Ausgabe 
(30.8.1944) 237
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parteiamtliche Tageszeitung

0flS flcitsblat des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

m

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblati des Reichsstatthaliers n CVdenburo und cremen

Nr. 237

14. fahrgana

Mittwoch, 30. August 1944

Einzelpreis 15 Rpt.

Japan verneigt sich vor dem deutschen Kampfgeist

a Waffenbrüderschaft enger und herzlicher Gemeinsame Entschlossenheit zur Vernichtung des Gegners

Eigener Funkbericht

en Tokio, 29. August.Wir glau- ben fest daran, daß das deutsche Volk da s ufer des Sieges er­reichen wird", schreibtTokio Schim- tai" die große japanische Zeitung, am Dienstagnachmittag in einem Leitartikel ter der UeberschriftEine Botschaft an das deutsche Volk".

In seiner langen Geschichte habe das deutsche Volk immer wieder gezeigt, daß seine Schlichtheit, Widerstands­kraft und Ausdauer auch in schweren Stunden ihren höchsten Ausdruck fanden. Das Kennzeichen des deutschen Volkes, das seine ganze Geschichte durchlaufe, sei seine unerschütterliche Tapferkeit Man erwarte, so betont das Blatt,' daß Deutschland die übermäßig angespannten Kampffronten der Amerikaner, Engländer und Sowjetrussen zerschlagen werde. Es sei sicher, daß das Führergenie Adolf Hitlers und die kühnen innenpolitischen Maßnahmen durch Reichsminister Dr. 'Goebbels den Weg bereiten würden, um gegenwärtige Lage zu meistern. Der Be­

ginn des sechsten Jahres des europäischen Krieges könne zu Vergleichen zwischen der jetzigen Lage und derjenigen bei Ausbruch des Krieges verleiten. Es sqi jedoch heute keine Zeit für sentimentale Gefühle. Das deutsche Volk werde dazu keine Muße haben.

Wir sprechen dem deutschen Volk un­sere höchste Achtung aus für seinen inmit­ten der schwierigen Zeiten zunehmenden wachsenden Kampf geist. Wir ver­neigen uns vor der unbezwing­baren B e g eis t cs r un g des deut­schen Volkes, das entschlossen ist, dem Feind bis zum letzten zu widerstehen".

Das Blatt betont abschließend, daß Japan angesichts der Lage im Pazifik, die Bande, die den Europa-Krieg mit dem G r o ß - ostasienkrieg verknüpfen, stärker als je empfindet, und versichert, daß Japan nur darauf warte, die Offensive erneut zu er­greifen. Japans Glaube an den Endsieg sei vollkommen unerschüt­terlich.

Wir möchten dem deutschen Volk ver­sichern, daß unsere Waffenbrüder­

schaft enger und herzlicher als je zuvor ist. Obwohl die Kampffronten voneinander weit entfernt sind, vereint uns die Ent­schlossenheit, den Gegner vernichtend zu schlagen. Laßt uns Zusammenhalten, bis der Endsieg im gemeinsamen Kampf errungen ist.

Japanisches Ausnahme-Kriegsbudget

1 Eigener Bericht

ep. Tokio, 29. August. Der Zusammentritt des japanischen Reichstages am 6 . Septem­ber beschäftigt die japanische Oeffentlich- keit sehr. Die Regierung wird wahrschein­lich nur eine einzige Gesetzesvorlage vor­legen, und zwar die zur Annahme des zu- sätzlicheiji Ausnahme-Kriegsbudgets. Fünf volle Tage, vom 6 . bis zum 11. September, werden zur Diskussion und Annahme dieser Vorlage bestimmt. Es' steht fest, daß dieser zusätzlich^ Haushaltsplan die Verwirk­lichung des Programms für erhöhte Muni­tionsproduktion, besonders auf dem Gebiete der Flugzeugindustrie! finden soll.

Schwere Abwehrkämpfe an Seine und Marne

tapferer Widerstand der Besatzung von Marseille Angriffe in Italien erfolglos - SowietangriHe zerschlagen

Erh. Meyer, l ; t Am .Markt Lager: Hohen e 11 a.

