Ausgabe 
(29.9.1944) 263
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irsen vom Sport- am 29. Sept. sei-

vor wenigen Mo- iver Tätigkeit i» ickblicken konnte, ss, eines Gaufach- Streuung der Va- bieten ihn reiche

am 1. Oktober, :en finden in da itehuder THC 316/Flottbeck.

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parteiamtliche Tageszeitung

ijinlsblati des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsbiatt des Reichssialthalters in Oldenburg und Bremen

14 Jahrgang-

Freitag, 29. September 1944

Einzelpreis 15 Rpf.

Arnheim - ein schwerer Schlag für die Briten

Düstere Stimmung in London über die Vernichtung der Luftiondedivision

Drahtbericht unseres Vertreters

t j s s a b o n, 28. Sept.Eine düstere ! ing sank auf London herab, als am chmittag die ersten Nachrichten aus eher Quelle über die Vernichtung der Sehen Luftlandetruppen bei Arnheim *" England gelangten", heißt e s in einem tonischen Funkbericht Die Nachrich- .ne die Eisenhower am Dienstag über ^Kämpfe in Nordholland verhängt hatte, l bereits lange Bedenken hervorgerufen) ,1 weifi man, daß die Engländer ihre t as te Schlappe seit Beginn des West- l es erlitten haben und daß der toll- L Plan Montgomerys und Eisenhower» Flankierung der deutschen Westarmee air raschen Entscheidung des Krieges er wurde sogar amtlichOperation Ber- k Benannt restlos fehlgeschlagen ist lei nach 13 -Uhr am Mittwoch wurde Nachrichtensperre Eisenhowers plötz- \ »lockert, und der britische Rundfunk- äientator sprach zum, erstenmal von « S ehr besorgniserregenden Lage der rächen Luftlandetruppen. Etwas später jdnen ein Bericht der amerikanischen Äichtenagentur UP, der die Lage der ijien als äußerst kritisch" bezeichnete. erklärte, nur ein unmittelbarer Durch-, könne sie vom Tode oder der' Ge-

_ aenschaft retten. Aber erst 'mehrere

uklasse der Min- ien nach Erscheinen des deutschen

ämnachtsberichts bequemte sich gegen Br das alliierte Hauptquartier zu einem ilaen Eingeständnis, und in der Nacht , Donnerstag wurde schließlich die Jappe von Arnheim zugägeben.

Schon vorher hatten verschiedene ameri- iiche Korrespondenten ihrer Entrüstung den neuen britischen Mißerfolq mit Ar Oifenheit Ausdruck gegeben. Unter Eindruck des deutschen Wehrmacht- leirhtes erklärte z. B. der amerikanische Berichterstatter Harper:Wenn die An- jlfaeii des deutschen -Wehrmachtberichtes poen, ist die Frage gerechtfertigt, ob der :e Preis, den die Alliieren in Arnheim" . Jüen mußten, sich wirklich gelohnt hat. Z' a L 23 - 9," [n es der Mühe wert, soviel Elitesoldaten Rosenslr I» 1 kritischen Luftlandecjivjsion zu opfern?

' seatemorgen tritt die Enttäuschung :d Entrüstung in der gesamten englischen si amerikanischen Berichterstattung mit )sterholzer Lackt i*i Offenheit hervor. In , den amerikani- chs, O ewerwe; :en Berichten befinden sich ferner wieder b. e Seitenhiebe auf die Briten und die

i e d e n e s Maschen Soldaten. In einem englischen mngsbild, das am Mittwochmorgen im dchen Rundfunk verbreitet wurde, heißt cke bei bei®* «Die erste Reaktion auf die Nachrichten inlos abzug. St«! Amheim in der englischen öffentlich- l AG., krafw eine allgemeine Enttäuschung über leich 255, ! überaus unerwartete Schlappe." In

m mieten gew" Berichl wird - darauf hingewiesen, diese en Hafen u. SK *$P e erkläre sich sowohl aus Wetter- i, SchiffsaushjsW slen wie auch aus dem überraschend jtr. 89,' Ruf 8® tlen Kampf derneu ausgerüsteten ische aus und & Wen Truppen". Dieser Kampfgeist der unggesell:? G L Wien Truppen ist den Engländern und izelmöbel m ferikanern offensichtlich vollkommen un- :klbg.)?. /Set gekomnten. So wird %. B. in einem

