m
fv]
S1?h «ÄS 1
9en' der b °&i der HiUe>«, auc h de" t ^
6n Eh hat ^V S T ?'
? hre -mit djf
igoia! wöchentlich
„n r m einschl. Zuitellgehühri -..■'tö 3 ® - monatlich 2,30 RM (einschl. tisiP' e l itll „gsgebühr) »uzügl. 42 Rpl.
V, wV«*’ Ha “ bur917 27 f; A “f*
£& r , .dnahmebedmgungen lt Preis* “Lrfermine ohne Verbindlichkeit, fc AufoäbJ» zweite Schlachtpforte 7. fcl'Ä-: 2 12 11 ond 21151.
Ferngespräche 2 57 10.
Brcmcrocitunn
?r6Bte
sei
:>nh lS, sl
1S ' Die LückeT 4 - andere. Ebm 4 Wis - S ‘
iltua San w tf n
1 auf diese ®
Var
^Bremer 9 tad)rid)tcn
teiamiliche Tageszeitung
des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
Geschäftsstellen?
Bremen: Geeren 6/8. Ruf 2 19 31t Nacht ruf und sonntags 2 4? 65; Obernstraße 86. Ruf 2 19 31» Syke: Mühlendamm 2; Bremen-Hemelingent
Bahnbofstraße 6. Ecke Poststraße, Rul 4 34 58» Bremen-Vegesack: Rohrstraße 24, Ruf 4 u. 8* Bremen-Blumenthal: Kapt.-Dallmann-Str. 41/43. Ruf 88 und 89.
der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verkündungsblatt des Reichssiatthaliers in Oldenburg und Bremen
14. Jahrgang
.fr®*!
Sonnabend/Sonntag, 23./24. September 1944
^bringen; Vo?*®
siri
PÜ
‘»an. Heute, ^ ze “ steht, i s t 1° 1 J es in erster Ii n il
“-bfochenen Sieg^
' VeTpfUrt!? 6 , nie gegenwärtig im Gau Weser-Ems
meraden se ! J e Veranstaltungsreihe der Deutschen ‘ende, die l“ 11 [ I 0 „t die unter dem Leitwort „Volk aus Waffen" steht, erlebte am
einen bedeutsamen Höhepunkt, großen
Einzelpreis 15 Rph
werden uns rücksichtslos durchkämpfen!
Am Ende werden unsere Waffen triumphieren - Großadmiral Dönity sprach zu den Schaffenden des Nordseeg
und die Hei ffiat ' “ d ganz einsetzen.
Fußball
'“tag sind in d 9 f Mannschaften d‘ e säntliti,
m Kuhhirten hat rohn zum, Gegner
sortfreunde am Wh
1 BSV die Gegns sich um 16 Ub nd TSV Arsten * ■30 Uhr am Hohv, “ begegnen. Amp la-Jugend derte ■ollen die la-j 0 ™ BSV das Vorspiel
i: fvor der Gefolgschaft eines *,l s unseres Nordseegaues der Ober- klshaber der Kriegsmarine, Großadmiral jü, das Wort nahm, um vom Stand- 'l des Soldaten aus über die Entwick- -^des Krieges und insbesondere des See- ,L j„ sprechen. Der Großadmiral zeich- 1 in seiner Rede in soldatisch klaren ■•da, den geraden Weg vor, den das ptle Volk in dieser gewaltigen kriege- fcen Auseinandersetzung gehen muß, .. es steh nicht selbst in namenloses ad stürzen will. Und dieser Weg wird »Ende trotz aller gegenwärtigen Nöte I über alle Gegner triumphieren lassen.
ier. — In Ostk., eptemher weder C spiele angesetzt r ein Siebener-T«r ■n 93, MarinescS , Geestemünde eiligt sind.
ennbahn brachte zwei. Erfolge, pjeisl . vor Marklewih 32:59 Min. vor: nen konnte.
