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hmeferinins ohne Verbindlichkeit. •; Auff7 1 ■ „ . Zweite Schlachtpforte 7.
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Parteiamtliche Tageszeitung
* Amtsblatt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
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Geschäftsstellen!
.Bremen: Geeren 6/8. Ruf 2 19 31 1 Nach traf und sonntags 2 47 65} Obemstrafie 88, Ruf 2 19 &S« Syke: Mühlendamm 2} Bremen-Hemelingent Bahnholstraße 6, Ecke Poststraße, Ruf 4 34 5% Bremen-Vegesack: Rohrstraße 24, Ruf 4 «. % Bxemen-Blumenthal: Kapt.-Dallmann-Str. 41/4% puf 88 and 89.
der Nationalsozialisten Bremens:
Amtliches Verkündungsblatt des Reicbsstatihalters in Oldenburg und Bremen
14. Jahrgang
Dienstag, 26. September 1944
Einzelpreis 15 Rph
Sie möchten unsere Industrie vernichten
Gleiche Vernichtungswut der Feinde im Osten und im Westen — Ausrottungsplan des Juden Morgenthau
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— Dresdner SC - Riesaer SV 2:6,
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xlag 7:2, Vikton, B d, wie die „New York Times“ h*vor- : 2:1, Chemnita, j^en die Führung im Ministerrat innehat, “ach — SV Grün ' h dem Associated-Press-Bericht von
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- Schalke 041:16 im 4:1, Alemacsii Heme 1:3, KS( iörussia Doitmi 1, Rotweiß Padei 3 Bielefeld gege
Spvgg. Fürth 14 Bajuwaren — K
l 0:3, Wiener AI r AC — FC Ws Wien 3:2, Ädmin
25. Sept. In völliger Uber- mit den bolscheyvisti- . . Forderungen nach Massende- ! rtierung.deutscher Arbeiter
f" ' i nn ere der Sowjetunion hat, wie der “.«pendent der Nachrichtenagentur As- ated-Preß in Washington, John Hight- r berichtet, der USA-Finanzminister, der ■'* Morgenthaü, dem Präsidenten einen vTnichtungsplan vorgelegt, der, wie aus- larklich betont wird, ganz aui die Sowjets «stimmt ist. Morgenthaü will Deutsch- S als Industriestaat völlig anslöschen.
industriellen Maschinen sollen zerstört „d abmontiert und vornehmlich in der Sc* Ilunion aufgestelit werden, ln einer erbenden Reuter-Meldung aus Washington ei8t es dazu, daß Morgenthaü alle Sicheren schaffen wolle, um einen Wieder- aniba u und eine Reorganisation der deuten Wirtschaft zu unterbinden.
Dieser Plan des berüchtigten Finanzjuden, (er der engste Mitarbeiter -Roosevelts ist
joosevelt gebilligt worden und hat urh schon die Zustimmung der maßgebert- jai Minister der USA-Regierung gefunden.
Anglo-amerikänische Praxis
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung dr.w.sch. Berlin, 25. Sept. Die Beispiele Sanänien, Bulgarien
50., s. pass. Heri ote unter L rii. Posit,, 49 J., e tj-jjg Eigenheim in Kcr e Bekanntst, r* von 35—40 J. enschaften. Sie ner treuen u. k schaft in der ^
:chr. mit Bild men u. Kenn-Nr.l ugeb.) an Adm- . Rocklage, ! J astav-Miiller-Pl
10 J., 1,85 gr- im Alt. v. 20-36]
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te schaudernden abendländischen Welt mit tater Eindringlichkeit zum Bewußtsein hingen müssen, von welch einem furcht- „en Schicksal der Vernichtung sie betroffen werden würde, wenn es dem Bolsche- lismus gelingen sollte, sein Kriegsziel zu verwirklichen. Auch nach der Richtunq ist irrwischen der letzte Zweifel geschwunden,dafidie anglo'-amerikanischen fechte weder die Kraft noch den Willen hm, de»: sowjetischen Plänen noch .irgend feas entgegenzüsetzen. Ühsfer'e' westlichen Caner haben sich nicht nur aus Gründen Abhängigkeit in der Kriegführung von feskau mit der vollkommenen Bo l- wisierung. Europas mögenden, es besteht darüber hinaus eine lere jüdische Verbindung zwischen den inden im .Osten und im Westen, die den raemsamen Haß- und Racheinstinkten entspringt und in der der sowjetische Ausrot- lgsplan von der jüdisch bestimmten Poli- im Westen bewußt als der-eigene über- len wird. Nicht mit irgendwelchen Zei- des inneren Widerstandes, sondern •öchstens kühl akademisch oder gar sadi- pcb boshaft werden heute in der ergeben und in der amerikanischen öffent- *eit die Absichten der Moskowiter ge- äber Europa mit brutaler. Offenheit zu- _ leben und erörtert, so-wenn der „Ame- itu Mercury" feststellt, daß das primäre ’ ( ‘ er Sowjets eine „grundlegende Uin- -iamg der sozialen Struktur — will na- fflich sagen: die - , restlose Bolschewisie- ‘3 — sei.