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. und Klempc Die Mitglieder.:: rch Flieger»? de, werden Ha sich -an K I. 44, irr der® ir in der Leide, 1 -a zu melde mann, Europa!*) raße 9, Rnf ', lannhake, Helfe)

dnb. Aus dem Führerhauptquar­tier, 29. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

An der unteren Seine wurde die Masse unserer Truppen auf das Nordufer des Flusses zurückgenommen. Nachdrängender Feind blieb im Abwehrfeuer liegen. Vor­stöße des Gegners aus seinen Brücken- höpien nordwestlich Paris heraus wur­den zum Stehen gebracht Unsere Stütz- punkte in der Stadt sind nach tagelangem, schwerem Kampfe der feindlichen Ueber- wacht erlegen.

Oestlich Paris hat der Gegner nunmehr mi breiter Front nach Norden eingedreht, über die Linie ChalonsfChateau Ihierr y in unsere Südflanke zu stoßen. An der Marne sind heftige Kämpfe mit den Icindlkhen Vorhuten entbrannt.

Die Besatzung von Marseille leistete i Hafen auf engem Raum zusammenge- üegt, dem Feind weiterhin tapfer Wider-

Planmäßige Absetzbewegungen in Frankreich

khnenste//ungen in Seinesdhleiten Angriff auf Brest gescheitert - Feindselige Haltung rumänischer Truppen

in Rhone tal setzten sich unsere Trup- h» befehlsgemäß nach Norden ab.

Hn Verband schwerer Kampfflugzeuge

_ _® ,ie in der vergangenen Nacht einen zu-

jetzt St.-Pa* anengefaßten Angriff gegen den feind- her 2 56 05.

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Im Seegebiet nördlich Le Havre ver­senkten' Sicherungsfahrzeuge nach hartem Gefecht mit einem von Zerstörern und Schnellbooten gesicherten Kreuzer ein feindliches Schnellboot. Ein eigenes Boot ging hierbei verloren, zwei andere wurden beschädigt

Durch besondere Kampfmittel der Kriegs­marine wurde vor der südfranzösischen Küste erneut ein feindliches Artillerie- Schnellboot und ein Bewacher .sowie eine, kleinere Einheit nicht erkannten Typs ver­senkt.

London und seine Außenbezirke liegen weiterhin unter dem Feuer der V 1.

In 11 a 1. i e h setzte der Feind seine star­ken Angriffe im Adriatischen Küstenab­schnitt während des ganzen Tages fort, konnte aber in den verlustreichen Kämpfen nur wenig Boden gewinnen.

In Rumänien kämpfen unsere Ver­bände beiderseits des unteren Pruth wei­ter gegen den von allen Seiten anstürmen­den Feind. Südwestlich des unteren Sereth fiel B u z a u nach hartem Kampf in die Han' der Sowjets. 27 feindliche Panzer

wurden hierbei abgeschossen. Im Südteil der Ostkarpaten sind im ungarischen Grenzgebiet heftige Kämpfe, deutscher und ungarischer Truppen gegen vordringende sowjetische Kampfgruppenm Gange.

Von den Wals-Karpaten bis zum Finnischen Meerbusen kam es gestern nur im Weichselbrückenkopf westlich Bara- n o w, im Raume westlich O s t r o w, nord­westlich M o d o h n und im Raume von Dorpat zu größeren Kampfhandlungen. In, diesen. AhschnUien wucdeiy Angriffe zerschlagen und die Sowjets an mehreren Stellen im Gegenangriff zurück­geworfen. Nur vereinzelt gelang Omen ge­ringer Bodengewinn.

Nordamerikanische Bomber griffen meh­rere Orte im Großraum von Wien und Ungarn an. Vorstöße feindlicher Jagd­flieger richteten sieb außerdem gegen west­deutsches Gebiet

ln der Nacht warfen einzelne britische Flugzeuge Bomben auf Städte im Rheinland und in Westfalen.

Luftverteidigungskräfte schossen fünfzehn feindliche Flugzeuge, darunter dreizehn vier­motorige Bomber, ab.

