Ausgabe 
(19.8.1944) 228
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Parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt de s Regierenden Bfirgemeisters der Freien Hansestadt Bremen

pfr. 228 14. Jahrgcmg

der Nationalsozialisten Bremens

Sonnabend, 19. August 1944

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Einzelpreis 15 Epi.

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Die Nation ist stolz auf die St. Malo-Kämpfer

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\tfie Oberst von Autock den Kampf um die Bretonenfestung führte Briten warben Meuchelmörder Nationalsozialistische Treue von Offizier und Mann bis zum Tode Adolf Hitler an die Verteidiger

Nachdem die nordamerikanischen Pan- ihren Durchbruch über A v r a n-

Eigener Drahtbericht

IfimL- . ! BZ. Berlin, 18. August. Kurz nach der

1K v °n heute! Meldung des OKW. über die Aufgabe St Z.307.45 ; Eine Wj Males erreicht uns ein PK-Sonderbericht des ren und Behalie,'l bekannten Kriegsberichters Edgar Bissinger Der Bericht z M u; aber die letzten Tage des Heldenkampfes ^^urzweii mit <a der Soldaten des Obersten von Aulock. Der q . SolistenJ Kriegsberichter teilt u, a. mit:

, o n rt ' ,e17:Wachrlem die nord

Spiegel. I9i5_5 0 hes in die Bretagne erzwungen hatten, Dr. Goebbeis-Anfa,'war eines ihrer Nahziele die Aufbrechung 'klänge. 21 22 ; «*der Bucht von St Malo, deren Eingang e und Film mit v, 1 einerseits von dem mittelalterlichen Kor- jarennest St. Malo und auf der anderen : 17.1518.30: Schö*i Seite von dem modernen Weltbad Dinard ttag mit Werken flankiert wird. Ihre offenkundig zutage lie- ry-Motti, Schubert gende Absicht war, hier in kürzester Frist & t>. ,v' ,5 r 21; »Meinen brauchbaren Lande- und Ausschif- 16 ßerlmet M fungsplatz zur Speisung'und Nahrung der Aktionen in der Bretagne in die Hand zu SR n bekommen. Die Verteidigung von St Malo ,emaue Rezept hat nicht nur starke Feindkräfte- gebunden, ike und Pelikartoj*| sondern darüber hinaus den Fortgang des vorbereiteten Fi*- amerikanischen Angriffs auf Brest, St Na- slzen und gesäubpl Zaire und Lorient wesentlich verlangsamt, ei dem mau den h weil bis heute der Nachschub für die dort estrichen hatte, operierenden Korps durch den Schlauch von nd P* weni 3 'uiävranches gepumpt und durch Luftversor- iien D aT d n Egling ergänzt werden muß. g Fe» Mehl d«* St. Malo seFbst * st e4ne der reizvollsten saft ukd etwas'Sri kleinen Hafenstädte Frankreichs, ja viel- relle Schwitze, ii i leicht ganz Europas. Es liegt auf einer Gra- a Kräuter beim Ab, nit-Halbinsel und hatte sich noch vollständig f im Stadtgebiet wie auf den vorgelagerten i c -här°n die mittelalterlichen Verteidigungs-

Bremer Zeltmt GmbH., Bremen W 11 te n ber:,

1 werke und Kasematten erhalten, die es im . 16. und 17. Jahrhundert zu einem berühmt- berüchtigten Seeräuberstützpunkt gemacht Knrt G. Btslsi- haben. Hier lebt noch in Bauwerken -und b t. S. 43 , Prtlilhl zwischen den Granitfelsen die Atmosphäre 1 eines seefahrenden Frankreichs, das oft 1 ge- ; nug dem meerbeherrschenden England bit- k s .i.iji/ 1 tere Kopfschmerzen be.reitet hat Hier war ii | der Ursprung der französischen Kolonisation

wiederaufgenomoa in Kanada. Dreimal im Laufe seiner Ge- Dr. Danger, Lihrf schichte versuchten . die Engländer, Stadt h " . «TiT| Bnd ^ afen 211 zerstören,

sen verte j A j s die amerikanischen Panzer über Dol ödes. Ostertor de Bretagne auf St Malo vorfühlten, war bis 400. ihr Erstes, an die bretonische Bevölkerung

