Ausgabe 
(11.7.1943) 189
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vos flmlsblatt des Negierenden vürgermeistcrs der 5reien fjansestadt vremen

der NarionalsoziaUsten. vremens

flmNikffes verkündungsblatt des Ncicifsstaktsiallers in LUdendurg und vremen

Nr. 1SS, lZ. Jahrgang

Sonntag. 11 . Juli 194 Z

kinzelpreis 13 Nps.

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Se. nachdem die MM. 'r lunqe Tänzer - > erwacht Erigo,

1. Das war doch

DrahtberiSt unserer Berliner Schriftleitung ze.w. sei,. Berlin, 10. Juli. Das lang-

«wartete Unternehmen der Engländer und Amerikaner, über das sie schon seit vielen Monaten so laut und prahlerisch geredet

. ,j'V>'!i h,Len. ist nun endlich gestartet worden. Os-

Sirtentanz. aenau »I-nkundig haben sich unsere westlichen Eeg- Hcimat getanzt wiido »er dem immer ungestümeren Drängen der h hierher in dass,7.°' Bolschewiken nicht länger widersetzen können, -ick ° ^"Zaben schließlich aus den Befehl Mos-

«7 Dunkel» d- taus den Angriss gegen Sizilien begonnen,

inN Dichter der ki», das Ziel verfolgt, die Sowjets in ihrer v ,yeoannt ver Mrjmgnis zu entlasten. Darüber wird man

"'aer von ihm»,!nr den maßgeblichen Stellen im Feind-

dem Dorfe. Animri » ..

sioalle bewegt J°hrh»d,b r wieder rumänische Hin»

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laß o,z nach den Täler»s<:>

i 7 l^berschrchi h Viel Hunden und »in- sind sie gewandert. Mit ih arba in die Fremde gehn

sind schon unsere !l,O> !ande gewesen?" Dei Lch» h!" Eine seltsame W»M» -von Nun ist er gegen imi Er hat hier in der FreS m Stück-Heimat gesunde». Kriegsberichter Sieirr

ÜLurgfäie.

Familie des Dompteurs - Ehekrach. Er endete dni es Dompteurs ooi dnn i. in den sich der Lotte o e. dem Eheherren mit deil !rbost schrie: st raus. du Lackl, du Ä rasche hast!"

log» nicht im unklaren sein, daß das llnter- uehmen einen sehr blutigen Verlauf nehmen lonn.

Der Führer hat einmal in sehr drastischer Weise den Wunsch zum Ausdruck gebracht, daß sich die englischen und amerikanischen Truppen auf dem Boden des europäischen Festlandes zum Kampfe stellen möchten. Die Auffassung, daß wir den Gegner am leich­testen schlagen können, wenn der Kamyf von uns mit dem Vorteil der inneren Linie auf dem Kontinent geführt werden kann, bleibt auch weiterhin in Geltung. Die Feinde wis­sen das auch ganz genau, und darum waren die meisten Betrachtungen zum Jnvasions- thema von bangen Vorahnungen durchzogen. In den verschiedensten Tonstärken wurde das große Risiko bei jedem Landungsunterneh­men angesprochen. Die Forderung nach der Invasion stand immer im Zeichen des Zwan-

Lelslläsgevinil bei Sjeigoroü

Zeit c/sm 3.1u//1227 3ovv/stpcrnrs/ vsrnfcktst /m Orten vv/scist 119 /-sinci-

jiugrsugs obgsrc/iorssn 0-6oots verrenkten erneut 31OOO 6K1.

