Ausgabe 
(27.9.1944) 261
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^Bremer

[parteiomlliche Tageszeitung der Nationalsozialisten Bremens

. Am tsblatt des Regierenden Bürgermeisters der Fre ien Hansestadt Bremen

l 261 ,14. Jahrgang

Amtliches Verkündungsblatl des Reichssiaähaliers in Oldenburg und Bremen

Mittwoch, 27. September 1944

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Gipfel feindlicher Vernichtungswut

Deutschland soll von der Körte verschwinden —* Offizielle feindliche Ausrottungsbeschlüsse

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Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung .

W Sch. Berlin, 26. Sept. Die Fest­ig daß der radikale Vernichtungsplari f Juden Morgenthau gegenüber Deutsch- * S der Initiative Roosevelts persönlich Eisprüngen ist und in Quebec die Zustlm- lla Churchills und Edens gefunden' hat, ist " jetzt an keiner Stelle ernsthaft bestritten n. Alle weiteren Anzeichen weisen ■br nach der entgegengesetzten Rich- so vor allem die Ausführungen des Vizeadmirals Emery Land, des Vorsitzen- , ea d er nordamerikanischen Kriegs-Schiff- labrlskommission, der in einem parlamen- Das galt vo, alb irischen Ausschuß erklärte, daß der ge- oderich Menzel z «ate Außenhandel Deutschlands und Japans oi „„-j. » .. p a j| e e j nes a i)üerten Sieges aufgeteilt »erden solle. „Ich sehe nicht ein“, so ver­sieh schließlich dieser Intimus Roose- idls, „warum nicht Nationen wie Deutsch- jadund Japan von der Karte ver­schwinden sollen". Das Reuter-Büro be- jerkt zu diesen Worten des Admirals Land, ijj er offenkundig durch seine Worte die rolle Zustimmung zu dem Vemichtungsplan iforgenthaus habe aussprechen wollen.

Die Tatsache, daß es sich bei dem Ver-, : jditungspian Morgenthaus nicht um einen leii oder weniger privaten Wunschtraum, itidem tatsächlich um die offizielle Ziel- ulzung der anglo-amerikaniäch’en Juden hd Plutokraten handelt, kommt gerade da der englischen Presse besonders beweis- köftig zum Ausdruck, wo man sich noch «wisse Gedanken über die Durchführbarkeit feer radikalen Vernichtungspolitik macht, b Zusammenhang einer solchen Betragh- teng' spricht der Londoner .Economist" aus- inicklich von den „Beschlüssen von Que- über die" Nachkritegsbehandlung taitschlands, die sich als eine Politik der .taektionen und des Massentransfers von. Stvölkerungen darstelle, wobei die „wirt­schaftlichen Grundlagen ■ des deutschen Le- ntag nachm, inLe tes syalematis:’', zn- z lA-* werden sglLen" -Str., blau beste fe anderer Stelle des Blattes wird von dem «per alliierten Militärregierung nach der «träumten Eroberung Deutschlands „ohne lassung einer deutschen Zentralbehörde" s von einer Maßnahme gesprochen, - die is jetzt in den Annalen der alliierten Ge­schichte nicht existiert habe. Weiterhin kW es geradezu als eine Selbstverständlich- sai behandelt, daß nach einem Siege der .(liierten eine „gigantische Wirtschafts- *” in - Europa ausbrechen werde, der Pgenüber es höchst fraglich sei, ob die ■liierten sie' meistern könnten. Auch „New

her haben können, wenn man auf uns ge­hört und unsere Argumente richtig gewür­digt hätte. Wir sind uns niemals im un­klaren gewesen weder über den radikalen Vernichtungswillen unserer Feinde noch über die bolschewistischen Absichten in Europa. Wir haben darum jetzt, wo sich die Gefahr aufs höchste gesteigert hat, noch einmal unsere letzten Kräfte zusammen­gefaßt und haben den festen Glauben, daß wir mit diesen Kräften den entscheidenden Wall zu errichten vermögen, den die Ver­nichtungsfanatiker nicht zu übersteigen ver­mögen.