Marinaden WC' Waffen zum Aufstand zu verteilen. Wäh- ann. Marinaden renc [ di e Bauern dieser Aufforderung, die . Marinaden KW!

rend die Bauern dieser Aufforderung, Marinaden 861 Plüsch nur dem Meuchelmord an ver-

t. Ab 8.15 Uto '- 01 bis 1000. usen. Rauchüsd. . Ab 16 Uhr Dl bis 200. l. Marinaden Ä nanu, Landwebrstt, aden 2151 bis 25^

sprengten deutschen Soldaten dienen sollte, in den seltensten Fällen n^chkamen, fanden sich in kleineren Industrieorten und unter

den weniger seßhaften Bevölkerungsteilen der Küste Abnehmer, die seit dem Beginn des Angriffs auf St Malo der amerikani­schen Infanterie mit ihrer Ortskenntnis die Aktionen zu erleichtern suchten.

Wenn die Angreifer glaubten, mit der kleinen Besatzung -der vorzugsweise nach See hin ausgebauten Festung St. Malo ein leichtes Spiel zu haben, so hattön sie diese Rechnung ohne die Person des Komman­danten, 'des Ritterkreuzträgers Oberst von Anlock gemacht Dieser Offizier, dessen Tatkraft und Energie, Improvisa­tionsgabe und unerschütterliche Ruhe ln den schwierigsten Lagen am Kubanbrücken­kopf ihm das Ritterkreuz eintrugen, ver­stand es, in "kürzester Frist aus den ihm unterstellten verschiedenartigen Truppen der drei Wehrmachtteile eine sich in ver­bissener Entschlossenheit um ihn scharende Verteidigungsmacht zu bilden. An allen Brennpunkten des Kampfes, wo sie sich auch seit dem 3. August entwickelten, führte der Oberst in vorderster Linie. Als am 6. August dem Amerikaner an der Straße St. BenoitParame nach Vorbereitung durch stärksten Artillerie- and Granatwerfer- beschnß und unte? Einsatz von Nebel ein 1 Kilometer tiefer Einbruch in die Haupt­kampflinie gelang, bereinigte Oberst von Anlock diesen im sofortigen Gegenstoß und war anschließend sofort bei der Nieder­schlagung eines Terroristenunternehmens

in der Stadt selbst. Seinen Soldaten scheint es so, als ob sich ihr Kommandeur verviel­fältigen könnte, so blitzschnell taucht er stets an den Geiahrenpunkten auf.

Trotz allerstärksten Feinddrucks erreichte Oberst von Aulock, daß die Besatzungen von Dinant und anderen Stützpunkten sich auf die Festungsanlagen zurückziehen konn­ten, um dort weiter an der Verteidigung teil­zunehmen. Um Jeder Ueberraschung zuvor­zukommen, wurden die Hafenanlagen bereits -in den ersten Tagen der Kämpfe zerstört Durch geschickten Einsatz der Artillerie und der Sturmgeschütze wurden täglich dem Feind empfindliche Verluste an Panzern, Panzerspähwagen und Lkws. zugefügt Die Haltung der Truppe, die täglich und 4tünd- Uch unter schwerstem Artilleriefeuer and ununterbrochenen Jagdbomber- und Bom­berangriffen zu leiden hat, ist in all diesen Kämpfen über jedes Lob erhaben. Der Kampfwille bleibt auch nach Zurück- drückung der Hauptkampflinie auf die Stadt selbst ungebrochen. Um jedes Haus, um jede Straßenkreuzung, um jeden Meter Bo­dens wird verbissen gerungen. Immer wie­der müssen die Amerikaner neue Reserven heranführen, um den Kampf weiterführen zu können. Wo der deutsche Widerstand zu erlahmen droht greift der Festungskomman­dant stets persönlich ein, Soldaten und Offi­zieren ein Vorbild der Pflichterfüllung und eines unerschütterlichen nationalsozialisti­schen Glaubens.