Angrii' 1 * , bt aus London gesagt:Die Deut­ist? Angeb. J 3li erneut eine geradezu erstaun­

te Möbelstück^ ^Fähigkeit, aus dem Nichts etwas zu kel, bzw. B assS Sie haben aus in aller Eile zusam- er Straße 35. «etogenen Truppen eine glänzende -

janz. RuF,? 8 ?, ,. bessert Was* ld en Herrn? Mf'

.Änderung

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»Die letzte überfahrt

_ 'qijoj b, l Wicllt unserer Berliner Schriftleitimg

b 'j Unter snd. GS# £?f n - 23 - Sept Von starkem politi- Ausbe* 10 ... iteresse ist ein Artikel, der imVöl- 9405 b. fcu_? e ?. baciu er" unter' der'Überschrift

Kisten? daß die deutsche Führung

«öetont

rAse^orf^ossen l

? Angeb. u. ?

veröffentlicht und in

sei, nunmehr rücksichts- en Mitteln gegenUber-

Küker, Mose 1 ^ ^®i ta H C u mm ein gegenu Der­be! mH na p 305 ^ na, J ^em Beispiel Rumänien, Bul-

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^.PürnlaDd vorzugehen. Das Wort - x n ogß? b p, 1 wurde von dem britischen ,Pre- uacb Verff eu h lt 1 L benU l z- als « davon sprach,

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berfahrt ver-

älsdi Um den Anschluß an .die Alliier­ten zu vei7ss5ifci n e vorauss ichtlichen Sieger des Krie- tr, 380 ,tH 1 /* $ j,; äswinnen. Die Wirkung, die diese

hepaar in , 3 $ 7 ,®9 in einigen Ländern erzeugte, ain ? D !i»» fiir Kri^Mde i» ?, eu 9 uet werden sie mobili- !es Häuflein

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ne sei. Das schlimmste _ sei Ü* 4 Öie'pn.' 1 °- d ' ihn w< t

fe, 55t0 Päisrt,» V1C T k ^ Ung in ?' !3 ' Worb 8n " an< ^ em i vor allem in den ? S ' , ' , °sifn'\, Sei ^ ei n e furchtbare War- >«8 ^^ßehört worden sei, werde t'etÜBn c ^ sic htslos dafür Sorge ge- tao 1 daß sie nicht überhört wer-

Kampfformation improvisiert. Die deutschen Soldaten haben gezeigt, daß sie genug Kampfgeist besitzen, um auch schwerste Kämpfe zu -bestehen. Zum erstenmal sehen wir, wie das deutsche Volk, zum Äußersten gebracht, auf seinem eigenen Boden kämpfen würde.

Das gescheiterte Unternehmen bei Arn­heim bedeutet für die Briten mehr als den Verlust einer Elitedivision und auch noch mehr als einen bloßen blutigen Verlust. Po­litisch gesehen hätte die Zerreißung der deutschen Nordflanke von Amheim die Stellung Montgomerys gegenüber dem amerikanischen General und damit zunächst auch die Stellung Englands den l SA gegen­

über außerordentlich verbessern können. Es ist bekannt, wie rücksichtslos der bri­tische Einfluß im Westfeldzug von 'den Amerikanern zurückgedrängt worden ist. Montgomery wurde von Eisenhower nicht nur das Kommando über die nordamerikani­schen und kanadischen Einheiten entzogen, sondern wichtige Frontabschnitte wurden den Briten einfach genommen mit der Be­gründung, daß ihre Kräfte doch nicht aus­reichten, um mit ihnen eine selbständige Aufgabe erfüllen zu können. Man darf da­her mit Ruhe abwarten, welche Folgen die Schlappe von Arnheim militärisch sowohl als auch politisch für die Briten haben wird, Die Kommentare der britischen Presse- zu

Zerschlagene Pläne

Arnheim lauten entsprechend pessimistisch. Der Militärkritiker derDaily Mail" stellt fest, daß man die operative Bedeutung von» Landunternehmen aus der Luft wesentlich überschätzt habe. Solche Unternehmen hät­ten nur dapn Aussicht auf Erfolg, wenn sje hinter einer bereits wankenden Front durch­geführt werden. Die deutsche Front im Westen könne aber keineswegs als wankend bezeichnet werden. Dem Deutschen sei es im Gegenteil gelungen, eine neue Front aus Stahl und Eisen aus dem Boden zu stamp­fen, und der deutsche Soldat kämpfe mit harter Erbitterung. Zu ähnlichen Schlußfol­gerungen kommen auch die änderen militä­rischen Kommentare in der Londoner Presse.

