Ausgabe 
(9.9.1944) 246
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Zweite Schlachtpforte 7. ac 2 12 11 und 2 1151. 2 51 06, Ferngespräche 2 57 10.

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Bremen: Geeren 6 / 8 . Ruf 2 19 31: Nachtruf und Sonntag« 2 47 65: Obemstraße 86 , Ruf 2 19 31; Syke: Mühlendamm 2: Bremen-Hemelingen: Bahnhofstraße 6 , Ecke Poststraße, Ruf 4 34 58: Bremen-Vegesack: Rohrstraße 24, Ruf 4 u. 81 Bremen-Blumenthal: Kapt.-Dallmann-Str. 41/43. Ruf 88 und 89.

parteiamtliche Tageszeitung

* . des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblatt des ReichssiaUhaliers in Oldenburg und Bremen

14. fahrgang

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Sonnabend/Sonnlag, 9./10. September 1944

Einzelpreis 15 Rpf.

Zeitverlust durch Nachschubschwierigkeiten

Erfolgreicher Gegenstoß bei Metz - Durchbruchsversuche im adriatischen Küstengebiet gescheitert

Warum das alles?

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es uns gut geht, fragen wir Gründen dieses angenehmen

versäumen, at henbahnen zurütwfc •-

Lückeu W l- 9e " s » Trifh uns aber Unglück oder gar

iÄft** i*» schleudern wir »M

3S lief im m £ Schicksal und der ganzen Welt unser f s «30, teJ^J Jjigtes. ro.niges oder auch verzweife 1- äsm geworden. £ ** Warum?“ entgegen. „Warum trifft drucksvolles Beimk p Lade mich? Warum ist mein Haus nie- ä von vielen. Uujj » Warum mußte gerade mein

■ S„ b fallen« Warum ist mein Sohn ver-

0 liefenT ^ “ “ Eine Antwort auf diese uralte, leid-

hre Strecke'^ fiste Menschenfrage „Warum?“ wird nur

« auch mit vknS ^wer und meist a P a ‘ 9 efund “, = 5 ! D, es ist überla» « aber im Rahmen dieses Artikels nicht sen uns nicht unk -rjnzelschicksale, die auch mitten im tief- Schwierigkeiten,® ° frieden oft tragisch verlaufen, sondern Ch: die guten Ei« •*' ,,, oro ß e „Warum“, das in der Feuer-

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Lt Schicksal entgegengerufen wird. Wir

Eeressiert . den es Offen und ehrlich beantworten.

' ' c; j S t aber ein großer Unterschied zwi- ’• September in Hai L ia p ra q e des anständigen Kämpfers,

IteÄsTSSS *® rmüdlichen Arb f u ® rs - der tr€ ? en

* (tauen und Mütter und dem lappischen Wochenende diel, .u'arum“ einiger der Feindpropaganda er- portgaues MtocS deutscher Michel. Sie irren wenn tzüng veranstaltet •= glauben, daß unsere m langer Kampf- pt. der Austragi» äf geschulten Ohren nicht hören, was sie ■schatten des Sp d in dunklen Ecken zuwispern, oder was ; m s leicht lesbar auf ihren weichen und er Deutsche -Mete «nlosen Gesichtern steht. Diese Armen im sich mit groBanl s;te quasseln kritiklos nach, was London r RSG Rosenheiä: -a, vorerzählt hat. „Die da oben (und : er mit 13,52 n.te ^ me i nen sie die nationalsozialistische ien ersten 'Platz e ^ghrung) hätten ja den Krieg gewollt,

ettbewerbeTt“ * * ®ten 50 lan 9 e vom Lebensraum ge- lurchden Gewimi jähen und aufgerustet, bis den anderen 52,6 Sek, henor. tgst geworden wäre. Mit besserer Politik

-- ■— jiiie sich vieles vermeiden lassen, -auch

Co. Marinade» 2t !erKrieg mit Sowjetrußland usw.