Morgenthaus Verniohtungspläne

Drahtbericht unseres Vertreters u. Genf, 26. Sept. „Sunday Expreß" läßt sich aus Washington über die Beratungen

des USA-Kabinetts über den ungeheuer-1 Nahrungsmitteln, Kleidung oder anderen liehen Plan des jüdischen Schatzsekretärs ■ Dingen zu unterstützen. Morgenthau erklärt Morgenthaus weitere Einzelheiten berichten: ausdrücklich, daß hin Wiederaufbau der zer- Danach hat dieser besonders gehässige Feind störten Industrien und Verkehrsmittel nicht

Deutschlands in Übereinstimmung mit Roose- velt, Churchill und Eden einen Plan ausge- aibeitet, der Deutschland zu einem reinen Agrarstaat „umgebaut" wissen will. Die In­dustrieanlagen sollen zerstört oder ausge­liefert, die Bergwerke geschlossen werden. Deutschlands Wirtschaft von außen soll ab­geschlossen, wie überhaupt die wirtschaft­lichen Grundlagen des deutschen Lebens systematisch zerstört werdery sollen. Die alliierten Verwalter Deutschlands sollen verpflichtet werden,' keinerlei Maßnahmen des Wiederaufbaues. Deutschlands zu ergreifen. Es soll auch v e i- I boten werden, das deutsche Volk mit I

Das Gesicht des Kommandanten

in Betracht komme. Roosevelt und Churchill haben diesem Plan ihre Zustimmung ge­geben. Roosevelt hält es mit jenen, schreibt „United States News", die Deutschland einen hartenFrieden auferlegen wollen. | Zum Glück handelt es sich nur. um Pläne, i vor deren Verwirklichung die deutsche Wehrmacht noch ein entscheidendes Wort mitzureden hat. Ah dem entschlossenen, Willen des deutschen Volkes und seiner I Soldaten werden alle Haßphantasien Roose-1 velts und seiner jüdischen Helfer scheitern. Das deutsche Volk ist fest entschlossen, die feindlichen Vernichtungspläne zu zer­schlagen.

Neue Luftlandetruppen in Holland vernichtet

Schwere Kämpfe um Straßen und Sperriegel — Erfolgreiche Gegenangriffe hei Nimwegen

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is, Bückeburg. 9 ätesman and Nation" spricht von der Ab- „die deutsch'e Souveränität r lange Zeit auszulö.schen". «I gemerkt, es handelt sich hier ebenso ! t beim Morgenthau-Plan nicht um Haß- tjien unverantwortlicher Einzelgänger in ■tsse und Politik, sondern, um die Be- wüsse, die auf der Konferenz zwischen , und Churchill gefaßt wurden und gegnerischen Presse als feststehende ' <a ? der maßgeblichen Stellen erörtert wen. Wenn Roosevelts Staatssekretär •| die Tatsachen durch diä Behauptung hj“ dn .bkel n sucht, daß die Probleme der : , negspolitik sich noch im Stadium der ■ ungen befänden, so sagte er das offen- toaT,' u , m d * e deu tsche Reaktion auf die . ntgabe solcher Pläne abzuschwächen, „ ena überhaupt noch möglirfi, nur in- i'iit w , e , 1 . teren Steigerung unserer Kampf- s'i'intu n t werden kann. Im übrigen be- seitin v doc ^ w » eder ' daß ..eine gegen- r,2 Ver ständigung zwischen den Ver- ciion ,,n . j aaten ' England und der Sowjet- ln dar Erage gesucht werde, wie die Wiuffi,! y irtsc hafts- und Lebenskraft am 'üfai könn Un< ^ zweckma ß*9 sten .zerstört

bao» 1 * ri der 9 anzen übrigen Welt ist je WhJ* me hr jeder Zweifel daran zum. Geq n „ mden Sebracht worden, daß unsere.

Jema ' s -ernst gemeint haben mit ! Ä? gen ’ die etwa ™ Stil der At- (ää j: atta gehalten waren. Die Tatsache, VwisH,‘P-Amerikaner gegen die bol-, ce r mpc c ^ en P(äne in Europa keinen Fin- '»«■k _., r . zu rühren gedenken, wird katun

’iiater rfaR r j.^ an ü sam kommt man auch da- ' 5ä lition = tf. ^ächkriegspläne der Feind- naa( 6n u Unterwerfung aller Klein- Jsii er das Diktat des Bolschewismus H .glichen Plutokratie. zielen. Man i3 iden\i e f überhaupt kein Blatt mehr ^ J %en 7 Und ’ "Times” schreiben zu der

