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Parteiamtliche Tageszeitung
iteblatt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verkündungsblatt des Reichssiatthaliers in Oldenburg und Bremen
14. Jahrgang
Montag, 11. September 1944
Einzelpreis 15 Rpi
Verstärkte Abwehr im Westen
|jffe Kämpfe im Raum von Lüttich — Erbittertes Ringen um die Moselübergänge
Eigener Drahtbericht
BZ Berlin, 10. Sept. Das Bild der Fronten in Ost und West wird durch die Schwierigkeiten charakterisiert, die sich in der Nähe der deutschen Grenzen vor den angreifenden Armeen des Gegners Uhiftürmen. Wie die Sowjets nach einer sehr raumgreifenden Oflensive angesichts der besonderen Abwehrvorbereitungen an den deutschen Ostgrenzen ihre Angriffsbewegungen zurückballen mußten, um die Stoßarmeen neu zu gruppieren und aufzufüllen, die rückwärtigen Verbindungen auszubauen und die Schwierigkeiten zu überbrücken, die sich aus der räumlichen Entfernung von den Ergänzungsquellen ergeben, scheint jetzt für Eisenhower im Westen eine ähnliche Situation eingetreten zu sein.
Die Durchführung seines Planes, in einer I Stadt nach Süden zu erweitern, scheiterte -änsivbewegung durch Frankreich über unter Abschuß von 23 sowjetischen Panzern.
Ilmeis terschafträ.,
Anfang lEfeGrenzen bis in das Reichsgebiet vorzu- staffel Oder g,£fj * 5al js t nicht gelungen, es ist ihm eine cti nicht fest. ! ^ au fg ezwU ngen worden. Dabei wirken ,'siisharrenden deutschen Stützpunkte auf .."bretonischen Halbinsel und i am K a n a 1, die eine Benutzung der ? e n verhindern und nach wie vor unver- ’nismäßig starke Feindkräfte binden, wie ie im Fleisch der feindlichen Armeen. Notwendigkeit, das Verkehrsnetz zu kTadTgeplanSi^oH die Angriffsdichte der ' schwer wollen am 17 sS «eblnteten Verbände wiederherzustellen, Vestfalia Schetlaba »nicht zuletzt die von der Bevölkerung
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IQ. September Jten Kampftan r W und a. tl V 1 »dy, Senfting« jjy (
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fsehen den drei C« ir > 0 dazu, vor dem Versuch eines Hin-
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lewickelt: 9 . SepL Nürnberg, 17 . Set irnbergi 24 . SepU rth,
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Btiagens der Schlacht in das Reichsgebiet „ neue Sammlung vorzunehmen, fine wesentliche Änderung der Lage an Westfront trat auch am Sonnabend nicht t Gegenüber dem anhaltenden feindlichen unsere Truppen in
I Toren besiegt. I cck setzten sich ■ sich das Fehl, stark bemerkbar
ir schweizerisch« 42,2 km eslicS h) gewann de» Tii
Truppen
andern weiter ab. Nachhuten sicherem der Küste und südöstlich Brügge befohlenen Bewegungen und fügten den am bei Brügge, wo sie deren Panzer-
Bastian, Storteijky r von Brandenburg, rburg, im Ring st 1
Anton Hlsseler .. .85, gest, 16,8, ag beendete wutis einschaft- In I ei E : Frida Eissel«, Sr 111 .
9. 44 ruhig eins«» en der Geschwister: orimann. Br.-St.Mi essel-Str 147. Diefe Her Stille stetigst:
htsturnier wird i pm auffingen, blutige Verluste zu.
