Ausgabe 
(26.8.1944) 234
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Bremer äcitung

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e Tageszeitung £& der Nationalsozi

ermeisiers der Freien Hansestadt Bremen flmtlir*tiAn \7A*1pfln/liinrtaKlnH Af%a ReiKtia

GescfiSHistellent

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parteiamtliche Tageszeitung

m Am tsbla« des Regierenden Bür germeisters der Freien Hansestadt Bremen

b ^234 14. Jahrgang

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches VerkBndungsblatt des Reichsstatthalters <n Oldenburg und Bremen

Sonnabend/Sonntag, 26./27. August 1944

Einzelpreis 15 Rpf.

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Erstarkte Widerstandskraft unserer Osttruppen

Scharfer Druck des Gegners an der Seine Aufopferungsvoller Kampf der Besatzungen in Marseille und Toulon

Eigener Bericht

BZ. Berlin, 25. August. Die deutschen lückzugsbewegungen in Frankreich sind auf einen offenbar sehr weitgehend gefaß­ten Entschluß der deutschen Truppenfüh-

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deutschen

die aus der feind, ildieit Ueberlegenheit, besonders in der Luft, die Folgerung gezogen hat, daß hur eine Verteidigungslinie nahe den deut­schen Kraftquellen in der Lage ist, das Gleichgewicht der Kräfte wiederherzu- slellen.

Die anhaltend starken Angriffe der Briten und Nordamerikaner richten sich vor allem gegen die untere und mittlere Seine und seit zwei Tagen gegen die bei Monterau von Süden her einfließende Y p n n e. Seine und Yonne, letzterer zusammen mit oberer Loire und Bourgogne, bilden zwi­schen dem Weer und dem innerfranzösi­schen Bergland eine natürliche Verteidi­gungslinie. Der scharfe Druck des Gegners auf unsere im Mündungsbereich der Seine noch auf dem Westufer stehenden Truppen, seine, wenn auch vergeblichen, Versuche, den alten Brückenkopf bei Mantes zu ver­stärken und bei Melun neue Brückenköpfe m bilden, sowie das neue Unternehmen, von Montargis aus gegen die mittlere Yonne Panzeraufklärung vorzuschieben, bilden eine einheitliche Operation. Sie soll erreichen, möglichst gemeinsam mit unseren sich ab­setzenden Truppen die Seine zu überwin­den, da das Ueberschreiten des Stromes bei späteren Uebersetzungsunternehmungen ge­gen eine bis dahin durch organisierte Verteidigung schwerste Verluste kosten würde.

Unsere Truppen versuchen ihrerseits, die­sen Plan des Gegners zunichte zu machen. Uv hartnäckiger Widerstand soll uns die Vorteile der Seine-Linie möglichst lange erhalten.

Nach den erfolgreichen vön der Luftwaffe rirksam unterstützten Gegenangriffen gegen die feindlichen Brückenköpfe bei Mantes and M e 1 u n , die beide bis auf- einen klei­nen Uferstreifen zusammengeschrumpft sind, bleiben nur zwei Gefahrenpunkte, nämlich Mündungsgebiet der Seine und der kaum von Paris, in dem der Gegner von Terroristenbanden' innerhalb der Stadt unterstützt wird. Der zähe Widerstand unse­rer Kräfte gilt aber auch hier weniger der Stadt Paris, als den in ihr liegenden Seine- Mcken. Weil sie den Gegner an der Bil­dung eines tragfähigen Brückenkopfes hin- ra wollen,-schlagen unsere Truppen hart : wick. Wie schwer sie zu treffen vermögen,

' Äe u, a. eine gaullistische Panzer-Divi- *04 die beim Vordringen am Yvette-Bach v® Feuer unserer Pakgeschütze dezimiert wurde.

