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parteiamtliche Tageszeitung
pas Amtsblatt de8 Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verkündungsblatt des ßelchsstqtihalters <n O'denburq und Bremen
Nr. 216 • 14. Jahrgang .
Montag, 7. August 1944
Einzelpreis 15 Rpi.
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Ein Mann, der niemals kapituliert
Adolf Hitler: „ Was immer für Schicksalsschläge kommen mögen, immer werde ich
als Träger der Fahne grade stehen ! ,f
BZ. Berlin, 6. August. „Ich habe gerade durch den 2.0. Juli neue Zuversicht bekommen, Wie vordem noc h jn ie in meinem Leben. Wir werden diesen Krieg am Ende deshalb sieg-
einzige Mann sprechen,
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i noch nie in meinem Leben. Wir werden diesenKriega reich bestehen!" Diese Worte konnte vor der versammelten Parteiführerschaft nur der der, allen Widersachern und Widerständen zum Trotz, die Partei zur Macht geführt hat und damit dem deutschen Volk zu m Wiederaufstieg aus Not, Verzweiflung und bolschewistischem Chaos verholfen hat, Adolf Hitler. Wenn der, Genius des deutschen Volkes in seiner emporrreißenden Ansprache an seine Getreuen die Hintergründe und Zusammenhänge des 20. Juli aufhellt und die Volks- und landesverräterischen Machenschaften der kleinen, aber einflußreichen Verräterc-lique brandmarkt, die seit der nationalsozialistischen Machtergreifung die übermenschlichen Anstrengungen und den Kampf der Nation In Krieg und Frieden 'sabotiert hat, so weiß das arbeitende und kämpfende Volk, daß nunmehr dieser schwelende Herd des Unheils ausgetreten wird und eine neue Flamme der Begeisterung und der Siegesgewißheit entfacht ist. Dieser bisher nie greifbare innere Widerstand der Verräter kann von nun ab die Entschlüsse und Durchführung notwendiger Maßahmen nicht mehr hindern. Der Führer, persönlich entlastet, kann jetzt |wieder frei das für die Nation Notwendige tun, und wir, sein Volk und seine Mitkämpfer, wissen, daß er, und nur er allein, der Mann ist, der unter keinen Umständen kapituliert, sondern unentwegt die Fahne des Glaubens und der Zuversicht auirechterhält, wie er sie seit 1918 uns allen vorangetragen hat und damit Deutschland aus seiner tiefsten Erniedrigung aufgerichtet und wieder ans Licht geführt hat. Der schlimmste und der längste Weg bis zum Endziel liegt -aber damit bereits hinter uns. Weil wir an den Genius des deutschen Volkes glauben, werden wir diesen Krieg siegreich bestehenl
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Die Nationalsozialistische Par- leikorrespondenz meldet:
Am 4. August wurden die Reichsleiter und Gauleiter zum Abschluß ihrer Tagung von) Führer in seinem Hauptquartier empfangen.
Reichsleiter General Ritter von Epp machte sich zum Sprecher der Parteiführerschaft, indem er mit bewegten Worten der Freude Ausdruck gab, den Führer nach dem ruchlosen Anschlag des 20. Juli in voller Gesundheit und Schaffenskraft zu sehen.
Der F ü h r e r sprach dann zu seinem politischen Führerkorps. Er beleuchtete die Hintergründe und Zusammen- hängedes2 0. Juli. Bei der Beurteilung des Verbrechens dürfe, wie der Führer erkürte, nicht vergessen werden, daß diese Verräter tatsächlich’nicht erst seit 1941, sondern schon seit d er nationalso
zialistischen Machtergreifung fortgesetzt die Anstrengungen und den Kampf der Nation sabotiert haben- Die Clique sei zahlenmäßig begrenzt, aber einflußmäßig bedeutend gewesen. Der Führer schilderte im einzelnen, wie von diesen Kreisen ein permanenter Widerstand gegen alle Maßnahmen der Führung ausging, der sich bis zum o I - fenkundigenVerrat an der kämpfenden Truppe und bis zur direkten Sabotage der Frontversorgung steigerte. Die überwältigende Mehrheit, Hunderttausende braver deutscher Offiziere, habe mit diesem verbrecherischen Klüngel nichts gemein gehabt und wende sich voff ihm -mit Empörung und Ekel ab.
