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Brcmcräcitung
^Bremer 9la(t)tid)ten w
Geschäfts,ste l 1 e n i
Bremen: Geschäftsstelle und Schriftleitung: Geeren 6 - 8 , Ruf 2 IS 31; Nachtruf und sonntags 2 47 65; Syke! Mühlendamm 2; Bremen-Hemelingen! Bahnhofstr. 6 , Ecke Poststraße, Ruf 3 34 58; Bremen-Vegesack: Rohrstr. 24, Ruf 4 und 8 ; Bremen-Blumenthal! Kaplt.-Dallmann-Str. 41-43, Ruf 88 u. 89
parteiamtliche Ta^feszeituncr
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Summer 296 14. Jahrgang
mssssm. tgssp
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der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verkündungsblatt dos Beichsstatthaliers in Oldenburg und Bremen
Montag, 6. November 1944
Einzelpreis 15 Rpf.
So tief können Verräter sinken
bischer Minister in hündischer Unterwürfigkeit “ Das finnische Volk kommt zu spül zur Erkenntnis
p;a iitbericht unserer Berliner Sehriftleitung
Dr ^' Sd !;, ß h rll /ü % N ?. v - Es k <>nnte nicht ausbleiben, daß das finnische Volk ,%bt schnell Klarheit darüber gewinnen H jSiifc daß es von Schwächlingen und fei- jpn Verrätern dem Bolschewismus ans Wach«-», fffäf und da . mit dem gräßlichen Schick- ™ | 3 l des allmählichen Volkstodes ausgelie- worden ist. Die Tatsadle dieser wach- «fjden Erkenntnis muß heute schon ein— u “ d ««schW ftÄir Hauptaktenre des Verrats, der fi ar Somijj^e Innenminister Kaarlo H i 11 i I a
ebshausen.
Eifa.
*," 9 ~ Männer So3“j Erkenntnis muß heute schon einer lle ^mkenau (Tnn^ J ®- W f®. “ Verrat«. der fiu.
eintor, Ecke FehrfJ Tj.’eben, wenn er in einer Rundfunk- f ti a t '" er im Alfer tl,< p radie sagt, daß „gewisse Ereignisse lkssturrn aJT? E:: |irr letzten Zeit ganz besonders zum Sin- dem Hochbonten^i« 1 der Stimmung des finnischen Volkes 1 Verhinderte, die &JJii? e,ra £ en kätten -“ können, melden -l fi» sehen denn diese „Ereignisse der
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turmm" H °dite^f,ten Zeit“ aus? Die Auflösung pellen 3 nfcii't k e , i5 ^oiialen Organisationen und Verbände iurch aufgeforderutf jedes vorstellbare Maß überschritten, n der .Parteidi m^ ie Auflösung des finnischen Schutzkorps ß ist mitzubriiKB®für die finnische Öffentlichkeit einen , 15.30 Uhr, AntieiaJ- nz besonders heftigen Schock bedeutet, ■olks‘K^'t ( i«a“ !i * hiar gewiß nicht um eine „pro- iegeralarm eins'/l^ isdsdie Organisation, sondern um g.. ~ Hasicdt. S£§» Grundlage der inneren
und Sonntag, 5 ,jjJOnlnung handelte. A^körigen der^mii finnische Blätter
1 im Bunker Föted
Schwachhansel fisj ung der Amts-, Zit Geschäftsstelle ISgf I cheinen Pflicht.
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otanfstrfch. Mas avon langsam anbidtl etwas Mehl oder Gaf etwas Flüssigkeit da» lasse kochen und msdpU rekte Kräuter dam! tis zum Kaltwerden,^ idet,
Machner. Kl. Glocke Ihr (KM. 1 , 50 , Hin onnabd., 11 . Not.: Di rage, Hamburg: »Voi un Tropenurwald 1 ' mit rbaufn. Kl. Glock[ir,f KM. 1 ,—, Hörer Buchhandlung. GsiS, iuwer, Will & Neri . Opernhaus u. fe I zu Bremen. Montef.