io Gegensatz zu Nordfrankreich, wo sich Wz der beweglichen Kriegführung immer 'ieder Sperrsteilungen und Verteidigungs- ®kn abzeichnen, sind die Operationen in "Säfrankreich noch in vollem Fluß, es dem Gegner trotz seiner starken Mo­torisierung bisher nicht gelungen ist, seine wäfte voll zur Geltung zu bringen, ist mit das Verdienst der in Marseille und Toulon heldenhaft kämpfenden deutschen Satzungen. Die Verteidiger von Marseille Wen starke Luftlandverbände, die der Gegner hier am Donnerstag einsetzen mußte, seinen Angriff in Fluß zu halten und der verbissene Widerstand unserer Marineartil- jnsten im Hafengebiet von Toulon fesselt amber und motorisierte Artillerieverbände i! Feindes.

Diese Kräfte fehlen dem Gegner bei sei- *? Operationen geigen das Rhone-Tal. Der «lopferungsvoUe Kampf der Besatzungen °» Marseille und Toulon findet somit sei- e Sinn in der Entlastung, die sie ihren

Zwei Handelsschiffskapitäne ausgezeichnet

Rilletlereuz des Kriegsverdienstkreuzes iür Bewährung im Kriegseinsat}

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Mit der abschließenden Meldung des heu­tigen Wehrmachtsberichtes über die Ergeb­nisse der harten Abwehrkämpfe nordwest­lich B a r a n o w wurde in einem einzelnen Abschnitt der Ostfront aufgezeigt, was auch für einen großen Teil der übrigen Kampfräume gilt: nämlich die Auswirkung der erstarkten Widerstandskraft unserer Osttruppen.

In diesem ausgedehnten Brückenkopf im Süden des g r o ß en Weichselbogens hatten die Bolschewisten seit Wochen alle erdenklichen Anstrengungen gemacht, um die ganze Weichselfront von Süden her aufzurollen. Im ersten Ansturm hatten sie nach : Einsatz starker Kräfte Einbrüche er­zielt t und eine deutsche Kampfgruppe vor­übergehend von ihren Verbindungen abge­schnitten, aber schon am anderen Tage hatten Panzer die Einschließung aufgerissen. Dann ging der Gegenangriff unserer Panzer und Grenadiere Schritt für Schritt gegen den verbissenen Widerstand der Sowjets wei­ter. In jeder Ortschaft mußten Haus für

Haus und Straße für Straße dem Feind ab­gerungen werden, bis schließlich die Ein­brüche wieder bereinigt und die Stoßkraft der vier sowjetischen Panzer- und me­chanisierten Korps und der zwölf Schützen­divisionen nach Vernichtung von 434 Pan­zern und 634 Geschützen gebrochen war.

Die blutigen Verluste der Bolschewisten waren entsprechend hoch und mehrere Tausend Gefangene wurden eingebracht. Ein großangeiegter Plan des Feindes war an der Widerstandskraft und dem Kampf­geist unserer zahlenmäßig weit kleineren Truppen gescheitert. An diesem Enderlolg hatte auch der unermüdliche Einsatz un­serer Luftwaffe sefnen erheblichen Anteil.

Vor unserem Nordabschnitt zeichneten sich ähnliche Entwicklungen ab. Westlich des Pleskauer Sees hatten die Bolschewisten unter Einsatz von zehn Schützendivisionen, fünf Panzerverbänden und zahlreichen Ar­tillerie- und Granatwerfer-Brigaden in mehr­tägigen Kämpfen einen Durchbruch zur R i - gaer Bucht angestrebt, hatten aber we­der A1 k noch den Südzipfel des W i r z -

Sees erreichen können. Am Donnerstag blieben ihre Angriffe hier schwächer als an den Vortagen, nachdem sie die Kämpfe in diesem Raum 54 Panzer-, 32 Geschütze so­wie zahlreiche Granatwerfer und Maschi­nengewehre gekostet hatten.

