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toblail des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
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Bremen: Geeren 6/8. Ruf 2 19 31 1 Nachtruf und sonntags 2 47 65; Obernstraße 86«- Ruf 2 19 31t Syke: ' Mühlendamm 2t * Bremen-iHemelingeiat Bahnhofstraße 6, Eqke Poststraße, Ruf 4 34 58| Bremen-Vegesack: Rohrstraße 24, Ruf 4 e. $y Bremen-Blumenthal: K&pt.-Dallmana-Str. 41»/43. Ruf 88 und 89,
der Nationalsozialisten Bremens;
Amtliches Verkündungsblatt des Reichsstatthalters in Oldenburg und Bremstti
14. Jahrgang
Mittwoch, 20. September 1944
Einzelpreis 15 Rpi
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sie kommen möchten, wenn sie könnten
Eisenhowers neuer Durchbruchsversuch — Erneute Flucht in Haß- und Vernichtungsorgien
Laibericht
unserer Berliner Schriftleitung Sch Berlin, 19. Sept. Im Hin- die militärischen Ereignisse bleibt r i heresse weiterhin stärkstens fconzen- E ‘ [ die Kampfereignisse, die sich um llo-amerikanische Luftlandung im .indischen Raum, also um den Versuch ;ltfeis, gruppieren, sich auf andere ‘ die operative Bewegungsfreiheit in lederrheinische Tiefebend hinein zu er- i nachdem der Vormarsch nach „ der wieder geschlossenen Abwehr- , im deutschen Grenzbereich zum Stehen „erden konnte. Alles,' was der i e Wehrmachtbericht über die Ereig- ?auf der Linie von Aachen bis zur L Grenze raitteilt, bezeugt diese ,. ache , daß es im deutschen Grenzgebiet 'den bisherigen Angriffsmethoden keine dichkeit des Vorwärtskommens für- den per gibt, daß vielmehr an zahlreichen deutsche Gegenangriffe dem mili- den Geschehen das Gepräge geben.
- setzt Eisenhöwer mit höch- Verbiseniteit sein Unternehmen mittel- und südholländischen Raum ■ Die Feststellung des Wehrmacht- ites über den zähen Feindwiderstand Verstärkung der .Kräfte durch neue Bildungen gestattet Rückschlüsse auf dtarke der angio-amerikanischen Truppen " iAbsetzstellen. Im Hinblick darauf, ge- die Tatsache erst recht an Bedeutung, unsere Gegenangriffe langsam Boden ge- ■«n und daß der aus dem Raum von Neer- ivorgetragene gegnerische Angriff an der “oliändisghen Landfront noch keine Verding mit den hier abgesetzten Luftlande- ;en gewinnen konnte, wenngleich der iff etwa 25 Kilometer Raum bis zur süd- indischen Stadt Eindhoven gewinnen ;ie. Die weitere Entwicklung ist somit ar noch offen, aber es ist^zg bemerken, s eine solche kombinierte Aktion, die sich =i wesentlich auf Luftlandetrüppen stützt, schnell und mit . Ausnutzung -das säschungsmoments durchgeführt werden wenn sie zum vollen gewünschten Erle fahren soll.
ii in der englischen Öffentlichkeit seit ja schon stark herabgedrückte Hoff- daß Eisenhöwer in ganz kurzer Zeit vollkommenen Sieg erringen werde, Wege v. Schl eich also bisher durch den Verlauf der :ie um Holland und um den anglo- ssanischen Durchbruch im 'Norden der öont noch keineswegs wieder neuen ödeb erhalten. Man sieht sich darum an " Stellen-'in England veranlaßt, sich in n Zwischen&tadium wieder wesentlich
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, Eickedorf. Str.. i abzug. Winterstr. n TN. Nr. 2247 an geben bei Rahms, ße 39. limjacke in d. Näi
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: 4 64 11 oder 8111 m 15. 9. V. Kr» Segen Belohn- a- Kreuzstraße 47.
erzeugung, II Prozent seiner Stahl- und 10 Prozent seiner Braunkohlenerze verlieren. Es sollen ihm keine Kupfer-, Zfnk- und Zinnproduktion mehr zukommen und keine landwirtschaftlichen Ueberschußgebiete mehr bleiben.
