Ausgabe 
(14.8.1944) 223
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e Tageszeitung - der Naiionalsozi

jrmeisiers der Freien Hansestadt Bremen 'Vftp' Amflii-Vm« Vorlriindunasblatt des Reichs

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Parteiamtliche Tageszeitung

Da» Amtsblatt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt . Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verlründungsblatt des Reichsstatthalters in O'denbura und Bremen

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Montag, 14. August 1944

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Erfolgreiche deutsche Gegenstöße an der Ostfront

An keiner Stelle haben sich die Bolschewisten der ostpreußischen Grenze nähern können Weitet er entschlossener Widerstand der deutschen Stützpunkte in der Bretagne

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Eigener Bericht

BZ. Berlin, 13. August. Die nunmehr aus der Heimat heranflieflenden neuen Kräfte haben im Osten offensichtlich zu t i ner weiteren Festigung der Lage geführt. Auch am Sonnabend blieben alle, zum Teil m it starker Panzer- und Schlachtflieger- unterstützung unternommenen sowjetischen Anqriifs versuche vergeblich. Darüber hin­aus wurden überall mit Erfolg Gegenstöße geführt, um an den Brennpunkten der Kämpfe die Bolschewisten zurückzuwerfen oder örtliche Einbruchsstellen sofort zu be­reinigen.

Den Kampfabschnitten an der ostpreu- Bischen Grenze gebührt nach wie vor besondere Aufmerksamkeit. Von allen Sei­len versuchte der Feind, deutsches Reichs­gebiet zu erreichen, obwohl diese seine Bemühungen bisher mit sehr starken Ver­lusten verbunden waren. Zur Zeit glaubt er nordwestlich B i a 1 y s t o k den Durch­bruch erzielen zu können und setzte zu diesem Zweck neben sehr starken Panzer­kräften und Schlachtfliegerverbänden nicht weniger als 10 Schützendivisionen ein.

Selbst dieser massierte Stoß wurde in sehr harten Abwehrkämpfen aufgefangen,

und an keiner Stelle der nördliche« Ost­front haben sich die Bolschewisten der ost- preußischen Grenze nähern können.

Alle Angriffe der Bolschewisten an der Karpafenfront zwischen dem Quell­gebiet des Pruth und dem Wislok scheiter­ten ebenso wie die mit Kräften bis zu Ba­taillonsstärke unternommenen Vorstöße zwischen M i e 1 e c und Weichsel und im großen Weichselbogen.

An der L o u h i - Front im hohen Norden entsetzten Gebirgsjäger des Heeres und der . Waffen-unter Führung des ^-Obergrup­penführers und Generals der Waffen-jf Krüger in besonders schwierigem Wald- und Sumpfgelände einen seit sechzehn Ta­gen vom Feind eingeschlossenen vorgescho­benen Stützpunkt, der den Bolschewisten den Weg in die Flanke der eigenen Kräfte erfolgreich versperrt und insgesamt 14 in Regimentsstärke geführte Angriffe des Fein­des, der dabei mehr als 2000 Mann ver­loren hat, abgewiesen'hatte.

Im W e s t e n haben die Amerikaner ihren von Le Mans gestarteten Vorstoß nach Norden durch Zuführung neuer Truppen weiter unterbaut und sind daraufhin (über ; ,Alencon weiter nach Norden vorgesto- £ßen, Zu gleicher Zeit machen die Engländer erhebliche Anstrengungen, beiderseits der Cme vorzustoßen mit dem Fernziel, den Amerikanern im Rücken der deutschen Hauptfront die Hand zu reichen. Damit hat das Kampfgebiet an der Invasionsfront eine weitere Ausdehnung erfahren, und die Jroße. Schlacht zwischen Bre­tagne und Normandie hat sich so- w °hl räumlich als auch truppenmäßig wei- ledig. evgL tef ausgedehnt, nachdem von beiden Seiten Wwe., ehü Sk neue Reserven in den Kampf geführt wor- ari 1 }* den sind.