Selbstverständlich sei dabei der bolsche- Wsche Standpunkt, daß,der deutsche Lebensstandard auf denjenigen der ,• niedrigsten stehenden Gebiete der Sowjetunion herabge drückt - werden •esse und daß die „Bestrafung" der Deutyen sich auf alle Schichten der evölkerung zu erstrecken habe. Was •Nivellierung auf den untersten Stand in 9 Sowjetunion bedeuten würde, ist gräß- «i— em ?. eu4 *9- Wie die „Bestrafung" aus-
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6»i wbrd . e ' ist auch längst Gewißheit. In en englischen und amerikanischen Stirn-, t j, n lst das absolute Einverständnis tan bolschewistischen Plan ausgespro,- . Wor( ten I deutsche Facharbeiter iit s l n ? ere Arbeitskräfte millionenfach In Ctal . a y enar beit in die Gebiete des Sih 1 m c ** e nördlichen Tundren und nach ih«,!, 11 e n zu verschleppen. Hier gibt «erhaupt keine “
selbstverständlicher Bestandteil aller Pläne erscheint. Soweit noCh Erörterungen über die , Zweckmäßigkeit angestellt werden, gehen sie lediglich von der Frage aus, ob man nicht noch wirksamere Methoden der Vernichtung und Ausbeutung finden könnte.
Die Praxis der Anglo-Amerikaner in denjenigen Gebieten Europas, in denen sie bereits Fuß fassen konnten, entspricht voll und ganz diesem radikalen Ausbeutungswillen, wobei selbst im Hinblick auf das „befreite" Frankreich bereits Untersuchungen im Hinblick auf die Ausbeutungsmöglichkeiten angestellt werden.' Anders ist die Meldung nicht zu «verstehen, nach der bereits in Paris eine amerikanische Mission am Werk ist, um die wirtschaftlichen Möglichkeiten zu untersuchen, die sich jetzt für den Dollarimp'erialis- m u s in Frankreich ergeben könnten.
Entsetzlich sind die Auswirkungen dieser Praxis vor allem da, wo die Anglo-Amerikaner auf früher feindlichem Boden stehen, vor allem in Italien. Alle britischen und amerikanischen Reisenden, .die aus Italien kommen, erklären nach einem Bericht der schweizerischen „Tat", daß die tage in Italien viel furchtbarer ist, als es sich irgend jemand ausmalen könnte, und daß sie jeglicher Beschreibung spottet. „Hunger", so
heißt es in diesem Bericht, „ist der allgemeine Nenner, auf dem sich mehr oder weniger alle Einzelerscheinungen zurückführen lassen, wobei die Lebensmittelnot zum wesentlichen Teil auf den völligen Zusammenbruch des Transportwesens zurückzuführen ist.
Das alliierte Oberkommando requiriert Pferde und Maultiere, die unbedingt notwendig sind. Ein Kilo Salz, das'in der Hauptstadt nur im Schwarzhandel zu haben ist, kostet 500 Lire. Nach neuesten Schätzungen kostet der Unterhalt einer Arbeiterfamilie beute etwa siebenmal mehr als im November 1940, nämlich rund 1500 Lire pro Woche, ohne daß jedoch die Löhne und Gehälter entsprechend gestiegen wären. Die Durch- . schnittslöhne bewegen sich in Rom wöchentlich zwischen 500 und maximal 1000 Lire. Dabei ist aber die große Mehrheit der Bevölkerung ganz oder teilweise arbeits- Lo s. Allein Rom zählt heute mindestens 200000 Vollarbeitslose. Die Lage der kleinen'Leute des unteren Mittelstandes ist Womöglich noch schiimitier. Die Klein- kindersterb|lichkeit ist in Rom auf 45 Prozent gestiegen, mehr als, das Doppelte der letzten Vorkriegsziffern. Größer und größer wird die Gefahr, daß die schon stark um sich greifende Korruption und Prostitution durch• den ständig ver
zweifelter werdenden Kampf um einen Bissen. Brot breite Schichten der Bevölkerung allmählich’der Verzweiflung und zum Teil auch dem Verbrechen in die Arme treibt".
