Ausgabe 
(18.8.1944) 227
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Das Amtsblatt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen Vf/ R»tHrh« VeMedunoehM -<«<. e eh»

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Bremen: Geeren «'8 Rut 2 19 31. Nachtrut and sonntags 2 47 85: ObernstraBe 88 Rut 2 19 31: Syke: MUhlendamm 2- Br Hemelingen: Bahn hofstraBe 6, Ecke Poststraße, Rut 4 34 58: Br Vegesack: Rohrstr. 24, Rul 4 u. 8; Br.-BIumen thal. Kapt.-Datlmann-Str. Jl/43. Ruf 88 u 8'

dei Nationalsozialisten Bremens

Amt'iches VerMSndunpsb'at , e'i e chsstattba^er» r> deriFur unf reiner

Nr. 227 14. Jahrgang

Freitag, 18. August 1944

Einzelpreis 15 Rpi

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i Zeitung, SS.'- , Bremen. Vri i d b e r g, Bia' . Stnlsenbi: (3 t Preisliste St

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Moskau zwingt Polen zum Selbstmord

Putschversuch in Warschau durch deutsche Truppen niedergeschlagen Hintergründe der unterirdischen

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Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

BZ. Berlin, 17. August. Anfang August begann die sogenannte polnische Unter­grundbewegung in Warschau <utf die Meldung von dem Herannahen der so­wjetischen Armeen den Kampf gegen die deutsche Garnison. Dieser Aufstand ist inzwischen von den deutschen Truppen zerschlagen worden. Sein endgültiger Zusammenbruch steht unmittelbar bevor. Die erwartete Entlastung der Aufstän­dischen durch die Sowjets unter­blieb.

In der ehemaligen polnischen Hauptstadt Warschau schwelten seit Wochen Auf­standsherde der sogen, unterirdischen polni­schen Bewegung, deren Bestrebungen sowohl militärischer als auch politischer Natur sind. Entschlossene Maßnahmen der deutschen Sicherungskräfte hielten den Aufstands­versuch unter steter Kontrolle und haben ihn in den letzten Tagen dem völ­ligen Zusammenbruch nähergeführt.

Die dramatischen Momente der War­schauer Vorgänge liegen jedoch weniger in der raschen Liquidierung eines Unruheher­des als vielmehr in den politischen Hinter­gründen. Jüngste Informationen aus Moskau und London lassen ganz einwandfrei erken­nen, daß die sowjetische Regierung mit der Schürung des Aufstandes besondere Zwecke verfolgte: die direkt auf eine Ausmerzung der an die polnischen EmigTanten-RegieTung in London gebundenen polnischen Kräfte hinauslaufen. Zweifellos war der Aufstand während des Besuches des polnischen Emi- granten-Präsidenten Mikolajczyk in Moskau mit der sowjetischen Regierung ab­gesprochen worden. Auch die britische Re­gierung war nach dem Zeugnis des Lords , Vansittart von dem Plan unterrichtet und hatte ihre Unterstützung zugesagt. Die .sowjetische Regierung, hatte den. Aufstand als einen Bewährungsbeweis der polnischen Emigrantengruppe in London gefordert und dabei darauf hingewiesen, daß in Bälde eine Eroberung der Stadt durch sowjetische Truppen zu erwarten sei, so daß die pol­nischen Aufständischen die militärische Auf­gabe der Sowjetarmee durch die Schaffung eines Unruheherdes im Rücken der teut- jp.sehen Front erleichtern könnten.

Moskau forderte den Aufstand im Ein-. verständnis Englands, obwohl die sowje­tische Regierung darüber unterrichtet war, Ball die Durchbrechung der deutschen 'Sperriegel vor Warschau militärisch außer­ordentlich schwierig und der Erfolg einer solchen Aktion zweifelhaft sein würde.

