lesverÄ
h“ 1 '. Wer 4"!? - ben -
• alles > «t n sich
Seine Herd«, lge »n E<,
af 9efund ea f
s geschi aci ^ lnden *0 len D ieben h lS '
>en ' <C\ "d
*i den Tan T 116 erkannt^
"■»“OÄ
iM » Mötda
S’Spss
sr.-st
mes lOfahri 018
:« ™2tg
•n sowjeöscj,
™ mache n. £
® nf Landwa*. 3 en der
>n heute
Der
l?; 35 — 12 - 45;
Hamburger R^j. ™ Otto Ebel™ ^oten. 17.15_ 17 2 17.50-18: Di» r !®- 30 = "Ems^ a * Der Tekspiegd 15—21.15: „WiJj, aus den Wag* alkure 21.15-22. n Haydn (Nocttm, tes Quartett in Es. rn ’ Fagott und ft.
3.30: Schöne Musä s Breslauer Rmj. -eitung von Ena Mozart und Sehe er. 20.15—22: „Von luder“, AusscWa s Rundfunks.
Rezept
Wen, kalten Kartei, ht man einen gfc. t, darauf gibt mar Maschine s Fett und Zwiebel Saft halbweich ge- l ab, rollt den Teig ch bestrichen zirka
amal wöchentlich
2.30 (W
einschl. Zustellgebühr:
10*1 monatlich 2.30 RM (einsdu sueitongsgehöbr) zuzügl. 42 Rpt »‘" / “sdreck: Hamburg 17 272. Angel- isl» 1 "' , irfaabmebedingungen 1t. Prel*- ohne Terbindllchkdt
fäcitun
Geschäftsstellen:
Parteiamtliche Tageszeitung
; smtsblatt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
SBtrettter 9 Xad$r testen
Bremen: Geeren 8/8. Rat 2 19 31; Nachtrnf .aGd sonntags 2 47 65; Obernstraße 86. Ruf 219 31; Syke: Mtihlendaram 2; Br.-Hemelingen; Bahn- befstraBe 6, Ecke Poststraße. Rnt 4 34 58; Br.- Vegesadt: Rohrstr. 24, Ruf < e 8; Br.-Blumen, thal, Kapt.-Dallmaun-Str, «1/43. Ru! 88 «. 89
der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verkündungsblati des Reichsstatthalters in Oldenburg und Bremen
14. Jahrgang
Freiiag, 1. September 1944
Einzelpreis 15 Rpt
Im 6. Jahr: Ungebrochene Schlagkraft!
k der Schwelle des sechsten Kriegsjahres bewundern Freund und Feind die Tapferkeit des deutschen Soldaten und die Fähigkeiten der deutschen Armeeführer Umstellung unseres Kriegspotentials durch Rüstungsarbeit gigantischen Umfangs
Zeitung, N8.-G»| Bremen. Verlag» | : b e r g . Bremes 8 t ol sea berj : Preisliste Kr i!
- ■
rioren
üsselbund in Le&| Hemmstraße, sburger Straße !1 Belohnung, geld, 2 Spartatt| abend Schule Sil azug. Waltjenstt. nderstiefel a. i Moselstr. Dt. Langemarckstr, 61 ids 7.11 Uhr im Zs n Handk. v. vatej Inh. ers. muß, sq g. gute Belohn, äahnhof Elsfleth, dem Wege von de 2 Strickjadcea. rugeben geg. Bel' rmaniastraße 56. te Leinenjacke '30. v. d. Baum' ückenstr. verl. Bc i. abzugeb. b. Fa raße 4911, icke am 26. -
S S&&ZZ
Rostocker Str.fr
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung Berlin, 31. Aug. An der Schwelle sechsten Kriegsjahres würdigen zahlte ausländische Blätter rückschauend die Freianisse Es ist verständlich, daß im Vormund dieser Betrachtungen die gefähr- * Entwicklung im europäischen Kampf- steht. Wir selbst haben in den letzten Wochen immer wieder darauf hingewiesen, y| wir uns über die Härte des Kampfes und die Gefährlichkeit der wachsenden Bettung keinen Täuschungen hingeben.
