6mal wöchentlich
’ en ' 'verdi ^ 0r Per, s ,
fr** hSSI
ih,, •
D,lt <
tei öei -«vasniU
Obsl- Mnitisä^
inliiclieti *■- Vst vor . leten fätte den Kerne 4et en, 'PWaumee, eben nnd bi H«, &e int sctweies Gilt ffj, \ des Gehaus« uen Keinen Säu 4 locK bei teuÄK Kerne ekhl ®i\ ötigen BelastaMjjU
jjjnatsbezug 2,30 EM elnschl. Zusteller; Postbezugspreis monatlich !„ EM (einschl. ■ 21 Bpf. Post- „jliuigsgebühr) zuzügl. 36 Rpf. Be - ^geld.'Postscheck: Hamburg 172 72. J^eigenpreise und Aufnahmebedin- laut Preisliste. Aufnahme- terniine ohne Verbindlichkeit
uremcrMtuno
<n^^ A 44 _ Mr
parteiamtliche TciQfsszoituno
“***** d “ Bwi ““ d * B 4»Freien
^Bremer 9 iadirtd)teit
Geschäf tgBte l len:
Bremen: Geschäftsstelle und Schrift- leitung: Geeren 6-8, Ruf 2 19 31; Vacht- ruf und sonntags 2 47 65; Syket Mühlendamm 2; Bremen-Hemelingen.! Bahnhofstr. 6, Ecke Poststraße, Ruf 1 34 58; Bremen-Vegesack: Rohrstr. 21, Ruf 4 und 8; Bremen-BlumenthaU Kapit.-Dallmann-Str. 41-43, Ruf 88 u. 89
der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verkündungsblatt des ReichsslahhaUers in Oldenburg and Bremen
Ä-S
Kamme 1
292 14. Jahrgang
Mittwoch, 1. November 1944
Einzelpreis 15 Rpf.
hei schnellem tkauen — emeNÜL le IBUnddaimeatBtM m übrigen ist, limjr bjahi and jeta« chattang des OtjL eter Ohsierteugn®» ie heilsamen, tthj t sowie MamdsäJE ■he Daaetenew» 1 -* Veset Hinsicht
cannlmachuno«fl
Dechai
sse Rezepl
sse
& unter V 59
etzle Chance des Jahres1944verpaßt
Sowjetische Großoffensive gegen Ostpreußen ergebnislos ™ Cyrill Falls warnt vor Illusionen
■iltberlcht unserer Berliner Schriftleitung
ff. Set. Berlin, 31 Okt. Im ostpreu- matstr. 15 Ih,,. Grenzraum ist ein Abwehrsieg
istadt s B rscheinei > ^Ktngen worden, der in seiner ganzen ssturin ™' Freiwi %Xiegischen Bedeutung für die weitere 16, täoiirT eriien ‘i fffe-führung noch gar nicht zu übersehen en. Anmli/ I ’ t 36 9 s =» r)as ist der Sinn der Feststellung im Anmeldunae" 3^ Wehrmachtbericht, nach dem
Fr eitag 3 «,'B jeutsdien Truppen unter dem Befehl — Sebaldsbiürt r : Generals der Infanterie Hoßbach in telkssturm im Schlacht von 14 Tagen die sowjeti-
N ov„ 20 Uhr, jj, j (B Großangriffe zum Stehen gebrach v „ Nov - Uhr für, j kn Feind unter schwersten Ver- md f ' ir ■' n geschlagen haben. Die Zahlen über
41le u~ N ot " 18 C' 1 enorm hohen Menschen- und Mate- PünMiTerlf 3 Jeinsatz der Sowjets und über die ge- jen-MeldeUstes fff 1«™ Materialausfalle. die der Gegner and morgen ab iji- der vierzehntägigen Schlacht erlitten teile aus. _ 1 unterstreichen noch einmal die weit-
Deutschen Volk™- «den Spekulationen, die der Feind senstr. 12 , täglich,, dem Beginn der Offensive gegen die Hufe. Heute 19.31 j Ue Provinz des Reiches verbunden Geschäftsstelle j ..