Nordöstlich Antwerpen versuchte der aer bei Merxem wiederum vergeb- i seinen Brückenkopf zu erweitern. Von Ü eingeleitete Gegenstöße warfen ihn auf s westliche Uf4r des dort zur Schelde läfenden Kanals zurück. Auch weiter Sich, wo der Feind bei Beeringen 3 Brückenkopf auf dem rechten Ufer des ■Kanals hat und wo es ihm zunächst einigen Boden zu gewinnen, /Vortmann, geb.hfcgen ihn Gegenstöße unserer Truppen,
Iü den Ost-Karpaten blieben schwächere sowjetische Angriffe im Tal der Bistriza erfolglos. Westlich und südwestlich Dolina behaupteten ungarische Verbände ihre Stellungen in harter Abwehr. Trotz ungünstigen Wetters griffen in den Karpaten deutsche Schlachtflugzeuge Fahrzeug- und Truppenkolonnen, vor allem aber den Eisenbahnverkehr im rumänischen Nachschubgebiet mit
Erfolg an. Inv Raum nördlich Medias vernichteten sie über 180 Fahrzeuge, einen Treibstoffzug mit 40 Kesselwagen und 6 Geschützen. 15 ■ Lokomotiven, zahlreiche Lastkraftwagen und bespannte Fahrzeuge wurden schwer beschädigt. Auf einem rumänischen Flugplatz zerstörten die deutschen Schlachtflieger zwei Flugzeuge und beschädigten sechs weitere schwer.
An der italienischen Front setzte der Feind am Sonnabend unter stärkster Kräftemassierung seine Angriffe im Adria- Küstenabschnitt fort, ohne seinem Ziel, den Durchbruch zur Po-Ebene, nähergekommen zu sein. Soweit er überhaupt zu geringfügigen Raumgewinnen kam, waren sie mit sehr hohen blutigen Verlusten verbunden.
Große Verteidigungsmöglichkeiten
Eigener Drahtbericht
BZ. Berlin, 10. Sept. „Daß große Verteidigungsmöglichkeiten bestehen'", schreibt das
„Berner Tageblatt", „erweist ein Blick auf die Karte. Hohe Gebirgszüge namentlich im Westen, Osten und Süden, zahlreiche bewal dete Gebiete und viele Flußläufe, hartes Ringen gegen einen starken Feind und eine fanatische Bevölkerung steht dem Alliierten bevor. Vor einem Niederringen des Gegners schon in den kommenden Monaten dürfte nicht die Rede sein!“ Das gleiche Blatt spricht mit Bewunderung davon, wie sich überall die deutschen Truppenverbände der Umklammerung zu entziehen wissen. Hunderttausende deutscher Truppen hätten sich erfolgreich durchgekämpft, und „zur Verteidigung deutschen Bodens stehen jetzt noch genügend, Kräfte zur Verfügung". Der militärische Mitarbeiter der schwedischen „Dagsposten" kommt zu gleichen Schlüssen und urteilt: „Die Verluste der Alliierten werden in den nächsten Monaten in einem Maß in die Höhe steigen, wie man es sich im Augenblick überhaupt nicht vorstellen kann. . . Erst dann wird es sich erweisen, ob Truppen, die einen imperialistischen An griffskrieg führen, den gleichen ausdauernden und aufopfernden Geist besitzen wie diejenigen, die ihren Heimatboden vertef digen. Es wäre eigenartig, wenn die Ge schichte diesmal eine andere Antwort auf diese Frage geben würde als früher."
Schicksal der Kapitulationsländer: Bolschewismus
Düsterste Zukunttsaussichten für alle, die sich bei Moskau anbiederten
tat Gewinn zum Teil wieder aufzugeben. : Kämpfe um diesen Stützpunkt sind noch 'ollem Gange.
: Raum von Lüttich entwickelten sich sfalls überaus harte Kämpfe mit über- le Jülfs, geb, feindlichen Kräften. Während nord- ih der Stadt der gegen unsere Maas- fflgen gerichtete Stoß von den deut- s Sicherungsverbänden abgewiesen ® und auch östlich Lüttich dem Gegner -ickiger Widerstand entgegenschlug, . - ■ , unsere Truppen bei Verviers
werer Krankheit,: »wrellte feindliche Panzerspitzen und
-•iCKelten sie m erbitterte Kampfe, öst- :: Sedan sowie östlich Montmedy öe der Gegner einigen Geländegewinn den er dann aber infolge des wach- «3 deutschen Gegendruckes nicht wei- Msdehnte.