In dieses verstümmelte Rumpf-Deutschland werde man dann noch 15^' Millionen Deutsche aus den abgetretenen Gebieten umsiedeln, so daß dann 71 MillionenMen- sehen auf einem Gebiet von der Größe Englands leben müßten. Der „Manchester Guardian" sagt selbst, daß die Phantasie kaum ausreiche, um all die Probleme zu erkennen, die sich aus solchen Veränderungen ergeben müßten. Es würden natürlich Elendsprobleme in einem Ausmaß sein, wie sie die Weltgeschichte noch nicht gekannt hat, und daß diese Probleme nur im bolschewistischen • Chaos enden würden, kann überhaupt keine Frage sein. Auch andere englische und amerikanische Zeitungen überschlagen sich jetzt wieder in Haßorgien .gegen Deutschland, in denen unter anderem von der Transferierung der
deutschen Schwerindustrie in die Feindländer und von der Beseitigung aller sozialen Errungenschaften in Deutschland die Rede ist.
Nein, nein, man braucht es uns wirklich nicht durch die Ausmalung der Einzelheiten zu bestätigen,' daß die Feinde nicht als Befreier, sondern als Eroberer kommen wollen. Englische Berichte müssen selbst unterstreichen, daß in Italien, in Frankreich und Belgien hinter den vormarschierenden angio-amerikanischen Truppen Zustände entstanden sind,'die gegenüber den Verhältnissen in der Zeit, in denen deutsche Truppen hier standen, als grauenhaft verschlimmert erscheinen müssen. Die „Washington Post“ mußte an Hand eines Berichtes, den General William O'Dwyer soeben dem Präsidenten Roosevelt unterbreitet hat, feststellen, daß heute die Italiener im Durchschnitt nicht die Hälfte der Kalorien zu yer- zehren haben, die zur Erhaltung des Lebens notwendig sind; und nicht ein Viertel der Kalorienmenge, die der durchschnittliche Italiener vor dem Kriege konsumiert habe. Umgekehrt muß der Korrespondent des „Daily Expreß", Allan Morrhad, seinem
Harte AWetir gegen <ffe Sowjets
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Blatt aus Brüssel berichten, daß die angio- amerikanischen Soldaten weder in Frankreich noch in Belgien bei ihrem Einzug Elend und Unordnung angetroffen hätten und daß die Bevölkerung, wenn sie sich den deutschen Weisungen gefügt habe, ein erheblich bessere? und behaglicheres Leben als im Elend der jetzigen Kriegszeit geführt habe. Der Feipd muß es o selbst bekennen, daß seine Truppen überall nur als Vorreiter des Hungers und des Chaos kommen, „nicht als Befreier, sondern als Eroberer". t
So war es gemeint, als Mongomery seinen Truppen am Vorabend der Invasion zurief: „Hinein nach Deutschland und Weidmannsheil in Deutschland." Die Verstärkung des deutschen Widerstandes an ■ der Westfront dürfte inzwischen schon weite englische Kreise darüber belehrt haben, daß sie so, wie sie es sich gedacht haben, das Weidmannsheil in Deutschland nicht finden werden. Auch das neue Unternehmen Eisenhowers im holländischen Raum hat dem Gegner die Tür nach Deutschland hinein noch keineswegs zu öffnen vermocht.
