Ausgabe 
(4.8.1944) 213
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Bremetieitung

GeacKSf iMtelleni

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Parteiamtliche Tageszeitung

Da« flmt«blcrtt das Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

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der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblatt de* Feichsstatthaliers m O'denburq und Bremen

Bister Nr. 213 • 14. Jahrgang

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Freilag, 4. August 1944

Einzelpreis 15 Rpf.

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Düsteres Verbrechen amerikanischer Truppen

Eiskalter Meuchelmord der 91. nordamerikanischen Infanterie-Division an deutschen Gefangenen ” tschsyi Bezeichnendes Kriegsverbrechen beweist der Welt, mit wem sie es zu tun hat — Erschütternde Zeugenaussagen vor einem deutschen Kriegsgericht — Roosevelt als würdiger Bundesgenosse des Bolschewismus

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Eigene Meldung

BZ. Berlin, 3. August. Ein entsetzliches Verbrechen von „Soldaten" eines nordamerikanischen Infanterie-Regiments, das zur 91. amerikanischen Infanterie-Division gehört, an deutschen Gefangenen unterstreicht abermals die Notwendigkeit für das deutsche Volk, bis zum letzten Atemzug zu kämpfen: .d Meiii a» %i\ dem Meuchelmord der Roosevelt-Möider berichtet das DeutscheNach-

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Die Anglo-Amerikaner haben die lange Liste ihrer Völkerrechtsbrüche und Kriegsverbrechen durch ein neues Gangsterstück bereichert, das an Scheuß­lichkeit kaum noch zu überbieten ist. Es handelt sich um einen wohlüberlegten und eiskalt ausgeführten Meuchelmord an sechs völlig wehrlosen deutschen Gefangenen, der von Soldaten der 91. amerikanischen Infanterie-Division an. der Italienfront begangen wurde.

Kriegsgericht ermittelt alle Einzelheiten

Die Einzelheiten des Verbrechens smd durch die eidesstattliche Aussage eines deutschen Soldaten vor einem Kriegs­gericht bekanntgeworden. Diese Anga­ben, die von dem 21jährigen Gefreiten Wer­ner T i e t der 3. Kompanie des Panzergrena­dier-Regiments 67 gemacht wurden, lassen ia ihrer Präzision auch nicht den geringsten Zweifel an der Wahrheit seiner Schilderung entkommen.

Die kriegsgerichtliche Vernehmung ergab folgendes;

Am 5. 7. 1944 wurde ostwärts C a s t e i - liga Marittima eine Gruppe von sie­ben deutschen Soldaten, darunter einem Offizier, die sich nach Einschließung durch amerikanische Infanterie ergeben hatten, in einem Stall durch Gewehrschüsse und Hand­granaten meuchlings ermordet. Die Grau­samkeit des Verbrechens wird noch dadurch verstärkt, daß die amerikanischen Soldaten zunächst einen völlig hilflosen verwundeten Gefangenen töteten. Von einer Affekthand­lung kann nicht die Rede sein, da zwischen

der Gefangennahme und der Mordtat eine größere Zeitspanne lag, in der die Gefan­genen verhört und dann ihrer sämtlichen Privatgegenstände beraubt wurden. Der Ge­freite Werner Tiet sagte im einzelnen aus: „Nach unserer Gefangennahme ereignete sich folgendes: Der Grenadier Gitgge, der verwundet im Stall lag, wurde von einem Karabinerschutzen erschossen, während wir untersucht wurden. Alsdann wurde uns be­deutet, ebenfalls in den Stall hineinzugehen. Dort wurden wir an die Wand gestellt, dann aus etwa sieben Meter 'Entfernung mit Ka­rabinern beschossen und mehrere Handgra­naten zwischen uns geworfen. Ich kann nicht sagen, wie viele SchCsse Helen und wieviel Handgranaten geworfen wurden. Vom Feind gesehen, stand ich am weitesten links, dann kam der Feldwebel, danach Leutnant S t r ö - b e 1 und dann die übrigen. Ich war ein wenig durch einen in der Zelle vorragenden Mauervorsprung gedeckt. Ich wurde zu­nächst durch Splitter einer Handgranate an der Schulter verletzt und Heß mich sofort niederfallen. Gleich darauf fiel der Feldwe­bel auf mich. Ei' hat mich mit seinem Kör­per gegen weitere Verletzungen gedeckt. Ich war bei Besinnung und hörte, wie Leut­nant Strobel zu einem der Amerikaner sagte,