harten, wechselvollen Kämpfen kam es ^ ta Raum von B r i e y. Die Nordameri- ^ mußten nördlich der Stadt einem ,Ge- Ä unserer Truppen wieder weichen, mers erbittert wurde um die Mosel- ^rgange b e j Hagendingen nördlich -u und bei A n c y s u r M o s e 11 e süd- ,®r Stadt gerungen. Es gelang dem dem Ostufer des
d am 3. 9. 44 im l in Hamburg.!»I igehörlg.: Hennyl Großb eerenstralk
Adele Tete 7. 9. 1944, nid werer Krankheit, 1 sanft entschlafen., sr, im Namen aller i Tete u. Frau,
.-Lesum, Heidki$\ Sonnabend, 9. I r, Kap. LesuoetFr
Otto, geh. Sageh«
» im 36. LebeniJ. frankheit sanft w efer Trauer: Wal »
, Felde, Diedrieh Frau sowie alle • • astders Fedelhören 96. 6“
iedersachsen".
, 8.15 Uhr, KremjS
im 46. Lebensj.
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icken. Bremen,»;
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festen Fuß zu fassen. Einzelne feind- uf,. Angriffe und Aufklärungsvorstöße südlich Nancy scheiterten..- «5 . an der Burgundischen Pforte bitic- etzbe ^ re 9 un 9 en auc h weiterhin feiliri, 19 r, Ver * ailfen ' verstärkte sich der l 3 ntk e ? bUClc im Abschnitt Besancon- .-.l 8 * a r d. Ein Versuch des Geg-
?itoßeE! S konnte Richtung - B e 1 f 0 r 1
von unseren Sicherun-
. ,. ( * er Ostfront lag der Schwerpunkt
•SS'ü?» en am Sonnabend zwi- H ber ^ S a n und M i s 1 o k , ixn K ro ^ er Karpaten bei Sanok en ’ “i.iiiÄälte ho,, 11 °' Bort führte der Feind neue *"L ^ftsionen B - Un ^ trat sieben Schützen- ^ S rie-Knr emem f >anzer ' und einem Ka- ten Käm^f ZUI ? Angriff an. Es kam zu 5a vniu? j 11 ' * n denen unsere Truppen Abwehrerfolg errangen. Der k’-ato ^. orst °d gegen die Stadt
einp c® , zur ückgeschlagen, ein Ver- ^ tnbruchsstelle südwestlich der
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ritt de/ V n ' Sept. Im rückwärtigen Totere h,»* rp . aten{ront griffen am 9. 9. tuchen H„u niscbe Flugzeuge mit dem
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bnit ! tszeichen unter den Trag-
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Filj, hü * " 1 Verletzung des Völker- Männe, E SltoIonneri an - Die Flücht-
M F rauen und Kinde kamen
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Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung g. B e r 1 i n, 10. Sept. Die Entwicklung ln Rumänien und ln Bulgarien-seit der Kapitulation schwach gewordener Regierungen dieser beiden Länder nimmt genau den Verlauf, den man nach allen bisherigen Erfahrungen mit der bolschewistischen Inftltra- tions- und Annektlonspraxis voraussehen konnte. Während noch beide Länder zwischen Furcht und Hoffnung auf die Bedingungen warten, die ihnen Moskau diktieren wird, haben die bolschewistischen Truppen und die ihnen folgenden politischen Funktionäre sowohl in Rumänien wie in Bulgarien praktisch bereits den Zustand vollkommener Unterwerfung und Abhängigkeit der Verwaltungen beider Länder .erreicht» Vor einigen Tagen bereits wurde berichtet, daß aller, wichtigen rumänischen Behörden sowjetische „Berater", d. h. also. Kontrolleure mit bestimmendem Einfluß, beigegeben worden seien. Das ist noch eine verhältnismäßig harmlose Äußerung des sowjetischen Herrschaftsanspruches. Der Korrespondent der spanischen Zeitung „La Vanguardia Espanola“ berichtet aus Ankara, offenbar auf Grund von Erzählungen dorthin entflohener Rumänen, die Bevölkerung der ganzen Provinz Moldau, also des nördlichen rumänischen Landesteiles,' werde für die Front ausgebildet, soweit es sich um sogenannte sowjetfreundliche Kreise handele. Die Gleichgültigen aber würden entweder interniert, oder man habe sie einfach nach unbekannten Gebieten deportiert. Der Korrespondent dieser spanischen Zeitung kommt zu dem Schluß: „Wenn- diese Maßnahmen verallgemeinert werden sollten, wird das rumänische Volk bald einsehen, daß der Staatsstreich König Michaels ihm den Untergang gebracht hat. Was aber sagen die Engländer und Nordamerikaner dazu, nachdem sie die Unabhängigkeit Rumäniens garantierten?"