Fortschreitender Angriff gegen die Luftlandeverbände
Bolschewistische Durchbruchsversuche in Lettland und Estland gescheitert
Otto-Gildeme# ,s mit den Problemen zu befassen," die
Felde der politischen Entwicklung In steigendem Maße wird jetzt wie- ® oppositionellen Äußerungen die Frage
ivieuaauavc y, ■, ,, -
, z tasche, Sonnt, 0,3 die Entwicklung auf dem Bal- ■ in Polen und gegenüber Finn- .. überhaupt noch'mit den agitatöri-
ecke,,NaeMvJS: ^Versprechungen in Einklang zu brin- ' !e P Churchill und Roosevelt den ta Völker und der Weltöffentlichkeit »n hätten. Dazu kommt für England - die steigende Nervosität, die in dem über den Verlauf und" über den derKonferenzvonQuebec Ausgangspunkt hat.
«adezu schockartig scheint in politi- ® Kreisen Englands, die Äußerung der
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zur. d. «■""■l»*-■-“’ nuy * im Kampf gegen Japan in da wertv. ^ eigenartige neue'Beleuchtung stellt.
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Haush. f ’i hr m jeteo. si| ati . es gewöhnt, daß die englische " ' osleh ^ immer in Situationen, in denen Ü* fciisiiLn ete Hoffnungen in sich zusam-
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es so aus, als ob Washington
-Beitrag Englands Und des Empires jüeht als Ganzes gewertet sehen Zft '^ enn es heißt, daß Australien, -se and, Kanada und die • Holländer j, H Beil:t ag zu diesem Kampf liefern / 50 deutet das offen darauf hin, daß •ö pin c er ? kanern au ’ c h i n diesem Falle de 1 e L uv 6 .., ürkung der zentrifuga- ^“»Krafte ' -
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t sictl n . Uni1 politische Sorgen aufstei- fee Häßparolen und übersteigerte t . I ? I 8t 'Wenn in. diesen Tagen die
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« lt? ,«ü®",.,' n ach Deutschland nicht als
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- ^Her j h n ' s .° bemühen sich jetzt andere
f!„»botete l ,ffPiieVer r ni r M UnSChträume lm Hinblick
^icntung und vollkommene Aus- im einzelnen aus-
>r nach & [ # ht »lieber a i 9 D Ssen ba t daß er einmal auf ’ geb w7ie) 5*8'^ b 5 ® Blatt 6 J rad l tio n stolz war. Nach 1 * A !5rpb. OK, Ngland , S °l einem künftigen Rumpf- bzU rtnterk ttIlft V :; B^ j er 0rt a - nnS 5 ,!st das ganze Gebiet öst-
der offen-
Mähe BrHu. Darn Unti der N eisse abgenommen Nah rieten, * u / r S % ä “ as Deutschland von 1919, das be- hote r'htbarst» < as Versailler Diktat aufs ' i! VJj Patpnti- erstiilnme l l war, soll nach “^*5seltt e . r 0 „. SUR 9 n och einmal ein Vier- c'‘-Sen ^. et . es ' vor allem Ostpreußen, j^boä p om ‘ ei ' e der Provinzen Branden-
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Prozent seiner Kohlen-
Eigener Drahtbericht
BZ. Berlin, 19. SepL Nach den eigenen Angaben des Feindes ist das Ergebnis des angio-amerikanischen Luftlandeunternehmens bisher weit hinter seinen Erwartungen zurückgeblieben. Die deutsche Abwehr war so schnell und so wirksam, daß die abgesetzten Truppen bis Mitternacht nur 13 Dörfer besetzen konnten.
