Ausgabe 
(18.9.1944) 253
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parteiamtliche Tageszeitung

* Aoi3 blaU des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

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Amtliches Verkündungsblatl des Reich^iaiihaliers in Oldenburg und Bremen

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Montag, 18. September 1944

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Eigener Drahtbericbt

Berlin , 17, Sept. Die sowjetischen

nas Tempo der Bolschewisierung *»rt sich nun. Eine WellevonVer- We jen geht über das Land. Alle jtjjer, die am deutschfreundlichen Kurs letzten .

^Irratperhaben 'von Sofia bereits Besitz er-

«LSÜL I ° Bde » ejäTRaftungen

Segebenenfaiu

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« Platz ' in, enüjKfSen’fünf Jahre „mitschuldig" sind, L 1 "* 1 *»*» KandjJ aufgestöbert und in Haft genommen, Ansicht -der „Sire«® 1 a “L,., D n Tist* stehen vermutlich

M aber “-fcftrf der schwarzen Liste stehen vermutlich

^ Abgeordneten der ^ Sobranje,

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Bolschewistische Truppen zogen in Sofia ein

Erste Auswirkungen des bulgarischen Verrats - Sowjet spieen drängen zur türkischen Grenze vor

Gleich muß der Feind kommen

«ile Wirtschaftsführ er des Landes "1 der größte Teil der Intelligenz, nicht ® interessiert | j e | 2 t die bulgarischen Kerenskis. Weder Mitte wirf H.," S Bestürzte Ministerpräsident Bagrianoff all-Gaukla?* «4tl *hsein Außenminister Draganoff waren er obersten SpieiS w?ur Stunde ihres Verrats Gegner Deutsch- ier SportbezirkeAit Ss im Gegenteil, beide galten zu Zeiten äßigen Bedinguago steson dere Stützen der freundschaftlichen „ ge lallen. D a * ^menarbeit mit dem Großdeutschen

Deutschlandhalle oH« ^ . ,

sfahrer Herbert vl. Die Errichtung einer sowjetischen Heldentod. [ on trollkommission in Sofia stellt

uameiwerfer in Eim ^ Schlußakt der innerhalb weniger ! ® e _t h_ angesehen ^k 0 cben vollzogenen totalen Umwälzung

und ist zugleich der Auftakt für die

Erik««. jfjetrepublik Bulgarien. Mos-

*« es '. das übe " ?. le weitara ® ehand -

europäischen s-ü- foitf Bulgariens zu bestimmen hat. Der am

„Kesten östlich angesetzte Keil der sowje­tritt des SV Jsrti; hben Sioßarmeen ist von der Schwarz­en SG Lehrte d« 5 „{[.Hafenstadt Varna aus bis zur tür- iel des Spcrtgacei: jjschen Grenze gelangt und mar- . „ , i idnert nun, nach einem Londoner Bericht,

»* Süden weiter, um die V erb i n d u n g tilden griechischen Banden zu jdien. Der Bolschewismus breitet sich un- iiüaltsam aus. Bald werden die Völker

idrennen in A^neililaosteuropas mit Schrecken erkennen tsfahren. das Geräts n ssen , was sie angerichtet haben, als sie einem Mehrkanplrf j, deutsche Wehrmacht torpedierten und

erfolgreich. I ). ;nne iiiUichen Schutz in Moskau suchten, na Bantu, dm hat . ., _ . ,. . . . ,

Jahreswe'thestleifc Ministerpräsident Georgieff hat sich ist nach ihren Eaa iswilliger Trabant des Kreml erwiesen und Is HJ.-Sportlehrai! *t Geschick in sowjetischem Auftrag die bfander und Amerikaner zu täuschen ver- ir niederländisch« L ^ während London noch wähnte, Ziel

iÜY* Quentemeii« u fc bulgarischen Sehnsucht zu sein und en ’ Bbend die Delegierten in Kairo noch be-

tadtelf wird um D ie inerten, nicht verhandeln zu dürfen, saßen eine Schönebecke E eitreter der Sofioter Putschregierung schon s Zuge auf der Fahrt nach Norden, um Seiler die Verhandlungen mit derjenigen nrad, biete Ben'®: kht zu beginnen, die den totalen Bol-