Nachdem es den Nordämerikanern nicht gelungen war, die befestigten deutschen Stützpunkte in der Bretagne im Handstreich an nehmen, änderten sie ihre Taktik und versuchen jetzt, schwerpunktartig gegen unsere zahlreichen Stützpunkte an der Küste vorzustofien. Der Widerstand der deutschen Besatzungen war jedoch so stark, daß der Feind auch weiterhin zu keinem Er­folg kam. Am heftigsten wird nach wie vor üm St. Ma 1 o gekämpft, wo an einzelnen Stellen die in die Stadt eingedrungenen Nordamerikaner von unseren Grenadieren wieder aus der Stadt herausgeworien wurden.

Im Vorgelände von Brest erfaßten un­sere Heeres und Marinebatterien starke Panzeransammlungen des Feindes und zer­schlugen sie. Vor L o r i e n t haben sich die

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Nordamerikaner, anscheinend infolge ihrer hohen Verluste an den Vortagen, aus dem Bereich des Stützpunktes abgesetzt. In dem weiten Vorfeld von St. Nazaire khm es le­diglich zu örtlichen Kämpfen mit vorfüh­lenden feindlichen motorisierten Kräften.

In Italien- ist zur Zeit eine Pause in den Kampfhandlungen zu verzeichnen.

Trotz Verwundung Feindpanzer abgeschossen

dnb. Berlin, 13. August. Im Mittelabschnitt versuchten die Sowjets -mit schweren Pan­zern einen Einbruch in die Stellungen nie­dersächsischer Pioniere zu erzwingen. Ge- j einem kurzen Gefecht ein Schnellboot und rade war. der Gefreite Fand ler dabei, (beschädigten ein weiteres so schwer, daß es «einePanzerfaust in Anschlag zu bringen, wahrscheinlich gesunken ist.

als ihm durch einen Splitter einfei einschla­genden Granate der Oberarm erheblich ver­wundet und die Nahkampfwaffe aus der Hand geschlagen wurde. Trotzdem griff der Gefreite sofort wieder nach seinerPan­zerfaust und schoß einen heranrollenden Sowjetpanzer vom Typ T 34 etwa 40 Meter vor seinem Schützenloch ab.

Das Seegefecht bei Le Havre

dnlj. Berlin, 13. August. Deutsche Vor­postenboote, die in den ersten Nachtstunden des Sonnabend vor dem Kap de la Heve in Gefechtsberührung mit einem britischen Schnellbootverband kamen, versenkten in

Um 2.09 Uhr eröffneten unserd Fahrzeuge das Feuer au! die zujn Torpedoangriff an­setzenden feindlichen Boote, und bereits um 2.10 Uhr war das erste Schnellboot mit Ar­tilleriegranaten und Flakwaffen derart ein­gedeckt worden, daß es innerhalb von zwei Minuten lautlos versank. Das zweite Boot wurde unmittelbar danach in Brand ge­schossen und blieb nach schwerer Explosion mit hoher Stichflamme brennend und bewe­gungsunfähig, liegen. Obwohl das Wrack von einem anderen Schnellboot . eingenebelt wurde, lag es weiter im Feuer unserer Boote, so daß damit zu rechnen ist, daß es ebenfalls später gesunken ist. Um 2.20 Uhr stellten unsere Fahrzeuge, ohne eigene Aus­fälle erlitten! zu haben, ihr Feuer ein.

Einzelangriffe in erbitterten Kämpfen abgeschlagen

Zunehmende Heftigkeit der Kämpfe im Raum von Alengon Neuer Angriff auf St. Malo blutig abgewiesen Weitere bolschewistische Durchbruchsversuche abgewiesen 58 Terrorbomber abgeschossen

dnb. Aus dem Führerhauptquar- t i e r, 13. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

**An der Front beiderseits der O r n e und südlich von V i r e führte der Feind zahl­reiche Einzelangriffe, die zu erbitterten Kämpfen führten und zum größten Teil ab­gewiesen wurden. Um mehrere Einbruchs­stellen wird noch gekämpft.

Die Kämpfe im Raum von A 1 e n c o n haben sich noch mehr nach Norden verla­gert und nahmen an Umfang und Heftig­keit zu.

