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der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verkündungsblatt des Beichsstatthalters *n O l denbura und Erexnen
Einzelpreis 15 Rpf.
Ein verdienstvoller Diplomat
Parteiamtliche Tageszeitung
Da» A mtsblatt dea Regierenden Bfirg emteiMerg der Freien Hcmpeatadt Bremen
14. Jahrgang
Mittwoch, 16. August 1944
Moshau plant Verbannung aller Randvölker
Wer mit d&n Deutschen in Berührung kam, soll nach Sibirien — Um die bolschewistische Doktrin zu retten #
müssen Millionen von Menschen in den sicheren Tod
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Zeitung, Bremen. Verb,; oberg, Brrrf 8 t o 1 itubi:,. li Preisliste Si.
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; rd. Berlin, 15. August. In einer Stock- " holmer Meldung der schweizerischen Depeschenagentur werden Informationen über sowjetische Nachkriegspläne, die die eigene Bevölkerung betreffen, wiedergegeben. Aus einem vertraulichen Gespräch, das ein ausländischer Diplomat mit einem Mitglied der bolschewistischen Gesandtschaft in Stockholm geführt habe, gehe hervor, daß die Sowjetunion beabsichtige, unmittelbar nach Beendigung dieses Krieges eine „großzügige Umsiedlungs- aktion" innerhalb ihres Territoriums vorzunehmen.
Der sowjetische Beamte wies darauf hin, daß die „Rechtsgrundlage" zu diesem Vorhaben bereits vor einiger Zeit geschaffen worden sei, als vom Obersten Sowjet ein Gesetz über die Umsiedlung gewisser Bevölkerungsteile nach bestimmten hierfür vorgesehenen Provinzen Sibiriens erlassen wurde.
7-Die Dekretierung dieses Gesetzes war auch tatsächlich bekanntgeworden, ohne daß man sich außerhalb der Sowjetunion überall vorstellen konnte, was damit beabsichtigt sei. Es wurde aber ^Jamals schon von deutscher Seite darauf hingewiesen, die bolschewistischen Machthaber seien entschlossen, ganze Völkerstämme, die der Moskauer Zentrale irgendwie mißfällig geworden sind, aus ihrer Heimat zu entfernen Und sie in einer Gegend anznsiedeln, wo entweder ihre Widerstandskraft gegen die bolschewistische Zersetzung gebrochen oder der ganze Stamm ausgerottet werden sollte.
Der bolschewistische Diplomat bestätigt , nunmehr die Vermutung, wenn er erklärt, für diese „Umsiedlungsaktion" seien sämtliche Völkerschaften ln Aussicht genommen, die im Verlaufe des Krieges mit den Deutschen in Berührung gekommen seien. Die Sowjetunion strebe danach, in ihren Grenzgebieten allmählich eine „rein russische" Bevölkerung zu haben. (Das würde für alle Randvölker zwischen Ostsee und Schwarzem Meer den völkischen Untergang bedeuten. Die Schriftleitung.)
Immer wieder steht man bei der Beurteilung des bolschewistischen Vorgehens vot der Tatsache, daß alle Kombinationsfähigkeit nicht ausreicht, um die Brutalität der Moskauer Machthaber in ihrem ganzen Umfang zu erfassen. War man zuerst gezeigt, das bolschewistische Umsiedlungs- jesetz als Strafe anzusehen für Stämme, die mit den Deutschen zusammenarbeiteten, so . erkennt man jetzt, daß es weit mehr be- i Zweckt:
Alle Angehörigen der Sowjetunion, die jemals mit Menschen anderer und, wir können mit Recht sagen, haushoch überlegener Zivilisation und Weltanschauung zusam- Benkamen, sollen verbannt werden, damit sie ja nicht den Vergleich mit den bolschewistischen Zuständen ziehen können. Alles, was Ihnen von Deutschland gegeben wurde, der Eigentumsbegriff und die Vorstellung eines menschenwürdigen Lebens, soll schnellstens wieder der Vergessenheit überantwortet werden. Um die bolsche- WisUsche Doktrin zu retten, ist Moskau entschlossen, Millionen von Menschen in einen nahezu Sicheren Todzuschicken.
