int 6mal wö chentllch
«t, 1 ?
SSt*
atz - Wi r eiII| at
BPf °Sn>
? n Ve rschj.? le ’
r ichti gen ^. *D®al aH ltlSä fe rtraut, „
r Eisa »b5 a ?t
en Güter™. tjt ^ährt c > et .
emer Ded,
,, 0 RM einschl. Zustellgebühr) ' MiB be»>9 .“^monatlich 2,30 RM • (einschl. ■ -"3 spre ‘* jtungsgebühr) zuzügl. 42 Rpf. P° st * -:k; Hamburg 17 272. Anzei» hmebedingungen It. Preis- ohne Verbindlichkeit. /1U " ; t u n g : Zweite ^chlachtpforte 7.
i :i ' if ianscblüsse:
P ,C ?L 251 06,
2 12 11 und 2 11 51. Ferngespräche 2 57 10.
oremetieitunQ
1U p® ,’ st das j„
i S’a t
Jugendlich^ 1 *, 11
änung w? be -
Gau Juge ndt i^
ShÄJS
LandesZ
r6 ®! a,Di Pl-lto
■ungsrat
Süs
n ri Be C
sä ! v t r9üt %- Sale, über del
* wi ederholt g ^
Veranlassung 2!
lesenkt
worden,
mehr den oettä „ r r eihandig ei : •wecken ■- 1
igere Miebi^ lalt es dabei sei; auf die Sät«
zurückgeföhn
es
t heute Frau wj,| 47, m voller Ge.
■ht heute Heman 4, der zugleich auf
m Te 'egrapheuant
ltmachungen
dedamm. Fieilae utersitzung iu fe
irswerder. Heute, m der Dienststelle, lting. Sonnata>4 Heim Sprechaheul irer der Gliedern' :n.
srberg. WHW.-.U Annahme dienstagi lt in der ~ “■
Söccmor 9 Iodtrid)tcn
rteiciiniliche Tageszeitung
Tmtebla» des Regierenden Bürgermeislers der Fr eien Hansestadt Bremen
14. Jahrgang
Geschäftsstellen
Bremen: Gehren 6/8. Rul 2 19 31: Nachtruf unn sonntags 2 47 65) ObernstraBe 86, Ruf 2 19 31: Syke: Mühlendamm 2, Bremen-Hemelingen: Bahnhofstrafie 6, Ecke PostatraBe, Ruf 4 34 58, Bremen-Vegesack: Rohrstraße 24, Ruf 4 u. 8, Bremen-Blumenthal: Kapt.-Dallmann-Str. 41/43 Ruf 88 und 89,
der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verkündungsblah des Reichsstatthalters in Oldenburg und Bremen
Freilag, 8. September 1944
Einzelpreis 15 Rpf.
Weitere
Kräfte für den totalen Kriegseinsatz
Neue einschneidende Maßnahmen auf verschiedenen Gebieten
Besuch vom Reichsmarschall
Berlin, 7- Sept. Der Reichsbevoll- für den totalen Kriegseinsatz,
• s.minister Br. G o e b b e 1 s , teilt mit: ^ Preußische Finanzmini ,' jum wird mit sofortiger Wirkung 11 faelös t. Die bisher von ihm währge- 1 "mmenen Geschäfte werden von den ent-
I chenden Reichsministerien übernommen } ’ e in Durchführung der bereits bekannt- eaebenen Einschränkung*- oder Stillegungs- 'fLhmen auf dem Gebiet des Er- ’phungswesens hat der Reichsmini
II j ür Wissenschaft, Erziehung und Volksgut grundlegende Anordnungen ge-
5ie bestimmen
im einzelnen den Kreis der
«lädierenden, die ihr Studium zugun ■ (n eines unmittelbar kriegswichtigen Ein- uizes aufgeben müssen,
• m Studiums ist jüs auf weiteres nur noch
Msversehrten möglich, die von der Wehr, '„acht Studienurlaub erhalten, oder falls sie L Wehrmacht nicht mehr angehören, nicht ••beitseinsatzfähig sind. Eine Anzahl von “Hochschulen oder Fakultäten kann nach erstem Arbeitseinsatz der Studierenden zu- änien- bzw. stillgelegt werden,
Die Schüler der 8. Klasse Höherer i e tränst alten stehen zum überwiegen, ia Teil bereits im Kriegseinsatz. Diejeni ia, die aus gesundheitlichen oder anderen Gründen nicht an diesem Kriegseinsatz teil ädunen, werden als Lagermannschaftsführer a der KLV. verwendet. Schüler und Schü- Isiiimen, die nicht an der Verlegung ihrer lastalten teilgenommen haben und daher nr Zeit keinen Schulunterricht erhalten, .erden, soweit sie sich im einsatzfähigen Aller befinden, zum Arbeitseinsatz rerangezogen.
