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in RM einsehl. Zustellgebühr! Re, u „ .■ •i!.*"“ 9 7 monatlich 2,30 RM (einsehl.
p Öit ^^^"‘.Ltungsgebühr) mzügl. 42 Rpf. «U 10l§^ft 5 * Hamburg 17 272. Ansei.
Aufnahmebedingungen 1t. Preis-
‘ etermiue ohne Verbindlichkeit. Alf “ S Tt „ n 0 ' Zweite Schlachtpforte 7. ‘'tl' 1 2 12 11 und 2 1151.
Ferngespräche 2 57 10.
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parteiamtliche Tageszeitung
* . ui.« des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
Bremer Mucferlcftten
Bremen: Geeren 6/8. Ruf 2 19 31 1 Nacbtruf und sonntags 2 47 65} Obernstraße 86, Ruf 2 19 31s Syke: Mühlendamm 2» Bremea-Hemelingem
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14.1 ahrgang
der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verkündungsblati des Reichssiatthalters in Oldenburg und Bremen
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Freitag, 15. September 1944
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Weitere Kräfte für Rüstung und Wehrmacht
Vereinfachung des Steuerwesens - Maßnahmen im Handel u. a.
15. Sept. Der Reichsbevoll-
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für den totalen, Kriegseinsatz,
Sinister Dr.^Goebbels, teilt mtt: Reichsminister der Finanzen hat Verordnung zur Vereinfachung „eryesens erlassen,
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M- ts ‘ F C N& I Urteilskräfte der Reichsfmanzver- aSfMtart freistellt, sondern darüber hinaus
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' '• D ® c j 1 «inen 6:l.t adungen wurde Mitic krönet m besagt u. a.:
la _ge WM| ‘ ^Einkommensteuer wird bei der
ts.e der veranlagten ein gelang e , h , ;i 45 in gleicher Höhe wie für das Steuer erst kürzlich,^ ^ 1943/44 erhoben. Nur bei Einkommen Storch aufgestent ei ; i 12 000 RM. jährlich, bei erheblichen 9 im Hammerwerfen -.jüderungen des Einkommens oder bei i verbessern. Xrunq des Familienstandes wird noch neu (früher Wittenberg) , ’daqt, aber auch in einfachster Form. Für Iten einen lOCCO-j.. g, aller Steuerpflichtigen fällt damit “ 31.36 eine um 53 s , 7 P jt und Arbeit beanspruchende Vor- eddch W urde Ü Mli^r Steuererklärung und Veranlagung
i um den Eisern« Ife gleiche Vereinfachung tritt bei der ften war Hannover* irperschafts- und Gewerbe- :1) Toren erfolgreld lener ein. 90 Prozent aller Gewerbe- Rugbyspieler des Gi elenden werden durch diese Maßnahmen sig gewann der G j^tet, indem sich ihre kaufmännische
t iörung durch Fortfall der zu Steuer- im notwendigen Mehrarbeit erheblich
de von Bruno TsjuiJJj“^ Die u m satzsteuer, für die
des
die nicht nur zahl- Reichsfinanzver-
freistellt,
Steuerzahlern erhebliche Ar-
und Brief- Die Verord-
, -reale vier verschiedene Sätze gibt, wird ao o w -Zukunft nach einem für den einzelnen Be-
gewannden lS ö sich ergebenden Durchschnittssatz er-
lster wurden in Wtö Veranlagung zur Vermögenssteuer ner- und Mehn-Sth i zur Aufbringungsumlage sowie die Den Titel im Seds plfeststellung der Einheitswerte für die ie Freien Radler DisS üblichen Betriebe unterbleiben. Es brau- daher im Januar 1945 von 2,5 Millionen Marinaden; HuffiAxinen und Betrieben keine neuen Ver- 10, Neustadt^ 2256- neasteuererklärungen us’w. abgegeben
Ce
der Be- Gehälter
1971—2095, Steint«
II. R D“e he ste»rM" e bisheri 9 e Doppelarbeit bei gebeten, die Wus gewisser Lohne und
3 e abzuholen. -» Lohn- und veranlagte Einkommenfeer fällt durch eine entsprechende Ausge- T i e r m a r kl f&ingder Lohnsteuertabelle fort. Die kom- :e Berechnung der Kinderer- äigungwird auf Kriegsdauer durch
10 Monate alt, ii
i vergeben. Ang. GäL .... , „ - ,
i verk. Kossen, Sd -- einheitliche Festsetzung der Alters- „andstraße 43. a e au f 18 Jahre vereinfacht. Kinder- rzh.-Rüde, 3 J. alt i ääigung wird in Zukunft automatisch für r 300 RM. abzujJ ks Kind bis zu diesem Alter ohne Rück- t, Lübberstedt, Kr. 5 g au j Haushaltzugehörigkeit üsw. ge- a " f , Auf Antr ag kann sie auch auf in Be-
D Abst Ang. nnt A ” sbildun 9 stehende Kinder bis zum F. Rethmeier, Bett ! «nsjahr ausgedehnt werden.