äC Wifpaii wir uns auch keineswegs der
alter S wer^ td »iiAfo 111 £ hingeben, daß die Bolschewiken stattfindenden" ojß’ bereifs . am Ende ihr . er 9 f , fen * ivkra ! t
tsstelle ^ Kdangt seien, wenn wir vielmehr wei- äie Betreuten ab «Bin mit einer Wiederholung und vielin der Geschä/tsigBil sogar mit einer Steigerung der Ir vnn haute Fetischen Anstrengungen zu rechnen neUle b, so ist doch gerade auch nach be- Musikalische KiW Uten Feststellungen im gegnerischen 8 ?q . d . eutscilen kl ganz klar zu erkennen, daß man . 1 , 913: Frontbericbs (jetzt eine entscheidende Chance als »benY n E Sichtet ansehen muß: Das für das Jahr 'ÄT«Ä « aufgestellte Kriegsführnngspro-
idfunk: „Die Gesckii ,ilDI ’ sle anI dem We S e «er konzeil- ute Melodienfolge. --hm Angriffe erfolgreich zu Ende zn tat.
JDer Britische Militärkritiker Cyrill mzen, frischen Fräiütlh gibt offen zu, daß nach dem jekocht und durdi efcten des anglo-amerikanischen An- t die Flüssigkeit um j m Gebiet unserer westlichen Gren-
den Deutschen eine entscheidende ohnet je L,ter 8*^ in diesem Jahr nur noch mit
_______ iSeSffis erfolgreichen Vormarsches der
od. Motoisctlep-P^naee in Ostpreußen und in Polen' Bdeigebracht werden können. Es sei «np.o.b. hscieiplich, daß Churchill Stalin über V ? Pläne unterrichtet habe, nach denen .rrirtLllg t Alliierten im Westen eine weitere iweise. Ang. F Jiit Anstrengung machen wollten, um Herr s. möbl. & ^deutsche Verteidigung noch vor Ende IS ^ er 2U Brechen, und daß er vorge- ..y -in habe, diesen Versuch durch eine iische Offensive zu unterstützen.
1 n a n g e boti
~ni iiwuuum
>i»ter f. Besehlagdtl heim Balie, Bma,l 80. I
Hilfskraft f. Wkl (Le.bensmittelisl-I uf 281 74. I . der gleichzeitig lil er Seizg. überm/ iststeüe gesucht irl G 59 018. f i kraft. Lehrliwll lebh. Lebensm «t| >rst. n. tel. Vati Krause 8 Koyenfl :cht. „Nordsee“, 1*1
). 50 J. z Betrnrt r. Frau. Moaiifl) 0—19 Uhr Fizintj .er V 8746. ’
Hilfe mit Kenn®* iohreibw. z. sollt | td. Blecbmam 1 , Zen, Krauhenkte
en nesuc kJ.
Arb. Ang. 3f ®Jl Heimarh. (StraBF
igehote
.. uut. nimmt u.
erm nimnn- 1 geböte unt* ^ jj
j 8734- cattlersr^ Auftr. 1 .
esland
unt Auft-r. au ^ Angeb. a. Fr j S etr
ingab- vntf,
zn
Oktober ist nun zu Ende gegangen General Eisenhower war im Westen ■flgeu, all seine Anstrengungen auf vorbereitende Aktion zn konzentriere auf die Öffnung des Hafens Ant- n und damit auf die Beseitigung unüberwindbaren Nachschubschwie- iten zielt.