^weizerisch 011 t f“ berton ° ak ' wie die

ist ,jj e cfle "Tat aus London berichtet, ■!>; ex : ,. neue Friedensorganisation nur * »nd rf 16 « 611 sod ' um die Mächte zwei- ?«n n c ,I' t en Fanges und die gegenwär- ^iten, d a ? er . d . er Alliierten im Zaum zu ! ? e i Sch, f SIe aber den Kleinstaaten kei- Üiierten r tZ o ü e 3eu die Übergriffe einer Times" f 7 ™m a cht gewähren wird". Die Die piff 1 , l eren das etwas .vorsichtig ? indes d ? r Großmächte ist ietz-

^rfeerheit ^ e * nz i9 e Basjs, auf der die . "Eins e , r Kleinstaaten fußen kafon". 5 bisher f ke it der Großmächte“ v ! ‘ !en verfi, ri mni , er noch ausschließlich als ^»chewistif „ der .Westmächte unter jedes Do, u Diktat in Erscheinung ge— deshAik Weizerisc ü e Berichterstatter lari j il Recht den Schluß, daß >i Schpn d ® n Plänen der Alljierten alle S^llsch Kleinstaaten hiiflos dem bol- üfessfn' Willen preisgegeben sein

Eigener Drahtbericht

BZ Berlin, 26. Sept. Die Gesamtsitua­tion im Westen hat sich nicht verändert. Vor den immer stärker werdenden deutschen Widerstandslinien verbluten unzählige An­griffsgruppen des Feindes, dessen Durch- bruchsversuche überall erfolglos blieben.

In den Niederlanden hat sich die Lage für dfe Briten trotz der am Sonntag zugeführten Verstärkungen nicht fühlbar gebessert. Die teilweise im Rücken unserer Linien nieder- gegangenen Fallschirmspringer erschwerten zwar die Einheitlichkeit unseres Gegenan-. griffs, doch standen an allen Brennpunkten Eingreifreserven bereit, die vor allem die südwestlich Arnheim und südwestlich V e c h e 1 heu abgesetzten feindlichen Kräfte im Laufe der Nacht abrißgelten und zum Teil bereits vernichteten.

Die härtesten Kämpfe finden im Raum Eindhoven—Nimwegen statt. In Fortsetzung ihres Gegenangriffs gegen die westliche Seite des feindlichen Einbruchs­raumes drangen unsere Panzer weiter ge­gen V e c h e 1 vor und nähern sich dort wieder der Häuptverbindungsstraße, auf der die Briten ihre Panzferkräfte nach Nim- w e g e n nachziehen. Da der restliche, schmale Korridor zwischen Nimwegen

und Eindhoven keine leistungsfähigen Straßen aufweist, versuchten die Briten bei­derseits V e c h e 1 unsere vorgedrungenen Panzer wieder zurückzudrücken. Als dies nicht gelang, verstärkten sie ihre Angriffe östlich Eindhoven und schoben starke Kräfte in nordöstlicher Richtung vor, um die durch D e u r n e führende Landstraße in die Hand zu bekommen. Konzentrische Geqen- stöße gegen diesen vom Feind genommenen Straßenknötenpunkt sind im Gange. ,

Trotz der in ihrem Kücken tobenden Kämpfe mußten die britischen Panzer ihre Stöße aus Nimwegen nach Norden fort­setzen, da es ihnen bisher immer noch nicht gelang, den sich mit. dem Mut der Ver­zweiflung wehrenden Splittertruppen der :■ westlich Arnheim zusammengeschlosse- neo. 1.. britische«-J-uftiandedivision zn Hilfe zu kommen. Sie trafen aber wieder auf un* sere Sperriegel und wurden in Gegenstößen erneut abgeschlagen.

Es ist unseren Truppen also gelungen, die unmittelbare Bedrohung des schmalen Verbindungskorridors' zwischen , Eindhoven und Nimwegen aufrechtzuerhalten. Wie schweT die feindlichen Ausfälle bei den Kämpfen in den Niederlande« sind, ergibt sich aus einer Meldung einer einzigen dort eingesetzten Flakdivision, deren schwere

und leichte Batterien bisher 313 Panzer und 92 Panzerspähwagen sowie zahlreiche son­stige Fahrzeuge vernichteten. Wiederholt wurden die Flakkanoniere auch als Infan­terie eingesetzt, beim Zerschlagen feind­licher Widerstandsinseln haben sie rund 2000 Gefangene eingebracht.