Fresse der Deutschland verbündeten [,Jer kommentiert die Ereignisse in gleich iiener Sprache. Sie sieht, den Grund dieser Entwicklung in erster Linie in der Tatsache, ii der Feind die Gegensätze im eigenen »er zurückgest.ellt und seifte gesamte r'jterielle Macht aufgeboten hat, um zumeist Deutschland auf die Knie zu zwingen, [rofz dieser Situation finden sich nur «igStimmen, die bereit wären, aus ihr eine Isutsche Niederlage vorauszusagen. Der lieieinstimmende Tenor geht im Gegenteil ja freund und Feind dahin, daß als wichtiger Faktor der gegenwärtigen Kriegslage die ungebrochene deutsche Schlagkraft darstellt, zu der als die Unbekannte noch die aus den Maß- n der totalen Kriegführung enteilende Verstärkung des deutschen jriegspotentials hinzukommt. Selbst anglo-amerikanischen Betrachtungen allen durch eine kühlere und pessimisti- riiere Betrachtung der Lage auf.' Der USA- ienentator Schubert .schreibt, da die üealschen schon so schwer kämpften, um Frankreich zu verteidigen, so sei zu erwar- In, daß sie noch viel härter kämpfen wür- ia wenn der Krieg an die Grenzen des liiches getragen werden sollte.
Die „New York Sun“ meint, man dürfe ß großen Fähigkeiten der deutschen Ar- ^iiiirer nicht vergessen. Wieder andere teilen fest, daß es Eisenhower bisher noch jiffll gelang, auch nur eine der von ihm »lauten Zangenbewegungen gegen die irischen Truppen in Frankreich erfolgreich jfctauführen. Die portugiesische Zeitung «“endlich sagt, die deutsche Wehrmacht s keinerlei derartige Verluste erlitten, sie den Namen einer Niederlage rechteren oder das Vorspiel zu einer Kapitu- a bedeuten würden. Die einzige Frage 3 das deutsche Volk Kräfte genug be- . um weiter durchzuhalten, auch wenn Feind an den Grenzen des Reiches ereilen sollte.’
[hden englischen Betrachtungen domi- jü die Sorge vor dem Einsatz der deut- Geheimwaffen. 'In London beratet man den Kampf in Frankreich nicht ‘-üzt unter diesem Aspekt: Man zeigt sich «di bezeichnenderweise höchst reserviert Frage, inwieweit die Erfolge
ig. bei Semig. 10 St.-Veif-Str -1
hi ede..fl*
R 9767.
n ui 1 c b «sucht. Zu ® iichel,
Elektro - :
körper ,
brandtstr. 1b
■rlässige Kfidb felegenh- vorb' erbeten an * ^ i in (20) Celle, ^
6 . - —
e*« eh ®
. Groß!
nD .wSi'
„n mit eWa»S,
rerantworhfflfl ^
amen. **&% % en. Ang- " gvd
•er C ?7’ 8 e gas®*
1. Alt 61 » ? - V
h , langi^ 1 : ir S 97S 3 - ’
iblic“
Geb.
Wir können nur unterstreichen, was dar Sinn ^11 dieser Äußerungen ist, indem wir feststellen, daß die Entscheidungsschlacht auch in Frankreich noch nicht geschlagen wurde. Von einem „Sieg” könnte der Gegner jedenfalls erst dann reden, wenn sein Landgewinn uns in unserer wirtschaftlichen oder ernährungsmäßigen Existenz so schwer getroffen hätte, daß wir den Krieg nicht weiterführen könnten. Das aber ist nicht der Fall.
Das deutsche Volk steht im Gegenteil gerade jetzt in einer RUstungsarbeit so gigantischen Umfanges, wie sie die
Welt bisher noch nicht kannte. Die Früchte dieser Arbeit werden sich in dem Augenblick zeigen, den die deutsche Führung zur Entscheidung bestimmt.
