Ausgabe 
(25.10.1944) 286
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Parteiamtliche Tageszeitung

Pas Amtsblatt dos Bogisrondsn Bürgermeister» dor Freie* Haasestadt Bremen

Bremer 9lacfc icfytett

der Nationalsozialisten Bremens

©

Amtliches Verkündungoblatt des Reichsstaühallers in Oldenburg und Bremen

Nummer 286 14. Jahrgang

Mittwoch, 25. Oktober 1944

Einzelpreis 15 Rpl.

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,Unter den Deutschen war es besser'

Feindlicher Kronzeuge für deutsche Ordnungskraft ■■ Chaos, Terror, Hunger und Not in Westeuropa

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Jffelbret % juiderleglichen

H cndlielgische

Siindenhock de Gaulle

jahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

n r W. Sch. Berlin, 24. Okt. Daß es ahrhaftig nicht nur eine deutsche propa­gandistische Feststellung, sondern absolut kalische k„ ^bestreitbare Tatsadle ist, daß die Heere ,fl 'V Sowjets ebenso wie diejenigen der Llo-Äinerikaner den „befreiten. Völ- i er v Chaos, Terror, Hunger'und Not in .jaeni ganz unbeschreiblichen Ausmaß ge­macht haben und daß keine Aussicht auf (jne Abänderung der katastrophalen Zu- (läBde in absehbarer Zeit besteht, dafür jal jetzt die öffentliche Rede eines Mini­es der belgischen Regierung einen ganz ' ’ glichen Beweis gebracht. Der Außenminister Spaak mußte “3 seht hdidi gegen die von der belgischen Off ent-. E, ‘‘ ’ ' : jrlikeit vorgebrachten stürmischen An- • jäten wegen des „Versagens und der kW ächeanfälle der Regierung“, die in ,iaer furchtbaren Arbeitslosigkeit und Hungersnot ihren Ausdruck finden, zur lekr setzen. Wenn Spaak sich bei dieser Gelegenheit veranlaßt sah, sich mit größ­er Schärfe gegen die „unvernünftigen und ierbrecherischen Äußerungen“ solcher Personen wandte, die sagten, „es, wäre inen unter der deutschen Besatzung besser gegangen“, so zielte er ganz offen- tundig nicht auf die Auffassung nur ‘einer ■Werheit, sondern auf die Meinung der 7, .“ ” - - • ■ -

Mehrheit aller Belgier. Anders wäre das Auffahren eines solchen schwe­len Geschützes wie dieser verzweifelte Ausbruch in aller Öffentlichkeit gar nicht

m verstehen.

Damit bricht nun aber endgültig das verlogene Agitationsgebäude der.Gegner ni-ammen, daß es die Deutschen gewesen seiea, die im Zeichen einer neuen Ordnung den europäischen Völkern Not, Elend und Sklaverei gebracht hätten und daß die jttfsie dpr Bolschewiken und ,dgr west­lichen Demokratien die große Mission der Befreiung hätten. Daß die Völker im Ge- gnieil heute von großem Katzenjammer trlulli sind, das bezeugt Minister Spaak. trmufi sogar die Meinung korrigieren, daß fc Befreiung mit dem Ende der Feind- «tipteiten zusammenfallen werde. Er be­sängt die Aussagnng durch die .anglo- aerikanischen Truppen mit der Fest- ■Hung, daß die Ernährung der Alliierten : itdringli(h sei, und er unterstreicht ein sderes deutsches Argument ■ im Hinblick nfdie Kriegführung, wenn er darauf ver- ht. daß die nötigen Häfen nicht zur dügung stünden. Man müsse noch lange ?fer bringen und große Lasten tragen, id dieser Zustand werde noch nicht ein- 'd mit dem Kriegsende aufhören.