Se 53. : Kapital- und Verkehrssteuem, die
chen zu verkauf» 1 Beisteuern, die Wertzuwachssteuer und _, Eingang CellersM aiedene andere kleine Steüerarten fal- n m. St. GohgnW :!ort. Die Zahl der Fälligkeitstage einiger
itzhündrn). Nactoü Sm ^ vermind t Br.-Farge, Ruf 2», .
weine. Bauer Schilf Dle Lohn- und Gehaltsab-
chnu n g wird durch eine neue Anord — .•^Generalbevollmächtigten für den
u verkaul ^ feHsemsatz wieder vereinfacht Ab Ok- rad m. Anhänger, !H * 1944 wird für die Mehrarbeits- und i 34. . T* ver gütung eine Durchschnittsberech-
lfleisch.Verkauf.r-H Bj ragrunde gelegt.
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eh 75.* Nuflb. A---j . i —uci otauues- inzimrnerUsch Äo^l'^eingesteUt werden, wodurch sich
30.-, Nachtschnst J ^hndesämter der verschiedenen Gemein- .1 5.-, Angeb. »er gegenseitig von standesamtli-
ovaler Mahag ■ Mgängen in ihrem Arbeitsbereich ielstraße 68. ^ lä i. mchteten - Eine Stadt von 100 000 Ein- I Gefnndes B. spart dadurch jährlich 70000
•loren
t , a ' q f GwVloäi j f^'^ntsche Handel hat zugunsten BiMenthal, Mütto und! Rüstung bereits rund
gute
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Handsch.. freigegeben werden. In
Amtskas „e, ^ egorie sind mehrere hundert- ■ “ Volksuen
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der Auskämmung nichtkriegswichtiger Betriebe anfallen und weder für die Wehrmacht noch für die Rüstung verwendbar sind.
In verstärktem Maße sollen Kriegsgemeinschaften zwischen Handelsbetrieben gebildet werden, wenn dadurch eine bessere Versorgung der Verbraucherschaft oder der rationellere Einsatz verbleibender Arbeitskräfte zu erzielen isti'
Die in Handelsbetrieben verbleibenden anderweitig nicht ersetzbaren Arbeitskräfte werden, sofern sie in ihrer -derzeitigen Beschäftigung nicht voll ausgelastet sind, zu Kriegsheimarbeit herangezogen. Eine wei-
und
Handel wird wesentliche Kraftstoff- Arbeitseinsparuhgen ergeben.
5. Im .Geschäftsbereich des Reichs- kommissars für die Preisbildung sind weitgehende Einschränkungen vorgenommen worden, die, von der Verringerung des Personalbestandes der Behörden selbst abgesehen, sehr spürbare Erleichterungen, für die gesamte Wirtschaft mit sich bringen. Die Preisbildungsarbeit wird grundsätzlich eingestellt. Ausnahmen sind nur noch in besonders kriegswichtigen Einzelfällen gestattet. Unter den gleichen Voraussetzungen werden Anträge auf Bewilligung höherer
tere Bereinigung der Lieferbeziehungen im Preise ohne Prüfung abgelehnt, da grund- Abendstunden aufzusuchen.