Im~ Raum von Aachen und an der, Eifel-Front sah sich der Gegner infolge seiner hohen Verluste zur Zurückhaltung gezwungen. Im Raum östlich Nancy klär­ten unsere Truppen die Lage ebenfalls' zu ihren Gunsten. Unter gleichzeitiger Abwehr starker feindlicher .Panzerangriffe südöstlich Lunevilhe ist es ihnen gelungen, den bei Dieuz e in Richtung auf die obere Saar vorgestoßenen feindlichen Keil das Rückgrat zu brechen.

Zwischen E p i n a 1 und R e m i r e m o n t 1 sind die kämpfe noch in vollem Gange. Hier versuchten starke Verbände der 7. nord- amerikanischen Armee aus ihren' Einbruchs­stellen nach Südo'sten einzuschwenken, um durch Angriffe, in Richtung auf B e 1 f o r t unseren Sperrifegel vor der Burgundi- schen Pforte einzudrücken. Die Boden­gewinne des Feindes bliöben zwar noch ge­ring, doch ist hier mit weiteren starken An­griffen zu rechnen.

„Deutsche Reaktion in Holland von gewaltiger Stärke

Londoner Klubsesselstrategen und Kriegskorrespondenten im Streit

Enttäuschte Hoffnungen

Drahtbericht unseres Vertreters

ost. Stockholm, 26. Sept. Die Beurteilung der allgemeinen Kriegslage kn Westen und teilweise auch im Osten ist Gegenstand einer erbitterten Auseinandersetzung zwi­schen den sog. militärischen Fachleuten der britischen Presse einerseits und den bri­tisch-amerikanischen Kriegskorresponden­ten andererseits geworden. In letzter Zeit konnte beobachtet werden, wie völlig ver­schieden die allgemeine Lage an den Fron­ten von diesen beiden Gruppen beurteilt wurde. Diese Kluft hat sich mittlerweile so vertieft, daß es zu den ersten regelrechten Zusammenstößen zwischen den Vertretern der beiden Auffassungen gekommen ist. Ent­scheidend hierfür ist die Tatsache gewesen so wird heute i« einem Bericht aus Lon­don gemeldet —, daß der deutsche Widerstand praktisch auf der gesam­ten Westfront sich immer mehr ver­steift, immer härter wird und ein großer Teil der besonders wuchtigen Angriffskeile der britisch-amerikanischen Streitkrätte im­mer wieder zurückgeworfen wird. Die Ent-: Wicklung im Gebiet von Arnheim bzw. in Mittelholland hat auf diese auseinanderklaf­fenden Ansichten über den weiteren Fort­gang des Krieges im Westen besonders ein­gewirkt. Während die Schreibtischstrategen der Londoner Redaktionen immer noch be­haupten, daß „ein baldiges Kriegsende vor­auszusehen sei", erklären jetzt übereinstim­mend sämtliche Kriegskorrespondenten, die das Pulver an der Front riechen, diese Theoriestrategen i« London sollten einmal an die Front' kommen, darin würden sie wahrscheinlich ihre Meinung sehr schnell ändern.

Einer, der besonders böse über die An­sichten der Klubsesselstrategen i« London ist ist der Kriegskorrespondent des Lon­doner „Daily Herald", der u. a. erklärt: Diejenigen, die sich immer noch so un­glaublich optimistisch über die Entwick­lung des Krieges äußern, sollte« doch end­lich einmal miterleben, auf.welchen Wider­stand wir hier im Westen überall stoßen. Sie würden wahrscheinlich sehr schnell ihre Ansichten umändern.

Im übrigen hat seit dem ersten Tag . der Invasion in der Normandie und der großen Durchbruchsschlacht bei Falaise die eng- lisch-amerikanische Öffentlichkeit nicht mit solcher Spannung auf Nachrichten von den Kriegsschauplätzen .Westeuropas gewartet wfe heute. Mari weiß genau, was los ist: die in Mittelholland bei, Arnheim gelandeten britischen Luftlandeverbände stehen seit acht Tagen in einem verzweäelten Abwehr­

retten, und trotz täglich herbeigeführter Verstärkungen werden sie doch auf immer enger werdendem Raum zusammengedrängt. Teile dieser Verbände sind bereits abge- sprengt und in kleinere Kessel zusammen­getrieben worden. Kein Mensch in der eng­lischen oder amerikanischen Presse behaup­tet augenblicklich, daß dieses große Luft- landemanöver geglückt- sei, im Gegenteil, militärische Kommentatoren und Frorit- korrespondenten . lassen den Lesern keine besonderen Illusionen, es heißt überall, daß die Lage kritisch sei.