Im Süden der Ostfront kämpften steh unsere Divfsfonen auf dfe Karpaten zu­rück. Bei ihnen stehen hoch rumänische Verbände, die, unbeeinflußt von den Aufforderungen der königlichen Verschwö­rerclique, den Kampf gegen den Bolsche­wismus, den Todfeind Rumäniens wie Europas, fortzuführen entschlossen sind.

Die Sowjet?, die den Bewegungen unse­rer Truppen . vielfach scharf nachzustoßen versuchten, wurden verlustreich abgewie­sen. Am mittleren Sereth verloren sie bei vergeblichen Angriffen westlich von Roman allein 21 Panzer. Im Donaudelta drängten unsere Truppen eine feindliche Kampf­gruppe auf engem Raum. zusammen, wo sie durch Beschuß unserer Kanonenboote auf­gerieben wurde.

Hilfsflugzeugträger und vier Zerstörer versenkt

Weiterer Erfolg unserer U-Boote im Noidmeer Heftige Straßenkämpfe in den westlichen Stadtteilen von Paris Stüfrpunkte in Südfrankreich verteidigen sich erbittert - Oberleutnant Hartmann errang 301. Luhsieg

dnb. Aus dem Führerhauptquar­tier, 25. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Raum nordwestlich Paris folgte der Feind mit starken Kräften von Westen und 'Süden unseren Divisionen, die sich in Rich­tung auf den Unterlauf der Seine abges$lzt haben. Besonders heftig war der Druck süd­lich E 1 b e u f, wo im Verlauf des gestrigen Tages eine Ffontlück<> im Gegenangriff ge­schlossen wurde.

Westlich Paris trat der Feind, von zahl­reichen Panzern unterstützt, zum Angriff an und drang bis an den westlichen Stadtrand vor. In den äußeren Stadtteilen sind heftige Straßenkämpfe entbrannt.

Versuche des Gegners, westlich M ei u n die Seine zu überschreiten, wurden im Ge­genangriff zerschlagen. In einem Abschnitt halten sich noch feindliche Kräfte auf dem Ostufer des Flusses.

Im Raum von Toulon und Marseille wird weiter erbittert gekämpft. In einzelnen Stützpunkten verteidigen sich unsere Be­satzungen, von Küstenartillerie wirksam unterstützt, und ermöglichen dadurch Ab­setzbewegungen aller übrigen Truppen in Richtung auf Lyon. In Gebirgsgelände öst­lich der Rhone kämpfen unsere Flanken­sicherungen mit feindlichen schnellen Ver­bänden, die sich unseren Bewegungen im Rhone-Tal vorzulegen versuchen.

Vorpostenboote versenkten vor der Schelde-Mündung ein feindliches Schnell­boot und schossen mehrere andere in Brand. Nach hartem Kampf ging dabet ein eigenes Boot verloren.

Im belgisch-französischen Raum wurden 202 Terroristen im Kampf niedergemacht.

Das Vergeltungsfeuer auf den Großraum von London wurde bei Tag und Nacht in verstärktem Maße fortgesetzt.

Aus 11 a 1 i e n werden außer beiderseitiger Aufklärungstätigkeit keine besonderen Er­eignisse gemeldet.

Im S ü d e n der O s t f r o n t kämpfen sich unsere Truppen, nachdem Teile der rumä­nischen Verbände auf Aufforderung der kö­niglichen Verschwörer-Clique den Wider­stand gegen die Bolschewisten eingestellt haben, weiter auf Pruth und Sereth zurück. Zahlreiche feindliche Panzer wurden dabei vernichtet.

Zwischen den Karpaten und der

J?' Hamburg, 25. August. Für be- WrJ 6 Bewahr ung im Kriegseinsatz und in ktlt j enn , un 9 der stets opferbereiten Tätig- er deutschen Handelsschiffahrt in die-

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Emn ** n d * e Kapitäne Kurt Harder v *rtipn.*i 1 p s das Ritterkreuz des Kriegs- slätthaii kr ® uzes mit Schwertern. Reichs- ä B Dm, 61 ^ au t e iter Kaufmann überreichte Ntänon den beiden verdienten Ka-

" nea die hohe Auszeichnung.