Die Schülerinnen der 8. Klasse der Ober- 'rchulen für Mädcheri kommen zum Arbeitseinsatz. Er wird in efsterLinie a Schulort selbst erfolgen. Die Schülerin- ■=3 werden, insbesondere bei auswärtigem izsttz von Schule und HJ., nach besonderen iichtlimen betreut. Die 7. Klassen der gleisen Schulen sollen neben dem Schulunter- rät- nach Bedarf zum . Sozialeinsatz, insbe- «iadereMimerhalb der NSV., herangezogen «erden. Damit wird der Wunsch zehntau- veranstaltung in te ader junger Mädchen erfüllt, sich wie ihre Dienstag, 12. Sep iihaltrigen Kameradinnen nach besten 40 Jungeber. Kta j.j(| en {ür d Endsieg einsetzen zu rauf 11.30 Uhr. Kar 3
e Geschäftsstelle e 1 ' rhweinezuchtverta , Zuchtbezirk Staa 2839; am Tage c- Bremervörde 32t
Ab heute werde
Decker. WHW.-Ai. eichen und werden zuständigen Blöd' tsstelle der NSV, ) während der tag.
tspieltheater.Veger jl. 19.15. Letztmalig lugel". * Ab Fieiis
ige“.
rmarltl
liehen Verhältnissen gegebenenfalls bis 21 Uhi verlängert. Darüber hinaus werden diese Dienststellen auch an Sonntagen mindestens drei bis vier Stunden für die Bevölkerung offengehalten.
In gleicher Weise können die Verkaufszeiten der Ladengeschäfte nach den jeweiligen örtlichen Notwendigkeiten durch die zuständigen Ortspolizeibehörden neu geregelt werden, um so den Bedürfnissen der schwer arbeitenden Bevölkerung Rechnung zu tragen.
Zur Erzwingung der Wende
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung
goe. Berlin, 7. Sept. Die schnell aufeinanderfolgenden Maßnahmen zur Verstärkung unseres Kriegseinsatzes zeigen, welch energiegeladener Motor die Dinge treibt. Nachdem im Bereiche der öffentlichen Verwaltung sich als erste die deutsche Reichspost und die Justizverwaltung mit ihren Einsparungsmaßnahmen meldeten, folgen nunmehr die Finanzverwaltung und das Reichsministerium .für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung mit einschneidenden Bestimmungen. Mit der sofortigen Auflösung des Preußischen Finanzministeriums ist das letzte noch bestehende Landerministerium verschwunden.
Aus den weiten Büros der Behörden und Verwaltung werden auch mit dieser Maß nähme weitere Kräfte frei. Kaum weniger einschneidende Bestimmungen sind auf dem Gebiete des Erziehungswesens getroffen.
Die dritte Maßnahme zum totalen Kriegseinsatz geht nochmals den Kuttursektor an. Hier wird der größte Teil der zur Zeit noch in Deutschland erscheinenden rund 1500 Zeitschriften stillgelegt werden. Die Größe des Beitrages, den das deutsche Kulturleben zum totalen Krieg beisteuert, wird in dieser Maßnahme besonders deutlich, dehn die 1500 im Augenblick noch bestehenden deutschen Zeitschriften stellen bereits nur noch den Rest aus jeher großartigen Parade von Fachzeitschriften dar, die vor Beginn des Kriege's in Deutschland erschienen und die in 4900 periodisch erscheinenden Druckschriften alle Gebiete des Lebens und des Wissens umfaßten und sie der internationalen Fachwelt genau so wie dem Laien zugänglich machten.
In der vierten der neuen Maßnahmen wird mit der Stillegung der ambulanten Schaustellerbetriebe die Konsequenz aus der bereits erfolgten Schließung der Theater, Kleinkunstbühnen usw. gezogen. Die letzte Anordnung endlich befaßt sich mit dem Deutschen Roten
Kreuz, dessen Präsident aus der umfangreichen Organisation des DRK. Zehntausende von Arbeitskräften herauszog und für Front und Rüstung freistellt. Ebenso werden durch die Bereitstellung weiblicher Fachkräfte mehrere Zehntausend im Wehrmachtssanitätsdienst tätige . kv.-Soldaten für die Frönt freigemacht werden.