Während die Verbände des Heeres und der Waffen-fl ihre um die verstreut liegenden Landeplätze gelegten Ringe verengten, setzte der Gegner unter starkem Jagdschutz* Verstärkungen ab, um seine schwer bedrängten Luftlandeverbände zu entlasten. Das Schwergewicht der feindlichen Luftlandung liegt weiterhin in dem von Lek, Wal und Maas gebildeten Delta. Die Hoffnung der Anglo-Amerikaner, durch die neu abgesetzten Truppen unsere Abwehr zu zersplittern, erfüllte sich nicht. In planmäßigen, gut fortschreitenden Gegenangriffen wurden bereits mehrere Kampfgruppen eingeschlossen und vernichtet. Die Luftwaffe unterstützte die eigenen Gegenmaßnahmen wirksam. Nach bisherigen, noch unvollständigen Meldungen brachten Flakbätterien und Jäger seit dem Sonntagnachmittag 77 feindliche' Transportmaschinen und Jagdflugzeuge zum Absturz, weitere Flugzeuge und Lastensegler wurden von Jägern im Tiefangriff am Boden zerstört oder schwer beschädigt.
Um die Verbindung mit den in Südholland gelandeten Fallschirmspringern herzustellen, griff der Feind, wie gemeldet, seit
Sonntag nachmittag an der Straße H a s - sellt-^Eindhoven mit zusammengeballten starken Kräften an. Auf halbem Wege zwischen dem Maas-Schelde-Känal und Eindhoven kam es an Sperriegeln zu sehr schweren Kämpfen, bei denen unsere Truppen meist im Nahkampf die Masse der 43 am Montag in Südholland vernichteten Panzer zur Strecke brachten. Weitöre Panzerkampfwagen wurden abgeschossen, als die Briten unter Umgehung unserer Paksperren bei Aalst ln den Südteil von Eindhoven .ein^rapggg, wo zur £eit ^erbitterte Straßenkämpfe im'Gange sind. ‘
Der zweite Schwerpunkt neben 1 dem süd- und mittelholländischen Raum lag weiter im Gebiet von Aäche h. Der seit Sonntag wesentlich verstärkte Druck der Nordamerikaner im Maastrichterzipfel führte zu erbitterten Abwehrkämpfen um unsere Sperrlinie am Geal; Die Westhälfte des Riegels hielt dem schweren Ansturm stand, im östlichen Teil könnte der Feind dagegen Vordringen. Doch wurde er wenige Kilometer nördlich . der bisherigen Kampflinie nach kräftigen Gegenstößen an der Bahnstrecke Heerlen—Kerkrade. aufgefangen. Die Front hat sich dadurch von Westen her näher an Aachen ' herangeschoben. Die hier und gleichzeitig von Süden gegen die Stadt geführten Angriffe blieben aber in unserem Feuer liegen.
Den örtlichen Vorteilen des Feinde^ westlich Aachen stehen seine Bodenverluste östlich der Stadt gegenüber. Dort gewannen
unsere Truppen lm Gegenangriff Gelände zurück und hielten die wieder vorverlegten Linien gegen alle, feindlichen Gegenstöße.
An der Ostfront nahm am fünften Tage der Schlacht in Kurland die Wucht des bolschewistischen Ansturms noch an Heftigkeit zu. Pausenlos hämmerte die feindliche Artillerie auf den Stellungen unserer Grenadiere nördlich Bauske, nordwestlich Modohn, beiderseits Walk und nun auch im Raum von Dorpat, pausenlos raste auch ein ungewöhnlich großes Aufgebot von bolschewistischen SchlüChtffisgarn- übjsr die Wälder -vnd - Fiä». eben und "suchte nach den Schützenlöchern und Gräben, aus denen den anstürmenden feindlichen Schützenmassen immer wieder verderbenbringendes Feuer entgegenschlug. Aber der Widerstand unserer Grenadiere und Panzerschützen war nicht zu brechen. Wo den Angreifern ein Einbruch gelang, wurde er rasch abgeriegelt und oft genug in kürzester Zeit von einem Gegenstoß wieder ausgeglichen. Wo feindliche Panzer durchstießen, schloß sich hinter ihnen die Frontlücke, und hinter der Front machten unsere Sturmgeschütze und Finzelkämpfer Jagd auf die vorgeprellten T 34 und überschweren Kolosse.
