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parteiamtliche Tageszeitung
Ämishiat* des Regieren den Bnrgermeislers der Freien Hansestadt Bremen
Geschäftsstellen;
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der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches V^kunduiissblcit 1 des Bei chsstotthcilters s O deuburc and trsinec
«SSs^NiS»
14. fahjgano
Montag, 28. August 1844
Einzelpreis 15 Rpi
NfeiSi
König Michael will fliehen
&>*^ s tjnfähig zur Auf r echter ha/tung der Ordnung im Lande — Bereitschaft zur Auslieferung an„den Bolschewismus
dt® Slrif.
~ “ juahtbericht unserer Berliner Schrifüeitimg
JJsjerriTJi k Berlin, 27. August. Die innere Lage 7 ^. j B mänien wird dadurch charakterisiert,
j es der Verräterregierang bisher nicht Ws «sf lang, eine Ordnung im Lande wieder ein- « 1 * wSJ r |fiiren oder auch nur antrechtruerfaalten. 1 »este^rgf e von den Regierungen inspirierten J*d bei»--.-, «sekommentare in London und Washing- lassen beute keinerlei Zweitel darüber, ^ ad »*-ft rB 5 die Westmächte den Bolschewt- Sr»b. - en völüg freie Hand in Rumä- » wDa'” i ' en nnd fiberhan P* anf Hem ß 3 * 30 fle- L FÄrf^T^ sen haben
* Wwl-HaLVon sowjetischer Seite wurde heute erhole. darauf aufmerksam gemacht daß die
nrse Anfang jjäterregierung Michaels keinesfalls auf lnaklJ!e W wbjfenslilisSandsbedingungen hoffen könne.
Anoeifcj a fc, viplleichi irgend einmal in früherer Zeit Voraussetzung eines rumänischen Ab- yon Deutschland angedeutet wurden. Fra,. , sowjetische Regierung werde die Maß-
• möchte ca:--taten ergreifen, die in Moskau für richtig = Hera kä j yten würden Die britische Regierung Je EhsfaaaSi jg te 5 i c h zu bestätigen, daß die West-
^ *üe keinerlei Einspruch erheben würden, ge^hfi , . idem die sowjetischen Bedingungen — efcumiscfeä'ea e'sie auch ausfaUen werden — auf jeden we Ms 40 j. i, I, am mit Churchill zu sprechen, als Angeh. 4 . VC 1: iffig gerecht" empfinden würden.
- Br.-Vegaai Ke ersten sowjetischen Waffen- m. 23 J_ !7)- |llstandsbedingnngen wurden Ssch. ebes a .-, 4 h sowjetischen Regierung am 12. April «■- sp. Her. ’:fbr 1 M j| er j, sie waren in sechs Punkten zn- Znschr. ■; : Bm 5 n g e fa 8 t und werden Ton den „Basler Sek »L - ^ ' «Wehten" auf die kurze Formel gebracht: ^ hedingungslose Kapitulation, 2. bedin- ischr. e*t s £: igslose Kapitulation, 3. bedingungslose ^ pi bilatiODi
r m Giiidittnic einzelnen Nuancen dürften als unwe-
Heirii
dnb. Aus dem Führerhauptquartier, 27. August. Das Oberkommando der ■Wehrmacht gibt bekannt:
Westlich der unteren Seine schlugen unsere Nachtruppen zahlreiche Angriffe des scharf nachdrängenden Feindes ab. Aus seinem Brückenkopf nördlich Maates heraus führte der Gegner stärkere Angriffe, konnte jedoch nur geringfügig Boden gewinnen.
ln Paris haben sich die erbitterten Straßenkämpfe jetzt auch in den Nordostteil der
_ Stadt und die Außenbezirke verlagert. Durch
beb Ha» angesehen werden, da sie lediglich den erbitterten Widerstand unserer Sifltz-
” jaESfCTr"# Schnörkel zu dieser Grundlage bilden, punkte in der Stadt erleidet der Gegner lau- —a trrte eia abschwächendes Moment in sich *' ’ 1 —i--»-.