Verteidiger von St. Malo an den Führer

Gehen wir unter, so soll es nur nach Kampf bis zum /egten sein/*

dnb. Führerhauptquartier, 18. August. Der Kommandant der Festung St Malo, Oberst AndefiS von A qjLQck., hat am 17. 8. mittags folgenden Funksprach an den Führer gerichtet:

Mein Führerl Der Kampf um St Malo wird hent oder morgen sein Ende nehmen. Unter dem schwersten Beschuß fällt ein Werk nach dem anderen in Trümmern zu­sammen. Gehen wir unter, .so soll es nur nach Kampf bis zum letzten sein. Der Herr­gott halte schützend seine Hand über Sie. Es lebe nnser Führer] Oberst von Aulock. Der Führer antwortete mit folgendem Funkspruch:An den Festungskommandan­ten von St Malo, Oberst von Anlock. Ich

danke Ihnen and Ihren heldenhaften Män­nern ln meinem and im Namen des deut­schen Volkes^ Ihr . Name wird für.,immer ln die Geschichte eingehen. Adolf Hitler."

St. Malo fällte das Bajonett

dnb. Berlin, 18. August. Bel St Malo ging es fast um jeden Fußbreit, Boden. Nahezu drei Wochen lang hat der Gegner hier mit Massen an Infanterie, Panzern, Ar­tillerie und Bombern die deutsche Besatzung zu brechen versucht, nachdem sein erster Handstreich gegen die Hafenanlagen miß­glückt war. Seine Verluste sihd, wie er zu­gibt, ' erschreckend. Erst als er nach er-

Tierma

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Enge zwischen Argentan und Falaise

fixierte Kämpfe bei Chartres und in Orleans Die Besamung von St. Malo der feindlichen Übermacht erlegen Zwei Feindzetstörer und vier Transporter in der Seine-Bucht versenkt

E n tlaufe«

in. Siamkater, 14'

lbraun, hört auf * dub. Aus dem Führerhauptquar- hl ,/ 1 " h " Md ,ler < 18. August. Das Oberkommando der taUÄl ^cht gibt bekannt:

|un *M In der Normandie wurde der westlich e r u. ^ der O rn e weit vorspringende Frontbogen Ankaul hinter den Fluß zurückgenommen. Der Feind Gartenland versuchte mit starken Kräiten im Raum öst- L 1 Udi und nordöstlich Falaise von Norden Geschst. her in diese Bewegung hineinzustoßen, | Wurde jedoch nach erbitterten Kämpfen , »nn Stehen gebracht. Unsere Gegenangriffe /ohnung od. ha Raum von Argentan zerschlugen feind- elegenh. für 1 6 liehe Umgehungsgruppen und erweiterten Ang. P 9®» dadurch die Enge zwischen Falaise und

t/S 2593 Gesdwfj »m Chartres wird weiter erbittert ge- ^- 0 »ampn. Auch in O r 1 e a n s tobten den gan- i hiiu !en ^ag hindurch heftige Straßenkämpfe mit

7 Ost*;- ? mer fkanischen Truppen, die sich im Ver-

»- a lauf der Kämpie in den Besitz der Stadt

| setzen konnten.

Die Besatzung von S t. M a 1 o Ist der feindlichen Uebermacht erlegen. Unaufhör- *kh unter schwerstem Beschuß konnte sie ederarmoan»i sich, nachdem sämtliche schweren Waffen

i Wege Ho .. ausgefallen waren, zuletzt nur noch mit Chh daSe a f 4 s i da! ! dwaffen zur Wehr setzeit. Soldaten aller bei

30, Ruf 16. 8.. von

cbhausen

Bremen

neutsdin J^h/machtteile, unter ihrem Kommandanten '" Ube rst von Aulock, haben hier dem An-

