Ausgabe 
(24.8.1944) 232
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parteiamtliche Tageszeitung

Amtsblatt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt .Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblati des fteichsslatthalters

14. fahrgang

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Donnerstag, 24. August 1944

Einzelpreis 15 RpL

ue Waffe

ihr Geheimnis

fystmali9 e Vorführung auf einem niederdeutschen Truppenübungsplatz - Die Weiterentwicklung desStuka zu Fuß" ungeheurer Geschwindigkeit prasselt riesige Munitionsmenge aut den Zielraum - Höchstform des Vernichtungsfeuers entlastet die Infanterie - Jugend strömt zur Nebeltruppe

ier General- seinsatz eine eichsanzeiger ^ Der Unter. Senehmigung sonders tüch- ie- deren Be- ss Verhalten o durch bare ntsumme die- e 10 Prozent

Eigener Bericht derBremer Zeitung"

57 Bremen, 24. August Die fortschrei- de Produktion und der gesteigerte Ein- V der neuartigen deutschen Waffen er­hobt jetzt d* e Bekanntgabe von Einzelhei­len der von der N e b e 11 r u p p e bereits vor dem Feind mit denkbar größtem Erfolge ein­gesetzten Spezialwerler. Es handelt sich hier um eine neue Truppengattung des Heeres und eine der neuen Vernichtungs- 111 insgesamt wa jj e n, die im Zusammenwirken mit ande- ungsbeihilfeu noc h geheimgehaltenen Kampfmitteln

iSTer selbst Kliege ein VÖlllg geändertes Gesicht

emessen. geben werden.

j Pas zu einem Truppenübungsplatz ent- lung an & | sandte Redaktionsmitglied derBZ." lie NSV, er- -berichtet:

gegen Her- Ldvzenhaftes Gebrüll gellt in sekundenlan- jea Absätzen über die Heide. Undeutlich scheinen dunkle Vögel den blauen Aether iS durchpfeilen. Plötzlich stehen vor dem bald graubraune Wolken; ihre stumpfen, rachen Pastellfarben entsprechen genau otember 1941 d® Gefieder des tüchtigen Landhuhns. i_ Donnerstag, jp^jpfej Aufschlag auf Aufschlag grell in der Mar- ; ^ das Echo aus alldn Eckenl Das ist die Dafür entfall! j^ e |j e i tru p p e , die Angehörigen der Hit- e 'lei Jugend und Vertretern der deutschen

Deutsch« | presse au f einem Uebungsplatz im niedgr- iegerangriffa i deutschen Raum einen eindrucksvollen Be- veranstaltaj ^ neuer deutscher Waffen vermittelt

Bezahlung.

te erläßt im ie Bekannt- an.

len Lehrgang

den. Die Eia- tigkeit

eilung

9011000: te Schluß.

401 bis 900. rinaden 201-41!

reo

Nebeltruppei Seit sie mit ihren Raketen- seschossen im Felde bei uns mit einzelnen Oienrohrgeschwadern" undStukas zq Faß" berühmt und beliebt wurde, sind Jahrd ständig steigenden Erfolges gekommen. Wir vaden nun die Krönung im Masseneinsatz riesiger Vergeltungswaffen gegen einen Feind erleben, der mit Unmenschlichkeit un- 12 u. 15-18 U sere erbarmungslose Antwort herausgefor- u. 1500. ; dert hat. Die jüngste Waffe des deutschen Br.-Grohn. M», Heeres, vom Obersten Befehlshaber zielbe- hluß und l-~ wo ßt gefördert, nimmt ständig an Umfang Pap lf zu. ihre Brigaden bieten dem jungen Kriegs- 'g S 6 p' iej 5e m itij hawiligen nicht nur technisch hochinter- h f h. Schröds «saute Aufgaben, sondern auch hervorra- ab 14 Uhr, M» üfflde Aussichten in Entwicklungsmöglich- 0. Gefäße n* taten und Laufbahnen/ Allerdings verlangt ß reue Truppengattung des Heeres kräf-

_ fige und handfeste Soldaten. Es liegt auf

'ege Lern;äri» der Hand, daß der Dienst bei dieser- idealen iorst Regenmal - Helferin der Infanterie Befriedigung und Ge- litte Anschr. *. nugfuung bringt, hat die junge Nebeltruppe , Bremejar ^j fe], ß ere ;{ s höchste Anerkennung errun-

Denn überall, wo in der Schlacht die Entscheidung fällt, da rückt die Nebel­truppe heran.

