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«»sdemFührerh-LPtquartier, ,, Lltaber- Das Oberkommando der Wehret M bekannt:
Nördlich des Asowschen Meeres und am ,i «leren Dnjepr setzte der Feind gestern an m bisherigen Schwerpunkten seine heftigen »«rchbruchsversuche fort. Sie wurden in er- Mtertem Ringen abgeschlagen, einige iirt> Me Einbrüche abgeriegelt. An der Pripjet- Mdnng und im Raum von Eomel brachten ,ch Abwehr feindlicher Vorstöge eigene „angriffe Ecländegewinn Starke feindlich Angrijfe im Raum westlich Smolensk ichiierien wiederum unter besonders hohen Kiliisten der Sowjets, die dabei über sünf- ,i» Panzer verloren. Die Luftwaffe hatte iiich wiederholten wirkungsvollen Einsatz Uckr Kamps- und Nahkampffliegerverbände ,, diesem Abwehrcrfolg besonderen Anteil. An der übrigen Ostfront, auch südwestlich Mlije Luki, herrschte nur örtliche Kampf- Wgleit.
tzri «ergcbliche» feindlichen Luftangriffen wen ein eigenes Geleit in den Gewässern >is hohen Nordens wurden von Jagd- und Mörerverbänden 28 und von den Siche- mgssahrzengen der Kriegsmarine vier der „zreiscndcn Flugzeuge abgeschossen. Jns- ps«t verloren die Sowjets in den letzten chiMdzivanzig Stunden an der Ostfront ,»b im hohen Norden 102 Flugzeuge. Fünf nzm Flugzeuge gingen verloren, ha Tüditalien griffen starke britisch-nord- mmbmische Kräfte gestern im Volturno- Mnitt und nordwestlich Venevento an. Nr Angriffe brachen , im zusammengefaßten Umhrseuer oder im Gegenstoß zusammen.- Ntllenweife sind noch harte Kämpfe im chaze. Leichte deutsche Kampfflugzeuge er- Mn im Golf von Neapel auf einem grast» feindlichen Kriegsschiff einen schweren !»!!»,
Wenige feindliche Störflugzeuge warfen stfiern über westdeutschem Gebiet planlos lilize Bomben.
Meäsr rilllisrssselisilk kür kronlurlsudsr
tzerlin, 11. Oktober. Als Dank des Wrers für ihren Einsatz erhalten ab 15. Wobei igg:; die Angehörigen aller Wchr- mchtteile und der Waffen-^ sowie die An- sthörigen der im Rahmen der Wehrmacht Mühten verschiedenen Organisationen der plamtcn Ostfront, aus Italien, Griechen- l«d, Terbien, Kroatien und Norwegen, so- me olle zum Kampf eingesetzten U-Boot- Mangen und das zum Kampf eingesetzte Agende Personal der Luftwaffe, die als bemilndete, Kranke oder als Urlauber in m Heimat kommen und den Berechtigungs- mmrl in ihren Papieren haben, wieder ein Bhrergeschenk in Gestalt eines Lebens- nittelpakets oder eine entsprechende «onderlebensmittelkarte inVer- mdnng mit einem Geldbetrag von ikh» Reichsmark.
Tos Fiihrerpaket wird, ebenso wie das W Mal, nur einmal ausgehändigt und »» Empfang im Soldbuch oder Ausweis «merkt. Die Sonderlebensmittelkarte, die «»ausgegeben wird, wenn der Empfangs- «Mtigte das Pakett nicht erhalten hat, »m von der Kartenausgabestelle des Hei-
oder llrlaubsortes zusammen mit den Eaiibslebensmittelkarten oder von den Dritten ausgegeben und berechtigt zum Wg der gleichen Menge Lebensmittel.
5 reitag, 1 S. Vktober 1 S 4 Z
der NationalsoziaUften vremens
flmtliches verkünvungsblatt ves Ncichsstakkizalkers in Oldenburg und Vremen
kinzelpreis lS 6ps.