Gegenangriffe deutscher Panzerverbände

Banditenverluste in Frankreich seit 6 , Juni: 7300 Tote und 4700 Gefangene — Schweres Vergeltungshuer weiterhin auf London — Schwere wechselvolle Kämpfe nordöstlich Warschau — Radzymin zurückerobert

Enorme Sowjetverluste im Juli

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dnb. Ausdem Führerhauptguar- tier, 3. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt;

In der Normandie setzte der Feind, von heiligem Artilleriefeuer und zahlreichen Jagdbombern unterstützt, seine starken An­griffe in der btitte und im westlichen Teil des landekopfes während des ganzen Tages fori. £r wurde an den meisten Stellen ver­lustreich, aber unter schweren Kämpfen ab­gewiesen und konnte nur an wenigen Stel­le» Erfolge erzielen. Dort sind unsere Trup­pen zum Gegenstoß angetrelen.

Südöstlich V i 11 e d i e u sind eigene Pan­zerverbände im fortschreitenden Gegenan- 30—21® üfili nach Westen.

Gr. 0 A Die über Avranches nach Süden und Westen vorgedrungenen feindlichen Kräfte mit ihren Panzerspitzen gegen Sennes und D i n a n vor, wo sie abge- rust, gdsh Wiesen wurden, indem Schlachtßugzeuge zersprengten feindliche innig- Marschkolonnen im Raum südlich A v r a n - — c hes und vernichteten eine größere Anr

t e 1 ^ M hl von Panzern, Geschützen und Fahr-

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19.15 Ueber der Normandie und über den be- u, diePM 1 setzten Westgebieten wurden achtzehn feind- :> erts, .Lt “ c he Flugzeuge abgeschossen.

Im französischen Raum wurden 118 Ter­roristen im Kampf niedergemacht. Bei die- Säuberungsunlernehmen haben die Ban- seit 6. Juni etwa 7300 Tote und 4700 I Gefangene verloren.

”7er NÜ Schweres V 1-Vergeltungsfeuer Hegt wei- CalJ h* er9 ’ n auf dem Großraum von London.

He |67. 1" Italien haben unsere Truppen auch

täg jicbl;-B«t» rn alle feindlichen Durchbruchsversuche 16.00 t; auf Florenz in verlustreichen Kämpfen in d eB ' angewiesen. Sie leisten dem Feind westlich [eilen, und wenige Kilometer südlich der Stadt !«>*««« zähen Widerstand.

Preise Nordhang der Karpaten scheiter-

njens |!ll3 ( eB zahlreiche, von Panzern unterstützte An- Sriffe der Sowjets. Durch Gegenstöße, be- — sonders östlich der Beskiden-Paß- , Straße, wurde der Feind weiter zurück- -^geworfen.

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großen Weichselbogen ver­stärkte sich der feindliche Druck westlich “aranow. Weiter nordöstlich brachen zahlreiche Angriffe der Bolschewisten ver- wrireich zusammen. Mehrere Uebersetzver- suche wurden vereitelt.

Nordöstlich Warschau kam es zu schweren werhselvollen Kämpfen. Die Stadt R * 4 t , v m i n wurde im Gegenangriff von

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Während am mittleren Bug und siid- u , ■ A u g u s t o w wiederholte Angriffe des e ndes scheiterten, sind im Abschnitt n en — Wilköwlschken und bei J a u erbitterte Kämpfe im Gange. ■

G Raume von B i r s e n nahmen unsere ••rhilit ftrP hp ’ Gegenangriffen mehrere Ort Lanrt ' ° es Hich der Düna und an der wiot; Pn ü P ' v °n Narwa wurden starke so- * Fbirrhbruchsversuche R a»pfen vereitelt.

Ln der großen

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in harten

Abwehrschlacht zwf- und dem Finni­

schen Meerbusen wurden im Monat Juli 3900 feindliche Panzer allein durch Truppen des Heeres und der Waffen-W ab­geschossen. Weitere 250 feindliche Panzer wurden durch die Luftwaffe vernichtet.

Im gleichen Zeitraum verloren die So­wjets in luftkämpfen und durch Flakartillerie der Luftwaffe 1329 Flugzeuge.