In Bulgarien ist die Entwicklung, soweit sie von Anhängern der Unterwerfungstheorie bestimmt wird, noch einen Schritt weiter ins Extrem der radikalen Entwicklung abgerutscht. An die Stelle der Regierung Muravieff ist ein Kabinett G e Orgie f f getreten. Die Mitglieder, des Regentschaftsrates wurden — übrigens entgegen den Bestimmungen der bulgarischen Verfassung — von dieser neuen Kapitulationsregierung abgesetzt, an ihre Stelle traten neue Männer, ebenfalls reine Bolsche- wisteij bzw. Linksradikale ganz eindeutiger Prägung. Gegen diese geradezu übersteigerte Politik der Selbstauf- g a b e und edr völligen Nachgiebigkeit gegenüber dem Moskauer Herrschaftsanspruch hat sich inzwischen, in Bulgarien unter Führung des bekannten Rechtspolitikers Z a n- k o f f eine bulgarische Nationalregierung gebildet, die es sich zum Ziel gesetzt hat, an der Seite Deutschlands weiterhin für die Ehre des bulgarischen Volkes und seine Unabhängigkeit einzutreten. Diese Regierung wird den ungebeugten. Selbstbehauptungswillen des gesunden Teiles der bulgarischen Bevölkerung verkörpern.
Die Ereignisse, die sich in diesen Ländern, darüber hinaus aber generell im westlichen Nachbarbereich der Sowjetunion abspielen, treten in eine besondere helle Beleuchtung durch einen Artikel, oder vielmehr durch den Abdruck eines amerikanischen Buches von Jon Scott in der Schweizer sozialdemokratischen Presse, und zwar in der Tageszeitung „Volksrecht". Der Amerikaner, der heute Vertreter der bekannten großen Wochenschrift „Time" in Stockholm ist, befaßt sich darin mit dem sogenannten industriellen Krieg in der Sowjetunion. Er spricht von einem Volke, das bluten, weinen und frieren mußte, wenn er ‘ über die Zu- stämd,e. in Rußland. sghon.. yor Ausbruch. dieses Krieges und überhaupt in den vergangenen Jahrzehnten berichtet. Er spricht von einem Lande, „in dem Millionen verhungerten, Tausende vors Kriegsgericht gestellt und erschossen wurden".
Wörtlich heißt es dort: „Die Sowjetunion befand sich etwa seit 1931 im Kriege, und das Volk hat geschwitzt, geblutet und geweint. Unzähliche Menschen wurden getötet.
Frauen und Kinder erfroren, Millionen verhungerten, Tausende wurden in dem Feldzug für den Kollektivismus und für die Industrialisierung erschossen. Ich möchte wetten, daß allein für die Herstellung von Eisen und Stahl größere Verluste verursacht wurden, als durch die Mameschlacht im ersten Weltkrieg. Während ganzer dreißig Jahre befand sich das russische Volk im Krieg — im industriellen Krieg."
Für Deutschland sinä solche Erkenntnisse nicht neu. Aber daß sie gerade in diesem Augenblick von einem hervorragenden amerikanischen Journalisten so deutlich ausgesprochen werden, ist interessant. Hier wird.nun. agch von dieser Seite die zwangsläufige Notwendigkeit der"t>ewafftreteh Auseinandersetzung mit dieser ständig und unaufhaltsam gewachsenen bolschewistischen Drohung nachdrücklich bestätigt. Gleichzeitig freilich eröffnen sich damit düsterste Zukunftsaussichten für alle jene, die glauben, mit einer Politik der Anbiederung an die Sowjetunion das Richtige getroffen zu haben.
