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(11.9.1944) 247
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Parteiamtliche Tageszeitung

iteblatt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblatt des Reichssiatthaliers in Oldenburg und Bremen

14. Jahrgang

Montag, 11. September 1944

Einzelpreis 15 Rpi

Verstärkte Abwehr im Westen

|jffe Kämpfe im Raum von Lüttich — Erbittertes Ringen um die Moselübergänge

Eigener Drahtbericht

BZ Berlin, 10. Sept. Das Bild der Fronten in Ost und West wird durch die Schwierigkeiten charakterisiert, die sich in der Nähe der deutschen Grenzen vor den angreifenden Armeen des Gegners Uhiftürmen. Wie die Sowjets nach einer sehr raumgreifenden Oflensive angesichts der besonderen Abwehrvor­bereitungen an den deutschen Ostgrenzen ihre Angriffsbewegungen zurück­ballen mußten, um die Stoßarmeen neu zu gruppieren und aufzufüllen, die rückwärtigen Verbindungen auszubauen und die Schwierigkeiten zu über­brücken, die sich aus der räumlichen Entfernung von den Ergänzungsquellen ergeben, scheint jetzt für Eisenhower im Westen eine ähnliche Situation ein­getreten zu sein.

Die Durchführung seines Planes, in einer I Stadt nach Süden zu erweitern, scheiterte -änsivbewegung durch Frankreich über unter Abschuß von 23 sowjetischen Panzern.

Ilmeis terschafträ.,

Anfang lEfeGrenzen bis in das Reichsgebiet vorzu- staffel Oder g,£fj * 5al js t nicht gelungen, es ist ihm eine cti nicht fest. ! ^ au fg ezwU ngen worden. Dabei wirken ,'siisharrenden deutschen Stützpunkte auf .."bretonischen Halbinsel und i am K a n a 1, die eine Benutzung der ? e n verhindern und nach wie vor unver- ’nismäßig starke Feindkräfte binden, wie ie im Fleisch der feindlichen Armeen. Notwendigkeit, das Verkehrsnetz zu kTadTgeplanSi^oH die Angriffsdichte der ' schwer wollen am 17 sS «eblnteten Verbände wiederherzustellen, Vestfalia Schetlaba »nicht zuletzt die von der Bevölkerung

. fir..i>..nTn /toirftfförton A hur^h rvof.

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rechte Läufe, des ?• für Deulschtairi, jefallen

IQ. September Jten Kampftan r W und a. tl V 1 »dy, Senfting« jjy (

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mit

. der Westgrenze getroffenen Abwehrvor- . «aiungen zwangen das allierte Oberkom-

fsehen den drei C« ir > 0 dazu, vor dem Versuch eines Hin-

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lewickelt: 9 . SepL Nürnberg, 17 . Set irnbergi 24 . SepU rth,

lallmeister SG0P tezeichnef besetzter

Btiagens der Schlacht in das Reichsgebiet „ neue Sammlung vorzunehmen, fine wesentliche Änderung der Lage an Westfront trat auch am Sonnabend nicht t Gegenüber dem anhaltenden feindlichen unsere Truppen in

I Toren besiegt. I cck setzten sich ■ sich das Fehl, stark bemerkbar

ir schweizerisch« 42,2 km eslicS h) gewann de» Tii

Truppen

andern weiter ab. Nachhuten sicher­em der Küste und südöstlich Brügge befohlenen Bewegungen und fügten den am bei Brügge, wo sie deren Panzer-

Bastian, Storteijky r von Brandenburg, rburg, im Ring st 1

Anton Hlsseler .. .85, gest, 16,8, ag beendete wutis einschaft- In I ei E : Frida Eissel«, Sr 111 .

9. 44 ruhig eins«» en der Geschwister: orimann. Br.-St.Mi essel-Str 147. Diefe Her Stille stetigst:

htsturnier wird i pm auffingen, blutige Verluste zu.