Sleinsther. f. aM. Auf das „Warum“ dieses Krieges kom- Marinaden, Hals igwjr noch zu sprechen. Die Frage „W a r Neustadt Krieg zu vermeide n ?“ ...läßt

01—s,eiD [® j e auch sehr einfach beantworten. Natür- Räucherfisch Mfej; Wir hätten „nur“ auf zwei Dinge zu sichten brauchen. Auf Freiheit und he! Ganz nebenbei auch auf das Not- ehrrecht des primitivsten Tiefes, sich »ehren, wenn ein anderes es auffressen

chelfleisch.

, Münchener S 1401-1550.

, Bremerhaven!! Marin, auf alle_N

nitallung

jsstätlen derl ute: H. A. Schmidt

g aus eig.

Wer

/or dem Steintor rieder eröffnet Bi wir die Künder, ler Hutfilterstr. i :

«ziehen.

I, Marinaden, Süll iS Wer zu feige ist zum Kampf um sein a, muß es halt hinnehmen, den Rest iss Lebens in einem sibirischen Bergwerk verbringen, vorher aber noch seine Mut- an grauen Haar durch die Stube ge- pkift, seine Frau mit dem Gewehrkolben landelt und seine Kinder mit dem Kopf ie Wand geschmettert zu sehen, tben „die da oben“ den Krieg ge- ? Jawohl! Denn weder Herr C h u r - pH noch Herr Roosevelt noch Herr Sdin noch Herr Chaim Waiz- Wn haben jemals einen Krieg im Schüt- "Jiaben erlebt. Sie haben es daher leicht, Kriege zu wollen. Nicht aber der Ge- KßAdolf Hitler, der 4^ Jahre lang m'~ ”" auen ^ er Materialschlacht am eige- m-Theßlo' erlebt hat! Wo ist der Idiot, der

,i. jgdi. abririj* hupten möchte, Adolf Hitler hätte den ™5 gewollt? Der Führer verflucht sicher- jade Stunde, in der ihn Haß und Un- 'w.and der Feinde zwingen, zu vernich-

? er doch tausendmal lieber bauen

ffkhte!

'ft hätten aufgerüstet? Selbstver- ‘ich! Aber wir haben nur knapp sechs

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Eigener Drahtbericht

B. Z. Berlin, 8. Aug. „Die Deutschen haben sich infolge' unserer Nachschub­schwierigkeiten an der Mosel formiert und machen uns jeden Meter Boden streitig“, erklärte ein britischer Rundfunksprecher. „Sie haben Verstärkungen herangeführt und leisten Widerstand mit starkem Feuer aus Mörsern und Pakgeschützen." Und in einer Londoner Pressemeldung heißt es: „Die

deutschen Truppen waren in der Lage, die Verteidigung neu zu organisieren, weil sich die vier anglo-amerikanischen Armeen zu weit von ihren Nachschubbasen entfernten."

Damit ist die Bedeutung des Widerstandes der Besatzungen von Brest und L e Havre unterstrichen, die zusammen mit den Verteidigern von L o r i e n t und S t. N a z a i r e und den Verbänden, die sich im Pas de Calais deckend vor die Küsten­zone gelegt haben, dem Feind gerade die leistungsfähigsten Nachschubhäfen ent­ziehen.

General Eisenhower hat die äußerste Be­schleunigung aller Maßnahmen zur Neu­organisation des Nachschubs befohlen, und gegen Le Havre verstärkte der Feind seine Anstrengungen. Mit mehreren hun­dert viermotorigen Bombern griff er in zehn bis zwölf Wellen hintereinander an. Da­bei wurden in der zerstörten und brennen» den Innenstadt über 1300 französische Män­ner, Frauen und Kinder getötet oder schwer verwundet, während die Ausfälle der deut­schen Besatzung nur 16 Gefallene und 34 Verwundete betrugen. Mit jedem weiteren Luftangriff wächst die Blutschuld der Anglo- Amerikaner, die das deutsche Evakuierungs­angebot für die französischen Zivilisten grundlos ablehnten.