Ku ri Harder, am 2. 11. 1886 in 5in besonder* 1 ' ' Wobm ' laft i n Bremen» ist

Verse

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Extrateile I

Kapitän ri tS bew ährter Handelsschiffs- T ?Sgkdt Li 6 ®, ailf . eine vierzigjährige ^kblicke Norddeutschen Lloyd zu- konnte s i r k J cat ? n .. Kriegsausbruch

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der war dann in der Nord- tsondp, erwies sich hier

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zwischen 12

Haltung.

Kapitän Emil Arps ist am 29. August 1894 in Meldorf (Holstein) geboren und in Ham­burg wohnhaft. Während dieses Krieges war er ebenfalls in der Nordlandfahrt be­schäftigt, u. a. an der Norwegenbesetzung beteiligt. Er konnte durch das disziplinierte Verhalten seiner Besatzung und durch sein eigenes Können der Fliegerangriffe und Mi­nengefährdungen Herr werden.

Ein Pionier des Schiffbaues

dnb. Berlin, 25. August. Der Führer verlieh auf Vorschlag des Reichsministers iür Rüstung und Kriegsproduktion, Speer, das Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern an. den Leiter des Haupt­ausschusses Schiffbau Generaldirektor Otto Merker.

Die Ueberreichung der hohen Auszeich­nung nahm anläßlich eines Stapellaufes in Gegenwart von Reichsminister Speer Kor­vettenkapitän L u e t h , Träger der höchsten deutschen Tapferkeitsauszeichnung, vor. Hauptausschußleiter Merker ist der Vor­kämpfer eines neuen Schiffbaues. Er hat sich durch die Einführung und kompromißlose Verwirklichung umwälzender Produktions­methoden entscheidende Verdienste um den Kriegsschiffbau erworben.

Weichsel wurden starke örtliche An­griffe der Bolschewisten zerschlagen.

Im Welchselbrückenkopf nordwestlich B a r a n o w haben unsere Infanterie- und Panzerdivisionen, von Fliegern und Flak­artillerieverbänden wirksam unterstützt, feindliche Durchbruchsversuche nach Nor­den in harten Abwehrkämpien and erfolg­reichen Gegenangriffen vereitelt Zwei Pan­zer- . und,. zwei mech. Korps sowie 12 Schützendivsionen der Sowjets erlitten da­bei schwerste Verluste. 1 In der Zeit vom 11. bis 23. August wurden in diesen Kämp­fen 434 feindliche Panzer und 634 Geschütze erbeutet oder vernichtet. Zwischen Bug und Narew wurde auch gestern der vom Feind erstrebte Durchbruch- in erbittertem Ringeh vereitelt. 39 feindliche Panzer wurden dabei abgeschossen.

Westlich M o d o h n scheiterten wieder­holte feindliche Angriffe. Auch nordöstlich Walk blieben erneue Angriffe der Bolsche­wisten erfolglos. In mehrtägigen erbitterten Kämpfen wurde hier der Ansturm von zehn sowjetischen Schützendivisionen, die durch Panzer- und Granatwerferverbände verstärkt waren, abgeschlagen. Im Raum von Dorpat fingen deutsche und estnische Truppen starke feindliche Angriffe auf.

In Luftkämpfen nnd durch Flakartillerie verloren die Sowjets gestern 58 Flugzeuge. Hiervon schoß der mit dem Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnete Oberleutnant Hart­mann, Stafielkapitän in einem Jagdgeschwa­der, allein elf Flugzeuge ab und errang da­mit seinen 301. Luftsieg.

