese Geländegewinne könnten nach Metern berechnet werden. Man muß zu
geben, daß der deutsche Widerstand nicht geringer, sondern stärker • geworden sei. Auch die über der Kamffront eingesetzte amerikanische Luftwaffe sei auf stärkeren Widerstand gestoßen. Besonders verlustreich seien die Kämpfe in dem waldigen Gebiete ringsum und' nördlich von Geilenkirchen, wo die Truppen der 2. britischen Armee auf eine der „modernsten Verteidigungssysteme Europas“ gestoßen seien.
Um jeden Zoll Bodens
Lissabon, 22. Nov. Die Deutschen kämpfen wütend um jeden Zoll Bodens, meldet der Kriegskorrespondent des
lenkirclien bis znm äußersten mit jedem zur Verfügung stehenden Mann und jeder Waffe. Es sei ein langsamer und harter Kampf, der über offenes Land führt, das übersät ist mit Ein-Mann-Bunkern und und feuernden Schützengräben. Es gehe durch von Granaten zerrissene Dörfer und Städte, wo jedes zerstörte Hans der Stützpunkt eines Scharfschützen ist. Andere Häuser, die geräumt sind, seien mit Minen und Fallen besät. Der amerikanische Soldat berechne die Entfernungen auf deutschem Boden nicht nach den Maßstäben der Landkarte.' Sein Gesichtskreis reiche höchstens bis zum nächsten Ein- Mann-Bunker oder bis zum Ende einer nit Trümmern besäten Straße. Er wate im News Chronicleh bei der ,9.- USA-Armee,, Morast, und die Kälte kralle sich unbarm- Sie kämpften zwischen Aachen und Gei- herzig in ihm fest.
Churchill stärkt seine Hausmacht
Durch Aufnahme des Schwiegersohns in das Kabinett
Drahtbericht unseres Vertreters sch. Lissabon, 22. Nov. Die englische Presse steht heute ganz im Zeichen der von Churchill bekanntgqgebenen Neuernennungen im Rahmen seiner Regierung. Das meiste. Aufsehen erregt selbstverständlich der jugendliche neue Minister für öffentliche Arbeiten, ^Duncan 'Sandys, denn Duncpn Sandys ist der Schwiegersohn Winston Churchills. Der Premierminister hat damit seine „Hausmacht“ auf innerpolitischem Gebiet neu verstärkt. Das Ministerium für öffentliche Arbeiten ist angesichts der gigantischen Wohnungsbauprobleme der Nachkriegszeit von ganz besonderer Bedeutung, und Churchill wollte offensichtlich es in „unbedingt zuverlässigen“ Händen wissen. Düncan Sandys, der in der Öffentlichkeit infolge seines oft arrogahten und snobistischen Auftretens wenig beliebt ist, hat als Gatte einer Tochter Churchills noch rascher Kar- i riere gemacht als gewöhnlich schon ein (Mitglied der englischen Oberschicht. Er
Fiasko von Roosevelts Frankreich-Politik
Verlorenes Spiel an Moskau
Drahtbericht unseres Vertreters
kl. Stockholm, 22. Nov. Die Entwicklung in Frankreich beunruhigt die politischen Kreise Washingtons immer mehr. Man hat das Gefühl, daß sich Frankreich politisch nicht nur von Großbritannien, sondern auch von den USA zu emanzipieren beginnt und den Versuch macht, seine eigenen , Wege zu gehen. Die Meldung von der Moskanreise de Gaulles ist in Washington mit Staunen aufgenom- meri worden; man hatte sich befeits allzu sehr an den Gedanken gewöhnt, daß Frankreich eine politische und wirtschaftliche Kolonie der USA sei, und stellt nun ärgerlich fest, daß die Washingtoner Rechnung falsch war. Man spricht nunmehr offen von Roosevelts fehldirigierter Frankreichpolitik und glaubt auch, den passenden Sündenbock gefunden zu haben. Er heißt Robert Murphy. Murphy war der Experte Roosevelts für französische Fragen; er war es, der Roosevelt riet, das de’-Gaulle-Regime nicht anzuerkennen, und Roosevelt blieb auch dann noch fest, als die Briten sich längst für die Anerkennung ausgesprochen hatten. Murphy war es auch, der fn London offen erklärte, daß die USA ihre in Französisch- Nordafrika errichteten Militärbasen nie- mals räumen würden, daß sie im Gegen- teil auch Basen in Frankreich als notwendig erachteten.