che. Angeb. u. T Bettestelle» nter Z 9450 bei«
, e r miele»
)I. Zi., oh. Was*
. Herrn,,Zentr, G
l. (Heiz.) ohne*; iertel. Angeb. B .er an Herrn. I
en / G etunte
der Nacht v. IM lhornstr. Sacha ton usw.)? Bitte jj Bücking, Ellhoi mantel in Hora ier Ztg„ Vertde am Montag V-? ius. Geg. g. Bä*
nn, Vegesack, oi emen-St. Mag» njacke am 20. V ,. Ellhornsir, bisr 27 verl, Geg. ^ arge, PappeM* 1 am 17. 9. ium abh. gek, * lt Be&hnung. 5»
Arbeit
an Freündsch^. Beginn des eindrucksvollen Betriebs- suf dem Peters» ells, zu dem sich die werktätigen Männer - - Pfauen in einer großen- Werkhalle verleit hatten, spielte die Werkkapelle . Märsche. Erwartungsvolle Spannung iu( den Gesichtern der Versammelten, :em bekanntgeworden war, daß der Befehlshaber der Kriegsmarine selbst aen sprechen wollte. Namentlich die südlichen Gefolgsangehörigen hatten in isterter Erwartung die höchsten Plätze erklommen, um den Großadmiral : wie möglich sehen zu können. An- Heilrufe wurden laut, als Großad-
:n, die ihm m jut dem Marschallstab erwiderte, idelberg und Hs Großadmiral sowie die weiteren Gäste z einbrachten, r.e: laffelzeiten. Er :
Kraul 5:49 Min Brustlage 6:07,5 k
Partei, Staat, Wehrmacht und Industrie :Jte einleitend der Betriebsführer des ■-.stillenden Werkes, indem er darauf :;s, daß das weltgeschichtliche Gens: dieses Krieges nunmehr in das iamderEntscheidung gerückt i-tese Zeit laste zwar schwer auf unsem
te kleinen ninfe, igebote unter J bei, biet^ hohe Sr
Angebote unt. W , . , .
sch u. Büchend -‘ern und Herzen, aber wir sehen der biete Diplom,-Stk rren Entwicklung mit Zuversicht ent- 80, u. Büchend p. Wir wissen, daß, wenn etwas Neues
olkerleben erwachsen solle, es nicht Sorgen, Schmerzen und Kampf abgehe, a der Kampf des deutschen Volkes um neue Form des Zusammenlebens der : erfordere seine Zeit und verlangt as ein Höchstmaß von Leistung, wie sie noch kein V o 1k vollbracht Wir aber seien bereit, dieses Höchsten Leistung aufzubringen, weil uns ’iicksal in den Mittelpunkt einer welt- ffltlichen Entscheidung gestellt habe.
trat von Beifall begrüßt, nun Groß- al D ö n i t z an das Rednerpult, um, : zu Beginn seiner Ausführungen er- in soldatisch schlichten Worten das 1 * 5 !», was ihn in der letzten Zeit be- fcEr gab seiner ganz besonderen Freude ~!z Ausdruck, bei Gelegenheit dieses -Appells eine große Dankes- dd abtragen zu können, die er allen ; ; äen Arbeitern gegenüber für das emp- ~ was sie in diesem Krieg geleistet haben •feisten.
fee Leistung des deutschen Arbeiters, wie Großadmiral Dönitz aus, ist viel- ■“ HeerstsftdT S rößte Ruhmesblatt in der Ge- dem Bi ®™ 6 dieses Krieges. Es gibt keine an-
5 im . .ithograpbre, «■ mal- Silberrahm.
d - we Ct
Ü. in A# 1(1 Auf der War* . imtl. Leb««^^
gstr. abh. 9*. ;rs, LessinseW“
■derhandtasch«
Tiefer. Ab«9'f'
& Belohn- aW;
Ruf2 , '• laßt»'
3eg.
ideke.