Die neuen Maßnahmen zum totalen Kriegseinsatz werden durch neue Bestimmungen über die Arbeitszeit der Behörden und die Verkaufszeiten der Ladengeschäfte ergänzt, die den Bedürfnissen, die sich- aus der verlängerten Arbeitszeit in allen Betrieben ergeben, Rechnung tragen.
Es zeigt sich auch in diesen Neuerungen, daß das ganze deutsche Leben einheitlich aui die Bedürfnisse des totalen Krieges ausgerichtet wird, der notwendig ist, um die entscheidende Wende zu erzwingen. Immer weitere Kreise des Volkes rücken mit jeder neuen Verordnung des Reichsbeauftragten für den totalen Kriegseinsatz in den Bereich der kräftesparenden Gesetze. Die Nation beweist damit, daß sie gewillt ist, die ihr ge stellten Aufgaben — auch wenn sie noch so hart sind — durch den Einsatz aller ihrer Kräfte zu lösen, daß sie umgekehrt aber auch unter der stärksten Bedrohung nicht bereit ist, auf den Schutz und die Wahrung ihrer nationalen Lebensrechte zu verzichten.
„Fall Bulgarien ein Menetekel"
Interview des Reichspressechefs O r. Dietrich mit einem ungarischen Journalisten
3,Anfdem Gebiet der Zeitschriften- (iisse sind sehr weitgehende Stillegun- K und Einschränkungen vorgenommen »den. Der größte Teil der bisher in Kropftauben. L» sischland noch erscheinenden rund 1500
alb W KS» Mlriften wlrd s«»gelegt.
Am Wasser
rkuufen
eisch, Verkauft" Schriften bleibt für jedes große Fach- ■ . ein einziges Blatt bestehen. Wissen-
^aftliche Zeitschriften erscheinen nur noch aüsverkauft. W «eit sie der Rüstung und Kriegführung Bremen-AW^ia :r. 23a.
■hl, m- Drahtra»
Meyer, Br.-Aw® i.
erste hTW Arbeitskräfte bei den Verlagen,
" - »stkereien und zahlreichen Nebenbetrie-
™ können nur geschätzt werden, belaufen J^r.auf viele Tausende. • .
'Sämtliche ambulanten Schausteller- tlr jebe, die bisher auf Jahrmärkten '* lr Gewerbe betrieben, werden still- R e St und die hier tätigen Arbeitskräfte 5 kriegswichtigen Tätigkeit zugeführt.
" Das Deutsche Rote Kreuz hat •8 umfangreiche Organisation nach Ge-
irsii 1 ™ en der Kräfteeinsparung über-
ami Maßnahmen eingeleitet, die Zehn- ”de von Arbeitskräften für die Rüstung weitere Zehntausende von Soldaten für freimachen.
jJLrf Sident des DRK. hat im einzelnen
Kfficli ' e ' n g roßer der haupt-
Y.'.am* V r nKraft e aus den Bet euungs- und ^ si e n Un ^ SSte ^ GI ^ d er Heimat heraus-
^ e 4f tr A.,Sil>^rt Un i k d ran - kenpflegerischer TäÜgkeit
Dienst!
ebaldsbr.,Fockestt
edorf.-St.« z- ” , inn , Blockland'
Gummibereif ’ • ir Malomy.
gebf
ss. mach.?
, Vi oderstraB« l
.g.nacbm.Stiw
inz . Spielz-1»™ ?!
aschen-Stf f-
Shandschub aO ^
Langen^fij urstn »
istr-
20 .
■ Freit.. .
Georg- Gr f2
Ölt
Wesen®
K reuz ' j i- ,
2. 8- *■ na
gS 6 *«'“
3 estraße l 2 _^ r st»l
Wang eroo2et tf» ,l!
„h i Brem.
reben. K kstraß® ^
10, v* ii »ihr.
o g.
„-•J »«de«
of. Da
phäfts J ;«abd. f,i i.Inb- Son t se ^
DU>k° mS *P l:
' rt f es d"
a d- c iites ^
Kenn?'• Schmtt'„ m A ,
ot.
