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Parteiamtliche Tageszeitung
Das Amtsblatt d»s Regierenden Bürgermeisters der Freie: Hansestadt Bremen
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der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verkündungsblatl des Reichsstatthalters >n O'denbura und Premen
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Nr. 217 • 14. Jahrgang
Dienstag, 8. August 1944
Einzelpreis 15 Rpf.
JLauejiufrüitel^
Jeder Nazi ein Vorbild von Standhaftigkeit und kaltblütiger Ruhe
Gauleiter Wegener ruft das politische Führerkorps des Nordsee-Gaues auf - Die Partei ist der Motor des
totalen Krieges - Wichiiger Reichsauftrag für den Gauleiter Weser-Ems
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NSG. Oldenburg, 7. August. Die Kreisleiter und Gauamtsleiter sowie die Gliederungsführer der NSDAP, des Gaues Weser-Ems traten zu einer wichtigen Dienstbesprechung zusammen, an der auch der stellvertretende Reichsverteidigungskommissar, Regierungspräsident Dr. Fischer, teilnahm. Im Mittelpunkt stand eine anderthalbstündige Ansprache des Gauleiters, der, aus dem Führerhauptquartier kommend, für kurze Zeit unter seinen engsten Mitarbeitern weilte, um sich dann nach Berlin zurückzubegeben, wo ihn Reichs- minister Dr. Goebbels mit der Durchführung einer wichtigen, auf das gesamte Reichsgebiet gerichteten Aufgabe im Zuge des totalen Kriegseinsatzes beauftragt hat. Die Dienstbesprechung, die sich zum Schluß zu einer leidenschaftlichen Kundgebung des politischen Führerkorps zur Zielsetzung der nationalsozialistischen Revolution und zum Steg der deutschen Volksarmee steigerte, diente im übrigen der Besprechung des totalen Kriegselnsafzes, für den im Nordseegau die Partei von nun an der Motor sein wird.
-Gauleiter Paul Wegner
gab zu Beginn seiner von der Leidenschaft des Nationalsozialisten erfüllten-Rede einen sachlich-nüchternen Ueberblick über die militärische und politische Lage und beschäftigte sich dann mit den verbrecherischen, sabotierenden Machenschaften der kleinen Generalsclique vom 20. Juli gegenüber der Nation.
Der Gauleiter erörterte dann ausführlich die Forderungen, die der totale Krieg dem Nordseegau stellt. Vor allem steht nun die Partei mit ihren Gliederungen vor einer groben Aufgabe, die ihre ganze Kraft verlange.
Mit ihrem gewohnten kämpferischen Elan, so sagte der Gauleiter, wache die nationalsozialistische Bewegung darüber, daß in Stadt und Land alle veriügbaren Kraitreser- ven mobilisiert werden, um den heiligen Volkskrieg zum siegreichen Abschluß zu bringen. Besonders achte die Partei darauf, daß sich niemand dieser gewaltigen Kraftentfaltung entziehe. Ohne Ansehen der Person gelte es, die letzte Kraft für Front und Rüstung zu mobilisieren. Wie einst in der Kampfzeit vor 1933 habe die Partei in Weser-Ems den Ehrgeiz, in vorderster Front zu stehen, die Lauen aufzurütteln, die Böswilligen aber mit aller
Härte zu bekämpfen. Ueber die einzelnen Maßnahmen des totalen Kriegseinsatzes hinaus, dessen reichsgüitige Anweisungen in Kürze auch im Nordseegau durchgeführt würden, wolle die Partei nichts unversucht lassen, um das öffentliche Leben nachhaltig und deutlich sichtbar mit dem Stempel dieser gewaltigen Kräitemobilisie- rung zu versehen. Als ein .Vorbild der Standhaftigkeit und kaltblütigen Ruhe solle Jeder Nationalsozialist in der Heimat es dem pflichtgetreuen Soldaten an allen Fronten in Hingabe aller Kräfte gleichtun, damit auch der letzte Volksgenosse sich rest- 1 o s für den Endsieg einsetze. Als ein Ruhe und Zuversicht ausstrahlendes Kraftfeld wünsche er, so sagte der Gauleiter weiter, dabei die Partei mit ihrem kämpferischen Schwung zu sehen. Gerade die Bewegung gehe nunmehr ihrer höchsten, Bewährungsprobe entgegen, da sie der Motor des totalen Krieges zu sein habe. Jeder, der sich noch der vom Ernste der Stunde diktierten Kraftanspannung zu entziehen trachte, werde mit allen Mitteln an seine. Pflicht erinnert und notfalls mit Schimpf und Schande aus der Gemeinschaft des kämpfenden Volkes entfernt.
