Ausgabe 
(6.8.1944) 215
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

:ht

s !lM

' B1 S I

,<F

iHw,; £ h 9<% ! ^nz ,l'--. aile >%. "«kfh ' »et^|

a 8eii, jj

L.^1

?°<4v..; '* bei(ä.,i"

<WJ;

;0 '3 dtatj

en % “Päistk

er in 4 deutsc-, e'stWl :«,6 £ ■ j ns %•:- de Vf a 3:C 1 13* autel fi

Erscheint

7mal wöchentlich

tsbezug 2.30 RM «inschl. Zustellgebühr; SertgsprelB mottatlleh 2.30 RM (elnschl. ; . postzeltingsgeMhr) rarflgl. 42 .Rpt. • iullgeld. Postscheck: Hamburg X7 272. Aniel- **’ e i55 und Aulnahmebedlngungen lt. Prel«. *.'£ gufnahmetermine ohne Verbindlichkeit.

Gegchöffgsiellen?

Bremen: (Stereo */8. Rut 2 19 31; Haditrul nie Sonntage 2 47 «3; ObernstraBe RS. Ruf 2 18 81; Sgke: Kühlendamm 2) Br.-Hemelingen: Bahn- hofstraB« S, Ecke PoststraBe, Ruf 4 34 SS; Br - Vegesach: Rohretr. 24, Ruf 4 o. 8; Br.-Blumen thal, Kapt.-Dailmann-Str, 41/43. Rul 83 a, 8«

Parieiamtliche Tageszeitung

Pag Amtsblatt des Regierenden Bürganneiaters der Freien Hansestadt Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblatt des Beichsstcrtthalters inOtdenbura und Bremen

Nr. 215 • 14 Jahrgang

Sonntag, 6. August 1944

Einzelpreis 15 Rpt.

Wettrennen zwilchen Strategie und Wiftenlchaf

I

Furcht auf der Gegenseite vor waffentechnischer Ueberrundung — V1 dämpft die britischen Siegeshoffnungen England macht sich auf Schlimmeres gefaßt — Auch die bolschewistische Dampfwalze ins Wanken gebracht

ttden 6- mder$j$ die V t \ Hägg e , :46,4 :■ ine uj; dtäthlejjj

tundütht über d»[ ■85—9,;. 11.30 ij‘ r Berijj

i bis dp teie V. 10—17.f 5 -llsi 'er Zef-.j. 5-22.5V' :r. Vir

lÖSt £:' ie ..Hsi, dt ehe was h'

dich iv mit Ss:

NS.-On Verlir». BriEH ibilti i Ni. Bf

>r sjffi tarbdt bacl;; aut ä nveitei 18-21 ] esebifej Schi ■d Fr ler T zuscHl en uv

suC rksS- nbK'- hsctoj ging.: irt ef

i mitf idg&J, en rA- uz#

>n.

iratoti;: um '*jl isaurg Brecsj

Dtf*

er«?; ,eit®t 1

iines- icbt

j

tr, ^

tzB'd

ieilf

ff.

llflfl 1 „ftSbj

Drahlbericht unserer Berliner Schrittleitunt;

BZ. Berlin, 5. August Zwei Monate sind nunmehr vergangen, seit die Briten und Nordamerikaner ihr Invasionsunterrieh- nien begonnen haben. Längst sollten die Truppen Montgomerys, so wurde in der eng­lischen Presse zugegeben, in den Raum von Paris und zwischen Seine undLoire vorgestoßen sein, um von dort aus zum Angriff gegen die Reichsgrenze weiter zu schreiten. Der Zeitverlust von fast zwei Monaten löst ■ in der feindlichen Oeffentlichkeit immer stärkere Besorgnisse aus, und an die Stelle des erslen Siegestaumels treten jetzt immer deutlicher Erkenntnisse, die sich unseren leststellungen über die strategische Ge­samtlage annähern. Die Angst, daß die felierrundinigen des zeitweiligen waifenteclindschen Vorsprungs der Feinde nun doch bald Tatsache werden und sich entscheidend auswirken konnten, wird immer offener ausge­sprochen.