396 Panzer zählt inzwischen die Panzerstrecke, in deii letzten beiden Tagen vernichteten unsere Truppen 149 von Ihnen. Nirgends an dieser ganzen tobenden Front gelang es dem Feind, unsere Linien aufzu- reißen und den erstrebten Durchbruch zu erzwinggp.
Baltikum - gesicherte militärische Bastion
Die sowjetische Offensive im Norden — Verstärkte deutsche Abwehrkraft
Von unnserem militär. v. W.-Mitarbeiter
Mit dem 14. September haben die Sowjets wieder einmal unsere Nordfront angefaßt. Sie gestehen damit ein, daß ihre Offensive im Hochsommer gegen den gleichen Abschnitt einen Mißerfolg darstellte, denn ein Angriff wird an derselben Front doch immer nur dann wiederholt, wenn er das erstemal mißglückte. Damals erzielte der sowjetische Druck auf Zerreißen der Nordfront, auf ihre Trennung von der* Hauptfront und sollte schließlich zur großen Umfassungs- und Vernichtungsschlacht führen. Wenn auch die Trennung der Gruppe Nord von der Gruppe Mitte zunächst erreicht war, so stellte doch ein gepanzerter Gegenangriff diese Verbindung über Tuckum wieder her. Dem Feinde mußte dieser erste Erfolg unserer . Abwehr, der gegen ihn sprach, zu denken geben. Er mag diesen Vorgang auch notiert haben, verzichtete aber in den folgenden Wochen auf jede stärkere, Aktivität. Erst Mitte September war er mit seiner sogenannten baltischen Fronf wieder zum Angriff bereit.
Wiederum baute der Feind auf numerische und materielle Überlegenheit. Er hatte Dutzende von Schützendivisionen bereitgestellt. Er hatte starke Panzerverbände nach vorn geführt. Er wollte auf , die Unterstützung von Schlachtflieger- massierurigen nicht i verzichten. Er warf seine Offensivmacht aber nicht an zusammenhängender Front in die Schlacht. Er wählte einzelne .Schwerpunkte, bei Bäuske (südöstlich Mitau), bei Modohn und dem Eisenbahnknotenpunkt Wa.lk, später auch bei Dorpat. An diesen Stellen massierte der Gegner bis zu 18 Divisionen auf 30 bis 40 Kilometer Breite, schuf also alle Voraussetzungen, um zum örtlichen Durchbruch zu gelangen, der Plattform, die nötig war, um daraus, einen operativen zu machen. Es ist heute die Zahl der/ Panzer abschjisse ein Wertmess er der Schlachten. Das OKW. nannte für drei'Tage 234 abgesphossene Panzer. Zum Teil wurden diese Vernich- tünqserfolge nicht nur durch harte Abwehr erreicht, sondern auch durch scharf geführte
Gegenstöße mit Panzerverbänden, die vor allem im Raume M i t ä u angesetzt wurden, also dem linken feindlichen Offensivflügel gelten und seiner defensiven Abschirmung. Während einer Offensive ist gerade eine solche Stelle der ausgesprochen neuralgische Punkt.
Die nördliche Heeresgruppe steht weiterhin in der Abwehrschlacht. Sie brachte bisher dem Gegner örtliche Einbrüche. Sein' Hauptdruck wurde gehalten oder aufgefangen] Damit blieb die Einheit der Nord- gruppe gewahrt, dem.Gegner aber das Erreichen der Küste des Rigaischen Meerbusens verwehrt. Angesichts der Lage das nächste Ziel, das der Feind erreichen mußte, wollte er seine Nordoffensive operativ aus- werten. Es ist äußerst wichtig, daß der Feind die von ihm schon mehrmals als verloren bezeichnte Heeresgruppe Nord nicht aus dem Raum zu entfernen mag, der ihr zum Schutze anvertraut ist. Eine sehr wendige Führung
hat das Baltikum zu einer* gesicherten Bastion »gebracht, die in allgemeiner Beziehung darum so bedeutungsvoll ist, weil der Gegner den litauischen Raum zur Entfaltung eines neuen Angriffes gegen das nordwestliche Ostpreußen nicht voll ausnutzen kann, so lange er die Nordflanke einer zu solchem Zweck angesetzten Stoßgruppe durch eine intakte'deutsche Heeresgruppe ständig, bedroht weiß. Es konnte nur das Ziel der neuen Angriffe sein, diese Flankengefahr auszuschalten. Das ist bisher nicht gelungen und wird — das zeigt der ganze Schlachtverlauf im Norden — auch später nicht möglich sein.