16 . 8- vul J^ m .. stärkster feindlicher Kräfte in fast

' Grenzstr-, ^Wöchigem heldenhaften Ringen standge- o,. sebw. o dl äien und dem Gegner hohe blutige Ver- ffe zugefügt. Ihr Kamp! wird in die Ge-

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-Ring m- ,J n ^ntlfrankrelch konnte der Feind

8 22 Uhr, A »len Brückenkopf zwischen T o n 1 o n und us des R elC ! c | (t *»nes erweitern und verstärken. Unsere nen ' wuwod* j, flerun 9 s - und Sperrverbände wiesen ge-

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ÄÜrg« 2'S 6 Tru PP e n landen, scheiterten.

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stnr m der ^ßlne-Bucht zwei feindliche Zer- Ver nd vier Transporter mit 25 080 BRT. it nn ei n größerer Transporter von S C hi« Q bls . 20 000 BRT. und acht weitere toruB,ii ^ ll snsammen 48 000 BRT. wurden der ho 6 !* fIrrem Sinken kann auf Grund

aerori, 0 ^Ȋchteten schweren Detonationen a rechnet werden.

eine° r \!r ?r . söd{ranz ösischen Küste versenkte Minen,. ' annekdstenbat t er ie zwei ieindliche

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te und beschädigte einen

Schweres V-l-Vergeltungsfeuer liegt bei Tag und Nacht auf dem Großraum von London.

In Italien wurden mehrere feindliche Uebersetzversuche über den Arno und zahl­reiche Aufklärungsvorstöße abgewiesen.

Im Osten wiesen rumänische Truppen Uebersetzversuche der Sowjets fiber den un­teren Dnjestr ab. Im Karpatenvorland sind westlich S a n o k und nordwestlich Kr'osno wieder heftige Kämpfe im Gange.

Im Weich8el-Bt0ckenko.pt .von B a r a n o w scheiterten wiederholte Angriffe der Bolschewisten. Panzer, und Panzergrena­diere brachen hierbei im Gegenangriff zähen feindlichen Widerstand und warfen die So­wjets zurück. Eine größere Anzahl feind­licher Panzer wurde abgeschossen.

Beiderseits Wilkowischken setzten die Sowjets mit 14 Schützendivisionen und mehreren Panzerbrigaden, von zahlreichen Schlachtfliegern unterstützt, ihre Angriffe iort Wilkowischken ging erneut ver­loren. Bei Raseinen wurden wiederholte Angriffe des Feindes zerschlagen. Durch wirksame Angriffe unserer Schlachtflieger- Verbände hatten die Bolschewisten hohe Verluste. Allein in Luftkämpfen wurden in diesem Frontabschnitt 56 feindliche Flug­zeuge abgeschossen.

An der Iettisc^ienFront brachen die feindlichen Durchbruchsversuche nördlich B i r s e n und im Raum von M o d o h n am verbissenen Widerstand unserer Divisionen blutig zusammen.

In Estland wurden zahlreiche feind­liche Angriffe abgewiesen. An der See-Enge zwischen dem Pleskauer und dem Peipus- See sind heftige Kämpie mit den aui das Westufer übergesetzten Sowjets entbrannt.

Bei einem Angrifisversuch sowjetischer Bomber aui, Kirkenes wurden 40 ieind­liche Flugzeuge durch unsere Luftverteidi­gungskräfte abgeschossen und damit Uber ein Drittel des feindlichen Verbandes ver­nichtet. Am gestrigen Tage wurden an der Ostfront insgesamt 110 ieindliche Flugzeuge abgeschossen.

Bel Angriffen feindlicher Bomber auf das Gebiet von P1 o e s t i wurden durch deutsche und rumänische Luftverteidigungs­kräfte 18 viermotorige Bomber zum Absturz gebracht.

In der Nacht warfen einzelne britische Flugzeuge Bomben auf Mannheim

Lwlgshafen und im rheinisch-west­fälischen Gebiet.