„News Chronicle" schreibt sehr besorgt, daß hlieser Krieg von den Alliierten noch keineswegs gewannen sei. Es bleibe die Tatsache bestehen, daß ein W e 11 r e n n e n zwischen der alliierten Strate­gie und den deutschen Wissen­schaftlern im Gange sei. „Wir werden mir gut beraten sein, wenn wir uns auf das Schlimmste gefaßt nva c h e n Hier zeigt es sich, daß die erste deutsche Vergeltungswaffe V 1 doch schon außerordentlich nied er­drückend auf die englisch-ame­rikanischen Siegeshoffnungen gewirkt hat, zumal nach den letzten Aus­führungen Churchills die Sorge vor kom­menden Dingen ganz erheblich angestiegen risl. Audi HW „Cu' 'rif' stellt fest, daß die fliegende Bombe die Engländer daran erinnere, daß der Krieg noch nicht vorüber sei. Fs könne sich in England weitaus norh Schlimmeres als bisher er­eignen, und schon die bisher durch V ) bewirkten S c h a e d e n müßten ah furchtbar bezeichnet werden.

Die von Churchill genannten Zahlen gä­ben einen Begriff „von deT vernichtenden Wirkung dieser Waffe", und was .die wei­teren Möglichkeiten betreffe, so dürfe die Regierung diese Gefahr unter keinen Um­ständen aus den Augen verlieren, zumal sie nicht in der Lage sei-, ihre zerstörende Wirkung im voraus abzuschätzen.

Wenn man in England bis vor kurzem' sich noch der Hoffnung hingegeben hat, daß Ban die deutschen Vergeltungswaffen da­durch außer Gefecht setzen könne, daß man sich bald des Abschußgebietes bemächtige,

- so wird das heute als „kaum noch möglich" erklärt.

■Jedenfalls lastet die Zeitnot wie ein schwerer Alpdruck auf all den teufen im Feindlager, die sich etwas ernsthafter mit den Problemen der Kriegführung - in diesem Sommer und/ im kommenden Herbst be­schäftigt haben. Es muß schnell, sehr schnell gehen, so . jammern sie, sonst droht der Krieg doch noch eine große Wende zu nehmen. Der ..Daily Expreß" greift eine Information auf, Wonach die Alliierten alles darauf anlegen müssen, den Krieg zu ihren Gunsten bis spätestens im Oktoher dieses Jahres zu ent­scheiden, weil sonst der vollständige Ein­satz der neuen deutschen Waffen drohe. Nicht umsonst habe Morrison von .entsetzlichen Dingen " gesprochen, die ihm bekannt seien. ^

Erst in der letzten Woche des zweiten Inyasionsmonats ist es den nordamerika-l nischeh Truppen gelungen, aus einer noch J ehr schmalen Frontlücke im Wösten der Cotentin-Halbinsel in höchst riskanterWeise Bewegungskrieg auszubrechen. Wie dieses Wagnis angesichts der gefähr­lichen Flankenbedrohung ausgehen wird, darüber wird man wohl 'erst nach ' dem "erlauf mehrerer Tage einigermaßen zu­reffend urteilen können.