Nordöstlich Antwerpen versuchte der aer bei Merxem wiederum vergeb- i seinen Brückenkopf zu erweitern. Von Ü eingeleitete Gegenstöße warfen ihn auf s westliche Uf4r des dort zur Schelde läfenden Kanals zurück. Auch weiter Sich, wo der Feind bei Beeringen 3 Brückenkopf auf dem rechten Ufer des ■Kanals hat und wo es ihm zunächst einigen Boden zu gewinnen, /Vortmann, geb.hfcgen ihn Gegenstöße unserer Truppen,

Iü den Ost-Karpaten blieben schwächere sowjetische Angriffe im Tal der Bistriza er­folglos. Westlich und südwestlich Dolina be­haupteten ungarische Verbände ihre Stellun­gen in harter Abwehr. Trotz ungünstigen Wetters griffen in den Karpaten deutsche Schlachtflugzeuge Fahrzeug- und Truppen­kolonnen, vor allem aber den Eisenbahnver­kehr im rumänischen Nachschubgebiet mit

Erfolg an. Inv Raum nördlich Medias ver­nichteten sie über 180 Fahrzeuge, einen Treibstoffzug mit 40 Kesselwagen und 6 Ge­schützen. 15 ■ Lokomotiven, zahlreiche Last­kraftwagen und bespannte Fahrzeuge wurden schwer beschädigt. Auf einem rumänischen Flugplatz zerstörten die deutschen Schlacht­flieger zwei Flugzeuge und beschädigten sechs weitere schwer.

An der italienischen Front setzte der Feind am Sonnabend unter stärkster Kräftemassierung seine Angriffe im Adria- Küstenabschnitt fort, ohne seinem Ziel, den Durchbruch zur Po-Ebene, nähergekommen zu sein. Soweit er überhaupt zu geringfügi­gen Raumgewinnen kam, waren sie mit sehr hohen blutigen Verlusten verbunden.

Große Verteidigungsmöglichkeiten

Eigener Drahtbericht

BZ. Berlin, 10. Sept. „Daß große Verteidi­gungsmöglichkeiten bestehen'", schreibt das

„Berner Tageblatt", „erweist ein Blick auf die Karte. Hohe Gebirgszüge namentlich im Westen, Osten und Süden, zahlreiche bewal dete Gebiete und viele Flußläufe, hartes Ringen gegen einen starken Feind und eine fanatische Bevölkerung steht dem Alliier­ten bevor. Vor einem Niederringen des Gegners schon in den kommenden Monaten dürfte nicht die Rede sein!“ Das gleiche Blatt spricht mit Bewunderung davon, wie sich überall die deutschen Truppenverbände der Umklammerung zu entziehen wissen. Hunderttausende deutscher Truppen hätten sich erfolgreich durchgekämpft, und „zur Verteidigung deutschen Bodens stehen jetzt noch genügend, Kräfte zur Verfügung". Der militärische Mitarbeiter der schwedischen „Dagsposten" kommt zu gleichen Schlüssen und urteilt: „Die Verluste der Alliierten werden in den nächsten Monaten in einem Maß in die Höhe steigen, wie man es sich im Augenblick überhaupt nicht vorstellen kann. . . Erst dann wird es sich erweisen, ob Truppen, die einen imperialistischen An griffskrieg führen, den gleichen ausdauern­den und aufopfernden Geist besitzen wie diejenigen, die ihren Heimatboden vertef digen. Es wäre eigenartig, wenn die Ge schichte diesmal eine andere Antwort auf diese Frage geben würde als früher."

Schicksal der Kapitulationsländer: Bolschewismus

Düsterste Zukunttsaussichten für alle, die sich bei Moskau anbiederten

tat Gewinn zum Teil wieder aufzugeben. : Kämpfe um diesen Stützpunkt sind noch 'ollem Gange.

: Raum von Lüttich entwickelten sich sfalls überaus harte Kämpfe mit über- le Jülfs, geb, feindlichen Kräften. Während nord- ih der Stadt der gegen unsere Maas- fflgen gerichtete Stoß von den deut- s Sicherungsverbänden abgewiesen ® und auch östlich Lüttich dem Gegner -ickiger Widerstand entgegenschlug, . - ■ , unsere Truppen bei Verviers

werer Krankheit,: »wrellte feindliche Panzerspitzen und

-•iCKelten sie m erbitterte Kampfe, öst- :: Sedan sowie östlich Montmedy öe der Gegner einigen Geländegewinn den er dann aber infolge des wach- «3 deutschen Gegendruckes nicht wei- Msdehnte.