Nordbelgien, der Maasbogen, das lothringische Grenzgebiet an

der Mosel und die Burgundische Pforte deuten sich als neue Schwerpunkte der feindlichen Angriffsanstrengungen an, wobei der belgische Raum und das lothrin­gische Grenzgebiet vorerst im Mittelpunkt der Kampfhandlungen stehen. In Belgien versuchen die Verbände der von Mont- gomery befohlenen ersten kanadischen und zweiten britischen Armee vor allem die Ab­setzbewegungen zu- stören, die sich in dem Küstenstreifen zwischen Boulogne und Ost­ende vollziehen, wo die deutschen Truppen einschließlich der Stützpunkte Calais und Dünkirchen bisher einen etwa 40 Kilometer in die Tiefe des Landes ragenden Abschnitt hielten, aus dem sie sich jetzt planmäßig nach Norden über die untere Schelde ab­setzen.

Der Gegner will durch Angriffsbewegun­gen ln nördlicher Richung über die L y s ln diese Bewegungen hineinstoßen und sie nach Möglichkeit völlig vereiteln. 'Englische Frontkorrespondenten melden, daß diese Versuche mit außerordentlichen Verlusten für die Angreifer bezahlt wer­den müssen, ohne daß bisher eine Erfüllung der Feindabsichten gelang.

Lediglich in Richtung Calais konnte der Gegner etwas Boden gewinnen. Weiter öst­lich halten die deutschen Truppen in ganzer Breite den beherrschenden, bis an Gent her­anreichenden Höhenrücken besetzt und konnten aus dieser Position alle Angriffe abweisen.

Gleichzeitig mit diesen nach Norden und Nordwesten gerichteten Angriffen unter­nehmen die brito-kanadischen Divisionen unter stärkster Kräftemassierung eine Of­fensivoperation nach Osten, wobei sie offenbar Lüttich zu beiden Seiten um­gehen, um sich in Richtung Aachen der

Reichsgrenze zu nähern. Im Raum um Lüt­tich stehen die deutschen Truppen in här­testen Kämpfen gegen die vordringenden feindlichen Panzerspitzen, um durch eine Verzögerung der Operationen den Aufbau der Verteidigungslinie im Grenzraum zu unterstützen.

Im zweiten Hauptschwerpunkt der Feind­offensive versuchen die nordamerikani­schen Divisionen aus dem Raum von Toul und Pont-ä-Mousson gegen die lothringische Grenze vorzustoßen. Durch einen schneidigen Einbruch unserer Panzer In den feindlichen Bereitstellungs­raum westlich Metz wurden mehrere Orte Im Sturm zurückerobert, und zahlreiche verbissene Angriffe der Nordamerikaner vor Pont-ä-Mousson blutig zurückge­schlagen.

Die ununterbrochenen schweren feind liehen Angriffe im adriatischer Küstengebiet der mittelitalienische’ Front endeten auch am Donnerstag wiede’ mit einem bemerkenswerten AbwehrerfoF unserer Truppen. Trotz seiner hohen Ver luste, die auch die vorsichtigsten Voraus berechnungen der feindlichen Führum übersteigen dürften, setzte der Gegner sei nen Großangriff in diesem Raum fort, be schränkte aber seine Angriffe auf den mitt leren Teil des Küstenabschnittes mi- Schwerpunkt im Raum westlich San Cle- mente. Nach trommelfeuerartiger Artillerie­vorbereitung konnte er nach erbittertem Ringen lediglich den kleinen Ort Croce neh­men. Alle übrigen Angriffe brachen ergeb­nislos zusammen, örtliche Einbrüche wur­den in unverzüglich angesetzten Gegenstö­ßen wieder beseitigt oder abgeriegelt.

Damit scheiterte durch die unvergleich­liche Tapferkeit unserer Soldaten der er­neute Versuch der Briten, den Durchbruch zur Po-Ebene zu erzwingen.