Me Nebeltruppe bekämpft in erster Linie die Bereitstellungen des Feindes und seinen Massenangriff, Artillerie und Nebel­kappe ergänzen sich zu stärkster Wirkung, *obei die letztere infolge ihrer ungeheuren Feuergeschwindigkeit in ganz kurzer Zeit Äe Munitionsmengen auf den Gegner »erunterdonnern läßt.

Ke Spezialität der Nebeltruppe ist also zeitlich und räumlich begrenzte Massen? Einsatz, und dadurch ist die Nebeltrnppe zu ®ier Schwerpunktwaffe des Heeres gewor- die mit ihren Salven die Höchstform ws Vernichtungsfeuers erreicht Wenn wir ? Osten m bedrängter Lage fern ein Ge- 'wsch hörten, das an das laute Rutschen l'uss schweren Eichentisches auf dem Par- Taaen, erinn erte, ging ein Aufatmen durch Brief ^ ste Hungen. Das Geräusch kam von Lanke, &»* ® Nebelwerfern, ihr Gebrüll, dasWunsch- iße 34 . |.°, t l zert " des Infanteristen/ entzündete - Abzug .9^ aiagartig seinen Kampfgeist und riß ihn hn, No i s Lj, 5?. ch z um Angriff. Kamen wir an die

geben. Das äußerst leichte Gewicht des Werfers verhilft der Nebeltruppe

zu Wendigkeit und schneller Feuer­bereitschalt, auch bei schlechten Ge­lände- und Wetterverhältnissen. (

Die Munition besteht aus Geschoß und und Treibsatz. Ihre Splitter- und Druck­wirkung fügt dem Feind körperlich und materiell verheerende Verluste zu. Durch die gleichzeitige Detonation vieler Ge­schosse im Zielraum bildet sich eine Druck­welle, die auch jene Gegner unschädlich macht, die nicht unmittelbar durch Split­ter erfaßt werden.

Der Schuß wird elektrisch ausgelöst, aus Deckungen. Manche von uns, die im Sommer 1941 bei Dünaburg die merkwür­digen Geschütze stehen sahen und allzu neugierig herantraten, wurden beim Ab­schuß unsanft auf den Rücken befördert. Der Sprengstoff aus diesen Fünf-, Sechs- und Zehnlingen ist so brisanter Art, daß er aus den bisher üblichen Geschützen nicht abge­schossen werden konnte.

Zum erstenmal wurden 1940 die Werfer beim Uebergang über den Oberrhein einge­setzt, um dann allmählich in den Brenn­punkten der Ostschlachten, in Afrika, bei Cassino und jetzt in Normandie und Bre­tagne mitzusprechen. Sie löschen jeden feindlichen Widerstand aus. Wenn wir ge­nügend von diesen Waffen besitzen wer­den, wird

eine noch bedeutsame Entlastung der Infanterie

eintreten, ersetzt doch je 1 Werfer bereits mehrere Batterien Artillerie!

Das Einzelschießen, Batterieschießen, die Feuerschläge der Nebelwerfer, Gebifgs- nebelwerfer, Panzerwerfer, schwere Wurf­geräte machten Hitler-Jugend und Presse auch mit dem Gerät bekannt, das der schnell berühmt gewordenen Truppe ihren Namen gab: mit Nebelzerstäubern, Blendkörpern, Nebelkerzen, Faßnebelkerzen und Schnell- nebelkörpem Tarnkappen für unsere Front, Scheuklappen für den Gegnerl Wir kennen im übrigen die Anwendung des Ein- nehelns schon seit langem bei der Kriegs­marine und benutzen sie ja auch zum Schutz von Industrieanlagen und Großstädten durch Sprühvorrichtungen. Die Einnebelung hilft Verluste an Menschen, Material, Kraft ver­meiden. Gespensterhaft wurde die Arbeit der Nebeltruppe auf ihrem Uebungsplatz. Schneeig wölkten aus den stationären oder geschossenen Nebelquellen dichte Fahnen in den blauen Himmel, um zart zu ver­fließen und eine undurchsichtige Wand auf­zubauen oder durch Schleierzonen eine rie­sige Waschküche vorzutäuschen.