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Wenn heute
- der früheren
.Anpassungsstil“ Politik
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sprechungen gebrochen hat, die sie uns gegenüber nur als Tarnung zu benutzen suchte. Bei solchen Leuten kann man es verstehen, wenn sie die Entmannungspolitik so weit treiben, daß sie die sowjetische Auslegung des Waffenstillstandsvertrages einfach hinnehmen, ohne auch nur den Versuch zu machen, eine eigene Auslegung durchzusetzen. Jedem anständigen Finnen muß es die Schamröte ins Gesicht treiben, wenn Hillilae die Auslieferung hoher Offiziere gemäß dem Befehl Moskaus mit dem „Standpunkt“ zu rechtfertigen sucht, „daß der ehrenreiche Schild der finnischen Armee nicht von Handlungen befleckt sein darf, die international gesehen, verurteilt werden müssen“.
So tief kann man sinken, wenn man sidi dem Bolschewismus ausliefert. Der Waffenschild Finnlands ist von diesen Verrätern geradezu besudelt worden, die das gültige moralische Urteil über eigene hohe Offiziere „international gesehen“, von der bolschewistischen Auslegung bestimmen lassen.
Die letzten Schiffe abzuliefernl
Drahtbericht unseres Vertreters ost. Stockholm, 5. Nov. Noch hnt man sich in Finnland von dem besonders schweren Schlag der Zwangsauflösung des finnischen Schlitzkorps nicht erholt, da trifft eine neue Hiobsbotschaft ein. Entsprechend den Bestimmungen des Moskauer Diktats muß Finnland jetzt die
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Restbestände der finnischen Handelsflotte an die Sowjetunion abtreten. Es handelt sich in der Tat um die letzten modernen und größeren Schiffe, über die Finnland noch verfügt. Nach den in Stockholm vorliegenden Berichten dreht es sich um eine Gesamttonnage von rund 200 000 BRT., alles Schiffe, die nach 1920 gebaut wurden, zum Teil sogar Spezialsehiffe.
Sobald diese Schiffe abgeliefert sind, hat Finnland so wenig Schiffsraum übrig, daß beispielsweise die versprochenen schwedischen Lebensmittellieferungen kaum noch auf finnischen Schiffen transportiert werden können, da man in der Stockholmer Presse andeutet, daß schwe- disefler Schiffsraum eingesetzt werden muß, wenn diese Lieferungen aufrechterhalten werden sollen.
Wir müssen und wir werden diesen Krieg gewinnen!
Männer starben für das Reich — Aufrütt'elnde Rede von Brillantenträger Kapitän z. S. Lueth
\Ü™.. ai ”®_. halbe Samten, so wagen sie es doch nicht, diese Auswirkungen des sowjetischen Würgegriffes zu bagatellisieren. Die Deportation ion Zwangsarbeitern und die Beschlag- lahme der finnischen Schiffe ' gehören zu Jen „Ereignissen der letzten Zeit“ wie die Verdoppelung der Kriegsentschädigung Jnrcb die sowjetische Feststellung, daß der’ eirag in Sachwerten nach dem Geldwert m 1938 bezahlt werden müsse..
Tenn der Verräter Hillilae seinem Volke gegenüber behaupten will, daß die ab- sinkende Stimmung „zwar verständlich, iferTilcht gerechtfertigt“ sei, weil sie sich direkt auf den Waffenstillstandsvertrag und die ihm von den Sowjets gegebene Auslegung stützten, wenn er darüber linaus erklärt, daß sich die finnische Re- Hfrane der bolsdiewistischen Auslegung «geschlossen habe und die Diktatbedin- mgen mit „finnischer Hartnäckigkeit er- "er" "Vortrag im .wpW werde, so kann man sich kaum vor- wird auf JO. MtJ-ellen, .daß die nationale Selbst-
rtragend.: Oberbai Jittwoch, 8 . Noreal ng u. Oedenkstmi Best, des Natur' 'ortrag Bandessek iber: „Naturwissirclj u. nafurwiss. DM Leben". 16.15, B Sä) ,’fentl. — Vma$t ■ofess. Br. H. Ksi&[ :men „PhiloscplH von der Antiti*j , 2 . Vortr.: Chti0 . — Sonna bd.. 11*- g im Verein f. N’isS rird verschoben.
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/"taanming in aller Öffentlichkeit noch [nderlicher durchgeführt werden könnte,
■ ps hier ein führendes Mitglied der fin- pdien Verräterregierung tut.