Noch immer steht der größere Teil des operfiegels im Osten des Landeraums zwi- sehen V i r e un d Ornö und weiter^ bis ? ur Seine-Bucht im wesentlichen unersebüt- ert. Di e feindlichen Berichte müssen selbst en Erfolg deutscher Genen- ® nr Jriffe an diesem Frontabschnitt zu- c„ en - Jedenfalls hat es der heldenhafte ^'merstand unserer Truppen im. Kampf ge- aen^die feindliche Debermacht an der In- . a .°.’ 0 n s f r on t vermocht, , in der Mitte ' c un Osten den Sperriegel zu halten und en ersten feindlichen Durchbruchsversuch,- er planmäßig in Richtung auf Paris er- i S0 Dte, nach Südwesten in die B r e - e a bzudrängen. Es ist darum ver- .wenn die englische Presse mit

ring" im Angriff gegen eingeschlossene Bolschewisten befinden, liegt doch ganz ge­wiß nicht mehr auf der Linie einer Kampf­entwicklung, in der'die sowjetische Angriffs­flut alles überspült. Es ist auch bemeikens- wert, wenn englische Berichte aus Moskau an einzelnen Frontabschnitten von einer notwendig gewordenen „Erho­lungspause" für die Sowjettrup­pen sprechen und darauf hinweisen, daß

an der ostpreußischen Grenze „nicht mit

stürmischen Entwicklungen" zu rechnen sei.

*

Wir wollen gewiß nicht umgekehrt in den Fehler .verfallen, aus solchen Bemer­kungen Jllusionen abzuleiten. Die Bolsche­wiken werden sicher weiterhin alles, was sie an Kräfte haben, ohne Schonung mit brutalster Rücksichtslosigkeit zu weiteren Angriffen vortroiben, eben weil sie spüren,

wie auch ihnen die Zeit auf den Nägeln brennt. .Aber der heldenhafte Widerstand unserer Truppen hat uns doch nun . schon ganz erheblichen . Zeitgewinn gesichert.

■ Wir kommen mil jedem Tage der Mög­lichkeit des großen Gegeh- Schlages näher, für die Front und Heimat mit dem letzten Ein­satz der Kräfte kämpien .und arbeiten.

taejn

f! ändlirh

.wenn me

-• onderem Ingrimm' den völligen Stillstand c . ae »front feststellt.

,ii. , c " Jie Hoffnungen unserer Feinde, daß “! e 0 O 1 s r h

nicht

ewistische Offensive

n„ r , n,ellr rechtzeitig zum Stehen gebracht kenne, ist inzwischen erheblich ins ankep ger a f en .

JaR 1S /i Sf6t ' el * un 9 des Wehrmachtsberichtes, v otl p ch östlich Warschau unter Führung hnt.^nwalfeMmarschall Model Panzer- die'FAn Heere s und der Waffen-# sowie scnirm-Panzerdrvisiön „Hermann Gö-

II

Unterschätzt die V1 nicht!

r«

Materialschäden enorm — Drei bis vier Millionen Obdachlose — Londons Schutyäume reichen nicht aus

Drahtbericht unseres Vertreters, hw. Stockholm ,®5. August. „Die Deut­schen schickten in der Nacht zum Sonn­abend, besonders in den frühen Morgen­stunden, mehr- fliegende Bomben gegen Südengland und das Lon­doner Gebiet.".Der englische Nachrichten­dienst mußte am Sonnabendvormittag mit dieser nun schon vertraut gewordenen Mit­teilung wieder aufwarted „Unterschätzt die V 1 nichtl" überschreibt „News Review" einen Artikel, der der Auffassung Ausdruck gibt) daß den pilotenlosen Flugzeugen eine tiefere Bedeu­tung beizumessep sei als in den ersten Ta­gen des Beschusses.' Nüchterne und zuver­lässige militärische Beobachter seien der An­sicht, das deutsche Oberkommando schlage mit der V-l-Klappe drei Fliegen huf einmal. Es spalte einen großen Teil der anglo-ameri- kanischen Lüftstreitkräfte für die Verteidi­gung Englands ab, es zwinge die anglo-ame- rikanischen Bombpr zu kostspieligen Bom­benabwürfen auf die außerhalb dpr Schlacht- - • ••}>. -Sf-t- ••• 'die -’*t 11 • Abschiib-J

basen und es gestatte den Deutschen, ihre eigenen Flugzeuge für die großen und noch zu erwartenden Landschlachten aufzusparen. Die berechnenden und geschickten militäri­schen Führer Deutschlands seien in allen Kriegskünsten erfahren.. Deshalb lasse sich

nichts damit gewinnen, wenn nun engli- scherseits die neuartigen deutschen Angriffe als belanglos abzutun versuche. Sie besäßen vielmehr ein strategisches Ziel, das für die Deutschen ebenso wichtig sei wie die erste Schlacht in Großbritannien.