' Besonders ausgezeichnet

. dnb. Aus dem Ftthrerhauptqnar- tier, 18. August Zum heutigen OKW.-Be- richt wird ergänzend mitgeteilt: -In den schweren Abwehrkämpfen im Raum nörd­lich Birsen haben sich die unter dem Befehl des Eichenlaubträgers General der Infante­rie Hi 1 p e r t stehenden Divisionen, die schlesische 81. Infanterie-Divison des Oberst von Bentivegni und die norddeutsche 290. Infanterie-Division unter Führung des Generalleutnant Ortner durch beispiel­hafte Tapferkeit und kühne Gegenstöße aus­gezeichnet. An der Vernichtung von 108 Panzern Innerhalb von drei Tagen hat die Sturmgeschützbrigade 912 unter Führung des Hauptmanns Karstens hervorragen­den AnteiL

neuter Zuführung zahlreicher schwerer Batterien am Donnerstag den Feuerkampf wiederum aufnahm, in den unsere Geschütze aus Munitionsmangel kaum noch eingreifen konnten, gewann er die Oberhand.

Zwölf Stunden lang lag schwerster, durch Luftangriffe verstärkter Beschuß auf die Zitadelle und den Marinebatterien von Cecembre. Er verwandelte das Gelände in ein Trümmerfeld, wie es etwa das Fort Douaumont im ersten Weltkrieg bot. Ueber 4200 Granaten und Hunderte von Bomben zerhämmerten die Zitadelle und über 2200 die Geschützstellungen von Cecembre. Die Funkanlagen der Zitadelle wurden zer­schossen, so daß die Verbindung »noch vor Beendigung des schließlich mit der blanken Waffe geführten Kampfes ab- riß. In einem der letzten Funksprüche des Kommandanten an den Führer, kam die nationalsozialistische Entschlossenheit die­ser Helden noch einmal zum Ausdruck. Ge­gen Abend kam ein letzter Funkspruch von Kapitän z. S. E n d e 11, dessen Marine­batterien immer wieder entscheidend die Verteidigung der Zitadelle unterstützt hat­ten. Auch dieser Spruch schließt mit einem Bekenntnis zu Adolf Hitler bis zum Tode.

Die Hafen- und Dockanlagen sind wert­lose Trümmer. Der Gegner muß weiter die hafenlose normannische Küste benutzen.

Das Eichenlaub nach dem Heldentod

dnb. Führerhauptquartier, den 18. August Der Führer verlieh am 11. Aug. das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eiser­nen Kreuzes an Generalleutnant Dietrich K r a i s s, Kommandeur der am 11. Juni 1944 im Wehrmachtbericht genannten 352. Ini.- Division, als 549. Soldaten der deutschen Wehrmacht

Generalleutnant Kraiss, der das Ritter­kreuz als Generalmajor und Kommandeur einer schlesischen Inf.-Division zu Beginn der deutschen Sommeroffensive 1942 erhal­ten hatte, stand seit dem ersten Tage, der Invasion an der Spitze der 352. Inf.-Division in der Normandie. Am 11. Juni wurde er mit seiner Division im Wehnnachtbericht genannt

Seitdem stand die Division fast sieben Wochen lang in schwerem Abwehrkampf bei St Lo und verhinderte jeden Durch­bruch der US.-Amerikaner. Auch bei dem feindlichen Durchbruch westlich St Lo ver­hinderte Generalleutnant Kraiss, dessen Di­visionsgefechtsstand zur Nahverteidigung übergehen mußte, durch rasche und kühne Gegenmaßnahmen das Aufreißen der Front in seinem Abschnitt

Am 2. August ist der tapfere Divisions­kommandeur seinen schweren Verwundun­gen erlegen, die er inmitten seiner Grena­diere erlitten hatte.