abz. Osts ^ ir-Holstem^; " 72. Elfers. Gegi ^
Ä
Ä
insfeldet^d
len m-
pran
ans 11 '
: -Maße stolz
‘■falls,
sein. Wir Soldaten sind uns 50 versicherte der Großadmiral, e ®'9> daß die besten Waffen ai»i “ iedeutsc hen sind. Wenn man is! a Weise . weiß| was unsere U-Boote im 1 er feindlichen Wasserbomben aus- «'m« ne da ' 3e 4 verstört zu werden, so - ■ 11 nur sagen: Hut ab vor der deut-
ibardinemaB'“ 1 ■ ^ ‘ uur sagen: Hut ab vor der deut- u . Handsch 1 *^ i. V rbeit! Der deutsche Arbeiter, der (ia,., 1 ^Mtwortung für die Arbeit, die ■'-h' , ^ ußt ‘ st , hat sich damit die 'in, } r k ® ’ \ der Front erworben, («evsii® Gesichtspunkt ausgehend, daß (a w n ^ erun 9 des Nordseegaues die See- ■-'! Pin i Un d ^ dr die Bedeutung des §ee- '• ^CiuBaj > e ? on deres Verständnis hat, legte kii 5 . mira! anschließend die Grundge- * Seekriegführung dar.
ri oOT a 3” lollll i«ftffe'gen eri u' arin ' dem Fein d die Seever-
Tl5, TÄ* r ;s »arin e a w S H Chneiden ’ Die deutsche Geld !-■' at diesen Weg trotz ihrer be-
Mlttel m it besten Kräften be-
:tu , cu, ^ntosW 3 ,'. ü l !:! öEÖl T ! nna 9 ekrie g vollbracht hat, ist »fe ‘ 4 i^ er ^schichte und wird mit V : ’ if »- 0 an a,len Wegen fortgesetzt
iel üb odenk'
erb.
oele‘
i J m '■•V.
deutschen Kriegsmarine 11 • -'aiacho auftauckt ' eine zehn- bis
1 !0l r'1 h'^ofinor i 6rraacht entgegen tritt, ist fldrf fäeid. «■‘rfl «ngebrochen. Vielmehr hat
“ Besatzung unserer Bin
ar unverbrüchlichen Gemein- - “en geschweißt arstandlich, daß es im Kriege «iluste abgeht, aber eine
;em
fielg° la!1 .
■uste
Außer größter Härte im Kampf, so fuhr der Großadmiral fort, verlangen wir vom deutschen Soldaten auch die fanatischste Anhänglichkeit an den Führer. An ihm muß der Soldat mit heißer Liebe hängen, ohne nach rechts und links zu blicken. Damit hilft er dem deutschen Volk am besten, denn es gibt in jedem Krieg nur zwei Dinge: Sieg oder Kapitulation.
Großadmiral Dönitz legte in seinen weiteren Ausführungen dar, daß uns der Feind im Falle einer Kapitulation restlos entwaffnen würde und wir somit unter allen Umständen schlechter dastehen würden als zuvor. Ihm würde es nur auf die Verfrachtung von Arbeitskräften beiderlei Geschlechts nach Sowjetrußland ankommen, und niemand von denen, die dieses Schicksal träfe, würde die Heimat jemals Wiedersehen. Daß dieser Weg also für uns ungangbar ist, darüber sind wir uns alle klar. Ein solcher Umfall ist bei uns auch dank unserer starken und geschichtlich einmaligen Führung und unserer Geschlossenheit unmöglich.
Also gibt es für uns nur den andern Weg, nämlich den des rücksichtslosen Durch- kämpfens. Einen „Mittelweg" aber, wie es sich manche Felge und „Kluge" vorstellen, gibt es im Kriege nicht, wie der Großadmiral mit Nachdruck hervorhob. Wir Soldaten versprechen, daß wir mit den Waffen, die
die Heimat uns schmiedet, mutig zum Schutze unserer Familien und unserer Heimat kämpfen werden.
Diesem Kampf wollen wir uns widmen, in dem wir fanatischunsermFührer anhängen, denn wem wollten wir uns wohl sonst zuwenden, als diesem einzigartigen Menschen? Und lieber noch möchte ich, so rief der Großadmiral unter der stürmischen Zustimmung seiner Zuhörer aus, in Deutschland leben, unter welchen Verhältnissen es auch immer sei, als irgendwo in der Fremde vegetieren! Eine Nation aber und eine Führung, die härter sind als das Schicksal, werden letzten Endes den Feind besiegen.
