Ausgabe 
(1.9.1944) 239
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3.30: Schöne Musä s Breslauer Rmj. -eitung von Ena Mozart und Sehe er. 20.15—22: „Von luder“, AusscWa s Rundfunks.

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Parteiamtliche Tageszeitung

; smtsblatt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

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der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblati des Reichsstatthalters in Oldenburg und Bremen

14. Jahrgang

Freiiag, 1. September 1944

Einzelpreis 15 Rpt

Im 6. Jahr: Ungebrochene Schlagkraft!

k der Schwelle des sechsten Kriegsjahres bewundern Freund und Feind die Tapferkeit des deutschen Soldaten und die Fähigkeiten der deutschen Armeeführer Umstellung unseres Kriegspotentials durch Rüstungsarbeit gigantischen Umfangs

Zeitung, N8.-G»| Bremen. Verlag» | : b e r g . Bremes 8 t ol sea berj : Preisliste Kr i!

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üsselbund in Le&| Hemmstraße, sburger Straße !1 Belohnung, geld, 2 Spartatt| abend Schule Sil azug. Waltjenstt. nderstiefel a. i Moselstr. Dt. Langemarckstr, 61 ids 7.11 Uhr im Zs n Handk. v. vatej Inh. ers. muß, sq g. gute Belohn, äahnhof Elsfleth, dem Wege von de 2 Strickjadcea. rugeben geg. Bel' rmaniastraße 56. te Leinenjacke '30. v. d. Baum' ückenstr. verl. Bc i. abzugeb. b. Fa raße 4911, icke am 26. -

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Rostocker Str.fr

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung Berlin, 31. Aug. An der Schwelle sechsten Kriegsjahres würdigen zahl­te ausländische Blätter rückschauend die Freianisse Es ist verständlich, daß im Vor­mund dieser Betrachtungen die gefähr- * Entwicklung im europäischen Kampf- steht. Wir selbst haben in den letzten Wochen immer wieder darauf hingewiesen, y| wir uns über die Härte des Kampfes und die Gefährlichkeit der wachsenden Be­ttung keinen Täuschungen hingeben.

Fresse der Deutschland verbündeten [,Jer kommentiert die Ereignisse in gleich iiener Sprache. Sie sieht, den Grund dieser Entwicklung in erster Linie in der Tatsache, ii der Feind die Gegensätze im eigenen »er zurückgest.ellt und seifte gesamte r'jterielle Macht aufgeboten hat, um zu­meist Deutschland auf die Knie zu zwingen, [rofz dieser Situation finden sich nur «igStimmen, die bereit wären, aus ihr eine Isutsche Niederlage vorauszusagen. Der lieieinstimmende Tenor geht im Gegenteil ja freund und Feind dahin, daß als wichtig­er Faktor der gegenwärtigen Kriegslage die ungebrochene deutsche Schlagkraft darstellt, zu der als die Unbekannte noch die aus den Maß- n der totalen Kriegführung ent­eilende Verstärkung des deutschen jriegspotentials hinzukommt. Selbst anglo-amerikanischen Betrachtungen allen durch eine kühlere und pessimisti- riiere Betrachtung der Lage auf.' Der USA- ienentator Schubert .schreibt, da die üealschen schon so schwer kämpften, um Frankreich zu verteidigen, so sei zu erwar- In, daß sie noch viel härter kämpfen wür- ia wenn der Krieg an die Grenzen des liiches getragen werden sollte.

Die „New York Sun“ meint, man dürfe ß großen Fähigkeiten der deutschen Ar- ^iiiirer nicht vergessen. Wieder andere teilen fest, daß es Eisenhower bisher noch jiffll gelang, auch nur eine der von ihm »lauten Zangenbewegungen gegen die irischen Truppen in Frankreich erfolgreich jfctauführen. Die portugiesische Zeitung «“endlich sagt, die deutsche Wehrmacht s keinerlei derartige Verluste erlitten, sie den Namen einer Niederlage recht­eren oder das Vorspiel zu einer Kapitu- a bedeuten würden. Die einzige Frage 3 das deutsche Volk Kräfte genug be- . um weiter durchzuhalten, auch wenn Feind an den Grenzen des Reiches er­eilen sollte.’