Srifiea
1 « KasssiöSs i bergen, Moskau forderte den Bruch mit, 1 Bn&s ca! h -gtsdriasd und den g emeinsam en Kampf lasse in to s remänischea Armee mit den sowjeti- Andalt is Truppen. Des weiteren wird die w-jiitie Schadensersatzforderung worge- ^ sofortige Rückkehr aller Kriegs- Jsrift 6 ^ z* 11 *! Zivil internierten auf ein-
achse:. Grundlage. Es entspricht der sowje-
Ba-EjprrtäÄ --*1® Taktik, in diese Bedingungen einige straSe 6 msen über die "sogenannte Achtung der e> vffl. ftt paoreräaität Rumäniens einfließen zu 1 spaia! J^issea. Sätze, die völlig undiskutabel sind, all und ö**t die Hauptforderung lautet: „Sicherstel- :erer -jg der Freizügigkeit auf dem rumänischen
naal r > y^^WtoEOB für alle sowjetischen Truppen 2a U£t AB "g» i 05 * f ® 1 <0® verbündeten Truppen, sich PWsdaisa ? b- jeder Richtung zu bewegen, wenn
h ^ffitärisdm Lage erforderlich
‘ c a u ^tis sollte, wobei die rumänische Re- jegliche Unterstützung durch
je unter U Sw
Verkehrsmittel zu Wasser, zu Lande aach in der Luft erweisen muß!
Der Waffenstillstand bedeutet also die Oeffnung der Tore Rumäniens für die Flut der sowjetischen Truppen, deren Aufenthalt sich natürlich nach bolschewistischem Muster vollziehen wird. Es ist klar, daß sich die Bolschewisten nach einer Besetzung Rumäniens nicht an die übrigen Einschränkungen erinnern werden, die von der Souveränität des Landes sprachen.
Der verräterische König hat sich mit allen Bedingungen, die von den Sowjets gestellt werden könnten, einverstanden erklärt. Es liegen darüber hinaus sehr glaubwürdige Informationen vor, daß Michael seine Abreise ans B" .h’-est plant, um sich in das Ausland zu begeben und das Land dem Bolschewismus zu überlassen. Die aus
rumänischen Patrioten gebildete Nationalregierung weist Tag für Tag die rumänische Bevölkerung in Aufrufen auf diese Folgerungen hin, die . sich aus dem Verrat des Königs ergeben. Die Verräter anderseits glauben eine Empfehlung darin zu sehen, daß sie auf einen Briefwechsel zwischen Bene sch und Maniu hinwei- sen, in dem die Unterwerfung unter den Bolschewismus besprochen worden sei. Dieser Umstand läßt es jedem klar werden, daß der rumänische Putsch Bestandteil eines Komplotts ist der die Auslieferung weiterer Teile Europas an den Bolschewismus anstrebt
Das Schicksal des von Michael und seiner Hofclique verratenen Rumäniens birgt eine
Mahnung in sich. Es ist natürlich, daß außergewöhnliche Belastungen sich in irgendeiner Weise auf die Kampfmoral der in einem harten Ringen stehenden Völker auswirken, wobei die stolzen und selbstbewußten Völker jede Belastung als Anlaß zu einer inneren Festigung empfinden werden, während sich Schwächlinge zu gegenteiligen Folgerungen hingezogen fühlen. Diese Schlußfolgerung darf ganz allgemein gezogen werden, wenn sie vielleicht auch in gewisser Hinsicht — sei es nun auf dem Balkan oder sonstwo — eine aktuelle Berechtigung haben wird. Was durch die bisherigen Versuche eines Verrats angedentet wurde, nämlich daß sich die Verräter selbst bald als die Verratenen fühlen werden, hat sich in der rumänischen Affäre erneut mit voller Deutlichkeit abgezeichnet»
Erbitterte Straßenhsmpie im Nordosten von Paris
Zunahme der Kampfhandlungen vor der west französischen und niederländischen Küste — Heftige Kämpfe an der Ostfront — Sowjetischer Durchbruch zwischen Weichsel und Narew verhindert
fend hohe Verluste.
