Ausgabe 
(30.10.1944) 290
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Bremen: Geschäftsstelle und Schrift­leitung: Geeren 6-8, Ruf 2 19 31; Vacht- ruf und sonntags 2 47 65; Syket Mühlendamm 2; Bremen-Hemelingen» Bahnhofstr. 6, Ecke Poststraße, Ruf 3 34 53; Bremen-Vegesack: Rohrstr. 24. Ruf '4 und 8; Bremen-BlumenthaU Kapit.-Dallmann-Str. 41-43, Ruf 88 u. 89

Montag. 30. Oktober 1944

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der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches VerkündungsblaH des Reichsstcdtholiers in Oldenburg und Bremen

Feind-Spekulalionen durchkreuzt

Einer von vielen

Von.

Werner Schulz, Lissabon

Pfälitbericht unserer Berliner Schriftleitung

-- unaet <,"* Dr W. Sch. Berlin, 29. Okt. Es ist etwas

6 S ei i s , chafts l>aiM 0 iLnz Ungewohntes, daß die Sowjets in irc .» WaIte! imd üL, militärischen Berichterstattung Frauenschaft :..:„i,o;ion nnH Rückschläge """"

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analen. Whw^ '«.Jidiwierigkeiten und Rückschläge ganz .. ' a ussprechen. Dieser Fall liegt jetzt

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idunterhaltung.^^BTß •

Hinblick auf die Kämpfe im o s t - Leußisdien Grenzgebiet vor, und es wart sich darin mit aller Deutlich-

Roland. A Ws , _

1 ^ HIV MAG U1V-.AA

Z Wlr von 10 _„ jLjidien Gegner angesichts der ganz uner- 16 ViT „ Huc, % jfetet großen Auswirkungen des fana- h Hast j» 8 ® 11 1 . fe verstärkten deutschen Widerstandet,

echstunde un8°» n!,! 'w* llen ^ So ’ wie man sich die Saclle

■ünzmanns nü. '»sarin hat, geht es nun dodi nicht. Reichs 374 . S5ä ' !i fejsier Dr. Goebbels hat in seiner Kdfankrede darauf hingewiesen, daß es 1 , 01 , 1 . , l.„ doch den Anschein mache, als ob die

wiie Und Riorfyf, unerschöpflich gehaltene Menschen - 28. Oktober feit der Sowjetunion sich in der Zukunft jngende Kuriwüi erschöpfen werde. Wenn die So­rgen für alle, feeis geglaubt haben sollten, nach dem uch zur Freudi" fetdibruch an der Mittelfront im Som- 0 ~ ^atschimiiBijs, nun mit einer letzten Massierung der Ufte zum entscheidenden Einbruch in b Reich gelangen zu können, so er

. . . 1 j 1 „i—j. tp i :-

Rosendaal, Breda und Hertogenbosdi zu­nächst zur Maas- und Wal-Linie streben, um einmal ein genügend breites Vorge­lände für die erhoffte spätere Ausnutzung von Antwerpen zu sichern und darüber hinaus eine weitere strategische Auf- marschbedrohung zu schaffen.

All diese Kämpfe stehen sichtbar im Zeichen des Wettlaufs um die Zeit, mit dessen Ergebnis wir bisher durchaus zu­frieden sein können. Die Spanne bis zu dem Zeitpunkt, an dem die umfassende deutsche Volkserhebung und die steigende Prodnktionskurve an neuen Waffen zur vollen Geltung gebracht werden können, wird immer kürzer.

Aus diesem Grunde war es auch nicht

verwunderlich, daß Churchill, der in sei­ner letzten Rede den militärischen Dingen einen besonders großen Raum gewidmet und ein hysterisches Siegesgeschrei ange­stimmt hatte, diesmal in seinem Bericht vor dem Unterhaus die Ereignisse auf den Schlachtfeldern und die weiteren militäri­schen Kriegsaussichten mit keinem einzi­gen Wort erwähnte. Das Echo in der eng­lischen Öffentlichkeit zeigt darum deut­lich Spuren der Betroffenheit. „News Chronicle“ bezeichnet die Rede Churchills als eine Warnung vor übertriebenem Op­timismus. „Wir haben uns nunmehr mit der Wahrscheinlichkeit eines weiteren Kriegs­winters abzufinden, aber selbst im Früh­jahr dürfen wir nicht auf einen schnellen