- Mitte Oktober traf Caffery als dinloma- tischer Vertreter der USA in Paris ein. Sein Beglaubigungsschreiben war jedoch de Gaulle, sondern an Außen-
i‘T geiesseit. runen “""ö, nicht an de Gaulle, sondern an Aunen-
taben auch die Kämpfe mu Beifort, wen . Bidanlt gerichtet. Dies wurde m
£ le m . e}lr französische Kräfte bto /L en ’ ® p j a j s Beleidigung empfunden. Nur gern französischen Armeefuhrer im Blick ^ Woche später erfolgte die Schwen- seine elsässischen Operationen heb | knng dßI Washingtoner Frankreichpolitik
mit der Anerkennung des de-Gäulle-Re- gimes. Die Geste von Washington kam so spät, daß sie keinerlei Wirkung mehr in Paris auslöste. Psychologisch hatte Roosevelt das Spiel in Frankreich bereits verloren.
'Roosevelt steht heute vor dem Scheitern seiner Frankreichpolitik. Seine Berechnungen, daß sich das in Frankreich vergossene . Blut amerikanischer Soldaten reichlich bezahlt machen werde, sind falsch. Die Früchte der Invasion vom 6. Juni d. J. wird nicht Wallstreet ernten, sondern Moskau. Frankreich liefert das eindrucksvollste Beispiel dafür, wie sehr sich die ganze Politik Roosevelts festgefahren hat. Der von Roosevelt gewollte Krieg kostete die USA bisher die runde Summe von 280 Milliarden Dollars, und jeder Monat, um den sich der Krie^ verlängert, kostet weitere 7,5 Milliarden Dollars. Daß sich die in das Kriegsunternehmen investierten Riesensummen jemals amortisieren werden, ist ausgeschlossen. Die USA-Soldaten, die in Europa kämpfen, besorgen längst nicht mehr das Geschäft der Wallstreet, sondern sie kämpfen als Schrittmacher für eine Macht, die bis vor drei Jahren in den USA nbch verfehmt war. Diese Macht hat ihren Sitz in Moskau.
Wproschilow abgesagt
Stockholm, 22. Nor. Wie Reuter aus Moskau meldet, wurde dort amtlich bekanntgegeben, daß Armeegeneral Nikolai Bulgarnin zum Mitglied des „Staat
Aufgaben als Mitglied des Komitees enthoben wurde, ernannt yrorden ist
wurde 194-5 parlamentarischer' Sekretär des Versorgungsministeriums. Im Jahre 1944 mächte ihn sein Schwiegervater zum Vorsitzenden des Ausschusses zur Bekämpfung von V 1. Hier hat er keine besonderen Lorbeeren ernten können, fiel aber trotzdem die Treppe hinauf und wurde der Nachfolger des bisherigen Ministers für öffentliche Arbeiten, Lord Portal, den Churchill unter sanftem Druck zum Rücktritt zwang.
Welch große Bedeutung man in London der Verteidigung des britischen Empires gegen" die Anstürme amerikanischer Konkurrenz beimißt, zeigt die rasche Ernennung des konservativen Abgeordneten Sir Edward Grigg zum Nachfolger des ermordeten Lord Moyne als Ministerresident im Mittleren Osten. Gleichzeitig wurde der konservative Abgeordnete Harold Balfour zum Nachfolger Lord Swintons als Ministerresident von Westafrika ernannt. Beide Posten haben im Augenblick fü r -den Zusammenhalt des Empires ganz besondere Bedeutung.
