Ausgabe 
(28.8.1944) 235
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parteiamtliche Tageszeitung

Ämishiat* des Regieren den Bnrgermeislers der Freien Hansestadt Bremen

Geschäftsstellen;

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der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches V^kunduiissblcit 1 des Bei chsstotthcilters s O deuburc and trsinec

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14. fahjgano

Montag, 28. August 1844

Einzelpreis 15 Rpi

NfeiSi

König Michael will fliehen

&>*^ s tjnfähig zur Auf r echter ha/tung der Ordnung im Lande — Bereitschaft zur Auslieferung an„den Bolschewismus

dt® Slrif.

~ “ juahtbericht unserer Berliner Schrifüeitimg

JJsjerriTJi k Berlin, 27. August. Die innere Lage 7 ^. j B mänien wird dadurch charakterisiert,

j es der Verräterregierang bisher nicht Ws «sf lang, eine Ordnung im Lande wieder ein- « 1 * wSJ r |fiiren oder auch nur antrechtruerfaalten. 1 »este^rgf e von den Regierungen inspirierten J*d bei»--.-, «sekommentare in London und Washing- lassen beute keinerlei Zweitel darüber, ^ ad »*-ft rB 5 die Westmächte den Bolschewt- Sr»b. - en völüg freie Hand in Rumä- » wDa'” i ' en nnd fiberhan P* anf Hem ß 3 * 30 fle- L FÄrf^T^ sen haben

* Wwl-HaLVon sowjetischer Seite wurde heute er­hole. darauf aufmerksam gemacht daß die

nrse Anfang jjäterregierung Michaels keinesfalls auf lnaklJ!e W wbjfenslilisSandsbedingungen hoffen könne.

Anoeifcj a fc, viplleichi irgend einmal in früherer Zeit Voraussetzung eines rumänischen Ab- yon Deutschland angedeutet wurden. Fra,. , sowjetische Regierung werde die Maß-

• möchte ca:--taten ergreifen, die in Moskau für richtig = Hera kä j yten würden Die britische Regierung Je EhsfaaaSi jg te 5 i c h zu bestätigen, daß die West-

^ *üe keinerlei Einspruch erheben würden, ge^hfi , . idem die sowjetischen Bedingungen — efcumiscfeä'ea e'sie auch ausfaUen werden — auf jeden we Ms 40 j. i, I, am mit Churchill zu sprechen, als Angeh. 4 . VC 1: iffig gerecht" empfinden würden.

- Br.-Vegaai Ke ersten sowjetischen Waffen- m. 23 J_ !7)- |llstandsbedingnngen wurden Ssch. ebes a .-, 4 h sowjetischen Regierung am 12. April «■- sp. Her. ’:fbr 1 M j| er j, sie waren in sechs Punkten zn- Znschr. ■; : Bm 5 n g e fa 8 t und werden Ton den „Basler Sek »L - ^ ' «Wehten" auf die kurze Formel gebracht: ^ hedingungslose Kapitulation, 2. bedin- ischr. e*t s £: igslose Kapitulation, 3. bedingungslose ^ pi bilatiODi

r m Giiidittnic einzelnen Nuancen dürften als unwe-

Heirii

dnb. Aus dem Führerhauptquar­tier, 27. August. Das Oberkommando der ■Wehrmacht gibt bekannt:

Westlich der unteren Seine schlugen un­sere Nachtruppen zahlreiche Angriffe des scharf nachdrängenden Feindes ab. Aus sei­nem Brückenkopf nördlich Maates heraus führte der Gegner stärkere Angriffe, konnte jedoch nur geringfügig Boden gewinnen.

ln Paris haben sich die erbitterten Stra­ßenkämpfe jetzt auch in den Nordostteil der

_ Stadt und die Außenbezirke verlagert. Durch

beb Ha» angesehen werden, da sie lediglich den erbitterten Widerstand unserer Sifltz-

” jaESfCTr"# Schnörkel zu dieser Grundlage bilden, punkte in der Stadt erleidet der Gegner lau- —a trrte eia abschwächendes Moment in sich *' ’ 1 —i--»-.