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^/oc^ 5 snc/s ^s/nc/snttöusc^ung Ü^S 5 c/sn /(crmp/vsf/ou/ — /(/cs5Sf unc/ /n51656
05c/nung o/§ 5/c/i656 ^/6g65^Ü5gLc/icr/t
Llückvünsclis ÜS8 kükrsrs
8ttlin, 11, Oktober. Der Führer hat n>«sl Majestät dem König von Afghanistan ^ liinem Geburtstag am 15. Oktober mit am jn herzlichen Worten gehaltenen Te- 4reinm seine Glückwünsche übermittelt.
Drahtbericht uuserer Berliner Schriftleitung Dr. v. sck. Berlin, 11. Oktober. Heftige Durchbruchsversuche der Sowjets nördlich des Asowschen Meeres und am mittleren Dnjepr im erbitterten Ringen abgeschlagen und starke feindliche Angriffe im Raum westlich Smolensk gescheitert — diese Formulierungen des Wehrmachtberichtes lassen erkennen, daß der Gegner die Frist bis zum endgültigen Eintritt der herbstlichen Schlechtwetterperiode bis zum äußersten auszunutzen versucht, um den Uebergang der Kampfhandlungen zum Stellungskrieg auf einer Front zu verhindern, deren Verlauf nach den planmäßigen Absetzbewegungen des Sommers von der deutschen militärischen Führung bestimmt wird. Mit dem stationären Zustand, wie er am mittleren Dnjepr und auf der Sehnenlinie nach dem Asowschen Meer hin seit' nunmehr drei Wochen bereits besteht, und hinter der der Gegner bestimmte strategische Pläne wittert, scheinen sich die So- ets ganz und gar nicht abfinden zu können. Wenn sie bei dem einen Angriff mit blutigen Köpfen heimgeschickt wurden und mit den furchtbarsten Verlusten bezahlen mußten, so versuchen sie es nach einer Kampfpause von wenigen Tagen, nach der Konzentration neuer Kräfte und offenbar unter Zugriff auf letzte besonders aufgesparte Reserven immer noch einmal. Mit der tatsächlichen und mitunter auch nur scheinbaren
Verschiebung der Schwerpunkte verfolgen sie dabei offenbar die Absicht, unsere militärische Führung zu täuschen und zur Verzettelung der Kräfte zu veranlassen. Nachdem die Sowjets zunächst um ihren Einbruch im Raum von Newcl ein übermäßig lautes Geschrei angestimmt hatten, mußten sie dort zumindest vorübergehend auf die Fortführung ihrer angekündigten weitgesteckten Pläne verzichten. falls es sich nicht überhaupt hier um ein Täuschungsmanöver gehandelt hat. Der Wehrmachtbericht meldet aus diesem Frontabschnitt nur örtliche Kampftätigkeit. Dagegen rennen die Sowjets nun wieder mit der ganzen Wut der Verzweiflung gegen die Eckpfeiler der Sehnenstellung zwischen Saporoshje und Melitopol an, die von ihnen aus begreiflichen Gründen ganz besonders
der Ostfront in der Tendenz treffen, den Optimismus abzubremsen, so ist das natürlich vor allem in der langsam aufdämmernden Erkenntnis des wirklichen Tatbestandes begründet, vielleicht aber auch zu einem Teil, im Hinblick aus die kommenden Verhandlungen, von politischen Gesichtspunkten aus bestimmt. Wir verzeichnen darum auch derartige Ausführungen mit vollkommener Gelassenheit, auch wenn sie im schreienden Gegensatz zu dem hysterischen Siegesgeschrei vor ernigen Wochen nunmehr den Tatsachen mehr Rechnung tragen und unsere eigene Auffassung und Darstellung weitgehend unterstreichen. Jedenfalls erscheint es uns symptomatisch für die inzwischen durchgebrochene Erkenntnis im Feindlager, daß mit der Spekulation auf die stfront und aus die Auswirkungen des Ba
als Dorn im Äuge empfunden werden. Hier, Hoglio-Verrats der gesamtstrategische Plan
und am mittleren Dnjepr hat das erbitterte' -
Ringen sich fetzt wieder. zu einem neuen Höhepunkt gesteigert.