Der Gauleiter schloß seine Ansprache an die alten, in vielen Schlachten bewährten Haudegen der Partei, indem er ein von Her
zen kommendes Bekenntnis zum Führer ablegte, das bei seinen Mitkämpfern ein glühendes Echo fand. Der Sieg, zu dem er sich gerade heute leidenschaftlich bekenne, werde .jedes Opfer lohnen. In der Gewißheit, daß der Nordseegau in Treue und Standhaftigkeit, wie es seine Art ist, seine Pflicht tue, rief der Gauleiter seine Kameraden auf, sich erneut zum Führer zu verpflichten. Stehend hörte das politische Führerkorps die mitreißenden Schlußworte seines Gauleiters. Das Sieg-Heil auf den Führer war ein Schwur von Bannerträgern des totalen Krieges.
Die Bevölkerung unseres Raumes wird schon in den nächsten Tagen erkennen, daß die Partei nicht ruht, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Den Befehlen de.s Gauleiters gemäß und erfüllt von einem unbändigen Willen ist die nationalsozialistische Bewegung entschlossen, Männer, Frauen und Kinder des Landes an Weser lind Ems zur intensivsten Kraitentfaltung emporzureißen. Bereits vorbereitete Maßnahmen innerhalb der Verwaltung und des übrigen öffentlichen Lebens unseres Gaues werden zu ihrer Zeit sichtbar werden.
Schwerer Feindangrilf in der Normandie
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dnb. Aus dem Fiihrerhauptquar- tler, 7. August. Das Oberkommando der Wehrmach^gibt bekannt:
Westlich der O r n e führte der Feind zur Fesselung unserer Kräfte auf breiter Front zahlreiche öitliche Angriffe, die nach harten Kämpfen abgewiesen wurden. Im Raum westlich und südwestlich Vire sowie östlich ivianches trat der Gegner dann mit insgesamt etwa neun Divisionen unter starte Ausnutzung durch seine Luftwaffe zu schweren Angriffen an, die im Laufe des Tages sich in ihrer Heftigkeit immer mehr steigerten. Erst nach stundenlangem Ringen gelang es dem Gegner, unter hohen Ver : Insten in unsere Stellungen einzudringen. Die Einbruchsstellcn wurden abgeriegelt. Sofort angesetzte Gegenangriffe sind in gutem Vorwärtsschrelten.
Bei Mayenne und Laval stehen unsere Besatzungen im Kampf mit feindlicher^ motorisierten Kräften. Auch südöstlich S t. Halo und im Bereich der Festung selbst sind heftige Kämpfe entbrannt. Alle Angriffe des Feindes wurden hier zerschlagen. Unsere Stützpunkte in der Bretagne leisteten dem Gegner weiterhin entschlossenen Widerstand.
Torpedoflieger versenkten in der Stine- bucht drei feindliche Zerstörer. Zwei leichte Kreuzer, ein Zerstörer und ein ^Truppentransporter von 4000 BRT. wurden schwer beschädigt.
Im französischen Hinterland wurden 260 Terroristen im Kampf niedergemacht.