Srifiea

1 « KasssiöSs i bergen, Moskau forderte den Bruch mit, 1 Bn&s ca! h -gtsdriasd und den g emeinsam en Kampf lasse in to s remänischea Armee mit den sowjeti- Andalt is Truppen. Des weiteren wird die w-jiitie Schadensersatzforderung worge- ^ sofortige Rückkehr aller Kriegs- Jsrift 6 ^ z* 11 *! Zivil internierten auf ein-

achse:. Grundlage. Es entspricht der sowje-

Ba-EjprrtäÄ --*1® Taktik, in diese Bedingungen einige straSe 6 msen über die "sogenannte Achtung der e> vffl. ftt paoreräaität Rumäniens einfließen zu 1 spaia! J^issea. Sätze, die völlig undiskutabel sind, all und ö**t die Hauptforderung lautet: „Sicherstel- :erer -jg der Freizügigkeit auf dem rumänischen

naal r > y^^WtoEOB für alle sowjetischen Truppen 2a U£t AB "g» i 05 * f ® 1 <0® verbündeten Truppen, sich PWsdaisa ? b- jeder Richtung zu bewegen, wenn

h ^ffitärisdm Lage erforderlich

‘ c a u ^tis sollte, wobei die rumänische Re- jegliche Unterstützung durch

je unter U Sw

Verkehrsmittel zu Wasser, zu Lande aach in der Luft erweisen muß!

Der Waffenstillstand bedeutet also die Oeffnung der Tore Rumäniens für die Flut der sowjetischen Truppen, deren Aufenthalt sich natürlich nach bol­schewistischem Muster vollziehen wird. Es ist klar, daß sich die Bolschewisten nach einer Besetzung Rumäniens nicht an die übrigen Einschränkungen erinnern werden, die von der Souveränität des Landes spra­chen.

Der verräterische König hat sich mit allen Bedingungen, die von den Sowjets gestellt werden könnten, einverstanden er­klärt. Es liegen darüber hinaus sehr glaub­würdige Informationen vor, daß Michael seine Abreise ans B" .h’-est plant, um sich in das Ausland zu begeben und das Land dem Bolschewismus zu überlassen. Die aus

rumänischen Patrioten gebildete Natio­nalregierung weist Tag für Tag die rumänische Bevölkerung in Aufrufen auf diese Folgerungen hin, die . sich aus dem Verrat des Königs ergeben. Die Verräter anderseits glauben eine Empfehlung darin zu sehen, daß sie auf einen Briefwechsel zwischen Bene sch und Maniu hinwei- sen, in dem die Unterwerfung unter den Bolschewismus besprochen worden sei. Die­ser Umstand läßt es jedem klar werden, daß der rumänische Putsch Bestandteil eines Komplotts ist der die Auslieferung weiterer Teile Europas an den Bolschewismus an­strebt

Das Schicksal des von Michael und seiner Hofclique verratenen Rumäniens birgt eine

Mahnung in sich. Es ist natürlich, daß außer­gewöhnliche Belastungen sich in irgendeiner Weise auf die Kampfmoral der in einem har­ten Ringen stehenden Völker auswirken, wo­bei die stolzen und selbstbewußten Völker jede Belastung als Anlaß zu einer inneren Festigung empfinden werden, während sich Schwächlinge zu gegenteiligen Folgerungen hingezogen fühlen. Diese Schlußfolgerung darf ganz allgemein gezogen werden, wenn sie vielleicht auch in gewisser Hinsicht — sei es nun auf dem Balkan oder sonstwo — eine aktuelle Berechtigung haben wird. Was durch die bisherigen Versuche eines Verrats angedentet wurde, nämlich daß sich die Ver­räter selbst bald als die Verratenen fühlen werden, hat sich in der rumänischen Affäre erneut mit voller Deutlichkeit abgezeichnet»

Erbitterte Straßenhsmpie im Nordosten von Paris

Zunahme der Kampfhandlungen vor der west französischen und niederländischen Küste — Heftige Kämpfe an der Ostfront — Sowjetischer Durchbruch zwischen Weichsel und Narew verhindert

fend hohe Verluste.

Südlich von Paris sowie im Raum von T r o y e S traten die Nordamerikaner mit starken Kräften zum Angriff an nnd drangen in verlustreichen Kämpfen einige Kilometer nach Norden und Osten vor.