[Der jämmerliche Versuch, sich gegen- )er dem langsam zur Erkenntnis kom- .-nden und zur Verzweiflung erwachten jilk zu rechtfertigen, kann nur mit faust- [rien Lügen unternommen werden. Finn- -I habe, so begann Hillilae seine Aus- [Arungen, den Krieg verloren und in- -hedessen den Waffenstillstandsvertrag ader Sowjetunion unterzeichnen müssen. ;dit Finnland hat den Krieg, sondern kleine Clique von Verrätern hat die :.Prven und den Charakter verloren. Das schließlich auch Hillilae nicht bestrei- P®. daß zur Zeit des Verrats kein Bolsche- ?* a,d finnischem Boden stand und daß
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htspiele Capi“'^<|fstalb kein Anlaß zu kapitulieren war.
J'enn Hillilae sich dafür einsetzt, daß ™Dland nun die Bedingungen des Waffen
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■ Donnerstag.^ MiJMstandsdiktats mit der „finnischen Hart-
liigkeit“ erfüllen werde, so wäre es, *tii Gott, besser gewesen, und das iin- hthe Volk brauchte heute nicht im die ueu.-fc mveitIu ng abzusinken, wenn Freiheit,
llüeä'jbj,. wKte und Unabhängigkeit der Nation mit iere ^n f ahme d. ?f']ill e S 6 r gepriesenen Hartnäckigkeit, vei
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;r gepriesenen Hartnäckigkeit vertei- worden wären. Es wirkt wie ein Stüde lila Zollhaus, wenn ein führender fr 7 c ' er Verräterclique sich auf diese "äilnackigkeii beruft.
. 9di schlimmer aber wird die Sache, »iS" j'h dieser gegenüber den Sowjets ,| uundiseh unterwürfige Hillilae mit An- >):* e 9 gegen Deutschland wendet.
deutschen Truppen haben bis znm Half i" an der Seite der finnischen Jenkameraden gekämpft. Nun kommt ln Jämmerling mit der verleumde-
Potsdam,5. Nov. In Anwesenheit des Reichsministers Rosenberg und von Vertretern der Partei und der Wehrmacht fand in Potsdam eine weltanschauliche Feierstunde statt. Ihr Mittelpunkt war eine Ansprache des Trägers der höchsten deutschen Tapferkeitsauszeichnung, Kapitän z. S. Lueth.
Aus grünem Lorbeer, den die Fahne des Reiches umhüllte, rief ein Sprecher vor einem ergriffenen Kreis von Volksgenossen die deutschen Helden der Vergangenheit, die einst Blut und Leben für das Vaterland gegeben haben. Dann nahm Kapitän z. S. Lueth das Wort. Er ging in seiner Rede von der Tatsache aus, daß unser Volk im Laufe seiner Geschichte immer wieder unter härtesten Schicksalsforderungen um sein Dasein kämpfen mußte. Vergleiche mit früheren Zeiten beweisen, daß „nur wenn die Kämpfer einer Nation, ja, heute im Zeitalter des totalen Volkskrieges alle Angehörigen unseres Volkes zu jedem Opfer bereit sind, nicht allein ihr Hab und Gut, sondern auch ihre Gesundheit oder ihr Leben aufs Spiel zu setzen für die große gemeinsame Sache“, das Leben unseres Volkes gesichert bleiben kann. Aus eigener Erfahrung konnte Kapitän zur See Lueth auf zahlreiche Beispiele heldenmütiger U-Boot-Besatzungen hinweisen, die sich allen Gewalten zum Trotz zum „Aushalten um jeden Preis“ entschlossen und oftmals nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch entscheidende militärische Erfolge gewannen.