Sieg hoffen.“ Auch hier wird also der ent­täuschte Eindruck widergespiegelt, daß alle militärischen Rechnungen und Speku­lationen durch den unerwartet starken Widerstand Deutschlands durchkreuzt worden sind. Auch aus dem neutralen Ausland hört man ähnliche Auffassungen. So meint „Stockholms Tidningen“, daß die Rede Churchills lange nicht so optimistisch gewesen sei wie seine früheren Erklärun­gen. Auch die Rede Churchills steht so auf der allgemeinen Linie, auf der die Gegner im Osten und im Westen heute zqgeben, daß ihnen das Programm ihrer Kriegfüh­rung durch die Stärke des deutschen Wi­derstandes schon weitgehend illusorisch gemacht worden ist.

NachschubproMetn — unser sicherer Verbündeter

U eher lange Versorgungswege hemmen alle operativen Pläne der Feinde

" |S neiUi gcia-ug^n a .ki o.v;AiiA^ja, av» cx -

f 06 * r ikim nach den letzten Ereignissen ihr w si 5 fl Soldates 1 iojramm über den Haufen geworfen, tudwia i damit wäre dann ine der Grundla-

Leitung WtfÄ ® der kindlichen Kriegführung schwer 20.15: „tieu™, biüttert.

Künstlern. _ n, s! ' Churchill hat in seinem Rechenschafts- 6 von Corelli, n» eridif über Moskau, den er am Freitag J und solisiisdte fcs s,Unterhaus erstattet hat, und über den n , tk-an anderer Stelle berichten, mit über-

” R ”Z?pi inendem Ernst angedeutet, daß eine

Ites Schwarzbrot fs lerlängerung des Krieges erheblich über u«ge Stunden ein,: Se eigenen Berechnungen hinaus die uch in Stücke gesci; gjien Gefahren heraufbeschwören weich, rührt durch: oraCi Bei der absoluten Abhängigkeit mit Sal“ £T' !■' anglo-amerikanischen Kriegführung t 5 i den bowjets, die Churchill bei dieser Geiügenhcit noch einmal so eindeutig, wie B*ber, tragendi Ent ifcrnenpt vorstellbar, bestätigt hat, muß '"'ab "steif!?' r? e ' ätm ' nl '1 ^ ; .Pichen -Feuidlager ..erhebe ireh Vemitthnfü Ü® E'dtäuschung bewirken, was jetzt abzugeben. Is‘(* b sowjetische Nachrichtendienst über die Ladung der Dinge auf dem Schlachtfelde stade. r«®rfi, 0 ät p reußisdieD ; Grenzraum berichtet. Kalben stih, SrnoJ Eis Sonderberichterstatter der TASf iweh?'' rfeWilie in dem Raum, in dem die Sowjet' n. ’ 5 ynter den Durdibruch erzwingen wollten,

. Quene, recht« Ojfterstärkten deutschen Widerstand“ in den

charabeekstotsu* ,ztf " Ta S eBL fest - »Der ’Feind hat neue iarmbeck-Land' V«fcde herangezogen und unternimmt ikSiher. L. Kidsfeidi Gegenangriffe unter Einsatz von eerstr. 249, B. »i‘«Bgi(j er i ei Panzern und Sturmgeschützen.

p»ar bestrebt, einen Keil in unsere v i... — . Jmpflinien zu treiben und unsere Vor-

ame. U Ang. ii’osfr 11 , von den Hanptstreitkräften abzu- Hz., oh. I’ettv. niÄneiden.“ Audi in einem Frontbericht •n. Goethestr. Ut • „Krasnaja Swesda“ wird auf die Er- ;fie 35 ™’ * ^P erim g der Kämpfe hingewiesen, " nmer oh. Bsttsk^“”— '~ J —*- — — , -'•■>