Abgesehen pon den militärischen Plänen dürften bei diesem sturen Amoklaüs der Sowjets auch politische Erwägungen eine Rolle spielen. Der Wunsch, bei Beginn der amerika- nisch-englisch-sowjctischkN Aussprache über die weitere militärische und politische Kriegführung mit besonderen Erfolgsmeldungen aufwarten zu können ist ganz unverkennbar.
Wenn umgekehrt sich in den letzten Tagen fast alle englischen Betrachtungen zur Lage an
der gegnerischen Koalition für dieses Jahr zusammengebrochen ist, — wenn die britische Zeitschrift „Spectator" in einer Betrachtung über die Ostfront zu der Schlußfolgerung gelangt daß die deutschen Truppen dort eine wunderbare Leistung vollbracht hätten und immer noch die besten Streitkräfte in der Welt seien, und wenn gleichzeitig die Mehrzahl, der militärischen Mitarbeiter der englischen Presse jetzt in die gleiche Kerbe schlagen.
Lyrill Falls geht sogar so weit, daß er öffentlich die Glaubwürdigkeit der sowje-
(Fortsetzung auf Seite i)
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Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung
är. V. sck. Berlin, 14. Oktober. Aus den USA. liegen Nachrichten vor, die den räuberischen Charakter des Anschlags auf die Azoren besonders grell beleuchten. Washingtoner Militärkreise würdigen die Bedeutung der portugiesischen Inselgruppe für den U-Boot- Krieg nur oberflächlich. Dagegen werden die imperialistischen Absichten im Hinblick aus das von den Pankees geplante strategische 'Stützpunktsystem auf dem ganzen Erdball stark in den Vordergrund gerückt. Zusammen mit den Kanarischen Inseln, mit Madeira und den Kapverden, so heißt es da, bildeten die Azoren die wichtigsten Glieder der „östlichen Sicherheitskette" der Vereinigten Staaten. Dann kommt der ganz dicke Pferdefuß: Man hoffe in Washington, so wird ganz ohne falsche Scham festgestellt, daß die Vereinigten Staaten auch im Frieden diese Stützpunkte auf den Inseln behalten könnten. Der militärische Mitarbeiter der New Park Times" meint, daß amerikanische Stützpunkte auf den Azoren die Vasen aus dem afrikanischen Festland, wie Dakar, für die Vereinigten Staaten überflüssig machen würden. Auf diese Weise werde es vielleicht möglich sein, große Land- und Flottenstreit- kräfte einzusparen.
Die strategischen Ueberlegungen der amerikanischen Militärs in diesem Zusammen
hang sind füg: uns weniger interessant. Wesentlich für die gesamte Weltöffentlichkeit aber sollte die unverhüllt ausgesprochene Absicht sein,, einen durch Erpressung und schnöden Vertragsbruch begangenen Raub für alle Zeit zu behalten. So sieht ein britisches „Abkommen" mit einem neutralen Staat aus, dem man gleichzeitig gemein verlogen versichert, daß die getroffenen Maßnahmen „nur zu feinem eigenen Schutz" gedacht seien, und daß man selbstverständlich seine Souveränität nicht antasten werde! Die amerikanischen Kommentare bringen auch jeden Zweifel daran zum Verschwinden, daß Churchill zwar dieses Ding drehen mußte, daß er aber auf Befehl seines Eängsterbofses Roose- velt gehandelt hat, der heute die bei weitem gefräßigere Räubermacht repräsentiert.
Die andere Seite des Azorenraubes ist in der unverkennbaren Absicht Londons und Washingtons zu erblicken, einen Präzedenz- fäll auch gegenüber anderen neutralen Staaten zu schaffen, sie also gewissermaßen psychologisch auf kommende Erpressungsmanöver vorzubereiten. Unmittelbar nach der Bekanntgabe des Azorenraubes durch Churchill erhob bereits der „Daily Expreß" plump drohend den Finger mit dem Bemerken, daß andere Neutrale sich gefälligst und baldmög- lichspan Portugal ein Beispiel nehmen möchten. Heute stößt die amerikanische Presse noch kräftiger in das gleiche Horn. Die „Newyork
Times" geht dabei am weitesten, wenn sie eine Betrachtung zu diesem Thema mit der Ueherschrift versieht: „Portugal führt den Aufmarsch der Neutralen". Nach einer groben Verdrehung der politischen Zusammenhänge ermähnt die „Newyork Times" Schweden und die Türkei, sie^ möchten eine ähnliche Haltung einnehmen. Die Absicht, gegebenenfalls erpresserischen Druck anzuwenden, klingt dann ganz unverblümt in der verärgerten Feststellung durch, daß die „ängstlichen Neutralen" immer noch nicht glaubten, daß die letzte Stunde/fetzt geschlagen habe. Sowohl in neutralen als auch in besetzten europäischen Ländern sei jetzt ein Punkt erreicht, wo nach der Parole „Schluß mit dem Krieg um jeden Preis" gehandelt werden müsse.