Sdirechensregimen! in Frankreich
Grauenhafter Terror nach der Befreiung '
Trinkwasser-Nachschub
mm
PK.-Aufn. Kriegsber. Rynau
Die mit der Seilbahn zum Stützpunkt hoch - gebrachten Kanister mit Trinkwasser werden nun in Vorratszistemen entleert
Drahtbericht unseres Vertreters
tt. Genf, 10. Sept. Das Schreckensregiment, das die kommunistischen Banden de Gaulles unter den wohlwollenden Augen der Engländer und Nordamerikaner in Frankreich ausüben, nimmt immer grauenhaftere Formen an. Alle Berichte, die hier aus dem französischen Gebiet eintreffen, stellen übereinstimmend fest, daß gegenüber dem von den Bolschewisten gegenwärtig ln Frankreich methodisch angewandten Terror die Bluttaten der französischen Revolution zu verblassen beginnen.
„Die Jakobiner der Pariser Schreckenszeit sind gegenüber den Gaullisten Kinder gewesen, was die Ausrottung ihrer politischen Feinde betrifft", stellt ein Augenzeugenbericht in einem schweizerischen 1 Blatt fest. Es sei ihm gestattet worden, so fährt der Verfasser dieses Berichtes fort, einem der gaullistischen Standgerichte beizuwohnen, wie sie gegenwärtig zu hunderten in den von den Engländern und Nordamerikanern „befreiten" französischen Gebieten in Tätigkeit sind. Der Gerichtssaal war von einem wutschnaubenden Pöbel gefüllt, der es sich zur Aufgabe gesetzt hatte, die sogenannten Richter zu kontrollieren. Schon beim Eintritt der Angeklagten verlangte diese kommunistische Bande, die die Zuschauerbänke dicht besetzt hielt, 'ihren sofortigen Tod. Die Gerichtsverhandlung Arar dann auch nichts anderes als eine bloße Komödie. Innerhalb weniger Minuten war das Schicksal dieser politischen Gegner besiegelt. Jedes Todesurteil wurde von den Zuschauern mit brausendem Beifall begrüßt. Man hatte den Eindruck, daß die Richter ihr Leben aufs Spiel gesetzt hätten, wenn sie zu
einem anderen Urteil gelangt wären als die sofortige Hinrichtung der Angeklagten.
Neben diesem Trugbild von Justiz wütet in den „befreiten" französischen Gebieten Meister Lynch.' Die politischen Gegner de Gaülles sind Freiwild geworden; der Pöbel stürzt sich aber nicht nur auf die Männer, auch die Frauen sind den kommunistischen. Banden wehrlos ausgeliefert. So wurden in einer kleinen Stadt an der französisch-schweizerischen Jura-Grenze, wie einer Schweizer Zeitung entnommen ist, allein 30 Frauen und Mädchen auf dem Marktplatz mit glühenden Eisen im Gesicht gebrandmarkt und dann in den Kerker geworfen. . _
In Lyon spielten sich derartige Schandtaten ab, daß der Bürgermeister mit Rück-- sicht auf die anwesenden USA-Truppen und Journalisten es für opportun hielt, sich von diesem Schauspiel zu distanzieren. Hunderte von Frauen und Mädchen, denen eine antigaullistische und judenfeindliche Einstellung vorgeworfen wurde, waren von kommunistischen Banden nackend durch die Straßen der Stadt getrieben worden, unter dem Geheul eines völlig aus der Fassung geratenen wutschäumenden Pöbels. In allen gaullistischen Zeitungen wird übrigens zynisch der Erwartung Ausdruck gegeben, daß man bald das deutsche Volk auf diese Weise in die Kur nehmen wolle.
Die Saat, welche die Bolschewisten im gaullistischen Lager in Algier gesät haben, ist nun im „befreiten" Frankreich über alles Erwarten aufgegangen. Der bolschewistische Terror hat sich nun auch Westeuropas bemächtigt mit der Zustimmung der englischnordamerikanischen Plutokratie.