Nach starken Luftangriffen traten die Nordamerikaner erneut zum Angriff auf St. Mato an. Abermals wurden sie nach heftigen Kämpfen, in die unsere Küsten- und Flakartillerie wirksam eingriff, blutig abge­wiesen. In die Stadt eingebrochener Feind wurde im Gegenstoß wieder gewbrien, Ge­fangene eingebracht.

Sicherungsfahrzeuge der Kriegsmarine versenkten im Seegebiet westlich L e Havre ein feindliches Schnell­boot und beschädigten ein weiteres schwer.

Marineflakartillerie und Sicherungsfahr­zeuge schossen über der west- und süd­französischen Küste 15 feindliche Bomber ab.

Im französischen Hinterland wurden 102 Terroristen im Kampf niedergemacht.

Das Vergeltungsfeuer auf Lon­don dauert an.

In Italien fanden keine größeren Kampfhandlungen statt.

Im Osten wurden zwischen dem Quell­gebiet des Pruth und dem großen Weichsel­bogen verschiedene Angriffe der Sowjets unter Abschuß zahlreicher' Panzer abge­wiesen.

Schlachffliegerverbände führten westlich B a r a n o w wirksame Angriffe gegen sowjetische Panzer und Fahrzeugkolonnen.

Nordwestlich B i a 1 y s t o k wurden wei­tere Durchbruchsversuche von über 10 bol­schewistischen Schützendivisionen in harten Kämpfen aufgefangen.

An der lettischen Front griff der Feind auch gestern wieder an zahlreichten Stel­len vergeblich an. Nur südwestlich des Pleskauer Sees konnte er seinen Einbruchs­raum erweitern. Schwere Kämpfe dauern hier an.

Nach einem Tagesangriff nordamerikani­scher Bomber auf die Stadt Metz warfen schwächere britische Fliegerverbände in der Nacht Bomben auf Braunschweig, Htldeshelm, Rüsselsheim und Kiel. Durch Nachtjäger und Flakartillerie der Luftwaffe wurden 58 Terrorbom­ber abgeschossen.

58 Terrorbomber vom nächtlichen Himmel geholt

Davon über Nordwestdeutschland 35 abgeschossen Gekoppelte Angriffe konnten die Abwehr nicht täuschen

unserer Berliner Schriftleitung , 13. August. Die Nacht zum

Drahtbericht

b. Berlin Sonntag sah erstmals wieder nach Wochen der Unterbrechung hartnäckige Luft­schlachten über dem Reichsgebiet, _ die durch den Versuch viermotoriger Bomber der britischen Luftwaffe ausgelöst wurden, ihre bisher gewahrte Zurückhaltung aufzu­geben und in schnellen Raids zu wirksamen Erfolgen zu kommen.

In dem Angriffsprogramm der in England stationierten anglo - amerikanischen Luft­streitkräfte spielt die britische Bomberwaffe seit geraumer 'Zeit die schwächste Rolle, nachdem sie ursprünglich den Hauptträger der Terrorbombardements gebildet hatte. Die Risikogrenze hatte sich jedoch bei diesen Angriffen derartig verschoben, daß man es in der Luftkriegführung des Gegners für rationeller und dementsprechend vor­teilhafter ansah, die Hauptaufgaben der Terrorbombardements den nord- amerikanischen Bomberverbänden zu über­tragen, die über entsprechend starken Jagd­schutz verfügen und infolgedessen weniger gefährdet^ erschienen.

Die britische Luftwaffe setzte in letzter Zeit mit Ausnahme' der Angriffe auf Kiel und Stuttgart lediglich Mos­kito-Verbände ein, um vor allem Beunruhi­gung im deutschen Raum zu schaffen. Die Ergebnisse der Nacht zum Sonntag sind des-

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Wahlniederlage Mackenzie Kings in Quebec

Stellungnahme gegen kanadischen Blutzoll in Übersee Franzosen wählten zum ersten Mal

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Eigener Dtahtbericht .

r <!' Lissabon, 13. August. Die ka­nadischen Provinzwahlen in u u e b e c und Montreal brachten eine a dieser Höhe nicht erwartete Nieder- age der liberalen Partei' Ma- kenzie Kings. DieUnion Nationale" konnte 45 der insgesamt 91 Sitze der Que- ecker Legislative an sich bringen. Hin­segen verloren die Liberalen 21 Sitze.