V 1 habe für die auf dem Lande in Süd­england Lebenden etwas unheimlich Neues gebracht, heißt es in der „Time and Tide". Man habe nicht mehr das Empfinden, daß man sich dort im Vergleich zu einer engli­schen Stadt verhältnismäßig sicher fühlen könne. Das Risiko des einzelnen Land­bewohners sei jetzt eben so groß wie das des Städters. Deshalb mache sich in ganz Südengiand ein fatalistisches Gefühl immer stärker bemerkbar.

„Cavalcade" erinnert an die Skepsis, mili der man im ersten Weltkrieg dem Auftau- chen der Tanks begegnete, und meint, bei V 1 habe man es am Ende auch mit einer Waf/e zu tun, die eines Tages eine so weit­tragende Bedeutung für die Kriegführung haben werde wie der Tank. „News Chro- ‘•i- si.bi-. b aTEruchills 5r.b:üllujig, ; London voraussichtlich Hauptziel verstärk­ter Angriffe werde, die die Deutschen vor­bereiteten, führe womöglich zu einer Eva­kuierung größten Stils.

Die Materialschäden, die allein in den wenigen Wochen der V-l-Ofiensive an­

gerichtet wurden, werden in einem Londoner Bericht von Göteborgs „Handelstidningen“ als „enorm" bezeichnet. 3 bis 4 Millio­nen Menschen seien dadurch ob­dachlos geworden.

Das seien Zahlen, die selbst für eine Rie­senstadt wie London schwer ins Gewicht fielen. Der „Handelstidningen"-Vertreter hat' offenbar in den letzten Wochen auf Grund der Erfahrung mit den englischen Schwinde­leien und der Wirksamkeit der deutschen Waffen manches gelernt, nachdem er früher die englischen Baqatellisierungsversuche eifrig mitgemacht hatte. Er schreibt: Es wäre unklug, die Bombenoffensive gegen London zu unterschätzen oder sich einzubilden, daß die Schutzräume für alle ausreicben könn­ten. London habe ja auch weiterhin eine Bevölkerung von 7 bis 8 Millionen und eine so große Bevölkerringsmasse könnte niemals in Sclnitzrämnen untergebracht werden.

Wie schon in der vergangenen Woch,e strömten auch an diesem Sonnabend die Londoner Massen zu der. Hauptbahnhöfen, uu die-Stsd! zu verlassen. Um der Auszug zu bewältigen, \yaren auch Sonderzüge ein­gelegt worden, da selbst die Regierung zu der Einsicht gekommen ist, daß es bei den Flugbomben füt die Londoner eine Unmög­lichkeit ist, den Sonntag in Ruhe zu Hause zu verbringen.

General Francois hält Nordafrika in Schach

Eidgetreuer französischer General steht mit 20000 Mann im Hohen Atlas gegen Anglo-Amerikaner

Verbindung mit General Ledere in Algerien

Munition aus der Luft

v

Drahtbericht unseres Vertreters jb. Paris, 5. August. Nach Meldungen aus Rabat verfügt der aufständische franzö­sisch^ General -F r a n g o i s in Französisch- Marokko über rund 20 000 Mann regulärer Truppen, denen sich einige tausend marok­kanische Zivilisten und Aufständische ange­schlossen haben. Mit dieser Streitmacht sitzt General Prangcris in gut ausgebauten Steif lungen im Hohen Atlas. Bis jetzt haben anglo-ämerikanische und gaullistische Trup­pen nicht gewagt, gegen den General mit Waffengewalt vorzugehen.