Wer der erstmalig den Blicken der Oef- fentlicljkeit freigegebenen Funktion der Ne­belwaffen beiwohnte, verließ mit Hochgefühl

und größter Zuversicht den Platz. Das die Besichtigung abschließende

Vorführungsschießen einiger schwerster Spreng- und Flammgranaten riß die um uns versammelten Jungen zu Be- gedsterungsausbrüchen hin: aus den unsicht­baren Werferstellungen drang ein ohrenbe­täubendes Gebrüll wie von erregten Riesen­tieren der Vorzeit und dann hörte man ein Sausen, als erhöben sich wunderliche Raum­schiffe in die Lüfte. Bündel seltsamer Ge­schosse quirlten dahin, lockerten sich zu verschiedenen Flugbahnen, um dann doch geschlossen niederzustürzen. Dann erhob sich grau und schwarz aus dem blutroten Feuerschein der Fontänen brennenden Flammöles der grauenvolle Atem der Ver­nichtung aus der mißhandelten Landschaft. Es war, als ob dort soeben ganze Erzberg­werke geschmolzen wären.

So sieht eine der deutschen Waffen Im fünften Kriegsjahr aus, in denen wir einen auf Jahre nicht wenn überhaupt ein­holbaren Vorsprung besitzen. Wir können sie in Massen herstellen, wenn der große Arbeitseinsatz, der nun im deutschen Volk anhebt, rollt. Dann wird die Welt erkennen, daß Deutschland und niemand anders als Gewinner diesen größten aller Kriege des Erdballs beenden wird!

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r n a !it waren die ersten Werfer und die iL buform von einer der Waffen, deren

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ent«. .LL^intnisvoile Name:Nebeltruppe' ihrem Einsatz als Tamer und

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Britenkreuzer durch U-Boot im Nordmeer versenkt

Anhaltend scharfer Druck des Feindes - Zäher Widerstand unserer Divisionen - Erfolgreicher Gegenangriff nördlich Mantes - Sowjetische Angriffsspitzen z um Stehen gebracht 60 Terrorflugzeuge abgeschossen

dnb. Ans dem Führerhauptquar­tier, 23. August Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Westlich der unteren Seine drängt der Feind unseren Absetzbewegungen auf den Touques-Abschnitt beiderseits Li­si e u x scharf nach.

Bei und westlich Evrenr sowie zwi­schen Eure und Seine leisten unsere Di­visionen dem mit starken Kräften nach Nor­den angreifenden Gegner zähen Widerstand. Er konnte nur unter schweren Verlusten geringen Geländegewinn erzielen.

Unser Gegenangriff gegen den feindlichen Brückenkopf nördlich Mantes warf den Gegner nach schweren Kämpfen weiter auf den Fluß zurück. Südlich Paris griff der Feind unsere vorgeschobenen Sicherungen mit starken Kräften an und drängte sie auf die Beine zurück.

Weiter südlich wird an der Y v o n n e ge­kämpft

In Südfrankreich behauptet sich die Be­satzung von Toulon gegen den angrei­fenden Feind in erbitterten Kämpfen. Süd­lich der Durance setzten sich unsere Divi­sionen unter starkem feindlichen Druck be­fehlsgemäß weiter nach Western ab.

An den Paß-Straßen der französisch-ita­lienischen Grenze wurden mehrere Terro­ristengruppen unter hohen blutigen Ver­lusten geworfen und größtenteils aufge­rieben.

Kampf- und Schlachtflugzeuge griffen den feindlichen Uebersetzverkehr über die Seine nördlich Mantes mit guter Wifkung an. Meh­rere Ponton-Brücken und vollbeladene Fäh­ren wurden zerstört

Im Seegebiet nördlich Le Havre ver­senkten Räumboote und Unterseebootjäger drei britische Schnellboote und beschädigten drei weitere. Auf der St Malo vorgelagerten Ile de Cecembre wehrte die noch immer hartnäckigen Widerstand leistende Marine­batterie den Angriff eines feindlichen Zer­störerverbandes ab.

Sicherungsfahrzeuge der Kriegsmarine schossen über der französischen Atlantik- küste sieben feindliche Bomber ab. Zwei eigene Fahrzeuge gingen nach Bombentref­fern verloren.

Das Vergeltungsieuer der V 1 auf London dauert an.

In 11 a 1 i e n nahm der Feind seine Durch- bruchsversuche im adriatischen Küsten­abschnitt gestern nicht wieder auf.

