Ausgabe 
(16.8.1944) 225
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der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblatt des Beichsstatthalters *n O l denbura und Erexnen

Einzelpreis 15 Rpf.

Ein verdienstvoller Diplomat

Parteiamtliche Tageszeitung

Da» A mtsblatt dea Regierenden Bfirg emteiMerg der Freien Hcmpeatadt Bremen

14. Jahrgang

Mittwoch, 16. August 1944

Moshau plant Verbannung aller Randvölker

Wer mit d&n Deutschen in Berührung kam, soll nach Sibirien Um die bolschewistische Doktrin zu retten #

müssen Millionen von Menschen in den sicheren Tod

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15 Zum .Hören Rechnung mit ,,j :r Bericht na t,:

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was derb sind i| assen sich zu tai Salat verarhr'j aufkochen läSl 3

baten drückt ^ n in etwas Fett - unter ein Wj» il oder man gi- Abschmecken~ was gehacktes:

Zeitung, Bremen. Verb,; oberg, Brrrf 8 t o 1 itubi:,. li Preisliste Si.

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; rd. Berlin, 15. August. In einer Stock- " holmer Meldung der schweizerischen De­peschenagentur werden Informationen über sowjetische Nachkriegspläne, die die eigene Bevölkerung betreffen, wie­dergegeben. Aus einem vertraulichen Ge­spräch, das ein ausländischer Diplomat mit einem Mitglied der bolschewistischen Ge­sandtschaft in Stockholm geführt habe, gehe hervor, daß die Sowjetunion beabsichtige, unmittelbar nach Beendigung dieses Krieges einegroßzügige Umsiedlungs- aktion" innerhalb ihres Territoriums vor­zunehmen.

Der sowjetische Beamte wies darauf hin, daß dieRechtsgrundlage" zu diesem Vor­haben bereits vor einiger Zeit geschaffen worden sei, als vom Obersten Sowjet ein Gesetz über die Umsiedlung gewisser Be­völkerungsteile nach bestimmten hierfür vorgesehenen Provinzen Sibiriens er­lassen wurde.

7-Die Dekretierung dieses Gesetzes war auch tatsächlich bekanntgeworden, ohne daß man sich außerhalb der Sowjetunion überall vorstellen konnte, was damit beab­sichtigt sei. Es wurde aber ^Jamals schon von deutscher Seite darauf hingewiesen, die bolschewistischen Machthaber seien entschlossen, ganze Völkerstämme, die der Moskauer Zentrale irgendwie miß­fällig geworden sind, aus ihrer Hei­mat zu entfernen Und sie in einer Gegend anznsiedeln, wo entweder ihre Wi­derstandskraft gegen die bolschewistische Zersetzung gebrochen oder der ganze Stamm ausgerottet werden sollte.

Der bolschewistische Diplomat bestätigt , nunmehr die Vermutung, wenn er erklärt, für dieseUmsiedlungsaktion" seien sämt­liche Völkerschaften ln Aussicht genom­men, die im Verlaufe des Krieges mit den Deutschen in Berührung gekommen seien. Die Sowjetunion strebe danach, in ihren Grenzgebieten allmählich einerein russi­sche" Bevölkerung zu haben. (Das würde für alle Randvölker zwischen Ostsee und Schwarzem Meer den völkischen Untergang bedeuten. Die Schriftleitung.)

Immer wieder steht man bei der Beurtei­lung des bolschewistischen Vorgehens vot der Tatsache, daß alle Kombinationsfähig­keit nicht ausreicht, um die Brutalität der Moskauer Machthaber in ihrem ganzen Umfang zu erfassen. War man zuerst ge­zeigt, das bolschewistische Umsiedlungs- jesetz als Strafe anzusehen für Stämme, die mit den Deutschen zusammenarbeiteten, so . erkennt man jetzt, daß es weit mehr be- i Zweckt:

Alle Angehörigen der Sowjetunion, die jemals mit Menschen anderer und, wir kön­nen mit Recht sagen, haushoch überlegener Zivilisation und Weltanschauung zusam- Benkamen, sollen verbannt werden, damit sie ja nicht den Vergleich mit den bolsche­wistischen Zuständen ziehen können. Alles, was Ihnen von Deutschland gegeben wurde, der Eigentumsbegriff und die Vorstellung eines menschenwürdigen Lebens, soll schnellstens wieder der Vergessenheit überantwortet werden. Um die bolsche- WisUsche Doktrin zu retten, ist Moskau entschlossen, Millionen von Menschen in einen nahezu Sicheren Todzuschicken.