DerFührer selbst empfinde es als eine Schicksalsfügung und eine persönliche. Entlastung, daß jetzt endlich dieser b i s lr - e r nie greifbare
innere Widerstand aufgedeckt und die Verbrecherclique beseitigt werden konnte. Jetzt gelte es, die Konsequenzen aus diesen Vorgängen zu ziehen. Am Ende werde man dann abschließend einmal erkennen, daß diese im Augenblick so schmähliche Tat vielleicht die segensreichste für die ganze deutsche Zukunft gewesen sei.
„Den Kampf gegen die Feinde nach außen“ — so erklärie der Führer — scheue ich nicht. Mit diesen werden wir am Ende trotz allem fertig. Ich muß nur das Bewußtsein haben, daß im Rücken absolute Sicherheit, gläubiges Vertrauen und treue Mitarbeit herrschen. Das ist die Voraussetzung. Die Mobilisierung aller Kräfte in unserem Volk, wie sie heute stattfindet, hätten wir nicht vornehmen können, wenn das verbrecherische Treiben der jetzt beseitigten Saboteure weiter angedauert hätte.
Durch den Einsatz der gesamten militärischen und inneren Kraft der Nation werden wir alle Schwierigkeiten meister n.“
„Ich bin dem Schicksal dafür, daß es mich am Leben ließ, nur deshalb dankbar, weil ich den Kampf weiteriühren kann. Denn ich glaube, daß ich für die Nation notwend lg bin, daß sie- einen Mann braucht, der unter keinen Umständen kapituliert, sondern unentwegt die Fahne des Glaubens und der Zuversicht hochhält, und weil ich glaube, daß das kein anderer besser machen würde, als ich es tue. Was immer für ‘Schicksalsschläge kommen mögen, immer werde ich als Träger der Fahne gerade s t e h e n I
Ich habe gerade durch den 20. Juli eine Zuversicht bekommen, wie vordem noch nie in meinem Leben. Wir werden diesen Krieg am Ende deshalb siegreich bestehe n.“
Am Schluß der Ansprache des Führers bereitete ihm die versammelte Parteiführerschaft eine Kundgebung der Treue und des gläubigen Vertrauens.
Reichsleiter und Reichsarbeitsführer Hlerl gab diesem Gefühl Ausdruck mit den Worten: „Sie kennen Ihre alten Mitarbeiter und Mitkämpfer, mein Führer. Sie wissen, wie wir mit Ihnen verbunden sind. Ihr Leben ist unser Leben. Ich glaube nicht, daß es notwendig ist, Ihnen nochmals unsere Treue besonders zu bekunden. Diese Treue ist selbstverständlich. Für diese Treue gibt es keine Einschränkung und auch keine Steigerung. Für uns Parteigenossen gibt es nur eine wahre Treue. und dies? schließt alles in sieb; Kampf und Opfer, Leib und Leben. Es lebe unser Führer! Siegheii!
Blutiges Ringen zwischen Weichsel und Memel
Sowjetisches Panzerkorps östlich Warschau vernichtet — Vergebliche Feindangritfe südlich Caen, bei Vite und östlich Avranches - Von 50 Sow}etpanzern in Lettland 40 abgescfiossen - Tag und Nacht Vergeltungsleuer
auf London — Rudels 300 Panzerabschuß
dnb. Aus dem Führerhauptquartier, 6. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Südlich Caen griff der Feind wiederholt, eher vergeblich an. Auch im Raum nordöstlich und westlich von V i r e sowie östlich Avr a n c h e s batten die starken, von Fanzern unterstützten feindlichen Angriffe während des ganzen Tages nur geringen Erfolg. In einigen Abschnitten sind Ge- Sonangiitie gegen die eingebrochenen feindlichen Kräfte noch im Gange.