Südlich von Paris sowie im Raum von T r o y e S traten die Nordamerikaner mit starken Kräften zum Angriff an nnd drangen in verlustreichen Kämpfen einige Kilometer nach Norden und Osten vor.
Feindliche motorisierte Kräfte, die im Raunt von Montelimar das Rhone-Tal sperren wollten, wurden nach Osten rurück- gedrängb feindliche Angriffe auf V a 1 e n c e abgewiesen, zahlreiche Panzer abgeschossen.
Vor der westfranzösischen und niederländischen Küste haben in den letzten Tagen die Kampfhandlungen zur See an 7-ahl und Heftigkeit zugenommen. Unsere Sicherungs- fahrzeuge hatten wiederholt schwere Gefechte mit überlegenen feindlichen Seestreitkräften. Hierbei wurden ein feindlicher Zerstörer und ein Schnellboot schwer beschädigt Auch die eigenen Verbände erlitten Verluste an Fahrzeugen.
Das Feuer der V 1 liegt weiter auf dem Großraum von London.
jggf Zerstörer und 1 Handelsschiff versenkt
U-Boot-Kommandant erhielt das Ritterkreuz
1 Ha3i .“-Tis*
Berlin, 27. August Der Führer auf Vorschlag des Oberbeiehlsha- h m a 11 Kriegsmarine, Großadmiral Dönitz,
*««»*jriW e ilreE des Eisernen Kreuzes an Ka- . tnanf Hans-Günther Lange, Korn*
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Unterseeboots, der sich bei 1 Bekämpfung von feindlichen Geleitzü-
39 ^ordmeer hervorragend bewährt
^, ^® se . '''«senkte auf seinen Feindfahrten
9 ?li iu G eleitzügen sieben Zerstöret und , j. 5 *® Handelsschiff von
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von 7000 BRT. und torpe- eine schwere Einheit und einen ®Pier von 5000 BRT. Durch zähes Fuh
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^SLr'es^k » Zn deren Erfolgen bei lt wT0 .. Klai 1944 bei der Bekämpfung
®. _ 3 d. «öS : jJ nac ^ der Sowjetunion bestimmten Ge- „ jgäg! 1 Besonders aus und versenkte in
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‘.jWagigem Kampf mit m Äeis törer und einei
der Geleitsicherung einen Dampfer.
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für GeneralleatnaBt Meyer
er PeB ? < ^d dik-i,^ s Hem Führerhauptguar-
IBie ti arc&' ^ l Au ä us t- Der Führer verlieh am
*. * *" . , a „B“ 5 * Has Eichenlaub mit Schwertern
eBPKii , kreM des Eisernen Kreuzes an
Sn «ST'I* Johannes Ma ^ er * Kom -
m B®! Her rheinisch-westfälischen 329. In- 4 2®® "ri.'als 89, Soldaten der deut-
laog Wehrmacht
a y e r war bei Aus- “■ Kneges Bataillonskommandeur in
elmenhorster Grenadier-Regi-
M Der r-v
rT^« Btter!oIr re I vef E®b das Eichenlaub zum * * ,r^ 1- R m des Eisernen Kreuzes an Oberst
er verlieh Hes Eisen
,i,”!f n ® r Schulze, Kommandeur
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" a »pfen,
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I®S Hl * . ‘ALUlllfg, &OuUuCulUCUl feen,, ^s^-westiälischen Grenadier-Re-
^«hnnacht.
557 • Soldaten der deutschen
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E- Schulze hat sich in den ««» * Ja : u “Ur. *er die sein Divisions-Komman- SchwB 6 , 86 "' 11311 * Player, soeben mit 1 3ff eI *snfa]i s aQ sgezeichnet wordeü ist,
nrch Tapferkeit nnd Tatkraft her- Ve r- ^onders hat er eine schwierige 6 B 11 a • B Järke 4 Krä/. 61 ** a ! s ^ Bolschewisten mit Brrlerr * 1 • ein ae( , e " bei Her linken Nachbardivi- '7<. Di,i simi 5ebr öeEen waren und Teüe dieser s”r..^f 969en d =® Ruckzugstraße der 329.