Aus diesen Beispielen, aus denen hervorgehe, daß die Nation nicht leben könne, wenn nicht immer wieder die Besten bereit seien, ihr Leben einzusetzen, erwachse für uns alle die Verpflichtung, unaufhörlich in tiefer Dankbarkeit der im Kampf für die höchsten Ziele ihres Volkes Gefallenen zu gedenken. Mit dem Gedenken allein sei es freilich nicht getan. Es komme darauf an, im Sinne der Toten weiterzukämpfen und weiterzuarbeiten. Das Bewußtsein, nicht umsonst zu fallen, sei der stärkste innere Halt für jeden Soldaten. Auf diese Weise werde endlich wahrhaft das Leben des Volkes gewonnen sein. Wenn auch jeder Kämpfer am Leben hänge und auf sein Soldatenglück vertraue, „vor dem Feind und in Not und
Gefahr ist jeder echte Krieger bereit, die gleiche heroische "Gesinnung zu beweisen wie seine gefallenen Kameraden an der Front und in der Heimat. Sie stürzen sich der Gefahr entgegen, um dem Leben zu dienen, in der Hoffnung auf eine edlere und freie Zukunft.“ Mut und Einsatzbereitschaft kennzeichnete Lueth als Unterpfand des Sieges. Jeder muß erfüllt sein von dem Gedanken, um jeden Preis zu siegen. Jeder muß bereit sein, sein Privatleben aufzugeben, um das Höchste gewinnen zu helfen, die Freiheit unseres Volkes. Nur wenn jeder einzelne von dieser „editen Kriegsmoral“ durchdrungen ist, können wir unseren geschichtlichen Auftrag erfüllen, denn „es gilt jetzt die geistigen Kräfte zu mobilisieren aus dem Bewußtsein heraus, daß unser Volk auch diesmal. wieder wie schon in , allen Jahrhunderten als Minderheit gegen die Masse kämpft.“
Wenn dieser Krieg auch vieles von den Dingen, an denen unser Herz hing, zerstört, so müssen wir doch eins bedenken: daß seine Härte die sittlichen Kräfte in uns entfaltet, die es uns ermöglichen werden zu siegen. Unser Wille ist der heste Garant dieses Sieges, denn immer haben Minderheiten, die erfüllt waren von einem starken Willen und von revolutionärem Geist, am Ende den Ansturm der Massen zerschlagen. Wir müssen, jeder an seiner
Vertreter des Idealismus sind und mit Schwung und Hingabe der neuen Zeit leben“. Wir bekennen uns zum Nationalsozialismus als einer vorbehaltlosen Weltanschauung, die fordert, daß wir uns bemühen, die natürlichen Lebensgesetze, denen unser Volk unterworfen ist, anzuerkennen und sie zu verwirklichen. Oftmals haben wir es im Verlauf unserer Geschichte versäumt, diesen Naturgesetzen zum Durchbruch zu verhelfen. Um so notwendiger ist es, daß wir heute unsere Schicksalsstunde erkennen.
„Wir wollen und werden diesen Krieg gewinnen; wir müssen von allen fordern, daß sie Mut haben und hart sind im Kampf und in der Arbeit, nie nachgeben in ihrem unbeirrbaren Willen, für das Wohl von uns allen zu streben. Mit dieser inneren Bereitschaft, mit der Aktivierung der besten Kräfte und mit dem Glauben an die Zukunft unseres Volkes und an unseren Führer werden wir die anstürmenden Feindmassen schlagen. Alle Leistungen unserer Ahnen wären umsonst, wenn wir jetzt versagten. Und wenn wir am Tage des Sieges marschieren, dann werden nicht nur die Kameraden im Soldatenrock, sondern auch Männer, Frauen und Kinder der Heimatfront im Geiste bei uns sein und uns als Männer für alle Zukunft zurufen: „Das Reich ist endlich unser, weil immer wieder Männer starben für das
Stelle, dafür sorgen, daß wir „ehrliche Reich!“
80 v. H. Verluste der Feinde au! Walcheren
Britisches Eingeständnis — „Eine wahre Hölle “
Stockholm, 5. Nov. Entgegen aller sonstigen Gewohnheiten sieht sich London bereits jetzt gezwungen, die ungeheuren Verluste bei den Kämpfen um die Schelde- Mündung tropfenweise zuzugeben. So heißt es in einer Verlautbarung des obersten britischen Hauptquartiers, die Reuter verbreitet, wörtlich: „Wie am Sonntag bekanntgegeben wird, betrugen die Verluste unter den Fahrzeugen für den Nahbeschuß bei den Landungen auf Saldieren und West-Capelle 20 von je 25 Fahrzeugen. Diese Fahrzeuge wurden entweder versenkt oder so schwer beschädigt, daß eine Hebung unmöglich ist. Alle Einheiten
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^Behauptung, daß die letzten > ^ in Lappland gezeigt hätten, wie die '['Sdien in Wirklichkeit seien und wie |i I “fe früheren Waffenbrüder behandel- nährend die deutschen Truppen fin- „ dien Boden beschützten, übten finnische irater hinter ihrem Rücken Verrat und »warten sich den Bolschewisten gegen- MuIL ere iL die deutschen Truppen in i,", Tagen zu entwaffnen und aus dem “lezu jagen, obgleich jedem Menschen , mußte, daß die Räumung Mo- ' 'a Anspruch nehmen würde und daß e mem ein deutscher Soldat sich nicht
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^Tätern entwaffnen läßt.