Es kann nur als blutiger Hohn und gleichzeitig als eine unbewußte furchtbare Selbstanklage wirken, wenn ein New Yorker Rundfunksprecher die Italiener mit künftigen Maßnahmen zu trösten versucht und wenn er dann seine Ausführungen so schließt: „Wir werden nichts unversucht lassen, die Überwindung der Not zu erleichtern, aber glaubt nicht, ‘daß sich diese Krise nur ln Italien vorfindet. Wir beobachten sie in allen befreiten Ländern." Deutlicher kann es aus feindlichem Munde kaum eingestanden. werden, daß Hunger und grenzenloses Elend überall sofort im Gefolqe der Anglo - A.m erikaner auf europäischem Boden sich ausbreiten.
Grausamster Vernichtungswille und fürchterlichste Verelendung und Hungerpraxis verbinden sich so zu einem einheitlichen grauenhaften Bild dessen, was jedes Volk erwartet, das sich entweder vom Bolschewismus oder von den Kräften der jüdischen Plutokratie im Westen unterkriegen .läßt. Am fanatischen Widerstand dek zum letzten Einsatz aufgernfenen und bereiten deutschen Volkes wird der Ansturm dieser Kräfte der Vernichtung zerbrechen.
Tapfer weiterhämpfen bedeutet den Sieg!
Staatssekretär Naumann sprach im westlichen Industriegebiet auf einer Großkundgebung der NSDAP.
dnb. Berlin, 25. Sept. Im deutschen Westen, dem sich angesichts des feindlichen Ansturms an seinen Grenzen die Blicke der ganzen Nation zuwenden, sprach in einer Großstadt des Industriereviers auf einer von entschlossenem Kampfeswillen getragenen Großkundgebung der NSDAP, der Staatssekretär im Reichspropagandaministerium Dr. Nanmann. Er wandte sich mit seiner Rede an die Männer und Frauen des Westens, die — seit Jahren in der vordersten Front des Luftkrieges bewährt — unseren Soldaten ihre Waffen schmieden. Dr. Naumann sprach zum deutschen Westen in Kenntnis der Antwort, die die Arbeiter und Arbeiterinnen' des Industriereviers dem an- gelsächsichen Angriff gegeben haben. Sie heißt: Steigerung aller dem Kriege, dienenden Produktionen unter und über Tage, beschleunigte Fertigung der neuen Waffen, die in der Endphase unseres großen Kampfes ihre dem Gegner jetzt noch nicht bekannte Sprache vernehmlich sprechen werden. Dr. Naumann vermittelte den Teilnehmern der Großkundgebung ein umfassendes Bild der militärischen und politischen Lage, wie es sich in der dramatischen Entscheiduhgs- phase des Krieges darbietet. Er gab dem deutschen Volk im Westen seine Parole für kommende schicksalsvolle Tage: Tapfer weiterkämpfen bedeutet den Sieg!
Vor wenigen Wochen, sö führte Dr. Naumann aus, habe für das deutsche Volk das sechste Jahr des Krieges um sein Leben begonnen. Im Osten, Westen und Süden seien unsere Feinde zum erwarteten Generalansturm angetreten.