Infanterie-Division abdrängten, ln Erkenntnis der Gefahr hielt Oberst Schulze in selbständigem Handeln die Absetzbewegung an. unterstelle sich die abgedrängten Teile der Nachbardivision, warf die Sowjets in küh ? nem Gegenangriff zurück und baute eine neue Riegelsetllung auf, die er gegen alle weiteren Angriffe behauptete.
Neue Ritterkreuzträger
dnb. Berlin, 27. August Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an:##-OberführerNikolaus Heilmann, Kommandeur der Waffen-Grenadier-Division der ff t. W-Obersturmbannführer Paul Alb. Kausch, AbteilungskommandeuT in der ff- Freiwilligen - Panzer - Grenadier - Division .Nordland"; Ä-Hauptstnnnffihrer Hans Siege L Kompaniechef in der ff-Panzer-Division „Hitler-Jugend"; rf-Hauptstunnführer Josef Bachmeier, Ba faillonsf ührer in der ff- Frei-willigen - Panzer - Grenadier - Division „Nordland",
Ferner verlieh der Führer das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberstleutnant Gerlach vonGaudecker, Kommandeur eines fränkischen Panzer-Grena- dier-Regiments, Haupfanann d. R. Erwin Hanusch, Batailionskommandeor L e. rhein-moselländ. Grenadier-Regiment; Slabs- wachtmeister Erich Zillmann, Zugführer in einer Sturmgeschüiz-Brigade; Feldwebel Erich Jentzsch, Zugführer in einem sächsischen Grenadier-Regiment; ferner an: Hauptmann Riegel, Staffelkapitän L einem Schlachtgeschwader; Oberfeldw. Hübsch, Flugzeugführer in einem Schlachtgeschwader; Oberfeldwebel Haugk, Flugzeugführer in einem Zerstörergeschwader; Oberfeldwebel Hörwick, Flugzeugführer in einem Nachtjagdgeschwader; Oberleutn. Schelle n g, Staffelkapitän in einem Kampfgeschwader; Leutnant Seyffardt. Flugzeng- führer in einem Schlachtgeschwader; Lenin, v. Hofier, Staffelführer in einem Scblachi- ge sch wader; Oberfähnrich Oberweg, Beobachter in einer Nahaufkläxungsstaffei
Uffz. Albert D u b i c k i aus Osiernien- burg bei Dessau, der als vorgeschobener Beobachter schwerer Werfer östlich der Orbe einen Gegenstoß führte, wurde vom Führer mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet i
Auf dem W estffügel der italienischen Front führte der Feind zahlreiche vergebliche Aufklärnngsvorstöße. Im Adriatischen KnstenabschniU trat er wieder zu schweren Angriffen an, die bis auf einige Einbrüche zerschlagen worden.
In Rumänien dringt der Feind mit motorisierten Verbänden nnd starken Panzerkräften weiter nach Süden vor. Deutsche Kampfgruppen sind gn Begriff, in schweren Kämpfen die sowjetischen Sperriegel beiderseits des unteren Pruth zu durchbrechen. An den Hängen der Ostkarpaten schlugen unsere Truppen in mehreren Abschnitten heftige Angriffe der Sowjets ab und vernichteten dabei zahlreiche feindliche Panzer.
Westlich Staülslau nahmen ungarische Truppen einige HöhensteHnngen. In den Weichselbrückenköpfen westlich Baranow, westlich Kazinerz und südöstlich Warka wurden feindliche Durchbrucbsver- suche zum Teil im Gegenangriff abgewiesen.
Zwischen Weichsel und Narew dauert die Abwehrschlacht mit unverminderter Heftigkeit an. In erbitterten Kämpfen wurde der von den Bolschewisten erstrebte Durchbruch verhindert, eingebrochener Feind zum Stehen gebracht
Westlich Modohn sowie westlich des Peipussees schlugen unsere Truppen erneute Angriffe der Bolschewisten zurück und riegelten einige Einbrüche ab. Die Trümmer der Stadt Dorpat fielen nach harten Stra- flenkämpfen in die Hand des Feindes.