Nachdem sich in den letzten Tagen iin- deutig herausstellte, daß die Aufstandsbe­wegung keinerlei Erfolge erringen konnte, die sowjetischen Linien vor Warschau durch deutsche Gegenangriffe zurückgedrängt wur­den und die unterirdische Bewegung in Ver- sorgungsschwierigkeiten geriet, sagte sich jetzt die sowjetische Regie­rung offiziell von den Aufständi­schen 1 o DiePrawda wies darauf hin, daß keinerlei vorherige Aussprache mit den Vertretern der sowjetischen Armee er­folgt sei, man in Moskau also auch keinerlei Verantwortung, für die ausgebliebene' Ver­sorgung mit Waffen übernehmen könne.

In der Weltpresse hat dieser Vorgang sine außerordentliche Beaghtung gefunden, wobei auch derOsservatore Romano", das Blatt des Vatikans, klar die politischen Hin­tergründe der Warschauer Vorgänge dar- stellte. Es wird als vollkommen erwiesen angesehen, daß die sowjetische Regierung den als aussichtslos erkannten, aber den­noch von Moskau eifrig geschürten Putsch­versuch zu einer Diskriminierung der pol­nischen Emigrantengruppe in London nutzen Wollte, um hier-den letzten Schritt zur'völ- hgen Ausbootung der sogenannten Exil­regierung zu unternehmen. In Warschau selbst wollte man die Aufständischen in den Kampf mit deutschen Truppen verwickeln

An

unsere Leser

Jacken. V, :huhzeu9 b >'

n9"

Infolge reichseinheitlicher Regelung itt im Umfang und in der Erscheinungs­weise der Bremer Presse mit sofortiger Wirkung eine Aenderung ein. Es er­scheint dieBremer Zeitung" in vermin- er tem Umfang werktäglich mit 4 Sel­on und sonnabends mit 6 Seiten. Die oonntagsausgabe fällt weg.

Die kriegsbedingte Neuregelung im Putschen Zeitungswesen bezweckt Frei­machung von Arbeitskräften für andere negswichtige Aufgaben, Ersparung von vp ^ tof ^ en und Entlastung des Transport- rkehrs. Wir bitten unsere Leser, bei r nunmehr knapperen Belieferung mit achrichtenmaterial stets daran zu den-

n r daß der deutsche Zeitungsleser mit damit verbundenen Verzicht einen j 1 zu den Anstrengungen des töta- n leistet. Sieg um jeden

Krieges freist

Heil Hithfrl

NS.-Gauverlag Weser-Ems

und sie auf diese Weise zu einem entschei­denden Aderlaß und so gewissermaßen zum Selbstmord zu zwingen. Mit politischen Mitteln sollte versucht werden, die national­polnische Unftrgrundbeweguncj der Liqui­dation durch die deutschen Truppen ent­gegenzuführen. Daß die Untergrundbewe­

gung zu einer Gefahrenquelle für die deut­sche Kriegführung wurde und bei einer Nie­derschlagung eine weitere Entzweiung der einzelnen Interessengruppen in Polen ein- treten mußte, wurde von Moskau als will­kommene Begleiterscheinung gewertet.

Insgesamt zeigen die Vorgänge in War­

schau, daß die sowjetische Regierung kein Mittel unversucht läßt, durch Intrigen, Putschversuche und politischen Druck ln den an die Sowjetunion grenzen­den Gebieten Verhältnisse zu schaffen, die chaotische Formen annehmen und dem Bol­schewismus zugute kommen.

dnb. Aus dem Führerhauptquar tier, 17. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

In der Normandie setzte die 1. kana dische Armee ihre starken Angriffe im Dives-Absr.-linitt und beiderseits Falaise den ganzen Tag hindurch lort. Unsere Divi­sionen vereitelten ln wechselvollen und beiderseits-verlustreichen Kämpfen den vom Feind erstrebten Durchbruch. Das erbitterte Ringen dauert an.