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allem dadurch zu erklären sei, daß die Ischen Heere über eine tief gestaffelte, ai lange Sicht vorbereitete Verteidigung .düsten. Hier sei jeder Hügel, jedes Ge- M) jedes Vorwerk in Stützpunkte und d i»tzengräben, Drahtverhau und Minen- fer, vor allem aber in Bunker verwan- "orden. Außerdem konzentriere der fflier starke Infanterie- und Panzer- (itkräffe sowie Sturmgesdhütze und un- raehme Gegenangriffe, hist klar, daß wir uns mit solchen Fest­tagen des Gegners nicht selbst beruhi- • Wir rechnen vielmehr weiterhin mit 'äußersten Anstrengungen der Sowjets,

• >'ir sehen doch auch, daß die Mobil- Wng aller Kräfte auf deutscher Seite bissicht auf den Erfolg in sich trägt,

* "ir noch im Anlaufstadium dieser

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ihn. Geg- „„ nuu i ua Auiaurstaaiuxu aiese

> r 281 Sn BeSVl^onzentration stehen und ihre stark

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?"£ a nOjb ’i^Westen wachsen unsere Aus-

ta, daß wir den Wettlauf um die Aeit innen.Wenn die Anglo-Amerikaner zur mit einer verbissenen Wut ohne je e jfeidit auf Verluste und auch auf ent­sende Lebensinteressen ihres bonan- 'Verbündeten alles daransetzen, um ^Dor^^uli yr UUArt in den Hafen Antwerpen frei- ’Geg.. Be1 ' ^ P a uipfen, so finden diese Anstrengungen tas in der Erkenntnis ihre Begrün- lf > daß die gegenwärtigen Voraus- “fngen im Hinblick auf den Nachschub «auf den Einsatz des ganzen fur_ Lu- 1 Verfügbaren Kriegspotentials keines- ^ ausreichen, um jetzt schon.zu einem hh. if® großen Schlag von strategischer Be-

auszuholen. Immer wieder wer- fr vdr so auf die überragende Bedeutung sagenhaft anmutenden Helden­ke 6 - IC? es unserer Besatzungen in den At-

7nTini*I-* ’

Von unserem militärischen v. W.-Mitarbeiter

Die Nachschubfragen haben sich jedem Kriegführenden immer schon als Problem gestellt. Und zwar ist der offensive Teil ihm ebenso verhaftet wie der defensive.

Je weiter unsere Armeen nach Westen, Norden, Süden und Osten marschierten, um so heftiger stellte sich das Versorgungs­problem für uns auch dann, wenn Verpfle­gung und Futter zu großen Teilen aus den Kampfräumen selbst genommen werden konnten. Denn die Hunderttausende von Händen, die im Nachschub tätig waren, mußten naturgemäß an der Front fehlen. Mit dem Verlust unserer Außenstellungen und dem allgemeinen Abmarsch an oder vor die Reichsgrenzen haben cyir auch alle Lasten solcher Art hinter uns gelassen.

Wenn die Sowjets die gleiche Entfer­nung, die wir im Vormarsch durchmaßen, hebft: Inh' ihrem Nachschub bewältigen' müssen, so haben sie ganz automatisch eine zusätzliche Last auf sich genommen, um die sie sich nicht herumdrücken konnten — es sei denn, sie hätten auf ihre raum­greifende Offensive verzichtet. Allerdings stellt sich diesem Gegner das Versorgungs­problem für seine Truppen nicht in der gleichen Weise wie uns vor Jahren. Die sowjetische Front muß bedürfnisloser als eine deutsche Front sein. Was ihr unbe­dingt zugeführt werden muß, sind Muni­tion, Waffenersatz und Reserven. Beim Herbeischaffen der Munition und des Treibstoffes müssen die Landesbevölke­rungen mithelfen. Sie haben keine andere Wahl, aber das spart Tausende von Fahr­zeugen und Hunderte von Zügen. Auch in diesem Punkte arbeitet das Sowjetsystem mit rigoroseren, brutaleren, im Endeffekt aber einfacheren Mitteln.

Ganz anders liegen die Verhältnisse bei den Westgegnern. Sie haben immer schon die längsten. Verbindungswege gehabt. Denn es gilt für sie nicht die Strecke vom europäischen Ausladehafen bis zur Front, sondern die Entfernung von der P r o - duktionsstätte, die meistens in den

USA oder in Kanada liegen wird, bis zü den vordersten Linien. Der Nachschub­hunger der englischen und amerikani­schen Divisionen ist besonders ho<h,weilder persönliche Bedarf größer ist als in jeder anderen Armee und die Bedürfnisse der Verwaltung und Organisation hinter der Front — angefangen mit den künstlichen Hafenanlagen und den Transporten von Bahnmaterial bis zur großzügigen Aus­stattung der Reparatnrlager hinter der Front ' — praktisch nicht mehr abzu- schätzen sind.