Wie werden durch solche Enthüllungen alle Behauptungen über angebliche Humani­sierung der Sowjetunion widerlegtl

Die' Beispiele schrecken

dnb. Lissabon, 15. August. Cerreira ,M a r - g u e s setzt in der ZeitungA Voz'* 1 seine Warnungen an die Vereinigten Staaten fort,

die so oft angekündigte Erneuerung der Welt wirklich durchzuführen, anstatt der Sowjetunion bereits jetzt 115. Millionen Europäer aüszuliefern .Alle anderen Natio­nen können vielleicht vorgeben, für Idealis­mus, ' Freiheit, internationale Würde zu kämpfen. Sowjetrußland kämpft nur für die eigene Vergrößerung und um die Nachbar­völker, die das Unglück haben, seine Be­

gierde zu reizen, zu versklaven. Die Bei­spiele haben wir vor Augen: Einverleibung der Baltenländer, beabsichtigter Raub Polens, -offenkundige Absicht, Finn­land und Rumänien zu erdrosseln das alles zeigt in erschreckend deutlicher .Weise, daß sich Sowjetrußland als Räuber und Mörder mit Tod und Vernichtung auf Europa stürzt."

Neuer Großangriff südlich und südöstlich Caen

Stützpunkte St. Ma/o und Dinard behauptet- Feindlandung im Raum Toulon - Cannes

dnb. Aus dem Führe rhauptquar- t i e r, 15. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt.

Südöstlich und südlich Caen ist der Feind nunmehr erneut mit starker Artil­lerie- und Panzerunterstüt 2 ung zum Groß­angriff angetreten, um den im Raum nörd­lich Carrouges stehenden amerikani­schen Verbänden, die durch unseren Gegen­angriff gestern die Abwehr gedrängt wur­den, entgegenzustoßen. Nach erbitterten Kämpfen gelang es dem Feind an einigen Abschnitten, in unsere Front einzudringen. Gegenangriffe brachten ihn zum Stehen. 40 feindliche Panzer wurden abgeschossen.

Im Kampfraum von.Brest wurden ört­liche Angriffe des Gegners- abgewiesen und erneute Bereitstellungen durch zusammen- gefaßtes Artillefieieuer zerschlagen.

Die Besatzung von St. M a I o und D 1 - n a r d behaupteten Ihre Stützpunkte gegen den erneut mit überlegenen Kräften angret- fenden Feind. Das Fort de la Varde ging nach heldenhaftem Widerstand seiner zu­sammengeschmolzenen Besatzung ln den Abendstunden verloren.

Nachdem der Feind in den letzten Tagen seine Luftangriffe gegen Verteidigungs­anlagen und Verkehrsverblndungen im süd­französischen Küstenraum wesentlich ver­stärkt hatte, landete er ln den frühen Mor­genstunden des heutigen Tages im Raum Toulon-Cannes. Unsere Küstenvertei­digung steht im Kampf mit den feindlichen Landungstruppen.

Marineflakbatterien und Sicherungsfahr­zeuge schossen über west- und südfranzösi­schen Küstengewässern 30 feindliche Flug­zeuge ab.

Im französischen Hinterland wurden 26 Terroristen fm Kampf niedergemacht.

Das Vergeltungsfeuer auf London dauert an.

In Italien verlief der Tag bei geringer örtlicher Kampftqtigkeit ohne besondere Ereignisse.

Im Karpatenvorland kam es ge­stern nur zu örtlichen Kampfhandlungen. Im Verlauf der noch anhaltenden Kämpfe westlich Baranow wurden gestern altpln im Bereich eines Armeekorps 51 feindliche Panzer abgeschossen.

Südöstlich Warka griffen die Bolsche­wisten mit mehreren Schützendivisionen an. Auch hier sind die Kämpfe noch ln vollem Gange.