Unbeirrbare Siegesgewißheit im gemeinsamen Kampf

Telegrammwechsel des Führers mit den Staatsoberhäuptern der Dreierpaktmächte

dnb. B e r 1 i n , 28. Sept. Aus Anlaß des 4. Jahrestages des Dreimächtepaktes fand zwischen dem Führer, dem Duce, dem Tenno und dem Japanischen Ministerpräsidenten Koiso ein Telegrammwechsel statt, in dem die unerschütterliche Siegeszuversicht der iin Dreierpakt vereinten' Staaten zum Aus­druck kommt.

Der Führer an den Duce:Zum

vierten Jahrestage des Abschlusses des Dreimächtepaktes sende ich Ihnen meine herzlichsten Grüße. Dieser historische Tag gibt mir erneut Veranlassung, meine un­erschütterliche Zuversicht in den Endsieg über unsere Gegner zu bekräftigen, denn am Ende dieses Schicksalskampfes kann und wird nur unser Sieg stehen, der unseren Völkern eine glückliche und freie Zukunft geben wird."

Der Duce an den Führer: Did Völ­ker Italiens, Deutschlands und Japans haben sich vor vier Jahren verbündet zu einem ge­meinsamen Schicksal, um- mit "ihrem Glau­ben und ihren vereinigten Kräften Europa von der jahrhundertelangen Ungerechtigkeit der angelsächsischen Imperialismen zu be­freien. Heute, in der entscheidenden Phase des gigantischen Zusammenstoßes zwischen der Welt von gestern und der Welt von mor­gen, fühlen sie sich mehr denn je

der äußersten Kraftanstrengung vereinigt, welche den Triumph ihrer Sache sichern muß und allen den Frieden der Gerechtig­keit geben wird. Zu diesem'historischen Jah­restag bringe ich Ihnen, Führer, die tiefe Bewunderung des wahren italienischen Vol­kes für das unüberwindliche Heldentum der deutschen Wehrmacht zum Ausdruck sowie meinen aufrichtigen Glückwunsch und eine unerschütterliche Gewißheit des Endsieges' als verdienter Preis für die ungeheuren Opfer, die unsere Völker ertragen, um ihrep Söhnen und der Welt ein besseres Morgen vorzubereiten.

Der Führer an den.Tenno:Zum vierten Jahrestage des Abschlusses des Dreimächtepaktes bitte ich Eure .Majestät, meine und des deutschen Volkes herzlichsten Grüße und Wünsche entgegenzunehmen. In diesen schicksalhaften Tagen weiß ich mich 'mit Eurer Majestät eins in der ruhigen und unbeirrbaren Zuversicht, daß unsere Natio­nen den JCampi. gegen,, unsere Feinde trotz vorübergehender Rückschläge am Ende in Ehren und siegreich bestehen werden."

Der Tenno an denFührer:BeiGe­legenheit des vierten Jahrestages des Ab­schlusses des Paktes zwischen Japan, Deutschland und -Italien bripge ich Eurer

in Exzellenz meinen festen Entschluß zum Aus- hört.'

50 Millionen Deutsdie zuviel

Die Erörterung Über Morgenthaus Vernichtungsplan geht weiter

druck, mit unseren Verbündeten zusammen­zuarbeiten für den endgültigen Erfolg dieses Krieges."

Der Führer -an den japanischen Mi­nisterpräsidenten Koiso: Der vierte Jahres­tag des Abschlusses des Dreimächtepaktes sieht unsere beiden Nationen im härtesten Abwehrkampfe gegen die gemeinsamen Feinde. In der festen Überzeugung, daß das deutsche und das gemeinsame Volk diesen heroischen Kampf in untrennbarer Waffen­brüderschaft &s zum siegreiqhen Ende fort­führen werden, sende ich Eurer .Exzellenz meine aufrichtigen Grüße." .

Der Ministerpräsident Koiso an den Führer:Am vierten Jahrestag des Drei­mächtepaktes stelle ich erneut fest, daß in diesem Weltkrieg, der üb.er Gedeih und Verderb Deutschlands und Europas ent­scheidet, das deutsche Volk, und die Solda­ten des Heeres, der Marine und der Luft­waffe unter Ew< Exzellenz Führung in voller Einigkeit unerschütterlich entschlossen sind, den Krieg bis zum siegreichen Ende durch­zuführen. Tief beeindruckt von dieser Tat­sache möchte ich Ew. Exzellenz meine auf­richtigsten Wünsche für Ihr Wohlergehen und zugleich meine feste Überzeugung aus­sprechen, daß der Endsieg Japan, Deutsch­land, Italien ' und ihren Verbündeten ge-