Feindliche motorisierte Kräfte, die im Raunt von Montelimar das Rhone-Tal sperren wollten, wurden nach Osten rurück- gedrängb feindliche Angriffe auf V a 1 e n c e abgewiesen, zahlreiche Panzer abgeschossen.

Vor der westfranzösischen und niederlän­dischen Küste haben in den letzten Tagen die Kampfhandlungen zur See an 7-ahl und Heftigkeit zugenommen. Unsere Sicherungs- fahrzeuge hatten wiederholt schwere Ge­fechte mit überlegenen feindlichen Seestreit­kräften. Hierbei wurden ein feindlicher Zer­störer und ein Schnellboot schwer beschä­digt Auch die eigenen Verbände erlitten Verluste an Fahrzeugen.

Das Feuer der V 1 liegt weiter auf dem Großraum von London.

jggf Zerstörer und 1 Handelsschiff versenkt

U-Boot-Kommandant erhielt das Ritterkreuz

1 Ha3i .“-Tis*

Berlin, 27. August Der Führer auf Vorschlag des Oberbeiehlsha- h m a 11 Kriegsmarine, Großadmiral Dönitz,

*««»*jriW e ilreE des Eisernen Kreuzes an Ka- . tnanf Hans-Günther Lange, Korn*

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Unterseeboots, der sich bei 1 Bekämpfung von feindlichen Geleitzü-

39 ^ordmeer hervorragend bewährt

^, ^® se . '''«senkte auf seinen Feindfahrten

9 ?li iu G eleitzügen sieben Zerstöret und , j. 5 *® Handelsschiff von

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von 7000 BRT. und torpe- eine schwere Einheit und einen ®Pier von 5000 BRT. Durch zähes Fuh

Asgeh. ®it den Geleiten führte er an-

i Zi*®* 1 - jsj .* Boole an diese heran und trug damit te i* 0 *"? 3 s?p za deren Erfolaen hei. Er zeichnete

^SLr'es^k » Zn deren Erfolgen bei lt wT0 .. Klai 1944 bei der Bekämpfung

®. _ 3 d. «öS : jJ nac ^ der Sowjetunion bestimmten Ge- „ jgäg! 1 Besonders aus und versenkte in

.«ratet ^ roaer

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‘.jWagigem Kampf mit m Äeis törer und einei

der Geleitsicherung einen Dampfer.

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für GeneralleatnaBt Meyer

er PeB ? < ^d dik-i,^ s Hem Führerhauptguar-

IBie ti arc&' ^ l Au ä us t- Der Führer verlieh am

*. * *" . , a „B“ 5 * Has Eichenlaub mit Schwertern

eBPKii , kreM des Eisernen Kreuzes an

Sn «ST'I* Johannes Ma ^ er * Kom -

m B®! Her rheinisch-westfälischen 329. In- 4 2®® "ri.'als 89, Soldaten der deut-

laog Wehrmacht

a y e r war bei Aus- “■ Kneges Bataillonskommandeur in

elmenhorster Grenadier-Regi-

M Der r-v

rT^« Btter!oIr re I vef E®b das Eichenlaub zum * * ,r^ 1- R m des Eisernen Kreuzes an Oberst

er verlieh Hes Eisen

,i,”!f n ® r Schulze, Kommandeur

nt

" a »pfen,

” de Ur .

I®S Hl * . ‘ALUlllfg, &OuUuCulUCUl feen,, ^s^-westiälischen Grenadier-Re-

^«hnnacht.

557 • Soldaten der deutschen

lr « d.

E- Schulze hat sich in den ««» * Ja : u “Ur. *er die sein Divisions-Komman- SchwB 6 , 86 "' 11311 * Player, soeben mit 1 3ff eI *snfa]i s aQ sgezeichnet wordeü ist,

nrch Tapferkeit nnd Tatkraft her- Ve r- ^onders hat er eine schwierige 6 B 11 a • B Järke 4 Krä/. 61 ** a ! s ^ Bolschewisten mit Brrlerr * 1 • ein ae( , e " bei Her linken Nachbardivi- '7<. Di,i simi 5ebr öeEen waren und Teüe dieser s”r..^f 969en d =® Ruckzugstraße der 329.