Berlin, 29, August. Zwischen »ne-Mündung und Paris hielten die 1. ka- Wische, die 2 . britische und die 1 . nord- ®erikanische Armee am Montag ihren Rick aufrecht. Trotz Unterstützung durch «weiche Bomber und massierte Artillerie- erbände konnte der Feind westlich Rouen sein sich allmählich verkleinernden Brük- enkopf nicht eindrücken. Unsere Truppen » ? e# , sictl vor den zahlreichen Seine- hra u '* en * n Sehnenstellung fest, u den vors tofienden Kanadiern er- 1 c® Verluste an Menschen und Pan- fcjj' un d sicherten dadurch das Abflie- aer freiwerdenden Kräfte nach Osten, j 7, raind versuchte durch Luftangriffe Lebersetzverkehr über die Seine zu nti. Die dadurch erzwungenen Pausen * e ?. a ^ er fl ür von kurzer Dauer, da un­ter b 10 ® 61 ' un( t Marinee-inheiten trotz star- ail i esc husses immer wieder die Brücken Köln ser * en so rtaß weitere Truppen und nnen öas östliche Flußufer erreichten.

flußwSi^ ^ l.k e 11 f wurden die in einer silier j über 9 es etzten Kanadier vor «trichtt del schmalen Stelld des Flußbogens 1500 - -Jseits iJ n A Sp , erre übgefangen, und beider­lei' über d 0 S Ande lys kamen britische Kräfte in. v, n b'erstreifen überhaupt nicht hin- ernon und Man t e s

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#e » n e j Feind geringfügig Boden gewin- k a ^ er durch angelaufene Ge- »ird, be feits wieder streitig gemacht

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w re Sperrlinien enera '"geblich.

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aufzubrechen, blieben, örtlichen Einbruch abgesehen,

Sei ne-Abschnitt zwischen und Paris hat sich somit wei- starken feindlichen

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UMew,^ iderstand unserer Truppen an e: Fei nr j lne auszuschalten, verlagerte Drifte an j as Schwergewicht seiner An- S. Hi», tu bäarnebogen östlich . n 'sch e v!_ e b eri zur Zeit drei nordameri-

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em viertes bei T r o y e s ipr , Angriff. Die Angriffe, die m. dje r . Derei ts über die Marne hinaus Send von Villers-Cotterets und S o i s s o n sR e i m s führ- Versuch dar, den nicht zu brechenden

»n im ^ Straß,

Widerstand unserer Truppen - dadurch zu überwinden, daß sie durch großangelegte Flankenoperationen zu Absetzbewegungen gezwungen werden sollen.

Mit besonderer Verbissenheit kämpften unsere Truppen außer an der Marne selbst an der Ouro, am Morin, an der Vaure und an der Aube. Die Kämpfe konzentrierten sich dabei vor allem auf die an den Fluß­übergängen liegenden Ortschaften. Meaux, La Ferte, Chateau - Thierry, Montmirail,

Sezanne sind einige dieser Punkte, bei denen die Nordamerikaner das Aufbrechen unserer Sperren jedesmal mit schwersten Verlusten bezahlen mußten. Diesseits der Marne haben unsere Truppen in den Räu­men von Epernay und Vitry-le-Francois Brückenköpfe gebildet, aus denen sie die Flanken der vorgedrungenen feindlichen Panzerspitzen bedrohen. Unsere Gegen-; maßnahmen zwangen den Feind zur Zurück­nahme einiger vorgeprellter Aufklärungs-

Der Führer ehrte Nahhämpfer

Sie erhielten aus seiner Hand die Goldene Nahkampispange

dnb. Berlin,- 29. August. Aus dem Führer­hauptquartier geht der deutschen Soldaten­zeitungFront und Heimat ein Bericht über die Auszeichnung von 14 Nahkämpfern durch den Führer zu. In dem Bericht heißt

es;

Der Führer empfing am 27. August in seinem Hauptquartier 14 Soldaten des Hee­res und der Waffen-##, denen kürzlich als ersten Angehörigen der deutschen Wehr­macht die Goldene Nahkampf­spange verliehen wurde. Der Führer über­reichte diesen Soldaten selbst die hohe Aus­zeichnung, die wie keine andere die höchste Anerkennung für den persönlichen Einsatz in mehr als 50 Nahkampftagen darshpllt.