' °p7 e * s gegenüber beteuert Hillilae, gy. Tinne stets seine Versprechungen habe. Für den ehrlich kämpfen-
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ijj jungen mit den Sowjets zu führen % ^
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an unserer Seite auszuhalten, jedenfalls die Erfahrung ge-
^ haben ” MSerer
aad hinterhältiger Weise ihre Ver
Spekulationen unserer Feinde werden durchkreuzt!
Himmler und Guderian sprachen — „Neue schwere und gute Waffen “
Posen, 5. Nov. „Der Tag der Freiheit", mit dem das Wartheland alljährlich seiner Wiedereingliederung ins Reich gedenkt, stand in diesem Jahr im Zeichen einer Kundgebung entschlossenen Abwehrwillens und einmütiger Einsatzbereitschaft, die durch die Anwesenheit des Reichsführers ff Heinrich Himmler und führender militärischer Persönlichkeiten ein besonderes Gewicht erhielt.
Den Auftakt der Veranstaltungen bildete ein Aufmarsch der Warschaukämpfer. Vor ihnen sprach der Chef des Generalstabes des Heeres, Generaloberst Guderian, der ihnen im Aufträge des Führers Dank für ihre stolze Waffenleistung zum Ausdruck brachte, mit der sie die Spekulationen unserer Feinde durchkreuzt und der Welt gegenüber einen Beweis erbracht hätten, daß kein Zwischenfall in der Lage sei, die deutsche Front zu erschüttern. Den Männern des Volkssturmes stellte er das Beispiel Ostpreußens vor Augen.
Neue schwere und gute Waffen, sagte Generaloberst Guderian weiter, würden zur Zeit hergestellt, und zahlreiche Armeen würden in der Lage sein, den von uns verteidigten Boden zu halten. In diesem letzten Abschnitt der entscheidenden Auseinandersetzung sei der Volksstnrm aufgerufen worden, um zusammen mif den Kameraden der Wehrmacht und der schaffenden Heimat für die U'nüberwind- lichkeit unseres Volkes einzntreten.
Auf einem Führerappell entwickelte Reidisführer ft Himmler in einer groß angelegten Rede die Grundlinien deut
scher Ostpolitik, deren Zielsetzung auch durch die gegenwärtige Kriegslage keine Änderung erfahren hat. „Wir waren uns alle klar“, so sagte er, „daß das Jahr 1944 das deutsche Volk in einem ganz besonderen Maße prüfen, wägen und durchschütteln werde. Besonders die letzten vier Monate werden später in die Kriegsgeschichte als die vielleicht ausschlaggebende Probe eingehen, ob das deutsche Volk diesen langjährigen Krieg zu gewinnen wert war. Für diese vier Monate können wir heute schon sagen, daß wir diese Probe bestanden haben. Der Warschauer Aufstand wurde niedergeschlagen, der tschecho-bol- schewistische Putsch in der Slowakei geht in diesen Tagen seinem Ende entgegen und in Ungarn kamen nach einem Regierungswechsel die nationalen Kräfte an die Führung. Die Westfront steht wieder in einer Länge von 900 km und der angebliche Siegeszug unserer Gegner ist zu einem mühseligen Kampf geworden. Mit seiner Beendigung bis Mitte Oktober, wie die Feinde es sich vorstellten, ist es vorbei und die Anglo-Amerikaner müssen sich damit abfinden, daß sie noch lange kämpfen müssen und dann doch nicht siegen werden.“
„Als Gebot der Stunde“, erklärte der Reichsführer abschließend, „kommt es darauf an. daß wir jetzt im Osten und im Westen gläubig und wissend um unseren Sieg anshalten und uns so schlagen, daß unseren Gegnern allmählich klar wird, daß ein weiteres Anrennen gegen dps Reich für sie Selbstmord bedeutet.“
waren von Angehörigen der britischen Ma rine und des Seesoldaten-Korps bemannt.“