Guderian sprach zur Jugend

ff—■rÄÄ'UeV',:

Moskau behandelt Bulgarien „wie räudigen Hund

Meutra'e werden besorgt - Machtlosigkeit der Anglo-Amerikaner gegenüber Sowiet-Imperialismus

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m Ufa-Kaiser® ..re Zeit gehabt, uns auf das vorzuberei- :nsiag, M 'tw°£ *u die anderen seit 25 Jahren Tfe,u uns geplant haben. Wohlge- 1 '■ üegen ein Deutschland, das schwarz- , I lnti * n starken Bevölkerungsteilen

bolschewistisch war.

ieaM) Wir vora Lebensraum spra- in, , racbte es einmal vom Persön- C. II er - Wenn du mit sechs Kindern in

i.irhtes Bl» 1 ’ ali mmer . lebst und der Nachbar be '

'heater, Schute | r ™ e « ganzes Haus, hältst du das x Und was würdest du sagen, iäj. er Nachbar dir erklärte: wenn Sie jsterters'Jj ohnuiig haben, dürfen Sie auch • 2,4 ,i, Wtift'jv.. ! nder haben! Du würdest dir diese j. amt heit verbitten und dennoch den. Mich 6 ^ eri Lebensraum fordern. Was ' sob te es nicht auch für dein V °lk gelten?

Sri, da,,, an . db etwas nimmt, was dir ge- 4a zurücnT'u' St du es unter allen Umstän- Hbar a » 1 .' L>ann ist es erst recht un-, 1 Dar»!» wir 1939 als ganzes Volk etwa

, . nur weil das

einer schwachen

Me» verzichtet hätten,

itterhude.,,10 es uns in oi„

gesehen

Spiele ..OlTr VS"! 00 diesea Zweifelsfragen, die BWt'jijt Iw,„, e ? ner inspiriert cinH „iht » ahoi-

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w? können.

viele smu, gibt es aber

» ,... «Warum", die wir alle mit Recht

r,Slie f .^amni gelingt es immer

Völker 9 e ' cben Schurkenbande, so jhcliej s j„ |Q. e9en uns zu hetzen? Warum f 1 Haß j den Kri ®g vom Zaun? Aus > .. Fa uleri gegen den Fleißigen!

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y ile Deutschland Unseren Aufstieg! Darum

vernichtet werden, und es ihnen auch gelungen. Wa

n i cb t unsere Schafs 11 ra glaubt* , e , inem Lügner wie W i 1 -

V> sk _ „„h. K° £ ü ÄMdelosj.x .® n ' Vergessen wir nie unsere D6 1ge r ' ,. verkör pert im Namen ^Ndiktfii ', Ver gessen wir nie das

£> nirdip°v Versa llles! Verges durch t - Ver 3 e waltigung rheinischer ranlcreichs Schergen. Ver-

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von, n .r die Reitpeitsche, mit der m ® ur gersteig

Drahtbericht unseres Vertreters

sch. Lissabon, 8. Sept In den Krei­sen der kleineren neutralen Staaten wird das Vorgehen der Sowjetunion gegen Ru­mänien und Bulgarien mit wachsender Be­sorgnis verfolgt. Es wirkt in diesem Zusam­menhang fast grotesk, daß neutrale Blätter, die bisher völlig im Fahrwasser der Alli­ierten schwammen und geflissentlich die Augen vor den Realitäten der Moskauer Po­litik verschlossen, plötzlich einheitlich, wenn auch noch schüchtern, Alarmrufe ausstoßen und so tun, als zeige sich erst jetzt zur all­gemeinen Überraschung das wirkliche Ge­sicht der sowjetischen. Politik.

Von einer neutralen Stelle wird die Lage wie folgt zusammengefaßt: „Den Sowjets ist es gelungen, durch einige rasche Stöße poli­tischer und militärischer Natur in bedenk­liche Nähe der Meerengen, der Häfen des Ägäischen Meeres und durch die ange­strebte Verbindung mit Tito auch der Adria- Häfen zu kommen. Die Sowjets sind den alten Zielen aller russischen Politik, dem Zugang zum Warmen Meer, nähergekommen, als jede zaristische Regierung; und sie haben dieses Ziel groteskerweise auch noch er­reicht mit Hilfe des von den Westmächten gelieferten Pacht- und Leihmaterials und un­ter den Glückwünschen der englischen und amerikanischen Presse, das heißt der Presse der gleichen Westmächte, die ein Jahrhun­dert lang den Weg Rußlands nach dem Mit­telmeer blockierten.“ .