Seit fast einer Woche wartet man nun vergeblich auf die heiß ersehnte Nach­richt, daß die Verbindung zwischen den Luftlandeverbänden und den amerikani­schen Panzerstreitkräften hergestellt ist. Bisher ist sie nicht eingetroffen. Die mili­tärischen Kommentatoren der Feindseite ge­ben sich alle Mühe, die sehr große stra­tegische Bedeutung dieser Landungsopera­tionen bei Arnheim eingehend zu erläutern. Bitter, beklagen sich die Kriegskorrespon­denten aber über» die deutschen -88-mm- Flakbatterien, die im Erdkampf wie in der Luftabwehr eine furchtbare Waffe seien, be­sonders wenn sie in solchen Massen ein­gesetzt seien wie gerade im Kampfraum von Arnheim, wo nach einer britischen Kriegs­korrespondentenschilderung eine 10 km

tiefe Flaksperre von unbeschreiblicher Feuerkraft aufgebaut sei, die die Landungen immer wieder zu einem furchtbaren bluti­gen Unternehmen ipachten.

„Die deutsche Reaktion in Holland gegen­über der britischen Bedrohung bei Arnheim ist von gewaltiger Stärke", erklärte der bri­tische Rundfunkkommentator Frazer, auch wenn die Einwirkung von Regen, Wolken und Sturm in Betracht gezogen werde, bleibe immer noch die Tatsachp, daß es der ent­schlossene deutsche Widerstand sei, der zwischen der 2. britischen Armee und dem ihr gestellten Ziel stehe. Die deutsche Ver­teidigung habe »sich in der letzten, Zeit überhaupt zusehends versteift. Es sei des­halb möglich, daß die Alliierten gezwungen werden, eine Pause einzuschalten, um ihre Verbindungslinien und ihren Nachschub zu organisieren. Die Verstärkung des deut­schen Widerstandes beschwöre die Gefahr herauf» daß jder Hauptansturm der Alliierten auf die Zeit nach dem Einsetzen des Win­ters verlegt werden müsse. Im übrigen seien General Montgomerys Offensive und die Luftlandeoperationeri in Holland als ein äußerster Versuch anzusehen, die Stabilisie­rung der deutschen Linien zu verhindern und diri Kriegführung „offen" zu lassen, be­vor der Schlamm des Winters die Räder des alliierten Angriffs behindere.

Besondere Anerkennung für Einzelkämpfer

Scharfschützenahzeichen auf Befehl des Führers eingeführt

dnb. Berlin, 26. Sept. In Anerkennung des hohen Einsatzes des Einzelschützen mit Gewehr als Scharfschütze und zur Würdi­gung der hierbei erhielten Erfolge hat der Führer für das Heer und die Waffen- das Scharfschützen-Abzeichen eingeführt. -

Das Abzeichen ist ein Oval mit Adlerkopf und Eichenlaub und wird auf dem rechten Unterarm getragen. Die Umrandung — ohne, mit silberfarbiger oder goldfarbiger Kordel — kennzeichnet die drei Stufen, in denen das Abzeichen an planmäßig ausgebildete und als Scharfschützen eingesetzte Soldaten verliehen wird.

Mit der Schaffung des Scharf schützen-Ab­zeichens findet eine wichtige Gruppe von Einzelkämpfern ihre besondere, wohlver­diente Anerkennung. Den Männern mit dem scharfen Auge upd der sicheren Hand war stets ein wichtiges Aufgabengebiet zuge­wiesen. Aufmerksam überwachen sie die Bewegungen des Feindes, beseitigen Beob-

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schützen und sorgen dafür, daß die eigenen Bewegungen nicht ausgespäht werden kön­nen. Sie sind Einzelkämpfer mit besonderen Fähigkeiten, die scharfen Wächter der Front, deren Aufgabe in ruhigen und bewegten Zeiten niemals aufhört.

Eichenlaub verliehen

dnb. Berlin, 26. Sept. Der Führer verlieh das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eiser­nen. Kreuzes an Generalleutnant August Schack, Kommandeur der am 27. August in den Ergänzungen zum Wehrmachtbericht genannten 272. Infanterie-Divisign, als 597. Soldaten der deutschen Wehrmacht.

Der australische Premierminister Curtin betonte in einer Rundfunkrede, daß ungeheure Mittel zur Niederwerfung der Japaner benötigt würden.

Von der britisch-indischen Regierung in Neu- Delhi wurde zugegeben, daß allein im nördlichen Teil der Provinz Bihar in der ersten Hälfte dieses Jahres 68 481 Personen an der Cholera ge- dtorben Sfad.