ensüew Stt » -"^"»ngsanspruch für den Balkan er- »1 43- schw. weif, De -- »uun diesen Erfahrungen werden die u. bamensdrateii «Mer nicht zögern, guf Bulgarien als Fuchs, biete Sbiia le mögliche politische 'Einflußzone ganz zu ihör, 220 Volt U lichten, ihre Freundschaft mit Moskau zu ien Alter, HenrertS i en un( j ,j as L an( j Hem Bolschewismus zu

n- oder Heria- [lassen. Auf den Trümmern Sofias weht ab.-Mantel u. evtl.

die 43 od. W Aaj •bote unter MD" Üer. A?in.-Ei?ed- hu„ biete nh. Giasstf

»Fahrrad, htete

äb. Stockholm, 17. Sept Einer ;r>iralfeder-Rahsa t ytomeidung zufolge haben sich in Bul- ebote unter B 58® Neu mehrere Generale, Schriftleiter, n-Fahrrad, biete ®e, Rechtsanwälte und ehemalige Ml- hr-, Rieoenfed. « siet das Leben genommen, weil sie die Srad W “ ach des Vaterlandes nicht ertrugen, so

hnad, biete ; 3564 Gescbst.S-.-J hrrad, biete Ges---’ hncag-KW^f . VO 2S« Ges®tA hirad biete >te unter M Jg 0 ' . hrrad, biete

twg. MachÄ^i addecke,

-Mittler. BreB»;,.,., hrrad, biete '

rg[(3ttv

erwäge» San L“p 8 ? 11 " 11 genau an das halten, was

mermann, tt, ® R «äniens oder Bulga-

kd'wag. tsg,.i. s n ^ st erbeispiel jener bolsche-

^ Sdit mit kennt, die dara f ausgeht,

erwäge» ““Ltietdh v- : i Se . eln em Schlage, sondern schritt- ederne « #e imi)t*' ^ Land so zu durchsetzen, daß es ss* 1 ' ^’it fäm °® at ' sc h in bolschewistische Ge-

k-Sfo i, * , ?wW alu rl e sow jetischen Forderungen folgende Punkte 1. Besetzung Geidung- # ^sa 3 „ ^“«dfinnland, 2. Besetzung von 43 biete Gr jjjj! ietzuna" v se ^ un 3 der Aalandinseln, 4. Be- m. Borgte & Hangoe, 5. Besetzung der Be-

iportwage» ^. 54 # 1,-^ ® von Helsinki und des Gebiets whofe » 5 „ aff' ^j 6 tisrhi " ornen linna). Ferner soll eine e*’ *i. biete ^ist e ; n ? ontro 'lkommission in Finnland ‘ werden ' um - die Durch -

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Ain die Sowjetfahne.

■ie ertragen die Schande nicht

n. a. der Innenminister im Kabinett Ba- grianoif, der Befehlshaber des V. Armee­korps, General Staymoff mit seiner Frau, der berühmte Journalist Kraptschefi, der ehemalige Minister für öffentliche Arbeiten, Kadoslawoff, Eisenbahndirektor Koltscheff und viele weitere Angehörige aller Volks­kreise Bulgariens.

Die Verfolgung durch das Bolschewisten­regime nimmt immer größeren Umfang an. Unter zahlreichen Verhafteten befinden sich Dimitri Wasileff, der frühere Transport- minister, der ehemalige Außenminister Mu- rawieff. Der ehemalige Ministerpräsident F i 1 o f f wurde in einer ausländischen Bot­schaft in Tschankaria verhaftet, der ehe­

malige Ministerpräsident BosChiloff und der frühere Gouverneur von Sofia, I w a - n o f f, teilen dieselbe Strafzelle.

Entmilitarisierung der Dardanellen

dnb. Stockholm, 17. Sept. „Svenska Dagbladet" und „Stockholms Tidningen“ bringen eine Meldung der USA-Agentur Associated Press aus London, wonach in diplomatischen Kreisen in London verlautet, daß die Sowjetunion im Begriff stehe, von der Türkei zu verlangen, daß die strategisch wichtigen Dardanellen entmilitarisiert wer­den, sowie, daß der Wasserweg für alle Fahrzeuge der Alliierten geöffnet wird. Man glaubt, daß diese Forderung gestellt werden

wird, sobald die Sowjetarmee im Balkan „aufgeräumt" hat.