Daß es in Frankreich nicht besser, ®r noch sehr viel schlimmer ist, bezeu- wnalle Berichte aus diesem Lande gerade P englischer und amerikanischer Quelle. j :i i erschütterndes Bild zeichnet der ameri- «nische Kriegskorresoondent Werten­der: „Gut gekleidete Frauen“, so schreibt .■suchen auf den Straßen eifrig nach ®feid einem Zigarettenstummel, den ein panischer Soldat fortwirft, und die “‘edibüdisen der amerikanischen Trup- Pearationen werden aus dem Rinnstein aus dem Kehrichthaufen heraus- cp"ühlt, um zu sehen, ob nicht noch irgend f ® Rest darin übriggeblieben ist, der dann i'Wg verzehrt wird. Überall hat die '“s Bevölkerung Frankreichs die tcliw er s t e n L a st e n zu tragen.“ Ein- , ad schildert der Amerikaner dann •Mi die Schreckensherrschaft der Terro- und die Reihe der unheilvollen Wa- welche die Opfer zu den Gefäng- fasen und zu den Hinrichtungsplätzen «Ingen.

diesen grauenvollen Zuständen des «Tors und des Elends treten die Tat- i ™ des politischen Chaos. Die schwe- l ■ H Zeitung „Stockholms Tidningen“ ilabtet anläßlich der Anerkennung J, e y a n 11 e s durch die Sowjetunion, Ij .G^inigten Staaten und England, daß 'sachlich nach wie vor Frankreich^ nicht a eniem einzigen Regime, sondern min- 5 von einem halben Dutzend regiert

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ihnen nicht gelingen. Aus dem Munde eines belgischen Ministers ist es als die Meinung derMassen des belgischen Volkes hinausgerufen worden, daß es un­ter den Deutschen besser' war. Auch wir standen, als wir die jetzt aufgegebenen Gebiete besetzt hielten, unter dem Gesetz der militärischen Notwendigkeiten im Kriege und dazu noch unter dem Druck der anglo-amerikanischen Blockade Euro­pas. Wenn wir trotzdem in einem unver­gleichlich viel höheren Maße als die Bri­ten und die Amerikaner in der Lage

waren, die äußere Ordnung und die Sicherheit der Ernährung zu gewähr­leisten, so ist damit ganz zwingend der Beweis für die weit überlegene deutsche politische und wirtschaftliche Ordnungs­kraft erbracht, auf die sich die (Völker Europas wieder besinnen werden und müssen, wenn es dank der stärksten und leidenschaftlichsten Volkserhebung aller Zeiten schließlich doch gelungen sein wird, die - übermächtige Feindkoalition aufzuhalt’en und zu zwingen, sich in ihre eigenen Grenzen zurückzuziehen.

Für das deutsche Volk ergibt sich aus alledem eine zwingende Mahnung: Wenn die Gegner schon in den Ländern ihrer Verbündeten, wo sie als ,3efreier“ kom­men wollten, einen Zustand des unaus­sprechlichen Jammers geschaffen haben, was würden sie erst bei uns machen, wo sie als „Eroberer“ mit sadistischen Ver­nichtungsparolen kommen wollen? Die nationale Volkserhebung, die im Volks- sturm ihren stärksten Ausdruck gefun­den hat, wird ihnen die Antwort geben.

Kraftvolle Gegenschläge im osipreußischen Grenzgebiet

Feindliche Durchbruchsversuche im Westen gescheitert — Harte Kämpfe in der Pußta-Ebene

Berlin, 24. Okt. Die Festung Mittel­europa wird zur Zeit durch drei große Linien begrenzt. Im Westen verläuft die Front von den mittleren Niederlanden zur Bnrgundischen Pforte, im Süden quer durch den Etruskischen Apennin und im Osten in großen Zügen von Saloniki über Belgrad, Debrecen und Warschau zum Rigaer Meerbusen. Diese großen Linien zeigen Einbuchtungen und Vofsprünge, um deren Beseitigung zum Beispiel zwi­schen Schelde-Mündung pnd Nimwegen oder zwischen Debrecen und Dukla-Paß gekämpft wird. Um die Verteidigungsfron­ten, die sich im Südosten allmählich wie­der festigen, von neuem in Bewegung zu bringen, setzten unsere Gegner Durch­bruchsversuche an, deren wichtigster seit acht Tagen im ostpreußischen Grenzgebiet läuft