In Litauen warfen unsere Grenadiere, unterstützt von Panzern und SturmgeschUt- zen, bei Raseinen die Bolschewisten aus einer Einbruchsstelle der letzten Tage. 63

feindliche Panzer und 18 Geschütze wurden vernichtet. <

In Estland scheiterten wiederholte An­griffe der Sowjets bef Modoha. Im Ein­bruchsraum südwestlich des Pleskauer Sees konnten die Bolschewisten trotz sehr star­ken Kräfteeinsatzes gegen unsere zäh und verbissen kämpfenden Truppen nur gering­fügig Boden gewinnen.

Schlarhtfliegerverbände unterstützten die Abwehrkämpfe und fügten dem Feind hohe Menschen- und Materialverluste zu.

Durch die Angriffe feindlicher Bomberver­bände entstanden gestern Schäden . in Mannheim, Ludwigshafen, Trig r und Kaiserslautern. Die Bevölkerung hatte Verluste. Der Dom von Trier wurde schwer getroffen.

In der Nacht warfen feindliche Flugzeuge Bomben auf Berlin und lm rheinisch-west­fälischen Gebiet. Ueber dem Reichsgebiet und den besetzten Westgebieten verlor der Feind gestern 22 Flugzeuge.

(Siehe auch unseren BerichtEntschlossene Abwehr des neuen Landungsversuches" auf Seite 2!)

dnb. Aus dem Fiibrerhaviptqiiar- tier, 15. August. Zum heutigen OKW.-Be- richt wird ergänzend mitgeteilt:

In den Kämpfen im Raum von Raseinen haben sich die unter Führung des Generals der Artillerie Wuthmann stehenden Truppen in Angriff und Abwehr erneut her­vorragend bewährt. Die Verbände de« IX. Armeekorps hatten sich bereits in den schweren Abwehrkämpfen seit dem 22. Juni durch ungewöhnliche Ausdauer und beson­dere Tapferkeit hervorgetan. Die Erfolge von Führung und Truppe wurden gekrönt durch die sechstägige Schlacht von Raseinen, in der unter Aufbietung aller Kräfte zwei vollaulgefüllte, modern ausgestattete feindliche Garde-Panzerkorps und mindestens ein Schützenkorps unter Vernichtung von 365 Feindpanzern zerschla­gen wurden. Durch den heldenmütigen Wi­derstand der Truppen dieses Korps wurde unter entschiedener Beteiligung der 7. Pan­zerdivision unter Generalmajor Miuse der angestrebte Durchbruch in den Raum nördlich Tilsit verhindert und die Voraus­setzung für eine weitere erfolgreiche Ver­teidigung der ostpreußischen Grenze ge­schaffen.

Basilika in Trier völlig zerstört

Dom und Liebhauenkirche von den Lufthunnen schwer beschädigt

dnb. Trier, 15. August. Die Luftgangster bombardierten, wie der OKW.-Bericht mel­dete, am Montag auch Trier. Bei klarem Himmel haben sie Ihre Bomben mit satani­schem Vergnügen auf die Prachtbauten der Stadt geworfen. Sie trafen die Basilika, die völlig zerstört wurde, während der Dom, der auch einen Turm verlor, die Liebfrauenkirche und das Palais, des Bischofs schwer beschädigt wurden:

Die Basilika, die zu der. größten schöpfe­rischen Leistung der altchristlicheri Kultur gehört, ist eine der ältesten Abteikirchen des Reiches. Dieses unersetzliche Kultur­denkmal ist nun nicht mehr. ' '

Die schwerbeschädigte Liebfrauenkirche ist neben der Märburger ElisabetKkirche der erste rein gotische Bau Deutschlands.Beim .Dom, dem neben dem, Verlust eines Turmes weitere schwere Beschädigungen zugefügt worden sind, handelt es sich um die älteste Kirche Deutschlands überhaupt.