Aus dem Führerhauptquartier, 10. Juli. s gönnen. Er traf sofort auf heftige Abwehr Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be-! auf der Erbe und in der Luft. Die Kämpfe Knut:2n der großen Schlacht von Vjel-! sind im Gange.

aorod und Orel erzwängen Truppen des ^ Britische Bomber griffen in der vergange­neres und der Wasfen-ff gegen verbissenen Nacht westdeutsches Gebiet an. In Wohn- Worstand neu herangeführter feindlicher vierteln, besonders der Stadt Bochum, ent­kräfte weitere Angriffserfolge. Wahrend. standen Gsbäudsschäden und Brände. Bis- »ördlich Bjelgorod erheblicher Eeländege-' h^r wurde der Abschuß von elf feindlichen rinn erzielt wurde, entwickelten sich südlich Bombern festgestellt. Zwei weitere feindliche Orel schwere Artilleriekämpfe Die Gesamt- Flugzeuge wurden über den besetzten West-

zahl der seit dem 5. Juli auf dem Schlacht- gebieten und dem Atlantik vernichtet. Von

W liegenden abgeschossenen oder erbeuteten ^ Seestreitkräften, der Bovdflak von HaNdels- Piuzer hat sich auf 1227 Erhöht. Die Luft- schiffen und der Marineflak wurden in der

" "" " ' "' Zeit vorn 1. bis 10. Juli 21 feindliche Flug­

zeuge abgeschossen.

Deutsche Unterseeboote griffen erneut stark gesicherte Eeleitzüge an. Sie versenkten in hartnäckigen Kämpfen unter der brasiliani­schen Küste und im Mittslatlaniik insge- siwmt acht Schiffe mit 31000 BRT."

«sie grisf mit starken Verbänden in die kinrpse des Heeres ein. Jagdfliegerkräfte imd Flakartillerie der Luftwaffe schössen gestern IIS Sowjetflugzeuge ab.

In der Nacht zum 10. Juli hat der Feind init Unterstützung starker See- und Luft- stmtkräfie den Angriff auf Sizilien Le-

ges, des politischen sowohl wie des mili­tärischen. Den Sieg, den wir auf dem ent­scheidenden kontinentalen Sektor bereits ge­wonnen haben, kann man uns nur durch den Angriff auf Europa streitig zu machen suchen. Außerdem wird die widernatürliche anglo-amerikanisch-bolschewistische Koalition immer stärker gefährdet, wenn dem ständig lauter werdenden Ruf Stalins nach' der zweiten Front nicht schnellstens Genüge ge­tan wird. Die Lage hat natürlich durch die Entwicklung der Kämpfe >im Raum von Kursk eine neue kritische Zuspitzung erfahren. Die so für die anglo-americkanische Krieg­führung entstandene Zwangslage wurde be­sonders deutlich auf einer Kundgebung in Newyork zu Ehren der sowjetischen Kultur- mission charakterisiert, wo der Jude Stephan Wise sagte, daß man die Invasion in Europa nicht eine Stunde länger als notwendig hin­auszögern dürfe. Im gleichen Sinne schrieb dieser Tage dasNews Chronicle", wenn es in diesem Jahre keine zweite Front gebe, könne der Ausaang dieses Krieges nicht mehr abgesehen werden. Jedenfalls sei dann die vielgerühmte alliierte Zusammenarbeit kei­nen Pfifferling mehr wert.

Auf diesem Hintergründe der Zwangslage muß man das Landungsunternehmen der Gegner im Südosten von Sizilien betrachten und würdigen. Man kann den Gedanken nicht völlig zurückweisen, daß der erfolgreiche deutsche Gegenangriff im Osten die Feinde zu einem etwas überstürzten Handeln im Mit­telmeer veranlaßt hat. Die Kräfte, mit denen sie jetzt ihr Unternehmen gestartet haben, standen ihnen auch schon an dem Tage zur Verfügung, an dem der Kampf in Afrika beendet war. Bis jetzt haben die Engländer und Amerikaner noch keinen Ver­such gemacht, auf den Kontinent selbst zu ge­langen, wo wir die Landverbindungen für Tvuppenoevschiebungen und Nachschub zur Verfügung haben würden, während der

(Fortsetzung aus Seile 2j

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Wie der WchrmaAtberiKt vom S. Juli melde!, setzt M das Rinnen im Raum vo« Bjelgorod und Orel mit gesteigerter Hei­ligkeit sort. Der folgende Bericht des ^.Kriegsberichters gibt eine packende Schilde­rung der bisherigen Kämpfe.