dnb. Genf, '28. Sept. Der satanische Plan des USA-Finanzjuden Moigenthau, der eine Vernichtung der gesamten deutschen In­dustrie und die Abmontierung aller Maschi­nen und ihren Versand nach der Sowjet­union vorsieht, hat die Erörterung über die im anglo-amerikanischen Lager vorliegenden. Verskiavungs- und Vernichtungspläne gegen Deutschland von neupm in Gang gebracht. Nicht nur die Zeitungen in England und in den USA beschäftigen sich mit diesem dort beliebten Thema, sondern auch neutrale Blätter stellen, ganz nüchtern fest, daß die Träume zur Auslöschung des deutschen Vol­kes im Feindlager sehr weit gesteckte Ziele vorsehen. Gerade durbh die Berichte aus neutraler Quelle werden die deutschen Hin­weise auf die gemeinsamen Ziele der Anglo- Amerikaner und Sowjets zur radikalen Ver­nichtung Deutschlands und zur Dezimierung seiner Bevölkerung bestätigt und' erhärtet.

Clemenceau, deK große-Deutschenhasser, bat einmal das Wort gesprochen, es gäbe 20 Millionen Deutsche zuviel. In einem Leit­

artikel des englischen WochenblattesThe Nation" wird die Forderung aufgestellt, daß Deutschland nur 40 Millionen M e ns chen haben dürfe, um von dem angrenzenden Frankreich, Belgien, Holland und Dänemark in Schach gehalten zu wer­den. Diese Überlegung, so heißt es in dem Artikel, treffe man in vielen englischen Privatbriefen an, und unter diesen Aspekten begreife man die Forderung des Vansittartis- mus, die Ansprüche de Gaulles auf das Rheinland und Saargebiet. Auch die Forde­rungen Sowjetrußlands fänden bei den gro­ßen Parteien Englands \ keinerlei Gegner­schaft. -Wenn die englische Zeitschrift die deutsche Bevölkerungszahl auf 40 Millionen beschränkt wissen will, so bedeutet das also, daß 50 Millionen zuviel sind und demnoch ausgerottet werden müssen.

Der Londoner Korrespondent der Schwei­zer ZeitungTat" befaßt sich'mit den sowje­tischen Plänen zur Niederhaltuna Deutsch­lands und erwähnt dabei wiederum die For­derung der Sowjetunion, nach dem Kriege

Wie Kriegsgefangene behandelt

Die Kapitulation der Aufständischen von Warschau

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung g. Berlin, 28. Sept: Wieder hat, wie der OKW : Bericht meldet, für einen Teil der aufständischen Polen in Warschau die seit Wochen andauernde verlustreiche Re­bellion mit einer Kapitulation geendet. Die Aufständischen, die sich jätzt ergeben haben, sind auf ihren Wunsch wie reg'uläre Kriegsgefangene behandelt worden

_ ein bemerkenswerter Vorgang in diesen

Zeiten, in denen nur allzu oft von feindlicher Seite die Kriegsgesetze außer aqht gelassen tirden. Hier handelt es sich auf deutscher Seite sogar um einen Fall besonders groß­zügiger Auslegung der Lqndkriegsord- nung, denn Aufständische, die sich hinter der Front erheben, sind nach bestehendem Recht yon der besetzenden Macht nicht als Kriegsgefangene zu betrachten.

Dieses deutsche Verfahren wird um so mehr auffallen, als es zeitlich zusammen­fällt mit den Nachrichten über das sowjeti­sche Vorgehen in jenen Ländern, die eien regulären Waffenstillstand mit der Sowjet­union geschlossen haben und doch nicht da­vor geschützt sind; daß die Sowjets _- fanqene deportieren oder exekutieren. Aber man muß im Fall der Warschauer Aufstandi-, sehen in Betracht ziehen, daß rücksichtslose sowjetische Agitation diese Tausende vop Menschen in den Tod gehetzt hatte und daß dabei die Meinungsverschiedenheiten, die zwischen der Londoner polnischen Exüregie- mnq and dem von Moskau geleiteten bofr

Kosten

wurden,

schewistischen Polenkomitee auf jener Unglücklichen ausgetragen sich von einem falsch verstandenen Patrio­tismus zu wochenlangen blutigen Kämpfen verführen ließen.