Folgende Soldaten erhielten aus der Hand des Führers die Goldene Nahkampfspange: 1. Oberleutnant Rudolf Becker, aus Kö­nigsberg 2 ##-Obersturmführer Julius Weck, aus Bühlertal (Baden). 3. ##-

Untersturmführer Wilhelm S c h a s cj» e, aus Villach (Kärnten). 4. Oberfeldwebel Georg Aniol, aus Beuthen. 5. Oberfeld­webel Franz Ingenbrand, aus Lands­berg (Warthe). 6 . Feldwebel Kurt Bu­schenbeck, aus Marienberg. 7. Feld­webel Karl Hornberger, aus.Hartmanns­öd. 8 . Feldwebel Benno Paffrath, aus Wuppertal-Vohwinkel- 9. Feldwebel Franz Schmid, aus Aislingen. 10. Unteroffizier Johann Friedberg, aus Steckerau bei Wien. 11. Unteroffizier Anton Hermann, aus Krentnitz. 12. Unteroffizier Oskar M e n z, aus Günthersberg. 13. Unteroffizier Hans Georg R u s d o r f, aus Gördeforst. 14. Unteroffizier Fritz WiUno, aus Klein- leitzkau.

Die Nahkampfspange wurde vom Führer am 25. November 1942 als Zeichen der An­erkennung für den mit der blanken Waffe und Nahkampfmitteln Mann gegen Mann kämpfenden Soldaten und als Ansporn zu höchster Pflichterfüllung gestiftet. Für 50 derartige Nahkampftage verleiht der Führer die Goldene Nahkampfspange, deren Ueber- reichung er sich persönlich Vorbehalten hat. Schon aus dieser Tatsache geht die hohe Bedeutung dieser Auszeichnung hervor, da der Führer sonst nur Auszeichnungen vom Eichenlaub an persönlich überreicht. Etwa 50 Goldene Nahkampfspangen sind bereits verliehen worden, von denen nur die ersten vierzehn diese Auszeichnung erhielten, wäh­rend die übrigen zur Zeit an der Front un­abkömmlich sind oder im Lazarett der Aus­heilung ihrer Verwundung entgegensehen.

Oberleutnant Rudolf Becker meldete als Rangältester dem Führer seine angetre­tenen Kameraden, die durchweg Inhaber des Silbernen oder Goldenen Verwundetenab­zeichens sind, darunter ein Beinamputierter. Sie sind sämtlich Träger des Deutschen Kreuzes in Gold und zwei des Ritterkreuzes zum Eisernen Kreuz.

Der Führer begrüßte jeden einzelnen von ihnen mit Handschlag und überreichte ihnen dte Nahkampfspange. Er sprach dar­aufhin längere Zelt mit den Soldaten über diese einzigartige Kriegsauszeichnung, de­ren wahre Bedeutung man erst nach dem Kriege schätzen lernen werde, well sie jene Soldaten kennzeichne, die sich immer wie­der, auch in schwersten Krisenzeiten, dem Feind entgegenwarfen und im letzten Ein­satz sich stets behaupteten.

gruppen. Eigene Panzerkräfte gingen wei­ter südlich zu Gegenangriffen über und drückten das über T r o y e s hinaus vorgedrungene nordamerikanische, Korps bis in den Raum hart östlich der Stadt wie­der zurück. Zur Unterstützung der angelau­fenen Gegenmaßnahmen griffen starke Kampffliegerverbände in der Nacht den feindlichen Nachschubstützpunkt Melun an. In mehreren großen Explosionen flog ein Munitionslager in die Luft.

, Auch im südfranzösischen Raum ging der Bewegungskrieg weiter. Der von Grenoble aus vorstoßende Gegner hat sich bis an die französisch-schweizerische Grenze vor­schieben können. Es geschah dies jedoch ohne Kampf, denn dieses Gebiet wurde von unseren Truppen bereits vor einiger Zeit geräumt. Der von Süden aus im Rhone-Tal aufwärts vordrängende Feind erreichte mit seinen Spitzen den Raum südlich und süd­östlich V a I e n c e , wo seine Aufklärungs­kräfte blutig abgeschlagen wurden. Von Panzerverbänden geschützt, verlaufen die Absetzbewegungen im Rhone-Tal weiterhin planmäßig.