Der Feind verlor gestern an der Ostfront 75 Flugzeuge. Im Nardmeer versenkten unsere Unterseeboote einen weiteren Zerstörer nnd beschädigten ein großes Kriegsschiff durch Torpedotieffer schwer.
Feindliche Bomber griffen hei Tage Mannheim, Ludwigshafen und einige Städte im rheinisch-westfälischen Gebiet an.
in der Nacht führte die britische Luftwaffe unter Verletzung schwedischen Hoheitsgebietes Terrorangriffe gegen Kiel and Königsberg. Besonders in Wohngebieten, an Kulturstätten und WohUahrtseinricb- tungen entstanden Schäden.
Feindliche Flugzeuge warfen außerdem Bomben auf Berlin und Hamburg. Sowjetische Bomber 'griffen die Stadt Tilsit an.
Jagdfliegerverbände und Flakartillerie schossen über dem Reichsgebiet und über den besetzten Westgebieten 71 feindliche
Flugzeuge, darunter 56 Bomber, ab. Neun weitere Flugzeuge wurden über dem Südostraum zum Absturz gebracht.
Hervorragend bewährte Truppen
dnh. Aus dem Führerhauptquartier, 27. AugusL Zum heutigen OKW.-Bericht wird ergänzend mitgeteilt:
Die 272. Infanterie-Division unter Führung des Generalleutnants Schack hat sich in den Kämpfen ostwärts Caen zum wiederholten Male durch hervorragende Standhaftigkeit ausgezeichnet. Ihrem heldenmütigen Einsatz ist es zu verdanken, «faR der Gegner trotz stärksten Menschen- und Materialein- satxes keine operativen Erfolge erzielen konnte. Die Division zeichnete sich bereits im Juli und August durch ihr tapferes Verhalten aus.
In der Abwehrschlacht nordwestlich Baranow hat sich eine Kampfgruppe von Sturmgeschützen und Pionieren unter Führung von Major B e h n e k e durch unerschütterliche Standhaftigkeit ausgezeichnet. Im mittleren Frontabschnitt hat sich die Panzerjäger-Abteilung 53 unter Führung von Hauptmann v. R a m I n bei der Panzerbekämpfung besonders hervorgetan.
Der Wehrmachtbericht vom Sonnabend lautet:
dnb. Aus dem Führerhaupfquar t i e r, 26. AugusL Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Westlich der unteren Seine wiesen unsere Divisionen in der verengten Brückenkopfstellung alle feindlichen Angriffe ab. Besonders heftig wurde um EI b e u f gekämpft, in das der Feind vorübergehend eindringen konnte, dann aber im Gegenangriff wieder geworfen wurde. Erbitterte Kämpfe halten dort an.
Kampfflugzeuge führten in der vergangenen Nacht einen zusammengefaßten Angriff gegen feindliche Truppenansammlungen in Brionne.
Nordwestlich Paris wurde der Ueber- setzversuch eines feindlichen Bataillons zerschlagen. Mit stärkeren Kräften drang der Feind gestern in den Südteil der Stadt ein, wo während des ganzen Tages Straßenkämpfe im Gange waren. Der Gegner hatte hohe blutige Verluste un<| verlor über -50 Panzer.
fFortsetzung auf Seite 2)
Der Einsatz der SA,
dnb Berlin, 27. Angust. Die NSK melde!: Der Stabschef der SA, Wilhelm Schep- mann, erteilte in mehreren Arbeitsbesprechungen mit den Führern der SA-Gruppen weitere Befehle zur Verstärkung des Einsatzes der SA im Heimatkriegsgebiet nach den Erfordernissen des totalen Kriegseinsatzes.
Als Ergebnis dieser Besprechungen sowie bereits früher durchgeführter Maßnahmen zur Totalisierung des Kriegseinsatzes hat die SA nunmehr 86 v. H. ihres hauptberuflichen Führerkorps der Front zur Verfügung gestellt obgleich die Kriegsaufgaben der SA auf dem Gebiete der vormilitärischen Ausbildung, der SA-mäßigen Durchdringung neuer Gebietsteile des Reiches, des Luftkriegseinsatzes, der Stadt- und Landwacht usw. gegenüber der Friedenszeit zugenommen habe. Die SA als Ganzes hat von ihren nach Millionen zählenden Angehörigen bisher rund 70 v. H. an die Wehrmacht abgegeben. .