Im südlichen Bessarabien und in der Moldau griffen die Sowjets mit starken Panzer- und motorisierte» Kräften weiter an. Deutsche und rumänische Verbände brachten die feindlichen Angriffsspitzen nach tiefen Einbrüchen an mehreren Stellen zum Stehen. Nordwestlich Baranow zer­schlugen unsere Truppen, durch Artillerie und Werfer hervorragend unterstützt, stär­kere sowjetische Kräftegruppen. Südöstlich War k.e und nordöstlich Warschau wurden erneute Durchbruchsversuche der Sowjets vereitelt. Eine Panzerdivision schoß allein bei diesen Kämpfen 52 feindliche Paqzer ab.

Zwischen Bug und Narew traten die Sowjets unter Einsatz starker Panzer- und Schlachtfliegerverbände erneut zum Angriff

an. In schweren Kämpfen wurde der Feind in den rückwärtigen Linien aufgefangen.

Im Einbruchsraum westlich Modohn wurden die Bolschewisten im Gegenangriff nach hartem Kampf zurückgeworfen. West­lich des Pleskauer Sees scheiterten zahl­reiche feindliche Angriffe.

Kampf- und Schlachtfliegerverbände grif­fen an den Schwerpunkten wirksam in die Erdkämpfe ein und zerstörten in Tiefangrif­fen zahlreiche feindliche Panzer, Geschütze und mehrere hundert Fahrzeuge.

Durch Jagdflieger und Flakartilerie der Luftwaffe verloren die Sowjets an der Ost­front gestern 62 Flugzeuge.

Bei einem Luftangriff britischer Flugzeuge auf einen nordnorwegischen Stützpunkt schossen Sicherungsfahrzeuge 'weitere sie­ben Bomber ab. Vier davon wurden allein von einem Vorpostenboot zum Absturz ge­bracht.

Im Nordmeer griff eines unserer Untersee­boote einen Kreuzer der Dido-Klasse an. Nach drei Torpedotreffern brach der Kreu­zer auseinander und sank.

Nordamerikanische Bomber griffen das Gebiet von Wien und einige Orte in Oberschlesien an. Deutsche und unga­rische Luftverteidigungskräfte schossen 5? feindliche Flugzeuge, darunter 51 viermoto­rige Bomber, ab. In der Nacht wurden über Westungarn drei weitere feindliche Bomber zum Absturz gebracht.

Besonders bewährten sich:

dnb. Aus dem Führerhauptquar­tier, 23. August. Zu dem heutigen OKW.- Bericht wird ergänzend mitgeteilt: Die nie­dersächsische 19. Panzerdivision un­

ter Führung von Generalleutnant K a e 11 - n e r hat sich in den schweren Kämpfen süd- ostwärts Warka durch unerschütterliche Standhaftigkeit und hervorragenden An­griffsgeist besonders ausgezeichnet In den harten Abwehrkämpfen bei Wilkowischken hat sich eine Kampfgruppe der Panzergrena­dier-DivisionFeldherrnhalle" durch besondere Tapferkeit hervorgetan.

Das Eichenlaub verliehen dnb. Führerhauptquartie-r, den 23. August. Der Führer verlieh am 19. Aug. das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eiser­nen Kreuzes an Oberstleutnant Gerhard Pick, Kommandeur eines württembergisch- badischen Grenadier-Regiments, als 553. Sol­daten der deutschen Wehrmacht.

Neue Ritterkreuzträger dnb. Führerhauptquartier, den 23. August. Der Führer verlieh das Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst Hans v. Poncet, Kommandeur eines württ.-badi- schen Gren.-Regts.; Major Rudi Schenk, Bataillonskommandeur in einem norddeut­schen Gren.-Regt.; Oberfeldwebel Alfred Peters, Zugführer in einem schlesischen Grenadier-Regiment..

Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichs­marschall Göring, das Ritterkreuz des Eiser­nen Kreuzes an Oberleutnant Stromeier, Batteriechef in einem Flak-Regiment; Ober­leutnant Ebersbach, Staffelkapitän in einem Kampfgeschwader; Leutnant Rum­pelhardt, Bordfunker in einem Nacht­jagdgeschwader; Feldwebel Köster, Flug­zeugführer in einem Schlachtgeschwader.