harten, wechselvollen Kämpfen kam es ^ ta Raum von B r i e y. Die Nordameri- ^ mußten nördlich der Stadt einem ,Ge- Ä unserer Truppen wieder weichen, mers erbittert wurde um die Mosel- ^rgange b e j Hagendingen nördlich -u und bei A n c y s u r M o s e 11 e süd- ,®r Stadt gerungen. Es gelang dem dem Ostufer des

d am 3. 9. 44 im l in Hamburg.!»I igehörlg.: Hennyl Großb eerenstralk

Adele Tete 7. 9. 1944, nid werer Krankheit, 1 sanft entschlafen., sr, im Namen aller i Tete u. Frau,

.-Lesum, Heidki$\ Sonnabend, 9. I r, Kap. LesuoetFr

Otto, geh. Sageh«

» im 36. LebeniJ. frankheit sanft w efer Trauer: Wal »

, Felde, Diedrieh Frau sowie alle • • astders Fedelhören 96. 6“

iedersachsen".

, 8.15 Uhr, KremjS

im 46. Lebensj.

Krankheit

icken. Bremen,»;

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festen Fuß zu fassen. Einzelne feind- uf,. Angriffe und Aufklärungsvorstöße südlich Nancy scheiterten..- «5 . an der Burgundischen Pforte bitic- etzbe ^ re 9 un 9 en auc h weiterhin feiliri, 19 r, Ver * ailfen ' verstärkte sich der l 3 ntk e ? bUClc im Abschnitt Besancon- .-.l 8 * a r d. Ein Versuch des Geg-

?itoßeE! S konnte Richtung - B e 1 f 0 r 1

von unseren Sicherun-

. ,. ( * er Ostfront lag der Schwerpunkt

•SS'ü?» en am Sonnabend zwi- H ber ^ S a n und M i s 1 o k , ixn K ro ^ er Karpaten bei Sanok en ’ “i.iiiÄälte ho,, 11 °' Bort führte der Feind neue *"L ^ftsionen B - Un ^ trat sieben Schützen- ^ S rie-Knr emem f >anzer ' und einem Ka- ten Käm^f ZUI ? Angriff an. Es kam zu 5a vniu? j 11 ' * n denen unsere Truppen Abwehrerfolg errangen. Der k’-ato ^. orst °d gegen die Stadt

einp c® , zur ückgeschlagen, ein Ver- ^ tnbruchsstelle südwestlich der

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ritt de/ V n ' Sept. Im rückwärtigen Totere h,»* rp . aten{ront griffen am 9. 9. tuchen H„u niscbe Flugzeuge mit dem

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bnit ! tszeichen unter den Trag-

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Filj, hü * " 1 Verletzung des Völker- Männe, E SltoIonneri an - Die Flücht-

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. fischen Raum

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung g. B e r 1 i n, 10. Sept. Die Entwicklung ln Rumänien und ln Bulgarien-seit der Kapitu­lation schwach gewordener Regierungen dieser beiden Länder nimmt genau den Ver­lauf, den man nach allen bisherigen Erfah­rungen mit der bolschewistischen Inftltra- tions- und Annektlonspraxis voraussehen konnte. Während noch beide Länder zwi­schen Furcht und Hoffnung auf die Bedin­gungen warten, die ihnen Moskau diktieren wird, haben die bolschewistischen Truppen und die ihnen folgenden politischen Funk­tionäre sowohl in Rumänien wie in Bulga­rien praktisch bereits den Zustand voll­kommener Unterwerfung und Abhängigkeit der Verwaltungen beider Länder .erreicht» Vor einigen Tagen bereits wurde berichtet, daß aller, wichtigen rumänischen Be­hörden sowjetische „Berater", d. h. also. Kontrolleure mit bestimmendem Einfluß, bei­gegeben worden seien. Das ist noch eine ver­hältnismäßig harmlose Äußerung des so­wjetischen Herrschaftsanspruches. Der Kor­respondent der spanischen Zeitung „La Vanguardia Espanola“ berichtet aus Ankara, offenbar auf Grund von Erzählungen dorthin entflohener Rumänen, die Bevölkerung der ganzen Provinz Moldau, also des nördlichen rumänischen Landesteiles,' werde für die Front ausgebildet, soweit es sich um soge­nannte sowjetfreundliche Kreise handele. Die Gleichgültigen aber würden entweder in­terniert, oder man habe sie einfach nach unbekannten Gebieten deportiert. Der Korrespondent dieser spanischen Zei­tung kommt zu dem Schluß: „Wenn- diese Maßnahmen verallgemeinert werden sollten, wird das rumänische Volk bald einsehen, daß der Staatsstreich König Michaels ihm den Untergang gebracht hat. Was aber sagen die Engländer und Nordamerikaner dazu, nachdem sie die Unabhängigkeit Ru­mäniens garantierten?"