Infanterie-Division abdrängten, ln Erkennt­nis der Gefahr hielt Oberst Schulze in selb­ständigem Handeln die Absetzbewegung an. unterstelle sich die abgedrängten Teile der Nachbardivision, warf die Sowjets in küh ? nem Gegenangriff zurück und baute eine neue Riegelsetllung auf, die er gegen alle weiteren Angriffe behauptete.

Neue Ritterkreuzträger

dnb. Berlin, 27. August Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreu­zes an:##-OberführerNikolaus Heilmann, Kommandeur der Waffen-Grenadier-Division der ff t. W-Obersturmbannführer Paul Alb. Kausch, AbteilungskommandeuT in der ff- Freiwilligen - Panzer - Grenadier - Division .Nordland"; Ä-Hauptstnnnffihrer Hans Sie­ge L Kompaniechef in der ff-Panzer-Division „Hitler-Jugend"; rf-Hauptstunnführer Josef Bachmeier, Ba faillonsf ührer in der ff- Frei-willigen - Panzer - Grenadier - Division „Nordland",

Ferner verlieh der Führer das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberst­leutnant Gerlach vonGaudecker, Kom­mandeur eines fränkischen Panzer-Grena- dier-Regiments, Haupfanann d. R. Erwin Hanusch, Batailionskommandeor L e. rhein-moselländ. Grenadier-Regiment; Slabs- wachtmeister Erich Zillmann, Zugführer in einer Sturmgeschüiz-Brigade; Feldwebel Erich Jentzsch, Zugführer in einem sächsischen Grenadier-Regiment; ferner an: Hauptmann Riegel, Staffelkapitän L einem Schlachtgeschwader; Oberfeldw. Hübsch, Flugzeugführer in einem Schlachtgeschwa­der; Oberfeldwebel Haugk, Flugzeugfüh­rer in einem Zerstörergeschwader; Oberfeld­webel Hörwick, Flugzeugführer in einem Nachtjagdgeschwader; Oberleutn. Schel­le n g, Staffelkapitän in einem Kampfge­schwader; Leutnant Seyffardt. Flugzeng- führer in einem Schlachtgeschwader; Lenin, v. Hofier, Staffelführer in einem Scblachi- ge sch wader; Oberfähnrich Oberweg, Be­obachter in einer Nahaufkläxungsstaffei

Uffz. Albert D u b i c k i aus Osiernien- burg bei Dessau, der als vorgeschobener Be­obachter schwerer Werfer östlich der Orbe einen Gegenstoß führte, wurde vom Führer mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet i

Auf dem W estffügel der italieni­schen Front führte der Feind zahlreiche vergebliche Aufklärnngsvorstöße. Im Adria­tischen KnstenabschniU trat er wieder zu schweren Angriffen an, die bis auf einige Einbrüche zerschlagen worden.

In Rumänien dringt der Feind mit mo­torisierten Verbänden nnd starken Panzer­kräften weiter nach Süden vor. Deutsche Kampfgruppen sind gn Begriff, in schweren Kämpfen die sowjetischen Sperriegel beider­seits des unteren Pruth zu durchbrechen. An den Hängen der Ostkarpaten schlugen un­sere Truppen in mehreren Abschnitten hef­tige Angriffe der Sowjets ab und vernich­teten dabei zahlreiche feindliche Panzer.

Westlich Staülslau nahmen ungarische Truppen einige HöhensteHnngen. In den Weichselbrückenköpfen westlich Baranow, westlich Kazinerz und südöstlich Warka wurden feindliche Durchbrucbsver- suche zum Teil im Gegenangriff abgewiesen.

Zwischen Weichsel und Narew dau­ert die Abwehrschlacht mit unverminderter Heftigkeit an. In erbitterten Kämpfen wurde der von den Bolschewisten erstrebte Durch­bruch verhindert, eingebrochener Feind zum Stehen gebracht

Westlich Modohn sowie westlich des Peipussees schlugen unsere Truppen erneute Angriffe der Bolschewisten zurück und rie­gelten einige Einbrüche ab. Die Trümmer der Stadt Dorpat fielen nach harten Stra- flenkämpfen in die Hand des Feindes.