„Wir haben gewußt, daß der Ansturm des Feindes söhwer werden wird. Trotzdem muß und wird er aufgehalten werden. Die deutsche Führung entfaltet zu diesem Zweck höchste Aktivität Die Gegner sind wohl stark und mächtig, aber nicht unüberwindlich!“
Im Westen sei den Engländern, die hier nicht mit fremdem, sondern mit eigenem
Blute zu kämpfen gezwungen wären, in der Normandie und auch in den Tagen des Bewegungskriegs nichts geschenkt worden. Jeden Meter Boden hätten sie mit einem bitteren Todeszoll erkaufen müssen. Lange Schon überschritten die amerikanischen Verluste die Höhe der Blutopfer des ersten Weltkrieges und viele britische Elite-Einheiten’ lägen in Frankreich begraben. Nicht ohne Grund hätten kürzlich trotz scharfer Zensur britisch^ Zeitungen mahnend an die düsteren Tage von Paschendeele erinnert. Diese gleichen Zeitungen müßten aber auch gegen ihren Willen den deutschen Fronttrupp,en im Westen todesmutige Einsatzbereitschaft in allen auch aussichtslos erscheinenden Lagen zusprechen. Ihr Kampf ermöglichte den Aufbau einer neuen Front igj Westen, der sich für jeden sichtbar bereits in den unbestechlich wahren OKW.-Berichten abzeichne. ' Er schaffe die notwendige Zeit für die Verteidigung des Westwalles, der diese neue Front verstärken werde. Tag und Nacht sei alles am Werk, um sie mit dem Leben und Material zu erfüllen, das erforderlich sei, um den kategorischen Imperativ Wahrzunehmen: Die Westfront muß haltenl „Der Feind“, so kennzeichnete Dr. Nauman abschließend die Situation im Westen, „hat unsere französische Position erobert, aber nicht den Krieg gewonnen." Auch die Angelsachsen, das müsse man sich bei dieser Lage vor -Augen halten, seien ‘ auf diesem Kriegsschauplatz an nicht zu übersehende erschwerende Bedingungen gebunden. Heute noch; mehrere Monate nach Invasionsbeginn, verfüge der Feind dank des Abwehrkampfes der schon in die Geschichte dieses Krieges eingegangenenVerteidigervon St. Malo, Brest, St. .Nazaire usw. über keine ausladefähigen Häfen. Das Eisenbahnsystem des westlichen Kontinents sei von uns bei der Räumung nachdrücklich zerstört und dann noch Von der feindlichen Luftwaffe im Zuge des Vormarsches gründlich zerbombt
worden. Uns könne man diesbezüglich nicht die fachmännische Erfahrung absprechen, die ab.zuschätzen gestatte, daß die Wiederherstellung der langen Schienenwege bis zur Front von heute ihre geraume Zeit dauern werde. Der Transport der mit mechanisiertem Material überhäuften DI Visionen des Feindes koste aber zudem heute den doppelten -Laderaum als ihn die Beförderung einer Division etwa im ersten Weltkrieg verlangt hätte. ,
Im Osten stehe die Front festgefügt im feiüdlichen Ansturm. Sie habe in den letzten Monaten alle, auch die schwersten Angriffe abgewiesen und die Bolschewisten' erneut zi' schwersten Opfern gezwungen. Die veränderte politische Situation nötige im übrigen den Feind dazu, Truppen nach dem Balkan und- in andere besetzte Länder zu entsenden. *
Die deutsche Führung wisse um die Bedeutung der Luftwaffe in all den schweren Abwehrkämpfen der Fronten in West, Ost und Süd. Sie werde sich nicht damit abfin- den, ihren Feinden die Luftüberlegenheit zu belassen. England täusche sich auch, wenn es ein Ende seiner Luftbedrohung nach dem Verlust unserer französischen AbschufSbasen erwarte. „Solange die Engländer gegen uns Krieg führen", rief Dr. Naumann aus, „wird London keine Ruhe haben." Die deutsche Führung glaube zwar nicht, daß von einer neuen Waffe allein der Ausgang des Krieges abhängig sei. Eines stehe aber fest: Die deutsche Wissenschaft, die beste der Welt, sei, von der Not ihres Vaterlandes beflügelt, mit unermüdlichem Erfindungseifer am Werk, Das werde der Feind bald erfahren.
Unter zustimmenden und bekräftigenden Zurufen rief Dr. Naumann aus: „Wenn unsere Söhne und Brüder viele hundert Kilometer von hier in Brest und in Boulogne auf sich allein gestellt bis zum letzten Blutstropfen kämpfend dem ' verbrecherischen Feind Widerstand leisten — wie sollten wir anders
(Fortsetzung siehe Seite 2)
Zweifel mehr, iso r! j er naiver Kindskopf mit
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leuts-u. ”*j "ownuiung. eines „besiegten ia tt jji nd - dem Jurfen - Morgen- ’«öfWr r ‘ ra 9 en - S e * n Pl an ist inzwischen lieb ' C ™ w orden, und er unterscheidet iode Sr nacb ;dem Geist noch nach der Schien V , 0n ^ en • bolschewistischen Ab- verl Taktiken. Der Jude Morgen- j an flt eine vollkommene Vernich- diutscheii Industrie, was auch
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Schwere Abwehrkämpfe im niederländischen Raum
Fallschirmspringer-Bataillone vernichtet —- Erfolgreiche Gegenangriffe bei Aachen und Luneville
Eigener Drahtbericht
' BZ B e r 1 i n, 25. Sept. Eisenhowers Plan, durch den Einsatz von mindestens vier Luftlandedivisionen, die aus ausgesucht besten Kräften bestanden haben, das nördliche Einfallstor nach Deutschland im Handstreich' zu gewinnen, kann schon heute als mißlungen angesehen werden, obwohl die schweren Kämpfe in Holland noch nicht zum Abschluß gekommen sind. Auch eine schnellere Besetzung des holländischen Niederungsgebietes hat der Gegner nicht erreicht. Eine Verwirklichung seiner eigentlichen Pläne ist selbst dann nicht mehr möglich, wenn er im einzelnen hier oder dort noch Erfolge haben sollte.