Gleichzeitig vfechst, von der Außenwelt fast unbeachtet, der sowjetische Druck auf Iran, wo sich Moskau schon auf der Kon­ferenz von Teheran das Recht auf einen süd­persischen Hafen sicherte. *Von der Adria bis zum Persischen Golf taucht Moskau also überall längs der Lebensader des Empire nach Indien auf, während gleichzeitig in Süditalien und Südfrankreich die bolsche­wistische Bewegung immer stärker wird.

über das Ägäische Meer und das westliche Mittelmeer hinaus richtet die Sowjetunion ihren Blick bereits auf Gibraltar.

In London scheint man sich völlig damit abgefunden zu haben, daß die Zukunft Bul­gariens von Moskau allein geregelt wird. Die Hilflosigkeit, mit der die britische Diplo­

matie dem Fortschritt der Sowjets in diesen, den Meerengen so gefährlich nahen Be­zirken gegenüberstehen, läßt den, Nieder­gang des Empire deutlich hervortreten.

Es stehen im Augenblick weder England noch Amerika' Machtmittel zur Verfügung, um dem sowjetischen Expansionsdrang auf dem Balkan und in Richtung auf das Mittel­meer auch nur den geringsten Damm ent­gegenzusetzen. Die geradezu ungeheuer schroffe Sprache der Moskauer Presse gegen die den Sowjets so weit entgegenkommende bulgarische Regierung hat in Sofia tiefstes Erschrecken hervorgerufen. Nachdem Bul­garien sich von Deutschland trennte, wird es, um einen neutralen Ausdruck zu gebrau­chen, wie ein „räudiger Hund“ behandelt. Die „Iswestija" spricht von einem „schurki­schen Neutralitätsspiel“ und nennt die bul­garischen Minister offen „Verbrecher".

Nicht genug also damit, daß der Kreml und die Sowjetpresse die bulgarische Re­gierung beschimpfen, versuchen sie

auch noch die von ihnen nunmehr einge­leiteten kriegerischen Operationen gegen Bulgarien der bulgarischen Regierung in die Schuhe zu schieben. Die Methode ist nicht neu; sie läßt aber erkennen, daß Moskau auf dem Sprunge steht, die jetzige bulgarische Regierung zu beseitigen, um dann durch bolschewistische Strohmänner eine neue bolschewistischeRegierung, eine ausgesprochene bulgarische Sowjetregierung, einzusetzen.

Aus anderer Quelle wird gleichzeitig „be­trächtliche Unruhe in Ankara" ge­meldet, wo die Dardanellen- und Bosporus- Frage in völlig neuem, gespenstischem Lichte vor der türkischen Politik auftaucht.

Jedenfalls hat die Lage auf dem Balkan in den letzten 14 Tagen eine grundlegende politische Änderung erfahren, die völlig z u- ungunsten der Westmächte, vor allem aber Englands, erfolgt ist. Die Welt­stellung des Empire hat einei^neuen schwe­ren Stoß erhalten.

Wachsende Bestürzung in Sofia

Zunehmender Druck Moskaus - Dimitroif in Sondermission?

PK-Kriegsberichter Scheerer (Sch)

Generaloberst Guderian mit Reichsjugehd- führer Axm ann inmitten der einsatzbereiten Jugend , an die der Chef des Generalstabes, wie gemeldet, einen soldatischen Appell richtete. Dih im Schanzeinsalz bewährte Hitler-Jugend Ostpreußens scharte sich um den bewährten Truppenführer und treuen Mitarbeiter des Füh­rers und lauschte seinen aufrüttelnden Worten.

verhaßten Fahnen zu grüßen zwangen. Und vergessen wir vor allem nicht, daß das alles noch Gold gegen das ist, was die jüdi­schen Politruks mit uns machen würden, wenn wir noch einmal unsere Ge­wehre fünf Minuten vor, statt nach Zwölf in die Ecke stellten.