Der Großadmiral legte dar, daß den Engländern nicht mehr viel Zeit zur Fortführung des Krieges bleibt, weil ihre Volks kraft bald erschöpft ist, obgleich sie noch den Krieg gegen Japan vor sich haben. Die Feinde werden bald merken, daß ihr „Spaziergang" durch Frankreich b e - endet ist.
Ich glaube aus heißem Herzen, erklärte Großadmiral Dönitz, daß wir den Vormarsch im Westen endgültig aufhalten werden, wie wir ihn auch im Osten aufgehalten haben. (Stürmischer Beifall bekräftigte das Vertrauen aller Zuhörer in diesen Glauben an die deutschen Waffen.) Mit den Waffen
aber, die die deutsche Heimat schafft, wird die Wehrmacht kämpfen zum Nutzen unseres Vaterlandes und unseres Volkes.
Dem Dank der großen Zuhörerschaft für diese zündende Ansprache gab abschließend Gauleiter Paul W e g e n e r Ausdruck, der den Großadmiral bat, von dieser Veranstaltung die Gewißheit mitzunehmen, daß wir an der Nordseeküste nach wie vor unsem Mann stehen und alles tun werden, um den Krieg wieder zu unsern Gunsten durchführen zu können. „Es ist uns in den
aues
letzten Jahren oft genug — man kann es wohl so nennen — dreckig gegangen. Aber wir haben die schweren Tage und Nächte überstanden, stahlhart und mit eisernem Willen. Wenn wir voller Vertrauen auf den Führer blicken, dann wird auch wieder dia Sonne über Deutschland scheinen und wir werden gemeinsam mit Adolf Hitler den Sieg erringen."
Das dreifache Siegheil und der Gesang der Lieder der Nation beendeten die von großer Begeisterung getragene Veranstaltung.
dhe qtSßtee TUdmfyMet
Von Erich Beck
ipnng zu zwei ä* ; j g; ri jt Zj begleitet von Gauleiter Paul t> erhärtete «int icener, durch das Spalier der SA.- und ehaftsprüfung ene elicharmänner eintrat und die Empfangs-
Frontstabilisierung im Osten
Der Sinn der Absetzbewegungen in Nordestland
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung tjr. w.sch. Berlin, 22. Sepi. Wenn der Wehrmachtbericht heute planmäßige Absetzbewegungen im nördlichen Baltikum verzeichnet, so wird damit eine Tatsache angesprochen, die in gleicher Weise politische und strategische Bedeutung hat.
Bis zu dem letzten Augenblick, in dem
Dieser Notwendigkeit lief zweifellos die Verlängerung der Ostfront zur Abschirmung eines langen, schmalen Schlauches in das Baltikum hinein zuwider. Nachdem jetzt der wesentliche politische Grund für diese nördliche Frontausdehnung nach dem schmachvollen Verrat einer finnischen Kapitulationsregierung in Wegfall gekommen ist,
Fhmlhnd noch irgendwie lm' KrfttjS2Tistah(f Asömren dle operatNenTRrlgertmSfeh in’Föttn
mit den Sowjets sich befand, haben deutsche Truppen nicht nur auf finnischem Boden selbst vorbildlich die Waffenbrüderschaft gehalten, sondern die deutsche militärische Führung hat auch im baltischen Raum Opfer auf sich genommen, die nach den Sommerereignissen an der Ostfront außerordentlich schwerwiegend waren, und zwar einzig aus dem Grunde, um die sichere Verbindung mit Finnland aufrechtzuerhalten und dessen Südflanke zu schützen. Die Aufgabe der Frontstabilisierung im Osten, die nach dem sowjetischen Ansturm bis in die Nähe der ostpreußischen Grenze bewirkt wurde, kann auf längere Sicht um so gründlicher gelöst werden, je kürzer und gradliniger die Front ist, auf der wir unsere Kräfte zu konzentrieren vermögen.