Aus dem Einbruchsraum südlich Avranches dringen motorisierte Kräfte des Gegners weiter nach Südosten vor. Heftige Kämpfe mit unseren Besatzungen sind bei Mayen ne und Laval entbrannt. Auch In der Bretagne wird um einige unserer Stützpunkte erbittert gekämpft.
Im französischen Raum wurden wiederum 51 Terroristen im Kampf niedergemacht.
Das V e r g'e’I t~u n g s f e u e r auf London wurde hei Tag und Nacht fortgesetzt.
In Italien fühlte der Feind bisher nur ®it Aufklärung gegen den gesamten Arno- Abschnitt vor. Ein Uebersetz versuch über den Fluß südlich Florenz wurde durch zusammengefaßtes Artilleriefeuer zerschla- ffen. Nördlich A r e z z o erzielte der Gegner einen örtlichen Einbruch, wurde jedoch im Gegenangriff sofort wieder geworfen.
Oestllch Warschau wurde das seit dem t. August angeschnittene III. Sowjets che Panzerkorps nach mehrtägigen Kämpfen vernichtet. Die Bolschewisten hatten schwere blutige Verluste und erloren 192 Panzer und 45 Geschütze. Zwischen Weichsel und Memel etzte der Feind seine Angriffe an den bis- origen Schwerpunkten fort. Er wuTde bis ui örtliche Einbrüche in harten Kämpfen gewiesen. Nördlich der Memel stehen unsere Truppen in erbittertem Kampf mit ngehrochenen stärkeren sowjetischen Watten.
Bereich einer Panzerarmee wurden g. Stern erneut 62 sowjetische Panzer ab- gasrhossen, 27 weitere Panzer wurden durch cnlachtflieger vernichtet. Hiervon schoß zleit° r ® u d e 1 allein elf Panzer ab und er-* «e . damit seinen 300. Panzerabschuß
durch Bordwaffen.
und wird besonders bef Mitau
w a B1 r s e n erbittert gekämpft. Hierbei Sende-"' einem Abschnitt von 50 angret-
uen feindlichen Panzern 40 abgeschossen. Zwischen der Düna und dem Ples- K auer S
Feindliche Bomberverbände führten Terrorangriffe gegen Orte ln Mitteldeutschland, besonders in Magdeburg und Braiinschweig entstanden Personenverluste und Gebäudeschäden. Durch Luftverteidigungskräfte wurden 36 feindliche Flugzeuge vernichtet.
In der Nacht warfen einzelne feindliche Flugzeuge Bomben im rheinisch-westfälischen Gebiet und in Ostpreußen.
In Schweden notgelandet
Drahtbericht unseres Vertreters hw. Stockholm, 6. August. Im Laufe des Freitags landeten 5 USA-Flugzeuge — zwei Bomber und drei Jagdflugzeuge — auf schwedischem Gebiet. Von einem meldet die schwedische Presse, daß es nach einem Treffer der Flak notlandete und hierbei t o - tal zerstört worden sei.
Neue Ritterkreuzträger
dnb. Führerhauptquartier, 6. August. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberstleutnant Dropmann, Führer eines Grenadier-, Regiments; Hauptmann Josef Eck, Kompanieführer in einem berlin-brandenburgischen Panzer-Regiment; Oberfeldwebel Franz Sievert, Zugführer in einer rheinisch-westfälischen Panzer jäger,-Auf klärungs-Abteilung.
Ferner verlieh der Führer das Ritterkreuz des Eiserrien Kreuzes an; Major Johannes D i 11 f e I d , Bataillonskommandeur in einem berlin-brandenburgischen Grenadier-Regiment,-und Haupimann Otto S c h w e r k , Ba- taiiionskbmmandeur ■ in einem Schneide- miihler Grenadier-Regiment.