Die große Mehrzahl der sonstigen feind­lichen Vorstöße dient gegenwärtig nur der Vorbereitung für neue größere Operatio­nen. So wollen sich die Briten und Ka­nadier mit ihrem täglich heftiger werden­den Ansturm den Rücken -für Men -nach' Osten gerichteten Hauptstoß freikämpfen. Sie verstärkten hier am 23. Oktober ihren Druck noch weiter. Energische deutsche Gegenangriffe und zusammengefaßtes

Feuer schwerer Waffen verhinderten ins Gewicht fallende Bodengewinne des Feindes.

Die Schlacht im ostpreufiischen Grenz­gebiet stand im Zeichen erfolgreicher eigener Gegenangriffe und Abwehrkämpfe. Das wichtigste Ereignis war, daß es un­seren Panzerverbänden, Grenadieren und Pionieren durch kraftvolle Gegenschläge gelang, den zwischen Gumbinnen und Gol- dap am Vortag aufgebanten und am Mon­tag durch schwere Stöße bis zum Zer­reißen belasteten Sperriegel in erbitterten wechselvollen Kämpfen zu behaupten. Dieser bedeutende Erfolg wird unter­strichen durch die im Wehrmachtbericht erwähnten konzentrischen Angriffe ge'gen die durch unseren Sperriegel abgeschnit- tenen feindlichen Vorhuten. Nördlich und südlich des feindlichen Einbruchsraumes zwischen Goldap und Gumbinnen ver­eitelten unsere Volksgrenadiere und Gre­nadiere im Verein mit Panzern in schwe­ren Kämpfen feindliche Durchbruchsver­suche und brachten bei Gegenangriffen erbeutete Waffen, und Gefangene ein...

Bei Schirwindt schossen sie beim Ein­engen sowjetischer Einbrüche 61 Panzer ab; zwischen Ebenrode und Augustowo vernichteten sie weitere 114. Das acht­

tägige Ringen im ostpreußischen Grenz­gebiet hat den Feind bisher 792 Panezr gekostet.

Die Schlacht in der Pußta-Ebene, mit der die Bolschewisten die untere Theiß erreichen und die -Verbindung zu ihren in den Waldkarpaten stehenden Kräften her- steilen wollen, wogt zur Zeit in Angriff und Gegenangriff noch hin und her. Es zeichnete sich jedoch eine Linie ab, die im großen gesehen zwischen Szolnok und Maramarossziget verläuft, östlich Szolnok weist sie einen Frontvorsprung auf, in dem die Reste von drei sowjetischen Di­visionen _ ihrer Vernichtung entgegen­gehen, während nördlich Debrecen bereits hinter ihr stehende feindliche Kräfte durch unsere Gegenangriffe am Sonntag von ihren rückwärtigen Verbindungen abge­schnitten wurden. Gegen den Kessel öst­lich Szolnok wie gegen den Riegel nörd­lich Debrecen führte der Feind vergeb­liche Angriffe.

Da die Bolschewisten sowohl in der Pußta wie im ostpreußischen Grenzgebiet Verstärkungen heranfiihren, -aber aueb- von deutscher und ungarischer Seite der Gegendruck wächst, sind beide Schlach­ten noch nicht auf ihrem Höhepunkt an­gelangt.

Auf klassischem Schlachtfeld

Ostpreußens Verteidigung wird strategisch und taktisch die Lage meistern

den Provinzregierungen walteten mindestens vier

'erschiedener politischer Färbung

tut

'^unabhängig von Paris. i. er diesen Umständen SFöurang de Gaulles __ 7 ts j. gen , französischen Regierung ge- j’ 1 als eine panische Flucht der Groß­

erscheint die als der vor-

pächte

riti:

Teil.