„Deutschland wird nie kapitulieren“

dnb. Madrid, 17. Sept. Die Madrider Zei­tung „Ya" erklärt in einem Leitartikel, daß Deutschland nie kapitulieren werde. Italien, Rumänien und Bulgarien hätten kapituliert, weil ihre Moral völlig zerrüttet gewesen sei. Auch die Deutschen sehnten den Frieden herbei, lehnten aber Kapitulation ab. Infor­mationen über die innerpolitische Situation in Deutschland bestätigen die Auffassung, daß nicht die geringsten Anzeichen einer moralischen Schwäche vorhanden seien.

Drahtbericht unseres Vertreters

os. Stockholm, 17. Sept. In Frankreich tun sich augenblicklich Dinge, die niemand im gaullistischen Lager vorausgesehen hat und die sogar erst im Stadium der ersten Ent­wicklung stehen. Es gibt heute schon ganze Gebiete in Frankreich, die restlos bol­schewistisch sind, die unter der Eisen­faust bolschewistischer Kommissare und Be­hörden ihr Leben fristen und in denen keiner seines Lebens sicher ist, der nicht schon früher gut bei den Bolschewisten angeschrie­ben war. Diese Gebiete — man nennt sie heute schon das rote Frankreich — sind vor allem die den Pyrenäen vorgelagerten De­partements mit ihrer Hauptstadt Toulouse und eine Reihe kleinerer Gebiete, vor allem die Industriegebiete in der Nähe von Paris und in Nordfrankreich, besonders kraß und eindeutig sind jedoch die Verhältnisse im Südwesten Frankreichs.

Vor rund 14 Tagen sahen sich die gaulli­stischen Behörden gezwungen, dfen Bela­gerungszustand dort -zu verhängen, weil eine wilde bolschewistische Soldateska die Macht an sich gerissen hatte und ein Schreckensregiment ohnegleichen führte. Die bisherigen Versuche der Gaulli­sten, dort die Autorität wiederherzustellen, sind fehlgeschlagen. Der Sender Toulouse z. B. widmet sich nur bolschewistischer Agi­tation, und zwar nicht nur in französischer, sondern auch in katalanischer und baski- scher Sprache.

Diese Verhältnisse sind nun für die Gaulli­sten derart geworden, daß de Gaulle per­sönlich einen letzten verzweifelten Ver­such unternommen hat, um dort durch Überredungskunst seine Autorität wieder­herzustellen. Schon jetzt muß dieser Ver­such als fehlgeschlagen betrachtet werden. Nach Vorverhandlungen zwischen seinem Vertreter und den Bolschewisten in Tou­louse wurde ihm für eine etwaige Reise in das „rote Frankreich" sicheres Geleit zu­gesagt. De Gaulle ist dann während des Wochenendes in Toulouse aufgetaucht und hat dort eine flammende Rede an die Bol­

schewisten gehalten, in der er um Anerken­nung der „höchsten Staatsautorität" bettelte und die Aufrührer anflehte, den Kampf auf­zugeben und sich wieder seiner Oberherr­schaft zu unterwerfen. Die Terrorherrschaft der Bolschewisten geht jedoch weiter. Wer ihnen unfreundlich gesinnt ist, wird unter irgendeinem Vorwand einfach „liquidiert". Was sollen alliierte militärische Steilen oder gaullistische Bürokraten gegen eine solche bis ins letzte organisierte Bolschewisierung machen? Sie sind machtlos!

Auch im übrigen Frankreich hat der bol­schewistische Terror bedeutend zugenom­men. In den Departements im Jura — insbe­sondere in den Städten Natua, Oynnax, Bel­legarde, St. Claude, haben Terroristen die „Vierte Republik" ausgerufen. Es kam hierbei zu zahlreichen Verhaftungen. Die Mehrzahl der Gefangenen wurde zum Tode verurteilt und in ihre Heimatorte ver­bracht, um dort öffentlich erschossen zu werden.