Ausgleich an technischen Mitteln
h. Madrid, 31. Aug. Der militärische Mitarbeiter der spanischen Zeitung „Informa- ciones" schreibt, über die Lage, dftr Alliierten in Frankreich, daß die militärischen Operationen auf dem französischen Kriegsschauplatz keineswegs dazu berechtigten, irgendwie auch nur von der geringsten
Schwäche Deutschlands zu sprechen. Die | Kämpfe in Nordfränkreich hätten sich zu einer reinen Materialschlacht herausqebil- det. infolgedessen habe sich Deutschland zu einer Zurücknahme seiner strategischer Reserven auf günstigere Stellungen entschlossen, um dadurch Zeit zu gewinnen, den erforderlichen Ausgleich an technischen Mitteln durchzufiihren Wenn man unter diesen Gesichtsnunkte: den Vormarsch der Westmächte betracht.- dann könne man nicht von strategische. Eigenerfolgpn der Westmächte sprechen.
Ostfront Iir«prsrhHttprJiC'h
U-Bootserfolge im Kanal und Indischen Ozear
Harte Kämqie in Frankreich — Feindlicher Großangriff an der Adriaküste — Terrorangriffe aut Bremen und Kie
dnb. Aus dem Führerhauptquar- tier,31. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Nördlich Paris wurde der Feind, der unseren Absetzbewegungen scharf nachdrängt, zum Stehen gebracht. Gegen feindliche Angriffskolonnen, die aus dem Raum Beauvais nach Norden stoßen, sind Gegenangriffe angesetzt. Im Raum Laon—Reims stehen unsere Truppen in schwerem Kampf mit feindlichen Panzerkräften, die nach Nordosten und Norden weiteren Geländegewinn erzielen konnten.
Im Rhone tal verstärkte sich der feindliche Druck besonders gegen V a 1 e n c e. Alle feindlichen Angriffe wurden dort in harten Kämpfen zerschlagen.
Das Vergeltnngsfeuer auf London wurde bei Tag und Nacht fortgesetzt.
In Lt a 1 i e n trat der Feind an der Adria- tfschen Küste erneut 'auf breiter 'T'ronT’Zum Großangriff aif. Unter starkem Einsatz von Schlachtfliegern, Artillerie und Panzern und mit Unterstützung durch Seestreitkräfte
konnte er bei U r b i n o und bei B e s a r o örtliche Einbrüche erzielen. Durch unsere Gegenangriffe wurden die .eingedrungenen feindlichen Angriffsgruppen zerschlagen. Südwestlich Pesaro halten in zwei Einbruchsstellen erbitterte Kämpfe an.
In Rumänien verstärkte sich der feindliche Druck in Richtung auf Ploestl. An den Südostgrenzen Siebenbürgens wurden erschlagen. An der übrigen Ostfront kam es gestern nur . nordöstlich Warschau zu neute heftige Angriffe der Bolschewisten zer- größeren Kampfhandlungen, wo der von den Sowjets erstrebte Durchbruch auf die Stadt nach Abschuß von 24 Panzern abermals vereitelt wurde.
Nordamerikanische Bomber führten unter Ausnutzung des für die Abwehr ungünstigen Wetters Terrorangrlffe gegen Bremen und Kiel. Weitere Angriffe feindlicher Bomber richteten sich (fegen einige Orte in Ungarn. In der vergangenen Nacht warfen einzelne britische Flugzeuge Bomben im Rhein- Main-Gebiet.
Im Kana] und im Indischen Ozean v e r senkten Unterseeboote in harte Kämpfen sechs feindliche Schiffe mit zusan men 36 000 BRT., einen Zerstörer sowie eine Bewacher und schossen ein feindliches Flu< zeug ab.
Besonders bewährt
dnb. Aus dem Führerhauptquartier, 31. August. Zum heutigen OKW.-Be- richt wird ergänzend mitgeteift:
Im Südabschnitt der Ostfront hat sich, das XXX. Armeekorps unter Führung des Generalleutnants Postei mit der 306. Infanteriedivision, 15. Infanteriedivision und 13. Panzerdivision in aufopfernden Kämpfen gegen überlegene feindliche Kräfte heldenmütig geschlagen.