Treu zum Führer im Generalansturm der Feinde
Geradezu explosive Entfaltung der gewaltigen, schlummernden Kräfte der Nation
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^■ifangen" 6 "- S ° Wje ‘ S im G e 9 e n s 1 0 ß scheiterten
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scheit a, }® en - An der Landenge von N a r w a S c ^ schwächere feindliche Angriffe.
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Vo n 2000
5 ch i |j
a chtfliegerversenktenin der Bucht einen sowjetischen Tanker ®HT. und zwei Transport-
schwe;
Zwei weitere Schiffe wurden
,et beschädigt.
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung (fr. w. sch. Berlin, 6. August, ^enn Jjei.chs- Jeiter und« Reichsarbeitsführer H i e r 1 zum ^Abschluß der Tagung der Parteiführerschaft im Führerhauptquartier sagte, daß es für die. Treue zum Führer keine Einschränkung und keine Steigerung gebe, so soll diese Antwort auf die Ausführungert und den- Appell des Führers auch für die überwältigende Mehrheit der ganzen deutschen Nation gelten. Wenn uns der. Führer sagt, daß er noch nie in seinem Leben so zuversichtlich gewesen sei, wie nach dem 20. Juli, so erfüllt uns das alle gerade in einer Zeit, wo unter dem General- an sturm der Feinde aus allen Himmelsrichtungen der äußere Anschein der Ereignisse manchmal gegen uns sprechen könnte, mit eiqer tiefen Ruhe, als der Grundlage einer absoluten Zuversicht, die zugleich Ausgangspunkt der höchst gesteigerten Anstrengungen ist.
Aus dem Munde des Führers, der unser grenzenloses und blindes Vertrauen immer rechtfertigte und rechtfertigen wird, erfahren wir heute, daß nach der Selbstentlarvung der Verräter die Quelle einer verbrecherischen Sabotage und damit die Ursache vieler, böser Fehlschläge endgültig zerstört ist. Während bis' zum 20. Juli die Schuldigen sich geschickt zu tarnen wußten und darum nicht zu fassen waren, ist jetzt die Bahn zur geradezu explosiven Entfaltung der gewaltigen, noch nicht ausgeschöpften Kräfte der Nation freigeworden. Und dann — das hat der Führer festgestellt —, wenn im Rücken absolute Sicherheit, gläubiges Vertrauen und treue Mitarbeit herr. sehen, dann kann am Ende dieses gewaltigen Ringens nichts anderes als unser Sieg stehen.
Es grenzt geradezu heute ans Wunderbare, wenn in der denkbar kürzesten Frist, seitdem die uneingeschränkten Maßnahmen zum totalen Kräfteeinsatz eingeleitet sind, bereits die ersten durchaus noch improvisierten Anstrengungen gegenüber ,d er bolschewistischen Lawine im
Osten schon erkennbare Erfolge erzielt haben. Wenn jetzt östlich von Warschau ein ganzes sowjetisches Panzerkoips vernichtet werden konnte, wenn im Raum zwischen Weichsel und Memel, in Lettland und zwischen Düna und- Pleskauer See, die Ortsnamen der Kampfhandlungen seit einer Woche im wesentlicher; die gleichen, gehlieben sind, so deutet das schon sehr deutlich eine ko.mmende Wende an, ohne daß wir uns auch weiterhin verhehlen wollen, daß die Sowjets alle ihre Kräfte erneut sammeln, um zu ihrem strategischen Ziel zu gelangen, ehe ein operativer deutscher Geoenschlag auf der Grundlage der umfassenden deutschen Volkserhebung und eines entscheidenden waffentechhischen Vorsprungs zur Auswirkung gelangen kann. Wie man die Möglichkeiten der Entwicklung nach dieser Richtung im anglo-am.erikanischen Lager beurteilt, bezeugt ein Londoner' Bericht der spanischen Zeitung „Arriba“. Zwar sei Deutschland gezwungen gewesen, im Osten seine Streitkräfte zu verstärken, aber trotzdem habe die deutsche Führung immer noch nicht die unbekannten strategischen Reserven angegriffen und ins Feld geführt. ‘Wenn man erwägt, daß zu den hier angesprochenen Reserven der Front zweifellos eine erheblich verstärkte Ergänzung aus dem Ersatzheer hinzukommt und däß das Ersatzheer ebenso schnell wieder autge- füllt werden wird, so bildet das für die Aeußerung des Führers, daß die schmähliche Tat des 20. Juli sich eines Tage« als die vielleicht segensreichste für die ganze deutsphe Zukunft erweisen werde, einen besonders sachlichen Hintergrund, dessen Bedeutung man auch im Feindlager kaum noch verkennen dürfte.