Generalleutnant Kraiss wurde am 16. No­vember 1889 als Sohn des Geheimen Finanz­rats K. in Stuttgart geboren. Er war bei 1 Kriegsausbruch Oberst und Kommandeur eines Hamburger Grenadier-Regiments und wurde 1941 zum Generalmajor, 1942 zum Generalleutnant befördert

Vpm Führer befördert - dnb. Aus dem Führerhanptquartier, 18. Aug. Der Führer beförderte am 27. Juli 1944 zum General der Infanterie Generalleutnant Schmundt, Chefadjutant der Wehrmacht beim Führer und Chef des Heerespersonal- amtes; am 15. Auugst 1944 zum General­oberst General der Panzertruppe R a'u s , Oberbefehlshaber einer Panzerärmee.

Sie waren völlig waffenlos, aber sie kämpf­ten weiter", berichtet dieTimes über ff-Män- ner, die eine kanadische Truppe zum Schluß mit den von ihr geworfenen und von den Männern aufgefangenen Handgranaten bekämpfte.

Neuer Erfolg unsererEismeerjäger

58 Sow/et//ugzeuge innerhalb weniger Stunden abgeschossen

Von, unserem Luftwaffenkorrespondänten

rd. p e r 1 i n, 18. August In den Vormit­tagsstunden des 17. August griff ein. Ver­band sowjetischer Flugzeuge das Stadtge­biet von Kirkenes an. Die in diesem Raum stationierten deutschen Jagdstreitkräfte, die Eismeerjäger", sprengten die Reihen der Feindformationen und schossen in einer etwa einstündigen Luftschlacht 35 sowjeti­sche Flugzeuge ab. Fünf Feindflugzeuge wurden durch die Flak zum Absturz ge­bracht. Der etwa 120 Maschinen starke Feindverband verlor damit bei diesem An- griffsunternehmen rund ein Drittel aller ein­gesetzten Kräfte. Nur zwei deutsche Jagd­flugzeuge gingen verloren.

In den heftigen Luftkämpfen bewiesen einige - bekannte deutsche Jäger durch Se­rienabschüsse erneut ihre fliegerische Ueber- legenheit: Eichenl'aubträger Major E h r 1 e r , der Verbandsführer der Eismeerjäger, errang vier Luftsiege und erzielte damit seinen 166. Abschuß. Leutnant Schuck und Oberleut­nant Gloeckner schossen je vier Feind­flugzeuge ab. Sie erhöhten ihre Abschuß­ziffer damit auf 149 bzw. 24 Luftsiege. Am erfolgreichsten war Leutnant Norz, der vier soW°Hscv,^ Bomber' und pin»>n

vernichtete und damit seinen 107. bis .111. Luftsieg erkämpfte. Ueber dem Weichsel­kampfraum verloren die Sowjets am selben Tage nach noch unvollständigen Meldungen 58 Flugzeuge.

U-Boote binden Schwarzmeerflotte

Eigene Meldung

y. Berlin, 18. August. Der Führer verlieh, wie berichtet, als erstem Kommandanten eines Schwarzmeer-U-Bootes dem Oberleut­nant z. S. Karl Fleige das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Neben der Anerkennung der Erfolge dieses Offiziers stellt die gleich­zeitige Auszeichnung von drei weiteren Kommandanten mit der Deutschen Kreuz in Gold eine Würdigung des Einsatzes sämt­licher U-Boot-Fahrer auf diesem Seekriegs­schauplatz dar. Die U-Boote halten als ein­zige offensive deutsche Seekriegswaffe die noch immer beachtliche Flotte der Sowjets in Schach.

In den Karpaten verloren die Bolschewisten vom 14. Juli bis 15. August durch eine deutscti- tingpi-j'-'-he Panzerarmee u. a. 1005 Panzer, Späh- «gim--und StUrmgesChütze und über 7000 Tote.

Ferngesteuert!

Zeichnung Erik-Scherl-M. Polen! Ich bin eure nationale und unabhängige Regierung!