Es ist den Briten trotz weiterer Landungen aus der Luft nicht gelungen, die von unseren Truppen aufgebaute Barriere quer durch den niederländischen Raum wieder zu beseitigen. Die- zugeführten Verstärkungen konnten die Sperrlinie zwar an zwei Stellen öffnen, doch schlug ein Gegenangriff die eine Tür sofort wieder zu, und die andere ist •bis auf einen schmalen Spalt zugedrückt, sp daß sie dem Gegner nichts mehr .nützt.
Beim Wiederaufbau der Trennlinie umfaßten unsere Truppen zwei feindliche Fall- schirmsprlnger-Batailloiie und rieben sie nahezu auf. Weitere Gegenangriffe zwischen W a 1 und L e k warfen vorgeprellte feindliche Panzerspitzen auf einen engeren Bezirk hart nördlich Nimwegen zurück.
An den bisherigen Abwehrerfolgen waren außer den in den Niederlanden stationierten Verbänden auch die aus dem Brückenkopf südlich der Schelde zurückgeführten Truppen beteiligt. Diese wurden trotz pausenloser Luftangriffe und trotz aller Erschwerungen durch Nebel und Sturm ,in einer fast dreiwöchigen Transportbewegung von unseren Marineverbänden über die fünf Kilometer breite Scheldemündung nach Norden gebracht. Der mit der Durchführung dieser Operationen betraute Kapitän zur See K n u t h wurde soeben vom Führer für seine ■und seiner Männer außerordentliche Leistung mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Mehrere Divisionen, Hum derte von Geschützen, darunter schwerste Eisenbahnbatterien, Tausende von Kraftfahrzeugen und Pferden sowie wertvolles Kriegsmaterial wurden in ununterbrochenen Tag- und Nachtfahrten übergesetzt. Starke Teile dieser durch den Vorbildlichen Einsatz der Marineverbände aus der drohenden Umklammerung befreiten Tfuppen sind im süd- holländischen Raum bereits wieder eingesetzt pnd haben ddm Feind durch harte Schläge ihre ungeschmälerte Kampfkraft bewiesen. Nur schwache Nachhuten stehen zur Zeit noch als Sicherung auf dem südlichen Scheldeufer. Sie halten nördlich Gent einen kleinen Brückenkopf, den sie am Sonntag gegen feindlich« Angriffe erfolgreich verteidigten.
Hitlerjungen bei der Ernte
Presse-Hoffmann
Hitler jungen im Großeinsatz. Hier gehl es mit den Gurken zur Ablieferungsstelle
Ebenso wie im holländischen Raum stau den die Operationen im Gebiet von Maastricht und Aachen im Zeichen eigener Gegenangriffe. Ähnlich wie im Maastrichter Zipfel ist der Gegner auch im Vorfeld der Eifel so schwer mitgenommen worden, daß er sich ruhig verhalten mußte. Seine Verluste waren besonders hoch, als er am Sauer-Brückenkopf versuchte, den Rest seines zerschlagenen Brückenkopfes durch Gegenstöße zu halten und dabei gegen eine Bergkappe fünfmal vergeblich anstiirmte.
Im Süden der Westfront griffen unsere Truppen zur Störung der Angriffsabsichten der Nordamerikaner an der S e i 11 e» im Raum von Chateau-Salin und wenige Kilometer südlich davon am 1 Rhein- Marne-Kanal an. An beiden Stellen gewannen sie Boden uhd bedrohen dadurch die tiefen Flanken des schmalen, gegen Dieuze vorgeschobenen feindlichen Keiles. Um dieser /Gefahr zu begegnen, griff der Gegner südöstlich Luneville an der Meurthe an, in schweren Panzerkämpfen wurde er nach anfänglichem Bodengewinn an den Wäldern von Parroy und' Mon. d o n aufgefangen. Weiter südlich drückten unsere Truppen die feindlichen Brückenköpfe beiderseits .Epinal ein, und im Raum Remiremont. sahen sich die Nordamerikaner an Sperriegeln, Befestigungswerken und zäh verteidigten Höhenstellungen auf gefangen.