Gerade zu einer Zeit, wo der Gegner auf mehreren Fronten mit gewaltiger Übermacht gegen uns anstürmt, kommt es wesentlich darauf an, alle früheren Besatzungsdivisionen für den Kampfeinsatz an zurückgenommenen nnd (aufs äußerste verkürzten Fronten ireizumadhen und gleichzeitig den Gegner durch den Zwang zu schwächen, einen größeren Teil seiner eigener Kräfte auf ausgedehnten rückwärtigen Verbindungslinien und Besatzungsräumen zu verbrauchen.
von Absetzbewegungen eingeleitet werden.
.Wenn die feindliche Agitation diesen Tatbestand aufgreifen möchte, um unsere planmäßige Absetzungsbewegung in einen großen eigenen militärischen Erfolg umzufälschen, so ist das absoluter Unsinn. Die Absetzbewegungen werden mit voller Erhaltung der Kampfkraft unserer Truppen durchgeführt und die Sowjets werden die Auswirkungen dieser Maßnahme bald zu spüren bekommen. Sie haben seit acht Tagen in Kurland ihre Durchbruchsversuche mit einer ungeheuerlichen Kräfteballung unternommen, die im Verhältnis zum Raum noch über diejenige hinausgeht, mit der sie im Juni zur Durchbruchsschlacht in der Mitte der Ostfront antraten. Trotzdem sind sie bisher in Kurland kaum vom Fleck gekommen, was einen klaren Rückschluß auf den Grad der bisher erreichten Front- stabilisierung ziehen läßt.
Die Versteifung des deutschen Widerstandes im Osten kann künftig nur noch wirksamer in Erscheinung Treten, wenn jetzt operative Folgerungen aus der veränderten politischen Lage gegenüber Finnland gezogen werden.
Nicht nur für uns Deutsche ist der plötzliche Zusammenbruch Finnlands ein Rätsel, auch anderen Völkern ist das, was sich in Helsinki, in Bukarest und in S o f i a abgespielt hat, ein unbegreiflicher Vorgang. Waffenstreckung bei intakten Fronten und einer zumindest scheinbar festen Heimat ist in. der Tat so unverständlich, daß man zunächst fassungslos vor diesem Geschehen steht. Aber wir brauchen eigentlich gar keine psychologische Untersuchung der Entwicklung im Norden und im Südosten anzustellen. Wir selbst sind ja noch zu einem großen Teil Zeuge ähnlicher Dinge in unserem eigenen Deutschen Reich gewesen. Was sich bei uns 1918 vollzog, findet jetzt seine Parallele bei unseren Bundesgenossen von gestern und ebenso schäbig, feige und sogar gemein mag damals die deutsche Kapitulation dem Außenstehenden erschienen sein, wie uns Deutschen jetzt die finnische, die bulgarische oder die rumänische. In dem allen liegt so gar nichts an Größe, es ist nicht umwittert von der Tragik eines unentrinnbaren Schicksals,, seine Haiclpp...gehen nicht nufrechtien Hauptes in den Tod, um zu sühnen, Sondern nur ein kleines Geschlecht war klein in einem großen Augenblick. Vor solcher Kläglichkeit versagt selbst bei uns die sonst so schnell bereite sentimentale Regung. Wir können keinMitleid fühlen mit den Verrätern und ihrer Zukunft; wir haben für sie nur Verachtung und ein Pfui.
Aber im Angesicht dieser Dinge geht doch die Erinnerung abermals zurück in die Zeit des November 1918. über die Tage und Wochen von damals ist so viel geschrieben worden, daß wir uns ein wirklich zutreffendes Urteil bilden können, und oft genug haben uns gerade die damals führenden Männer der „Alliierten" auseinandergesetzt, was wir Deutsche doch wahrlich für Idioten gewesen seien, in einem Zeitpunkt die Waffen niederzulegen, in dem es den anderen zum mindesten genau so schlecht ging wie uns und sie genau so am Siege zweifelten wie die Kleingläubigen in den deutschen Reihen.