Die schwere Heerespanzer-Jäger-Abtlg. 661 uaier Führung des Hauptnjanns. M.e rjj e n schoß im Laufe eines Tages 52 Panzer ab und trug dadurch entscheidend zu einem Abwehrerfolg bei.
"-•»l
Absetzbewegungen hemmen Umklammerung zuvor
Schlacht an der Westfront tobt mit wachsender Erbitterung - Zwischen Seine-Mündung und Marne-Kanal
ROSlu ^, ... _.,: r -% er fen im Westen dem Einsatz dieser Fettkarteu (3 © zuvorkommen können. Auch neu- Lemwerder. ™ tter wenden ihre Aufmerksamkeit
'Eier Frage um so mehr zu, als die Ent- , ze i3L daß' von alliierter Seite alle ‘-■•■ergreifenden Pläne zugunsten des einen
. _ _ .<**? . zur ückgestellt wurden, diejenigen
irigen Sota P®®* “fischen Küstenstreifen in die Hand zu >mens-bei lieb# ® u ® en , die angeblich die Abschußbasen B V 1 sind,
jeformaciones" sagt, wenn bereits die w . n “ 6r Lage sei, die Pläne umz-uwerfen i»8e' e an 9 lo-a merikamsche Führungf zu ;ancl r ^ er anzuspomen, so könne Ba F’ eicbt d ' e Wirkung der noch vor -auJ nsatz ste henden neuen deutschen ’'® ausmalen.
Wie •
"eitofiw'j kleine Erfindung die U-Boote ■Wronn j aussctla 'iete und damit eine Hg k. " er Kriegslage herbeiiührte, ge- !■» j. rt , l en die neuen deutschen Waf- ls »in 1 ~ e sein ’ dem Kriege neuer- cn völlig entgegengesetzten Ver
alten 1 Sieben.
lauf
len S Rpf*i sche v °lk weiß, daß diese von Kriege« g 11 befürchtete Wendung des gelehrt j m „ men ' v * r d. Die Geschichte hat 'aiiier in a , die wirklich großen Ideen im dg» „, Cr , e iten Stunde geboren werden, asfgibt, r ° er ver l°ren ist, der sich selbst
„ ^Cbfder 11 R A J 1Üerte D n n ,! cht
„die
‘«SÄ
Slro 1 ”--'
2614 f
-IS? 1
’Ängeb-
ßr *
, d . Besob" 1 ; Ang "
57 y
.ue gend v ’ tievorz- ■m An* issel-
se& u $ |l
; - - s snd, "E er ner Bund" zusammen-
'■ Esten’ jn" 16 p ^ euts che Wehrmacht im "iß Mat, ri S , tem Ausmaße an Menschen schwä k ZU sc * 1 ' w 'ächen r so wird sie * Schw P i Cher ' s . on d e rn stärker werden."
Sin« 2Zeitun 9 spricht damit den !‘°hsb Ö6r ätschen Konzentra- l *öten s« e .? un 9 e n im Osten und ; ä %e Verl ^ azu führten, daß die end-
;;;• Drittel j eidl 9 un 9 s ü n ie des Reiches nur ' 5 - Da s vl 1 " . urs P r ünglichen Länge um- '.: :s a®menh an Weize . r ® latt weist in diesem ? daß Det We K ter auf die Möglichkeit die rüstungsmäßige ■■'""Kan i n , des Gegners durch einen be-' r- ä ^antvn Sa ® 6n .. 9 uer wirkend.en ? Be 'iartinn 'n e ^ Jäser ' Raketengeschosse , 1 bicht vpH, ^'E°ote brechen könne. Es ■v Eel un derlich, wenn die Alliier- Si IZ5to lleri arsuch, den Pas de Calais Ha/n ■ nur mit der geballten
tl ' it der keic L e s im Westen, sondern »er z Weiten Geheimwaffe zusam .
wurden.