[hden englischen Betrachtungen domi- jü die Sorge vor dem Einsatz der deut- Geheimwaffen. 'In London be­ratet man den Kampf in Frankreich nicht ‘-üzt unter diesem Aspekt: Man zeigt sich «di bezeichnenderweise höchst reserviert Frage, inwieweit die Erfolge

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Wir können nur unterstreichen, was dar Sinn ^11 dieser Äußerungen ist, indem wir feststellen, daß die Entscheidungsschlacht auch in Frankreich noch nicht geschlagen wurde. Von einem „Sieg” könnte der Gegner jedenfalls erst dann reden, wenn sein Land­gewinn uns in unserer wirtschaftlichen oder ernährungsmäßigen Existenz so schwer ge­troffen hätte, daß wir den Krieg nicht weiter­führen könnten. Das aber ist nicht der Fall.

Das deutsche Volk steht im Gegenteil ge­rade jetzt in einer RUstungsarbeit so gigantischen Umfanges, wie sie die

Welt bisher noch nicht kannte. Die Früchte dieser Arbeit werden sich in dem Augenblick zeigen, den die deutsche Führung zur Ent­scheidung bestimmt.

Ausgleich an technischen Mitteln

h. Madrid, 31. Aug. Der militärische Mit­arbeiter der spanischen Zeitung „Informa- ciones" schreibt, über die Lage, dftr Alliier­ten in Frankreich, daß die militärischen Operationen auf dem französischen Kriegs­schauplatz keineswegs dazu berechtigten, irgendwie auch nur von der geringsten

Schwäche Deutschlands zu sprechen. Die | Kämpfe in Nordfränkreich hätten sich zu einer reinen Materialschlacht herausqebil- det. infolgedessen habe sich Deutschland zu einer Zurücknahme seiner strategischer Reserven auf günstigere Stellungen ent­schlossen, um dadurch Zeit zu gewin­nen, den erforderlichen Ausgleich an technischen Mitteln durchzufiihren Wenn man unter diesen Gesichtsnunkte: den Vormarsch der Westmächte betracht.- dann könne man nicht von strategische. Eigenerfolgpn der Westmächte sprechen.

Ostfront Iir«prsrhHttprJiC'h

U-Bootserfolge im Kanal und Indischen Ozear

Harte Kämqie in Frankreich — Feindlicher Großangriff an der Adriaküste — Terrorangriffe aut Bremen und Kie

dnb. Aus dem Führerhauptquar- tier,31. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Nördlich Paris wurde der Feind, der un­seren Absetzbewegungen scharf nachdrängt, zum Stehen gebracht. Gegen feind­liche Angriffskolonnen, die aus dem Raum Beauvais nach Norden stoßen, sind Ge­genangriffe angesetzt. Im Raum Laon—Reims stehen unsere Truppen in schwerem Kampf mit feindlichen Panzerkräften, die nach Nord­osten und Norden weiteren Geländegewinn erzielen konnten.

Im Rhone tal verstärkte sich der feind­liche Druck besonders gegen V a 1 e n c e. Alle feindlichen Angriffe wurden dort in harten Kämpfen zerschlagen.

Das Vergeltnngsfeuer auf London wurde bei Tag und Nacht fortgesetzt.

In Lt a 1 i e n trat der Feind an der Adria- tfschen Küste erneut 'auf breiter 'T'ronT’Zum Großangriff aif. Unter starkem Einsatz von Schlachtfliegern, Artillerie und Panzern und mit Unterstützung durch Seestreitkräfte

konnte er bei U r b i n o und bei B e s a r o örtliche Einbrüche erzielen. Durch unsere Gegenangriffe wurden die .eingedrungenen feindlichen Angriffsgruppen zerschla­gen. Südwestlich Pesaro halten in zwei Ein­bruchsstellen erbitterte Kämpfe an.