Am bedeutungsvollsten unter den Neuernennungen ist die Bestellung von Sandys — Churchills Schwiegersohn — zum Minister für allgemeine Arbeiten. Ihm wurde eine bedeutsame Aufgabe anfyebür- det, nämlich die Sorge um die Wiederinstandsetzung aller in London und Südengland durch V 1 und V 2 beschädigten Gebäude. Diese Aufgabe muß schnell und mit neuen Mitteln gelöst werden, da sonst insbesondere für London eine Katastrophe droht.
! Auf den Kopf geslelli
Von
Hans Wendt, Stockholm
Dieser Krieg hat bei unseren Gegnern, bei denen nicht umsonst traditionelle Heuchelei, Rabulistik und bolschewistische Tarnkünste einen Bund fürs Leben eingingen, Rekorde an -Zynismus und Verdrehungen zuwege gebracht, vor denen eine später^ Zeit mit einigem Kopfschütteln stehen' wird. Aus Deutschlands Streben zur Verwirklichung .seines Rechtes auf Selbstbestimmung und Sicherung seiner Grenzen, aus der deutschen Antwort auf die Abrüstungs- und Revisions- Sabotage der anderen und der friedlichen Einigung und sozialen Höherentwicklung aller Deutschen wurde bereits vor 1939 durch infame Unterstellung ein „dreister Griff nach r der Weltherrschaft“ gemacht. Der wirkliche Imperialismus jener Mächte, die diesen Charakter um so weniger leugnen konnten, als sie Rfesenreiche bereits besitzen und zur Durchsetzung neuer ungerechtfertigter Machtansprüche immer offener Einkreisungs- und Kriegsvorbereitung betrieben, gebärdete sich als pure Uneigennützigkeit zugunsten kleiner Völker. England wählte als Mittel zum Krieg die berüchtigte Polengarantie, die es seither unaufhörlich gebrochen hat. Roosevelt inszenierte unter dem Anschein unbedingter Kriegsfeindlichkeit den jüdischen Weltkrieg im großen. Selbst eine schwedische Darstellung sagt über seine Methodik, die einen Macchiavelli hätte erbleichen lassen: „Als er das amerikanische Volk mit in den Krieg treiben wollte, begann er mit einer Neutralitätsgesetzgebung, die. sich das Aussehen gab, als sollte sie jedes amerikanische Eingreifen in europäische Angelegenheiten verhindern. Und als er dann die Neutralitätsgesetze umgehen wollte, geschah das mit Hilfe reiner Sophismen und Auslegungskünste, indem er die Hilfe an China und England als Leih- und Pachtsystem betitelt wurde“. »
Und doch, die beiden Plutokratien sind selbst auf diesem ihrem ureigensten Gebiet von dem sowjetischen Verbündeten bei weitem überflügelt worden. Wenn man heute feststellt, wie „neutrale“ schwedische Zeitungen fließend die Moskauer Agitationsthesen vom „friedlichen“ Aufbau der Sowjetunion wiedergeben, der ausgerechnet kurz vor dem Reifen der ersten Früchte durch Deutschland rauh gestört worden sei', so möchte man soviel Frechheit fast bewundern. Natürlich, so war es ganz genau: nur, um eines Tages die Völker der Sowjetunion mit einem wundersamen Lebensstandard zu beglücken, hatten die bolschewistischen Machthaber vorher — diese Völker liquidiert und mit'beispiellosen Leiden ihrer Opfer die furchtbarste Angriffsmaschine der Welt geschmiedet, und dann kam Deutschland und störte taktlos das edle Werk der großen Menschenliebe ...