Schweres V 1-Vergeltungsfeuer liegt auf London. ,
In ,11 a 1 i e n versuchte der Feind mehrmals vergeblich, im Raum von Florenz dei Arno zu überschreiten. Schwache Kräfte, denen das Uebersetzen dicht östlich der Stadt gelungen war, wurden zerschlagen.
Bei mehreren Säuberungsunternehmen im italienischen Gebiet wurden in der Zeit v °m 1. bis 5. August 1212 Terroristen und Saboteure im Kampf niedergemacht.
... Deutsche Räumboote versenkten vor der dalmatinischen Küste zwei feindliche Motorsegler und beschädigten ein britisches Schnellboot.
Im Osten wurden beiderseits M i e 1 e c Und nordwestlich B a r a n o w starke sowjetische Angriffe abgewiesen, nach Norden '«gedrungene feindliche Kräfte im Gegenangriff zersprengt. Südöstlich Warka warfen unsere Panzer die Bolschewisten nach Osten zurück.
Nordwestlich Bialystok wurde ein nach schwerer Artillerievorbereitung geführter sowjetischer Angriff im Nahkampf ■ Verschlagen.
Nördlich der Memel vereitelten unsere Truppen die auch gestern fortgesetzten Durchbrurhsversuche der Bolschewisten und 'ernichteten dabei 78 Panzer.
j" Lettland kam es bei B i r s e n und östlich der Düna zu erbitterten Kämpfen.
*r wurden alle Durchbruchsangriffe auf- gefangen und zwei feindliche Regimenter
'arnlchtet. . '
Fei nt )|i r)le Bomberverbände führten ge - ern Terrorangriffe gegen Berlin und ‘am bürg sowie einiqe Orte im Ostsee-
lt der Ng^it warfen einzelne feindliche fReuge Bomben Io» rheinisch-westfälischen
Gebiet. Ueber dem Reichsgebiet und den besetzten Westgebieten wurden 57 feindliche Flugzeuge, darunter 45 viermotorige Bomber, abgeschossen. ^
Unterseeboote versenkten fünf Schiffe mit 31 000 BRT. und zwei Zerstörer.
Neue Ritterkreuzträger Führerhauptquartier, 7. August. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Major Wolf Horst Hoppe, Kommandeur einer Panzerjäger-Abt.; Haupt- mann d. R. Eberhard Steinborn, Führer einer Panzerjäger-Abt.; Oberfeldwebel Christian Braun, Zugführer in einem württem- bergisch-badischen Grenadier-Regiment.
„Motor und,Gewehr" dnb. Berlin., 7. August. „Motor und Gewehr sind die vevti 'Uten Waffen des NSKK.-Mannes. Sie pflegen und bis zur Vollendung beherrschen zu lernen, um sje im entscheidenden Augenblick für das Vaterland wirkungsvoll einsetzen zu können, ist der Zweck jahrianger, zielbewußter Ausbildung im NSKK."
Mit diesen Worten umriß Korpsführer Kraus den Sinn des Wettkampfschießens des NSKK. im 5. Kriegsjahr. Seit zwei Monaten stehen die Motorstürme des NSKK. in allen Gauen des Reiches im. Wettstreit. Ueber 3000 Mannschaften haben daran teilgenommen und, zum Teil im Fernkampf, die Eesten in den Motorstandarten und Motorgruppen ermittelt.
In den nächsten Tagen wird nun auch die Korpsmei'sterschaft des NSKK. im E i n z e 1 s c h i e ß e n ausgetragen. Teilnehmer sind die besten Schützen aus allen Motorgruppen. In den Ausscheidungskämpfen haben sich die Motorgruppen Sudeten, Oberdonau, Leipzig, Niedersachsen, Rhein-Mosel und die Mot.orbrigade Ti- rol-Vorarlbeig am besten placiert.
Fünf Feindflugzeuge in Schweden gelandet
BZ. Stockholm, 7. August. Am Sonntag gingen auf schwedischem Gebiet wiederum vier USA-Flugzeuge und ein englisches Jagdflugzeug nieder.