Schwere Angriffe auf Brest erneut abgewiesen
Feindliche Brückenköpfe südlich Gent und nordwestlich Hasselt eingeengt
dnb. Aus dem Ftthrerhauptquar- tier, 10. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
der Seeiestung Brest
l . aouiii und suchten
Mnter rt he ' Vistlschen Terrorsystem J »>en n/” de »tschen und ungari- rumä nischen Flugzeuge J'ltitgej , dle deutschen Höheltszei- k Stöena bten slch dip Flüchtlinge i-“d® E tqrK u f der Luft sicher und setz- Ä 5,L IW u der Flugzeuge ihren hhL 'taiiwf„ f scawerer wa ren die Folgen vSkLW" <He deckungslos V 1äc h dem m. änner ’ Frauen und Kin- Verioi,, er!a11 blieben zahlreiche zte a uf den Straßen liegen.
Dole, das von unseren Truppen aufgegeben wurde, sowie nördlich und östlich Besancon sind heftige Kämpfe im Gange.
An der französisch-italieni- Die Besatzung der seel ®f lu “ u D1 ^ s ck e n G r enze wurden im Bereich des wies auch am vergangenen Tage alle unier Mont Cenis und des Maddalena-Passes stärkstem Materialeinsatz geführte Angriffe elnl g e Höhenstellungen genommen und vom des Feindes auf die Festung selbst nach er-, Feind gesäubert.
bitterten Kämpfer! ah. Die Halbinsel Le j An der adriatischen Küste lag der C o n q u e t ging verloren. Reste der Be- ; Schwerpunkt der Kämpfe gestern im Absatzung leisten noch erbitterten Widerstand, j schnitt beiderseits Gemmano, i,o den gan- „ .„T, irhp - Brückenköpfe südlich G e n t; zen Tag über erbittert gerungen wurde. Alle ..ml nordwestlich Ha ss eit wurden im Ge- ; mit starken Kräften geführten Angriffe des ÜOLnnriff pinaeenat, ln unsere Linien süd- Feindes scheiterten, örtliche Einbrüche wur- ?ich Maastricht eingedrungener Feind den abgeriegelt. Um n«worfen. Zwischen Vervieis; selbst, der im La d A r ?o n stieß der Gegner auf breiter I Besitzer wechselte, sind noch heftige Kämpfe Pront neuen unsere Stellungen vor und; im Gange.
knnntp 9 oerfnae örtliche Einbrüche erzielen., An den Paßstraßen lm Südosten Sieben Gegenangriife sind angesetzt. Im Raum! bürge ns führten die Bolschewisten er-
d».n Ort Gemmano Verviers 1 selbst, der im Lauf e des Tages siebenmal den
folglose Angriffe. Schlachtflieger zersprengten in Nordrumänien motorisierte Kolonnen der Sowjets und vernichteten mehrere Treibstoffzüge. Bei Sanok und K r o s n o griff der Feind mit mehreren Schützendivisionen und Panzerverbänden an. Seine Durchbruchsversuche wurden in harten Kämpfen vereitelt. Bei Ostrolenka scheiterten erneut sowjetische Angrife am zähen Widerstand unserer Truppen.
Feindliche Bomber- und Jagdverbände griffen bei Tage, vielfach unter Wolkenschutz, westdeutsches Gebiet, besonders die Städte Düsseldorf, Mainz und Mannheim an. 29 Flugzeuge, darunter 25 viermotorige Bomber, wurden abgeschossen. In der vergangenen Nacht warf der Feind Bomben auf München-Gladbach und Braun- schweig.
BaUdi, da Befreiet
Von
Prof. Dr. Johann von Leers
Die Amerikaner haben in Frankreich auch eine ganze Menge Menschen gefunden, die diesen „Zivilisationsträgern" Beifall geklatscht und zugejubelt haben. In Italien hat es sich bereits ausgeklatscht und ausgejubelt. In Frankreich wird es in absehbarer Zeit ähnlich sein. Es kommt nur darauf an, daß die USA-Truppen sich erst richtig entfalten und die Menschen den Amerikanismus als Lebensform in seiner Minderwertigkeit, Geistlosigkeit und Primitivität erst richtig erleben.