Die bombardierten Kulturdenkmäler.-der Stadt Trier sind also. Bauten, von. europäi­scher Bedeutung. Den anglo-amerikanischen Lufthunnen blieb es Vorbehalten, sie ebenso zu schänden, wie die Stätten . abendländi­scher Kultijr in Straßburg, Köln,,. Aachen,

Kaum Raum und Luft für die kleinen Völker

Anglo-amerikanisdi-sow/etische Weltordnung bedeutet Versklavung und Leibeigenschaft

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, ® ta Hbericht unserer Berliner Schriftleitung

goe. Berlin, 15. August. Das Gespräch, d*5 dieTimes über die Konsolidierung einer westeuropäischen Staatengruppe unter englischer Führung begann und das gestern ton uns an dieser Stelle mitgeteilt wurde, Wird jetzt von einigen neutralen Zeitungen, Wie demSvehska Dagbladet und den nBasler Nachrichten aufuenommen und fort­gesetzt. ,

. bekanntlich wollte dieTimes In den seinerzeit von Smuts vorgeschlagenen und Jetzt von ihr erneut propagierten westeuro­päischen Block unter anderem auch die hordischen Staaten mit hineinnehmen. Das ® n glische Blatt war allerdings so vorsichtig, Ri Hinblick auf die vorhandenenspwjeti- s c , etl Aspirationen gegenüber dem europüi- . c en .Norden von vornherein zu erklären, a diese Frage, noch offen sei. Es war an- Sssichts dieseiTimes-Verlautbarung da- j zu rechnen, daß die n o c d i s c h e n ' ®aten nicht gerade freundlich auf den er -. VOn britischer Seite geäußerten Plan Tn=5i!? rer ! würden, da er ihnen allzu deutlich

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ac ht, daß England sie rücksichtslos jjf r sowjetischen Willkpr zu Kro i ® ssen gedenkt, wenn der Herr des siciu L'*ä endwe lche Absichten-in dieser Hin­in H be ^ unden sollte. Eine ernste Aeußerung Dichtung macht jetzt dasSvenska

tiip't schwedische. Zeitung unterstreicht, daß hak. e * nen Mächte keinen Grund i - * I c h über tlj e Welt zu

Uet >. die die Alliierten jetzt

für sie zu organisieren beab­sichtigen. Denn diese zukünftige Welt werde so geartet sein, daß die kleinen Völ­ker kaum Raum und Luft besäßen, um in Ihr zu atmen und zu leben. Die Neuord­nung der Welt im Sinne der Alliierten be­deute für die kleinen Völker nichts ande­res, als . die, v ö 11 i g e Versklavung und Leibeigenschaft gegenüber den Großmächten.

In dieser schwedischen . Stimme ist mit seltener Klarheit und Deutlichkeit der Kern der alliierten Absichten erfaßt. Denn im Effekt könneh selbst die alliierten Strei­tigkeiten über die Zugehörigkeit dieses oder jenes Staates'Zu einem westlichen'englisch­orientierten der einem östlichen sowjetisch ausgerichteten Staatenblock den kleinen Völkern mindestens insofern gleichgültig sein, als sowohl das eine wie das andere .für sie die völlige Einlip^je ihrer staatlichen Selbständigkeit '-bedeuten würde.

DieBailer Nehrichtän, die dasselbe Thema behandeln, stellen fet, daß die Eng­länder sich offenbar in einem hoffnungs­losen Rückzugsgefecht, gegen­über de olschewismns befinden, Die ScÜweizer' Zeitung zieht diese Folge­rung aus dem Artikel derTimes, der lediglich den Versuch bedeute, von der ehe­maligen jahrhundertealten Europakonzeption England); inf letzen Augenblick zu retten, was eben npchzu retten ist. Der Artikel der neutralenZeinmg Erinnert daran, daß Attlee seinerzeit im Hinblick auf die Smutsrede in der im wesentlichen .der gleiche Plan eines westeuropäischen Staa-

tenblocke.s unter' englischer Führung aufge- stellt wurde, erklärte, diese Rede sei im eigenen Aufträge und nicht im Aufträge des britischen Kabinetts gehalten worden. Att-lee habe also versucht, die Aeußerung Smuts zu desavouieren. Nun komme plötzlich der ,,Tim.es-Artikel, der den Smuts'Schen Vor­schlag erneut aufs Tapet bringe. Unter die­sen Umständen müsse man sich fragen, ob ln demTimes-Artikel nicht ein Wink amt­licher britischer Kreise an die Völker Euro­pas zu sehen sei, sich langsam darauf ein­zurichten, daß sie der sowjetischen Einfluß­nahme zugeteilt würden.

Aiich hier finden also .'.neutrale Organe die Bestätigung alles dessen, was vön deut­scher Seite über die anglo-amerikanisch- sowjetischen Abmachungen gesagt- wurde Die Wfelt und auch die neutrale Welt be­ginnt unter dem Druck der Ereignisse.lang- sam den, Ungeheuren Verrat zd fer- kenneh, *'der vonEnglarid und dp n USA. an Europa verübt wurde.