^iebzeitig ist im Osten die sowje- Großoffensive gegen Ostpreu- zum Stehen gebracht worden. Hier dte es sich, wie Cyrill Falls offen um „die einzige in diesem Winter verbliebene Chance“. „Es ist Selbst- so stellt er tiefbekümmert fest, n wir das nicht einsehen“. Die Be- Jg der beiden großen deutschen »erfolge im Westen und im Osten vom Feinde gar nicht bestritten ,®' Wenn auch die Briten, Kanadier Amerikaner durch die letztmögliche ntrafion ihrer verfügbaren Kräfte ., Truppen zum Rückzug von Süd- C^od nach Walcheren und in Nord- f® 11 ! zn geschlossenen . Absetzbewe- iK,- Auf Brückenkopfstellungen süd- [’te Maas gezwungen haben, £0 bleibt entscheidende Zeitgewinn, den
'v&ei*
5tr.
Liesel Segelt“
II “-5.p f 'ersta tt ,
r. I 9 '
H. „
53,
tr. 00 , f jo. Ä
, 29.10- letcvK.
l 5 :-
mf der
der
— durch den zähen und elastischen Bestand erkämpft haben g® Falls bestätigt, daß die deutsche PJWigung in der Umgebung von Ant- zusammen mit dem heroischen fkjstand in den Atlantik-Stützpunkten, fjwf entschieden habe, daß der Krieg meht zn Ende gehen könne. „Das ist »*nr schwerer Schlag, da man im r'rten Lager fest mit dem Siege in die- Jahre gerechnet hatte.“ bandelt sich bei diesen englischen wtungen durchaus nicht um eine piesei —» 18 Stimme-in der Wüste. Der bri-
traße % piike" 9 . Generalleutnant Mertin stellte im
& nt ■ ,
SÄ
1 . 26. 1°: ”, D< iner B S eb D c ! B i e ubkarre" ab),, «i
o Dg ’ Fleet 16 n \ß‘
Do„ * 7 « in P- *(JL
). IS ’J
>k. IO v n fstra 8e \e-
inde Ä» aS, V
die Scheldemündung von den Anglo-Amerikanern beherrscht w'erden sollte, so wird Antwerpen, nachdem die Kämpfe in Holland sich nunmehr schon in den zweiten Monat hineingezogen haben und an der Maas in gleicher Weise wie an der Front von Aachen bis zur Burgundischen Pforte eine starke Widerstandslinie organisiert werden konnte, längst nicht mehr die Bedeutung für den Gegner gewinnen können, die ihm zugedacht war, als mit
der Luftlandung in Arnheim der entscheidende Schlag der Invasion geführt werden sollte.
Wenn jetzt auch die Sowjetoffensive im ostpreufiischen Grenzgebiet zunächst zum Stehen gebracht werden konnte, so wird damit der erste große Sieg im Kampf um die Zeit bestätigt. In diesem Zusammenhang steht auch der schwere Schlag, der den Sowjets im Raum nördlich Debrecen zugefügt werden konnte. Die Kämpfe an
dieser Front gehen gewiß auch weiter, wie der Vorstoß des Feindes mit neu herangeführten Verbänden in Richtung auf Kecskemet erkennen läßt. Aber schließlich werden die Gegner im Westen und im Osten schon erfahren, wie wir die gewonnene Zeit genutzt haben und weiter nützen werden. Sie ahnen es, und das erklärt die beweglichen Klagen von Cyrill Falls über die verlorene Chance des letzten Jahres.
Erbitterte Schlucht um Muus und Weslerschelde
9
Massiver Versuch Montgomerys, Antwerpen zu öffnen
Von unserem militärischen v. W.-Mitarbeiter
Als die 2. britische Armee Anfang September ohne größere Kämpfe Antwerpen besetzte, wird weder der Führer dieser Armee noch sein Heeresgruppenbefehlshaber Montgomery gezweifelt haben, daß damit auch schon Antwerpen benutzbar wäre. Zunächst mußte der- Feind auf den Widerstand bei Merxem hinweisen, wenn eilige Kritiker in England nicht verstehen, wollten, daß nicht sofort neue Divisionen im neugewonnenen Hafen ausgeladen würden. Merxem kam schließlich in britische Hand, ohne daß deswegen mit dem Hafen Antwerpen etwas anzufangen gewesen wäre. Nun lag es an der Artilleriesperre, die 1 wir bei Breskens und Vlissin- gen errichtet hatten. Sie verbot gebieterisch jeden Versuch, die Wasserstraße zu forcieren. Inzwischen waren Wochen vergangen. Die Kanadier waren mit der Masse ihrer Armee bis zur Höhe der britischen Armee aufgerückt.