Ein besonders scheußliches Verbrechen ist in St. Claude an einer jungen Postange- stellen begangen worden. Die Terroristen rissen ihr die Kleider vom Leibe, tätowierten sie mit Hakenkreuzen, und führten sie nackt durch 17 Dörfer. Schließlich hat der Direktor

Entlarvung in Eupen und Malmedy

„Eisiges Schuöeigen “ für die nordamerikanischen Truppen

Hach dem Muster Rumäniens

Die sowjetischen Forderungen an Finnland

Drahtbericht unseres Vertreters Stockholm, 17. Sept. In der Stock- a Presse sind die ersten Meldungen sowjetischen Bedingungen and erschienen. Sie stützen sich ; auf Angaben aus diplomatischen Krei-

c . . . «ii. oc kh°lms, teils auf unmittelbare Be-

hrntTin BerÄ ^ t ,. aus Helsinki, wo angeblich bereits die „ jjjar. T&ielbar. ! -j 1 lsc hen Bedingungen am Sonnabend akamptHa. FlV j ü, ® finnischen -Unterhändler über- enragen, «, n J Urden ; der dann jedoch sofort wie-

>ie unter Tj^ (p « U Moskau zurückreisen mußte.

erwägen, ^ bisher in Stockholm über diese Be-

canntgeworden ist, stellt in- Uberraschung dar ' als sie

Wort u, ®®dingungen zu überwachen".

l eni 9 Phantasie dazu, um sich , i vij r ,i„; Was die Folgen für Finnland ^' ^lich arm' Wenn diese Bedingungen tat- «-CiJVß wer den.

«rag«“' ^ in x, 9 ® ^ eiter der finnischen Abord-

fL 5 ?«®'!!. Staafsminister Hack

^^g^7w^7"minUtp 1 r rn c Sterben? ” Sein* Nachfolger, !? Volr,. E „ nkel l, ist in Moskau ein-

^‘Richen V ?° w i et behörden haben die P T 1 AborH m er . dangen mit der finni- sonrf Un9 immer noch nicht aufge- £? r Word r . ern - am Wochenende wurden

6 f&jj n f ‘3' J »gen n flK 9 la diglich die sowjetischen ;■'*1 Ädherrdicht mit der Aufforde- * n ach Helsinki weiterzulei­

ten. Irgendwelche gemeinsamen Besprechun­gen kamen nicht zustande und werden offensichtlich bis auf weiteres von den Sowjets als überflüssig abgelehnt.

„Folkets Dagblad" veröffentlicht in großer Aufmachung folgende Meldung unter der Überschrift: „Mannerheim kannte die sowje­tischen Bedingungen. Die Sowjets fordern Nordfinnland, Vasa, Aaland, Hangoe und Sveaborg". Die in Helsinki veröffentlichte Meldung, daß die finnische Delegation unein­geschränkte Vormächten zum Abschluß des Abkommens mit Sowjetrußland erhalten hat, tritt in ein besonders interessantes Licht durch eine Mitteilung, die „Folkets Dag­blad" von absolut zuverlässiger finnischer Seite erhalten hat. Danach hat Marschall Mannerheim die sowjetischen Forderun­gen gekannt, ehe er die Zustimmung des finnischen Reichstages zur Aufnahme der Verhandlungen um Waffenstillstand be­gehrte. Der Marsohall unterließ es, die Re­gierung und den Reichstag über die An­sprüche des Kremls zu unterrichten, da er zuerst der prinzipiellen Billigung des Parla­ments sicher sein wollte. Er befürchtete näm­lich, daß es unmöglich sein würde, die Mehr­heit des Reichstages zu erhalten, nachdem die verschiedenen Punkte der sowjetischen Forderungen bekannt geworden waren.

Mitschuld der Westmächte

dnb. Genf, 17. Sept. Finnlands Schicksal sei jetzt besiegelt, heißt es in einem Kom­mentar der Zeitschrift „Leader". An der Mitschuld Englands und Amerikas bestehe kein Zweifel, denn beide hätten die so­wjetische Unterdrückung unterstützt und damit ein weiteres Land dem Bolschewismus ausgeliefert. Der Vorwurf, daß das Lon­doner Außenamt und das Washingtoner Staatsdepartement die Finnen unter stärk­sten Druck setzten, ehe sie ihren Canossa- qang antraten, bestehe zu Recht. Dazu komme noch die Verhöhnung Finnlands durch Roosevelt, welcher Ehre und Ehr­losigkeit schwer zu unterscheiden vermöge.