Nur wenige Beispiele: Als im Juni 1918 durch Paris die entsetzliche Nachricht eilte: „Die Deutschen sind an der Marne", da ging Clemenceau, der Ministerpräsident, in der Kammer durch die Reihen der aufgeregten und verzweifelten Parlamen-
urde rfvoligeb" Aj die etwas ähnliches fertigge-
us»*? 1 ', wenn die Amerikaner ihre Rüstung jdolf ''y' so i st das für sie kein Kunst-
,"[ enn aber bei uns unter all den - er 'gkeiten, die wir dabei zu überwin- .■•aben, di e Produktion in dem '.^steigert werden konnte, wie es ® >st, so dürfen wir darauf in hoch-
Bolschewisierung der Kapitulierenden unaufhaltsam
Die unheilvollen Folgen des Verrats — Sicherer Weg zum Untergang
^ i'hr‘V te u hen welß ' l8t unsterblich, a ii»tv 0r achsen immer wieder neue
Drahtbericht unseres Vertreters
lin. Madrid, 22. Sept. Die Waffenstillstandsdiktate für Finnland und Rumänien werden hier politisch als Todesurteil iür die betreffenden Länder angesehen. Insbesondere in den Bedingungen für Rumänien hat nach der Madrider Auslegung der „Export-Kom- munismus“, wie man ihn hier nennt, seine höchste Vervollkommnung und einen Gipfel der Rücksichtslosigkeit erreicht. I „ABC“ schreibt über die beiden Diktate: „Dahinter erkennt man den Ehrgeiz der Sowjetunion, die Völker, die sich ihr unterwerfen, nicht nur zu kontrollieren, als vielmehr sie unter Zwang zu setzen. Der Waffenstillstand für Finnland drosselte vom ersten Tage an das ganze Leben der Besiegten ab. Das Land werde in den Finnischen Golf wie in einen Käiig eingesperrt. Den Rumänen bleibe nicht einmal das Recht, ihr Schicksal zu beweinen; denn alles, was ein rumänischer Mund ausspricht, eine rumänische Feder schreibt, Rundfunk, Bücher, politische und kulturelle Vereinigungen, ja, selbst Theaterstücke und Filme werden der sowjetischen Kontrolle unterworfen. Es handele sich um eine politische, soziale, kulturelle und wirtschaftliche Enteignung Rumäniens, und diese Bestimmungen seien ohne zeitliche Begrenzung erlassen, wie es noch in keinem Waffenstillstands- oder Friedensvertrag geschehen sei. Es stehe in dem Beliebender Sowjets, aus einer rumänischen Wirtschaft eine Kopie ihrer eigenen zu machen. Man erkennt die Absicht, das besiegte Land zu bolschewisieren.
Der Kommunismus breitet sich aus. Dieser Eindruck wurde in den letzten Tagen noch durch das Ergebnis der schwedischen Reichstagswahlen verstärkt. Der Export- Kommunismus wirkt sich dort m weniger sensationeller Form aus, ohne deshalb sein
Wesen zu ändern. Ein Madrider Abendblatt hat das Wahlergebnis als ein Symptom dafür bezeichnet, daß die nordischen Länder schwerlich den Weg zu den Vorkriegsformen ihres inneren und gemeinsamen Lebens finden werden.
Prinz Kyrill im GPU-Gefängnis
Drahtbericht unseres Vertreters
ost. Stockholm, 22. Sept. „Svenska Dag- bladet" wird aus Moskau berichtet, daß tatsächlich sämtliche bulgarischen Politike*, die vor der Einführung des bolschewistischen Regimes in Bulgarien tätig waren, nun von den Sowjets verhaftet und zum größten Teil verschleppt wurden. In dieser Meldung aus Moskau heißt es: Aus Sofia trifft die Bestätigung ein, daß das sowjetische Oberkommando in Bulgarien sowohl Prinz Kyrill wie überhaupt sämtliche früheren Mitglieder des Regentschaftsrates verhaftet hat. Ins Gefängnis wurden weiterhin gesetzt der ehemalige Ministerpräsident Filoff, sein Nachfolger Bosiloff sowie andere bulgarische Minister.