Antwerpen aber blieb wertlos. Gerade in den Wochen, wo es darauf ankam, an der Front möglichst stark zu sein, mußte alles, was der Front, zugeführt wurde, über Hunderte von Landstraßenkilometern herangeschafft werden, weil die französischen Bahnen nur wenige Prozente der Nachschubtonnen zu befördern vermögen. So entstand für Montgomery und seine Armee eine vordringliche Aufgabe: Beseitigung der Sperre der Westerschelde und Öffnung des Antwerpener Hafens. In seinem Entwurf, dessen Einzelteile inzwischen sichtbar geworden sind, verband der Feind das Zufahrtsproblem mit einem anderen Plan, einer größeren Operation, für die die Öffnung der Westerschelde nur ein Teilstück war. Sie wies gegen die untere Maas, richtete sich damit auch gegen unsere . gesamte westholländische Verteidigung und erstrebte mit dem Maaslauf den Rückhalt an einer starken Linie, bei deren Erreichen man auch der ständigen Sorgen um die Sicherung gegen Überraschungen von Westen her ledig sein würde.
Montgomery verfolgte also verschiedene Vorteile: er wollte gleichsam mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen, doch verbot zunächst der Frontverlauf im südwestholländischen Raume eine einheitliche Unternehmung. In wochenlangen Anläufen
verbrauchte der Feind Kraft und Zeit, um bei den Kanadiern und Briten einen breiten zusammenhängenden Angriffsraum zu schaffen, der ihm den Großangriff gegen den Unterlauf der Maas und mit einem linken Flügel den direkten Stoß von Osten her in die Halbinsel Beveland hinein gestattete. Erst am 24. Oktober konnten Dempsey und Crerariihren gemeinsamen Angriff beginnen. Er wurde auf der Linie Bergen op Zoon—Roosen- daal — Breda —Tilburg — s’Hertogenbosch eröffnet. Es erwies sich bald, daß der Feind sehr starke Kräfte bereitgestellt und durch Reserven, vor allem an Panzern. aufgefrischt hatte. Mit wachsender Wucht hat die Schlacht inzwischen das Format eines Großkampfes angenommen. Mehr als 80 km breit ist die zusammenhängende Angriffsfront, die durch die genannten holländischen Städtchen ihre klare Linienführung erhalten hat. In Tilburg und Bergen op Zoon kam es zn Strafienkämpfen. Hertogenbosch ging in erbittertem Ringen verloren. Der Durchbruchartige Charakter gegen die Maasmündung ist nicht zu verkennen, doch wurden alle Versuche; ans ..Einbrüchen einen Durchstoß zu formen, .aufgefangen. Wie der OKW.-Bericht betont, war die Übermacht des Gegners an Truppen und Waffen so stark, daß unsere tapfer kämpfenden Divisionen an einigen Stellen weichen mußten. Wenn sie trotzdem den Durchbruch vereitelten, ist diese Abwehrleistung besonderer Anerkennung wert.