In Bulgarien ist die Entwicklung, so­weit sie von Anhängern der Unterwerfungs­theorie bestimmt wird, noch einen Schritt weiter ins Extrem der radikalen Entwick­lung abgerutscht. An die Stelle der Regie­rung Muravieff ist ein Kabinett G e Or­gie f f getreten. Die Mitglieder, des Regent­schaftsrates wurden — übrigens entgegen den Bestimmungen der bulgarischen Ver­fassung — von dieser neuen Kapitulations­regierung abgesetzt, an ihre Stelle tra­ten neue Männer, ebenfalls reine Bolsche- wisteij bzw. Linksradikale ganz eindeutiger Prägung. Gegen diese geradezu über­steigerte Politik der Selbstauf- g a b e und edr völligen Nachgiebigkeit ge­genüber dem Moskauer Herrschaftsanspruch hat sich inzwischen, in Bulgarien unter Füh­rung des bekannten Rechtspolitikers Z a n- k o f f eine bulgarische Nationalregierung gebildet, die es sich zum Ziel gesetzt hat, an der Seite Deutschlands weiterhin für die Ehre des bulgarischen Volkes und seine Unabhängigkeit einzutreten. Diese Re­gierung wird den ungebeugten. Selbstbe­hauptungswillen des gesunden Teiles der bulgarischen Bevölkerung verkörpern.

Die Ereignisse, die sich in diesen Län­dern, darüber hinaus aber generell im west­lichen Nachbarbereich der Sowjetunion ab­spielen, treten in eine besondere helle Be­leuchtung durch einen Artikel, oder viel­mehr durch den Abdruck eines amerikani­schen Buches von Jon Scott in der Schwei­zer sozialdemokratischen Presse, und zwar in der Tageszeitung „Volksrecht". Der Ame­rikaner, der heute Vertreter der bekann­ten großen Wochenschrift „Time" in Stock­holm ist, befaßt sich darin mit dem soge­nannten industriellen Krieg in der Sowjetunion. Er spricht von einem Volke, das bluten, weinen und frieren mußte, wenn er ‘ über die Zu- stämd,e. in Rußland. sghon.. yor Ausbruch. die­ses Krieges und überhaupt in den vergan­genen Jahrzehnten berichtet. Er spricht von einem Lande, „in dem Millionen verhun­gerten, Tausende vors Kriegsgericht gestellt und erschossen wurden".

Wörtlich heißt es dort: „Die Sowjetunion befand sich etwa seit 1931 im Kriege, und das Volk hat geschwitzt, geblutet und ge­weint. Unzähliche Menschen wurden getötet.

Frauen und Kinder erfroren, Millionen ver­hungerten, Tausende wurden in dem Feld­zug für den Kollektivismus und für die In­dustrialisierung erschossen. Ich möchte wetten, daß allein für die Herstellung von Eisen und Stahl größere Verluste verursacht wurden, als durch die Mameschlacht im ersten Weltkrieg. Während ganzer dreißig Jahre befand sich das russische Volk im Krieg — im industriellen Krieg."

Für Deutschland sinä solche Erkenntnisse nicht neu. Aber daß sie gerade in diesem Augenblick von einem hervorragenden amerikanischen Journalisten so deutlich ausgesprochen werden, ist interessant. Hier wird.nun. agch von dieser Seite die zwangs­läufige Notwendigkeit der"t>ewafftreteh Aus­einandersetzung mit dieser ständig und un­aufhaltsam gewachsenen bolschewistischen Drohung nachdrücklich bestätigt. Gleich­zeitig freilich eröffnen sich damit düsterste Zukunftsaussichten für alle jene, die glau­ben, mit einer Politik der Anbiederung an die Sowjetunion das Richtige getroffen zu haben.