In Rumänien verstärkte sich der feind­liche Druck in Richtung auf Ploestl. An den Südostgrenzen Siebenbürgens wurden er­schlagen. An der übrigen Ostfront kam es gestern nur . nordöstlich Warschau zu neute heftige Angriffe der Bolschewisten zer- größeren Kampfhandlungen, wo der von den Sowjets erstrebte Durchbruch auf die Stadt nach Abschuß von 24 Panzern abermals ver­eitelt wurde.

Nordamerikanische Bomber führten unter Ausnutzung des für die Abwehr ungünstigen Wetters Terrorangrlffe gegen Bremen und Kiel. Weitere Angriffe feindlicher Bomber richteten sich (fegen einige Orte in Ungarn. In der vergangenen Nacht warfen einzelne britische Flugzeuge Bomben im Rhein- Main-Gebiet.

Im Kana] und im Indischen Ozean v e r senkten Unterseeboote in harte Kämpfen sechs feindliche Schiffe mit zusan men 36 000 BRT., einen Zerstörer sowie eine Bewacher und schossen ein feindliches Flu< zeug ab.

Besonders bewährt

dnb. Aus dem Führerhauptquar­tier, 31. August. Zum heutigen OKW.-Be- richt wird ergänzend mitgeteift:

Im Südabschnitt der Ostfront hat sich, das XXX. Armeekorps unter Führung des Gene­ralleutnants Postei mit der 306. Infan­teriedivision, 15. Infanteriedivision und 13. Panzerdivision in aufopfernden Kämpfen gegen überlegene feindliche Kräfte helden­mütig geschlagen.

Die schwere Heerespanzer-Jäger-Abtlg. 661 uaier Führung des Hauptnjanns. M.e rjj e n schoß im Laufe eines Tages 52 Panzer ab und trug dadurch entscheidend zu einem Abwehr­erfolg bei.

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Absetzbewegungen hemmen Umklammerung zuvor

Schlacht an der Westfront tobt mit wachsender Erbitterung - Zwischen Seine-Mündung und Marne-Kanal

ROSlu ^, ... _.,: r -% er fen im Westen dem Einsatz dieser Fettkarteu (3 © zuvorkommen können. Auch neu- Lemwerder. ™ tter wenden ihre Aufmerksamkeit

'Eier Frage um so mehr zu, als die Ent- , ze i3L daß' von alliierter Seite alle ‘-■•■ergreifenden Pläne zugunsten des einen

. _ _ .<**? . zur ückgestellt wurden, diejenigen

irigen Sota P®®* “fischen Küstenstreifen in die Hand zu >mens-bei lieb# ® u ® en , die angeblich die Abschußbasen B V 1 sind,

jeformaciones" sagt, wenn bereits die w . n “ 6r Lage sei, die Pläne umz-uwerfen i»8e' e an 9 lo-a merikamsche Führungf zu ;ancl r ^ er anzuspomen, so könne Ba F’ eicbt d ' e Wirkung der noch vor -auJ nsatz ste henden neuen deutschen ’'® ausmalen.

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"eitofiw'j kleine Erfindung die U-Boote ■Wronn j aussctla 'iete und damit eine Hg k. " er Kriegslage herbeiiührte, ge- !■» j. rt , l en die neuen deutschen Waf- ls »in 1 ~ e sein ’ dem Kriege neuer- cn völlig entgegengesetzten Ver­

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len S Rpf*i sche v °lk weiß, daß diese von Kriege« g 11 befürchtete Wendung des gelehrt j m „ men ' v * r d. Die Geschichte hat 'aiiier in a , die wirklich großen Ideen im dg» „, Cr , e iten Stunde geboren werden, asfgibt, r ° er ver l°ren ist, der sich selbst

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tl ' it der keic L e s im Westen, sondern »er z Weiten Geheimwaffe zusam .

wurden.

Drahtberieht unserer Berliner Schriftleitung

b. Berlin, 31. Aug. Die militärische Situa­tion in Frankreich hat trotz der räumlichen Ausweitung des Kampfgeschehens bei den Wesfmächten nicht jene Befriedigung her­vorgerufen, die von politischer Seite erwar­tet wurde. Man ist sich darüber im klaren, daß die Hauptkämpfe noch folgen werden, da die beiden großangelegten Zangenopera­tionen bei Falaise und vor dem Unterlauf der Seine picht den erwünschten Erfolg hat­ten. Solange es nicht gelinge, die deutsche Wehrmacht entscheidend zu schlagen oder zu vernichten, könne von einem Sieg noch nicht gesprochen werden, heißt es in einem für die USA bestimmten Kabelbericht aus London.