Bei eihem erneuten Luftangriff auf einen nordnorwegischen Marinestützpunkt wurden

Modernlte brifilche Kriegslchiffe

Eigener Bericht

rd. Berlin, 25. August. Aus dem Nord- m e e r ist in den letzten Tagen eine be­sonders lebhafte Seekriegstätig­keit gemeldet worden. Dazu gehören außer sowjetischen und englischen Luft­angriffen auf deutsche Stützpunkte in Nord­norwegen, die für den Feind sehr verlust­reich waren, erfolgreiche Opera­tionen deutscher Untersee­boote. Sie sind jetzt zweimal im Wehr­machtbericht angesprochen worden. Durch die Versenkung von mindestens sechs Kriegsschiffen wurde dem Feinde in jenem Seegebiet schweren Schaden zugefügt, durch das die Seeverbindung von England nach den sowjetischen Nordhäfen führt.

Die Kreuzer der Dido-Klasse sind erst während des Krieges gebaut wor­den. Sie haben eine Wasserverdrängung von 4545 To. und eine Gschwindigkeit von 33 Seemeilen. Ihre gesamte Artillerie ist gleichzeitig für den Beschuß von See- und

von Marineflakartillerie und Sicherungsfahr- zeugen 20 britische Flugzeuge abgeschossen.

Bei einer Operation unserer Unterseeboote im Nordmeer wurden außer dem am 23. 8. gemeldeten Kreuzer ein Hilfsflugzeugträger und vier Zerstörer versenkt Ein weiteres Kriegsschiff wurde durch Torpedotreffer schwer beschädigt.

Nordamerikantsche Bomber griffen meh­rere Orte in Nord- und Mitteldeutschland so­wie im Sndetenland und in Böhmen an. Hierbei wurden besonders die Städte Kiel und Pardubitz getroffen. Luftver­teidigungskräfte brachten bei diesen An­griffen 48 feindliche Flugzeuge, darunter 43 viermotorige Bomber, zum Absturz.

Durch besondere Tapferkeit ausgezeichnet

dnb. Aus dem Führerhanptquar- t i e r, 25. August Zum heutigen OKW- Bericht wird ergänzend mitgeteilt:

In den erfolgreichen Abwehrkämpfen an der Weichsel und nordostwärts Warschau haben Truppen des XXXXVI. Panzerkorps in der Zeit vom 18. bis 22. August 151 Pan­zer vernichtet, während das IV. H-Panzer- korps im gleichen Zeitraum 98 Panzer ab' schoß.

Bei Wilkowischken hat sich das mehrfach bewährte Fallschirmjäger-Regiment 16 unter Führung von Oberstleutnant Schirmer erneut hervorgetan. Bei den Kämpfen im Raum von Modohn zeichnete sich die pom- mersche 32. Infanterie-Division unter Füh­rung des Ritterkreuzträgers Oberst C o s z - mala durch besondere Tapferkeit aus.

Luftzielen eingerichtet. Diese Kreuzer sind mit acht bis zehn 13,2-cm-Geschützen, 8,4- cm-Geschützen und 16 Maschinenwaffen zur Flugzeugabwehr sowie sechs Torpedorohren bestückt. Bisher waren schon fünf Kreu­zer der Dido-Klasse deutschen Untersee­booten zum Opfer gefallen.

Bel den Hilfsflugzeugträgern der Engländer und Nordamerikaner handelt es sich um große und schnelle Frachtdamp­fer, die mit einem Flugdeck versehen wor­den sind und vorwiegend im Geleitdienst verwendet werden. Sie wurden gebaut, als der Feind durch die hohen Verluste an großen Flugzeugträgern genötigt war, sich schnell Ersatz zu schaffen. Die neueren Ty­pen haben eine Wasserverdrängung von 17 600 BRT, sind 150 m lang und laufen 16 bis 17 Seemeilen. Sie können bis zu 30 Flugzeugen an Bord nehmen. Jeder Ver­lust eines solchen Schiffes trifft also den Feind empfindlich. Bisher haben die Eng­länder den Untergang der Hilfsflugzeug­trägerAudacito" undAvenger.', die USA den derBlock Island" eingestanden.