Die Hintergründe dieses Umschwunges H öffentlichen Meinung in Kanada sind . v r au f sc Mußreich. Selbst der Montrealer orr ® s P on dent desDaily Telegraph" muß im vu' .Union Nationale", die

r Wa hlkr e is Quebec einen.hohen Sieg er- 3, unter der Führung des früheren Pre- a U f mil ? isters Maurice du P 1 e s s i s sich » schärfste gegen das hundertprozentige spannen Kanadas in den gegenwärtigen 60 Wen det, vor allem aber gegen die allgemeinen Militärdienst-

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Trum ai,f Beteiligung kanadischer bohl - te *! e an den Invasionskämpfen so- dar ir^ V!e n ffoffnn beweist die Bedeutung Badischen Hilfsdienste für den Krieg

der Plutokratien in Europa. WieDaily Tele­graph" kürzlich noch feststellte, steht die 2. kanadische Armee seit Invasionsbeginn pausenlos in den Brennpunkten des Ge­schehens und die kanadischen Luftlande- ünd' 'Fallschirmverbände wurden nicht ein einzigesmal abgelöst. Die Verluste der Ka­nadiermüssen demzufolge auch entsprechend hoch sein.

Geflissentlich bemüht sich der Korrespon­dent, die Gründe der Niederlage auf föde­ralistischer Basis zu suchen. Das Hauptziel der siegreichenUnion Nationale" sei, die Sonderrechte der Provinzen zu verstärken. In sämtlichen Londoner Zeitungen mächt sich in der Berichterstattung über die kana­dischen Wahlen eine auffällige Unruhe be­merkbar. Man hebt hervor, daß in Quebec die Wahlbeteiligung ungewöhnlich groß ge­wesen sei. Da die Franzosen z um erstenmal mitwählen durften, sei über eine Million Stimmen abgegeben worden, dh. mehr als das Doppelte im Ver­gleich zur Wahl von 1939. Während der Wahlen sei es in Quebec zu starken Un­ruhen gekommen, bei denen rund hundert Personen verhaftet, einiae getötet und meh­rere verletzt worden seien.

halb besonders begeutungsvoll. Um die Schlagkraft der deutschen Nachtjagdwaffe zu zersplittern, hatte die britische Bomber­führung mehrere Angriffe zu gleicher Zeit angesetzt. Kurz vor Mitternacht griff ein zahlenmäßig schwächerer Moskito-Verband die Stadt Kiel an. Gleichzeitig flogen vier­motorige Bomber von Nordwesten und Süd­westen her in das Reichsgebiet ein.

Die deutschen Jäger griffen beide Bomberverbände in konzentrier­ter Form an und verwickelten die Feind­maschinen über dem nordwestdeutschen Ge­biet und über dem Rheln-Main-Gebiet in erbitterte Luftschlachten, in denen 5 8 Bomber abgeschossen wurden. Der Gegner verlor über Nordwest­deutschland 35 und über Süd- Westdeutschland 23 Bomber, hatte also neben den Maschinenverlusten eine Personaleinbuße von etwa 400 Mann fliegenden Personals.

Im Verhältnis zu der Zahl der eingesetz­ten Bomber sind diese Abschußergebnisse sehr bedeutend. Ein großer Teil der nichj betroffenen Bomber wurde durch deutsche Waffeneinwirkung gezwungen, seine Bom­ben bereits vor Erreichen des Zielgebietes nbzuwerfen.

Wenn die britische Bomberwaffe ge­dacht hatte, in der Nacht zum Sonntag eine neue Phase der nächtlichen Bombardements einleiten zu können, so bezeugen' die Er­gebnisse dieser Nacht, daß derartige Spe­kulationen des Gegners unter Verkennung der tatsächlichen Verhältnisse vorgenom­men wurden. Natürlich werden auch wei­terhin die Witterungsbedingungen nicht un­maßgeblich das Gesicht der nächtlichen Angriffe bestimmen. Jedoch auch unter Ein­rechnung dieses Umstandes darf unter­strichen werden, daß sich die Frage der nächtlichen Luftangriffe bisher nicht ver­ändert hat

Neuer Serienabschuß Hauptmann Schnaufers

dnb. Be rlin, 13. August. Bei der Abwehr nächtlicher Terrorangriffe gegen das Reichs­gebiet schjOß der Träger des Eichenlaubs mit Schwertern, Gruppenkommandeür Haupt­mann Schnaufer, der bereits mehrfach Serienabschüsse erzielen konnte, innerhalb kurzer Zeit vier britische Terror­bomber ab und errang damit seinen 9 1. Nachtjagdabschuß.