Worin dieser Preis bestehen soll. darüber kann man sich in den besonders angesprochenen Ländern keinem Zweifel hingeben, und man tut das auch nicht. Ein« oppositionelle schwedische Zeitung verweist auf die Londoner Presse, iit der von den Alliierten einzuräumenden Vorteilen nördlich, südlich und östlich von Deutschland gesprochen wird. durch die die Blockade verschärft und die Beweglichkeit der Alliierten Aktionen erhöht werden könnte. Das schwedische Blatt sagt dazu, daß deutlich an Schweden gedacht worden sei, und warnt eindringlich vor einer Nachgiebigkeitspolitik. deren Ende man nicht übersehen könne.
lluuptinann lluitsl, llragsr cias llicbsnlaubs stinke), Qruppenkommanäsur im Stuks- gsscbwaitsr Iminelmann, llog seinen 1500. ksinctsinsatr. llr ist äsr erste äsutsctrs lllis- ger, cisr eins so botis Dnestr! von llinsätesn sukeuvsissn tret. - Unser lliick reizt ikn karr vor einem neuen Start.
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Eigener DrahtLericht
- Manila, 11. Oktober. Unter feier- . lZlockengeläute in allen Orten der .'«»tausend Philippinen-Jnseln fand am M-rstag in Manila der Staatsakt > >, der dem Volk der Filipinos die natio- ? hreiheit verkündete. Am gleichen Tage " «e japanische Regierung ein« Erklärung »ach der anläßlich der philippinischen N°ngigkeitserklärung die japanische ""tarverwaltunq auf den .Philippinen "Mast worden ist.
M-Hl als 300 000 Zuschauer, die im,Lu- ^-park in der philippinischen Hauptstadt in, ^ gegenüber der Halle des National- >.,» .»wimmelt waren, hörten um neun Minuten die Bekanntgabe des
"Wenden des Zivilverwaltungsausschusses,
ge P Vargas, in der Nationalversamm- Ende der japanischen Militär- «"ung verkündete. Im Namen des gan- ^ sprach er dessen tiefe Dankbarkeit Anerkennung für die von Japan gelei- und Unterstützung bei der Errich- freien Republik der Philippinen aus. ".Eichend verlas der Staatspräsident k °/tz°riae Vorsitzende des Vorbereitungs- Josg P. Laurel, die Unabhangrg- EÄarung, die mit den Worten endet: ^lMk Filipos erklärt hiermit der gan- .'.daß es eine freie und unabhängige ist, daß es in Zukunft alle Rechte und alle Vorrechte beanspruchen die ihm als freiem und unabhängigem ir-y iuitehen, und baß alle seine Bürger lleidigung der Heimat und zur Erhal- '^ker Freiheit und ihres Eigentums
^Die llkr zeigte zehn Minuten vor zehn Uhr als die neuen Farben der Republik der 'Philippinen von dem 74 Jahre alten Helden des philippinischen Freiheitskampi-s General Aguinaldo, an dem Fahnenmast vor ^em Gebäude der Nationalversammlung aufgezogen wurden und die im Luneta-Park versammelten 300 0M die neue Natlona. Hymne anstimmten. Kutz nach zehn Uhr leistete der erste Präsident der Republik, Jo>ö P Laurel, den Eid auf die Verfassung. Seine feierlichen Worte unterbrachen die von, Luneta-Park heruberschallend-n Salutschüsse, die dem ganzen Volke Kunde von dem Höhepunkt des Staatsaktes gaben.