Drahtberieht unserer Berliner Schriftleitung
b. Berlin, 31. Aug. Die militärische Situation in Frankreich hat trotz der räumlichen Ausweitung des Kampfgeschehens bei den Wesfmächten nicht jene Befriedigung hervorgerufen, die von politischer Seite erwartet wurde. Man ist sich darüber im klaren, daß die Hauptkämpfe noch folgen werden, da die beiden großangelegten Zangenoperationen bei Falaise und vor dem Unterlauf der Seine picht den erwünschten Erfolg hatten. Solange es nicht gelinge, die deutsche Wehrmacht entscheidend zu schlagen oder zu vernichten, könne von einem Sieg noch nicht gesprochen werden, heißt es in einem für die USA bestimmten Kabelbericht aus London.
General Eisenhower, der nunmehr den Oberbefehl über sämtliche in Frankreich stehenden alliierten Truppen in seinen Händen hält, setzt deshalb immer erneut zu Umfassungsbewegungen an, um zu dem Raumgewinn den wesentlicheren Effekt einer Ausschaltung größerer deutscher Truppenmassen zu erzielen. Hauptziel des Gegners ist es im Augenblick, die deutschen Absetzbewegungen in dem Raum zu stören, der im Norden durch die Küste, im Süden durch die Linie Laon — Reims — Chälons und im Westen durch die bewegliche Front zwischen Seine und Somme gebildet wird. Nachdem die amerikanischen Divisionen aus dem Raum von Chälons an der Marne nach Norden und Nordosten einschwenkten, zeigte sich die Umfassungsabsicht sehr klar, so daß ein weiteres Verharren der deutschen Truppen am Unterlauf der Seine unmöglich erscheinen mußte.
Von einem scharf nachdrängenden Feind gefolgt, der bei Beauvais einen tieferen Einbruch erzwingen konnte, vollzieht sich die deutsche Absetzbewegung in nordöstlicher Richtung, um als erstes die Linie Diepp e—B e au vai s—C ompiegne zu erreichen, die etwa parallel des Unterlaufes der .Somme verläuft. An der Küste bildet in diesem umrissenen Kampfraum der Hafen L e H a v r e einen Stützpunkt, wie Lo- rient und Brest auf der Bretagne-Halbinsel nach wie vor ihre verzögernde Aufgabe zu erfüllen vermögen.
Neben einer Großumfassungsbewegung, die aus dem Raum von Soissons nach Nordosten strebt, setzte Eisenhower. weitere Uberflügelungsbewegungen an, die von
Chälons aus nach Osten und Südosten fuhren, um einmal die erforderliche Flankendeckung für den nach Norden gerichteten Stoß zu erreichen, zürn anderen aber den Anschluß an die Bewegungen im Rhonetal zu erzielen. Diese Bewegun- oen sind jedoch nur zögernd durchzuführen, da sie offene Flanken bieten, die jetzt frisch in diesem Raum eingesetzten deutschen Divisionen Emgreifmöglicbkeiten zur Verzögerung. der gegnerischen Operationen
bl In eI Südfrankreich stehen die deut
schen Truppen in ihrer an das Rhonetal angelehnten planmäßigen Absetzbewegung im Raum von V a 1 e n c e. AA/enn auch dein Gegner eine schnelle Verbindung zwischen den beiden französischen Invasionsräumen erwünscht sein muß, da er auf diese Weise noch zu Abschneidungserfolgen kommen zu können hofft -- der Haüptteil der deutschen Truppen aus dem Südwesten Frankreichs ist jedoch bereits einer derartigen Absicht entzogen —, so lenkt er sein Hauptaugenmerk dennoch in den Invasionsraum Nr. 1, da sich hier das Kampfgeschehen einem Gebiet nähert, das nicht nur aus geographischen und strategischen Gründen hochbedeutsam, sondern auch Träger wichtiger Teile der F r_o n t - linien gegen England-ist.
Kampf um Karpatenübergänge
dnb. Berlin, 31. August. Der nördliche und mittlere Abschnitt der Ostiront steht weiter im Zeichen feindlicher Umgruppierungen, zu denen sich die Bolschewisten unter der Wirkung ihrer Verluste gezwungen sahen. Die sowjetischen Angriffe wurden noch schwächer und beschränkten sich auf vereinzelte schmale Räume. Soweit die Bolschewisten örtliche Angriffe einleiteten, werden diese allerdings nach wie vor mit großer Heftigkeit und unter Einsatz von Durchbruchswaffen geführt. Sie verfolgen jedoch vor allem den Zweck, unsere Truppenzubinden und die Umgruppierungen zn t a r n e n.