Unruhe, Verzweiflung, Resignation
ep. Stockholm, 22. Sept. Die Stimmung in Helsinki ist nach der erst am Donnerstag erfolgten Bekanntgabe aller Einzelheiten des Waffenstilistandsvertrages noch gedrückter als vorher. Der Korrespondent des „Svenska Dagbladet" berichtet, zum ersten Male habe das finnische Volk seine Ruhe verloren. Niemals vorher habe man so viel Aufregung feststellen können. Die schwedischen Besucher in Helsinki würden mit Fragen überschüttet.
Uber die Stimmung berichtet der Korrespondent von „Morgeotidningen" im einzel
nen. In Helsinki und ganz Finnland herrsche eine tief gedrückte Stimmung, eine Art von hoffnungsloser Resignation. „Man weiß nichts, nicht einmal über die nächste Zukunft. Man wird hin und her gerissen zwischen Unruhe, Verzweiflung und Resignation. Man ist voller Sorge um die evakuierten Finnen, die Heimkehrer von der Front, die nun unter so unendlich erschwerten Verhältnissen wieder in die Friedensmaschine eingeschaltet werden sollen, um die Versorgungslage, um die Demobilisierung der Armee. Soige, Kummer und schwere Lasten werden für lange Zeiten Finnlands tägliches Brot sein."
Die durch den Schlaganfall des Ministerpräsidenten Hackzell notwendig gewordene Neubildung der finnischen Regierung ist jetzt vorgenommen worden. Linksgerichtete Politiker sind in die Regierung eingetreten. Auch in Finnland zeichnet sich also schon jetzt klar die von uns vorausgesagte Entwicklung ab, die durch den ehrlosen Verrat und die würdelose Selbstaufgabe der finnischen Regierung vor Moskau heraufbeschworen wurde. Das neue Kabinett hat folgende Zusammensetzung: Ministerpräsident Urho Jonas Castren, Außenminister Carl E n-c keil, stellvertretender Außenminister Generalmaior Ilmari Armas-Eino M a r t o 1 a, Justizminister Freiherr von Born, Innenminister H i 11 i 1 a, stellv. Innenminister Emil Victori Luuka, Wehrministar Waiden, Finanzminister Onni Alfred Hiltunen, Unterrichtsminister Prof. Kalle K a u p i, Landwirtschaf tsminisfer Kaliokoski, Verkehrsminister Salovara, stellv. Ver- kehrsminister V u o r i, Handels- und Industrieminister Christian T a k k i, Sozialminister Ellila.e,. stellv, Versorgungsminister Jalo Aura.
tarier und rief ihnen zu: „An der Front steht es gut. Die da draußen tun ihre Pflicht. Tun Sie die Ihrige, meine Herren, indem Sie die Ruhe bewahren, und Frankreich wird siegen!" Aber als er das sagte, da dachte er zugleich an den verzweifelten, demütigen Hilferuf, den er tags zuvor mit Lloyd George an Wilson gesandt hatte: „Schickt Truppen, schickt sie bald, zögert keine Minute, sonst brechen wir zusammen!" Schon hatten 500 000 Pariser in den letzten Tagen die Bahnhöfe gestürmt und waren geflüchtet. Er selber hatte die Verlegung der Regierung nach einer anderen Stadt Frankreichs vorgeschlagen und wußte, daß die Meldung darüber das offene Chaos bringen würde. So sah es im Juni 1918 aus. Fünf Monate vor dem verhängnisvollen 9. November 1918.