Gegen die aus dem Räume von A r g i n tan weiter angreifenden Nordamerikaner traten unsere Panzerverbände zum Gegen­angriff an und warfen sie nach Osten und Südosten zurück.

Motorisierte Kräfte des Gegners stoßen weiter nach Osten gegen die mittlere Seine und nach Südosten gegen die Loire vor. Die Stadt D r e u x ging nach hartem Kampf verloren. Um Chartres und Orleans sind heftige Kämpfe entbrannt.

In der Bretagne wurden mehrere feind­liche Angriffe im Kampfraum von Brest durch zusammengefaßtes Abwehrfeuer zer­schlagen. In der Zitadelle von St. Ma 1 o leistet die Besatzung weiterhin heroischen Widerstand.

Die Batterie Cezembre zerschlug mit Ihrem Feuer trotz stärksten feindlichen Be­schusses mehrere feindliche Angriffe gegen die Zitadelle.

Im südfranzösischen Küstengebiet dauern die heftigen Kämpfe gegen den Feind an, der sich aus der Luft und durch Anlandun­gen von See her zupfehmend verstärkt. Es gelang ihm nach schwerem Ringen, in die Stadt Cannes einzudringen.

Leichte deutsche Seestreitkräfte und Sicherungsfahrzeuge versenkten vor der französischen Atlantikküste in den Morgen­stunden des 15. August im Verlaufe meh­rerer Gefechte mit einem überlegenen bri­tischen Flottenverband zwei Zerstörer und beschädigten einen Kreuzer. Ein eigenes Fahrzeug ist gesunken, ein weiteres wurde beschädigt.

Im Kampf gegen die feindliche Landungs­flotte beschädigte die Luftwaffe im See­gebiet vor St. Tropez zwei feindliche Trans­porter mit 18 000 BRT. so schwer, daß mit ihrem Verlust zu rechnen Ist.

Im französischen Hinterland wurden 168 Terroristen im Kampf niedergemacht.

Das V 1-Vergeitungsleuer auf London dauert an.

Von der italienischen Front werden keine größeren Kampfhandlungen gemeldet.

Im oberitalienischen Raum wurden in der Zeit vom 11. bis 15. August 884 Terroristen vernichtet.

Im Karpatenvorland wurden die nordwestlich K r o s n o angreifenden Sowjets nach vorübergehendem Einbruch im Gegen­

angriff zurüekgewoifen. In den erbitterten Angriffs- und Abwehrkämpfen im großen Weichselbogen wurden gestern 67 feindliche Panzer abgeschossen.

. Im Abschnitt beiderseits Wirballen setzten die Sowjets ihre Durchbruchsversuche von starken Panzer- und Schlachtfliegerver- bänden unterstützt während des ganzen Ta­ges fort. Die heftigen Kämpfe halten an.

An der lettischen Front behaupte­ten unsere Grenadiere ihre Stellungen nörd­lich B i r s e n gegen erneute starke Angriife der Bolschewisten. 49 feindliche Panzer wurden abgeschossen.

In Estland stehen unsere Truppen westlich des Pleskauer Sees weiter in har­tem Ringen mit vordringenden sowjetischen Kräften.

Schlachtfliegerverbände unterstützten die Kämpfe des Heeres in diesem Raum und griffen den feindlichen Uebersetzverkehr zwischen dem Peipus- und dem Pleskauer See mit guter Wirkung an. Elf vollbela- dene Fährboote wurden versenkt.

In Luftkämpfen und durch Flakartillerie verloren die Sowjets 56 Flugzeuge.

In den schweren Kämpfen im Mittel­abschnitt der Ostfront vernichteten Flieger­verbände und Flakartillerie einer Luftflotte in den letzten sechs Wochen 889 feindliche Panzer und 1217 Flugzeuge.