Warum haben sie uns 1939 wieder in einen Krieg verwickelt? Weil wir mitten im Wirtschaftswahnsinn der Zeit bewiesen hat­ten, daß in einem Volk, das dem jüdischen Kapitalismus das Genick gebrochen hatte, Arbeitslosigkeit überhaupt nicht denkbar ist. Weil wir unter den Augen der Bolsche­wisten bewiesen hatten, daß das „Paradies der Arbeiter, Bauern und Soldaten" wirk­lich anfing — aber in Deutschland und nicht im Dreck und Elend des Ostens! Weil wir unter den Augen der von Juden in die Irre geführten Völker gezeigt hatten, trieben und ihre daß" man ohne die Juden nicht nur nicht

Drahtbericht unseres Vertreters

os. Stockholm, 8. Sept. Meldungen aus Sofia und Ankara lassen erkennen, daß das Verfahren des kalten Druckes, das von Moskau jetzt gegen die Bulgaren angewen­det wird, um sie den Sowjetzielen völlig gefügig zu machen, in Sofia zunehmende Bestürzung auslöst.

Man hatte gehofft, mit der Bereitwillig­keit, einen Waffenstillstand abzuschließen, genügend entgegengekommen zu sein und mit der Entsendung einer Waffenstillstands­kommission nach Kairo überdies eine Rück­versicherung gegen die vollständige Unter­werfung unter Moskau geschaffen zu haben. Statt dessen. muß man jetzt erleben, daß diese Kommission untätig in Kairo herum­sitzt und vermutlich demnächst abberufen werden wird, daß Moskau dagegen immer deutlicher erkennen läßt, daß ihm einzig und allein an einem völlig bolschewi-

untergeht, sondern glücklich wird. Unser Kapitalverbrechen war der Aufbau des ersten wahrhaft sozialen Staates auf dieser Welt. 1 Diese Tat war ein Fanal, das allen Völkern leuchtete und die Throne al­ler Tyrannen ins Wackeln brachte. Die haß­erfüllten Hirne sahen nur eine Lösung:, Ausrottung des deutschen Vol­kes!

Seit 1933 ahnten wir es und seit 1943 wissen wir es, daß wir niemals frei atmen können, solange noch ein Jude den aufgeputschten Völkern Waffen gegen uns in die Hand drückt. Warum ist der jüdische Racheplan nicht geglückt? Weil die V o,r - sehung uns Adolf Hitler gab und uns den Führer durch furchtbarste Gefahren hindurch erhielt. Nur er kann diesen Weltkampf durchführen und nur unsere Ge­neration hat mit Adolf Hitler die einmalige Möglichkeit, Deutschlands Freiheit und da-

sierten Bulgarien liegt. Sich aber von Stalins Armee „befreien" zu lassen das lag offenbar nicht in der Absicht der Sofioter Patentpolitiker. Die Lage wird um so hoffnungsloser, als aus London immer neue und eindringlichere Aufforde­rungen an die bulgarische Adresse ergehen, sich den Sowjets auf Gnade und Ungnade zu ergeben. Die Verräter in Sofia, die glaub­ten, ihren Verrat so fein eingefädelt zu haben, sehen sich also von den westlichen „Verbündeten" selbst verraten und den Moskowitern auf Tod und Leben ausgelie­fert. Jetzt heißt es auch noch, daß Stalin be­absichtige, den ehemaligen Vorsitzenden der Komintern, den Bulgaren Dimitroff, nach Sofia in Sondermission zu entsenden. Daß dies das eindeutige Ende aller Selb­ständigkeitsträume und der Beginn der Um­wandlung Bulgariens in eine Sowjetrepublik wäre, darüber gibt man sich auch in Sofia keinerlei Illusionen hin.

mit das Glück unserer Kinder für alle Zeit zu sichern. Nur dieses Bewußtsein läßt uns Opfer ertragen, wie sie z. B. Bremen jetzt wieder bringen mußte.