Vier Wochen davor aber, am 10. Oktober, hatte der englis .he Marschall Haig, der Oberbefehlshaber der britischen Armee, ein Gutachten über die militärische Lage abgegeben, dessen erste Frage lautete: „Ist
Deutschland derart geschlagen, daß es jede Bedingung annimmt und bedingungslos kapituliert? Zweitens:' Rönnen, ~'cnn unsere Bedingungen abgelehnt werden, die Alliierten dem Feind während der kommenden Wintermonate derart zusetzen, daß er sich überstürzt zurückziehen muß und keine Zeit findet, die Eisenbahnen, Straßen und anderes zu zerstören?” Und Haig antwortet auf Grund seiner genauen Kenntnis: „Beide
Fragen sind zu verneinen. Das deutsche Heer ist imstande, sich auf seine Landesgrenzen zurückzuziehen und sie zu verteidigen, falls man versuchen sollte, die Ehre des deutschen Volkes zu verletzea und es zu zwingen, mit dem Mut der Verzweiflung zu kämpfen",
Haig geht dann noch einen Schritt weiter und schildert eingehend den Zustand der alliierten Streitkräfte in jenem Augenblick und sagt: Französische Armee: Er*_ schöpft! Sie hat seit einiger Zeit nicht mehr richtig gekämpft. Amerikanische Ar* m e e : Sie ist noch nicht durchorganisiert, schlecht ausgerüstet, halb ausgebildet, und der Verflegungsnachschub ist nicht ausreichend. Es fehlen erfahrene Offiziere und Unteroffiziere. Britische Armee: Sie hat schwer gekämpft und erhält keine Verstär* kungen. Bei sinkender Effektivstärke leidet die Kampfmoral. Die französischen und amerikanischen Armeen sind derzeit nicht in der Lage, eine ernsthafte Offensive zu unternehmen."
Unter solchen Umständen versteht man, daß der Marschall Foch in seinen Erinnerungen schrieb: „Wenn das deutsche Volk einen Gambetta besessen hätte, wäre der Krieg verlängert worden, und wer weiß? Würde Deutschland mit seiner Armee hinter dem Rhein standgehalten haben, so hätten viele Dinge eine andere Wendung genommen." Und was hier Foch andeutet, das bestätigt Lloyd George in seinen Erinnerungen: „Was wäre geschehen, wenn
Deutschland im Jahre 1918 einen Clemenceau hervorgebracht hätte, einen Mann von unbezwingbarem Willen, fähig, seine Lands* leute in der Not zusammenzuhalten? Er hätte dem November-Waffenstillstand niemals zugestimmt. Der Krieg wäre um ein weiteres Jahr verlängert worden. Die Deutschen hätten ihre zusammengebrochene Front wieder aufgebaut und Deutschland würde nach der Räumung von Belgien und Elsaß-Lothringen einen ehrenvollen Frieden erzwungen haben. Weder Frankreich noch England würden den Verlust einer weiteren halben Million Menschen gewagt haben, um den Krieg nach Deutschland hineinzutragen, nur zu dem Zweck, seine Kolonien zu annektieren und gewaltige Reparationszahlungen herauszupresseri.“
Und schließlich noch einen dritten Zeugen, den aktuellsten von allen, den heutigen englischen Premierminister Churchill, der einmal ausführte: „Hätte Deutschland Frankreich und Belgien geräumt, sich mit den Waffen in der Hand an seine Grenzen gestellt, ihm wäre viel erspart geblieben. Die Sucht, Rache zu nehmen, war groß, aber sie wäre kein ausreichender Grund geworden, die Völker ein weiteres Jahr hindurch' den furchtbarsten Verlusten auszusetzen. Nur ein wenig mehr, und der U-Boot- krieg hätte, statt Amerika an unsere Seite zu führen, uns durch Hunger bezwungen. Es war dasselbe Wettrennen bis zum Ende. Aber am Ende sind wir durch- gekpmmen, weil die ganze Nation zusammenarbeitete. Je mehr man vom Krieg ei*
I; i 4
■?(■!;
:si
t ! Vl
'II ft
'M | : -i- W !■
«39
i] H i
■;r
i|i
'IM
%
II /■
;kT!
M sH
li't
>1]
ir: ;ii
M:- • i!
9
■■Jj
i
•f
11'
m
!i
fl.;!!
* * jj
r
r^l
f
1 ^ 1
&
■::«!
^,1
i