Kriegsfreiwillige der „Großdeutschlrmd“-DiVision
dnb, B e r 1 1 n , 7. August. ..Fs war immer •’ i-ri SJot und nn>et*' a*i= C :'c*n
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Mohr n< !* .tl- \--?r dum 20. Juli heute
das deutsche Volk geschlossen hinter seinen tapferen Soldaten. Ihr aber, meine jungen Kameraden aus deV Hitler-Jugend“, so sprach Reichsleiter Baldur von Schirach als Reichsleiter für Jugenderziehung und als Angehöriger des Offizierskorps der Grena- dier-Divison „Großdeutschland“ vor kriegs- freiwilligen Rekruten, „werdet gerade in dieser Zeit eure Verpflichtung darin sehen, dem Führer und dem deutschen Volk Ehre zu machen, Ihr werdet jetzt die wunderbare Kameradsrhafj der Waffenträger der Nation kennenlernen. Der 20. Juli hai uns ungeheure. Kräfte gegeben. Die Verbrecher werden fallen, das Volk wird siegen! Es wird keine Anstrengung geben, die wir nicht vollbringen werden.“
Aus der Hand des Reicbsleiters nahm der Kommandeur Ritterkreuzträger Oberst Schulte-Heuthaus die junge Mannschaft auf mit dem feierlichen Gelöbnis, aus jbr im Geiste der Freiwilligkeit, die stets in der deutschen Geschichte größte Ruhmestaten vollbrachte, Soldaten der unwandelbaren Treue gegenüber dem Führer und Obersten Befehlshaber der deutschen Wehrmacht zu erziehen.
Unsere Westkämpfer
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PK.-Auln : Krieyibeiithler tcieiiei inri) Grenadiere , in den letzten 7 aqen dtei Cnert im schwersten Kampf, bewährt, dürfen für einige Tage in Ruhestellung gehen.
50 anglo-amerikanische Divisionen eingesettf
Aus Furcht vor den neuen deutschen Waffen werfen Briten und Nordamerikaner alles in die Schlacht Mit neuen Landungen in absehbarer Zeit nicht mehr zu rechnen
Drähtbericht unserer Berliner Schriftieitung b. Berlin, 7. August. Die militärische Situation auf de*i westlichen Kampffeld des Kontinents wird durch den außerordent- licheh Kräfteeinsatz bestimmt, den die Westmächte in dem Invasionsraum vorneh- nen, der sich heute zahlenmäßig durch die ifennung von etwa 50 anglo-amerikanischen «Visionen umreißen läßt.
Auf Grund dieses Kräfteeinsatzes, der etva doppelt so hoch wie während der Kämpfe Ende Juni und Anfang Juli ist, darf mar folgern, daß der größte Teil der in Endand bereitgesteliten Kräfte jetzt an der InvceionsUont versammelt ist. Militärische Beobachter gehen deshalb ,so weit, daß sie mitj.ndercn Landungen größeren Stils in näas'er Zukunft nicht mehr rechnen, da dajÄlFierte Oberkommando allem Anschein naeÄ'seine» ganzen verfügbaren. Kräfte ein- gesg^t hot. um .von reiner normannischen und bret'"dschan Basis aus eine Entschei- dunglim Westen zu erzwingen. Im Hintergrund dieses erbitteren Suchens nach Erfolgen steht die Befürchtung, daß Deutschland m absehbarer Zät neue Waffen' ersetzen -wird, d'e das natürliche Ueber- gewicht. der An«(lo-Am'rikaner an Masse der Waffen aussen Iten..