Brillanten für Staffelkapitän Hartmann

Sieger in 301 Luftkämpfen Führer der erfolgreichsten Jagdstaffel

dnb. Führerhauptqnartler, 25. August. Der Führer hat am 25. August Oberleutnant Erich Hartmann, Staffel­kapitän in einem Jagdgeschwader, das Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes als 1 - 8 . Soldaten der deutschen Wehrmacht an­läßlich seines 300. Luftsieges verliehen.

Oberleutnant Hartmann, vernichtete, wie von uns bereits gemeldet, am 24. August in Luftkämpfen über dem Mittelabschnitt der Ostfront erneut 11 sowjetische Flug­zeuge und steigerte damit die Zahl seiner Abschüsse auf 301. In einem Aufstieg ohne­gleichen setzte sich der junge Offizier, der eben sein 22. Lebehsjahr vollendete, an die Spitze der besten deutschen Jagdflieger.

Schon im Juni dieses Jahres vollendete er das erste Vierteltausend seiner Luftsiege,

Eichenlaub für fr-Führer

Berlin, 25. August. Der Führer verlieh am 19. August das Eichenlaub zum Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes an Ü-Ober- sturmführer Heinz Macher, Kompanie­chef in der ff-Panzer-DivisionDas Reich", als 554. Soldaten der deutschen Wehrmacht.

Ferner verlieh der Führer das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an ff-Obersturmiührer Hans C o 11 a n i, Kommandeur des ff-Frei- wiiligen-Panzer-Grenadier-Regiments 49De Ruyter*.

ff-Obersturmbannführer Collani fiel am 29. Juli 1944.

Vo» (fottet (faadeit

Von

Kurt G. Stolzenberg

Als der rumänische Kronprinz Michael noch bei der Mittagstafel mit Bleistift Hakenkreuze auf das Tischtuch malte, um seinen Vater Carol und dessen Judenbraut zu ärgern, wurde dieses prinzliche Spiel voa manchen Leuten mit Wohlgefallen weiter berichtet Das taten solche, die von der neuen europäischen Geistesbewegung mal irgendetwas hatten läuten hören und sie genau so einschätzten wie unser eigenes nationales Bürgertum einmal die Hitler- Bewegung. So glaubten denn naive Leute, in Michael einen wackeren Vorkämpfer für neues Rumänentum und einen Verbindungs­mann zu der mächtigsten jungen Partei zu besitzen, die auf dem Kontinent den Ton angab. Es war natürlich eine Täuschung.

Denn wenn man jeden, der einmal ein Hakenkreuz' aus Mutwillen irgendwo ani bringt, oder ein Abzeichen ins Knopfloch steckt, für einen echten Nazi vom allein­gültigen Typ des SA.-Mannes halten könnte, wäre die Münchener Erhebung von 1923 glatt gelungen. Die Michaels aber malten seit je­her mit Narrenhänden und dachten andern­tags auch schon wieder etwas ganz anderes. Als der junge Mann, der als kleines Kind König wurde, dann wieder Kronprinz und dann nochmals König, heranwuchs, richtete sich sein Interesse mehr auf Automobile, an denen er eifrig herumbastelte. Die Autos und alsbald auch die Damenwelt lagen, ihm mehr als seine monarchische Aufgabe, und er übte die königlichen Rechte in erster Li­nie in seinem Privatleben aus, so z. B., wenn er bei höchst-dero Bummel walla- chische Bauern mit der Reitpeitsche vom Bürgersteige Seiner Ha^tstadt jagte. Im übrigen regierte der Staatsmann Antonescu, und* man sah in der ofriz*-!len Oeffentlich- keit nur bisweilen den König aufgeschirrt wie ein Zirkuspferd mit Orden und Schär­pen, die ehrliche Leute in einer langen Kette von Einsatz, Tapferkeit und aufop­fernder Arbeit sich erwerben pflegen.