Vltische aU ' -5^ er Verantwortung. In der

- Mitteilung heißt es ausdrück- , “aß die Verwaltungsführung in hd H ,re \°r^ außerhalb der Operationszone Hi,. l e ' erantwortung hierüber nunmehr ij eri , "Selegenheit der französischen Re- darsteRe. Wie das gemeint ist. Hi,, ? der „Manchester Guardian“ noch % A ! ert , er l,n d zynischer aus. „Solange »nsr,L® , n nung“, so heißt es da, „nicht ’ttHi D, roc hen wurde, war die Gefahr

n' en -, daß die Verantwortung für

^ ' e *£nisse in Frankreich den Alliier- ip«j gesc hoben wurde. Damit ist auch -die r deutlich ausgesprochen, daß

Einij ^'Suisse in Frankreich“ von den ili. j ,n und den Amerikanern selbst .■ adezu katastrophal beurteilt und daß sie nunmehr ihre Hände

Von unserem mllitärichen v. W.-Mitarlpeiter

Als erste größere Schlacht des Jahres 1914 wurde bei Gumbinnen- wechsel­voll gekämpft. Obwohl die Njemenarmee unter Rennenkampf nicht gesiegt hatte, wäre als Folge der Schlacht beinahe die Ostprovinz geräumt worden. Rechtzeitige Gegendispositionen, die die operativen Pläne für die Schlacht von Tannen- b e r g wesentlich fördern halfen, erlaubten einen konzentrischen Aufmarsch gegen die Narewarmee Samsonows, eine Umfas­sungsoperation, die nicht S’o leicht war, wie sie dem oberflächlichen Betrachter an­mutet, die vielmehr mit einer ständig gro­ßen Gefahr der Flanken- und fast Rücken­bedrohung durch die Njemenarmee Ren­nenkampfs durchgestanden werden mußte. Kühnes Wagen führte zu einem geradezu klassischen Vernichtungssieg über die Truppen Samsönows, die Ren­nenkampf geradezu mit verschränkten Ar­men in inre Vernichtung marschieren ließ, ohne sich um die selbstverständliche Unter­stützungspflicht für die Narewarmee zu kümmern. Aber auch ihn traf das Schicksal in der Schlacht an den Masurischen Seen. Auch er konnte zwischen dem 5. und 15. September die Umfassung seines linken Flügels nicht wenden, zog jedoch — im Gegensatz zu Samsonow — den schleu­nigen Rückzug der Vernichtung vor, gab allen besetzten Boden auf und befand sich

am 15. September wieder in Rußland, von wo aus er sechs Wochen vorher mit seiner sogenannten Dampfwalze den Marsch nach Westen angetreten hatte. Die dritte Schlacht im ostpreußischen Raume war die Winterschlacht in Masuren, die Schlacht bei Lyck, zwischen dem 9 . und 22. Februar 1915. Die 10. russische Armee wurde in die Wälder von Augustow zu­sammengedrückt und verlor mit 110 000 Mann noch''mehr als die Schlacht um Tän- nenberg gekostet hatte.

Die ostpreußischen Felder und Wälder haben 1914 und 1915 deutsche Siege unter schwierigen Bedingungen entstehen und zur Vollendung auswadisen sehen. In jedem Falle waren die beteiligten russi­schen Armeen, in allen drei Fällen die 8. und bei Lyck auch die 10. dem Gegner numerisch unterlegen, wenn sich auch in bezug auf artilleristische Ausstattung das ■ gegenseitige Verhältnis für uns günstiger anließ. Alle drei Schlachten basierten ein­mal auf der hohen Führungskunst der Be­fehlshaber und sodann auf den großen sol­datischen Leistungen der beteiligten Trup­penteile, unter denen.Ost- und Westpreu- ßeh ihren besonderen Anteil hatten. Auch die russischen Regimenter, alles gute Korps der ersten Linie mit Einschluß der Garde, schlugen sich gut, was allein das Verhältnis der Verluste zu den Gefange­nenzahlen mit 70 000 : 90 000 bezeugt. Ihre