Drahtbericht unseter Berliner Schriftleitung bm. Berlin, 17. Sept. Der Vorstoß der nord- amerikanischen Angriffsdivisionen durch das Gebiet Eupens und Malmedys zu der alten deutschen Westgrenze weitet sich durch die Haltung der Bewohner dieses kleinen Ländchens zu ein4m Politikum erster Ordnung aus. Die amerikanischen Frontkorrespondenten mußten ihrem Publi­kum in den Vereinigten Staaten mitteilen, daß die Truppen des Generals Bradley keines­wegs als „Befreier" umjubelt worden seien, vielmehr hätten die Bewohner der Städte und Dörfer „düster, in kalter Ablehnung und eisigem Schweigen" in den Haustüren und an den Wegrändern gestanden, als die vorbei­marschierenden amerikanischen Soldaten auf Blumengrüße gehofft hätten.

Die Bereitschaft der amerikanischen Sol­daten, sich als „Befreier“ bewillkommnen zu lassen, stammt aus der Vorstellungswelt der Jahre nach dem ersten Weltkrieg, als das Gebiet von Eupen und Malmedy zu Belgien geschlagen wurde, da „der einmütige Wunsch der Bevölkerung" behauptet wurde, „inner­halb der belgischen Grenzen zu leben". Die Wiedereingliederung Eupen und Malmedys in das deutsche Reichsgebiet nach dem West­feldzug des Jahres 1940 war deshalb von der britischen und amerikanischen Presse als ein „nazistischer Willkürakt" bezeichnet wor­den, der völlig dem Wunsch der Bevölkerung entgegenliefe. Zweifellos hatten die nord- amerikanischen Soldaten bei ihrem Vorstoß / gegen Eupen und Malmedy eine Bestätigung dieser Ansicht zu finden gehofft. Die ent-

Besprechungen von Quebec beendet

Eine bemerkenswert kurze Verlautbarung

dnb. Stockholm, 17. Sept. Die Besprechun­gen in Quebec zwischen Roosevelt und Churchill haben ihren Abschluß gefunden. In einer bemerkenswert kurzen amtlichen Ver­lautbarung heißt es: Der Präsident und der Premierminister und die vereinigten Stabs­chefs hielten eine Reihe von Konferenzen, in deren Verlauf alle Probleme des Krieges gegen Deutschland und Japan erörtert wur­den. Die ernsteste Schwierigkeit, so wird weiter ausgeführt, deren sich die Konferenz in Quebec gegenübersah, war die Aufgabe, Platz und die Möglichkeit der besten Ord­nung für jene Streitkräfte zu finden, die alle davon betroffenen Nationen gegen den japa­nischen Feind einzusetzen begierig sind.

Stimson warnt

dnb. Genf, 17. Sept. Im anglo-amerikani- schen Lager ist man sich völlig darüber klar, daß der Verlauf des Kampfes im Westen ganz und gar keinen Anlaß zu Illusionen gibt In maßgebenden militärischen Stellen rechnet man mit schweren und verlustreichen Kämp­

fen angesichts des sich immer mehr verstei­fenden deutschen Widerstandes. Der USA- Kriegsminister Stimson hielt es für ange­bracht, in einer Besprechung ausdrücklich vor übertriebenem Optimismus zu warnen. Er gab der Auffassung Ausdruck, daß sich das bisherige Vormarschtempo nicht auf­rechterhalten lasse. Außerdem dürfe man nicht vergessen, daß man jetzt in ein Gebiet mit feindlicher Zivilbevölkerung komme. Stimson verwies auf das eisige Verhalten der Bevölkerung von Eupen, das ein Zeichen da­für sei, daß man künftig mit anderen Ver­hältnissen als In Frankreich rechnen müsse.