Sdirechensregimen! in Frankreich

Grauenhafter Terror nach der Befreiung '

Trinkwasser-Nachschub

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PK.-Aufn. Kriegsber. Rynau

Die mit der Seilbahn zum Stützpunkt hoch - gebrachten Kanister mit Trinkwasser werden nun in Vorratszistemen entleert

Drahtbericht unseres Vertreters

tt. Genf, 10. Sept. Das Schreckensregi­ment, das die kommunistischen Banden de Gaulles unter den wohlwollenden Augen der Engländer und Nordamerikaner in Frank­reich ausüben, nimmt immer grauenhaftere Formen an. Alle Berichte, die hier aus dem französischen Gebiet eintreffen, stellen über­einstimmend fest, daß gegenüber dem von den Bolschewisten gegenwärtig ln Frank­reich methodisch angewandten Terror die Bluttaten der französischen Revolution zu verblassen beginnen.

„Die Jakobiner der Pariser Schreckenszeit sind gegenüber den Gaullisten Kinder ge­wesen, was die Ausrottung ihrer politi­schen Feinde betrifft", stellt ein Augenzeu­genbericht in einem schweizerischen 1 Blatt fest. Es sei ihm gestattet worden, so fährt der Verfasser dieses Berichtes fort, einem der gaullistischen Standgerichte beizuwoh­nen, wie sie gegenwärtig zu hunderten in den von den Engländern und Nordamerika­nern „befreiten" französischen Gebieten in Tätigkeit sind. Der Gerichtssaal war von einem wutschnaubenden Pöbel gefüllt, der es sich zur Aufgabe gesetzt hatte, die soge­nannten Richter zu kontrollieren. Schon beim Eintritt der Angeklagten verlangte diese kommunistische Bande, die die Zu­schauerbänke dicht besetzt hielt, 'ihren so­fortigen Tod. Die Gerichtsverhandlung Arar dann auch nichts anderes als eine bloße Ko­mödie. Innerhalb weniger Minuten war das Schicksal dieser politischen Gegner besie­gelt. Jedes Todesurteil wurde von den Zu­schauern mit brausendem Beifall begrüßt. Man hatte den Eindruck, daß die Richter ihr Leben aufs Spiel gesetzt hätten, wenn sie zu

einem anderen Urteil gelangt wären als die sofortige Hinrichtung der Angeklagten.

Neben diesem Trugbild von Justiz wütet in den „befreiten" französischen Gebieten Meister Lynch.' Die politischen Gegner de Gaülles sind Freiwild geworden; der Pöbel stürzt sich aber nicht nur auf die Männer, auch die Frauen sind den kom­munistischen. Banden wehrlos ausgeliefert. So wurden in einer kleinen Stadt an der französisch-schweizerischen Jura-Grenze, wie einer Schweizer Zeitung entnommen ist, allein 30 Frauen und Mädchen auf dem Marktplatz mit glühenden Eisen im Gesicht gebrandmarkt und dann in den Kerker geworfen. . _

In Lyon spielten sich derartige Schand­taten ab, daß der Bürgermeister mit Rück-- sicht auf die anwesenden USA-Truppen und Journalisten es für opportun hielt, sich von diesem Schauspiel zu distanzieren. Hunderte von Frauen und Mädchen, denen eine anti­gaullistische und judenfeindliche Einstellung vorgeworfen wurde, waren von kommunisti­schen Banden nackend durch die Straßen der Stadt getrieben worden, unter dem Geheul eines völlig aus der Fassung geratenen wutschäumenden Pöbels. In allen gaullisti­schen Zeitungen wird übrigens zynisch der Erwartung Ausdruck gegeben, daß man bald das deutsche Volk auf diese Weise in die Kur nehmen wolle.

Die Saat, welche die Bolschewisten im gaullistischen Lager in Algier gesät haben, ist nun im „befreiten" Frankreich über alles Erwarten aufgegangen. Der bolschewistische Terror hat sich nun auch Westeuropas be­mächtigt mit der Zustimmung der englisch­nordamerikanischen Plutokratie.