.. in. Juli. (?L.) In zügigem

6«Mstoß sind die Grenadiere eines ff-Pan- iÄorps gemeinsam mit den Verbänden des hm» tief in die Reihen der bolfchewisti- G» Angriffsarmeen zwischen Bjelgorod !>»d Orel eingedrungen. Die mehr als N Kilometer tiefe Angriffsstelluwg des Mildes ist in unvorstellbar hartem Ringen Achbrochen und liegt bereits in unserem Men. Rauchende Trümmer modernster swjetischer Panzer, unzählige Mengen an ittät und Waffen, zerschossene Stellungen, «richtete Erabensysteme. brennende Häuser « Zeugen von dem Bernichtungskampf, «s sich in den letzten drei Tagen hier ab­hielt hat.

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heftige Panzer-

Staubwolken verhüllen die Land- . und stehen manchmal wie Schleier pichen den Grenadieren und den schon vorwärtsdrängenden Sturzkampfge- Mwern unserer Luftwaffe, die in vorbild- Zusammenwirken mit unseren Pan- Wrbänden in nicht abbrechenden Ein- M in die feindlichen Massen Tod und .Arbeit bringen. Rollenden Festungen m«! brechen die mächtigenTiger"-Panzer 7^Dichtauf folgen die Schützengruppen der Mnsergrenadiere. Eine hef '

'l°ht ist entbrannt.

,,a;7?°!ich^u>istcn glaubten durch ihren An- ö p °>e deutsche Abwehrfront eindrücken zu N»»'"' Er Stille hatten sie gewaltige "" Truppen und Material zusam- » Elogen, um durch die ungeheure Massi- ii,«n Kräfte jegliche Gegenwehr von bi chlszuschalten. Sie rechneten da- E dem kühnen Angriffsgeist un- u, I'b'rmrzen Grenadiere, die dem Feinde öid's "uhinblick des eisten Vorstoßes das Äm-n b Handelns entrisien und aus der ""°rrziiglich in den Gegenangriff rechneten vor allen Dingen reim,.', mathematisch genauen Zusam- - aller deutschen Waffengattungen - veeres und der Luftwaffe.

Hutze der Nacht wurden die feind-

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ii> Arlrchisvorposten mit Flammenwer- ßb»,»» vernichtet. Pioniere

ch.A "rßrere Gassen durch die Minen- "di» m kindlichen Stellungen. Beim "gengrauen raste ein Trommelfeuer, sä,«,, burch Masseneinsatz von Sturzkamps- l!i»d,i-.,A° Kampfgschwadern. über den ^ugrisssraum. Im eigenen traten die sf-Panzergrcna- ^rgenangrifs an. Ein Regiment ^i,tj: 7 ,,"bftrcich eine strategisch wichtige h, LemA^rcisstadt. Die erste Sperrstellung '>ihärli^. ^genommen. Ein un- >!,, ,,.^7 ..^trom von Waffen und Män- Ech die Durchbruchstellung, a- marschierten unsere Erena- «r Kni» das Koppel drückte,

x >e ledcr Mann an seinen Waffe«

an den Maschinengewehrkästen zu tragen. Wo die Panzer den Weg bereiteten, da wurde das Gelände von den Männern unserer In­fanterie gesäubert. Was der Grenadier besetzt hält, das ist unser. So bleiben wir dem Feind aus den Fersen. An den neuen Sperr­gürtel geht es heran, und auch er wird durchbrochen. In erbitterten Nahkämpfen wurde auch der verzweifelte Widerstand ge­brochen und mit der Verfolgung des weichen­den Gegners begonnen.