Zweifellos funktioniert der Transport der VersorgüngsgUter über den Atlantik nach einer bemerkenswerten Erholung des Transportraumes von den Folgen des U-Bootkrieges bis zur Höhe einer verfüg­baren Gesamttonnage von 50 Millionen BRT. Seit dem ersten Tage der Invasion sind aber auf dem Vf ege von den Häfen zur FföM 'EüTfeVriTjfigdiF äüfgefffeterrF eile fünfzellnmal .so groß sind als im Juni und Juli. Die französischen Bahnen fallen als bequemste Transportgelegenheiten' immer noch fast vollständig aus. Die Amerikaner haben Einbahnstraßen zur Front geschaf­fen, auf denen Tausende von Kraftfahr­zeugen ständig unterwegs sind. Bei einem wöchentlichen Bedarf von 250 000 Tonnen Nachschub müssen 50 000 Lastzugfahrten gemacht werden, um die Front zufrieden­zustellen. Das verlangt rund hunderttau­send Mann Begleitpersonal. Das setzt große Reparaturwerkstätten und riesige Treibstofflager voraus. Es entsteht neben dem Problem der Frontversorgung die Le- ' bensfrage der Versorgung dieses Nach­schubapparates, denn auch jeder Mann dieser Organisation will leben und ver­pflegt sein. Jede Verpflegungsportion aber muß aus den USA herangehracht werden, denn aus den besetzten Ländern könnep die 2 bis 5 Millionen Mann .nicht leben, die angeblich mit Eisenhower nach Europa gekommen sind.

Der Krieg sieht sich daher heute, da wir an den Hauptfronten in Grenznahe kämp-

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Versorgungsproblem und dann erst als ein operatives Problem an. Mit anderen Wor­ten: Alles, was der Feind im nur mili­tärischen Sinne zu tun gedenkt-, richtet sich nach seinen Versorgungsmöglichkeiten. Be­vor Eisenhower eine Operation beschließt, muß er seinen Generalquartiermeister hören. Dieser entscheidet letzten Endes über alles, was die USA-Armeen tun können. Darum hat Montgomery den strikten Befehl, Antwerpen freizumachen. Das mag — wenn es wirklich gelingen sollte — dem feindlichen Nordflügel nützen, für die 3. und 7. USA-Armee aber ändert sich an ihrem Versorgungsproblem dadurch gar nichts, denn sie bleiben auf die Nachschubstraßen angewiesen, die

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durch den französischen Raum führen.

Der Gegner hatte im Falle des afrika­nischen Feldzuges gewiß große Schwierig­keiten ähnlicher Art zu überwinden, aber tlaTUffls handelte' es"sich : aiar ivfenf^er'Kim- derttausend Mann, die jeden Abend auf Verpflegung, Treibstoff usw. warteten. Heute stehen dagegen Millionen in Europa. Sie haben den zehn- oder fünfzehnfachen Bedarf. Es wird sich noch heraussteilen, was Eisenhower im Herbst an großen Operationen noch zu tun oder zu unter­lassen gedenkt. Sein Quartiermeisterstab hat jedenfalls bisher die Kunst des ge­sicherten Nachschubes ebenso wenig zu meistern verstanden wie der amerikanische Oberbefehlshaber selbst die Kunst der Er­oberung. Das stellte der englische Militär­schriftsteller Liddel Hart soeben fest. Da­bei starrt dieser Mann immer noch auf Antwerpen, dessen Öffnung er kaum noch erwarten kann.