Schwere Angriffe auf Brest erneut abgewiesen

Feindliche Brückenköpfe südlich Gent und nordwestlich Hasselt eingeengt

dnb. Aus dem Ftthrerhauptquar- tier, 10. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

der Seeiestung Brest

l . aouiii und suchten

Mnter rt he ' Vistlschen Terrorsystem J »>en n/” de »tschen und ungari- rumä nischen Flugzeuge J'ltitgej , dle deutschen Höheltszei- k Stöena bten slch dip Flüchtlinge i-“d® E tqrK u f der Luft sicher und setz- Ä 5,L IW u der Flugzeuge ihren hhL 'taiiwf„ f scawerer wa ren die Folgen vSkLW" <He deckungslos V 1äc h dem m. änner ’ Frauen und Kin- Verioi,, er!a11 blieben zahlreiche zte a uf den Straßen liegen.

Dole, das von unseren Truppen aufgegeben wurde, sowie nördlich und östlich Besancon sind heftige Kämpfe im Gange.

An der französisch-italieni- Die Besatzung der seel ®f lu “ u D1 ^ s ck e n G r enze wurden im Bereich des wies auch am vergangenen Tage alle unier Mont Cenis und des Maddalena-Passes stärkstem Materialeinsatz geführte Angriffe elnl g e Höhenstellungen genommen und vom des Feindes auf die Festung selbst nach er-, Feind gesäubert.

bitterten Kämpfer! ah. Die Halbinsel Le j An der adriatischen Küste lag der C o n q u e t ging verloren. Reste der Be- ; Schwerpunkt der Kämpfe gestern im Ab­satzung leisten noch erbitterten Widerstand, j schnitt beiderseits Gemmano, i,o den gan- „ .„T, irhp - Brückenköpfe südlich G e n t; zen Tag über erbittert gerungen wurde. Alle ..ml nordwestlich Ha ss eit wurden im Ge- ; mit starken Kräften geführten Angriffe des ÜOLnnriff pinaeenat, ln unsere Linien süd- Feindes scheiterten, örtliche Einbrüche wur- ?ich Maastricht eingedrungener Feind den abgeriegelt. Um n«worfen. Zwischen Vervieis; selbst, der im La d A r ?o n stieß der Gegner auf breiter I Besitzer wechselte, sind noch heftige Kämpfe Pront neuen unsere Stellungen vor und; im Gange.

knnntp 9 oerfnae örtliche Einbrüche erzielen., An den Paßstraßen lm Südosten Sieben Gegenangriife sind angesetzt. Im Raum! bürge ns führten die Bolschewisten er-

d».n Ort Gemmano Verviers 1 selbst, der im Lauf e des Tages siebenmal den

folglose Angriffe. Schlachtflieger zerspreng­ten in Nordrumänien motorisierte Kolonnen der Sowjets und vernichteten mehrere Treibstoffzüge. Bei Sanok und K r o s n o griff der Feind mit mehreren Schützendivi­sionen und Panzerverbänden an. Seine Durchbruchsversuche wurden in harten Kämpfen vereitelt. Bei Ostrolenka scheiterten erneut sowjetische Angrife am zähen Widerstand unserer Truppen.

Feindliche Bomber- und Jagdverbände grif­fen bei Tage, vielfach unter Wolkenschutz, westdeutsches Gebiet, besonders die Städte Düsseldorf, Mainz und Mannheim an. 29 Flugzeuge, darunter 25 viermotorige Bomber, wurden abgeschossen. In der ver­gangenen Nacht warf der Feind Bomben auf München-Gladbach und Braun- schweig.

BaUdi, da Befreiet

Von

Prof. Dr. Johann von Leers

Die Amerikaner haben in Frankreich auch eine ganze Menge Menschen gefunden, die diesen „Zivilisationsträgern" Beifall ge­klatscht und zugejubelt haben. In Italien hat es sich bereits ausgeklatscht und ausgejubelt. In Frankreich wird es in absehbarer Zeit ähnlich sein. Es kommt nur darauf an, daß die USA-Truppen sich erst richtig entfalten und die Menschen den Amerikanismus als Lebensform in seiner Minderwertigkeit, Geistlosigkeit und Primitivität erst richtig erleben.