Der Feind verlor gestern an der Ostfront 75 Flugzeuge. Im Nardmeer versenkten unsere Unterseeboote einen weiteren Zerstörer nnd beschädigten ein großes Kriegsschiff durch Torpedotieffer schwer.

Feindliche Bomber griffen hei Tage Mannheim, Ludwigshafen und einige Städte im rheinisch-westfälischen Ge­biet an.

in der Nacht führte die britische Luftwaffe unter Verletzung schwedischen Hoheits­gebietes Terrorangriffe gegen Kiel and Königsberg. Besonders in Wohngebie­ten, an Kulturstätten und WohUahrtseinricb- tungen entstanden Schäden.

Feindliche Flugzeuge warfen außerdem Bomben auf Berlin und Hamburg. So­wjetische Bomber 'griffen die Stadt Til­sit an.

Jagdfliegerverbände und Flakartillerie schossen über dem Reichsgebiet und über den besetzten Westgebieten 71 feindliche

Flugzeuge, darunter 56 Bomber, ab. Neun weitere Flugzeuge wurden über dem Südost­raum zum Absturz gebracht.

Hervorragend bewährte Truppen

dnh. Aus dem Führerhauptquar­tier, 27. AugusL Zum heutigen OKW.-Be­richt wird ergänzend mitgeteilt:

Die 272. Infanterie-Division unter Führung des Generalleutnants Schack hat sich in den Kämpfen ostwärts Caen zum wiederhol­ten Male durch hervorragende Standhaftig­keit ausgezeichnet. Ihrem heldenmütigen Einsatz ist es zu verdanken, «faR der Gegner trotz stärksten Menschen- und Materialein- satxes keine operativen Erfolge erzielen konnte. Die Division zeichnete sich bereits im Juli und August durch ihr tapferes Ver­halten aus.

In der Abwehrschlacht nordwestlich Ba­ranow hat sich eine Kampfgruppe von Sturmgeschützen und Pionieren unter Füh­rung von Major B e h n e k e durch uner­schütterliche Standhaftigkeit ausgezeichnet. Im mittleren Frontabschnitt hat sich die Panzerjäger-Abteilung 53 unter Führung von Hauptmann v. R a m I n bei der Panzer­bekämpfung besonders hervorgetan.

Der Wehrmachtbericht vom Sonnabend lautet:

dnb. Aus dem Führerhaupfquar t i e r, 26. AugusL Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Westlich der unteren Seine wiesen unsere Divisionen in der verengten Brückenkopf­stellung alle feindlichen Angriffe ab. Beson­ders heftig wurde um EI b e u f gekämpft, in das der Feind vorübergehend eindringen konnte, dann aber im Gegenangriff wieder geworfen wurde. Erbitterte Kämpfe halten dort an.

Kampfflugzeuge führten in der vergan­genen Nacht einen zusammengefaßten An­griff gegen feindliche Truppenansammlungen in Brionne.

Nordwestlich Paris wurde der Ueber- setzversuch eines feindlichen Bataillons zer­schlagen. Mit stärkeren Kräften drang der Feind gestern in den Südteil der Stadt ein, wo während des ganzen Tages Straßen­kämpfe im Gange waren. Der Gegner hatte hohe blutige Verluste un<| verlor über -50 Panzer.

fFortsetzung auf Seite 2)

Der Einsatz der SA,

dnb Berlin, 27. Angust. Die NSK mel­de!: Der Stabschef der SA, Wilhelm Schep- mann, erteilte in mehreren Arbeitsbespre­chungen mit den Führern der SA-Gruppen weitere Befehle zur Verstärkung des Ein­satzes der SA im Heimatkriegsgebiet nach den Erfordernissen des totalen Kriegsein­satzes.

Als Ergebnis dieser Besprechungen sowie bereits früher durchgeführter Maßnahmen zur Totalisierung des Kriegseinsatzes hat die SA nunmehr 86 v. H. ihres hauptberuf­lichen Führerkorps der Front zur Verfügung gestellt obgleich die Kriegsaufgaben der SA auf dem Gebiete der vormilitärischen Ausbildung, der SA-mäßigen Durchdringung neuer Gebietsteile des Reiches, des Luft­kriegseinsatzes, der Stadt- und Landwacht usw. gegenüber der Friedenszeit zugenom­men habe. Die SA als Ganzes hat von ihren nach Millionen zählenden Angehöri­gen bisher rund 70 v. H. an die Wehrmacht abgegeben. .