Fast scheint es, als oh Eisenhower alle Operationspläne um viele Pflöcke zurück­stecken müßte: Das Nachschubproblem ist der Feind, mit dem die gegnerische Koali­tion fertig werden muß. Es ist unser sicherer Verbündeter in der Lage, in der wir uns gerade befinden. In dieser Rolle ist es zwar ein flüchtiger Geselle: aber er hilft der Defensivseite, die ihr Land an den

Quick ist keine Erfindung einer USA­feindlichen Propaganda. Er ist ein ame­rikanischer Negerjunge, etwas über 14 Jahre alt, Mitglied einer jugend­lichen Verbrecherbande in Harlem, die sich, wie das in Amerika üblich ist, als „Klub“ bezeichnet und den durchaus zu­treffenden Vereinsnamen „The Maran- ders“, zu deutsch: „Die Plünderer“, führt. War die Welt von ihm und seiner Exi­stenz weiß, verdankt sie Mister Walter Davenport, seines Zeichens Mitarbei­ter der New Yorker Wochenzeitschrift „Colliers“. Die Existenz dieses Neger- jungen war völlig belanglos, wenn nicht Mister Davenport uns verraten würde, warum er sich seinerseits mit Quick be­schäftigt und ihn zum Gegenstand eines mehrseitigen Bildberichtes gemacht hatte. Quick ist — diese Feststellung trifft wohl­gemerkt der Amerikaner Davenport — der Prototyp des jungen Har- lemer Negers, der Prototyp einer Entwicklung, die heute nicht nur die Ne­gerjugend, sondern weite Kreise der gan­zen amerikanischen Jugend umfaßt. Und darum gewinnen Quick und das Bild, das der amerikanische Journalist sehr nüch­tern von ihm gibt, eine symbolische Be­deutung, und sie werden zum Prüfstein einer Zivilisation, für deren Ausbreitung Roosevelt und seine Auftraggeber den Krieg des Bombenterrors gegen das deut­sche Volk führen.

Aber lassen wir den Amerikaner Da­venport sprechen! Er ist überzeugt, daß die Neger, wenn sie nach dem Krieg die Armee und Riistuugsfabriken verlassen, nicht mehr gewillt sein werden, die recht­lichen und sozialen Zurücksetzungen — denen sie unterworfen sind — stillschwei­gend hinzunehmen. Um die Stimmung des USA-Negers gegenüber den Problemen des amerikanischen Rassenkampfes ken­nenzulernen, ging Mister Davenport in das Negerzentrum der USA nach Harlem, das mit seinen 300 000 bis 400 000 Schwar­zen eine vollkommen abge- s o4»T ossene Negerstadt im Her- ’-jrtt'ft-ff-e ft ¥ o r k s bildet: Und MorT stieß

er auf Quick. Aus der Unzahl der jun- <r»„ n„ —- 1 — TT ’

-— vjicuiuciue xamp- 1 nutt der Defensivseite, die ihr Land an der

fen müssen, für den Gegner zuerst alsein Toren verteidigt, und das sind heute wir

Weitere Erfolge japanischer Torpedoflieger

Gegen die USA-Flotte in den philippinischen Gewässern

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Drahtbericht unseres Vertreters

av. Tokio, 29. Okt. Wie militärische Kreise Tokios betonen, ist in den drei großen Luft- und Seeschlachten bei Tai­wan, östlich der Philippinen , und in .der Bucht von Leyte die strategische Lage in einer Weise zugunsten Japans verbessert wonjen, die nicht zu unterschätzen ist.

Zunächst zeigt die stark verminderte

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ca 61 ’ 8 ' 10 äV -S\'.i fzp,ln ^ e n hingewiesen, zu denen i! V-AÄ,; -i t "^ren Bereich , der Hauptfront et ’wnl k i® f'jii Htm- .°' sr!lR Widerstand unserer «Ä f ‘ V" ™ Brückenkopf westlich Bres- 1 , Feld»* 1 - '..j ’}®f Süd-Beveland und ' auf der

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8 s( ?'wnche».Kc ■ !| (kW aui ?> in dem es um die Einfahrt ’Nti j/'Wioi'ößten Hafen des euTopä- ™ en ts geht, strebt jetzt offen- Ni I 'r\ n ‘tainrnfischen Höhepunkt ent- jät L. er Wehrm aditheri cht stellt fest, >7f ■ ? re TrunDen auf Süd-Beveland , ar iem Farnpf ^e<ren den Feind K'bnd 1 Vor ! Osten herüber die Land- Vf Hn Süden her aus seinem Lande- gleichzeitig dru^rn dte Vkanl- .Kanadier, Engländer und