Die Takt m Maie

Von

Kurt G. Stolzenberg

Was wir gebombte Deutsche hinter uns haben, hat England zum Teil noch vor sich. Und es ist die Frage, ob das englische Volk sich als so guter Steher erweisen wird wie das deutsche. Einstmals hatten die Briten diesen Ruf. Aber Old England ist längst tot, und die Kinder Albions sind verflucht heruntergekommen. Das zeigt sich am krassesten daran, daß der seit dreißig Jah­ren bei Allem gescheiterte englische Poli­tiker, der wegen politischer Liederlichkeit, konfuser Weltanschauung und Wirrwarr- Organisation früher drüben allgemein abge­lehnte Regierungsdilettant Churchill heute für wert gehalten wird, Großbritan­nien zu führen.

. Seine jüngste und bedeutendste Erfindung ist der Zug ins Blaue. Fahrten ins Blaue gab es bei uns bei dem 1933 begonnenen Wie­deraufstieg der Lebenslust auch. Die Reichsbahn führte uns unerwarteten Ausflugszielen und freute sich, wenn ihr die Wochenend- und Sonntagsüberräschung der erwartungsvollen Reiseteilnehmer ge­lang. Was damals in Deutschland heiter organisiert wurde, ist heute in England ein dunkler Schatten des Versagens und der Unfähigkeit. Die Londoner werden bekannt­lich von der deutschen Vergeltungswaffe zu Tausenden und Abertausenden aus der in Trümmer sinkenden Hauptstadt des unter­gehenden britischen Weltreichs herausge­jagt Sie fliehen. Ihre Flucht trägt alle Zei­chen einer solchen. Niemand bekümmert sich ernstlich um ihr Wohl und Wehe. Nie­mand besorgt eine zweckmäßige Auswahl, niemand stellt ihre Ernährung sicher, ihre geordnete Fortführung und Unterbringung. Wahllos läßt man Züge ab, irgendwohin ins Blaue, nur wegl Die Eisenbahngesell- schaften haben den Kopf verloren. Ihre Re­gierung kriegt es mit den Nerven zu tun. Das hätten sie nie gedacht, unsere falschen - Vettern drüben, daß es ihnen noch e inm al so dreckig gehen werdel

Tolle Formen nimmt zweifellos in diesen Augusttagen das Chaos ]|iinier der mühsam nicht nur gegen uns, sondern auch gegen den Anstgrm derbefreundeten" Ameri­kaner und Bolschewisten aufrecht erhalte­nen Fassade an. Millionen Häuser, so schätzte man neulich drüben, sind schon durch V 1 in London und Südengland zer­stört worden. Wer je Gelegenheit hatte, an der Front den merkwürdigen Abschußlaut der deutschen Raketenwerfer zu hören, der kann sich vorstellen, was heute bei denen vorgeht, zu denen ununterbrochen seit Monaten überdimensionale Geschosse an- gesnust kommen.

Rette sich wer kannl Das ist . Englands Parole im fünften Jahr Churchillscher Krieg sführungl Sie sind wahrlich böse ins Blaue gefah­ren, die Briten. Die verschwommenen Vor­stellungen, daß' es mit Londoner Politik immer traditionell so weitergehen werde wie schon vor hundert Jahren, die leicht­fertig-unbeschwerte Art, mit der die Eng- " ider diesen Krieg nicht anders als ihre heren starteten, haben eine grausame Enttäuschung für Britannien, zur Folge ge­habt. Das, was den Kreis um Churchill da­mals bewegte, war keine zielbewußte Pla­nung, sondern verworrenes Rebellieren eines altmodischen Clubs gegen neue Zeit­erscheinungen, vermischt mit altenglischem Tory-Hochmut und lordhafter Eifersucht auf die kontinental führende Macht. Das Kenn­zeichen aber britischer Politik in . drei Jahr­hunderten, der nüchterne, wenn auch kalt­schnäuzige Verstand, die sachliche Beurtei- lung der Chancen und die geschäftsmäßige Berechnung des möglichen Effektes diese Elemente britischen Aufstiegs fielen bei der Rechnung der Vansittart-Churchili-Eden fort Konnten auch gar nicht mehr mitsprechen, denn dies ist ja nicht der Krieg für die In­teressen Großbritanniens, sondern für die