Eine beigeordnete Unternehmung richtet sich gegen Südbeveland. Zum kanadischen Druck gegen die verbindende Landbrücke von Osten her hat der Feind vor Tagen eine Landung an der Südküste der Halbinsel gefügt; an mehreren Stellen wurde sie versucht, nur an einer glückte sie. Nachdem zusätzlich auch Panzer -auf Südbeveland gebracht wurden, räumten dessen Verteidiger die Insel, doch ist das benachbarte Walcheren in unserer Hand. Die Batterien von Walcheren glaubte der Feind mit Bomben, die die Deiche zerstörten, zur Aufgabe ihrer Stellungen und zur Ausschaltung bringen zu können. Er hat nur die Inselbevölkerung getroffen, die ihre tiefgelegenen Höfe aufgehen mußte. Die Batterien sind intakt geblieben und stellen mit denen von Vlissingen eine kräftige Feuersperre dar, die den von Beveland nach Westen drückenden Kana
diern noch schwer zu schaffen machen werden.
Alle übrigen Ereignisse im Westen wie die ständigen Angriffsversuche der 7. USA- Armee gegen örtliche Ziele, die ihr keinerlei Vorteile bringen, treten gegenüber dem massiven Versuch Montgomerys in den Hintergrund. Je länger die,ruhigen Abschnitte der Westfront still bleiben, um so mehr können sich unsere Stellungsabschnitte festigen. Der Feind kann das nicht verhindern.
T elegrammwechsql Führer — Duce
Berlin, 31. Okt. Anläßlich des 22. Jahrestages des Marsches auf Rom fand am 28. Oktober ein Telegrammwechsel zwischen dem Führer und dem Duce statt, in dem der unerschütterliche Glaube zum Ausdruck kommt, daß die nationalsozialistische und die faschistische Revolution im Kampf gegen die plutokratischen, jüdischen und bolschewistischen Systeme die gemeinsamen Feinde überwinden und den Endsieg erringen werden.
Warnung vor Optimismus
Genf, 31. Okt. In einem in zahlreichen USA-Zeitungen' verbreiteten Artikel schreibt der Jude Walter Lippman, daß die Gespräche über Friedenspläne und über Dumbarton Caks auf einer gewaltigen Fehlschätzung der Kriegslage be r ruhten. Die Annahme, daß der Krieg so gut wie vorüber oder doch wenigstens [vollkommen gewonnen sei, sei falsch und der Glaube daran schlafwandlerisch. Er müsse zu herzzerbrechenden Enttäuschungen führen und die Leiden des Krieges noch mehr verlängern. Der weitere Kämpf werde so gut wie sicher bitter und blutig sein.
Durch deutsche Gegenangriffe zerschlagen
Sowjetisches Oberkommando zum Fiasko des Angriffs auf Ostpreußen
Sinne im „Daily Telegraph“ fest, Überschreitung der deutschen Mi< i ZWar e ’ ne gute Schlagzeile für die »^“■amerikanischen Blätter geliefert, K '®t den Krieg zu gewinnen geholfen ßjW.dcrNachschub nicht sicher- *■ 1 se i- Selbst die Bombardierung von '„■ eten , dieses unsagbar grausame i„r!? n ^r Anglo-Amerikaner gegen- j;«® holländischen Verbündeten, «iTf der Ansicht von Mertin für die XrT’en von zweifelhaftem Wert gewe- erscheint das Verbrechen gegen jdksehes Kulturland, das viele Gene- F*r n v ° n Holländern dem Meere ab- ih J en ai >d zu ihrem wertvollsten Gar- I^aelit hatten, der nach der ÜBer- ' S v Salzwasser jetzt endgültig te, 1 . Karte gestrichen werden kann, Ausbruch sinnloser, schäumender
arnhn r da |5 d(sr nn prwartete und ,,“ W| ndliche deutsche Widerstand den ® e! dkanischen Plan, zum Nieder- f !I, s Ruhnrebiet durchzubrechen
C dei > gemacht hat.