Gerade jetzt haben sie aus England wie­derum erfahren,-daß ihnfen ihre Opfer nicht gedankt werden und daß die britische Poli­tik die polnischen Patrioten 'zugunsten der

Millionen von deutschen ZwaÄersarbeitern zu tekrutieren und in Arbeitsbataillone zu organisieren. Dabei werde die von den So­wjets geforderte Zahl der Zwangsarbeiter von bestinformierter Seite noch als Mini­mum bezeichnet. Der Plan der Sowjets gehe darauf hinaus, die Offiziere und Unteroffi­ziere der deutschen Armee, die an der Ost­front gekämpft haben, zu erfassen. Eine so zusammengesetzte Arbeiterarmee könne na­türlich nur für grpbe Massenarbeit, wie,den Bau von Straßen und Kanälen, die Säube­rung und Urbarmachung von Land und der­gleichen verwendet werden, also für Arbei­ten,, für'die man in der Sowjetunion bisher schon so weit wie möglich Str'äflings- ar beit er herangezogen habe. Zusätzlich zu dieser Arbeiterarmee soll noch ein'Heer von Facharbeitern für Spezialarbeiten ein­gesetzt werden. Die Sowjets betrachten dies, so schließt der Artikel der ,;Tat", zugleich als eine Strafe und als Erziehungsmaßnahme. So habe sich ein sowjetischer Gewährsmann dazu geäußert. '

Die Schweizer TageszeitungVaterland", die sich mit dem Plan des Juden Morgen- thau beschäftigt, kommt zu der Feststellung, daß es sich hier um nichts anderes als einen furchtbaren Racheplan von alt­test a m ent a ri s ch ejn Ausmaß han­dele. Morgenthaus Vorschläge seien der furchtbarste, Sabotageakt an dem künftigen Frieden/ sie würden nicht den europäischen Frieden, sondern den europäischen Friedhof bedeuten. Aus Deutschland einen Kartoffel­acker von Kiel bis Konstanz zu machen, heiße aus Europa einen 'Totenacker zu zu machen. Aber, so schließt der Artikel des Schweizer Blattes, ein großes Volk, wie das deutsche könne man nicht einfach ausradie-

sowjetischen Freundschaft einfach preisgibk^f' ^ cSfi 1 nbch in

Im Unterhaus kam es zu einer Polen- Debatte. Anfrage des konservativen Abg. Knox: Warum habe die Sowjetregierüng Polen, die sich gegen Deutschland erhoben hätten, gefangennehmen und deportieren lassen, sobald sowjetische Truppen das Ge­biet besetzten? .Antwort Edens:Das Unterhaus muß verstehen, daß die polnisch­sowjetischen Beziehungen der britischen Regierung große Sorge bereiten." Auf eine nochmalige Beanstandung aus dem Unter­haus, welche Vorteile man sich von einer Verschleierung verspreche, eine abschlie­ßende Warnung Edens: Diese Dinge seien so heikel, daß man sie mit Vorsicht und Zurückhaltung behandeln müsse.

Das alles heißt: Die von England aufge­hetzten polnischen Aufständischen finden bei der englischen Politik keinen Schutz und Rückhalt, aber bei Deutsch­land finden sie nach ihrer Kapitulation das Zugeständnis, als reguläre Kriegsgefangene behandelt zu 1 werden, während ihr Leben nach dem Kriegsrecht verwirkt wära

deiner geschichtlichen Substanz.

Flucht vor dem Bolschewismus

ep.' Stockholm, 28. Sept. Beinahe tausend estnische Flüchtlinge trafen nach äußerst schwieriger Reise in einem offenen Fisch­kutter am Mittwochabend in Schweden eiii. An Bord -hatte ein solches Gedränge ge­herrscht, daß drei Kinder bei dem schwe­ren Seegang gestorben sind. Trotzdem er­klärte einer der Flüchtlinge, er würde diese grauenhafte Reise lieber dreimal wieder­holen, als nur einen Tag länger in dem von den Bolschewisten besetzten Estland zu bleiben.