Auch der Oberkommandierende der eng­lischen Luftflotte im Mittelmeer und im Mittleren Osten Luftmarschall Sir Johns Lesser, stellte noch schwere und harte Kämpfe in Aussicht.

Die USA.-Admiralität gab erneut den Verlust eines Groß-U-Bootes zu. Es handelt sich um ein 1450 To. großes Boot, das mit 65 Mann Be­satzung im Stillen Ozean durch Feindein Wirkung unterging.

Schreckensherrschaft der Bolschewisten in Frankreich

Grauenhafter Terror — „Liquidierungen“ am laufenden Band — de Gaulle machtlos

Kriegsberichter Doering (Wb.) Aufmerksam, verfolgt die Bedienung eines leichten Flakgeschützes die feindlichen Be­wegungen auf der zu störenden Nachschub Straße

der Marmorwerke von Molingen, ein hoch­gradiger Freimaurer namens Grincae, sie mit zwei Schüssen in den Kopf getötet. In Viry wurde der Bürgermeister verhaftet. Bei der Folterung tauchte man seine Hände in kochendes Wasser und zerschmetterte sein vom Weltkrieg her verletztes Bein mit Fuß­tritten. In Orgelet wurde der Bürgermeister General Carscher, ein 74jähriger Großolli- zier der Ehrenlegion, verhaftet, gefoltert und verstümmelt. In Dompieree wurde der 78jährige Bürgermeister verhaftet. Man zer­schmetterte seine beiden Beine mit Hammer­schlägen. In einigen Orten versuchten die Terroristen, Geständnisse zu erpressen, in­dem sie die Hände der Gefolterten zwischen Kopierpressen spannten. In St. Julien wur­den dem der Miliz angehörenden Bürger­meister die Füße auf zu Weißglut ge­brachten Kohlenschaufeln verbrannt.

In Paris wird die Zahl der vom kommu­nistischen Mob Gemordeten auf mehrere 10 000 geschätzt. In manchen Bezirken der Stadt stehen vor den Revolutionstribunalen so viele Fälle zur Aburteilung, daß jeder Fall in wenigen Minuten erledigt werden muß. Die Todesurteile werden in Paris sofort auf den Straßen und öffentlichen Plätzen vollstreckt.

gegengesetzte Erfahrung, von der durch die Berichte der Frontkorrespondenten auch das amerikanische Publikum erfährt, würde einem nachdenklicheren Volk als dem ameri­kanischen die Frage vorlegen, weshalb denn hier eisiges Schweigen statt Blumenregen herrscht.

Der Frontkorrespondent fühlte sich zu der Erklärung verpflichtet: „In Eupen und Mal­medy wohnen nämlich lauter Deut sehe, und da ist es nicht verwunderlich, daß sie nicht so entzückt sind, wenn fremde Truppen in ihr Gebiet einziehen!"

Lauter Deutsche? Es klingt wie eine Ent­larvung demokratischer Grundsätze, die doch eigentlich in Versailles triumphiert haben sollen. Lauter Deutsch? wurden zu Bel­gien geschlagen? Man erinnert sich vielleicht des Jubels, mit dem die Be­völkerung von Eupen lind Malmedy die Rückkehr in das Reich - begrüßte, um den Gegensatz des eisigen Schweigens heute voll würdigen zu können, denn für einen der wenigen nachdenklichen Ameri­kaner muß der stumme Protest in Eupen und Malmedy als ein Hinweis wirken, daß die Invasion keineswegs ein „Kreuzzug der Befreiung" ist, wie Roosevelt behauptete, sondern ein „Kreuzzug der Unterjochung", der die Fehler Versailles’ in der Potenz übersteigert und in seiner endgültigen Aus­wirkung nicht eine dauernde Befriedung der Welt mit sich brächte, sondern fort­dauernd neue Konfliktstoffe für einen drit­ten Weltkrieg.