Was ist denn Arne rikanismus? Es ist der'' grundsätzliche Materialismus. Ein reichgewordener Amerikaner sagte noch 1939 drei deutschen Autoren, die einen Be­richt über USA schrieben: „Was für eine Verrücktheit, wenn man im Laufe der euro­päischen Geschichte immer wieder sieht, wie ganze Völker sich einsetzen, ja aufopfern für eine Idee. Ist denn der materielle Erfolg nicht mehr Kampf und Mühen wert als alles Rin­gen ums Geistige?" Der Mann sprach aus, was Mr. B a b b i 11, der Durchschnitts­amerikaner, denkt. Wozu lebt der Mensch? In USA lebt er, um einen „pile" zu machen, d. h. einen Haufen Dollars anzusam­meln, um „a success”, ein Erfolgsschlager zu sein. Nur der rein äußerliche, materielle Ge­winn, das Geld, entscheidet über den Rang eines Menschen in USA. Hat man aber ein­mal das Geld, so muß man es auch zeigen. „Das Sitzbrett auf dem Klosett in der Villa der verstorbenen Lilian Tashman war mit Hermelin überzogen", berichtete „New York Daily News" über eine Filmschauspielerin. Es fehlte nur noch, daß das Blatt die Diva auch noch auf diesem Thron photographiert ver­öffentlichte. Nur das Geld gilt — Religion, Frömmigkeit, Innerlichkeit, Dichtung, Kunst, Musik sind im Grunde nur Mittel, um einen „pile" zu machen, sind ein „job", mit dem man Geld yerdient. Dabei scheut man vor gröbster Geschmacklosigkeit nicht zurück. Als der Schauspieler Booth den Präsidenten Lincoln umgebracht hatte und bald darauf seinen Tod fand, wurde seine Leiche ausge­stopft und jahrelang öffentlich gegen Geld gezeigt.

Wir dürfen also auf den Augenblick ge­spannt sein, wann der erste geschäftstüch­tige Yankee auftaucht und auf Grund des Pacht- und Leihgesetzes die Ausliefe­rung Napoleons I. aus dem Invaliden­dom fordert, um ihn in USA öffentlich gegen Geld auszustellen — Kinder und Militär er­mäßigte Preise. Durchaus vergleichbar die­sen merkwürdigen Geschäften sind die Bur­leskschauen, bei denen sich der nordameri­kanische Zivilisationsträger vergnügt. Mr. Walt Mooney ließ noch in den letzteh Jah­ren überall in den Städten der USA die beiden geschiedenen Frauen des > einstigen Filmkomikers Buster Keaton auftreten. Diese Frauen hatten den Filmkomiker durch ihre wahnsinnige Verschwendung und nach der Scheidung durch ihre unverschämten Abfin- düngsansprüche ins Irrenhaus gebracht. In einem Theaterstück „Der Irrenhäusler“ tra-, ten die beiden Megären nun jeden Abend auf und führten dem Publikum vor, wie sie den armen Mann finanziell, geistig und see­lisch ruiniert hätten. Das Publikum aber wieherte vor Vergnügen, und die bekannte­sten Scheidungsanwälte gingen in diese Vor­führung, um noch etwas hinzuzulernen. In der gleichen Burleskschau trat Frau Nanon Yckham auf. Dieses Weibstück hatte sich eine Luftpistole konstruiert und damit ihren schlafenden Mann, der ihrem Lasterleben im Wege war, dmch einen Schuß ins Auge getötet. Sie tanzte vor dem Publikum und erzählte dann lang und breit ihre Schandtat — unter stürmischem Beifall . . .

_Hinter dieser Verwilderung steht eine völlige Hemmungslosigkeit und Sittenlosigkeit, von der man sich in Europa gar keine Vorstellung macht und die merkwürdig kontrastiert mit der anmaßlichen Sittenrichterei und geheuchel­ten moralischen Strenge. Der alte italieni­sche Zeitungsmann Luigi Olivero, der jahre­lang in USA lebte, hat in seinem tollen Buch „Babilonia Stellata", neuerdings auch