Eichenlaub verliehen

Berlin, 28. 1 Sept. Der Führer verlieh das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an W-Obersturmführer Helmut S c h p 1 z , Bataillonskommandeur in dem H -Freiwilligen-Grenadier-Regiment'De Ruy- ter", als 591. Soldaten der deutschen Wehr-

ln Warschau herrscht wieder Ruhe

. W-PK.-Aufnahme Kriegsberichter Grönert IAtlj. ln einzelnen Stadtteilen herrscht wieder nor­males Leben und Treiben. Genau wie früher, stehen an den Verkehrsknotenpunkten die pol­nischen Polizeibeamten und leiten den Verkehr.

tueHkwm UrnktthSa^

Von

unserem militär. v.-W.-Mitarbeiter

Die Meldung des OKW. von der yer- nichtung der 1. britischen" Luftlandedivision und die über die Kämpfe in Mittelholland' verfügte Nachrichtensperre durch Eisen­hower verstärken den. Eindruck, den schon die letzten Tage schufen: Die feindlichen Absichten, die um den Niedefrhein als Ein- fallstor nach Deutschland kreisten, haben einen ausgesprochenen Fehl­schlag erlitten. Es ist nicht allein der Verlust einer Elitedivision, die ordentlich kämpfte und wohl bis zum Ende glaubte, noch entsetzt werden zu können denn sonst ist es nicht ; britische Art, einen Kampf fortzusetzen, wenn keine Aussicht auf Entsatz besteht, der die Episode von Arnheim beendet. Der Feind hat sich neben der taktischen Schlappe die Möglichkeiten einer operativen Auswertung seiner Luft­landung in Richtung auf den Niederrhein verbauen, ja wegnehmen lassen.

Taktisch zeigen die zehntägigen Gefechte westlich Arnheim, um den kleinen Ort Ster­beck, daß der feindliche Soldat letzten Endes' versagt, wenn er nicht die Überlegenheit besitzt, sondern noch dazu unterlegen ist. Und zwar gilt das auch für die britische Elite. Auch die Luftüberlegenheit vermochte in dieser Lage nichts an dem'Lauf der Dinge zu ändern. Es traten nach längerer Pause erstmalig wieder stärkere deutsche Lu/t- streitkräfte auf, und obwohl sie zahlen­mäßig nicht in der Lage waren, sich mit dem Feinde in der dritten Dimension zu messen, gewannen. sie doch soviel Einfluß auf derf Luftraum über Arnheim, daß der einzige Verstärkungsweg für die Luftlan­dung bei Arnheim kontrolliert werden konnte und jeder Nachschub eine tödliche Jägersperre passieren mußte, der er in den meisten Fällen erlag. Dafür zeugen die vom OKW. gemel­deten Flugzeug- und Lasteriseglerverluste.

Nachdem dem Eisenhowerschen Umfas- sungsunternehme,n, das gegen den Nord­flügel des Westwalles angesetzt gewesen war, die künstlich verlängerte Spitze des Luftlandeunternehmens abgeschlagen war, ist der Gegner auf den etwa 10 Kilometer Tiefe messenden Abschnitt zwischen Lek und Waal zurückgefallen. Er hat also den kleinen Biückenkopf, der von seinen Luftlande­kräften gehalten war, am rechten Ufer des Niederrheins verloren. Aber auch die Lage seiner Truppen bei' Nimwegen ist schlechter geworden. * Sie werden konzen­trisch Angegriffen. Ihre Verstärkungs- und Nachschubroute läuft über den Waal und ist daher ständigem Druck ausgesetzt. Der Feind isb darum mehr und mehr dazu übergegan­gen, auch diese Kräfte aus der Luft zu versorgen. Am nötigsten hat ständige Unterstützung über diesen Weg eine polnische Luftlandetruppe, die in diesem Abschnitt in exponierter Stellung noch hält. Der Landweg von Eindhoven nacfi Norden ist bei Verfiel immer noch gefährdet,. ein nach Osten ausweichender Ersatzweg liegt unjer. unserem Artilleriestörungsfeuer.' Der Feind strebt danach, da ihm sein-ope­ratives Ziel, der Niederrhein verriegelt wurde, wenigstens nach Osten Fühlung mit dem Mäasabschnitt aufzunehmen, bevor der Fluß Zu seinem großen Linksbogen nach dem Meere zu ansetzt. Eine ähnliche Absicht ver­folgte Dempsey im Westabschnitt seines mittelholländischen Korridors: es galt, die Basis nach Westen durch einen Angriff im Abschnitt Turnhout zu'verbreitern.

Da Eisenhower und sein Armeebefehls­haber Dempsey grundsätzlich die Lage in Holland nicht in ihrem Sinne wenden konn­ten, müssen sie jetzt versuchen, zu retten, was zu retten ist, um wenigstens die letzten Vorteile ihrer kostspieligen Luftlandung nicht auch noch zu verlieren. Ihre Führunqs- fehler haben wertvollen Truppen die mili­tärische Existenz gekostet. Ihre Panzer hat«