Wie werden durch solche Enthüllungen alle Behauptungen über angebliche Humanisierung der Sowjetunion widerlegtl
Die' Beispiele schrecken
dnb. Lissabon, 15. August. Cerreira ,M a r - g u e s setzt in der Zeitung „A Voz'* 1 seine Warnungen an die Vereinigten Staaten fort,
die so oft angekündigte Erneuerung der Welt wirklich durchzuführen, anstatt der Sowjetunion bereits jetzt 115. Millionen Europäer aüszuliefern .„Alle anderen Nationen können vielleicht vorgeben, für Idealismus, ' Freiheit, internationale Würde zu kämpfen. Sowjetrußland kämpft nur für die eigene Vergrößerung und um die Nachbarvölker, die das Unglück haben, seine Be
gierde zu reizen, zu versklaven. Die Beispiele haben wir vor Augen: Einverleibung der Baltenländer, beabsichtigter Raub Polens, -offenkundige Absicht, Finnland und Rumänien zu erdrosseln — das alles zeigt in erschreckend deutlicher .Weise, daß sich Sowjetrußland als Räuber und Mörder mit Tod und Vernichtung auf Europa stürzt."
Neuer Großangriff südlich und südöstlich Caen
Stützpunkte St. Ma/o und Dinard behauptet —- Feindlandung im Raum Toulon - Cannes
dnb. Aus dem Führe rhauptquar- t i e r, 15. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt.
Südöstlich und südlich Caen ist der Feind nunmehr erneut mit starker Artillerie- und Panzerunterstüt 2 ung zum Großangriff angetreten, um den im Raum nördlich Carrouges stehenden amerikanischen Verbänden, die durch unseren Gegenangriff gestern iü die Abwehr gedrängt wurden, entgegenzustoßen. Nach erbitterten Kämpfen gelang es dem Feind an einigen Abschnitten, in unsere Front einzudringen. Gegenangriffe brachten ihn zum Stehen. 40 feindliche Panzer wurden abgeschossen.
Im Kampfraum von.Brest wurden örtliche Angriffe des Gegners- abgewiesen und erneute Bereitstellungen durch zusammen- gefaßtes Artillefieieuer zerschlagen.
Die Besatzung von St. M a I o und D 1 - n a r d behaupteten Ihre Stützpunkte gegen den erneut mit überlegenen Kräften angret- fenden Feind. Das Fort de la Varde ging nach heldenhaftem Widerstand seiner zusammengeschmolzenen Besatzung ln den Abendstunden verloren.
Nachdem der Feind in den letzten Tagen seine Luftangriffe gegen Verteidigungsanlagen und Verkehrsverblndungen im südfranzösischen Küstenraum wesentlich verstärkt hatte, landete er ln den frühen Morgenstunden des heutigen Tages im Raum Toulon-Cannes. Unsere Küstenverteidigung steht im Kampf mit den feindlichen Landungstruppen.
Marineflakbatterien und Sicherungsfahrzeuge schossen über west- und südfranzösischen Küstengewässern 30 feindliche Flugzeuge ab.
Im französischen Hinterland wurden 26 Terroristen fm Kampf niedergemacht.
Das Vergeltungsfeuer auf London dauert an.
In Italien verlief der Tag bei geringer örtlicher Kampftqtigkeit ohne besondere Ereignisse.
Im Karpatenvorland kam es gestern nur zu örtlichen Kampfhandlungen. Im Verlauf der noch anhaltenden Kämpfe westlich Baranow wurden gestern altpln im Bereich eines Armeekorps 51 feindliche Panzer abgeschossen.
Südöstlich Warka griffen die Bolschewisten mit mehreren Schützendivisionen an. Auch hier sind die Kämpfe noch ln vollem Gange.
In Litauen warfen unsere Grenadiere, unterstützt von Panzern und SturmgeschUt- zen, bei Raseinen die Bolschewisten aus einer Einbruchsstelle der letzten Tage. 63
feindliche Panzer und 18 Geschütze wurden vernichtet. <
In Estland scheiterten wiederholte Angriffe der Sowjets bef Modoha. Im Einbruchsraum südwestlich des Pleskauer Sees konnten die Bolschewisten trotz sehr starken Kräfteeinsatzes gegen unsere zäh und verbissen kämpfenden Truppen nur geringfügig Boden gewinnen.