Schwerter für drei Führer der Waffen-ff

dnb. Berlin, 13. August. Der Führer verlieh das Eichenlaub mit Schwer­tern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: H-Gruppenfülner und Generalleutnant

der Waffen-if Fritz von Scholz, Kom­mandeur der ff-Freiwilligen-Panzergrenadier- DlvislonNordland", am 8. August 1944 als 05. Soldaten der deutschen Wehrmacht. H-GrUppenführer von Scholz ist einer schwe­ren Verwundung erlegen; H-Obergruppen- fiihrer und General der Waflen-ff Felix Steiner, Kommandierender General des Ilt. (germ.) f/-Panzerkorps, am 10. August 1944 als 86. Soldaten der deutschen Wehr­macht; H-Gruppenführer und Generalleut­nant der Waffen-## Hermann F e g e 1 e i n am 30. Juli 1944 als 83. Soldaten der deutschen Wehrmacht.

Der Führer verlieh am 8. August das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalmajor Heinrich Nickel, Kommandeur der rheinisch moselländischen 342. Infanterie-Divisfon, als 543. Soldaten der deutschen Wehrmacht.

Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine Groß­admiral Dönitz das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Korvettenkapitän Erich K 1 ü n - der, Chef einer Minensuch-Flottille.

Mit dem Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz wurde ausgezeichnet ##-St.urmbann- fiihrer Erich Olboeter, Bataillonskom- mandeur in der ##-Panzer-DivisionJ-ütler- Jugend"; Hauptmann Hermann T i e t z , Kommandeur eines norddeutschen Artille­

rie-Regiments; Hanptmann Gustav-Adolf Blancbcis, Führer einer Panzergruppe; Hauptmann d. R. Ernst Paukner, mit der Führung eines Bataillons in einem norddeut­schen Grenadier-Regiment beauftragt; Ober­feldwebel Josef G s i n n, Zugführer in efnem sächsischen Hochgebirgs-Jäger-Bataillon.

Der Führer hat das Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz dem Ministerialdirek­tor Dilli, Leiter der Betriebsabteilung in den Eisenbahnabteilungen des Reichsver­kehrsministeriums, und dem Ministerial­direktor Hassenpflug, Beauftragter des Reichsverkehrsministers für die Binnen­schiffahrt,. verliehen.

Der 20. Juli in der Bendlerstraße

dnb. Berlin, 13. August. In dem Bericht über die Verhandlung des Volksgerichts­hofs gegen die Attentäter und Putschisten des 20. Juli hat im Zusammenhang mit der V ernehmung des Angeklagten von Hase ein Voigang im Generalkommando Berlin Er­wähnung gefunden. Um Mißverständnissen vorzubeugen, wird mitgeteilt, daß es sich hierbei nicht um den Wehrkreisbefehlshaber General der- Infanterie von Kortz- fleisch gehandelt hat, Dieser war in der fraglichen Zeit von den Verrätern in der Bendlerstraße festgesetzt, weil er sich zu seinem Fahneneid bekannt hatte.

Sehr bald werden wir die Auswirkungen der neuen totalen Mobilmachung erleben, die Deutsch- lauft-in ein neues' Sparta verwandelt,-schreibt ABC, Madrid.

Ostpreußische Hitler-Jugend

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Presse-Holtmann (fcrodei Mit geschulterten Spaten geht es zur Eimatzstelh

WoHdttkukZ«

Von

Dr. Yuzo Sugimoto, Hsingking

Dr. Yuzo Sugimoto, der bekannte man­dschurische Wissenschaftler, gibt hier einei, Ueberbick über die geschichtliche Entwick lung und den wirtschaftlichen- Aufbau um Charakter des neuen Kaiserreiches Man . dschukuo, dessen wohlwollende Förderum. ein Verdienst japanischer Großasienpolitii; darstellt.