Die übrigen, inzwischen wieder sichtbar gewprdenen Schwerpunkte, der Ostfront sind durch die Kämpfe am Narew, hei Warschau, vor den Ostbeskiden und in Siebenbürgen bestimmt. Am Narew ist es nach der Aufgabe vom Lomscha und Ostro- (Fortsetzung siehe Seite 2)
n
Deutscher Widerstand sehr stark
Initiative wird wieder an Deutschland übergehen
n
Drahtbericht unseres Vertreters sch. Lissabon, .19. Sept. Die amerikanisch-,
Stabsoffiziers warnt „New York Herald Tribüne“ das amerikanische Volk sehr entschie-
i den davor, an ein baldiges Ende des Krie-
englischen Frontbenchte vom Dienstagmor- ; ges 2U glauben Nur £ illtärisc e he Schein .
gen melden übereinstimmend, daß in keinem au toritäten wagen jetzt, das Kriegsende für der ausschlaggebenden Kampfabschnitte dieses Jahr vorauszusagen, gestern, von den amerikanischen und eng- j wie aus Stockholm gemeldet wird, lischen Truppen irgendwelche größeren schreibt die Londoner Zeitung „Daily Ex- Fortschriite gemacht werden konnten. Der preß", auch in militärischen Kreisen in Lon- deutsche Widerstand habe sich so- Jon warne man vor allzustarkem Optimis- wohl im Moseltal. wie bei Beifort an der mus bezüglich der künftigen Operationen. Burgundischen Pforte, vor allem rings um : Wenn die jetztige Übermacht Deutschland
Aachen außerordentlich ver-| jetzt nicht auf die Knie zwingen kann, so stärkt. Den amerikanischen Truppen sei fügt t „Folkets - Dagbladet" diesen Meldun- insbesondere hei Aachen entgegen früheren I gen hinzu, so würde eine ganz andere Meldungen noch kein starker Einbruch in ; s i t u a t i o n für die Alliierten entstehen, die deutschen Verteidigungslinien gelun- Wenn England und USA ihre Mengen von gen. An einigen Punkten hätten die Ameri-J Panzern, Flugzeugen, Geschützen usw. ver-
kaner Boden verloren und sich zurückziehen müssen.
Unter Berufung auf die Äußerung eines hervorragenden amerikanischen General
braucht haben und die besten ihrer Soldaten ausgeschieden sind, dann müsse die Initiative ganz einfach an Deutschland übergehen. ' /
PK-Aufn.: Kriegsberichter Grupp (HH)
Die Sowjets greifen wieder an. Jetzt muß es schnell gehen. Beim Ladeschützen klappt jeder. Griff: Granate rein! Kartusche hinterher!, Schloß zu!