Die „Washington Po»* schreibt heute: „Es ist nicht au .geschloss n , g a ß die Deutschen, wenn sie einige Monate Zeit gewinnen, ein? Waffe f^ig bekommen, die die Enfwick'iing des. Kriteesvöllig hmkehri, weit mH England md R j n großer Teil Europas in Schult and Asche gelegt werden könntet Diese ''«rmntung kurirt nicht lediglich in journalistischen Kreise der Wfcstmächte, sondern bildet nach offizijjen Darstellungen wesentliche Anhaltspimktjcier militärischen
Führung in der Planung der gegenwärtigen Operationen.
Das östliche Drittel des Landekopfes in der Normandie zeigt heute nach wie vor starr verlaufende Frontünien, während die übrige Front seit dem mit zusamrrßangefaß- ten Luftwaffen-, Artillerie- und Panzerkräften am 25. Juli begonnenen Angriff der Nordamerikaner auf weite Strecken in Bewegung geraten ist. Die amerikanischen A n g riffsbewegungen zeigen dieser Tage drei verschiedene Stoßrichtungen nach Westen, nach .Süden und nach Osten. In westliche;- Richtung sucht die nordamerikanische Führung die- bretonische Halbinsel auszufüllen und in Besitz zu nehmen. Gegen difese Planung leisten die Besatzungen der deutschen Stützpunkte außerordentlich hartnäckigen Widerstand.
Die Begegnung der weitgesteckten Angriffsplanung des Gegners durch deutsche Maßnahmen wird sich natürlich in kraftvoller Weise vollziehen. Die ersten Gegenmaßnahmen sind eingeleitet, wobei sich gewisse Möglichkeiten ' gegenüber dem nord- amerikanrschen Vorstoß auf die Loire- Mündung andeuten. Es ist natürlich, daß die schnell gefaßten Entschlüsse' der deutschen Führung eine gewisse Zeit der Ausreifung erfordern, die jetzt von den östlichen Verbinden dazu benutzt werden, den Gegner aufzuhglten und seinen Aufmarsch zu stören.
, Die militärische Lage im Ost e n zeigt weiterhin die seit etwa Wochenfrist zu beobachtenden stabilisierenden Momente. Diese durch den wachsenden deutschen- Widerstand erzielte Festigung der Front wurde durch den Einsatz der örtlich vor
handenen Truppen erzielt, ohne daß bereits die zu großen operativen Gegenmaßnahmen vorgesehenen deutschen Divisionen in umfassender Weise eingesetzt worden wären. Der verschärfte Widerstand der kämpfenden Front wie auch die vorbereitenden Maßnahmen an der ostpreußischen Grenze geben der deutschen Führung die notwendige Zeit, die Gegenmaßnahmen völlig ausreifen zu lassen. Die gegenwärtigen Kämpfe mit ihrem Erfolg einer Stabilisierung können deshalb lediglich als Maßnahmen gewertet werden, die größere Ereignisse vovbereiten
Von Terroristen ermordet
Eigener Drahtbericht
ep. Genf, 7. August. Eine in Frankreich weilende Schweizerin aus La Chaux de Fonds ist durch französische Terroristen umge- bracht worden. Die ermordete Schweizerin namens' Frieda Vkicht wurde durch eine Bande von Terroristen aus ihrer Wohnung herausgerissen und auf der Straße durch Maschinengewehrsalven getötet.
Die. Untat hat in der schweizerischen Uhrenstadt La Chaux de Fonds, wie' in der ganzen Schweizer Oeffentlichkeii starken Abscheu und Entrüstung hervorgerufen.
Nahkampfwaffe zerfetzt Geschütz
dnb. Berlin, 7. August. Als an der italienischen Front ein feindliches Panzerabwehrgeschütz durch Handgranaten und .Schnellfeuerwaffen nicht zum Schweigen gebracht werden konnte, griff der Gefreite-Tu 11 das Geschütz mit seiner Panzernahkampfwaffe an. Nach der Explosion des Geschosses war die Kanone vollkommen zerfetzt. Allein im Umkreis des • Geschützes hatte der Feind 26 Tote, die der Luftdruck getötet halte.