Was von London und Washington immer und immer wieder bestritten wurde, steht nun einwandfrei vor aller Welt fest: Rooseve.lt und Churc-hlll h ä bb il in Teheran Europa an de n Bpi - sch'ewlsmus verkauft, um mit.die­sem Verrat sich die Walfenhilfe Stalins" und den Blüteinsatz der Sowjetunion zu sichern.. Den kleinen Völkern aber, die sich bisher durch ihre Neutralität geschützt glaubten,- wkd jetzt langsam, aber sicher die ganze ungeheure Größe der Gefahr deutlich, die auch vor Ihren Grenzen keineswegs halt­machen würde.

Lübeck und anderen deutschen Städten oder wie die Markuskirche, den Dogenpalast, die Salute-Kirche und verschiedene Paläste in Venedig.

LazarettschiffFreiburg erheblich beschädigt dnb. Berlin, 15. August. Am Montag morgen um*7 Uhr wurde Venedig von anglo-amerikanischen Jagdbombern ange­griffen. Dabei erhielt das Lazarettschiff F r e i h u r g, das deutlich sichtbar das Kennzeichen der Genfer Konvention trug, durch Bomben und Bordwaffenhesthuß e.r- hehllche Beschädigungen. Der Chefarzt, der Kapitän sowie zehn Angehörige der Be­satzung wurden verwundet, einer von ihnen so schwer, daß er im Lazarett verstarb.

Gangsterflieger bombardierten Venedig

Eigener Drahtbericht

ep. , Venedig, 15. August. Britisch-nord- aiuerikanische Gangsterflieger griffen: am Montag im Tiefflug erstmals den Stadtmit- ( telpuoKt von Venedig an.. Der. Angriff lichtete sich gegen. Ziele am Ausgang de§ Großen Kanals zwischen den Wahrzeichen Venedigs, der Kirche Santa Maria de 11 a Sa lute und dem D o g e n p a 1 a s t.

Ritterkreuz des Kriegsverdienst­kreuzes für Botschafter v. Papen dnb. Führerhauptquartier, den ,15. August, Der Führer' verlieh auf Vor­schlag deä Reichsministers des Auswärtigen von Ribbenfrop dem bisherigen deutschen Botschafter ln der Türkei, Franz v. Papen, für besondere Leistungen und persönlichen Einsatz im Dienste des Reiches das Rit­te r k re uz des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern*

Der Führer überreichte Botschafter von Papen diese hohe Auszeichnung anläßlich seiner Berichterstattung lm Führerhaupt- quartier.

Neue Ritterkreuzträger

dnb. Aus dem Führerhauptquar­tier, 15. August. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Major Rolf Knoop, Bataillonkommandeur in einem norddeutschen Grenadier-Regiment; Hauptmann Fritz Indlekofer, Bataillon­kommandeur in einem Grenadier-Regiment; Oberleutnant- d. R. Eberhard Schlepple, Führer einer Panzeraufklärungs-Abteihmg; Oberfeldwebel Grewe, Flugzeugführer in einem Schlachtgeschwader.

Britische Flotte im Indischen Ozean

Eigene Drahtmeldung

ep. Tokio, 15. August. Die unter dem Komiüündo von Admiral F r a z e r stehende englische Flotte, die zur Zeit im Indischen Ozean operiert, setzt sich, nach einer Mel­dung derTokio Schimbun", aus folgenden Einheiten- zusammen: neunzehn Schlacht­

schiffe, acht Flugzeugträger, dreihundert Kreuzer, Zerstörer und andere Schiffe, fer­ner ungefähr einhundert Unterseeboote. ,

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llolsclut/lfr Franz von V « p e n . Triigvr rl> . (roldoni'.n bJtrenzru-hens, wurde nach seiner Rückkehr mr Ankara vom Führer mit dem Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreitz mit Schwertern ausgezeichnet

glöü&g, gök

Von

Prof. Dr. Johann von Leers

Besiegt wird nur, wer sich besiegen lassen will. Deutsche kann man nur mit Deut­schen besiegen. Wer sich nicht aufgibt; dem hilft am Ende Gott und wer über die To­deslinie hinaus ficht, der bleibt am Leben.