Von
unserem militär. v.-W.-Mitarbeiter
Die nördliche deutsche Heeresgruppe im Osten ist zur Zeit in einer Absetzbewegung, die Nordestland und seine Küste, also das südliche Gegenufer des finnischen Meerbusens, dem Feinde überläßt, ein Vorgang, der mit unserem' operativen Verhalten in der gleichen Zone noch vor wenigen Wochen oder Monaten in einem schein-' baren Widerspruch steht. Damals waren wir in einer radikalen Frontverkür- kürzung begriffen, die sich jedoch nicht auf den Nordflügel der Ostfront ausdehnte. Jetzt werden an der estnischen Küste diese Abr setzbewegungen nachgeholt. Was hat den Wechsel des Entschlusses herbeigeführt? Wenn wir trotz der schweren Belastungen durch die sowjetische Sommeroffensive den Nordflügel in seinen bisherigen und inzwischen gut ausgebauten Stellungen hielten, so waren dafür weniger Rücksichten auf die eigene Lage maßgebend als vielmehr solche, die mit dem damaligen Waffengefährten Finnland zusammenhingen.. Hätten wi/ damals nur eigene militärische Interessen beachtet, so hätte die deutsche Führung nicht gezögert, auch den Nordflügel der tatsächlichen militärischen Lage anzupassen und mit ihm eine -.wesentliche Verstärkung unserer Abwehrfront in größerer Nähe der Reichsgrenzen erreicht. Eine solche Absetzbewegung wäre im Hochsommer ohne weiteres möglich gewesen. Sie wurde jedoch unterlassen, weil die finnische Front nördlich des Finnischen Meerbusens durch die Aufrechterhaltung unserer estnischen Front einen wesentlichen Flankenschutz erfuhr. Es entsprach der deutschen Auffassung von def Bündnistreue, diesen Schutz unter allen Umständen bestehen zu lassen. Inzwischen sind dürch die Kapitulation Finnlands aber andere Verhältnisse eingetreten. Die Finnen haben sich ihrer seit der sowjetischen Offensive in Karelien wieder fest gewordenen Kampffront selbst begeben. Sie haben'die gemeinsame Front verlassen. Damit entfiel für uns im Norden jener Zwang, - die Belange der finnischen Verteidigung weiterhin zu berücksichtigen. Wir konnten nun nach eigenem Ermessen handeln. Iprwägungen solcher Art sind es gewesen, die es richtig erscheinen ließen, eine erhebliche Kräfte beanspruchende Verteidigung des südlichen Gegenufers des. Finnischen Meerbusenes zum Verschwinden-zu bringen und den deutschen Nordflü- g e 1 der Ostfront dorthin zu verlagern, wq er den eigenen Zwecken am besten entspricht. Es entsteht dadurch ein Kräfteüberschuß, der in den wirksamsten Räumen zu neuem Einsatz gelangen wird. Wenn sich auch die Sowjets zur Stunde bemühen, diese Absetzbewegung in Nordfestland als eine Folge ihrer 'Nordoffensive hinzustellen, so werden spätere Ereignisse den Gegner und die Welt eines besseren belehren.
, Dieser Vorgang in Nordestland beleuchtet auffällig das Für und Wider -eines Krieges, der nicht allein in eigenen Belangen geführt wird, sondern, im Kreise einer Koalition durchgestanden werden muß. Koalitionskriege sind nicht etwa eine Errungenschaft der Neuzeit. Sie sind in der Kriegsgeschichte nicht häufiger anzutreffen als einzelne militärische Auseinandersetzungen zwischen zwei Staaten.' Jedoch sind sie schon im letzten Jahrhundert eine typische Erscheinung des Krieges geworden, gegen die auch keineswegs die deutschen Einigungskriege von 1866 und 1870 sprechen. Denn es war kein' Zweifel, daß unter Umständen diese nur mit einem Gegner geführten Feldzüge eine Ausweitung nach den verschiedensten Seiten hin erfahren hätten, .wenn sie sich über längere Zeiträume hin gezogen hätten. Es war gerade diese immer hi der Luft liegende Gefahr, die den GeneralfeJdmarsehall vü