Tofalisierung des deutschen
Dieser Umsetzungsprofseß fordert von allen beteiligten Stellen größtmöglichen Einsatz
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung bm. Berlin, 14. Sept Die Maßnahmen zur Totalisierung des Kräfteinsatzes des deutschen Volkes, die heute durch eine neue Veröffentlichung des Reichsbevollmächtigten Dr. Goebbels fortgeführt werden, sind der Ausdruck eines erbitterten Ringens - um jede Arbeitsstunde, die zur schnellen Erringung des Endsieges benutzt werden kann. Durch tiefe Eingriffe in das gesamte öffentliche und private Leben wurden zunächst einmal große Mengen von Arbeitskräften mobilisiert, um auf diese Weise ein umfangreiches Kräftereservoir zu schaffen, aus dem Rüstung und Wehrmacht nach einem nicht einfachen Umsetzungsverfahren gespeist werden. Wenn auch durch diese Maßnahmen die Kräfte des deutschen Volkes noch nicht völlig ausgeschöpft sind und sich immer neue Blickpunkte ergeben werden, aus denen heraus weitere Effekte . erzielt werden können, so hat der Reichsbevollmächtigte im Augenblick sein besonderes Augenmerk darauf gerichtet, durch V ereinfachun- gen im Verwaltungsapparat Entlastung und Erleichterung für viele Volksgenossen zu schaffen, deren Lebenszuschnitt durch die Kräfteintensiyierung bereits bedeutsam gewandelt? wurde. Diesen Sftnh erfüllt in erster Linie die Steuervereinfachungsverordnung, die resolut ein Problem anfaßte, das gerade während der Fälligkeitstermine der verschiedensten Steuerarten den Geschäftsleuten nicht immer wohlwollende Kommentare ablockte. Es war bisher eine Unzahl von Arbeitsgängen erforderlich, um allen Steuerverpflichtungen nachzukommen. Nach der Verlängerung der Ladenöffnungszeiten und der Verminderung des Personals in den kriegswichtigen Be
trieben drängte sich hier der Wunsch nach einer Vereinheitlichung von selbst auf. Die heute veröffentlichten Richtlinien mit ihrem festen Grundsatz, alles nicht unbedingt Notwendige fortfallen zu lassen, werden deshalb von der Bevölkerung besonders b e grr ü ß t werden. Daß auf diesem Wege der Vereinfachung zusätzlich bisher in den Steuerbehörden beschäftigte Arbeitskräfte nun für die RJistung und die Wehrmacht zur Verfügung stehen, ist eine Begleiterscheinung, die nicht weniger bedeutsam ist.
Auch auf anderen Gebieten der Verwaltung- werden alle Möglichkeiten zu grundsätzlicher Vereinfachung und zur Abstellung nicht kriegswichtiger Arbeitsvorgänge geprüft und laufend verwirklicht. Die Vereinfachungen im Lohnabrechnungsver- faliren, im Mitteilungswesen bei den Standesämtern und im Preisbildungswesen gehören zu den bereits durchgeführten Maßnahmen dieser Art Sie mögen im Einzelfall nicht entscheidend ins Gewicht fallen, in ihrer Summierung können sie jedoch recht beachtliche Wirkungen henvorrufen. Der deutsche Handel wird durch sehr weitgehende Maßnahmen des Reichswirtschaftsministers weiter eingeschränkt. Zahlreiche Branchen, die in höchster Kräfteanspanung keine Lebensberechtigung mehr haben, ‘werden bis zum Kriegsende verschwinden. Vielleicht mag hier und da der Einwand erhoben werden, daß beispielsweise durch die Schließung von Blumengeschäften, Parfümerien und Juwe- lierläden keinerlei Effekte erzielt werden können, da die hier beschäftigten Arbeitskräfte sich zumeist auf den Inhaber, seine Ehefrau und vielleicht auch noch auf ändere Familienangehörige beschränkte, und
diese wegen zu hohen Alters weder für Wehrmacht noch für Rüstung in Betracht kommen. Auf den ersten Blick kann dieser Hinweis bestechend sein, es muß aber berücksichtigt werden, daß jeder, der Blumen, Juwelen oder Musikinstrumente anbieten kann, diese Verkaufstätigkeit recht gut auch mit Berufskleidung oder Nahrungsmitteln auszuüben vermag, um auf diese Weise wieder aus diesen lebenswichtigen Betrieben Kräfte für die Rüstung und die Wehrmacht freimachen kann.
Es wurde von vornherein darauf hinge-, wiesen, daß die Bewältigung der zahlenmäßig sehr bedeutenden Mengen neu anfallender Arbeitskräfte nicht auf einen Schlag möglich sein wird, sondern Zug um Zug erfolgen muß. Bisher nicht im Produktionsprozeß stehende Männer und Frauen müssen angelernt und eingesetzt werden, um erst bei ihrem vollwertigen Einsatz die Voraussetzug für die Freistellung kriegsverwendungsfähiger Männer aus Rüstung und Kriegsproduktion zu schaffen, die nun ihrerseits in die Kasernen einrücken. Dieser Umsetzungsprozeß fordert von allen beteiligten Stellen den größtmöglichen Einsatz, wobei vor allem an die Leistung der Arbeitsämter zu denken ist, die nur unter Beseitigung aller bürokratischen Hemmnisse und durch Anwendung improvisierter Mittel die große Aufgabe zu erfüllen .vermögen, die sich durch die plötzliche Meldung vieler Hunderttausend neuer Arbeitskräfte ergibt So wird sich auch die Umsetzung des Handels nicht von heute auf morgen vollziehen können, sondern wird Wochen und Monate beanspruchen, in der jedoch alle Vorbedingungen für derartig weitrechende Aktionen erfüllt werden.