Wenn die Entwicklung an der Ostfront schon deutlich Stabilisierungsmomente erkennen läßt, so braucht andererseits der Ausbruch dör amerikanischen Parfeerkräfte aus der Frontlücke von Avranches solange kein Anlaß zu Besorgnissen zu haben, als diese Frontlücke noch sehr schmal ist und infolgedessen das toll
kühne amerikanische Ausbruchsmanöver, bei über 1Ö0 Kilometer langen Flanken, aufs äußerste bedroht bleibt. Der S p e r r i e g.e 1 ander. C a e n - F r o n t aber ist nach' wie vor unerschüttert. Südlich Caen sowie nordöstlich und östlich der Vire bleiben die starken' Panzerangriffe des Feindes weiterhin völlig erfolglos. Die Lage in der Bretagne braucht darum zunächst von. uns noch keineswegs als gespannt angesehen zu werden, auch wenn die Nennung von Kampforten wie Mayen ne und Laval zunächst' stutzig machen und. auf die Absicht des Gdgners deuten könnte, die deutsche Sperriegelfront im Raum westlich Avranches bis südlich Caeh ’ von Süden her zu erschüttern. Gewiß bleibt die Lage so lange noch offen, ehe nicht zu übersehen ist, wie weit der Gegner seinen riskanten Ausbruch weiter mit starken Kräften aus dem Raum der Cotentin-Halbinsel nähren kann. ^\b,er auch auf der Westfront kämpfen die Besatzungen unserer Stützpunkte mit höchster Erbitterung, und an diese erbitterte Abwehr knüpfen wir die Hoffnung, daß sie wie im 'Osten die zeitliche Voraussetzung für dig Stabilisierung und schließlich für den deutschen Gege r nschlag fassen wird.
Finnen vernichteten Feindabteilung dnb. Helsinki, 6. August. Auf der Karelischen Landenge vernichteten, wie es im finnischen Wehrmachtbericht heißt, ein Stoßtrupp neun. Panzer, die z. T. eingegraben waren, • Bei .Vuosalmi, verhinderten unsere Artillerie und Granatwerferfeüer die Versuche zweier feindlicher Abteilungen, sich za sammeln und-zu nähern. .Nordöstlich des Ladogasees eigene Stoßtrupptätigkeit und Spähtruppscharmützel. In Richtung Ilomantse führte der Feind östlich Sysmaejaervi und Iläjanjaervi von Luftstreitkräftön unterstützte Angriffe aus. Alle Angriffe wurden abgewehrt. Tn Richtung Rukajaervi wurde eine feindliche Abteilung im Rücken unserer Linie vernichtet. Von 200 Mann konnten kaum 30 entfliehen. Jäger und Bodenabwehr brächr ten dyei Flugzeuge zum Absturz.
Lagebesprechung im Westert
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PK.-Kriegsberichter Jesse-Atl. (Sch.) tf-Oberstgruppcnführer Sepp Dietrich und der Kommandierende General einer Infanteriedivision trafen im Hauptquartier de:. Oberbefehlshabers der 1‘anzertruppe-W est zu einer Lagebesprechung ein.