Etwas später heißt es in einer von derselben Stelle ausgegebenen amtlichen Erklärung: „Die Verluste der Marine und die Verluste auf den Landungsfahrzeugen während des Angriffs auf West-Capelle waren ernst, besonders bei dem Geschwader, das durch ein Eingreifen — als es an überlegene feindliche Batterien auf nahe Entfernung heranging — das Feuer des Feindes auf sich zog.“
Über die furchtbaren Verluste, die wieder einmal die Hauptlast der Kämpfe tragenden kanadischen' Truppen erlitten haben, schweigt sich London allerdings wohlweislich aus. Im übrigen werden die Schwierigkeiten, die den Engländern bei den Kämpfen um die Schelde-Mündung entgegentreten, durch einen Bericht des England-Korrespondenten von „Aftonbla- det“ veranschaulicht. Jeder Fleck trockenen Bodens sei ein Himmelreich gewesen, schreibt er, der sich jedoch sehr schnell unter dem treffsicheren Vernichtungsfeuer des deutschen Gegners in eine Hölle verwandelt habe.
„Sunday Times“ beklagen den barten deutschen Widerstand im Schelde-Sektor und schreibt, die Verzögerung auf diesem Gebiet sei sehr ernst. Die Offensivaussichten gegen Deutschland im Winter seien nicht sehr günstig. Die bis zum äußersten mechanisierten Heere brauchen trockenen und harten Boden.
einen
Moral gegen Masse
Von
Bernd W. Beckmeier
Die Feindkoalition begleitet ihren Massenansturm gegen das Bollwerk der kontinentalen Festung mit der agitatorischen Formel über die Unversiegbarkeit ihrer Kraftquellen. Die Bilder der vor- stofienden sowjetischen Panzerrudel auf den Schlathtfeldern des Ostens und der beispiellose Materialeinsatz der Alliierten ’ in den Feuerstürmen der Westfront bilden die Kulisse dieser Behauptung. Sie ist oft derart spürbar, daß die Bemerkung, auch der Feindkoalition seien Grenzen ihrer Möglichkeiten gesteckt, an ihr als anfechtbare Behauptung abprallt. Denn tatsächlich wird die gegenwärtige Kriegsphase durch das materielle Übergewicht der Gegenseite bestimmt. Nichts ist charakteristischer für das Kampfbild des heute mit seiner Kraftprobe zwischen Material und menschlichem Aushaltevermögen als die Feststellung des deutschen Soldaten an der Italienfront: „Wenn wir seine Panzer und Flugzeuge hätten, der Gegner wäre längst bei Sizilien ins Meer geworfen!“ Hätten .. ., wird dieser Konjunktiv jemals zur Gegenwartsform gewandelt werden können, wird sich einmal die Masse der feindlichen Kraftreserven erschöpfen, ist ein Gleichstand herzustellen?
Die Fronten des Gegners nähren sich aus den Quellen dreier Weltreiche. Die Vereinigten Staaten kennen keinen Fliegeralarm, keine zerbombten Produktionsstätten und keinen Arbeitskräftemangel. England vermag sich auf das weltweite Empire zu stützen. Die Sowjetunion verfügt über das riesige Rohstoff- und Produktionsarsenal östlich des Ural. Die Bevölkerung der USA umfaßt 133 Millionen Menschen, die Englands 47 Millionen. Nach der Volkszählung von 1936 leben 171 Millionen Menschen in der Sowjetunion, wobei diese amtliche Zahl aus Tarnungsgründen noch niedrig gehalten sein mag. Hinzu kommen die Menschenreserven des Empire, der Hilfsvölker und die zur Fortführung des Kampfes gezwungenen Armeen der abtrünnig gewordenen Balkanstaaten. Es ist eine Welt von Feinden, die gegen Deutschland in Front sieht7ub3’'w®Hl ^®P Krieg bisher eine an das Wunderbare grenzende Erscheinung gebracht hat, 50 ist es die Tatsache, daß es dieser Feindinasse noch nicht gelang, Deutschland zu überrennen und zu zermalmen. Daß in diesem Ringen, in dem so oft der Vergleich zwischen der Festigkeit des Panzerstahls und der menschlichen Haut herausgefordert wurde, noch keine endgültige Entscheidung gefallen ist, daß noch alle Möglichkeiten offen stehen . . .