Befehlshaber und Kommandeure aber konnten sich in keiner Weise mit ihren deutschen Gegnern messen. Taktisch und operativ versagten sie noch stärker als Vorbilder der Mannschaft.

Wir stehen heute wieder in einer Zeit, die dem sowjetischen Gegner gestattet, den Großangriff g e g e n Os t p r e u ß e n in einer zweiten Phase von neuem zu ver­suchen, nachdem der erste im Juli vor un­seren Abwehrlinien festgelaufen war. Wie es 191‘4 zwei russische Armeen waren, die von Osten und vom Narew her den Zan genangriff betrieben, so sind es auch heute zwei sowjetische Heeresgruppen, die aus den gleichen Richtungen nach Westen bzw. Nordwesten vorwärtszukom­men versuchen. Allerdings ist, vom Gegner aus gesehen, ein grundlegender Unter­schied in den Operationen. 1914 stand die Narewarmee bereits auf dem rechten Fluß­ufer, hatte also das Hindernis auf Grund der bestehenden Grenzverhältnisse von Anfang an überwunden Und hinter sich gebracht. Ihr kam die Bildung des opera tiven Schwerpunktes zu, wobei selbstver­ständlich an eine Unterstützung von Osten her durch Rennenkampf gedacht gewesen war. Heute ist es die vom Osten her an greifende Heeresgruppe, die zunächst noch die Hauptlast des Angriffes trägt, weil die

(Fortsetzung auf der nächsten Seite)

Nene Rückschläge der Kanadier — Heilige deutsche Angriffe

USA-Truppen für Winterfeldzug ungenügend ausgerüstet — Vernichtungswahnsinn der Feinde

Drahtberieht unseres Vertreters sch. Lissabon, 24. Okt. Das Haupt­quartier Eisenhowers gibt in seinem Be-. rieht vom Dienstag zu, daß die kanadischen Truppen im Gebiet der Scheldemündüng einen neuen Rückschlag erlitten haben. Am Montagabend wurde ihnen der unter so schweren und blutigen Opfern eroberte Stützpunkt und Hafen Bresken wieder ent­rissen. Die Kanadier hätten sich infolge heftiger deutscher Angriffe zurückziehen müssen. Die augenblickliche Lage sei „ver­worren und unübersichtlich . Auch an der Vogesenfront habe sich der deutsche Wi­derstand sehr versteift, und auch rings um Aachen kämen die amerikanischen Trup­pen im dichtbewaldeten Gebiet nicht vor­wärts.

Es kann aber kein Zweifel darüber be­stehen, daß ein neuer englisdi-amerika- niseher Großangriff an allen Stellen der Front bevorsteht. Eisenhower trifft in fieberhafter Eile alle Vorbereitungen da­zu. Stalin verlangte bei seinen letzten Be­sprechungen mit Churchill, daß die eng-,

^uTd ÄSten. 111 Das S ^amerikaninchen Truppen .ohne Rück­

sicht auf Winterwetter, Stürme und Ver­luste noch einmal zu einem Schlage aus- holen, um den Krieg noch im Laufe des Winters zu entscheiden.