Totaler Krieg bedeutet aber auch totalen Sieg. ; Darum fragen wir heute nicht mehr „Warum?", sondern nur „W o - für?". Und diese Frage kann wohl jeder Deutsche beantworten. Wir wollen auch nicht mehr fragen „Warum?", denn in der Frage steckt schon der Zweifel. Und Zwei­fel nagt am Besten, was wir haben, am Glauben! Die Kraft unseres Glau­bens und sonst gar nichts, brachte uns den Sieg in der Kampfzeit. Die Gegner von heute sind die gleichen wie damals, und auch diesmal wird der Glaube über Dollars, Terrorbomber und Mörder-Vereine siegen. Dem Führer sei es tröstliche Gewißheit: Unser Glaube kennt kein Warum!

Hans Falk.

Zerf det Bmäktinq

Von

Kreisleiter Max Schümann

Das Leben des einzelnen Menschen wird oftmals durch überraschende Ereignisse aus den vorgezeichneten normalen Bahnen ge­worfen. Er gerät dann in einen Zustand, der ihn an vielem verzweifeln läßt, an das er bisher glaubte und an dem er«Halt gefunden hatte. Seine Ideale, die sein Leben bestimm­ten, werden plötzlich in ein anderes Licht gerückt und sind scheinbar nicht wiederzu­erkennen. Er prüft sich dann selbst, und diese Prüfung wird hart und unerbittlich sein. Aber sie führt auch zu neuen Er­kenntnissen. Denn wenn es darum geht, über Pflicht oder eigenes persönliches Glücklichsein zu entscheiden, dann gibt es für keinen, der wirklich über innere Cha­rakterwerte verfügt, eine andere Wahl als die, sich trotz der Not des Herzens zur Pflicht zu bekennen.

Wir stehen als Angehörige des deut­schen Volkes vor einer ähnlichen Lage. Die letzten Tage haben uns traurig gemacht. Je nach der Veranlagung des einzelnen haben Männer und Frauen ein Fazit ge­zogen. Daß wir Rückschau gehalten haben, war ja nicht das erstemal, aber wie in der Vergangenheit, so haben wir erst recht jetzt in der Gegenwart die unabwendbare Erkenntnis gewonnen, daß niemals der Feind, sondern nur wir der Sieger in diesem Kampf um Deutschland sein dürfen. Und diese Erkenntnis steht heute unverrück­bar für jeden von uns fest. Wir haben sie gesprochen, diese einfachen Menschen drau­ßen in der Stadt und auf dem Lande. Was haben sie geschuftet und gearbeitet, unsere Arbeiter, die endlich ein Heim gefunden hatten, ein Zuhause, dieses Deutschland. Diese einfachen, anständigen Menschen, die weiter nichts wollen als arbeiten, um für ihre Familien zu leben, für ihre Kinder, die sie lieben wie nur Menschen ihre Kinder lieben können. Wir alle empfinden den Ernst dieser Tage vielleicht tiefer als alle anderen: und als wir uns hinstellten vor die Tore der Fabriken und durch die Werkstät­ten gingen, wo Hammer und Amboß stand, wo Drehbänke surrten und der Hobel über das Holz glitt, wo feine Frauenhände un­gewohnte Arbeit verrichteten, überall dort ging der Rhythmus der Arbeit weiter. In diesen Tagen haben Millionen von Men­schen mehr als sonst empfunden, was der Name Deutschland bedeutet. Sie sind dazu nicht aufgerufen worden durch irgend­welche Demonstrationen. Aber die An­ständigkeit und das Pflichtge­fühl ließen das deutsche Wesen in diesen Tagen über alles Sieger werden, was an Schwerem über uns hereinbrach, wenn es auch nach außen hin nicht offenbar wurde.

Es ist so viel über den Glauben und über das Vertrauen geschrieben und ge­sprochen worden. In Hunderten von Ver­sammlungen und Betriebsappellen haben die Aktivisten des Führers versucht, seine Idee dem Volke näherzubringen. Oftmals haben Männer und Frauen zunächst verständnis­los dagesessen und die Worte nur eben me­chanisch aufgenommen. Erst viel später be­griffen sie ihren wirklichen Sinn, • sie disku­tierten ihn und verarbeiteten ihn innerlich. Und dann brach alles das, was ihnen in die-