4» h lettmti

Von

unserem militär. v. W.-Mitarbeiter

Die erste Gefechtsberührung des West­walles mit dem Feinde, und zwar mit seiner

1. amerikanischen Armee hat stattgefunden und i^urde im OKW.-Bericht festg’ehalten. Damit ist ein neuer Abschnitt im Westen eingeleitet, der nicht unerwartet kommt, nachdem es der vorgeprellten Mitte der feindlichen Offensive möglich gewesen war, sich östlich der mittleren Maas und westlich der unteren Mosel so weit an das Reichs­gebiet heranzuschieben, daß Grenzraum und Westwall zugleich vor den feindlichen Spit­zen auftauchten. Die Amerikaner Eisen- howers haben sich nicht gleich an den An­griff gemacht. Sie haben zunächst verhalten, Atem geschöpft und mit starken Spähtrupps die erste Verbindung nach Osten ge­sucht. Seit dem 13. September wurde diese einleitende Gefechtstätigkeit durch einen Großangriff abgelöst, den auch das OKW unter dieser Bezeichnung gemeldet hat. Der Gegner fühlte sich zu diesem Ter­min offenbar stark genug, den Angriff nach Osten zu wagen, der ausgesprochenen Durchbruchscharakter hat, denn nur der Durchbruch würde dem Feinde den Weg ins Reich öffnen.

Der sonst hei Eisenhower so beliebte Umfassungsversuch blieb diesmal ungenützt, weil er zwecklos gewesen wäre, nachdem im Norden das Meer und im Süden die Schweiz das große Schlachtfeld ab­stecken. Außerdem waren die beiden Flügel des Gegners für eine solche Operation keineswegs bereit, da sie es ja sind, die noch weit zuückhängen und sich keineswegs am Durchbruchsangriff beteiligen können. Daß sie trotzdem' nicht Gewehr bei Fuß 1 stehen bleiben, ergibt sich schon aus dem Zwange, an der ganzen Front aufzutreten, um deutsche Kräfte allerorts zu fesseln. Da der 1 Raum zu umfassenden Bewegungen fehlt, mußte sich Eisenhower entschließen, den Durchbruch zu versuchen, die schwierigste Art der Schlachtentscheidung, weil sie nur immer frontal begonnen werden kann.

Warum mag der feindliche Oberbefehls­haber nicht gewartet haben, bis alle seine Armeen herangekommen sind. Er weiß, daß jeder Tag Zeitgewinn die deutscheVer- teidigung stärkt. Je massiger aber diese Abwehr wird, um so schwerer wird es für seine Truppen. Und er weiß aus der Normandie, was versteifter deutscher Wi­derstand bedeutet. Darum drängte er auf Aiigriffsbeginn. Darum wartete er nicht erst, bis seine britischen kanadischen und ameri­kanischen Verbände im Norden und Süden aufgeschlossen hatten. Durch Übernahme eines Abschnittes der Briten schob er den amerikanischen Bereich noch um einige Dutzend Kilometer nach Norden, weil die

2. britische Armee allzu sehr von der ur­sprünglich östlichen Stoßrichtung in eine nördliche abgedreht hat — keineswegs frei­willig, sondern durch die Härte unseres Wi­derstandes am Albert- und Schelde-Maas- Kanal. Wenn Dempsey auf diese deut­sche Einwirkung von Norden her nicht rea­giert hätte, wäre er in Gefahr geraten, sei­nen linken Flügel einer Flankenbedrohung aus dem Norden auszusetzen und überdies die Verbindung mit den Kanadiern zu ver­lieren, unter Umständen auch diese dadurch zu gefährden. Eisenhower wählte das klei­nere Übel, verzichtete auf britische Hilfe in der bevorstehenden Durchbruchsschlacht und schob eine inzwischen herangebrachte neue Armee, die 9., ein, um wenigstens mit drei Armeen in die große Auseinander­setzung unmittelbar einzutreten, auf die auch das OKW. hinweist.

Wir kennen jetzt die Angriffsmethodea und -mittel des Feindes. Sie haben sich jetzt zum ersten Male gegen Anlagen zu be­währen — ebenso wie diejenigen, die sie durchführen und bedienen — die 1938/39 mit der ausdrücklichen Zweckbestimmung errich­tet wurden, dem Westendes Reiches fortifikatorischen Schutz zu gewähren. Diese Anlagen sind jetzt von erfahrenen Kämpfern der Westsohlachten und von frischen Truppen besetzt worden. Waffen, die in der Zeit der ersten Teilbewährung des.

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