Jiitqe JUvafShMtäee
Von
Hans Stefan Seifriz_
In diesen'Tagen wartet die ganze Bremer Hitler-Jugend, warten Jungen und Mädel auf neue Einsatzbefehle. Dies ist bezeichnend für die Einstellung unserer Jugend zu den Dingen des Tages. Als im Herbst 193.9 der Krieg einen dicken Strich unter die Friedensarbeit setzte, da war es die Hitler-Jugend, die allen anderen voraus in der Umstellung ihrer Arbeit den Erfordernissen des Krieges Rechnung! trug.. Damals kam es vor allem dar- "ätif liiT 'MöSireftS'c tasch ■Splittefgräben
in der ganzen Stadt auszuheben, die den Straßenpassanten Schutzmöglichkeiten gegen Bombenangriffe geben sollten. Mit Picke und Spaten zogen sie damals, ein Lied auf den Lippen; in die Grünanlagen unserer Stadt, und bewiesen, daß sie zu schippen verstehen. -• 1
Die dann folgenden Jahre. des Krieges brachten eine laufende Erhöhung des Krlegseinsatzes mit sich. Gleichzeitiq machte sich mit den wachsenden Krisentagen dieses Ringens eine^ ständig steigernde Einflußnahme unserer Jungen und Mädel auf die weltanschauliche Grundhaltung unseres Volkes bemerkbar. In den letzten Wochen hat die Bremer Hitlerjugend vor neuen großen Schwierigkeiten gestanden. Sie hat u.' a. zwei schwere Luftangriffe zu überstehen gehabt. Diese Angriffe haben die Einheiten nicht etwa geschwächt, — nein stärker denn je sah man in den Bergungslokalen die Mädel in ihren weißen Blusen, wie sie in zwölf- bis vier- zehnstündigem ' Tages- und Nachteinsatz* standen, und unermüdlich um das Wohl der ihnen anvertrauten bombenbetroffenen Volksgenossen besorgt waren. So manch ein Zager und Zweifler, dem die Mordgangster alles genommen hatten,* richtete sich an der Gläubigkeit und der optimistischen Jugend wieder auf. Diese Gläubigkeit aber, die unsere Jungen und Mädel im sechsten Kriegsjahre beseelt, kann nicht das Produkt einer, überschäumenddn jugendlichen Kriegsbegeisterung sein, sondern sie* wächst aus der' ständigen weltanschaulichen Erziehung der HJ., die den Jungen und Mädeln die Gedanken für politische und militärische Vorgänge geschärft haben. Aus dem nüchternen Abwägen der Dinge ergibt sich eine glaubensstarke Zuversicht und ein glühender Optimismus, der mit den Schwierigkeiten nur wächst!
Eine Wandlung freilich ist in jedem * Jungen und jedem Mädel vor sich gegangen. In der zunehmenden grausämen und unerbittlichen Härte ging* der Jugend ihre frohe Unbekümmertheit verloren. Unsere Jungen der älteren Jahrgänge sind zu Männern geworden. Gewiß nicht zu alten Leuten, denn jung sind sie trotz allem. Sie sind aber heute von einer großen Verantwortlichkeit dem Schicksal unseres Vaterlandes gegenüber erfüllt. Der Terror des Feindes rief unsere Jungen als Luftwaffenhelfer an die Meßgeräte und Geschütze. Im Toben des Bombenterrors waren es auch wieder Jungen, die dort, wo die Lage am aussichtslosesten schien, zupackten .und sie meisterten.- So ist. die Hitler-Jugend die Fronttruppe der Heimat geworden, überall ist sie dabei, und überall, wo sie auftaucht, * gewinnen die Volksgenossen neues Vertrauen, denn es ist ja ihre Jugend, die da so tapfer aushält, und um sie geht ja letzten Endes dieser Kampf.
Ob Junge oder Mädel, alle sind sie Revolutionäre, junge Nazis. In ihnen steckt tief das Wollen des Führers, und darum sind sie vom Feinde so gehaßt. Sie sind es ja, die die Lügenparolen Judas immer wieder aufs neue widerlegen, deijn die Einheiten unserer Hitler-Jugend sind so gar nicht der militarisierte und tyrannisierte Haufe einer geknechteten und verkommenen Jugend, so wie es in Sowjetrußland die Jugend ist. Unsere KL V, - Lager geben so recht einen Begriff von wahrhafter national-