Lufttätigkeit des Feindes über den Philip­pinen, daß Japan es verstanden hat, seine gefährlichste Waffe, die Flugzeugträger, schwer zu treffen. Viel größere Bedeutung mißt man jedoch hier der Tatsache bei. daß durch die feindlichen Truppenlandun­gen auf der Insel Leyte ein Magnet ent­standen ist, der immer wieder neue Streitkräfte des Gegners in dieses Gebiet

USA-General Sllllwell abgesetzt

Verantwortlicher für das Fiasko in China und Birma

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r an > die über Bergen op Zoom,

Eigener Drahtbericht

M. Berlin, 29. Okt. Aus Washington ver­breitet Reuter die sensationelle Nachricht, daß der Oberbefehlshaber der USA-Trup- pen in Indien, China und Birma, General Stillwell, abberufen worden sei. Näheres wird auffallenderweise nicht bekanntge­geben.

Was ist vorgefallen? Man kennt die Not­rufe Tschiangkaischeks über die mißlichen Verhältnisse in Tschungking-China und man weiß, daß in Tsehungking bittere Kla­gen über die zwar versprochene, aber nicht geleistete Hilfe der Engländer und Ameri­kaner an Tschungking-China geführt wor­den sind. Roosevelt hat zuerst Wallace und dann Donald Nelson nach Tsehungking geschickt, um die Tschungkingchinesen zu beruhigen. Aber alles hat nichts geholfen; die Tsdiungkiilgchinesen, die sich von den Amerikanern verraten und im Stich ge­lassen fühlen, haben nicht aufgehört, die Amerikaner auf ihre Versprechungen hin­zuweisen, die sie nicht erfüllt haben. Sicherlich hängt hiermit die Absetzung Stillwells zusammen, der im übrigen kaum fc iondere Qualifikationen in der Führung seiner Truppen gezeigt hat

Zugleich zeigt aber die Abberufung Still­wells die außerordentlichen Schwierigkei­ten des Kampfes, den die amerikanischen Truppen in dem chinesischen qüd birmesi- schen Raum zu führen haben und daß die großsprecherischen Ankündigungen mili­tärischer Erfolge der Briten und Amerika-' rier zu den harten Tatsachen, wie sie sich in der Ungunst des Geländes und des Kli­mas wie in dem Heroismus des japani­schen Widerstandes widersniegeln, ihre Grenzen finden müssen. Die schweren Schläge, die die Norcjamerikaner bei den Philippinen hinnehmen müssen, -haben die USA-Bevölkerung jetzt ebenfalls belehrt, welche großen Unterschiede zwischen den großmäuligen Reden Roosevelts und der Wirklichkeit des Krieges bestehen.

Zur Kaltstellung Stillwells gab das USA- Kriegsdepartement eine Verlautbarung heraus, die nur als Versuch zu werten ist,

die wahren Gründe der Abberufung Still- i-y iulicum ! iuster 1 '- e ‘

wells zu verschleiern. In Wirklichkeit wird ] ™ en J s ‘ a l f ’ m , dem die nnverbrüAliche man Stillwell als ein Opfer des großen j Waffenbrüderschaft der beiden Nationen Fiaskos in Tschungkipg-China ansehen müssen. Anscheinend will man ihm die

ziehen muß. Damit sind die Voraussetzun­gen für eine Reihe von weiteren Schlach­ten gegeben, denen sich der Gegner nicht entziehen kann und die auf einem Kriegs­schauplatz stattfinden müssen, der die ja­panische Seite begünstigt. Die gelandeten Invasionstruppen stehen in Gefahr, von ihrer Etappe abgeschnitten zu werden. Leyte wird deswegen nicht nur als Magnet auf die USA-See- und Luftstreitkräfte wirken, sondern es wird hier sogar damit gerechnet, daß auch die Einheiten der eng­lischen Flotte im Stillen Ozean an diese Front berufen werden dürfen.

Im übrigen halten die Angriffe der ja­panischen Luftstreitkräfte auf 'die feind­lichen Sdiiffe in der Leyte-Bucht mit un­verminderter Schärfe an. Die japanischen Flieger konnten bereits weitere 25 Trans­porter versenken oder beschädigen. Gleich­zeitig greifen aber auch die japanischen Besatznngstruppen die gelandeten USA- Truppen heftig an und konnten bereits ihre Stellungen beträchtlich erweitern. In der Nacht znm Sonnabend wurden weitere vier große Transporter und sechs Lan- dnn'csboofe des Feind" 5 ; versenkt.