General Eisenhower, der nunmehr den Oberbefehl über sämtliche in Frankreich stehenden alliierten Truppen in seinen Hän­den hält, setzt deshalb immer erneut zu Umfassungsbewegungen an, um zu dem Raumgewinn den wesentlicheren Effekt einer Ausschaltung größerer deutscher Trup­penmassen zu erzielen. Hauptziel des Geg­ners ist es im Augenblick, die deutschen Absetzbewegungen in dem Raum zu stören, der im Norden durch die Küste, im Süden durch die Linie Laon — Reims — Chälons und im Westen durch die be­wegliche Front zwischen Seine und Somme gebildet wird. Nachdem die ameri­kanischen Divisionen aus dem Raum von Chälons an der Marne nach Norden und Nordosten einschwenkten, zeigte sich die Umfassungsabsicht sehr klar, so daß ein wei­teres Verharren der deutschen Truppen am Unterlauf der Seine unmöglich erscheinen mußte.

Von einem scharf nachdrängenden Feind gefolgt, der bei Beauvais einen tieferen Einbruch erzwingen konnte, vollzieht sich die deutsche Absetzbewegung in nordöst­licher Richtung, um als erstes die Li­nie Diepp e—B e au vai s—C ompiegne zu erreichen, die etwa parallel des Unter­laufes der .Somme verläuft. An der Küste bildet in diesem umrissenen Kampfraum der Hafen L e H a v r e einen Stützpunkt, wie Lo- rient und Brest auf der Bretagne-Halbinsel nach wie vor ihre verzögernde Aufgabe zu erfüllen vermögen.

Neben einer Großumfassungsbewegung, die aus dem Raum von Soissons nach Nordosten strebt, setzte Eisenhower. weitere Uberflügelungsbewegungen an, die von

Chälons aus nach Osten und Südosten fuh­ren, um einmal die erforderliche Flan­kendeckung für den nach Norden ge­richteten Stoß zu erreichen, zürn anderen aber den Anschluß an die Bewegungen im Rhonetal zu erzielen. Diese Bewegun- oen sind jedoch nur zögernd durchzuführen, da sie offene Flanken bieten, die jetzt frisch in diesem Raum eingesetzten deutschen Divisionen Emgreifmöglicbkeiten zur Ver­zögerung. der gegnerischen Operationen

bl In eI Südfrankreich stehen die deut­

schen Truppen in ihrer an das Rhonetal an­gelehnten planmäßigen Absetzbewegung im Raum von V a 1 e n c e. AA/enn auch dein Gegner eine schnelle Verbindung zwischen den beiden französischen Invasionsräumen erwünscht sein muß, da er auf diese Weise noch zu Abschneidungserfolgen kommen zu können hofft -- der Haüptteil der deut­schen Truppen aus dem Südwesten Frankreichs ist jedoch bereits einer der­artigen Absicht entzogen —, so lenkt er sein Hauptaugenmerk dennoch in den Invasionsraum Nr. 1, da sich hier das Kampfgeschehen einem Gebiet nähert, das nicht nur aus geographischen und strategi­schen Gründen hochbedeutsam, sondern auch Träger wichtiger Teile der F r_o n t - linien gegen England-ist.

Kampf um Karpatenübergänge

dnb. Berlin, 31. August. Der nördliche und mittlere Abschnitt der Ostiront steht weiter im Zeichen feindlicher Um­gruppierungen, zu denen sich die Bolschewisten unter der Wirkung ihrer Ver­luste gezwungen sahen. Die sowjetischen An­griffe wurden noch schwächer und be­schränkten sich auf vereinzelte schmale Räume. Soweit die Bolschewisten örtliche Angriffe einleiteten, werden diese allerdings nach wie vor mit großer Heftigkeit und unter Einsatz von Durchbruchswaffen geführt. Sie verfolgen jedoch vor allem den Zweck, un­sere Truppenzubinden und die Um­gruppierungen zn t a r n e n.