Unaufhaltsam preschen unsere Stahlkolosse weiter vor. Sie wälzen jede Gegenwehr nie­der, unbekümmert um das dicht liegende Feuer der feindlichen Abwdhrwaffen. Es ist, als wären diese modernsten Stahlkolasie des deutschen Heeres schier unverwundbar. Bereits in den ersten drei Angriffstagen er­reichte die Abschußzahl der feindlichen Pan­zer 1120.

Uebemll auf den Nachschubstraßen vollen neue Fahrzeuge, neue Panzer heran. Wafsen- klirrenid marschieren die Grenadiere in den Kampfraum. Schwere Waffen rollen bei Tag

und Nacht nach vorn. Lange Reihen Gefan­gener wanken den vordringenden deutschen Einheiten entgegen. Aus den Gesichtern der Sowjets spricht Schreck und Entsetzen, aber auch grenzenloses Staunen. Sie sagen aus, daß sie einfach nicht fasten können, wie auch dieses Mal, wo Äer sowjetische Eeneralstab durch zweijährige Erfahrung mit den deutschen Waffen gewitzigt alles bis aufs kleinste vorbereitet hatte, der bombastisch vorgetragene Angriff scheitern konnt«. Die Kommissare hatten für diesen Angriff ein ungehemmtes Vordringen mindestens bis nach Warschau den geringsten Erfolg ge­nannt. Wir spüren es, daß wir es diesmal mit Elitetruppen zu tun hatten, die Stalin, dem Ziel, seines Angriffs gemäß in diesem Raum massiert hatte. Weder das so reich­lich zur Verfügung gestellte Material noch die unübersehbaren Massen an kämpfenden Einheiten, noch die mit fanatischer Brutali­tät befehlenden Kommissare konnten dem Ansturm der deutschen Grenadiere stand­halten.

Von cker grollen ?anrsr»cblsckt im Raume LjelgorockOrel. Seit äsm ?. lluli dat sictz dinier dem äurekstoilsnen sovjetrnssiscdsn Stsllungssystsm eine gewaltige Rsnrsr- sedlaekt entwickelt. Unser Lilcl von diesen ksktigsn Xainpken rsigt Rsnrsr, die llier in gewaltiger 7skl über ein weites ?sld nacb vorn rollen.

tt-RL-Rriexsderkobter Iliisokel (Setz)

Von Dr. llrnst 8sz-sr

Die Stärke eines Reiches zeigt sich in sei­ner militärischen Kraft. Der Krieg ist der Prüfstein, der unbestechlich ist und der offen­bart, ob die im Frieden geleistete Arbeit im Volke in die Tiefe gegangen ist und die Menschen zu erfassen vermocht hat. Dieser Krieg, in dem wir jetzt stehen, der in sei­ner Totalität alle Lebensäußerungen erfaßt und täglich die Gesamtheit des Volkes vor neue Prüfungen stellt, hat in seiner rauhen Wirklichkeit fest zu einer unlösbaren Ein­heit zusammengeschmiedet, was letzten Endes das. Ziel aller Erziehungsarbeit des natio­nalsozialistischen Reiches im Frieden war: Politischer Idealismus und ewiges deutsches Soldatentum.