Neuer Dienstgrad int RAD.

dnb Berlin, 27. AugusL Um den Führern der unteren Laufbahn weitere Befördertmgs- möglichkeiten zu geben, wurde im Reichs­arbeitsdienst der Dienstgrad des Haupt­trappführers neu geschaffen Dieser führt einen Trapp und kann über die Dienstauf­gabe des stellv. Zugführers zum selb­ständigen Führer eines Zuges aufsteigen. Seine Dienststellung entspricht d ami t dem Wehrmachtsdienstgrad des Feldwebels, wie auch die Dienstgradabzeichen des Haupt­trappführers denen des Feldwebels ange­glichen sind.

Schwedische Neutralität verlebt

dnb. Stockholm, 27. AugusL Wie­derum benutzten, wie der OKW.-Bericht meldete, alliierte Bombenflugzeuge bei ihrem Anflug nach and Abflug ans Deutsch­land den schwedischen Luftraum und ver­letzten damit die schwedische Neutralität

Wie der schwedische Wehrmachtstab he- kanntgibt, flog eine größere Anzahl „frem­der“ Flugzeuge in Wellen in den schwe­dischen Luftraum. Da die Maschinen sehr hoch flogen, konnte nur das Motorenge­räusch festgestellt werden. Im Zusammen hang mit diesen Ueberfliegungen traf die schwedische Flak in Tätigkeit

In einem zweiten Kommunique teilt der schwedische Wehrmachtstab mit, daß eine große Anzahl von Flugzeugen spät in der Nacht zum Sonntag in der umgekehrten Richtung über die Ostküste von Schonen eingeflogen sei und mit westlichem Kurs das schwedische Hoheitsgebiet verlassen habe. Nach einer Schätzung von „Stock­holms Tidningen“ muß es sich bei den den Schwedischen Luftraum passierenden Flug­zeugen um starke Verbände gehandelt haben.

Karl-Friedrich-BriU August Der Führer

Minensuchflottille

dnb. Berlin, 27 hat in Anerkennung der hervorragenden Tapferkeit der im Kampf zur See hei der Kriegsmarine eingesetzten SA.-Männer der unter dem Kommando des früheren SA.- Führers und jetzigen Flottillenchefs, Ritter­kreuzträger Korvettenkapitän d. R. Breit­haupt stehenden 24. Minensach-Flottille den Namen „Minensuch-Flottille Karl-Fried­rich Brill" verliehen.

SMuäaüet?

Von

Dr. E. Askold

Seit einiger Zeit propagieren die Nord­amerikaner besonders lebhaft die Vorstel­lung vom Luftzeitalter. Ihrer Auffassung nach leben wir gegenwärtig im Zeitalter der Luit das heißt in einer Epoche, deren We­sen sich grundlegend von allen früheren Geschichtsepochen unterscheidet Innen- und Außenpolitik werden, so nimmt man im Barme dieses eindrucksvollen neuen Schlag­wortes an, entscheidend durch die Tatsache bestimmt und gegenüber früher gewandelt, daß der Mensch heute in Krieg nnd Frieden die Luft beherrscht und zum Kampf- und Verkehrsraum gemacht hat

Das klingt ebenso wie das Wort ..Luft­zeitalter" selbst auf den ersten Blick durch­aus einleuchtend. Prüfen wir aber Begriff und Sache näher, so ändert sich das Urteil erheblich, das mit diesem neuen Wort der politischen Diskussion aus­gesprochen wird. Denn was steckt in und hinter der Rede vom Luftzeitalter?

Betrachten wir das Wort vom Luftzeital­ter zuerst hinsichtlich der Außenpolitik, so können wir fests teilen, daß das Flugzeug zwar eine der neuen Bedingungen der neuen Außenpolitik unserer Zeit ist nicht aber schon gestaltendes Prinzip der neuen Außenpolitik selber. Das ist vielmehr das völkisch-rassische Prinzip, also die Idee des rassisch geprägten Volkes und der eben­so bestimmten Völkergemeinschaft — elfte­res lebt in einem Lebensraum, letztere in einem Großraum. Völkisch-rassisches Prin­zip bedeutet in diesem Sinne aber, daß die letztlich bestimmenden Kräfte und Mächte des geschichtlichen Geschehens die Men­schen eines begrenzten Raumes sind und nicht etwa ein technisches Gerät wie das Flugzeug, das in Europa genau so fliegt wie in Afrika oder Australien.