schließlich einmal sehr yerspate
Bern, 31. Okt. Im Oberkommando Moskau wurde eine eingehende Erläuterung zur Lage an der ostpreußischen Front gegeben. Darin wird zur Entschuldigung für den an der deutschen Abwehr zerschellten sowjetischen Massenansturm , erklärt, in der ostpreußischen Verteidigungszone seien besonders starke Bollwerke von den Deutschen angelegt worden, die praktisch jede Ortschaft und jede Straße beherrschten. Es "sei keine Seltenheit, daß sich um ein einziges Dorf und um Straßenkreuzungen bis zu 40 Betonbunker gruppieren. Zwischen diesen lägen weite Minenfelder, wobei vielfach Minentypen -verwendet würden, auf die die Suchgeräte nicht reagieren. Eine ausgezeichnete Tarnung mache das gesamte System der Verteidigung unsichtbar. Wenn man über die Tiefe dieser Abwehrstellungen auch keine zuverlässigen Berichte habe, so würde es nicht überraschen, wenn sich die deutschen Meldungen bestätigten, wonach sich die Kette Betonstellungen bis zu einer Tiefe von Kilometer erstrecke. Die deutsche
von
160 JVllUUlCtCl --
Führung habe ihre besten und kampferfahrensten Divisionen nach Ostpreußen
entsandt.
Aus Moskau verbreitet Nachrichtenagentur Exchange einen rieht von der Ostfront, in de lingen der Offensive der Sowjets gegen Ostpreußen offen zugegeben wird. An der deutschen Verteidigungszone Ostpreußens die Sowjet-Offensive durch
die englische Be-
dem das Mifi-
wie
des
sei vorerst — „ kraftvolle deutsche Gegenangriffe zum Stillstand gebracht worden. Es sei, rückhaltlos im Feldhauptquartier Oberbefehlshabers der gegen Ostpreußen angesetzten Sowjetarmeen, Tschernja- I kowski, bestätigt werde, den deutschen t*Truppen gelungen, durch eine außeror-^yerteidigen.
dentliche Massierung an Tanks und motorisierten Geschützen und vor allem auch durch zahllose geschickt getarnte Verteidigungsanlagen einen Durchbruch zu verhindern und damit auch einer Aufrollung der Abwehrzone rechtzeitig entgegenzutreten.
Neue Situation in Ostpreußen
Drahtbericht unseres Vertreters i
sch. Lissabon, 31. Okt. Englische Berichterstatter in Moskau sprechen sehr vorsichtig von „schweren Abwehrkämpfen der sowjetischen Truppen“ und geben höchste Verluste zu. An einzelnen Stellen mußten sich, so heißt es in einem Reuterbericht, die sowjetischen Truppen auf bessere Verteidigungslinien zurückzieheu. Im Vordergrund der Berichterstattung aus Moskau steht auch heute die Stäfke der deutschen Verteidigungslinien an der ostpreußischen Grenze. Immer wieder wird betont, die sowjetische Armee sei auf eine neue, überaus starke deutsche Linie" gestoßen, die nicht nur aus Feldbefestigungen, sondern „aus Stahl und Beton“ bestehen; die Sowjets würden durch das Vorhandensein dieser Linien offensichtlich vollkommen überrascht.