In unserer Staatsform und in den ge­samten Lebensäußerungen des Nationalso­zialismus ist der Begriff Soldat für das Mannestum nicht nur sittlich allgemein bin­dend, sondern allein Richtschnur und Grund­lage der Bewertung von Persönlichkeit und Ehre. Der Nationalsozialismus ist aus dem Kriegserleben des ersten großen Völkerrin­gens geboren. In seinen Trägern und Kün- dern, die heute die führenden Männer des Reiches in allen seinen Lebenszweigen und an allen Kampffronten sind, verkörpert er jenes beste Soldatentum, das immer in sei ner höchsten Vollendung seinen Urgrund in der völkischen Bindung hatte. Es sind darum nicht Soldaten der Uniform nach, sondern im Herzen und Wesen, in all ihren Hand lungen. Ihnen war und ist darum Weltan­schauung und Soldatentum immer nur Er­gänzung des einen zum anderen, niemals aber etwas Getrenntes. Hermann Eöring hat dies einmal vor jungen Fliegeroffizie­ren so ausgesprochen:Ihr seid von einem Nationalsozialisten, und zwar vom größten, vom Führer, erdacht worden und Ihr seid von mir, einem glühenden Nationalsozia­listen, geschaffen worden. Es ist ganz selbst­verständlich, daß wir nur nationalsozialistisch sein können, schon darum, weil nur die Ein heil des gemeinsamen Denkens an das ge meinsame große Ziel die höchste Kraft schafft. Ich könnte keine Truppe brauchen, die in den letzten höchsten Dingen der Welt anschauung zersplittert ist."

Iröuekuiiägedullg suk äsm kölner üeuinsrkt

Oou/s/kst Oro/is s/irt mit c/st 6svö/ks5ung c//s Os/ol/snsn c/s> bkitirc/isn l.u/ttsrs0fongsi//s

Köln, 10. Juki. Am Sonabendnachmittag versammelte sich die Kölner Bevölkerung zum ehrenden Gedenken ihrer bei dem letzten britischen Terrorangriff gefallenen Mitbür­ger im Herzen Kölns auf dem Heumarkt mitten zwischen Ruinen.

Angesichts der ragenden Türm« des von den Briten bombardierten Domes legte die Kölner Bevölkerung mit ihrer erhabenen Gefallenenehrung in dieser Kundgebung zugleich eine wuchtige Bekundung ihres'un­gebrochenen Lebenswillens und eine flam­mende Anklage gegen die britischen Men- schenschändor vor aller Welt ab.

In den frühen Nachmittagstunden mar­schierten durch die Straßen zwischen rauchge­schwärzten Häuserzeilen die Ehrenfor­mationen der Partei, der Wehrmacht, der Polizei und aller im Abwehr- und Wre- derherstellungsdienst stehenden Organisatio­nen auf dem Platz auf. Immer mehr füllte sich das weite Rund des Platzes mit den Männern und Frauen aus allen Schichten der Kölner Bevölkerung. 2n der Mitte des Platzes, mit der Front zu den Standarten und Fahnen der Bewegung, haben 2000 Männer, Frauen und Jugendliche Aufstel­lung genommen, die nun- durch den Gaulei­ter das ihnen vom Führer in ihrem tapfe­ren Einsatz verliehene Kriegsverdienstkreuz für all die unbekannten Kampfgenossen mit entgegennehmen sollen. Mit ihnen sind Hin­terbliebene angetreten, denen das Knegs- verdienstkreuz mit Schwertern für die im Einsatz gefallenen Angehörigen ausgehän­digt wird.

Unter den emporreißenden Rhythmen des Hohenfrie-dberger Marsches rücken dre Fah-

nenabordmrngen in ihre Ausstellungsräume. Immer enger schließt sich die Menge zusam­men, und dann hallen die Klänge des Trauermarsches aus der Götterdämmerung von Richard Wagner über den weiten Platz. Ehrfürchtiges Schweigen gilt den teuren Ge­fallenen in einer Minute stillen Versenkens unter dem Ehrensalut der Flakartillerie und dem Elockengeläut der noch vom Vritenterror verschonten Kirchen der Stadt. Das Lied vom Enten Kameraden gibt dieser Schweige­minute die hohe Weihe der Kameradschaft bis in den Tod.