Kosaken gegen französische Terroristen

Gemeinsam mit Gebirgsiägern in zehn Tagen 78 Bandenlager ausgehoben

dnb. Berlin, 23. August. Ein gröfleres Unternehmen gegen französische Terroristen beiderseits der Ain wurde dieser Tage er­folgreich abgeschlossen. Die Banden hatten in den letzten Wochen mehrere Orte über­fallen, dabei Teile der Bevölkerung als Gei­seln verschleppt und auch kleinere deutsche Ortsbesatzungen gefangen genommen. Un­sere Gebirgsjäger die gemeinsam mit Frei- willigenverbändän aus dem Osten, von einem Kampfgeschwader der Luftwaffe wirkungs­voll unterstützt, die Terroristen angriffen, konnten dabei in zehn Tagen 78 Bandenlager und 137 Unterschlupfe ausheben und ver­nichten.

Unter den erbeuteten Waffen befanden sich neben Maschinengewehren und Panzerbüch­sen 219 Maschinenpistolen und über 300 Gewehre und an 1500 Handgranaten, 60 000 Schuß Maschihengewehrmunition sowie 130 000 Schuß Gewehr- und 48 000 Schuß Pistolenmunition fielen in deutsche Hand. Die erbeuteten Sprengstoffmengen sind er­heblich. An Fahrzeugen wurden 198 Last­kraftwagen und 2368 Personenkraftwagen sichergestellt. Hierbei zeigten sich die Kosaken mit ihren Pferden als unermüd­

liche Kämpfer. Bei T h o i r e 11 e hatten die Banden die einzige Brücke über die Bienne gesprengt, so daß die Kosaken auf einem nur einen Meter breiten, in 10 Meter Höhe über den Fluß führenden Steg das steile Felstal überqueren mußten. Während die Terroristen den hundert Meter langen Steg aus. ihren Felsennestern dauernd unter Feuer hielten, jagten die Kosaken mit ihren 500 Pferden auf dem schmalen Steg über den Fluß und erreichten ohne Ausfälle das jenseitige Ufer. Dort stürmten sie die feind­lichen Widerstandnester und räucherten die Banden aus. Die Terroristen verloren bei diesem Unternehmen insgesamt 500 gezählte Tote und 629 Gefangene. 70 deutsche Solda­ten und 184 verschleppte französische Gei­seln konten befreit werden.

Norwegischer Freiwilliger für Ein-Mann-Torpedo

dnb. OsIq, 23. August; WieAften- posten" erfährt, hat sich der erste norwegi­sche Freiwillige zum Einsatz bei den Ein- Mann-Torpedos der deutschen Kriegsmarine gemeldet. Es ist der 18jährige Johan Aalen aus Stavanger.

Die Stfiueeim&iuaffe de» ffeeee»

Von

. Oberst W. Maltzahn

Eine Hauptschlacht auf dem Kriegsthea- ter ist der Stoß des Schwerpunktes gegen den Schwerpunkt; je mehr Kräfte wir in dem unsrigen versammeln können, um so sicherer und größer wird die Wirkung sein. Clausewitz ,/Vom Kriege".

Unter den zahlreichen neuartigen Waffen, die der gegenwärtige Krieg hervorgebracht hat, ist das Raketengeschoß eine der augenfälligsten. Es hat in der Kriegs­geschichte seine Vorläufer gehabt. Die Heere zahlreicher Staaten haben sich seiner zu bedienen versucht, aber niemals sind sie über unbedeutende Anfänge und begrenzte Anwendungsmöglichkeiten hinausgekom­men. Immer wieder sind daher diese An­läufe im Dunkel der Vergessenheit unter­gegangen. Erst in neuerer Zeit ist es der Deutschen Wehrmaciht gelungen, in lang­jährigen wissenschaftlichen Arbeiten und praktischen Versuchen das Raketengeschoß zu einer Waffe zu entwickeln, die, ihrer klar herausgestellten Eigenart entsprechend verwendet, in den letzten Jahren unzählige Male bei der Erringung großer Erfolge aus­schlaggebend mitgesprochen hat.