Schlarhtfliegerverbände unterstützten die Abwehrkämpfe und fügten dem Feind hohe Menschen- und Materialverluste zu.
Durch die Angriffe feindlicher Bomberverbände entstanden gestern Schäden . in Mannheim, Ludwigshafen, Trig r und Kaiserslautern. Die Bevölkerung hatte Verluste. Der Dom von Trier wurde schwer getroffen.
In der Nacht warfen feindliche Flugzeuge Bomben auf Berlin und lm rheinisch-westfälischen Gebiet. Ueber dem Reichsgebiet und den besetzten Westgebieten verlor der Feind gestern 22 Flugzeuge.
(Siehe auch unseren Bericht „Entschlossene Abwehr des neuen Landungsversuches" auf Seite 2!)
dnb. Aus dem Fiibrerhaviptqiiar- tier, 15. August. Zum heutigen OKW.-Be- richt wird ergänzend mitgeteilt:
In den Kämpfen im Raum von Raseinen haben sich die unter Führung des Generals der Artillerie Wuthmann stehenden Truppen in Angriff und Abwehr erneut hervorragend bewährt. Die Verbände de« IX. Armeekorps hatten sich bereits in den schweren Abwehrkämpfen seit dem 22. Juni durch ungewöhnliche Ausdauer und besondere Tapferkeit hervorgetan. Die Erfolge von Führung und Truppe wurden gekrönt durch die sechstägige Schlacht von Raseinen, in der unter Aufbietung aller Kräfte zwei vollaulgefüllte, modern ausgestattete feindliche Garde-Panzerkorps und mindestens ein Schützenkorps unter Vernichtung von 365 Feindpanzern zerschlagen wurden. Durch den heldenmütigen Widerstand der Truppen dieses Korps wurde unter entschiedener Beteiligung der 7. Panzerdivision unter Generalmajor Miuse der angestrebte Durchbruch in den Raum nördlich Tilsit verhindert und die Voraussetzung für eine weitere erfolgreiche Verteidigung der ostpreußischen Grenze geschaffen.
Basilika in Trier völlig zerstört
Dom und Liebhauenkirche von den Lufthunnen schwer beschädigt
dnb. Trier, 15. August. Die Luftgangster bombardierten, wie der OKW.-Bericht meldete, am Montag auch Trier. Bei klarem Himmel haben sie Ihre Bomben mit satanischem Vergnügen auf die Prachtbauten der Stadt geworfen. Sie trafen die Basilika, die völlig zerstört wurde, während der Dom, der auch einen Turm verlor, die Liebfrauenkirche und das Palais, des Bischofs schwer beschädigt wurden:
Die Basilika, die zu der. größten schöpferischen Leistung der altchristlicheri Kultur gehört, ist eine der ältesten Abteikirchen des Reiches. Dieses unersetzliche Kulturdenkmal ist nun nicht mehr. ' '
Die schwerbeschädigte Liebfrauenkirche ist neben der Märburger ElisabetKkirche der erste rein gotische Bau Deutschlands. ‘Beim .Dom, dem neben dem, Verlust eines Turmes weitere schwere Beschädigungen zugefügt worden sind, handelt es sich um die älteste Kirche Deutschlands überhaupt.