Dann nimmt Gauleiter Staatsrat ErohS das Wort zu einer tiefempfundenen Gedächt­nisrede für die Gefallenen. Was die heim­tückischen Bombenangriffe in den Städten und Dörfern des Gaues KölnAachen an­gerichtet haben, so führte der Gauleiter aus, sei so, daß der Feind damit jedes Recht ver­lier«, in der Zukunft noch einmal von Menschlichkeit, Zivilisation oder gar Kultur zu reden.Was der Feind hier tut, ist so abgrundtief gemein, daß es nur den Ge­hirnen der von Natur her minderwertigsten aller Geschöpfe entsprungen sein kann, näm­lich der Juden", rief der Gauleiter aus und gab kmmit der innersten Ueberzeugung der tausendfältigen Menge beredten Ausdruck. Jetzt sei es auch dem letzten unseres Volkes klar, um was es in diesem Kriege gehe, und deshalb sähen wir eine Widerstandskraft und einen Kampfwillen in unserem Volke, wie sie sich verbissener und fanatischer in unserer Geschichte selten entfalteten.

Lägen jetzt auch viele Bauten der ehr­würdigen Stadt Köln in Schutt und Asche, so sei doch die Würde dieser Stadt durch die bewundernswert« Haltung der Bevölke­rung gerettet worden, und damit sei auch

die Voraussetzung dafür gegeben, daß die Geschichte dieser Stadt nicht aufhören werde. Die ganze deutsche Nation nehme tiefsten Anteil an dem Geschick der Stadt, und auch kommende Geschlechter würden ehrfurchtsvoll der Menschen gedenken, die heute durch ihren harten Willen das Schicksal bezwängen. Der Führer habe seiner Anerkennung und seinem Dank für die tapfere und vorbildliche Haltung der Bevölkerung Kölns und der angrenzenden betroffenen Kreise durch Ver­leihung von Kriegsverdienstkreuzen Ausdruck gegeben, daß die Veliehenen diese hohe Aus­zeichnung gleichzeitig für alle diejenigen mittragen, die der schweren Bedrohung durch den Feind ausgesetzt waren und sich gleich den Ausgezeichneten nicht bezwingen ließen.

Kölns Bevölkerung sei der beweis­kräftigste Zeuge dafür, daß das deutsche Volk kein größeres Verlangen habe als die Fort­setzung des Kampfes bis zum siegreichen Ende und bis zur Vernichtung derjenigen, deren verbrecherische Gesinnung selten so zu­tage getreten sei, wie hier in Köln. In der gemeinsamen Bedrohung sei eine Kamerad­schaft erwachsen, von der wir niemals wie­der lasten werden. Daraus erwachse von neuem das moralische Recht zum Leben in Freiheit und Sicherheit. Mit dem Ausdruck der festen Ueberzeugung aller, daß am Ende dieses Krieges das unzerstörbare Eroßdeut- sche Reich und ein lebenskräftiges, von ho­hen Idealen getragenes deutsches Volk stehen werden, schloß der Gauleiter seine aus dem Herzen aller gesprochenen Worte in dieser entscheidungsvollen Stunde der Gauhaupt­stadt. Mit dem Gruß an den Führer und den Liedern der Nation bekräftigte die Be-

Jn diesen Worten ist der Begriff des politischen Soldatentums umrissen. Es wird das Ideal des Soldaten aufgestellt, der nicht nur um des Soldes willen oder auf Befehl und unter Zwang kämpft und handelt, son­dern als Träger einer Idee und des Bewußtseins, in jeder Stunde- seines Da­seins in Krieg oder Frieden mitverantwort­licher Gestalter des Reiches zu sein. Aus dieser Erkenntnis und Forderung entstand das in gesundem Sinne bewußt poli­tische deutsche Volksheer; denn eine un­politische Wehrmacht, wie es das 100 000- Mann-Heer darstellte, war als Verteidiger eines Reiches auf völkischer Grundlage un­denkbar.