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PK.-Auinahme Kriegsberichter Eimke (Atl).

Drei Zerstörer hat das Boot heute' umgelegt. Es war ein schwerer Tag, doch der Kommandant ist zufrieden. Nun geht es neuem Kampf, entgegen.

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Von

Alfred G e r i g k

September 1940 — man muß sich die Situation in Erinnerung rufen, um sich klar zu machen, was jener Pakt der drei Mächte bedeutete, die sich zur Bildung, einer neuen Ordnung i« Europa und in Asien zusammen­taten'. Gegen London war der große Luft­kampf der deutschen Luftwaffe im Gange. Seit drei Monaten herrschte Ruhe auf dem westeuropäischen Festland, denn mit Frank­reich war' der Waffenstillstand abgeschlos­sen und Ruhe herrscht« seit Monaten auch im osteuropäischen Raum,- w<n der deutsch- polnische Feldzug schon einem langsamen Neuaufbau Raum gemacht hatte. Seit drei Monaten war Italien mit in den Krieg, um die neue europäische Ordnung eingetreten. Deutschland nahrii militärischen Besitz von der Atlantikküste vom Nordkap bis zu der Biskaya. Die Sowjets waren hinter dem pol­nischen Raum zurückgedrängt und waren mit jener gewaltigen Aufrüstung beschäftigt, deren Ergebnisse sich dann in den Schlach­ten seit dem Sommer 1941 zeigten.

Dieser militärischen Situation entsprachen ganz bestimmte politische Möglichkeiten. In Europa schien' nach dem Abschluß des Ost- und Westfeldzuges <jhe Neuordnung ent­sprechend den Ergebnissen der Feldzüge möglich, überall zeigte sich' aus den ein­leitenden Maßnahmen der Besatzüngßbehör- den in den besetzten Gebieten und aus den Plänen, die die Regierungen Deutschlands und Italiens andeuteten, hoffnungs­volle Ansätze für eine Ordnung, die allen Völkern ihr Lebens­recht geben konnte — auch den be­siegten. Das galt vor allem für die auf dem europäischen Kontinerit besiegten ' Groß­mächte England und Frankreich, durch deren verhängnisvolles Garantiesystem ja. der Krieg im Osteh seinen Anfang genommen und sichT dann nach dem Westen verpflanzt hatte.

Noch waren die , englischen Kolonien durch den Krieg unangetastet, der Bau des britische« Imperiums war unerschüttert — England galt unbestritten als ein Weltreich, dessen Entwicklungsmöglichkeiten auf de« Meeren und über den Meeren unendlich reich waren, auch wenn seine Basis für 'die Einmischungen in europäische K^ontinental- politik ihm genommen war. Ähnlich sah es für Frankreich aus. Die Kolonien des fran­zösischen Imperiums hatten sich mit weni­gen Ausnahriien um die Zentralgewalt ge­schart, die Marschall Petain repräsentierte. Form und Inhalt des Waffenstillstandes, mit Deutschland gäben die Aussicht auf eine Befriedung, die bei Regelung der italienischen naturgegebenen Ansprüche Frankreichs Eritwicklungsmöglichkeiten nicht zerstört hätte. Vor allem aber: E u - r o p a hatte unter dem Krieg, der gerade ein Jahr gedauert hatte,-nur wenig ge­litten, die Feldzüge im Osten, Norden und Westen warenrio schnell über di« Län­der hingebraust, daß die Substanz der Völker davon unberührt ge­blieb eri war.

So konnte im September 1940 der Ge­danke Aussicht auf Erfolg haben, daß man eine Ausbreitung des Krieges im Räume und in der Zeit ver­hindern und so eine Weltkata­strophe vermeiden könnte. Denn drohend zeigten sich Ausblicke auf eine solche Katastrophe, die unvermeidlich wer- deri mußte, wenn die Versuche Englands, die USA in den Krieg einzusparinen, Erfolg hahen sollten. Hinter Amerikas Marsch in den Krieg mußt« die Ausbreitung des Krieges auf den Pazifik stehen und die Gemeinsamkeit der englisch-amerikani­schen Bemühungen um Rußland als dritten Kriegspartner mußtön Europa zum Schlachtfeld machen.

Das war- der Sinn des Drei­mächtepaktes, den Deutschland, Italien und Japan im September 1644) ab schl ossen ! er sollte ein War-»