Mit General Ledere in Algerien wurde Verbindung aufgenommen. Lecl-irc ist ein General de Gaulles, der, von de Gaulle ab- fiel, als er sah, daß dieser in völlige Ab­hängigkeit von Moskau geraten war. Lec- lejc verfügt über 5000 Mann reguläre Trup­pen, mit denen er zu Beginn 1943 den Marsch von Französisch-Aequatorial-Afrika durch die Sahara ünternommen hatte.

In gaullistischen Kreisen,wird die Frage viel erörtert, wähn Ledere und Francois in Aktion zu treten beabsichtigen. Es wird an- gepommen, daß beide, darauf warten, daß die anglo-amerikanischen Truppen in Nord­afrika abgezogen werden, so daß es den aufständischen Truppen nföglich sein wird, sich der Herrschaft in Nordafrikh zu be­mächtigen. Vorläufig also .binden diese auf­

ständischen Truppen die anglo-amhrikani- schen Streitkräfte'^und erfüllen damit in­direkt eine Aufgabe, die der Verteidigung Europas zugute kommt. Die . gaullistische Agitation in Algier hätte sich bemüht, Ge­neral F r a n c o i s als l'^ine frei erfundene Persönlichkeit hinzustellen. In Vichy wird jetzt bestätigt,' daß General Francois tat­sächlich existiert. Er hpfte vor dem anglo- amerikanischen' Ueberfail auf Nordafrika ein Kommando in Französisch-Marokko und bekannte -sich zu Marschall Petain, auf den er wie viele andere französische Generale den Eid geleistet hatte. Im Gegensatz zu anderen Generalen hat General Francois seinen Eid nicht gebrochen, sondern steht nach wie vor im' Abwehrkampf gegen die anglo-amerikanischen Eindringlinge und die gaullistische Dissidenz.

Das letzte Aufgebot * auf der Feindseite

"dnb. Genf, 5. August. Menscheumaterial entscheidet diesen Krieg, bemerkt Hannen Swaffer in der englischen Wochenschrift „John Bull". Aber nicht nur den Engländern und Amerikanern, sondern auch den So­wjets fehle es jetzt an Menschen. Die Ver­luste, die gerade die Sowjets bisher erlitten, seien „gigantisch". Das Empire gebe auch keine Menschen mehr her. In Australien

Gangsterflieger ifiorden weiter Flüchtlinge

Den Bomben der, Befreier“ fielen wieder über 200 Franzosen zum Opfe f

(Eigener Drahtbericht)

ep. Paris, 5. August.'Durch Bomben und Bordwaffen anglo-amerikaniScher Flieger wurden in den letzten 48 Stunden mehr als 200 französische Zivilisten getötet.

In der Pariser Bannmeile' zählte man nach N dem letzten Bombenangriff 137 Töte, 42 To­desopfer sind im Departement Seine ef Oise zu beklagen, wo ein Hospital durch Bomben schwer beschädigt worden ist. Zwei mit Flüchtlingen besetzte Lastkraftwagen wur­den im Departement Calvados von einem englischen Flugzeug beschossen. 13 Per­sonen sind getötet worden, 17 andere trugen schwäre Verletzungen davon. *

Zerstörung von Cherbourg noch wirksam

^.Stockholm, 5- August Aus einem Reuter­berich f, über die Wiederherstellungsarbeiten in Cherbourg geht hervor,' wie stark, die systematische Zerstörung^der Hafenan­lagen durch die deutschen Truppen die feindliche Strategie behindert In nordame­rikanischen Kreisen wird festgestellt seit beinahe zwei Monaten sei man auf französi­

schem Boden und noch immer sei man / nieht in den Besitz, guter Hafenanlagen gelangt. Zwar wurden alle technischen Mittel aufge- boten, um den Hafen möglichst rasch wie­der in Betrieb nehmen zu können. Diese Be­mühungen waren aber bisher Vergeblich. Reuter gibt zu, daß nicht- 'daran gedacht werden kann, den Hafen in absehbarer Zeit wieder benutzungsfähig zu machen. Die Zerstörungen an wichtigsten Anlagen seien beispielsweise -so umfangreich, daß rpan diese Anlagen nur völlig sprengen und dann nur neu auf- bauen könne, eine hloß'e Instandsetzung sei ganz ausgeschlossen.