Britenzerstörer in Flammen

Das Seegelecht vor der französischen Atlantikküste

dnb. Berlin, 17. August. Vor der fran­zösischen Atiantikküste versenkten wie der Wehrmachtbericht meldet, leichte deutsche Seestreitkräfte und Sicherungs­fahrzeuge in mehreren Gefechten mit über­legenen feindlichen Streitkräften zwei Zerstörer und beschädigten einen Kreuzer.

Minensuchboote, die bereits in der Nacht östlich der Ile dYeu aus größerer Entfernüng von starken feindlichen Einhei­ten ohne Erfolg beschossen worden waren, stießen mehrere Stunden später auf einen feindlichen Flottenverband, der aus einem Kreuzer und vier Zerstörern bestand und in diesem Seegebiet auf und ab patroullierte. Gleichzeitig mit dem Feind eröffneten unsere Boote um 5.40 Uhr heftiges Feuer auf den weit stärkeren Gegner.

In eineinhalbstündigem, hartnäckigem Kampf konnten die Geschützbedienungen unserer Boote auf dem schwer bewaffneten Kreuzer zahlreiche Treffer erzie­len, die den Hauptmast umlegten und das Achterschiff in Brand setz­ten. Einer der feindlichen Zerstörer er­hielt gleichfalls eine Reihe schwerer Treffer

10% Luftsiege an der Westfront

Ma/or Bühlingen erhielt das Eichenlaub mit Schwerlem

dnb. Führerhauptquartier, den 17. August. Der Führer verlieh am 14. Aug. das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes an Major Kurt Bühlingen, Kommodore eines Jagdge­schwaders, als 88. Soldaten der deutschen Wehrmacht.

Major Kurt Bühlingen gehört zu den er­folgreichsten Jagdfliegern an der West­front, wo er 104 Luftsiege errungen hat. Der erst 27jährige Major hat den väterlichen Be­ruf, das'Schlosserhandwerk, erlernt undaus­geübt, bis er Soldat wurde.

für

Brillanten

Generalfeldmarschall Model

dnb. Berlin, 17. August. Der Führer verlieh Generalfeldmarschall Walter Mo­del, Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Mitte, als 17. Soldaten der deutschen Wehr­macht das Eichenlaub mit Schwertern* und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

Generalfeldmarschall Model ist damit der zweite Brillantenträger" des Heeres. Die höchste deutsche Tapferkeitsaujzeichnung, die ihm jetzt verliehen wurde, stellt gleich­zeitig eine Anerkennung dar für die hart kämpfenden deutschen Truppen der Ost­front.

Eichenlaub für den Verteidiger von St. Malo

dnb. Berlin, 17. August. Der Führer verlieh dem Kommandanten der Festung St. Malo, Oberst Andreas von Aulock, als 551. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eiser­nen Kreuzes.

Mitten durch den Feind zurück

dnb. Führerhauptquartier, den 17. August. Der Führer verlieh am 11. Aug. das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberleutnant d. R. Ger­hard Simons, Batterieführer in einem norddeutschen Artillerie-Regiment, als 547. Soldaten der deutschen Wehrmacht.

Oberleutnant d. R. Simons hat als Füh­rer der Stabsbatterie und Regiments-Nach­richtenoffizier die III. Abteilung des Regi­ments westlich Molodeczno mitten durch den rechts und links vorstoßenden Feind in beherztem Entschluß kämpfend zurück­geführt.

Fahnenjunker-Oberwachtmeister

ausgezeichnet

dnb. Berlin, 17. August. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Krlegsverdienst- kreuzes mit Schwertern an Fahnenjunker- Oberwachtmeister Volkmann.

und stand bald!. Flammen. Er wurde in sinkendem Zustand zurückgelassen. Beobachtungsstellen an Land konnten das untergehende Schiff wahrnehmen.

Der feindliche Verband nebelte sich dar­auf ein und brach den Kampf ab, um kurze Zeit später mit den restlichen Zerstörern wieder aufzutaucheri und das Gefecht noch eine halbe Stunde lang aufzunehmen. Da­bei erhielt eines unserer Boote schwere Be­schädigungen, die es manövrierunfähig machten, so daß es von der Besatzung ver lassen werden mußte. Ein anderes Fahrzeug, das beschädigt wurde, konnte auf Strand gesetzt werden.