Plan der
: Deutschland soll zur Wüste werden
Engländer enthüllen ihre wahren Kriegsziele
BZ. Bremen, 14. Sept. Gestern haben wir I „Würde man eines Tages in der Zeitung bereits auf den infernalischen Haß hinge-1 lesen, eine Naturkatastrophe habe die Deut
ungsverfahren
Behörden wird der Standes-
Sen und entsprechende Arbeits-
jhr m. Kette j h “' vor Kriegsbeginn Beschäftig- 9- ’ m st f e h " ohe P " r „ weiteren . Angleichung
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wiesen, mit dem unsere Feinde uns gerade in der Gegenwart verfolgen. Die englischen und amerikanischen Blätter bringen beinah Tag für Tag neue Vernichtungspläne gegen Deutschland und überstürzen sich fast in der Fabrikation grauenerregender Phantasien über das Schicksal eines besiegten Deutschland. Sie glauben, im Augenblick triumphieren zu können. Die Raumeinbußen der deutschen Heere sind ihnen zu Kopf gestiegen und gaukeln ihnen offenbar einen nahen Sieg vor. Sie irren sich! Sie werden eines Tages sehen, was Wirklichkeit und was bei ihnen heute ein Irrwahn ist. Aber diese Zeit hat auch etwas Gutes für sich. Sie zeigt uns, was uns wirklich blühen würde, wenn sie ihr Ziel erreichen könnten. Heute handelt es sich nicht mehr darum, daß,nur ein einzelner Mann wie Vansittart Haß und Vernichtung predigt. Heute ist die ganze Meute wildgewordener Projektenmacher losgelassen und zeigt den ganzen Abgrund eines wütenden Zerstörungswillens. Alle ihre Vorschläge münden praktisch ein in die Forderung, die der bolschewistische Jude Ilja Ehrenburg schon in seinem Zukunftsroman „Trust D. E. liquidiert Europa"' aufstellte: „Deutschland hat endlich aufgehört zu existieren. Von den 55 Millionen seiner Einwohner sind höchstens 100000 am Leben geblieben. Vom Rhein bis zur Oder hat sich eine riesige Wüste gebildet, in der. Räuberbanden umherirren."
Es klingt fast wie ein Abklatsch dieser echt jüdischen Schmiererei, wenn der Engr länder W. B. Ho well im „Spectator" schrieb:' „Ich halte es für richtig, Deutschland, sobald wir es besiegt haben, für alle Zeit zu verkrüppeln. Ich. würde die deutsche Bevölkerung um ein Drittel oder vielleicht auf die Hälfte reduzieren. Die Waffe, die ich dabei- in Anwendung bringen würde, ist die Aushungerung. Wenn mich ein gutmütiger Engländer fragt: Würden Sie dabei nicht auch die deutschen Frauen und Kinder aushungern?, so antworte ich ihm: „Jawohl, ich würde es tun!"
Und um dieses erschreckende Bild seelischer und geistiger Verwahrlosung in England noch zu ergänzen, braucht man nur noch die Auslassung des parlamentarischen Korrespondenten des „Daily Express
sehen vernichtet und aus Deutschland eine libysche Wüste gemacht, dann stünde auf dem Gesicht eines jeden Engländers und Amerikaners ein Lächeln. Am Ende des Krieges muß man den Deutschen die Krallen beschneidet!, ihnen alle Industrien nehmen, einen Quarantänegürtel um Deutschland errichten und die Deutschen in ihrem Saft schmoren lassen. Ob sie dabei, zugrunde gehen, braucht weder einen Briten noch einen Amerikaner zu interessieren. Man hat auch früher in der Geschichte ganze Nationen ausgerottet. Wo ist z. B. das Reich der Azteken geblieben?"
Wer eines Tages im eigenen Safte schmoren wird, wird die Zukunft erweisen.