J Im rumänischen Gebiet nahmen die Abwehrkämpfe gegen die scharf nachdrän­genden Bolschewisten ihren Fortgang. Der Feind suchte besonders die Karpaten­pässe in seinen Besitz zu bringen, um unsern Truppen die Wege zu verlegen und in Ungarn einzudringen. Am Urje- tos-Paß sowie am Cyimes-Paß und am Au- rila-Paß kam es dabei zu heftigen örtlichen Kämpfen,, bei denen Deutsche und Ungarn die Bolschewisten abwiesen und ihnen hohe Verluste beibrachten, östlich des Bistri- z a - T a 1 e s wird noch heftig gekämpft. Dort haben sich die Divisionen des XXX. Armeekorps unter Generalleutnant Post e.l, die dem Feind bereits am unteren Dnjestr und Pruth schwere Verluste beibrachten, er­neut in harten, aufopfernden Kämpfen gegen den zahlenmäßig weit überlegenen Gegner mit großer Bravour geschlagen und an einem einzigen Tage nicht weniger als 92 Panzer vernichtet. Ebenfalls im Südabschnitt vernichtete die 2. schwere Heerespanzerjägerabteilung 661 unter Haupt­mann Mergen an einem Tage 42 Panzer. Iu der Walachei bewegen sich unsere Verbände zur Zeit unter Abwehr der schwer nach drän­genden Bolschewisten in Richtung auf die südlichen Karpatenübergänge.. Versuche des Feindfes, die Pässe zu sperren, scheiterten. Hierbei zersprengten unsere Sicherungsver­bände ein rumänisches Bataillon. Unsere Schlachtflieger griffen im rumänischen Raum feindliche Kolonnen und Truppenquartiere mit guter Wirkung an.

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An den Spuren des Kampfes vorbei eiler die H-Panzergrenadiere durch das Dorf, um Sicherung zu < beziehen. Nach erbittertem Widerstand wurden hier die Sowjets ver­lustreich hdnausgeschlagen.

Der Truppe ein leuchtendes Vorbild

Reichsmarschall an Generaloberst v. Greim zur Verleihung der Schwerter

dnb. B e r 1 i n, 31. August. Der Oberbe­fehlshaber der Luftwaffe, Reichsmarschall G ö r i n g, hat Generaloberst Ritter v. Greim, Oberbefehlshaber: einer Luftflotte an der Ostfront, zur Verleihung des Eichen­laubes mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ein in herzlichen Worten gehaltenes Anerkennungsschreiben über­sandt, in dem er besonders die Kampferfolge der Generaloberst Ritter v. Greim unter­stellten Luftwaffeneinheiten bei der Abwehr sowjetischer Durchbruchsversuche im Weich­selkampfraum hervorhebt. Danach heißt es wörtlich weiter:

„Der- Führer hat jetzt Ihre hohen per­sönlichen Verdienste durch die Verleihung des Eichenlaubes mit Schwertern zum. Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes gewürdigt. Zu dieser hohen Tapferkeitsauszeichnung be­glückwünsche ich Sie, mein alter treuer Kampfgefährte und ruhmreicher Jagdflieger des Krieges 1914/18, auf das herzlichste. Ich bin glücklich, daß ich in dieser schweren Phase unseres Schicksalskampfes einen Mann von Ihrer Energie und Ihrem Mut an verant­

wortlicher Stelle weiß, der seiner Truppe in Kampf und Haltung ein leuchtendes Vorbild ist. Mein Dank und meine An­erkennung gelten aber zugleich auch den Ihnen unterstellten Verbänden und Flakein­beiten, die sich großartig geschlagen haben.“

Eichenlaub verliehen

dnb. Aus dem Führerhauptquar­tier, 31. Aug. Der Führer verlieh am 27. August das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberst Rudolf Holste, Führer einer Kavalleriebrigqde, als 65t. Soldaten der deutschen Wehrmacht.