Was ist denn Arne rikanismus? Es ist der'' grundsätzliche Materialismus. Ein reichgewordener Amerikaner sagte noch 1939 drei deutschen Autoren, die einen Bericht über USA schrieben: „Was für eine Verrücktheit, wenn man im Laufe der europäischen Geschichte immer wieder sieht, wie ganze Völker sich einsetzen, ja aufopfern für eine Idee. Ist denn der materielle Erfolg nicht mehr Kampf und Mühen wert als alles Ringen ums Geistige?" Der Mann sprach aus, was Mr. B a b b i 11, der Durchschnittsamerikaner, denkt. Wozu lebt der Mensch? In USA lebt er, um einen „pile" zu machen, d. h. einen Haufen Dollars anzusammeln, um „a success”, ein Erfolgsschlager zu sein. Nur der rein äußerliche, materielle Gewinn, das Geld, entscheidet über den Rang eines Menschen in USA. Hat man aber einmal das Geld, so muß man es auch zeigen. „Das Sitzbrett auf dem Klosett in der Villa der verstorbenen Lilian Tashman war mit Hermelin überzogen", berichtete „New York Daily News" über eine Filmschauspielerin. Es fehlte nur noch, daß das Blatt die Diva auch noch auf diesem Thron photographiert veröffentlichte. Nur das Geld gilt — Religion, Frömmigkeit, Innerlichkeit, Dichtung, Kunst, Musik sind im Grunde nur Mittel, um einen „pile" zu machen, sind ein „job", mit dem man Geld yerdient. Dabei scheut man vor gröbster Geschmacklosigkeit nicht zurück. Als der Schauspieler Booth den Präsidenten Lincoln umgebracht hatte und bald darauf seinen Tod fand, wurde seine Leiche ausgestopft und jahrelang öffentlich gegen Geld gezeigt.
Wir dürfen also auf den Augenblick gespannt sein, wann der erste geschäftstüchtige Yankee auftaucht und auf Grund des Pacht- und Leihgesetzes die Auslieferung Napoleons I. aus dem Invalidendom fordert, um ihn in USA öffentlich gegen Geld auszustellen — Kinder und Militär ermäßigte Preise. Durchaus vergleichbar diesen merkwürdigen Geschäften sind die Burleskschauen, bei denen sich der nordamerikanische Zivilisationsträger vergnügt. Mr. Walt Mooney ließ noch in den letzteh Jahren überall in den Städten der USA die beiden geschiedenen Frauen des > einstigen Filmkomikers Buster Keaton auftreten. Diese Frauen hatten den Filmkomiker durch ihre wahnsinnige Verschwendung und nach der Scheidung durch ihre unverschämten Abfin- düngsansprüche ins Irrenhaus gebracht. In einem Theaterstück „Der Irrenhäusler“ tra-, ten die beiden Megären nun jeden Abend auf und führten dem Publikum vor, wie sie den armen Mann finanziell, geistig und seelisch ruiniert hätten. Das Publikum aber wieherte vor Vergnügen, und die bekanntesten Scheidungsanwälte gingen in diese Vorführung, um noch etwas hinzuzulernen. In der gleichen Burleskschau trat Frau Nanon Yckham auf. Dieses Weibstück hatte sich eine Luftpistole konstruiert und damit ihren schlafenden Mann, der ihrem Lasterleben im Wege war, dmch einen Schuß ins Auge getötet. Sie tanzte vor dem Publikum und erzählte dann lang und breit ihre Schandtat — unter stürmischem Beifall . . .
_Hinter dieser Verwilderung steht eine völlige Hemmungslosigkeit und Sittenlosigkeit, von der man sich in Europa gar keine Vorstellung macht und die merkwürdig kontrastiert mit der anmaßlichen Sittenrichterei und geheuchelten moralischen Strenge. Der alte italienische Zeitungsmann Luigi Olivero, der jahrelang in USA lebte, hat in seinem tollen Buch „Babilonia Stellata", neuerdings auch