Die englische Presse greift die neue Moskauer Parole dienstfertig auf und ver­langt in großen Schlagzeilen! „Kriegsende in diesem Winter!“ Die Stimmung unter den englisch-amerikanischen Truppen, die für, eipen Herbst- und Winterfeldzug bis­her nicht genügend ausgerüstet waren, scheint wenig erfreulich zu sein. Ebenfalls wird in diesem Bericht des amerikanischen Columbus Broadcosting Systems gesagt, die letzten Tage seien vor allem an der holländischen Front „kalt und ungemüt­lich“ gewesen. Überall, wohin man an der Front komme, höre man viel Murren und Schimpfen. Interessant ist die Bemerkung des Korrespondenten, die kanadischen Offiziere hätten viel Mühe gehabt, die von den Deutschen abgeworfenen Flugblätter ihren Soldaten wieder „abzujagen“, da, diese sie durchaus behalten wollten.

Im Zusammenhang mit dem Plan einer neuen Winteroffensive, wie sie in Moskau von Stalin diktiert wnrde, beschäftigt sicfta geben.

auch weiterhin die englisch-amerikanische Presse mit allerlei Phantasien über die Behandlung des deutschen Volkes im Falle eines alliierten Sieges. Die britische Presse gibt heute zu, England! und Amerika hät­ten sich bei den Besprechungen in Moskau nunmehr auch formal den Vernichtungs- Wünschen Moskaus angeschlossen. Sie hät­ten sich verpflichtet, die von den Sowjets geplanten Massenverschleppungen deut­scher Arbeiter nach Kräften zu unter­stützen.

Gleichzeitig ergehen sich Rundfunk und Presse erneut in allerlei sadistischen Plä­nen über die Vernichtung der deutschen Industrie. Ein besonders beliebtes Thema ist nach wie vor der von dem jüdisch­amerikanischen Schatzsekretär Morgen thau ausgearbeitete Plan zur Rückfüh­rung Deutschlands auf einen bloßen Agrar Staat. Im englischen Rundfunk wurde wei­ter verlangt, an Stelle der Kruppschen Stahlwerke und der übrigen Industrie­werke im Ruhrgebiet dürfte es in Zukunft nur noch „Kartoffel- und Gerstenfelder"

Der Volkssiurmsoldnt

Von

Kurt Maßmann

Wieder hat das deutsche Volk in seinem schweren Schicksalskampf die Kraft be­wiesen, eine verstärkte Bedrohung auf einzigartige Weise zu beantworten. Mit Wut und Grimm und Enttäuschung steht die Welt unserer Feinde vor dem drama­tischen Ereignis einer bewaffneten deut­schen Volkserhebung zur Verteidigung des deutschen Heimatbodens. In tiefer Genugtuung aber und im Stolz auf den fanatischen Kampfwillen der Heimat be­grüßte die mit beispielloser Verbissenheit und Zähigkeit kämpfende Front die Auf­stellung des Deutschen Volkssturmes.

Nicht im Überschwang kurz aufflam­mender patriotischer Begeisterung treten die künftigen Volkssturmsoldaten, jetzt an, sondern in leidenschaftlicher Entschlossenheit und einer harten, unerbittlichen Nüchternheit des Willens, alles zu tun und es ganz zu tun, was die Stunde von ihnen verlangt und was also getan werden muß. In dieser phrasenlosen Nüchternheit eines uner­schütterlichen Willens begreift der letzte Wehrfähige, jeder Deutsche vom 16. bis zum 60. Lebensjahr, daß es nun Deutsch­land gilt in letzter und für alle Zeiten un­widerruflicher Entscheidung.

Dieses Wissen erfüllt die Freiwilligen, erfüllt alle künftigen Volkssturmmänner mit einer fanatischen Leidenschaft, die sich nicht in Äußerlichkeiten demon­striert, weil sie viel zu tief im innersten Herzen verwurzelt ist und der äußeren Attribute nicht bedarf.

Wie stark diese Leidenschaft und wie hart und nüchtern der Wille zum Äußer­sten in diesen Männern, welche die „A r - mee von-Deutschlands größten Idealisten“ bilden werden, lebendig ist und des Befehles harrt, wird sich in jenen Stunden erweisen, wann und wo immer dieser Wille wie eine Flamme dem Feinde-'entgegenschlagen wird!