WidatkaftiittapieH
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Von
Dr. J. K. Banerji
Dr. Banerji,' einer der besten Kenner der Wirtschaftsverhältnisse in seiner indischen ’ Heimat, beschäftigt sich mit der etwas zweifelhaften Haltung indischer Wirtschaftskreise. die von Enqlanü als wichtige! Ansatzpunkt für Spslutngsv'!’:-he innerhalb .* -- 1 ! -_ie * h. »■ • r-„
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auf die industrielle Buhne Indiens zu treten, mußte sie die unangenehme Erfahrung machen, daß sie einem mächtigen und reichen Rivalen, dem britischen Finanzkapital, gegenüberstand. Gewiß ist dies ein Grund für sie, Indiens Freiheit zu wünschen, jedoch sind dem Nationalismus der Industrie- und Finanzkreise Indiens durch historisch bedingte Umstände Grenzen., gesetzt. Man fürchtet, daß die unbeschreiblich -elenden Lebensbedingungen der breiten indischen Massen diese zti einer allzu radikalen RevcA lution führen könnten. Sie wünschen eine nationalistische Revolution eigener Art d. h. eine streng bürgerliche Revolution, die jedoch keinen sozialistische^ Charakter annehmen dürfte.
Die englischen Kapitalitsten sind sich dieser Schwäche der indischen industriellen Bourgeoisie sehr wohl bewußt. Und da sie selbst nur allzu sehr daran interessiert sind, eine enge Zusammenarbeit zwischen der indischen Bourgeoisie und der nationalistischen Bewegung zu verhindern, versuchen sie von Zeit zu Zeit, mit ihr zu einer Verständigung zu kommen.
Nach dem letzten Weltkrieg neutralisierte England einen Teil der indischen Kapitalisten durch die Zubilligung einer — wenigstens auf dem Papier stehenden — Zollauto- nomie. Später, als die japanische .Textilindustrie eine starke Konkurrenz auf dem indischen Markt für England wurde, gelang es den Briten, mit dert indischen Textilpro- duzenten eine Verständigung auf der Basis zu erreichen, daß die- Verteilung des indischen Marktes zwischen den britischen und den indischen Industriellen vorqenommen wurde, die den letzteren etwas günstigere Bedingungen als früher brachte.
Seit Beginn des gegenwärtigen nationalistischen Feldzuges, im Jahre 1942, ist man sich in England bewußt geworden, daß sich eine enge Teilnahme der indischen industriellen Kreise an der nationalistischen Bewegung gefährlicher denn je gegen die englische .Herrschaft in Indien auswirken könnte. Je mehr diese Bewegung den Charakter einer Massenbewegung annimmt, desto größer wird die. Notwendigkeit, die industriellen Klassen von der nationalistischen revolutionären Frönt zu trennen. U'm dieses von England sehr ernsthaft verfolgte Ziel erreichen zu können, bedient es sich nun des Versprechens, nach dem Krieg für die industrielle Entwicklung Indiens sorgen zu wollen.
Welche Pläne hat nun die britisch-indische Regierung Indien vorzulegen? Zunächst gab sie. einen Plan zum Bau eines Straßennetzes bekannt, das sich über das ganze Land erstrecken sol!\ Die öffentliche Meinung Indiens vermutete jedoch hinter diesem Plan eher strategische als wirtschaftliche Ziele. Die Gefahr einer Invasion von außen her, sowie die eines Aufstandes im Lande selbst sind Faktoren, die es erforderlich machen,, notwendigenfalls -Möglichkeiten für einen raschen Truppentransport von einem Teil des Landes zum anderen zu schaffen.
Dann wollte man einen Fonds in Höhe von 10 Millionen Rupien (750 000 Pfund Sterling) für industrielle Forschungsarbeiten gründen. Dieser Entschluß wurde weitgehend verbreitet, und es fanden sich auch einige indische Industrielle, die große Summen für diesen Fonds zeichneten, um damit zum Ausdruck