Deutschland wird es nicht sein! Wenn auch der Krieg jetzt hart an unsere Grenzen herangekommen ist, so wäre es doch ein gro- ßerTrugschluß anzunehmen, daß wir schwach geworden seien. Der Tag wird kommen, an dem sich heraussteilen wird, was wirklich hinter unserem Rückzug im Wösten zu suchen ist. Dann wird auch der Zeitpunkt da sein, in dem wir England all diese Zeugnisse eines verbissenen-Hasses Vorhalten werden. Heute aber sind sie für uns nichts anderes - als ein neuer Appell an jeden einzelnen von uns, uns restlos einzusetzen und alle unsere Kräfte bis zum äußersten zu mobilisieren. Denn nur aus dem entschlossenen Willen eines geeinten und zum fanatischen Widerstand entschlossenen Volkes entsteht der Sieg!
Volkskrieg nadrwechselnden Methoden
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung dr.h.g. Berlin, 14. Sept. Unsere Feinde können sich über die jetzigen deutschen Konzentrationsmaßnahmen im einzelnen überhaupt keine Vorstellungen machen, erklärt Dr. Goebbels in seinem neuen „Reich"- Artikel. „Sie höhnen, wir wären bereits gezwungen, unsere letzten lahmen . Reserven anzugreifen, um uns mühselig auf den Beinen zu halten, aber auch das würde uns nichts mehr nützen. Die nächste Zukunft wird erweisen, wer in diesem Punkte recht hat, unsere vorschnell triumphierenden Gegner oder wir. Warum würde auch sonst
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gleichem Ziel, und wenn die eine nicht mehr zum Erfolge führt, dann bringen wir die andere zur Anwendung. Ausschlaggebend dabei ist, daß wir auf den Beinen stehen bleiben, daß der Gegner nie eine Möglichkeit findet, uns einen tödlichen Schlag zu versetzen, ja nicht einmal einen solchen, der uns auch für eine kurze Zeitspanne betäubt; denn wir' wissen genau, was das für uns und für unsere Zukunft zu bedeuten hätte.’-
zitieren, der erklärte:
der Feind einen so atemlosen’ Wettlauf mit der Zeit durchführen, wenn er nicht fürchtete, daß unsere zahlreichen in Neuaufstellung befindlichen Kampfdivisionen mit ihren neuen Waffen, die zum Teil den seinen haushoch überlegen sind, in Bälde eine weitgehende Veränderung des Kriegsbildes zu unseren Gunsten hervorrufen würden?”
Der Minister untersucht ferner die gegenwärtige militärische Lage, die uns zwar auf 'allen Kriegsschauplätzen empfindliche Einbußen an Raum, Menschen und Material kostet, uns aber auch Entlastung gebracht hat, vor allem durch die Frontverkürzung. Wir schlagen um uns, wo wir gehen und stehen, stellt Dr. Goebbels zum Schluß fest, „führen einen Volkskrieg nach stets wechselnden Methoden, aber mit immer
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Bimmel und Erde
sätzlich von der Wirtschaft verlangt werden muß, Preiserhöhungswünsche für die Dauer des Krieges zurückzustellen. Zur Vereinfachung des Preisrechtes werde eine ganze Reihe von Erlassen an die Preisbehörden außer Kraft gesetzt. Die Preisüberwachung bleibt bestehen, um die Stabilität unserer Währung auch weiterhin zu gewährleisten, wird aber ebenfalls erheblich vereinfacht.
6. Auf Anordnung des Reichsärzteführers werden die Arzte, entsprechend der längeren Offenhaltung der Behörden für den Publikumsverkehr ihre Sprechstunden So abhalten, daß der arbeitenden Bevölkerung Gelegenheit gegeben ist, den Arzt 4auch in den
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PK.-Aufnahme: Kriegsberichter Schlegel (Wb.)
Der Grenadier in seinem Erdloch muß nicht nur den Feind im Erdkampf in Schach halten, sondern auch den Luftraum beobachten, denn:. Feindliche Schlachtflieger greifen an!
Englands Südküste unter Feuer
Drahtbericht unseres Vertreters Stockholm, 14. Sept. . Die Londoner
Presse schildert eingehend die schwere Beschießung der englischen Südküste im Raum von Duver durch deutsche Fernkampfbatterien. Die Zeitungen berichten vor allem, daß die deutschen Femkampfbatterien praktisch die ganze vergangene Nacht hindurch, insgesamt ungefähr sieben Stunden, gewisse Strecken der Südküste Englands mit einer schweren Salve nach der anderen belegten. In regelmäßigen Abständen von nur wenigen Sekunden brausten die Salven über den Ka-, nal, um entsprechende Wirkungen beim Einschlag auf der britischen Südküste zu erz-elen. Der gesamte Himmel über den Kanal bzw. Südengland leuchtete rot im Feuer der sich immer wiederholenden Explosionen.