Dann hielt der Präsident seine Ant-it.s- rede Erhaltung und Ruhe und Ordnung. Umstellung der Wirtschaft aus die neuen Aussahen in Großostasicn und Forderung der ^Volksbildung seien die Hauptaufgaben des jungen Staates, erklärte er. Nationale Einigkeit und wahre Volksgemem^chatt s-^en die Grundlagen, aus denen dieses Werk voll. endet werde. Abschließend sprach der Ober. kommandierende der spanischen vlreir- kräfte auf den Philippinen, Deiieralleutnan Kuroda. der neuen Republik die Glückwünsche der japanischen Armee aus.
Anläßlich der Unabhängrgkeltserklarung
der Philippinen gab der indische kämvfer Subhas Ehandra B-se eine Erklärung ab. in der er die Philippmen sur ihre lirbtvolle Zukunft beglückwünschte und fest- stalte, daß die indische Bevölkerung, dre über
die endlich errungene Freiheit der Filipmos
gen haben werde. Der burmesische Staatspräsident Dr. Ba Man, richtete an den ersten Präsidenten der philippinischen Republik Laurel ein Glückwunschtelegramm, in dem er seine feste Entschlossenheit bekanntgab, mit den Philippinen in enger Zusammenarbeit den großostasiatischen Krieg durchzuführen. Auch der mandschurische Ministerpräsident gratulierte der neuen philippinischen Republik zu ihrer Wiedergeburt.
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Tokio, 11. Oktober. Nach der Erklärung der Unabhängigkeit der Philippinen hat Japan am 11. Oktober sofort seine Anerkennung der Regierung ausgesprochen. Am gleichen Tage hat die japanische Regierung den japanischen Sonderbotschafter für die Philippinen Murata zu ihrem ersten Botschafter bei der philippinischen Republik ernannt.
Gleichzeitig ist, einer Bekanntmachung des Jnformationsamtes in Tokio zufolge, ein Bündnisvertrag zwischen Japan und den Philippinen von dem japanischen Botschafter Murata ünd den Minister ohne Geschäftsbereich und Bevollmächtigten der philippinischen Republik Elaro M. Recto unterzeichnet worden. In diesem Bündnisvertrag wird der Wille zu enger Zusammenarbeit, die Achtung der Unabhängigkeit beider Staaten und die Absicht, ein größeres Ostasien zu errich-
1. Beide Länder werden verbunden sein durch dauernde gutnachbarliche Beziehungen und durch Freundschaft auf der Basis gegenseitiger Achtung der Souveränität und Hoheitsgebiete.
2. Beide Länder werden eng zusammenarbeiten in Angelegenheiten politischer, wirtschaftlicher und militärischer Natur für die erfolgreiche Durchführung des großostasiatischen Krieges. >
3. Beide Länder werden eng zusammenarbeiten für die Errichtung eines großen Ostasien.
1. Einzelheiten der Ausführung dieses Vertrages werden durch die zuständigen Behörden der beiden Länder beraten werden.
5. Der Vertrag tritt in Kraft an dem Tage, an dem er von den beiden Partnern ratifiziert worden ist.
6. Der Vertrag wird ratifiziert wecken und die entsprechenden Schriftstücke wecken in Manila sobald wie möglich ausgetauscht wecken.
Weiterhin sind dem Vertrag folgende Ausführungsbestimmungen angeschlossen. Der Hauptgrundsatz der engen militärischen Zusammenarbeit für die ersvlgreiche Durchführung des Großostasienkrisges soll sein, daß die Philippinen Japan jede Unterstützung angckeitzen lasten für die Durchführung militärischer Aktionen, und daß weiterhin Japan und die Philippinen eng zusammenarbeiten wecken, um den Gebiets- bestand und die Unabhängigkeit der Philippinen zu schützen.