Neuer Dienstgrad int RAD.
dnb Berlin, 27. AugusL Um den Führern der unteren Laufbahn weitere Befördertmgs- möglichkeiten zu geben, wurde im Reichsarbeitsdienst der Dienstgrad des Haupttrappführers neu geschaffen Dieser führt einen Trapp und kann über die Dienstaufgabe des stellv. Zugführers zum selbständigen Führer eines Zuges aufsteigen. Seine Dienststellung entspricht d ami t dem Wehrmachtsdienstgrad des Feldwebels, wie auch die Dienstgradabzeichen des Haupttrappführers denen des Feldwebels angeglichen sind.
Schwedische Neutralität verlebt
dnb. Stockholm, 27. AugusL Wiederum benutzten, wie der OKW.-Bericht meldete, alliierte Bombenflugzeuge bei ihrem Anflug nach and Abflug ans Deutschland den schwedischen Luftraum und verletzten damit die schwedische Neutralität
Wie der schwedische Wehrmachtstab he- kanntgibt, flog eine größere Anzahl „fremder“ Flugzeuge in Wellen in den schwedischen Luftraum. Da die Maschinen sehr hoch flogen, konnte nur das Motorengeräusch festgestellt werden. Im Zusammen hang mit diesen Ueberfliegungen traf die schwedische Flak in Tätigkeit
In einem zweiten Kommunique teilt der schwedische Wehrmachtstab mit, daß eine große Anzahl von Flugzeugen spät in der Nacht zum Sonntag in der umgekehrten Richtung über die Ostküste von Schonen eingeflogen sei und mit westlichem Kurs das schwedische Hoheitsgebiet verlassen habe. Nach einer Schätzung von „Stockholms Tidningen“ muß es sich bei den den Schwedischen Luftraum passierenden Flugzeugen um starke Verbände gehandelt haben.
Karl-Friedrich-BriU August Der Führer
Minensuchflottille
dnb. Berlin, 27 hat in Anerkennung der hervorragenden Tapferkeit der im Kampf zur See hei der Kriegsmarine eingesetzten SA.-Männer der unter dem Kommando des früheren SA.- Führers und jetzigen Flottillenchefs, Ritterkreuzträger Korvettenkapitän d. R. Breithaupt stehenden 24. Minensach-Flottille den Namen „Minensuch-Flottille Karl-Friedrich Brill" verliehen.
SMuäaüet?
Von
Dr. E. Askold
Seit einiger Zeit propagieren die Nordamerikaner besonders lebhaft die Vorstellung vom Luftzeitalter. Ihrer Auffassung nach leben wir gegenwärtig im Zeitalter der Luit das heißt in einer Epoche, deren Wesen sich grundlegend von allen früheren Geschichtsepochen unterscheidet Innen- und Außenpolitik werden, so nimmt man im Barme dieses eindrucksvollen neuen Schlagwortes an, entscheidend durch die Tatsache bestimmt und gegenüber früher gewandelt, daß der Mensch heute in Krieg nnd Frieden die Luft beherrscht und zum Kampf- und Verkehrsraum gemacht hat
Das klingt ebenso wie das Wort ..Luftzeitalter" selbst auf den ersten Blick durchaus einleuchtend. Prüfen wir aber Begriff und Sache näher, so ändert sich das Urteil erheblich, das mit diesem neuen Wort der politischen Diskussion ausgesprochen wird. Denn was steckt in und hinter der Rede vom Luftzeitalter?
Betrachten wir das Wort vom Luftzeitalter zuerst hinsichtlich der Außenpolitik, so können wir fests teilen, daß das Flugzeug zwar eine der neuen Bedingungen der neuen Außenpolitik unserer Zeit ist nicht aber schon gestaltendes Prinzip der neuen Außenpolitik selber. Das ist vielmehr das völkisch-rassische Prinzip, also die Idee des rassisch geprägten Volkes und der ebenso bestimmten Völkergemeinschaft — elfteres lebt in einem Lebensraum, letztere in einem Großraum. Völkisch-rassisches Prinzip bedeutet in diesem Sinne aber, daß die letztlich bestimmenden Kräfte und Mächte des geschichtlichen Geschehens die Menschen eines begrenzten Raumes sind und nicht etwa ein technisches Gerät wie das Flugzeug, das in Europa genau so fliegt wie in Afrika oder Australien.