BüfidHkkcieq
Von
Hauptmann Ritter von Schramm
Nach der Jahrtausende alten Erfahrung der Kriegsgeschichte bringt jeder > Bündniskrieg besondere militärische Schwierigkeiten mit sich. Ganz abgesehen von seiner politischen Seite und seinen politischen Problemen stellt er nicht selten ungewöhnliche militärische Aufgaben und erweist sich so mitunter als Hemmschuh für die Gesamtkriegführung. Aus, den verschiedensten Ursachen, die nicht zuletzt mit den Imponderabilien des Krieges Zusammenhängen, entspringen ihm häufig überraschende Lagen und strategische Probleme, wie sie sonst bei der Waffenentscheidung zwischen zwei Ein- zelstaateh, wie etwa zwischen Deutschland und Frankreich 1870, kaum auftreten. Wegen ihrer politischen, militärischen und moralischen Uneinheitlichkeit können sich Heere auch großer Koalitionen oft sehr viel minderwertiger erweisen als zahlenmäßig unterlegene einer einzigen kampfentschlossenen Militärmacht Der Siebenjährige Krieg einerseits, soweit er auf preußischer Seite nicht selber Koalitionskrieg war, wie der Feldzug der großen Koalition gegen die junge französische Republik andererseits, der im September 1792 in der kläglichen Kanonade von Valmy gipfelte, geben dafür die weltgeschichtlichen Beispiele.
Trotzdem wird man natürlich im Kriege stets Bundesgenossen und jede Waffenhilfe begrüßen. Das ist vor allem in einem Zeitalter der Fall, in dem sich, allen reaktionären Strömungen zum Trotz, kontinentale Großräume bilden, die Einzelstaaten und -Völker zu neuer, größerer Ordnung zusammenschließen sollen. Unvermeidbar ist der Bündniskrieg bei weltumspannenden Auseinandersetzungen. Dann bekommen auch kleinere Staaten eine Bedeutung, die sie an sich, als militärische Bundesgenossen betrachtet, gar nicht besitzen. Ein militärisch hochwertiger, kampf entschlossener Bundesgenosse kann sehr viel nützen. Er kann das eigene Kriegspotential wie die operativen Erfolgsausichten vermehren, durch seine Streitkräfte einen erheblichen Kräftezuwachs bringen. Häufig können aber selbst zahlenmäßig starke und militärisch achtbare „ Bundesgenossen eine Erschwerung oder Belastung der eigenen Kriegführung bedeuten. Wieviel mehr noch, wenn es sich um kleinere Staaten mit wenig schlagkräftigen Heeren handelt! Die militärische Führung sieht sich infolgedessen in Koalitionskriegen oft vor schwierige Aufgaben gestellt. Die unbekannten und unberechenbaren Größen, die Unsicherheitsfaktoren, die im Kriege oft eine entscheidende Rolle spielen,' wachsen beträchtlich und erschweren weit voraus- schauende Dispositionen. Es ist schwer, mit Truppen zu kämpfen, ' die mit anderen Maßstäben gemessen werden als die eigenen. Regelmäßig sind auch im Koalitions- krieg Fragen zu lösen; <^ie bei der eigenen Wehrmacht kaum eine Rolle spielen, wie etwa die des einheitlichen Oberbefehls oder der unvermeidlichen Rücksicht auf das Prestige der Verbündeten und ihre Sonderinteressen oder auf politische Einstellung der verbündeten Soldaten und, Offiziere. . ^
Hohe militäfische Gefahren lauern so in vielen Koalitionen. Sie sind sowohl taktischer wie gesamtstrategischer Art. Denn gerade, wenn der Feind oder der Feindbund unsere Kampfkraft fürchtet, wird er uns an den weichen Stellen ?u packen suchen. Man braucht nur an den Zusammenbruch der rumänischen Doh-Frönt nordwestlich Stalin grad zu erinnern. Damals sind auch die ersten ungeheuerlichen Beispiele dafür geschehen, daß ganze verbündete Divisionen die Waffen wegwarfen oder zum Feinde überliefen, ja sogar auf feindlicher Seite gegen die ehemaligen Waffenbrüder kämpften.
Reichsminister Dr. Goebbels hat in einer Rede, die er im Frühjahr dieses Jahres 1 vor dem Führernachwuchs des deutschen
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