Die deutsche Führung hat sich seit dem Jahre 1942 zur Abnutzungsstrategie entschlossen, die an die Stelle der Vernichtungsmethodik mit Umfassungsbewegungen und Kesselschlachten trat. Alle Bemühungen der Gegner Deutschlands, diese durch die Abnutzungsstrategie bedingte Verteidigungsstellung mit Vernichtungsschlägen auszuschalten, blieben bisher ohne Erfolg. Zweifellos hat das Reich in den letzten Jahren starke Rückschläge erlitten, die sich jedoch zumeist nur in räumlichen Verlusten auswirkten, selten aber mit der Einbuße größerer Truppenmassen verbunden waren. Wenn es also galt, durch eine hinhaltende Kampfführung dem Gegner schwere Verluste zuzufügen, selbst aber eine genügend starke Streitmacht zur Verfügung zu haben, um den Mensdienanforderungen einer neuen Kriegsphase zu genügen, so ist diese Forderung erfüllt worden. Der Kampf in der Verteidigung konnte und kann nur den Sinn haben, in dieser Defensivstellung neue Kräfte zu sammeln und vor allem die Zeit zu gewinnen, um einen Ausgleich in der Stärke der Kriegsparteien herbeizuführen. Natürlich war diese Umstellung eines sieggewohnten Offensivheeres auf reine Verteidigungsaufgaben mit größten Schwierigkeiten verbunden, die nicht zuletzt der Nervenkraft des einzelnen Soldaten oft Ungeheuerliches zirmuten mußte. Aber der deutsche Soldat hat die Wandlung ertragen und eine beispiellose Verbindung zwischen defensiver und offensiver Kampfhaltung gefunden, die beide Möglichkeiten offenläfit, und Reaktionen jeder Art auf den Feinddruck gestattet.
Die Kriegsschauplätze im Osten uncl Westen sind heute einander sehr ähnlich. Auf beiden Seiten ist der Gegner bemüht, durch Teilaktionen die Voraussetzungen für neue Großoffensiven zu schaffen. Daß es den sechs Armeen Eisenhowers
wie
«Krieg in einer kritischen Phase"
Eine Botschaft General Eisenhowers an die Amerikaner
Drahtbericht unserer Berliner Sehriftleitung
g. Berlin, 5. Nov. In der „New York Times“ veröffentlicht die bekannte Kriegsreporterin Anne.Oharie McCormik eine realistische Schilderung der Kriegslage in Westeuropa. Die Berichterstatterin, die auch mit Eisenhower eine längere Unterredung hatte, wurde von diesem ermäebt- tigt, eine Kriegsbotschaft aü das amerikanische Volk zu richten. In der Botschaft Eisenhowers heißt es:
„Der Krieg befindet sich in einer kritischen Phase, und die Krise wird nur überwunden, wenn jeder einzelne bis zum äußersten sein Pflicht tut. Das geringste Nachlassen der Energie zu Hause
hat Rückwirkungen auf die Front. Die gegenwärtige Phase des Krieges kann mit der Besteigung eines großen Berggipfels verglichen werden. Der Berggipfel ist im Nebel, und der Bergsteiger weiß nicht, wo sich der Gipfel befindet und wann e* ihn erreichen wird.“ Eisenhower sagte dann noch weiter: „Dieses Jahr ist eni* scheidend, und wir können uns keine Kampfpause gönnen, um Atem zu schöpfen. Das gilt sowohl für die Front als, auch für die Arbeit zu Hause.“
Anne McCormik zitiert die Erklärung Eisenhowers wörtlich und fügt hinzu, sie übertreibe nicht, wenn sie feststelle, daß Eisenhower einen sehr ernsten Eindruck gemacht habe.