Ein zweiter feindlicher Zerstörer wurde einige Stunden zuvor im gleichen Seegebiet, ebenfalls ln hartem Kampf, von einem Torpedoboot versenkt, das ihm eine Anzahl Artillerietreffer beibrachte, die Brände und starke Rauchentwicklung zur Folge hatte. Aus den Rauchwolken stie­ßen wiederholt Stichflammen empor, die von Explosionen der Munition hdrrühr- fen. Auch das Sinken dieses Zerstörers wurde beobachtet und durch andere Fest­stellungen erhärtet.

Japanische Botschaft an Deutschland

dnb. Tokio, 17. August. Ogata, der Prä­sident des Informationsamtes, richtete an das deutsche Volk eine Botschaft, in der es heißt: Seit. Kriegsbeginn haben die Deut­schen, unsere Bundesgenossen, im Ange­sicht einer an Intensität ständig zunehmen­den Kriegslage alle Härten und Schwierig­keiten des Krieges ertragen und überwun­den. Dieser unbesiegbare Kampf­geist des deutschen Volkes garantiert ihm den Endsieg. Diesen Geist hat das japani­sche Volk mit tiefer Bewunderung beob­achtet.

Das japanische Volk hat die Voraus­setzungen für den totalen Kriegseinsatz voll­endet und setzt jetzt mit erneuter Sieges­zuversicht seine Bemühungen fort, das Ideal der Aufrichtung einer neuen ostasiatischen Ordnung zu verwirklichen. Es bedarf nicht der v Hervorhebung, daß Japan und Deutschland, die auf dem Boden der Gerechtigkeit - und Menschlichkeit stehen und das gemeinsame Ziel verfolgen, der ganzeh Welt wahren Frieden, und Glück zn bringen, den absolu­ten Sieg in den Händen halten.

Ich möchte das deutsche Volk zu seinem tapferen nnd guten Kampf beglückwünschen und die Hoffnung aussprechen, daß der Täg des Sieges nicht mehr fern sei.

Der britische Ernähnmgsminister gab in einer Rede zu, daß die Franzosen in der Normandie reichliche Lebensrnittel besitzen, und daß eine Ausplünderung dufch die Deutschen nicht zu­treffe.

Seesireitkräfte versenkten zwei Zerstörer

Durchbruchsversuche im Dives-Abschnitt vereitelt - Nordamerikaner bei Argentan zurückgeworfen Kämpfe um Chartres und Orleans - Feind in Cannes eingedrungen - SowietischeDurchbruchsversuche beiderseitsWirballen

Feindliche Bomberverbände griffen Orte in Mittel- und Süddeutschland an; besonders in Magdeburg und Dessau entstanden Schäden. In der Nacht führten britische Bom­ber Terrorangriffe gegen Stettin und Kiel. In der Altstadt von Stettin entstan­den größere Schäden; die Bevölkerung hatte Verluste. Einzelne feindliche Flugzeuge warfen außerdem Bomben auf Berlin und in Westdeutschland.

Durch Luftverteidigungskräfte wurden 49 feindliche Flugzeuge vernichtet

Durch beispielhafte Tapferkeit hervorgetan

dnb. Aus dem Führerhauptquar­tier, 17. August Zum heutigen OKW.- Bericht wird ergänzend mitgeteilt:

Bei den erbitterten Angriffs- und Abwehr­kämpfen im großen Weichselbogen hat sich das Pionierbataillon 37 unter Führung des Ritterkreuzträgers Hauptmann Warsch- n a u e r durch beispielhafte Tapferkeit her­vorgetan.

Bet den schweren Abwehrkämpfen nord­westlich Bialystok hat sich ein Panzerjäger­zug der mecklenburgisch-pommerschen 12. Panzerdivision unter Führung von Leutnant von Veltheim besonders ausgezeichnet.