Der Bericht des Hauptquartiers Eisen- howers beschäftigt sich am Dienstag vor allem mit der großen Schlacht in West- Holland, südlich der Maas sowie den einzelnen Inselgruppen der Schelde-Mündung. Die Hoffnungen, einen großen Teil der deutschen Truppen südlich der Maas einzukesseln, sind fehlgeschlagen. Alle Fortschritte det britischen und kanadischen Truppen müßten in Frontalangriffen unter schwersten Verlusten er- Weiter östlich mußte sich die 2. britische. Armee deutsche Gegenangriffe
Kriegsgebiet Ostsee
Von
Konteradmiral Gadow
Zum drittenmal in kurzen Jahren trinkt dieser Boden deutsches und eingeborenes und russisches Blut. Deutsche Kriegsschiffe kreuzen jetzt an dieser Küste und retten und halten im schweren Kampf der Landtruppe, wo es möglich ist. Der Ein- satzbefehl erreicht den Verband, der schon beim Abtransport aus der Bottnischen Bucht auf Posten stand und bei Tukkum in der Rigaischen Bucht den Flaschenhals zerschlagen half, der die Bewegung von Einheiten der Heeresgruppe sperrte. Jetzt geht es um neue Hilfe: Der Feind steht vor Memel, dumpfes Artilleriefeuer tönt vom Land herüber, abgerissene Nachrichten vom Stand der Dinge unterrichten nur ungewiß. Aber dann kommt die Bezeichnung der gewünschten Ziele durch, hier ein Waldstück mit sowjetischen Panzern und anderem, dort eine Wegkreuzung, ein Ortsausgang, eine Straße oder Batteriestellung. Die Aufgabe ist nicht einfach, man weiß, daß die eigene Truppe nicht gefährdet werden darf. Die Engländer und Amerikaner in der Normandie können davon erzählen, und die haften die reichsten Mittel der Luft- oder vorgeschobenen Erdbeobachtung für sich. Dann aber krachen die Salven, und die schweren Kaliber des Verbandes hageln in die bezeichneten Ziele und helfen der Truppe. Führung und Stab, Offiziere und Besatzung, krieggehärtet und gelassen, sind mit Freude dabei, nichts Schöneres, als wenn „etwas geschieht“ in dem stunden- und tagelangen Warten in kurzer Bereitschaft oder ununterbrochen auf den Gefechtsstationen. Nachts geht die Beschießung weiter. Wieder brüllen die Rohre, glüht das rot-gelbe Mündungsfeuer und ziehen die schweren Vögel rauschend ihren Weg ins Hinterland auf Bereitstellungen und Kolonnen und feindbesetzte Ortschaften. Feuerschein in der Landfront antwortet. In die Schlacht greifen wir kräftig ein mit Störungs- oder Vernichtungsfeuer, wie es gewünscht wird. Feindflieger tauchen auf und werden abgeschlagen mit Flak „aus allen Knopflöchern“. Geleitschiffe passieren die Kampfzone. Über manchen Fischkutter orgeln die Granaten hinweg. Vielleicht hat er auch Flüchtlinge an Bord, die ins rettende Reich streben. Auch für ihre Sache wird hier gekämpft.
„Diese Übung ist beendet“, hieß es früher in ruhigen Manöverzeiten,, in Flaggen: „Ulrich, Gustav, Hans“. Unsere Aufgabe ist gelöst, die Heeresteile vor und um Memel wurden unterstützt und entlastet durch die Kriegsmarine, wie es sich gehört, und sprachen ihren Dank aus. Die braveit Schiffe, die daran teilnahmen, alte Kriegsteilnehmer bereits, die schon vieles erlebt haben, und die begleitenden und mitwirkenden Zerstörer und Torpedoboote
Bewährung des Volkssfurms im Kampf
Erfolgreicher Einsatz im ostpreußischen Grenzgebiet
rd.
kämpft werden, auch gestern gegen heftige
Eigener Drahtbericht
Berlin, 31. Okt: Täglich marschieren neue Bataillone des deutschen Volkssturms auf die Schlachtfelder an der Grenze, heißt es in einem Bericht, der heute aus Königsberg übermittelt wird. Ein Teil der Bataillone hat bereits . seine Feuertaufe hinter sich, nachdem die ersten Volkssturinsoldaten bei den schweren Abwehrkämpfen zwischen Ebenrode und Gumbinnen eingesetzt wurden. Vielfach sind es alte Weltkriegsteilnehmer, die ihre Kampferfahrung aus den großen Schlachten des Westens einzusetzen hatten und sich in der kurzen, aber um so intensiveren Ausbildung als Volkssturmmänner schnell mit den neuen Waffen vertraut machten, die demheutigen Kampf das Gepräge geben. Sie haben sich so geschlagen, daß nicht nur ihre Wehrmachtkameraden ihnen hohe Anerkennung zollten. Sie waren hauptsächlich zur Flankensicherung eingesetzt und haben durch ihr beharrliches Aushalten der kämpfenden Truppe einen sicheren Rückhalt gegeben.