«iir wirklich kriegswichtige Zeitschriften Jemen weiter, werden jedoch im Umfang leschränkt Auf dem Gebiet der Fach-
äen, z. B. medizinische Blätter- nur, wenn * für die Kriegsmedizin von Wichtigkeit Zeitschriften wie Literatur-, Mode-, Prt-, Roman-, Versicherungs-, Rätselzeit- fttten usw, stellen ihr Erscheinen ein. roch diese Maßnahmen werden allmonat- “Cagroße Papiermengen eingespart. Die frei-
wlrQ ' uie im Betreuungsdienst d. Wega yJSs f, j!t rmacht tätigen DRK.-Kräfte sollen .'•„.Str. I ki {^betrieb unvermeidlichen Pau- - - 60 f* 1 ^eiutoii negslleimarbei t ausfüllen. Durch
börse **1^ 0 fjru s der notwendigen weiblichen -Weser , ® sollen mehrere Zehntausend im
roitssanitätsdienst tätigen kv.-Solda-
'W für, c 11
Ein e ’ ehr 1 ’ ron t, fr eigemacht werden, iia Dorf enam tliche Tätigkeit als Helferin Micht, w ei, tM n det nicht von der Arbeits- J'.lig neI:>en seinem Beruf frei-
r is 'dadnr k u ’ Zl,r Verfügung stellt, barst aW "esondere Einsatzbereitschaft.
solche ehrenamtliche Tä-
Gef?
, T? z,e hen, vr ktgdi
>1. .^ er eine
'skeit beniit,)'
um sich der Arbeitspflicht zu s S a^i t e "i®P rechend einer Anwei- * S f r aftsführenden Präsidenten des ien sir-,t marbei ter und fällt unter die der n s . t . immun 9 en - ’
,'" u ag d e , e ^ d fkerimg, die durch die Er- ^“"»en i,t r “r itszelt stark in Anspruch u® fkfer ner w le . Möglichkeit zur Erledi- , " werd e SOn, ' J C .* 1en 3 n 9 e * e 9 enb ^'f en zu
L .. ,
6 h 5
5ra d ’ e Diepst. stunden e n • die für die arbeitende
Wie besonderer Wichtigkeit
at Sr n „‘j Kartenstellen, Krlegswirf- hhlib,, P°fi ze iliche Meldestellen, Oer Wn ?* sver Kehr an ein bis.zwei che entsprechend den ört-
dnb. Berlin, 7. Sept Reichspressechef Dr. Dietrich gab einem in Berlin tätigen ungarischen Journalisten ein Interview über die neueste Entwicklung im Südosten. Auf die Frage nach der Meinung des Reichspressechefs über den neuesten Gewaltakt der Sowjets, der sich diesmal gegen Bulgarien gerichtet hat, erwiderte Dr. Dietrich: „Für uns ist die Kriegserklärung der Sowjetunion an Bulgarien keine Überraschung. Diese ,',Kriegserklärung“ ist die Fortsetzung jener brutalen Gewaltakte, die die Sowjetunion von jeher gegenüber allep jenen Nationen angewandt hat und anwendet, die schwach genug waren, sich nicht mit der Waffe in der Hand gegen dieses mörderische System zur Wehr zu setzen. Die Sowjets exerzieren diese zynische Gewaltpolitik bereits seit 1919 der Welt vor, ohne daß diese bisher irgend' etwas daraus gelernt hätte.“ Auf die Frage nach den besonderen Absichten der Sowjets bei ihrem zynischen Überfall auf Bulgarien erklärte der Reichs-, Pressechef': „Churchill und Roosevelt haben in Teheran der Auslieferung Europas an die Sowjetherrschaft zugestimmt. Stalin war also sicher, daß seine Verbündeten ihm nicht in den Arm fallen würden, wenn er daran ging, nicht nur Finnland und Rumänien, sondern auch B u l g a r i e n kurzerhand zu bolschewisieren, die führenden Schichten in diesen Ländern auszurotten, alle europäischen Überlieferungen zu
ersticken und aus der Bevölkerung Arbeitssklaven für die Sowjets zu machen. - Im Falle Bulgarien offenbart sich in besonders drastischer Weise, daß jeder, der mit der Sowjetunion paktiert, dadurch nicht etwa diesem Angriff entgeht, sondern im Gegenteil einen solchen nur beschleunigt und so • sein eigenes Todesurteil unterschreibt. Dies haben die baltischen Staaten erfahren. Wenige Monate nachdem" sie mit den Bolschewisten einen Freundschafts- und Nichtangriffspakt Unterzeichneten, waren sie bereits ihrer sämtlichen staatlichen Freiheiten beraubt und unter die Herrschaft der GPU. gebracht. Kaum hatten die Polen begonnen, mit den Sowjets in Fühlung zu