Inzwischen tut uns dies not: in letzter Klarheit zu begreifen, worum es jetzt geht, damit wir aus dieser Erkenntnis die ein­zigen und allein noch gültigen Maßstäbe für unseren persönlichen Einsatz gewin­nen. Und wir begreifen, daß wir, weil es alles gilt, auch alles einsetzen müssen. Keiner darf sich mehr schonen, keiner ge­hört mehr sich selbst, sondern nur noch Deutschland und dem Befehl, den nun, nach fünfjährigem schwersten Kampfe, der Führer zum zweiten Großein­satz unseres Volkes erlassen hat — zum zweiten Großeinsatz, mit dem wir den Vernichtungswillen unserer Feinde zu brechen und sie zurückzuwerfen uner­schütterlich entschlossen sind. Nicht mehr um Worte geht es, die wie- Spreu im Sturm dieser Zeit verwehen würden. Das Schicksal, das uns gnadenlos und uner­bittlich wägt, erkennt nurnochTatenanund wertet nur noch die innere Kraft unserer Herzen, aus der allein wir die Forderun­gen der Zeit erfüllen und die Taten er­bringen können, aus denen Deutschland leben und dennoch siegen wird!

In dieser Haltung, die allein uns heute geziemt, bekennen wir uns zu den zeitlos gültigen, oft schon in unserer Geschichte und besonders im Volkskrieg 1813 bewie­senen Tugenden, die allein in einer sol­chen gnadenlosen Entscheidung den Sieg verbürgen. Ohne sie muß ein Volk, wie stark auch seine äußeren Kräfte scheinen mögen, doch unterliegen, — mit ihnen aber wird ein Volk, wie groß die Be­drohung und die Gefährdung seiner Exi­stenz auch sei, mit Gewißheit siegen!

In dieser Haltung und in der Kraft des nationalsozialistischen Schicksalsbekennt­nisses uns-rer Zeit schwören wir, aufge­rufen zum Deutschen Volkssturm 1944, daß wir treu sein wollen, — treu uns sel­ber und also treu dem ewigen Deutsch­land, treu dem Reich und treu dem Füh­rer, dessen ragende Gestalt die große Kraft unserer Zeit verkörpert. In dieser Haltung und in dem Wissen, daß allein auf Treue, Gehorsam und Tapferkeit die Staaten und Reiche begründet sind, ge­lobt der Volkssturmsoldat Gehorsam jedem Befehl des Führers und seiner Vorgesetzten. Keine Macht der Welt kann uns von unserem Gehorsam schei­den, und noch mit unserem Tod wollen wir ihn besiegeln, wenn das Schicksal es verlangt. In dieser Haltung härtet der Volkssturmsoldat sein Wessen und die ge­waltigste Kraft eines Volkes, die im Glau­ben seiner Herzen, in der Standhaftigkeit seiner Männer und Frauen, in der' Tap­ferkeit seiner Jugend und in dem Ver­trauen in die eigene Stärke beschlossen ist. In dieser Haltung erklärt er. daß er sich keinen Augenblick irgendeiner fal­schen und trügerischen Hoffnung hin­geben wird, sondern daß die Volkssiurm- soldaten als des VM' es Aufgebot vol ! er Tapferkeit und Fanatismus den Kampf auskämpfen werden, wie es die Entscheidung über Leben und Tod und zugleich die Entscheidung einer Wel­tenwende von ihnen verlangt.

So hat es der Reichsführer fj, Heinrich’ Himmler, auf dem ersten Appell des Deutschen Volkssturmes in Ostpreußen ihnen vorgesprochen, und so schwören es ihm alle nach. M'nn fti r Mann, bereit und entschlossen, das Wort zu erfüllen, daß Volkssturmsoldaten niemals und nirgends kapitulieren sollen und dürfen. Wenn der Volkssturmsoldat in den