Treue Waffenbrüderschaft

B e r I : n , 29. Okt. Anläßlich der Über­nahme der ungarischen Staatsführnng durch Ministerpräsident Szalasi fand ein Telegrammwechsel zwischen dem Führer uüd dem ungarischen Ministerpräsidenten Szalasi sowie zwischen dem Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop und dem Königlich ungarischen Außenminister Ke-

ySchuld dafür zuschieben.

Einer Meldung aus Mexiko zufolge ist ln San Salvador der Generalstreik ausgebrochen.

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ner „Studienreise“ begleiteten, wahllos einen heraus; es war Quick, das heißt, Quick war der Spitzname, unter dem er in seinem „Klub“ bekannt war und den er schon als Kind getragen hat. Einen ande­ren Namen wußte er selbst nicht anzuge­ben. Er war in der 137. Straße geboren. Seine Mütter fand man mit einiger poli­zeilicher Mühe heraus. Sie erinnerte sich daran, daß sie es wohl wäre. Sein Vater war, wie es unter den USA-Negern üblich ist, nach kurzer Flitterwochenzeit wieder auf Suche nach einer anderen Liebe wei­tergezogen. Sein Name? Davon war nichts mehr zu erfahren. Quick war von einer „Grany“, einem Großmütterchen, aufge­nommen worden. Allerdings war es nicht etwa seine Großmutter; denn von der wußte man ebensowenig, sondern eben eine Grany. bei der man für ein paar Dollar ein Kind unterbringen konnte, und die es dann angeblich aufzog oder zum Betteln benutzte.

Quick war nie zur Schule gegangen. Einen festen Wohnsitz kannte er nicht. Einmal schlief er hier, ein anderes Mal dort, wie es sich gerade traf. Als die Po­lizeibeamten ihn aufs Geradewohl 'schnappten, trug er in der Tasche einen selbstgefertigten Totschläger, einen Dolch und einen aus Teilen verschiedener Her­kunft zusammengesetzten Trommel­revolver, der für alle Fälle geladen war. Quick schwieg sich verständlicher­weise darüber aus, wie oft er diese Dinge schon benutzt hätte. Sein Lebensunter­halt? Auch hier zog er es vor, stumm zu bleiben. Aber der Name seines Klubs „Die Plünderer“ ließ die zweifellos richtigen Schlüsse zu: Überfälle, Diebstähle, Aus­räubung von Kinos und Bars, dazwischen einmal, wenn es gerade paßte, ein Boten­gang, eine Zuhälterei oder der Auftrag einer Gewerkschaft, eines Geschäfts­betriebes, die 20 , vielleicht auch 40 Dollar dafür bezahlten, wenn ein halbes Dutzend Negerjungen irgendeinen menschen­freundlichen Arbeiter oder einen miß­liebigen Konkurrenten mit Gummiknüp­peln bearbeiteten, um ihn auf . diesem Wege gefügiger zu machen. Nach solchen Fischzügen dann ein Abend bei billigem Bootleggerschnaps, eine Jitterbug-Nacht in überfüllten, stinkenden und verseuch­ten Tanzsälen mit zwölf- und dreizehn­jährigen Beautys, als deren Heim irgend­ein Barraum, ein Fabrikraum oder die Untergrundbahnstation dient: das ist die Existenz Quicks, und das ist die von tausenden und abertausenden amerikanischen Jungen. Das ist der Typ einer Jugend. Die einen sind 13 oder 14, die anderen 16 oder 17 Jahre alt, alle aber verkommen, körperlich und geistig verseneht, zusammengeschlossen in Gruppen und Banden nach Gangster- vorbild. „Das blutige Baby“, „Die Kinder­räuber“, ..Die roten Jungen“,, „Die Sozia­listen“. ..Die Nomaden“ nennen sie. sich.

Unwillkürlich fragt man: Gibt es in den USA keinen Polizei, keinen Schul­zwang, keine Straßenüberwachung, keine Anmeldepflicht? Keine .Polizei- llgewalt kann die' Negerstädte der USAj