Heizet m Teietlettodt
Von
Herbert Caspers
Eine der widerlichsten Erscheinungen dieses Krieges — wie überhaupt jeÄer militärischen Auseinandersetzung, an der die Engländer und auch die Amerikaner maßgeblich beteiligt sind — ist der Einsatz der anglikanischen Kirche in die Aktivpropaganda gegen den Feind. Selbstverständlich wird jede nationale Kirche zur nationalen Sache stehen und den Segen Gottes für ihre Waffen erflehen. Aber es wird schwerlich anderswo als in England die Blasphemie möglich sein, daß der höchste Würdenträger einer nationalen Kirche mit dem Erzbischof von Canterbury als dem Primas der anglikanischen-Staatskirche in der letzten Osterbotschaft In dreister Anmaßung erklärt: „Die Sache Englands ist die Sache Gottes", abgesehen davon, daß nach jedem Kriege ein christlicher Frieden nur ein englischer Frieden sein konnte. Die wüste Hetze, deren sich die Diener der englischen Staatskirche in diesem Kriege und schon lange vor ihm gegen das nationalsozialistische Deutschland schuldig machten, die Gewissenlosigkeit, mit der die frommen Kirchenführer des Inselreiches das Bündnis mit dem kirchenschän- denden und priestermordenden Bolschewismus als gottgefällig preisen, die erbärmliche Ignoranz, mit der' die kirchentreuen Engländer den praktischen Sozialismus des deutschen Volkes sich entwickeln sahen, der alttestamentarische Haß, mit dem uns jenseits des Kanals und jenseits des Ozeans um des sozialen Beispieles willen die Kirche verfolgt,, die Volk, Staat, Wirtschaft und Kultur kränkelnd machende Bettgemeinschaft mit dem Judentum — das alles geht auf das Konto der anglikanischen Kirch^ und 'ihrer Priester,
Hier feiert ein Pharisäertum Triumphe, das in der politischen Geschichte der Völker unseres Kulturkreises seinesgleichen nicht findet. Ein Unmaß von frömmelnder Heuchelei hat es seit Jahrhunderten fertiggebracht, das’ religiöse Bewußtsein der angloamerikanischen Massen für die machtpolitischen Zwecke des Staates,. mit dem sich — was zu beweisen sein wird — die anglikanische Kirche absolut identifiziert, zu mißbrauchen. Die .kirchliche Verdummung des Volkes ist bis zu solchen Blüten getrieben, daß im September 1938 die Vereinigung „British Israel“ in einer Werbeanzeige an die bibelfesten Leser appellieren könnte, sich auf das kommende Gottesreich vorzq- bereiten, das mit seiner heuen Weltordnung' in Anmarsch sei:
„Die neue Weltordnung wird gegründet sein auf Sein eigenes Volk Israel, das jetzt gleichgesetzt werden kann mit den -Angelsachsen. In jedem künftigen Krieg wird dieses Volk den Schutz des Herrn haben, denn es steht geschrieben: keine Waffe, die gegen Dich ge- schmiedet wird, soll Glück haben."
Das ist nach normalem Menschenverstand Gotteslästerung"; aber der Geist, der die englische Oeffentlichkeit in einer raffinierten Art staatlicher Lügenpolitik' seit Jahrhunderten umnebelt, kommt zum. Ziel. Wenn der Engländer auch im tiefsten Herzen viel- ■leicht an seine Gottähnlichkeit -selber nicht glaubt, zeigen wird er es nie. So wurde britische Gewaltpolitik zu allen Zeiten vergöttlicht.
Es ist das gleiche, ob Thurloe, der Privatsekretär Oliver Crömwells, ehemals nach der Einnahme von Dünkirchen ’ durch die Briten heuchlerisch erklärte, „Gott, zeigt dife- sfem Land (England) seine wahre Gunst. Ich sehe, wieder, er hat ein auserwäbltes Volk, welches er mehr liebt als die ganz*