10 000 Chinesen Opfer der USA.-Luftangriffe

ep. Schanghai, 5. August. Rund 10 000 chi­nesische Zivilisten wurden bei zwei aufein­anderfolgenden USA.-Luftangriffen , auf die Stadt Tschangtscha (Provinz Hunan) getötet oder verletzt. Diese Angriffe erfolgten, nachdem die japanischen Truppen Ruhe und Orjinunct in der Stadt wiederhergestelbt und die Stadt selbst verlassen hatten.

habe man sogar kürzlich zur Aufrechtcrh’al- tung der kriegswichtigen Lebensmittelindu­strie Tausende von Soldaten ausmustern müssen, während es um den Menschen* bedarf Kanadas derart schlecht bestellt sei, daß man sechs Männer jeweils aufgerufen habe, wollte man einen zum Heere eirr- ziehen. Aus diesem Grunde, meint Swaffer, wäre es doch das beste, wenn- man eine jüdische Armee aufstelle. Selbst wenn sie nur die Palästina-Juden und staatenlosen jüdischen Emigranten umschlösse, spielte das für die Alliierten schon eine große Rolle-

Kriegsentscheidende Aufgaben für Geilenberg 1

dnb. Berlin, 5.. August Der Reichsmi­nister für Rüstung und Kriegsproduktion, Albert Speer, hat dem bisherigen Leiter des Hauptausschusses Munition, Direktor Gei­le n b e r g , Träger des Ritterkreuzes des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern, wichtigste kriegsentscheidende Aufgaben übertragen, für die Direktor Geilenberg vom Führer mit einer beson­deren Vollmacht aüsgestattet worden ist. — Znm Leiter des Haupiausichusses Mu­nition hal Reichsminister Speer den bisheri­gen Leiter Von zwei Sonderausschüssen des gleichen Hauptausschusses^ Generalkonsul Dietrich Stahl, berufen.

Ein 22jähriger Eichenlaubträger

dnb. F ü h r e r h a u p t q u a r t i e r , 5. Au­gust. Der Führer verlieh am 27. Juni das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Leutnant d. R. Otto Car-ius, ICompanielührer in einer schweren Panzer- Abteilung, als 535. Soldaten der deutschen Wehrmacht. 1

, Leutnant Carius, der am 27. Mai 22 Jahre alt. wurde, hat einen schon fast vollendeten Panzerdurchbruch auf. Dünaburg verhindert und die Voraussetzungen für den Aufbau einer neuen Abwehrfront geschaffen.

Neue Ritterkreuzträger

tlnb. Berlin, 5. August. Der Führer ver­lieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers •der Luftwaffe, Reicbsmarscball Göring, das Ritterkreuz, des Eisernen Kreuzes an Haupt­mann Gerhard Morieh, Staffelkapitän in einem Kampfgeschwader, und an Haupt- mann Hans Pie Imeier, Stellvertreten­der Kommandeur einer Leichten Flak-Abtei- lnng.

Ferner verlieh der Führer auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe' das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Gene­ralmajor Reuß, Kommandeur einer Flieger-Division.