Die bombardierten Kulturdenkmäler.-der Stadt Trier sind also. Bauten, von. europäischer Bedeutung. Den anglo-amerikanischen Lufthunnen blieb es Vorbehalten, sie ebenso zu schänden, wie die Stätten . abendländischer Kultijr in Straßburg, Köln,,. Aachen,
Kaum Raum und Luft für die kleinen Völker
Anglo-amerikanisdi-sow/etische Weltordnung bedeutet Versklavung und Leibeigenschaft
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, ® ta Hbericht unserer Berliner Schriftleitung
goe. Berlin, 15. August. Das Gespräch, d*5 die „Times“ über die Konsolidierung einer westeuropäischen Staatengruppe unter englischer Führung begann und das gestern ton uns an dieser Stelle mitgeteilt wurde, Wird jetzt von einigen neutralen Zeitungen, Wie dem „Svehska Dagbladet“ und den nBasler Nachrichten“ aufuenommen und fortgesetzt. ,
. bekanntlich wollte die „Times“ In den seinerzeit von Smuts vorgeschlagenen und Jetzt von ihr erneut propagierten westeuropäischen Block unter anderem auch die hordischen Staaten mit hineinnehmen. Das ® n glische Blatt war allerdings so vorsichtig, Ri Hinblick auf die vorhandenen ’spwjeti- s c , etl Aspirationen gegenüber dem europüi- . c en .Norden von vornherein zu erklären, a diese Frage, noch offen sei. Es war an- Sssichts diesei „Times“-Verlautbarung da- j zu rechnen, daß die n o c d i s c h e n ' ®aten nicht gerade freundlich auf den er -. VOn britischer Seite geäußerten Plan Tn=5i!? rer ! würden, da er ihnen allzu deutlich
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ac ht, daß England sie rücksichtslos jjf r sowjetischen Willkpr zu Kro i ■ ® ssen gedenkt, wenn der Herr des siciu L'*ä endwe lche Absichten-in dieser Hinin H’ be ^ unden sollte. Eine ernste Aeußerung Dichtung macht jetzt das „Svenska
tiip't schwedische. Zeitung unterstreicht, daß hak. e * nen Mächte keinen Grund i - * I c h über tlj e Welt zu
Uet >. die die Alliierten jetzt
für sie zu organisieren beabsichtigen. Denn diese zukünftige Welt werde so geartet sein, daß die kleinen Völker kaum Raum und Luft besäßen, um in Ihr zu atmen und zu leben. Die Neuordnung der Welt im Sinne der Alliierten bedeute für die kleinen Völker nichts anderes, als . die, v ö 11 i g e Versklavung und Leibeigenschaft gegenüber den Großmächten.
In dieser schwedischen . Stimme ist mit seltener Klarheit und Deutlichkeit der Kern der alliierten Absichten erfaßt. Denn im Effekt könneh selbst die alliierten Streitigkeiten über die Zugehörigkeit dieses oder jenes Staates'Zu einem westlichen'englischorientierten der einem östlichen sowjetisch ausgerichteten Staatenblock den kleinen Völkern mindestens insofern gleichgültig sein, als sowohl das eine wie das andere .für sie die völlige Einlip^je ihrer staatlichen Selbständigkeit '-bedeuten würde.
Die „Bailer Nehrichtän“, die dasselbe Thema behandeln, stellen fet, daß die Engländer sich offenbar in einem hoffnungslosen Rückzugsgefecht, gegenüber de olschewismns befinden, Die ScÜweizer' Zeitung zieht diese Folgerung aus dem Artikel der „Times“, der lediglich den Versuch bedeute, von der ehemaligen jahrhundertealten Europakonzeption England); inf letzen Augenblick zu retten, was eben npchzu retten ist. Der Artikel der neutralen ‘Zeinmg Erinnert daran, daß Attlee seinerzeit im Hinblick auf die Smutsrede in der im wesentlichen .der gleiche Plan eines westeuropäischen Staa-
tenblocke.s unter' englischer Führung aufge- stellt wurde, erklärte, diese Rede sei im eigenen Aufträge und nicht im Aufträge des britischen Kabinetts gehalten worden. Att-lee habe also versucht, die Aeußerung Smuts zu desavouieren. Nun komme plötzlich der ,,Tim.es“-Artikel, der den Smuts'Schen Vorschlag erneut aufs Tapet bringe. Unter diesen Umständen müsse man sich fragen, ob ln dem „Times“-Artikel nicht ein Wink amtlicher britischer Kreise an die Völker Europas zu sehen sei, sich langsam darauf einzurichten, daß sie der sowjetischen Einflußnahme zugeteilt würden.
Aiich hier finden also .'.neutrale Organe die Bestätigung alles dessen, was vön deutscher Seite über die anglo-amerikanisch- sowjetischen Abmachungen’ gesagt- wurde Die Wfelt und auch die neutrale Welt beginnt unter dem Druck der Ereignisse„.lang- sam den, Ungeheuren Verrat zd fer- kenneh, *'der vonEnglarid und dp n USA. an Europa verübt wurde.