Nach genau den gleichen, im Grunde äußerst ,-rimitiven Praktiken wird gegenwärtig bereits ein neuer, weit ausholen- der Großschlager der feindlichen Agitation betrieben: Nachdem es sich herumgesprochen hat, daß im Falle eines Sieges der Europafeinde ein dritter Weltkrieg unvermeidlich sein würde, nämlich zwischen den Großräubern selbst, haben sie jetzt die Parole ausgegeben: In der Tat, es sei wohl leider ein weiterer Weltkrieg zü befürchten, aber durch Schuld der Deutschen, die'diesen Krieg schon heute vorbereiteten. Nichts ist so idiotisph, als daß es nicht seine Verfechter und sein Publikum fände. „Alles auf den Kopf gestellt“ heißt die oberste Maxime unserer Feinde.
Ganz besondere Leistungen hat auf diesem Gebiet der Bolschewismus zu verzeichnen, und wenn dieser Tage eine englische Zeitung sagte, die Kommunisten von heute zeichneten sich durch einen geradezu religiösen Glauben an absolute Grundsatzlosigkeit aus, so war das aus- namsweise richtig beobachtet. Die Herr-
Bolschewisfische Lawine über Frankreich
Sowjetherrschaft inTouloüse — Massenverhaftungen und Hinrichtungen
Drah'bericht unseres Vertreters
tt. Genf, 22. Nov. Aus Berichten der Schweizer Presse ist zu entnehmen, daß die bolschewistische Lawine noch, immer unaufhaltsam über Frankreich rollt und noch keine Ansatzpunkte für de Gaulle sichtbar sind, wie er seiner bolschewistischen Widersacher Herr werden will. Als Zentrum der bolschewistischen Herrschaft hat sich die Stadt Toulouse einen traurigen Namen’ gemacht. „Tribüne de Geneve“ meldet, daß Toulouse vollständig in den Händen der Kommunisten sei. Im Stadthaus habe sich ein Sowjet niedergelassfen, der die bolschewistischen Maßnahmen in der Praxis durchführe. Besonders ausgiebig sind die Verhaftungen der Nicht- bolschewisten, mit denen die beiden Staatsgefängnisse schon so sehr überfüllt sind, daß „private Kerker“ eingerichtet werden mußten, um die Unzahl der Verhafteten unterzubringen. Die Bolschewisten rühmeD sich offen, daß in Toulouse seither „Be-, freiung“ die meisten Hinrichtungen stattgefunden hätten.
liehen Verteidigungsuusschusses“ an Stelle, f Alle Bemühungen de Gaulles, diesen von Marschall Woroschilow, der seiner ^Verhältnissen zu steuern und die Macht in
^Toulouse wieder in die, Hand zu bekonv men, sind bisher gescheitert, ebenso wie
überhaupt die Radikalisierung des öffentlichen und privaten Lebens immer mehr überhand nimmt, ohne daß es de Gaulle gelungen wäre, die Kontrolle darüber zu gewinnen. Die Abgesandten de Gaulles und die von ihm eingesetzten Beamten stehen dem Wüten der Bolschewisten ohnmächtig gegenüber.
Myihos
dss kämpfenden Deutschen
ep. Madrid, 22. Nov. Der Verlauf der Kämpfe an der Westfront ist für den Militärkritiker der Madrider Zeitung „Infor- maciones“ ein Symptom dafür, daß der Krieg noch . einen ganzen Zyklus von Überraschungen bringen werde. Eisen- hower müsse eingestehen, daß auch nicht die schwächsten Anzeichen für ein Nachlassen der deutschen Kriegsmoral erkennbar seien. Der Mythos des Materials müsse vor dem ewigen Mythos des Menschen weichen. Die militärischen Werte seien nirgends überzeugender und krafU, voller vorhanden als bei den deutschen* Soldaten. Diese Werte könne man nicht Jkaufen und yerkaufen und ebensowenig fabrizieren.
Y* L
&ii
r