Der fünfte Neffe des Reichsmarschalls

Berlin, 31. Aug. . In den .Kämpfen an der normannischen Front fand Leutnant Hel­mut Göring, ein Neffe des Reichsmar- schal's, als Jagdflieger den Heldentod im Luftkampf. Der Gefallene ist der fünfte Neffe des Reichsmarschalls, der in diesem Weltkrieg sein Leben für Deutschland hin­gab. Er wurde auf einem Heldenfriedhof im Westen beigesetzt.

See maß <ue Haß

Von ’

Rraf. Dr. Johann von Leers -

Es gibt die törichte Theorie, daß England — gleich als ob England heute noch neben der USA eine selbständige Politik machen könnte — in keinem Falle etwa „dulden" könnte, daß Deutschland in die Hände des Bolschewismus fiele, so daß im Grunde jeder Erfolg der Sowjetarmeen gegen die Deutschen ein Mißerfolg Englands sei. Diese Theorie ist schon deswegen gefährlich, weil sie den Selbstbehaupturigswillen und die eigene Kraft unseres Volkes anzunagen ge­eignet wäre. Sie ist auch sachlich falsch und beruht auf ftiner Verkennung des englischen'Wesens.

In Deutschland bestand im ganzen 19. Jahrhundert eine Feindschaft gegen das Engländertuni nicht, eher eine gewisse Be­wunderung für englische Großzügigkeit, koloniale ■ Leistung, weiträumigen Lebens­stil und-englisches Selbstbewußtsein. Gerne wurde von Deutschen die Blutsverwandt­schaft mit dem Engländertum auf dem Wege’ über die alten Angelsachsen betont, jeder deutsche Kaufmann, der in Afrika oder Asien einmal von einem englischen Konsul Beistand gefunden hatte, wurde zum Lobredner des Engländertums. In vie­len Städten der Küsten Ostasiens- und Afri­kas galt der englische Club als die erste und vornehmste europäische ■ Einrichtung, und viele Deutsche fühlten sich äufgestie- gen und avanciert, wenn sie ig' ihn hinein­kamen, manche verengländerten ■ geradezu. Als im Burenkrieg größere Massen ' des deutschen Volkes die bfutale .und grausame Art Englands erkannten, galt dies sehr vie­len Deutschen als eine Sentimentalität- und ein nicht reälpolitisches' Eintreten für eine gegen Großbritannien doch verlorene Sache. So manchen Deutschen steckte der Respekt vor den Engländern im Blut.

Aber keinesfalls hatten etwa die Engländer vor den Deutschen Respekt. In der eng­lischen Geschichtsschreibung und im Ge­schichtsunterricht beginnt man nicht, mit. den Angelsachsen, sondern mit den keltischen Briten und mit der römischen Zivilisation. Eist diese beiden hätten die „barbarischen" und „wilden" Angelsachsen zivilisiert, erst das Christentum ihnen Menschlichkeit bei­gebracht. Ein’ deutlich antigermani­scher Zug geht durch die englische Ge­schichtsschreibung vieler Autoren hindurch. Wenn man die deutschen Kaiser des Mittel­alters in der englischen Schule nicht ganz verschweigen kann, so werden sie als zynische, blutgierige Tyrannen, Friedrich Bar­barossa etwa nur als der Verwüster von Mailand, Heinrich VI. als der herzlose Ker­kermeister von Richard Löwenherz darge­stellt. Mit besonderem Haß wird die preu­ßische Geschichte verfolgt, der Große Kurfürst als Gewaltmensch, Friedrich Wil­helm I. als „eine Kreuzung von Puck und Moloch", ja als menschenschindender Kobold, Friedrich der Große als Zyniker, vor allem aber Bismarck als der Ursprung des Übels dargestellt.

Während' manche Deutschen glaubten, daß der Hinweis auf eine in Wirklichkeit sehr entfernte Blutsverwandtschaft in England Sympathie hervorrufen würde, wirkte er im Grunde für die meisten gebildeten E n 'i)"r”rter — und die Massen haben ja in England kaum eine Meinung, sondern kauen ihre Zei­tung nach — nur abstoßend. Hinzu kommt die englische insulare. Einstellung, die über­haupt unter den Ausländern keinen Unter­schied macht: Franzose, Afghane, Deutscher,