treten, wurden sie auch bereits zum Spielball der sowjetischen Machthaber. Kaum hatte eine verräterische Hofkamarilla das Tor zur Donau der Sowjetarmee in Rumänien geöffnet, brach unverzüglich auch der bolschewistische Terror über dieses unglückliche Land herein. Kaum hatten die Bulgaren die ersten Schwächezeichen gezeigt und den Mut zum Kämpfen verloren, kaum hatte sich die bulgarische Regierung in eine feige Neutralität zurückgezogen, als auch' schon Stalin zum überfall auf Bulgarien schritt. Im übrigen vollzieht sich damit nur eine' Aggression, die die Sowjets seit 1940 angekündigt hatten. Molotow stellte bekanntlich damals in Berlin unverblümt die Forderung nach Kompensationen im baltischen Raum, nach der Aus
lieferung Rumäniens und Bulgariens und nach der Herrschaft über die Dardanellen, Adolf Hitler lehnte es ab, zu solchen Räubereien die Hand zu bieten oder sie auch nur zu dulden und schützte so die betroffenen Völker vor der bolschewistischen Blutgier. Heute haben diese Völker sich selbst der GPU. ausgeliefert.
Zum Schluß des' Interviews mit den ungarischen Journalisten, entwirft Reichspressechef Dr. Dietrich ein Bild von der Schicksalsfrage, die sich heute deutlicher denn je für alle Völker Europas abzeichnet
„Die bulgarischen Vorgänge sind ein Menetekel für Europa und für die gesamte Kulturwelt. Sie haben nicht hur die skrupellose Machtpolitik Stalins völlig klargemacht, sondern auch Churchill und Roosevelt demaskiert.
Wer die Reaktion der englischen und amerikanischen Presse zu dem räuberischen Überfall auf Bulgarien verfolgt, kann nicht im Zweifel darüber sein, daß von den sog. weltlichen Demokratien den Völkern Europas keine Hilfe kommt, die sie vor dem Bolschewismus retten könnte.
„ Nur wer sich an der Seite Deutschlands mit der Waffe in der Hand gegen den Bolschewismus und seine Überfälle zur Wehr setzt, wird sich als europäische Nation behaupten können. Wer aber das Schwert aus der Hand legt und bolschewistischen Versprechungen traut, der ist auf immer verloren.“
Den „Befreiern" folgen überall Hunger und Elend
Trostlose Zustände in Italien immer katastrophaler — Frankreich folgt
OS.
Drahtbericht unseres'Vertreters Stockholm, 7. Sept. Der .Leiter der Wirtschaftsabteilung der berüchtigten Am- got, General Dwyer, ist nach Washington abgereist, um, wie es in einer amerikanischen' Meldung heißt, Roosevelt über die katastrophalen Zustände im besetzten Italien Bericht zu erstatten.
Bisher haben solche Berichterstattungen in Washington und London nur agitatorischen Zweck gehabt, aber ihnen ist zu danken, daß neue Einzelheiten über diese in anglo-amerikanischen Kreisen selbst als trostlos bezeichneten Zustände m Italien bekannt werden. Außere dem Hunger, der nun nirgendwo mehr abgestritten wird und der nach Ansicht neuer Fachleute m diesem Winter katastrophale Ausmaße annehmen wird, ist es besonders der Gesundheittszustand der Zivilbevölkerung, über den erschreckende Einzelheiten bekannt werden. 20 v. H. _der Ge- samtbevölkerung von Rom leidet heute nach Berichten der Amgot an Tuberkulose, die als unmittelbare Folge der Unterernährung bezeichnet wird. Beim augenblicklichen Stand der Dinge sterben im besetzten Italien nach vorsichtigen alliierten Schatzungen mindestens eine Viertelmillon Menschen an Tuberkulose. Wobm -^erdmgs berücksichtigt. werden muß, daß die Zahlen ständig im Steigen begriffen sind und auch diese gewaltigen Ziffern eher eme Umbewertung des wirklichen Sachverhalts dar-
1m Laufe eines einzigen Jahres Ist die Sterblichkeit in Rom nach Schätzungen der qieichen amerikanischen Stellen um 100 v. H. gestiegen, ebenfalls eine Folge der geradezu chaotischen Zustände auf dem Gebiet der Versorgung.