Es gehören nun einmal solche gekrönten Müßiggänger zu den sinnlos gewordenen Ueberbleibseln derguten" alten Zeit des Gottesgnadentums, da mehr oder minder schräge Fürstlichkeiten an der Trense ihrer Adjutanten und Kabinettchefs bei öffent­lichen Empfängen und Ausstellungseröffnun­gen einhertrabten und gnädigst geruhten, irgendwelchen Heck-Meck zu betreiben. Sie waren zweifellos ein Stück Mittelalter, und in unserer Zeit, da sich das soziale Leben weithin verlagert, hat mit Recht ein großes Monarchensterben eingesetzt. Einer nach dem andern purzelte vom vergoldeten Holze, und die Völker waren nicht böse darum. Allerdings brach fast überall, wo Entthronungen stattfanden und gut gepflegte Herren mit dem Familiensilber bewaffnet ins Exil gingen, zunächst einmal das au/ das monarchische Prinzip gegründete Staats­wesen zusammen. Das hatte zunächst immer großen Wirrwarr zur Folge. Diejenigen, die diesen Wirrwarr verhältnismäßig schnell und erfolgreich hinter sich brachten, waren wir Deutsche. Im übrigen können wir von uns wenigstens noch sagen, daß 1918 das gekrönte Oberhaupt unseres Landes zwar als ein seiner Aufgabe nicht gewachsener Mann, doch ohne vom Verrat befleckt, nach Holland ging. Wilhelm II., machtmäßig be­deutungslos qeworden und in den Halluzi­nationen einer Museums- und Theaterwelt befangen, konnte wenigstens mit seinem Ab­gang noch für sich in Anspruch nehmen, den Richtlinien zu entsprechen, die ihm seit der Erziehung durch den verknöcherten Professor Hinzpeter zur Pflicht des verfas­sungsgemäß regierenden Herrschers gemacht worden waren. Danach mußte er logischer­weise dem Willen der Minister weichen. Die übrigen deutschen Fürstlichkeiten, sa viel an schwerem Schaden sie in allen Kri­senzeiten durch ihr bloßes Dasein ihren Ländern zugefügt hatten (siehe Bismarcks Gedanken und Erinnerungen!) gingen 1918 ebenfalls meist mit passabler Haltung ab. Im Auslande dagegen gab es Mord und Skandal. Der Kaiser von' Rußland wurde, weil 'die Briten für diesen ihren im Dienste Englands sich verzehrenden Bundesgenossen keinen Finger rührten, kurzerhand mit sei­ner Familie aufs scheußlichste umgebracht. Der türkische Sultan mußte fliehen. Oester­reich-Ungarns Karl von Habsburg-Parma machte den gekrönten Verrat modern.

So begann es dann nach dem ersten Weltkriege in Europa von entthronten Für­sten und stellungslosen Thronerben nur so Zu wimmeln. Entweder machten sie es wiq Don Manuel von Portugal, der in Paris und London ein flottes Leben führte und nicht daran dachte, sein lästiges Aemtchen wie­der zu übernehmen, oder wie Alfonso vor- Spanien, der im Auslande darauf wartete, daß ihn sein Volk wieder rufen würde. Denn davon hing ja eine Wiederkehr der Exmonarchen auf jeden Fall ab, wenn Sire Würde auch, wie es amtlich immer noch hieß, von Gottes Gnaden stammte. Al?, die alten Gewalten, die sich in England noch eine brüchige Hochburg erhalten hatten, sich 1939 entschlossen, der freien Entwick­lung der Völker entgegenzutreten, wuchs das Königssterben von neuem an. In vie­len Ländern, die nicht wie die Ungarn die