Als besonders günstig für die Ausbildung der Volkssturmmänner hat sich der Umstand erwiesen, daß in dieser Landschaft, altem Grenzergesetz folgend, jeder Junge, man könnte sagen, mit dem Gewehr im Arm geboren wird. Diesem angeborenen Wehrwillen kamen die einzelnen Gliederungen der Partei von vornherein durch systematische Übungen und Kurse entgegen, lo daß man hier im weitesten Maße mit einer Waffentüchtigkeit rechnen kann, die sich abrh auf die ungedienten Jahrgänge erstreckt.
„Initiative bei den Deutschen"
Madrid, 31. Okt. Die militärische Lage hat sich sowohl an der West- wie an der Ostfront spürbar zugunsten der Deutschen gewandelt, stellt der Militärkritiker der spanischen Zeitung „Informaciones“ fest. Es werde heute! so heißt es in dem Kommentar, in der Nähe der deutschen Festung gekämpft, nämlich dort, wo Generaifeldmarschall Model es wolle. Seit dem Sieg von Arnheim sei die Initiative auf die deutsche Führung übergegangen und habe sich das Gesamtbild der Operationen stark und spürbar verändert). 1
Eine ähnliche Situation sei auch im Osten festzustellen, wo der dramatisch angekündigte Sowjetvormarsch auf Königsberg nicht nur mißglückt sei, sondern wo sich der Marsch in Ostpreußen sogar in einen Rückzug wandle, obwohl die Sowjetgenerale alle Anstrengungen gemacht hätten, ihre kühnen Ziele zu erreichen. Im Osten wie im Westen sei die Wucht der deutschen Wehrmacht wiedter zn spüren, und es werde nicht viel Zeit nötig sein, bis sie noch deutlicher und greifbarer in Erscheinung trete.
Mißglücktes Experiment
Drahtbericht unseres Vertreters ‘
kl. Stockholm, 31. Okt. Der Sonderkorrespondent der „New York Times“ berichtet über die Zustände in Aachen, daß die Stadt einen gespenstischen Eindruck mache. Nur der Schritt des Militärs halle durch die zerstörte menschenleere Stadt. Man könne stundenlang umherwandern und bekomme keinen Zivilisten zu sehen. Der Korrespondent läßt durchblicken, daß Aachen ein mißglücktes Experiment sei. Die Amerikaner hätten in der ersten eroberten deutschen Großstadt das Regiment ausprobieren wollen, das sie für ganz Deutschland planen. Sie hätten sich ein Programm zurechtgelegt, das an Strenge nichts zu wünschen übrig gelassen habe. Das Programm sei undurchführbar, einfach deshalb, weil niemand da sei, auf den es angewandt werden könne.
Den Sowjets ausgeliefert
Stockholm, 31. Okt. Nach Meldungen der schwedischen Presse wurde auf Befehl der Sowjets auch der finnische General Pa- jari verhaftet und den Sowjets ausgeliefert. General Pajari befehligte bis vor kurzem die 3. finnische Division, die in Ausführung der Waffenstillstandsbedingungen gegen die deutschen Truppen in Nordfinnland kämpfte. Es hat General Pajari nichts genützt, daß er sich als Instrument des Verrats an dem deutschen Waffenbruder im Dienste der Sowjets mißbrauchen ließ. Zum Lohn dafür wird er von der Regierung Mannerheim nun den Bolschewiken ausgeliefert, damit diese in einem Schauprozeß auf diese 1 Weise die Ehre der finnischen Armee und des finnischen Offizierskorps beschmutzen können,