J Im rumänischen Gebiet nahmen die Abwehrkämpfe gegen die scharf nachdrängenden Bolschewisten ihren Fortgang. Der Feind suchte besonders die Karpatenpässe in seinen Besitz zu bringen, um unsern Truppen die Wege zu verlegen und in Ungarn einzudringen. Am Urje- tos-Paß sowie am Cyimes-Paß und am Au- rila-Paß kam es dabei zu heftigen örtlichen Kämpfen,, bei denen Deutsche und Ungarn die Bolschewisten abwiesen und ihnen hohe Verluste beibrachten, östlich des Bistri- z a - T a 1 e s wird noch heftig gekämpft. Dort haben sich die Divisionen des XXX. Armeekorps unter Generalleutnant Post e.l, die dem Feind bereits am unteren Dnjestr und Pruth schwere Verluste beibrachten, erneut in harten, aufopfernden Kämpfen gegen den zahlenmäßig weit überlegenen Gegner mit großer Bravour geschlagen und an einem einzigen Tage nicht weniger als 92 Panzer vernichtet. Ebenfalls im Südabschnitt vernichtete die 2. schwere Heerespanzerjägerabteilung 661 unter Hauptmann Mergen an einem Tage 42 Panzer. Iu der Walachei bewegen sich unsere Verbände zur Zeit unter Abwehr der schwer nach drängenden Bolschewisten in Richtung auf die südlichen Karpatenübergänge.. Versuche des Feindfes, die Pässe zu sperren, scheiterten. Hierbei zersprengten unsere Sicherungsverbände ein rumänisches Bataillon. Unsere Schlachtflieger griffen im rumänischen Raum feindliche Kolonnen und Truppenquartiere mit guter Wirkung an.
„n.1
An den Spuren des Kampfes vorbei eiler die H-Panzergrenadiere durch das Dorf, um Sicherung zu < beziehen. Nach erbittertem Widerstand wurden hier die Sowjets verlustreich hdnausgeschlagen.
Der Truppe ein leuchtendes Vorbild
Reichsmarschall an Generaloberst v. Greim zur Verleihung der Schwerter
dnb. B e r 1 i n, 31. August. Der Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Reichsmarschall G ö r i n g, hat Generaloberst Ritter v. Greim, Oberbefehlshaber: einer Luftflotte an der Ostfront, zur Verleihung des Eichenlaubes mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ein in herzlichen Worten gehaltenes Anerkennungsschreiben übersandt, in dem er besonders die Kampferfolge der Generaloberst Ritter v. Greim unterstellten Luftwaffeneinheiten bei der Abwehr sowjetischer Durchbruchsversuche im Weichselkampfraum hervorhebt. Danach heißt es wörtlich weiter:
„Der- Führer hat jetzt Ihre hohen persönlichen Verdienste durch die Verleihung des Eichenlaubes mit Schwertern zum. Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes gewürdigt. Zu dieser hohen Tapferkeitsauszeichnung beglückwünsche ich Sie, mein alter treuer Kampfgefährte und ruhmreicher Jagdflieger des Krieges 1914/18, auf das herzlichste. Ich bin glücklich, daß ich in dieser schweren Phase unseres Schicksalskampfes einen Mann von Ihrer Energie und Ihrem Mut an verant
wortlicher Stelle weiß, der seiner Truppe in Kampf und Haltung ein leuchtendes Vorbild ist. Mein Dank und meine Anerkennung gelten aber zugleich auch den Ihnen unterstellten Verbänden und Flakeinbeiten, die sich großartig geschlagen haben.“
Eichenlaub verliehen
dnb. Aus dem Führerhauptquartier, 31. Aug. Der Führer verlieh am 27. August das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberst Rudolf Holste, Führer einer Kavalleriebrigqde, als 65t. Soldaten der deutschen Wehrmacht.