An der südfranzösischen Küste ist der Feind durch den erheblichen Widerstand unserer Stützpunkte so gefesselt, daß er weder nach Westen noch nach Osten we­sentliche Bewegungen durchführen konnte. In den Bergen nordöstlich Nizza hatte die vorfühlende feindliche Aufklärung durch Minen- und Feuerüberfälle wieder empfind­liche Verluste. ,

Ebenso wie die auf engem Raum zn- sammengepreßten, aber immer noch helden­haft kämpfenden Verteidiger von Mar­seille und die in ihrem Widerstandswillen ungebrochenen Marineartilleristen von C e cembre schlug die Besatzung von Brest den Ansturm der Nordamerikaner blutig ab. Die Veriuste der .Nordamerikaner und Gaul­listen waren erheblich. Das Ringen um die Halbinsel Amorque und Brest geht mit wach- «aÄder.vHaitiglsqU.Jj^itöbBwrrn - -

Der Ablauf der ÖperaÜonen im Mittel­und Nordabschnitt der Ostfront bestä­tigte weiterhin die Richtigkeit der deutschen Taktik, dem Feind durch zähen Widerstand einen solchen Verschleiß an Kräften auf­zuzwingen, daß er seine Stoßverbände immer sparsamer einsetzen muß. Ihr Anrennen ge­gen unsere Stellungen wurde fühlbar schwä­cher. Dieses Ablaufen der feindlichen An­griffe ist die Folge der. ungewöhnlich hohen Veriuste der letzten Zeit Vor weiteren An­griffsoperationen, die sicherlich folgen wer­den, ist deshalb für die Sowjets ein Auf- frischen and Ordnen ihrer Verbände not­wendig geworden.

Unsere Scharfschützen hatten bei den Kämpfen am großen Weichselbogen viel­fach besondere Erfolge. So schoß bei D e - b i c a der Grenadier Karl Scheuter bei der Abwehr eines Angriffs 35 Sowjets ab. Nachträglichen Meldungen zufolge vernich­teten unsere Jäger und Flakartilleristen am Sonntag im baltischen Raum und im Weich­selbogen 57 Sowjetflugzeuge. Am Montag brachten sie nach bisher noch unvollstän­digen Meldungen weitere 17 zum Absturz.

Im rumänischen Raum stehen un­sere Truppen beiderseits des unteren Pruth in heftigem Abwehrkampf gegen die von allen Seiten andrängenden Bolschewisten, die dank des königlichen Verrats in kurzer Zeit Beßarabien und die Moldau über­schwemmen und nach Ueberwindung des Donaudeltas bereits am Nordrand der Do- brudscha stehen., Auqh den Zutritt zur Walachei, dem Keriiland Rumäniens, haben sie sich geöffnet)

Die feindliche Haltung rumänischer Ver­bände gegen unsere Truppen hat stellen­weise zugenommen, wenn es auch bisher nicht zu Kampfhandlungen größeren Aus-' maßes gekommen ist. Rumänische Flakab­wehr trat gegen unsere Flieger in Tätigkeit, und nördlich Ploesti entwickelten sich Feuergefechte zwischen unseren Flakge­schützen und vorfühlenden rumänischen Panzern. Weitere Aktionen, an denen auch rumänische Gebirgsjäger beteiligt waren, richteten sich gegen deutsche Dienststellen im Raum von Kronstadt und die dor­tigen Karpatenpaßstraßen.

Wo immer rumänische Truppen uhsere Bewegungen zu stören versuchten, traten ihnen deutsche und ungarische Verbände mit unnachsichtlicher Härte entgegen.

Die Schwerter verliehen

dnb. Aus dem Führerhauptquar­tier, 29. August. Der Führer verlieh am 28. 8 . 44 das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Gene­raloberst Ferdinand Schörner, Oberbe­fehlshaber der Heeresgruppe Nord, als 93. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Am gleichen Tage verlieh der Führer das Eichen­laub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, an: ff-Obeygruppenführer und General der Waffen-## Willi Bittrich, Kommandieren­der General des II. f#-Panzer-Korps, als, 563. Soldaten der deutschen Wehrmacht.

leon öegrelle ausgezeichnet

dnb. Aus dem Führerhauptquar­tier, 29. August. Der Führer hat dem Kom­mandeur der 5. ff-Freiwilligen-Panzer-Brigade Wallonien, ff-Sturmbannführer Leon Dd- grelle, das Eichenlaub zum Pinp*-Vreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.