Was von London und Washington immer und immer wieder bestritten wurde, steht nun einwandfrei vor aller Welt fest: Rooseve.lt und Churc-hlll h ä bb il in Teheran Europa an de n Bpi - sch'ewlsmus verkauft, um mit.diesem Verrat sich die Walfenhilfe Stalins" und den Blüteinsatz der Sowjetunion zu sichern.. Den kleinen Völkern aber, die sich bisher durch ihre Neutralität geschützt glaubten,- wkd jetzt langsam, aber sicher die ganze ungeheure Größe der Gefahr deutlich, die auch vor Ihren Grenzen keineswegs haltmachen würde.
Lübeck und anderen deutschen Städten oder wie die Markuskirche, den Dogenpalast, die Salute-Kirche und verschiedene Paläste in Venedig.
Lazarettschiff „Freiburg“ erheblich beschädigt dnb. Berlin, 15. August. Am Montag morgen um ‘*7 Uhr wurde Venedig von anglo-amerikanischen Jagdbombern angegriffen. Dabei erhielt das Lazarettschiff „F r e i h u r g“, das deutlich sichtbar das Kennzeichen der Genfer Konvention trug, durch Bomben und Bordwaffenhesthuß e.r- hehllche Beschädigungen. Der Chefarzt, der Kapitän sowie zehn Angehörige der Besatzung wurden verwundet, einer von ihnen so schwer, daß er im Lazarett verstarb.
Gangsterflieger bombardierten Venedig
Eigener Drahtbericht
ep. , Venedig, 15. August. Britisch-nord- aiuerikanische Gangsterflieger griffen: am Montag im Tiefflug erstmals den Stadtmit- ( telpuoKt von Venedig an.. Der. Angriff lichtete sich gegen. Ziele am Ausgang de§ „Großen Kanals” zwischen den Wahrzeichen Venedigs, der Kirche Santa Maria d’e 11 a Sa lute und dem D o g e n p a 1 a s t.
Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes für Botschafter v. Papen dnb. Führerhauptquartier, den ,15. August, Der Führer' verlieh auf Vorschlag deä Reichsministers des Auswärtigen von Ribbenfrop dem bisherigen deutschen Botschafter ln der Türkei, Franz v. Papen, für besondere Leistungen und persönlichen Einsatz im Dienste des Reiches das Ritte r k re uz des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern*
Der Führer überreichte Botschafter von Papen diese hohe Auszeichnung anläßlich seiner Berichterstattung lm Führerhaupt- quartier.
Neue Ritterkreuzträger
dnb. Aus dem Führerhauptquartier, 15. August. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Major Rolf Knoop, Bataillonkommandeur in einem norddeutschen Grenadier-Regiment; Hauptmann Fritz Indlekofer, Bataillonkommandeur in einem Grenadier-Regiment; Oberleutnant- d. R. Eberhard Schlepple, Führer einer Panzeraufklärungs-Abteihmg; Oberfeldwebel Grewe, Flugzeugführer in einem Schlachtgeschwader.
Britische Flotte im Indischen Ozean
Eigene Drahtmeldung
ep. Tokio, 15. August. Die unter dem Komiüündo von Admiral F r a z e r stehende englische Flotte, die zur Zeit im Indischen Ozean operiert, setzt sich, nach einer Meldung der „Tokio Schimbun", aus folgenden Einheiten- zusammen: neunzehn Schlacht
schiffe, acht Flugzeugträger, dreihundert Kreuzer, Zerstörer und andere Schiffe, ferner ungefähr einhundert Unterseeboote. ,
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llolsclut/lfr Franz von V « p e n . Triigvr rl> . (roldoni'.n bJtrenzru-hens, wurde nach seiner Rückkehr mr Ankara vom Führer mit dem Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreitz mit Schwertern ausgezeichnet
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Von
Prof. Dr. Johann von Leers
Besiegt wird nur, wer sich besiegen lassen will. Deutsche kann man nur mit Deutschen besiegen. Wer sich nicht aufgibt; dem hilft am Ende Gott und wer über die Todeslinie hinaus ficht, der bleibt am Leben.