Die Wehrmacht ist der Waffenträger des deutschen Volkes, sie schützt das Reich und Vaterland, das im Nationalsozialismus ge­einte Volk und seinen Lsbensraum. Die Wurzeln ihrer Kraft liegen in ihrer ruhm­reichen Vergangenheit, in deutschem Volks- tum, deutscher Erde und deutscher Arbeit. Der Dienst in der Wehrmacht ist Ehrendienst am deutschen Volke." So lautet der Ar­tikel 1 der Pflichten des deutschen Soldaten. Damit aber ist der Wehrmacht eine rein völkische Aufgabe gestellt worden. Sie schützt Heimat und Volk gegen alle äußeren Feinde. An Stelle der Verpflichtung, ein Instrument der Staatsautorität nach außen und innen zu sein, steht heut allein die Aufgabe, das Volk zu schützen. Die Wehrmacht ist nunmehr auch durch die allgemeine Wehrpflicht keine Institution der Äbgefondertheit mehr, son­dern repräsentiert das Volk selbst. Seitdem am 2. August 1934 der Führer mit der Uebernahme der obersten Befehlsführung über die gesamte Wehrmacht in seiner Hand die politische und militärische Macht ver­einigt, ist die Eingliederung der Wehrmacht in den neuen totalen völkischen Staat voll­zogen und nach außen hin deutlich die Ein­heit von Weltanschauung und deutschem Soldatentum sichtbar geworden. Die Frage­stellung kann darum auch nicht mehr heißen, Soldat oder Nationalsozialist, sondern die Forderung lautet: Nationalsoziali­stischer Soldat. Ein Reich, das durch den Geist marschierender Männer erkämpft worden ist, kann nur durch im Glauben an diese Weltanschauung marschierender Sol­daten im Krieg verteidigt werden.

Dienst am Volke ist oberstes Gesetz. Da­nach richtet sich alles, davor sind alle in der Beurteilung gleich. So werden Tapferkeit und Auszeichnung auch nicht mehr nach Her­kunft oder Geburt geweitet, ebenso auch nicht die Möglichkeit des Aufstiegs in die militärischen Führungsstellen, Jener große, für hen Beginn des 19. Jahrhunderts revo­lutionäre Plan Scharnhorsts, die Wehrmacht zum Abbild der kämpfenden Nation zu machen und das Offizierkorps aus der Ge­bundenheit an eine bestimmte soziale Schicht herauszulösen, hat im national­sozialistischen Staat seine Verwirklichung ge­funden. Das Offizierkorps ist nunmehr durch den Erlaß des Führers, -wonach nicht ange­lerntes Wissen und gesellschaftlich gebundene Herkunft, sondern allein Tapferkeit und Charakter für den Aufstieg zum Offizier ent­scheidend sind, selbst das Spiegelfeld der Auf­gliederung unseres Volkes in seine Stände und Schichten, geeinigt aber in der weltan­schaulichen Ausrichtung.

Wer von einer Idee erfüllt ist, der kämpft immer mit höchstem persönlichen Einsatz und ist noch immer zur größten Leistung fähig gewesen. Wäre denn sonst überhaupt dieser elementare Ausdruck einer beispielhaften Tapferkeit und der höchsten Einsatzbereit­schaft, wie wir ihn seit Beginn des deut­schen Schicksalskamofcs täglich erleben über­haupt möglich? Seit der Machtübernahme hat die nationalsozialistische Führung das Volk aufgeklärt, feine Herzen zu gewinnen verbucht, ihm eingehämmert, was es heißt Nationalsozialist zu sein und ihm gesagt' was uns von unseren immer gleichbleiben-' den Feinden drohen wird, und wofür wir zu kämpfen haben. Das Volk wunde darüber hinaus aus dem materiellen Denken gelöst und in das ideelle geführt. Das Volk dem Natlonaffozialismus verschworen zu machen

völkerung Kölns ihren Willen zur Pflicht- jeden einzelnen aber zu einem zuverlässig/,,' erfullung bis zum äußersten. > Kämpfer zu formen, war das große Ziel.