Natürlich sind Ziel und St3 der Außen­politik vom Stande der Verkehrstechnik nicht unabhängig. Ihr Wesen jedoch wird auf die Dauer nicht von Verkehrstechnik - bestimmt Der Begriff des technischen Zeit­alters genügt vollauf, um de Anteil zu be­zeichnen, den die Technik im und am poli­tischen Geschehen der Gegenwart hat — Technik dabei als Dienerin des Menschen verstanden und nicht umgekehrt. Die Vor­stellung von einem Luftzeitalter, das die Voraussetzungen und Bedingungen des po­litischen Lebens der Völker grundsätzlich ändert, ist deshalb eine im Kern ge­schichtsfremde Konstruktion, die auf ein ganz bestimmtes Denken znrück- führL

Nicht ohne Grand propagieren die Nord­amerikaner, ganz im Einklang mit ihrer im­perialistischen Missionsidee vom „amerika­nischen Jahrhundert“, diese politische Vor­stellung des Luftzeitalters. Denn für sie ist Kultur immer gleich Zivilisation, weil sie Kultur nicht besitzen und infolge ihres Na­tional! tätengemischs auch gar nicht besitzen können. An die Stelle der gewachsenen Kal­ter, die mit tausend Wurzeln in einem ras­sisch zusammengehörenden Volk ruht — und das heißt im Menschen selber —, muß bei ihnen die künstliche, gemachte Zivilisation treten, die auf die ganze Menschheit jenseits aller natonalen Unter­schiede übertragen werden kann und damit vom Menschen in seiner völkisch-rassischen Art absieht

Diesem Gegensatz entspricht auch die Ein­stellung zur .Technik: sie ist einmal Die­nerin und zum andern Herrin. Die Rede vom Luftzeitalter stammt mithin aus einem zivili­satorischen Denken, aus dem lediglich tech­nisch-rationalen Begreifen des Lebens über­haupt und folglich auch des Völkerlebens. Ihr liegt eine Auffassung von Geschichte und Kultur zugrunde, wonach der Mensch als geschichtliche Kraft zugunsten der ma­teriellen Grundlagen seiner FTistpnT abge­dankt und seine Rolle an eine technische Erfindung abgetreten hat

Indem man den Begriff des Luftzeitalters in das Geschichtsbild aufnimmt und von ihm aus das politische Leben der Gegenwart be­stimmt sehen will, vollzieht man einen Schritt der gefährliche und verwirrende Konsequenzen in sich birgt Wenn nämlich nicht die rassenseelisch gegebene Einstel­lung zu den wesentlichen Fragen des völki­schen wie des Völkerlebens und damit der Mensch für die Geschichte- und Kultur- gestaltung ausschlaggebend ist sondern die materielle Grundlage unserer Existenz etwa in Gestalt des Flugzeuges und damit die Technik, dann wären wir in einem Viertel­jahrhunderl der Erfahrung, der Erkenntnis und des Glaubens zu nichts anderem ge­langt als zu einer Rückkehr in die Denk­bahnen der materialistischen Geschichte und Kulturauffassung.

Außenpolitisch erlaubt nun das Wort vom Luftzeitalter, das so zeitgemäß und realistisch manutet. ein Bild des Völkerlebens zu Zeich­nen, in dem sich rieht nur die Bedeutung der Grenzen wesentlich ändert, sondern auch das Wesen des Staates. Und zwar ändert durchaus im Sinne des amerikani­schen Imperialismus, der in seinen raumpotitischen Vorstellungen nicht wie wir etwa von der Erkenntnis der rassisch beding­ten Kultur-Verwandtschaft der Völker aus­geht, sondern etwa mit einem abstrakten Netz von Fluglinien arbeiteb Beide Maie steht zwar das Bild, vom politischen Groß-