Der fünfte Neffe des Reichsmarschalls
Berlin, 31. Aug. . In den .Kämpfen an der normannischen Front fand Leutnant Helmut Göring, ein Neffe des Reichsmar- schal's, als Jagdflieger den Heldentod im Luftkampf. Der Gefallene ist der fünfte Neffe des Reichsmarschalls, der in diesem Weltkrieg sein Leben für Deutschland hingab. Er wurde auf einem Heldenfriedhof im Westen beigesetzt.
See maß <ue Haß
Von ’
Rraf. Dr. Johann von Leers -
Es gibt die törichte Theorie, daß England — gleich als ob England heute noch neben der USA eine selbständige Politik machen könnte — in keinem Falle etwa „dulden" könnte, daß Deutschland in die Hände des Bolschewismus fiele, so daß im Grunde jeder Erfolg der Sowjetarmeen gegen die Deutschen ein Mißerfolg Englands sei. Diese Theorie ist schon deswegen gefährlich, weil sie den Selbstbehaupturigswillen und die eigene Kraft unseres Volkes anzunagen geeignet wäre. Sie ist auch sachlich falsch und beruht auf ftiner Verkennung des englischen'Wesens.
In Deutschland bestand im ganzen 19. Jahrhundert eine Feindschaft gegen das Engländertuni nicht, eher eine gewisse Bewunderung für englische Großzügigkeit, koloniale ■ Leistung, weiträumigen Lebensstil und-englisches Selbstbewußtsein. Gerne wurde von Deutschen die Blutsverwandtschaft mit dem Engländertum auf dem Wege’ über die alten Angelsachsen betont, jeder deutsche Kaufmann, der in Afrika oder Asien einmal von einem englischen Konsul Beistand gefunden hatte, wurde zum Lobredner des Engländertums. In vielen Städten der Küsten Ostasiens- und Afrikas galt der englische Club als die erste und vornehmste europäische ■ Einrichtung, und viele Deutsche fühlten sich äufgestie- gen und avanciert, wenn sie ig' ihn hineinkamen, manche verengländerten ■ geradezu. Als im Burenkrieg größere Massen ' des deutschen Volkes die bfutale .und grausame Art Englands erkannten, galt dies sehr vielen Deutschen als eine Sentimentalität- und ein nicht reälpolitisches' Eintreten für eine gegen Großbritannien doch verlorene Sache. So manchen Deutschen steckte der Respekt vor den Engländern im Blut.
Aber keinesfalls hatten etwa die Engländer vor den Deutschen Respekt. In der englischen Geschichtsschreibung und im Geschichtsunterricht beginnt man nicht, mit. den Angelsachsen, sondern mit den keltischen Briten und mit der römischen Zivilisation. Eist diese beiden hätten die „barbarischen" und „wilden" Angelsachsen zivilisiert, erst das Christentum ihnen Menschlichkeit beigebracht. Ein’ deutlich antigermanischer Zug geht durch die englische Geschichtsschreibung vieler Autoren hindurch. Wenn man die deutschen Kaiser des Mittelalters in der englischen Schule nicht ganz verschweigen kann, so werden sie als zynische, blutgierige Tyrannen, Friedrich Barbarossa etwa nur als der Verwüster von Mailand, Heinrich VI. als der herzlose Kerkermeister von Richard Löwenherz dargestellt. Mit besonderem Haß wird die preußische Geschichte verfolgt, der Große Kurfürst als Gewaltmensch, Friedrich Wilhelm I. als „eine Kreuzung von Puck und Moloch", ja als menschenschindender Kobold, Friedrich der Große als Zyniker, vor allem aber Bismarck als der Ursprung des Übels dargestellt.
Während' manche Deutschen glaubten, daß der Hinweis auf eine in Wirklichkeit sehr entfernte Blutsverwandtschaft in England Sympathie hervorrufen würde, wirkte er im Grunde für die meisten gebildeten E n 'i)"r”rter — und die Massen haben ja in England kaum eine Meinung, sondern kauen ihre Zeitung nach — nur abstoßend. Hinzu kommt die englische insulare. Einstellung, die überhaupt unter den Ausländern keinen Unterschied macht: Franzose, Afghane, Deutscher,