HseUtteete
Von llrvin O. Oenrscb
Der USA.-Maiinemimster Knox hat kürzlich in einer Rede ein Programm der USA. zum „Aufbau der Welt" aufgestellt. In drei Punkten faßte er das Programm zusammen: 1. „Da die USA. am Ende des Krieges das stärkste Heer, die größte Flotte und Sie gewaltigste Luftwaffe besitzen (glaubt Knox), sollen sie ihren Beitrag zur Welt-Sicherheit auf Grund ihrer militärischen Ueberlegen- heit liefern". 2. Der Beitrag der USA. zur Wirtschaftsordnung soll „in der Sorge für freien Warenaustausch in der gesamten Welt" bestehen. 3. Die USA. sollen die „Organisation der Welt auflichten und führen, in der die freiheitsliebenden Völker auf ihre Rechnung" kommen.
Kürzer und deutlicher konnte der offizielle Anspruch der USA.-Weltherrschaft nicht gefaßt werden. Bemerkenswert ist die Wandlung der Ansprüche: 1910 forderten die USA. die Herrschaft über die „westliche Halbkugel", 1911—42 die Beherrschung des Atlantik und Pazifik dazu — heute ist es kurzerhand die Weltherrschaft, in die sich eine internationale Eeschäftsgemeinschaft teilen, will, denen dann Völker und Regierungen hörig sein werden.
Inzwischen mehren sich jedoch die Anzeichen, daß die Fundamente dieses „amerikanischen" Sieges erschüttert find, sogar dann, wenn dieser in Wirklichkeit erfochten werden sollte. Die Grundlagen der amerikanischen Gesell- schafts- und Wirtschaftsordnung sind nach 114 Jahren Krieg bereits Gegenstand einxr Umwandlung, an dessen Formung bzw. De- formierung sowohl Roosevelts Regierung als auch das einen Ausweg suchende Volk durch die Kriegsbedingungen beteiligt sind. Die sachlichen Stimmen der Militärs, die das Kriegsende bis frühestens 1919 voraussagen, klingen den allzu siegestrunkenen Pankees nun grell in den Ohren. Denn auch dann, wenn das alliierte Kriegsziel mit der Bol- schowisierung Europas heute erreicht wäxs. stünde Amerika allein im Kampfe gegen seinen Hauptfeind Japan, dessen Stellung in Ostasien „äußerst schwierig" zu bekämpfen sei. England und die Sowjetunion seien auch im Falls eines totalen Sieges in Europa für läng« Zeit gebunden und infolge erlittener Kriegsschaden zur Hilfe unfähig.
Diese nüchternen Feststellungen haben in der Heimatfront der USA. wie eine Bombe gewirkt. Das System des Liberalismus, die kapitalistische freie Wirtschaftsform und die demokratische Regnerungssorm wurden infolge der Kriegsbedingungcn schon so unterhöhlt und abgewandelt, daß das amerikanische Staatswesgn tatsächlich auf „autoritären" Prinzipien ruht und die demokratische Verfassung illusorisch ist. Die Bevölkerung der USA. hatte sich, wenn auch unter mancherlei Protest und Kämpfen, diesen kriegsbedingten Maßnahmen des Diktators Roosevelt und seiner Judenclique gefügt. Verführt durch den eigenen Machtdünkel, hat die Nation nie mit einer mehrjährigen Dauer des Krieges überhaupt gerechnet, geschweige denn mit dessen Ausdehnung bis etwa 1919. Die Belastungen, die sich nun für Volk und Staat der USA. ergeben, sollen durch den Mund ihrer Repräsentanten ausgezeigt werden.
Vizepräsident Wallace sagte in einer seiner jüngsten Reden voraus, daß „Amerika bald ?in erbittertes Ringen aus sozialem Gebiet erleben" wecke, wobei Roosevelt auf feiten der Arkleierschaft und Farmer gegen den „Kapitalismus des Mangels", d. h. gegen Großkapital und Großindustrie, -ämpfen werde. Wallace erklärte: „Wir wecken einen ruhmreichen Kampf haben. Ich begrüße dielen Kampf.-Je rascher er kommt und je heißer er wird, desto bester ist es. Die Feind« Roosevelts haben niemals ihre Politik verschoben. Der Präsident hat es getan, um den Krieg fortzuführen, aber die Bemühungen, alles was er an der Heimatfront erzielt hat, zu zerstören, schreiten fort." In feiner „Weltherrschaftsrede" von Detroit