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Paul Seiler,

Von

Gauobmann der DAF.

In den kommenden Wochen und Monaten werden Hunderttausende von Frauen und auch noch viele Männer aus stillgelegten Unternehmen kriegswichtige Arbeit in der Rüstungsproduktion übernehmen. Die mei­sten von ihnen werden zum erstenmal in ihrem Leben in die bisher ungewohnte Um­welt des Betriebslebens eintreten und nur zögernd die Scheu überwinden, die im all­gemeinen immer vor demUngewohnten" undNeuen" besteht, aber im besonderen bei dieser notwendigen Umstellung bei­spielsweise vom Haushalt oder Verwal­tungsbetrieb zum Rüstungsbetrieb in Er­scheinung tritt. Und erst später werden sie aus eigener Erfahrung bestätigen können, daß die ängstlichen Vorstellungen, die sie sich von derFabrikarbeit" gemacht hat­ten, eben doch wirklichkeitsfremde Fanta­siegebilde waren und bei weitem nicht durch die Tatsachen bestätigt wurden.

Damit soll nicht bestritten werden, daß die Umstellung zum Kriegseinsatz in der Rüstungsindustrie selbstverständlich von vielen neu gewonnenen Arbeitskräften in mancher Beziehung ein Verzicht auf lieb­gewordene Gewohnheiten und Annehmlich­keiten mit sich bringt.

Dieser notwendige Verzicht wird aber von den davon Betroffenen umso leichter ertragen werden können, je mehr sie sich immer wieder vor Augen halten, daß diese Förderung heute um das Leben und der Existenz unseres Volkes willen an alle Männer und Frauen sowohl an der kämpfenden Front als auch in der schaffen­den Heimat gestellt werden und von Mil­lionen Volksgenossen bereits seit Jahren erfüllt wird.

Vor allem wird und muß sich nun -ln der nächsten Zeit die Kraft der nationalsozia­listischen Betriebsgemeinschaft bewähren. Niemand von dengn, die nun schon seit langem in der Rüstungsproduktion - tätig sind, hat ein Recht, nun etwavon oben oderüber die Achsel" auf die jetzt neu in die Betriebe eintretenden Arbeitskame­raden herabzusehen.

Eine derartige unverantwortliche Haltung würde von vornherein wertvollstes Betriebs­kapital zerschlagen; nämlich die Arbeits­freude und Leistungs bereitschaft, die immer noch unerläßliche Voraussetzun­gen für eine wirkliche Leistungsgemein­schaft sind. Das Gegenteil muß sein: Ajle deutschen Männer und Frauen in dei Be­triebsgemeinschaft müssen von dem Willen durchdrungen sein, dieNeuen" wirklich als Arbeitskameraden aufzunehmen und ihnen jede nur denkbare Hilfestellung zu leisten, damit sie sich ihrerseits so schnell wie irgendmöglicb in die Betriebsgemein­schaft einleben und darin wohlfühlen und andererseits durch schnell wirkende An- lernung bald zu voll einsatzfähigen Ar­beitskräften werden

Der Erfolg der Anlernung wird wie bei jeder Erziehungs-, und Schulungsarbeit auch hier wieder maßgebend von der Persönlichkeit des Anlerners bestimmt wer­den, dem als Meister oder Vorarbeiter an­zulernende Männer oder Frauen anvertraut werden. Durch einwandfreie Beherrschung der Maschine oder genaue Kenntnis des Arbeitsplatzes wird der Schulungserfolg nicht allein zu erzielen sein, denn jede Ar-v beitserziehung muß über den technisch­fachlichen Teil hinauswachsen und durch die Persönlichkeit des Ausbilders zu einer totalen Erziehung geprägt werden. Das setzt aber voraus, das der Ausbilder also im vorliegenden Fall der Anlerner ein wirk-

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