Schafft der Fron! die besten Waffen

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Von

Hauptdienstleiter Dr. Th. Hupfauer,

Leiter des Amtes Soziale Selbstverantwortung . io der DAF.

Wir kennen die Jahre 1933 bis 1939 als die Zeit eines großen sozialen Fortschritts. Nicht nur Gesetze und Verordnungen haben dem Arbeitsleben eine vom Gedankep der Gemeinschaft beherrschte und damit auch gemeinnützige Ordnung gegeben, sondern die gemeinschaftsverpflichtende Haltung, die soziale Selbstverantwortung' hat das Leben unserer Schaffenden nach Jahren eines gewaltigen sozialen und wirtschaft­lichen Niederbruchs wieder lebenswert ge­macht und damit zugleich Kräfte ausgelöst, die beste Garantie für einen weiteren sozia­len und wirtschaftlichen Aufstieg wurden. Alle und die besten Leistungskräfte wird immer nur die Staatsführung mobilisieren, die ihren Auftrag darin sieht, für das Volk die Lebens- und Arbeitsgrundsätze festzu- legen, ihre Verwirklichung jedoch in ein klar gelenktes, selbst- und mitverantwort­liches Handeln aller Volksgenossen legt und damit zwangsläufig alle im Volkskörper vor­handenen positiven Kräfte zum Ansatz bringt.

Der Krieg verlangt ein Höchstmaß an Mo­bilisierung dieser in derSelbstverantwor- tung" liegenden nahezu unerschöpflichen Kraft. Reichsminister Spee hat sich diesen Grundsatz zu eigen gemacht und eine Orga­nisation der industriellen Selbstverantwor­tung aufgebaut, welche im bisherigen Ver­lauf des Krieges auch schwierigsten Situa­tionen gewachsen war und auch bleiben wird. Jede Selbstverantwortung ist Ausdruck großen V ertrauens seitens der Führung gegenüber den Volksgenossen bzw. deren Organisationen und Institutionen. Die Ge­genleistung ist nur möglich durch eine ent­sprechende Haltung, d. h. i eine vollwertige Erfüllung der Verpflichtung, die aus der Selbst- und Mitverantwortung des einzelnen den Interessen der Volksgemeinschaft ge­genüber erwächst. Eine Haltung, die heute .nur darin ihren Ausdruck finden kann, daß jeder auf seinem Posten seine beste Lei­stung vollbringt und seinen kriegswichtigen Auftrag unter Einsatz seiner ganzen Lei­stungskraft kompromißlos erfüllt. Jeder kennt ja den Sind dieses Krieges und die Folgen seiner Entscheidung. Jeder wird da­her mit Näherrücken dieser Entscheidung auch alles tun, um die Grundlage für einen deutschen Sieg zu schaffen.

.Heute marschiert das deutsche Volk im totalen Krieg- Wir nutzen alle Möglichkei­ten, die geeignet sind, die Front selbst an Mannschaften zu verstärken, ihr in jeder geforderten Zahl Kampfmittel zuzuführen und zu diesem Zweck auch durch Einbruch m die unproduktiven Arbeitskraft­bestände jien produktiven Sektor un­serer Rüstung und sonstigen Versorgung schnell und erheblich zu stärken. Dabei ist es selbstverständlich, daß auch hier die Selbstverantwortung ein wesentliohes Ge­staltungselement ist, denn die Einsatzbereit­schaft und der Wille eines jeden Einzelnen zum wifksamsten Kriegsbeitrag sind letzten Endes ausschlaggebend für die Sicherstel­lung deä geplanten Erfolges.

Wenn auch die Maßnahmen des Reichs­bevollmächtigten für den totalen Kriegs­einsatz Zug um Zug unsere Rüstung und Kriegsproduktion kräftemäßig stärken, So wollen wir jedoch nicht Vorbeigehen an all den Möglichkeiten, die heute noch jedem selbstverahtwortlich handelnden Be- t r i e b s führer sowie betrieblichen Unter; führer und auch jedem Gefolgsmann zur