Natürlich sind Ziel und St3 der Außenpolitik vom Stande der Verkehrstechnik nicht unabhängig. Ihr Wesen jedoch wird auf die Dauer nicht von Verkehrstechnik - bestimmt Der Begriff des technischen Zeitalters genügt vollauf, um de Anteil zu bezeichnen, den die Technik im und am politischen Geschehen der Gegenwart hat — Technik dabei als Dienerin des Menschen verstanden und nicht umgekehrt. Die Vorstellung von einem Luftzeitalter, das die Voraussetzungen und Bedingungen des politischen Lebens der Völker grundsätzlich ändert, ist deshalb eine im Kern geschichtsfremde Konstruktion, die auf ein ganz bestimmtes Denken znrück- führL
Nicht ohne Grand propagieren die Nordamerikaner, ganz im Einklang mit ihrer imperialistischen Missionsidee vom „amerikanischen Jahrhundert“, diese politische Vorstellung des Luftzeitalters. Denn für sie ist Kultur immer gleich Zivilisation, weil sie Kultur nicht besitzen und infolge ihres National! tätengemischs auch gar nicht besitzen können. An die Stelle der gewachsenen Kalter, die mit tausend Wurzeln in einem rassisch zusammengehörenden Volk ruht — und das heißt im Menschen selber —, muß bei ihnen die künstliche, gemachte Zivilisation treten, die auf die ganze Menschheit jenseits aller natonalen Unterschiede übertragen werden kann und damit vom Menschen in seiner völkisch-rassischen Art absieht
Diesem Gegensatz entspricht auch die Einstellung zur .Technik: sie ist einmal Dienerin und zum andern Herrin. Die Rede vom Luftzeitalter stammt mithin aus einem zivilisatorischen Denken, aus dem lediglich technisch-rationalen Begreifen des Lebens überhaupt und folglich auch des Völkerlebens. Ihr liegt eine Auffassung von Geschichte und Kultur zugrunde, wonach der Mensch als geschichtliche Kraft zugunsten der materiellen Grundlagen seiner FTistpnT abgedankt und seine Rolle an eine technische Erfindung abgetreten hat
Indem man den Begriff des Luftzeitalters in das Geschichtsbild aufnimmt und von ihm aus das politische Leben der Gegenwart bestimmt sehen will, vollzieht man einen Schritt der gefährliche und verwirrende Konsequenzen in sich birgt Wenn nämlich nicht die rassenseelisch gegebene Einstellung zu den wesentlichen Fragen des völkischen wie des Völkerlebens und damit der Mensch für die Geschichte- und Kultur- gestaltung ausschlaggebend ist sondern die materielle Grundlage unserer Existenz etwa in Gestalt des Flugzeuges und damit die Technik, dann wären wir in einem Vierteljahrhunderl der Erfahrung, der Erkenntnis und des Glaubens zu nichts anderem gelangt als zu einer Rückkehr in die Denkbahnen der materialistischen Geschichte und Kulturauffassung.
Außenpolitisch erlaubt nun das Wort vom Luftzeitalter, das so zeitgemäß und realistisch manutet. ein Bild des Völkerlebens zu Zeichnen, in dem sich rieht nur die Bedeutung der Grenzen wesentlich ändert, sondern auch das Wesen des Staates. Und zwar ändert durchaus im Sinne des amerikanischen Imperialismus, der in seinen raumpotitischen Vorstellungen nicht wie wir etwa von der Erkenntnis der rassisch bedingten Kultur-Verwandtschaft der Völker ausgeht, sondern etwa mit einem abstrakten Netz von Fluglinien arbeiteb Beide Maie steht zwar das Bild, vom politischen Groß-