Sehr viel Mühe gibt man sich auf britisch-amerikanischer Seite, um zü verheim- liehen, daß aucfe.in den besetzten Gebieten Frankreichs, besonders in Paris, die Bedingungen In noch viel schnellerer Weise
sich dem italienischen" Vorbild anpassen, als dies ursprünglich in Rom der Fall war. Die reiche Normandie, die während der langen Jahre deutscher Besetzung fast wie in Friedenszeiten leben konnte, ist heute ein Gebiet, das völlig ausgepumpt worden ist. und wo der Hunger bereits seinen Einzug gehalten hat; es mangelt an allem.
Nur noch Haut und Knochen
Drabtbericht unseres Vertreters-
fh. Madrid, 7. Sept. Daß die Zustände in dem von den Engländern und Nordamerikanern besetzten Italien schon einen menschenunwürdigen Umfang angenommen haben, können jetzt selbst die zu Beschönigungen neigenden Nordamerikaner nicht
mehr verheimlichen. Die New Yorker Presse muß eingestehen, daß Italien von Hunger und Elend beherrscht werde. Die Zeitschrift „Life" erklärt, man stoße in Italien heute nur noch auf Trümmer und Hunger. Die Bo- nomi-Regierung habe selber kein Geld und lebe von den Krediten, die ihr von den Westmächten gewährt würden. Die italienische Bevölkerung sei bis auf das Skelett abgemagert und verfüge nicht einmal über die zum Ankauf eines Kilo Brotes erforderlichen fünf Lire. Männer, Frauen und Kinder beständen nur noch aus Haut und Knochen.
Diese Eingeständnisse in der nordamerikanischen Presse' sollten allen denen, zu denken geben, die immer noch glauben, von den Alliierten das Heil erwarten zu dürfen,
mmmsrnm.
msmm
mm
i*A .
PK.Kriegsberichter Eitel Lange (Sch)
Reichsmarschall Göring besuchte im Lazarett General der t Flieger Bodenschatz, der bei dem Attentat am 20. Juli schwer verletzt wurde.
Warschau — ein warnendes Beispiel
Furchtbares Leid der Bevölkerung durch Schuld der Feinde
Eigener Drahtbericht
B. Z. Berlin, 7. Sept. Auch die Polen müssen nun zugeben, daß ihr Kampf um Warschau verloren ist. Der geheimnisvolle General Bor hat in seinem letzten Kommunique kleihlaut zugegeben, daß er Warschau selbst habe räumen müssen. Das ganze selbstmörderische Abenteuer ist also kläglich zusammengebrochen und das einzige Ergebnis ist die Zerstörung ihrer eigenen Hauptstadt, ist ein Blutbad, und bei vielen wenigstens, die Erkenntnis, daß auch diesmal wieder die Polen durch anglo-ameri- kanische und sowjetische Versprechungen verlockt und ins Verderben getrieben wurdep.
Nachdem der deutsch^ Wehrmachtbericht vor einigen Tagen die Säuberung der Warschauer Altstadt von den polnischen Auf- ständischen gemeldet hatte, gibt er heute bekannt, daÄ auch das gesamte Weichselviertel von- den Banden gesäubert ist. Damit
ist im größten Teil der Stadt der am 1. August auf Befehl Londons und Moskaus ausgebrochene Aufstand zusammengebrochen. Aus den von den Aufständischen gesäuberten Bezirken strömt nun die Bevölkerung zu Tausenden ab, erfüllt,von der bitteren Erkenntnis, daß sie das Opfer einer gewissenlosen Hetze geworden ist und vergeblich den Hilfsversprechungen und Zusicherung der Anglo-Amerikaner Glauben geschenkt hat.
Wie Polen bereits 1939 von den Briten verraten wurde, so auch jetzt wieder von den Engländern, Amerikanern und Bolschewisten. Die Bevölkerung ist der leidende Teil dabei. Verschmutzt und in Lumpen gehüllt, tragerf diese Unglücklichen nur das mit sieh, was sie aus dem Schutt und der Ascha haben retten können. Hunderttausende, die unter deutschem Schutz bisher ein ruhiges und friedliches Leben genossen, sind jetzt zu Heimatlosen geworden.