Der Krieg, der uns 1914 von einem Geg­ner, den wir noch gar nicht recht erkann­ten, aufgezwüngen wurde und als einzigen Zweck unsere Ausräubung und Verknech­tung hatte, beherrscht unser Dasein noch immer. Unser Volk hat vollkommen recht, wenn es mit dem WortVorkriegszeit" die Zeit vor 1914 bezeichnet. Seitdem ist näm­lich Krieq, auch wenn er gelegentlich,durri, Waffenstillstände unterbrochen war.

Als unser Volk 1914 ins Feld marschierte, da glaubte es, es handle sich um einen großen Kampf zwischen Großmächten. Als die Kriegslage immer schwerer wurde, ließ es sich vom Feinde einreden, es- handle sich um einen Kampf um dieDemokratie". Erst <ils, durch dieses Blendwerk der Hölle ge­täuscht, unser Volk sich 1918 selber ent­machtete, erkannten die am meister Weit­blickenden, daß es sich vom Anfang an um einen Krieg des Judentums gegen die Nichtjuden, um einen ungeheuren An­griff der Juden auf die Ordnung der Welt gehandelt hat.

Damals schieden sich die Geister in Deutschland. Die einen schauten zurück auf die Zeit vor 1914 und je ferner diese rückte, um so mehr verloren sie selber den Boden unter den Füßen. Die anderen glaub­ten an das elende Truggold der Demokratie, beharrten teils dabei und liefen teils den verschiedenen Spielarten des jüdischen Marxismus ins Garn. Unsere, die national­sozialistische Erkenntnis, war es, den Juden hinter allen Masken gesehen zu haben und nun dieses Wissen mit Klarheit, Offenheit und Herzhaftigkeit ins Volk zu trommeln. Während die anderen Völker noch die jüdi­sche Macht nicht erkannten, waren wir die ersten, die diesen Hintergrund sahen.

Es war klar, daß die nationalsozialistische Politik unter diesen Umständen von Erfolg zu Erfolg schreiten mußt« Sie war die ein­zige, die frei handeln konnte, während alle anderen politischen Parteien und Gruppen vom hintergründigen jüdischen Einfluß ge­leitet wurden; Sie war die einzige, die eine wahre' Idee besaß und eine : echte Position einnehmen' konnte, nämlich die Position ge­gen das Weltjudentiim, während alle an­deren sekundäre Positionen, für die Demo­kratie, das Zentrum-, die Deutsche Volks­partei oder wer weiß welche Schlagworte einnahmen.

Pamiit gelang es uns, eine besondere Auswahl und A ü s 1 es e zu treffen. Man sagte damals: wir zogen die Aktivisten an. Wir arbeiteten mehr als die anderen, wir klärten beharrlicher und zäher das Volk auf, wir waren; politisch bis in die Finger­spitzen, unablässig. tätig und ruhelos arbeit­sam. Für uns war immer Kampf. Wir gin­gen in- das kleinste- Dorf und in das ab­gelegenste Nest. Wir -hatten eben Zusam­menhänge gesehen, wie sie andere nicht sahen. .

Dabei war unser Aufstieg alles andere als ein Siegeszug. Gewiß haben am Ende die Kampfer des 9. November 1923 doch gesiegt aber damals war es erst einmal eine Nie­derlage tind ein Zusammenbruch. Alle Feinde triumphierten, und die Hakenkreuzfahne schien für immer niedergesunken zu seiu.;Es war unser Wille und Glaube, der sie wieder nach oben riß. In den Jahren 1924 bis 1930 haben wir zwar einen langsame Aufstieg, 'aber im Durchschnitt wirk.lic. mehr Mißerfolge als Erfolge gehabt, jeden­falls uns höchst mühsam durchkämpfen müssen, Wenn die Zeitungen es überhaupt für nötig fanden uns zu erwähnen, dann, ge­schah es auf der dritten Seite und unter Überschriften wieHakenkreüzbandjfen mißhandeln Andersdenkende".- Der große Wahlsieg des Jahres-1930 brachte uns auch noch keinen durchschlagenden Erfolg.

Manchmal häuften sich die Niederlagen. Als ira Frühjahr 1932 nacheinander de