Wer heute zum ersten Male einen der verschiedenen Nebelwerfer, wie sie zu vie­len Hunderten an allen Fronten im Einsatz sind, mit seinen Raketengeschossen erblickt, mag verblüfft sein über die Einfachheit, ja Primitivität des Gerätes. Er kann freilich nicht ermessen, wie weit und wie mühsam der Weg war, der zu diesem Ergebnis ge­führt hat Es ist der große Vorteil unserer Waffe, daß ihr Gerät im Grunde nur die eine Aufgabe hat, dem Geschoß die Richtung zu geben, während das gezündete Geschoß sich mit eigener Kraft antreibt Die komplizierte Aufgabe des Artillerie-Geschützes, das dem Geschoß zugleich Richtung und Antrieb ver­leiht und dadurch einen gewaltigen Gas­druck auszuhalten hat fällt bei unserer Waffe fort. Durch diesen Vorteil ist ihre Herstellung wesentlich einfacher und kann daher auch Werkstätten anvertraut werden, die über keine hochentwickelten Spezial­anlagen verfügen. Die humorvolle Bezeich­nungOfenrohrgeschwader", wie sie beim Erscheinen unserer Nebelwerfer hier und da an der Front aufgetaucht ist, hat schon ihre Berechtigung, und wir sind stolz darauf, mit so wenig Material überall so viel er­reicht zu haben. Auf Grund der geringeren Treffgenauigkeit gegenüber den Geschützen der Artilerie besteht die Hauptaufgabe un­serer Waffe in der Bekämpfung von Flächenzielen. Dem Truppenführer, der sie in diesem Sinne richtig einsetzt, wird der Erfolg niemals versagt bleiben.

Unsere Waffe das kann nicht oft ge­nug gesagt werden ist kein Artillerie- Ersatzl Aber sie ergänzt die Artillerie und löst Aufgaben, welche diese gar nicht oder nur unter Einsatz einer vielfachen Menge ab Gerät und Mannschaften zu meistern

Hitlerjunge, die Nebeltruppe ruft!

Vielseitige Aufgaben erwarten Dich

Vielseitig sind die Kenntnisse, die diese Truppe von ihren Offizieren und Unterführern verlangt Der junge Nebelsoldat wird deshalb auf allen Gebieten eingehend geschult, damit er nach be­endigter Ausbildung als Vorgesetzter an der Front seinen Platz vorbildlich ausfüllen kann.

Am Werfer lernt er das Umgehen mit dem Gerät, das Richten, Laden und Zünden, er weiß bald, wie er seinen Werfer eingraben und tar­nen muß. Er erhält genaue Waffen* und Mu­nitions-Kenntnisse, am Sandkasten werden ihm die taktischen Grundsätze des Einsatzes der Ne beitruppe vermittelt. Im Nachrichtentrupp erfährt er die Ausbildung am Fernsprecher und am Funkgerät, er lernt tasten und den Sprechfunk üben, Vielfältig und für jedeD begabten Men­schen besonders interessant sind die Arbeiten im Rechentrupp. Hier lernt er seine Stellung ver­messen, eine Batterie einrichten, er leint den Umgang mit Kompaß, Karte, Scherenfernrohr. Entfernungsmesser und vielen anderen optischen Geräten. Beherrscht er die wichtigen artilleristi­schen Grundbegriffe, so werden ihm die Aus­rechnungen der Schießunterlagen anvertraut, er muß Witterungs- und Gelände-Einflüsse, Muni­tionsarten und Streuungsgrenzen berechnen ler­nen. Der technisch interessierte junge Soldat hai Gelegenheit, den militärischen Führerschein zu erwerben, um einen Lkw. oder eine Zugmaschine, einen Pkw. oder ein Kettenrad im schwierigsten Gelände einwandfrei fahren zu können.

Diese große Vielseitigkeit wird ergänzt durch die große Vielzahl der Waffen der Nebeltruppe. Der ,,Nebler" muß die verschiedenen Werfer­typen mit allen Einzelheiten genauestens ken­nen, außerdem muß er, wie jeder Grenadier, mit Karabiner und, Maschinengewehr, mit Handgra­nate und Sprengladung umzugehen wissen. Durch ihren häufig wechselnden Einsatz bietet die Ne­beltruppe dem jungen Offizier und Unterführer besonders große Bewährungsmöglichkeiten. Mit Wendigkeit und schneller Auffassungsgabe muß er die Verschiedenartigkeit der jeweiligen tak­tischen Lage schnell erkennen und sich ihr anzu­passen verstehen, Hier kann er seine Fähigkei­ten beweisen und sich voi seinen Kameraden auszeichnen, ln guter Zusammenarbeit mit den anderen Waffengattungen sei es Infanterie, Pioniere, Artillerie oder Panzer kann er dann zum erfolgreichen Einsatz der- Nebeltruppe bei­tragen.

Meldungen beim Wehrbezirkskommando mit Antrag: Einziehung zur Nebeltruppe!