Umente du ImeuifH
Von
’ Bernd W. Beckmeier
Der Krieg hat sein ^Gesicht gewandelt! Mit wuchtigen Pinselstrichen sind neue Züge in sein Antlitz gezeichnet worden, neue Wertungen fordernd, die sich nicht an althergebrachte Begriffe klammem können und Greifbares wie Unsichtbares in gleicher Weise berücksichtigen müssen. Wie können mit Nadelköpfen auf den' Karten abgesteckte Fronten heute noch Gradmesser einer Entwicklung sein, wenn zugleich Brest am Atlantik, das obere Rhone-Tal und der Raum zwischen Verdun und Metz als Markierung der deutschen Positionen dienen? Wie können nüchterne Vergleiche der Anzahl der Waffen beider Kriegsparteien klare Anhaltspunkte des Kräfteverhältnisses geben, wenn es durch Geheimhaltung der deutschen Seite völlig der Möglichkeit jeder Berechnung entzogen ist? Das heute noch Unsichtbare wird die kommende Phase de? Krieges' sehr viel älärker beeinflussen, als sich jetzt bereits voraussehen läßt. Vielerlei Momente werden Zusammenwirken: solche des reinen technischen Ausgleiche s und solche der moralischen Kraft, die sich bei dem Herannähem des Krieges an die Grenzen des Vaterlandes potenziert steigert ■ und sich heute bei uns überall in dem "völligen Vertrauen ausdrückt, das zur Ueberbrückung der rückläufigen Bewegungen des Augenblicks notwendig ist. Als Schlüssel mag die Antwort eines kriegsgefangenen deutschen Soldaten aus einem Atlantik-Stützpunkt gelten,, der die Frage nach den Gründen des Ausbleibens der weißen Flagge in dem vom Feind umschlossenen Stützpunkt mit dem kurzen Satz beantwortete« „Weil wir siegen werden!“
Diese Gewißtheit des Endsieges bei Einsatz aller Kräfte ist das starke Fundament," auf dem wir heute stehen, das all unser Wirken beeinflußt und jede Belastung des 1 Augenblicks ertragen läßt. Die Stärke dieser Gewißheit hat sich wahrlich sehr erproben müssen: Im Osten rückte dej^ Gegner bis an die ostpreußischen Grenzen vor, auf dem Balkan verschob sich durch Wortbruch das politische Gefüge, der Atlantikwall wurde durchbrochen, Paris von den Feinden besetzt, die Grenzen hörten den Kanonendonner — wir sahen es ohne jede Illusion. Aber der kriegsgefangene deutsche Soldat antwortete trotzig: „Wir werden siegen!" Wußte er um Geheimnisse seiner Führung? Wußte er von den Leistungen in den deutschen Laboratorien, von dem rastlosen Schaffen in den deutschen Rüstungswerken? Oder wußte er nur von der Standhaftigkeit der deutschen Herzen?
Krisen in der militärischen Entwicklung sind die großen Prüfsteine der Kriegsmoral des Volkes. Und das deutsche Volk hat diese Prüfungen bestan- den. Wir wollen heute nicht Vergleiche zu anderen Völkern ziehen, die im Augenblick der härtesten Belastungsprobe das „Nitsche- wo" an die Stelle des „Dennoch" letzten. Wir stehen in einem Endkampf, der allein ausgefochten werden muß, aber dieses Wort „allein" ist Feststellung und Anerkennung zugleich. Gewiß waren die Ereignisse auf dem Balkan schmerzlich, gewiß wäre der Kampf im Westen weniger hart, wenn nicht aus dem Hintergrund Kugeln in den Rücken des kämpfenden deutschen Soldaten fliegen würden. Aber dieses „Dennoch" bleibt! Es geht, heute nicht mehr um die Vorwerke der Festung Deutschland, es geht umDeutsch- land selbst. Vielleicht liegt in dieser Tatsache das große Geheimnis! Die sowjetischen Truppen überrannten in ihrer Sommeroffensive die deutschen Stellungen. Einhundertfünfundzwanzig Divisionen im Mittelabschnit trugen in ihren Stäben die Karten Deutschlands mit sich. Panzer brachen durch und vereinigten sich im Rücken der deutschen Linien mit durchgesickerten Invanterietruppen und Bandenverbänden. Stoßkeile besetzten die zweiten Linien, als