PK. -Kriegsberichter Boger fSch ! Df>r nächtliche Fluft<mjtr«fe für den Hcdjl- Verband lautete: Abwurf von Vuniiions-

behiihern über einem ff iderstaruhnest. Das Hodenpersontd bcliidt die Maschinen mit den gewichtigen „Bombenwelche ' die f vorn dringend benötigte Munition enthalten

die StktoäikeH

US.-Ametika*

Von

Reichsamtsleiter Gesandter Werner Daitz

JNur ganz wenigen war bekannt, wasChu chill selbst einmal in einer whiskyseligi Stunde im engsten Kreise erzählte, daß der zweiten Phase des gegenwärtigen We krieges in gleicher Weise-wie Europa aui Amerika daran glauben müsse. Nicht n durch die Länge des Krieges würde er hie für sorgen, sondern auch dadurch, daß Roosevelt, dessen weltpolitische „Geschäft tüchtigkeit" er immer nur belächelt, zu ' Prozent an dem „Weltgeschäft" der 7.e schlagung Europas und Ostasiens beteilig! würde, d. h., daß die USA. überall drei Vie tel der militärischen, geldlichen und sons gen Lasten selbst zu tragen haben würde Er hoffte, auf diese Weise die USA, so : schwächen, daß sie am Ende des Krieqe ebenso wie Europa, wieder ztr-einem Spif ball der britischen Balance of power Poiifi wieder zu einem tragenden Pfeiler, des bi tischen Empire werden müßten. Churcbi der ja Roosevelt an weltpolitischer Erfa rung und Gewandtheit zehnfach überlegi ist, hat es nun zunächst meisterhaft ve standen, seinen Freund Roosevelt an de Nasenring des verunglückten New Deal den War Deal zu zerren.

Das kam so:

Def. erste Teil des Weltkrieges 1914— war das äußere Zeichen dafür, daß der bi herige, noch weitgehende gemeinsame L bensraum, bestehend aus Westeuropa, En land und den beiden Amerika, durch d; völlige Selbständigwerden der beidfen Am rika und ihren Aufstieg zu politischen £ gengewjehten endgültig zerbrochen war D auf diesen gemeinsamen Lebensraum g gründeten Wirtschaftlichen und politische Ordnungen — Weltwirtschaft und Dem kratie — verloren so ihr bisheriges Fund ment und jede Berechtigung. Infolgedesse trat, nach einer kürzen Scheinblüte in de zwanziger Jahren, in allen Ländern Eun pas und Amerikas nicht nur ein politische sondern auch ein . wirtschaftlicher Verfe ein, der in- den USA. die Arbeitslosigkeit ai mindestens 14 Millionen und in Europa ai eine ähnliche Höhe steigen ließ. Europa j< doch, dank seiner alten Tradition und se ner größeren Lebenserfahrung, fand unti Führung des Nationalsozialismus in imnu stärkerem Maße zu den alten,- seit 150 Jal ren verlassenen Prinzipien europäischen Zi sammenlebens auf allen Gebieten wieder zi rück, Deutschland, an der Spitze dieser N ginnenden europäischen Großraumrevolutie marschierend, drehte als erstes Land de unproduktiv gewordene englische Wir sebaftssystem um:. 180 Grad von der Wel Wirtschaft zur -europäischen Großfaumwir schaff um. Das bisherige Prinzip des'ze: brochenen unechten GroRraumvs Wes europa-Uebersee — nämlich international Arbeitsteilung zuerst und dann erst natic nate, Arbeitsteilung und Entfaltung — wurd nunmehr von der deutschen Wirtschaftspol tik in das Gegenteil verkehrt: nationale Ai beitsteilung ,und Entfaltung zuerst un dann erst internationale Arbeitsteilunc und auch diese ausgerichtet erster Stell, auf den Kontinent unter Bildung einer eure päi,sehen Großfaumwirtschaft. So -kehrt. Europa als Beginn seiner Wiedergeburt z seiner natürlichen Wirtschaftsordnung zu rück, wodurch seine Arbeitslosen wiede verschwanden. Amerika hätte nun ein Glei