Die Schriftleitung derBremer Zeitung*

'Das eigentliche China, die Mandschure 1 und die Mongolei, sind schon von altershr; stammesmäßig verschieden gewesen. DerUi stamm der jetzigen Mandschukuoer lebt- bereits vor 3000 Jahren im östlichen Tei Mandschukuos und stand mit verschiedene] Volksstämmen in wirtschaftlichen Beziehun­gen, insbesondere mit Japan. Seit jener Zei bis zur Gründung der Shin-Dynastie irr Jahre 1616 wurden von diesem Stamm ver schiedene Staaten gegründet, die dann wie­der zugrunde gingen. Der Staat Po ha; k u o , der um. 1660 im jetzigen Mandschu- kuo entstand, unterhielt mit Japan beson­ders freundschaftliche Handelsbeziehungen. Die Shin-Dynastie, aus deT der jetzige Kai­ser Fuyi stammt, verlegte 1626 die kaiser­liche Residenz von Mukden nach Peking und brachte von doTt aus den ganzen chine­sischen Kontinent unter ihre Herrschaft

Seit Ende des 19. Jahrhunderts mach' sich das Eindringen Rußlands in China be­merkbar,, das in den verschiedenen Verträ­gen zwischen Rußland und der Shin-Dyna stie um 1896 seinen Niederschlag fand. Da­mals begann der Interessengegensatz zwi­schen Rußland und Japan in Östasien. Df russisch-japanische Krieg von 1905 brach aus, als Rußland seine Machtpolitik nicb nur auf den chinesischen Kontinent, son­dern über Korea nach Japan ausdehnen wollte. Im Jahre 1911, als der jetzige Kai­ser Fuyi von Mandschtikuo 6 Jahre alt wai, wurde! er von einem schweren Schicksais­schlage betroffen. In dem aus Südchina ein­gewanderten Han-Stamm brach die Re­volution aus, und der junge Kaiser, der als letzter Sproß der Shin-Dynastie auf eine 300jährige Geschichte seines Hauses zurück- Wicken konnte, mußte auf seine Machi- ansprüche verzichten. Seit dieser Zeit pflegte: man die Mandschurei als ein Teilgebiet- des eigentlichen China, des Han-Stammes, zu betrachten.

Dem Entschluß Japans, die unverantwort­liche Erniedrigungspolitik Tschiang Hsu-eh liangs mit der Waffe zu beant­worten, schlossen sich 30 Millionen Man­dschukuoer an. Auf diese Weise ist am I. März 1932 das Kaiserreich Mandschukuo entstanden. Es ist nicht mehr ein Land, das von mittelalterlichen oder feudalen Häupt­lingen regiert wird, sondern ein junges Kaiserreich, das alle Voraussetzungen. einen modernen Kulturstaat besitzt.' Unter großen Material- und Menschenopfern Ja­pans ist dieses Kaiserreich Mandschukur. entstanden.

Sein wirtschaftlicher und kultureller Wie­deraufbau war keineswegs eine leichte Agf gäbe.. Zunächst riiußte die neue Regierunc zur Vereinheitlichung des ' Geldwesens schreiten. Vor dem Entstehen Mandschukuos waren zirka 20 verschiedene Geldsorten im Umlauf. Von Mukden aus gab Tschiam; Hsueh liang eigene Noten zur Finanzierung seines Heerwesens heraus. Dann existiertes außer Geldsorten, die die provinzialen Ban­ken herausgaben, noch verschiedene Mün­zen, die bei dem Warenaustausch ,auf be­stimmten Märkten einen regionalen Cha­rakter hatten. Da die Deckung dieser Geld­sorten ausschließlich Silber war, war der Geldwert von der Silberpolitik der Außen­welt, insbesondere von der Amerikas, ab­hängig und dauernden'Schwankungen aus­gesetzt. Millionen . von Bauern mußten ihre -Erzeugnisse, denen ihre wertvolle und müh-' same Arbeit das ganze Jahr über gegolten