Der Krieg, der uns 1914 von einem Gegner, den wir noch gar nicht recht erkannten, aufgezwüngen wurde und als einzigen Zweck unsere Ausräubung und Verknechtung hatte, beherrscht unser Dasein noch immer. Unser Volk hat vollkommen recht, wenn es mit dem Wort „Vorkriegszeit" die Zeit vor 1914 bezeichnet. Seitdem ist nämlich Krieq, auch wenn er gelegentlich,durri, Waffenstillstände unterbrochen war.
Als unser Volk 1914 ins Feld marschierte, da glaubte es, es handle sich um einen großen Kampf zwischen Großmächten. Als die Kriegslage immer schwerer wurde, ließ es sich vom Feinde einreden, es- handle sich um einen Kampf um die „Demokratie". Erst <ils, durch dieses Blendwerk der Hölle getäuscht, unser Volk sich 1918 selber entmachtete, erkannten die am meister Weitblickenden, daß es sich vom Anfang an um einen Krieg des Judentums gegen die Nichtjuden, um einen ungeheuren Angriff der Juden auf die Ordnung der Welt gehandelt hat.
Damals schieden sich die Geister in Deutschland. Die einen schauten zurück auf die Zeit vor 1914 — und je ferner diese rückte, um so mehr verloren sie selber den Boden unter den Füßen. Die anderen glaubten an das elende Truggold der Demokratie, beharrten teils dabei und liefen teils den verschiedenen Spielarten des jüdischen Marxismus ins Garn. Unsere, die nationalsozialistische Erkenntnis, war es, den Juden hinter allen Masken gesehen zu haben und nun dieses Wissen mit Klarheit, Offenheit und Herzhaftigkeit ins Volk zu trommeln. Während die anderen Völker noch die jüdische Macht nicht erkannten, waren wir die ersten, die diesen Hintergrund sahen.
Es war klar, daß die nationalsozialistische Politik unter diesen Umständen von Erfolg zu Erfolg schreiten mußt« Sie war die einzige, die frei handeln konnte, während alle anderen politischen Parteien und Gruppen vom hintergründigen jüdischen Einfluß geleitet wurden; Sie war die einzige, die eine wahre' Idee besaß und eine : echte Position einnehmen' konnte, nämlich die Position gegen das Weltjudentiim, während alle anderen sekundäre Positionen, für die Demokratie, das Zentrum-, die Deutsche Volkspartei oder wer weiß welche Schlagworte einnahmen.
Pamiit gelang es uns, eine besondere Auswahl und A ü s 1 es e zu treffen. Man sagte damals: wir zogen die Aktivisten an. Wir arbeiteten mehr als die anderen, wir klärten beharrlicher und zäher das Volk auf, wir waren; politisch bis in die Fingerspitzen, unablässig. tätig und ruhelos arbeitsam. Für uns war immer Kampf. Wir gingen in- das kleinste- Dorf und in das abgelegenste Nest. Wir -hatten eben Zusammenhänge gesehen, wie sie andere nicht sahen. .
Dabei war unser Aufstieg alles andere als ein Siegeszug. Gewiß haben am Ende’ die Kampfer des 9. November 1923 doch gesiegt — aber damals war es erst einmal eine Niederlage tind ein Zusammenbruch. Alle Feinde triumphierten, und die Hakenkreuzfahne schien für immer niedergesunken zu seiu.;Es war unser Wille und Glaube, der sie wieder nach oben riß. In den Jahren 1924 bis 1930 haben wir zwar einen langsame Aufstieg, • 'aber im Durchschnitt wirk.lic. mehr Mißerfolge als Erfolge gehabt, jedenfalls uns höchst mühsam durchkämpfen müssen, Wenn die Zeitungen es überhaupt für nötig fanden uns zu erwähnen, dann, geschah es auf der dritten Seite und unter Überschriften wie „Hakenkreüzbandjfen mißhandeln Andersdenkende".- Der große Wahlsieg des Jahres-1930 brachte uns auch noch keinen durchschlagenden Erfolg.
Manchmal häuften sich die Niederlagen. Als ira Frühjahr 1932 nacheinander de