Störunqsfeuer ‘in Karelien dnb. Helsinki, 3. August. Der finnische Wehnnachtbericht • vom 3. August meldet von der Karelischen Landenge gewöhn­liches Störungsfeuer der schweren Waffen. An den meisten Abschnitten herrschen Kämpfe zahlenmäßig begrenzter Verbände.

Eichenlaub für Bobruish

dnb. Führerhatantguartier, 3. Auq. Der Führer verlieh das Eichenlaub zum Rit­terkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst Rudolf D e m m e, Kommandeur eines thü­ringisch - hessischen Panzergrenadier - Regi­ments, als 537. Soldaten der deutschenWehr- marht, und Major Paul Schulze, Kom­mandeur einer thüringisch - hessischen Pan­zerabteilung als 538. Soldaten.

. Die beiden Kommandeure haben an der Spitze ihrer Soldaten mit Geschicklichkeit und Verwegenheit, trdtz eigener Verwun­dung, den Ausbruch der im Raum von Bobruisk eingeschlossenen deutschen Kräfte geführt. Major Schulze ist ein Kind der Weser und in Drakel bei Höxter geboren.

Neue Ritterkreuzträger dnb. Aus dem Fl h,r erhauptquar- tler, 3. August. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Gene­

ralmajor Friedrich Weinknecht, Kom­mandeur der am 30. Juni ira Wehrmachtbe­richt genannten rheinisch-moselländischen 79. Infanterie-Division; Oberstleutnant L G. Theodor Mehring, Chef des Generalsta- bes eines Armeekorps.

Engländer müssen zurück

dnb. Berlin, 3. August. Die deutschen Gegenstöße an der Invasionsfront drückten südöstlich Gaumont den Gegner' z u r ü c k , gegen- die dabei erzielten Einbrüche setzten die Briten neue starke Kräfte an, ohne je­doch zunächst ihre früher gewonnenen Linien wieder erreichen zu können. Auch gegen die bei Beny-Bocage vorgedrungene britische Stoßgruppe machten unsere Gegen­angriffe Fortschritte. Mehrere vom Feind bereits besetzte Ortschaften wurden zurück- gewonnen. Die drei Keile, mit denen der Feind am Dienstag im Raum südlich Gau­mont angegriffen hatte, wurden somit bis gegen Mittwochmittag aufgefangen oder zum Stehen gebracht. Die Briten verstärkten sich daraufhin auf ihrem Westflügel noch weiter und setzten östlich Tessy einen vier­ten Stoß über den Souleure-Bach an. Ge­genangriffe sind im Gange. Weitere feind­liche Angriffe im Odonlal östlich Villers- Bocage scheiterten.

Japaner besetzten Lienhua

ep. Tokio, 3. August. Der linke Flügel, der von Norden her entlang der Kanton- Hankau-Eisenbahn vordringenden japani­schen Truppen besetze den wichtigen Ort i i e n h u a. Er liegt etwa hundert Kilometer südlich von Pingsian in der Provinz Schansi. Lienhua war nach dem Fall von Schartgsha das Hauptquartier des, 27. Tschungking- Armeekorps.

er solle Ihn in den Kopf schießen- Das ge­schah dann auch. Ich habe danach etwa zwei bis drei Stunden in dem Stall gelegen. Wäh­rend der Nacht gelang es mir dann, zu den deutschen Linien zu entkommen."

1 Alliierte mißbrauchen japanische Flagge

ep. Tokio, 3. August Eine flagrante Verletzung der geltenden, internationalen Bestimmungen über Beekriegfüiirung durch die Alliierten im südwestlichen Pazifik stellt die offiziöse japanische Nachrichtenagentur Domei am Donnerstag fest- Von einem japa­nischen Stützpunkt' im südwestlichen Pazi­fik wird gemeldet, daß alliierte Kriegsschiffe japanische Hoheitszeichen verwendet hät ten, um die japanischen Sireitkräfte irrezu­führen. So habe Milte Juli ein alliiertes Fahrzeug, das längs des Ufers des Drtni- umor-Flusses westlich M a d a n g kreuzte, die japanische Flagge gehißt, um die dorti­gen japanischen Streitkräfte zu täuschen. Genau der gleiche Vorfall habe sich An­fang Jul', ereignet, als ein alliiertes U-Boot mit gehißter japanischer Flagge einen Ueberraschungsangriff auf thailändische Schiffe in der Nähe des thailändischen Ha fens PuketAye zu unternehmen ver­suchte.

Gleiche Brüder! .

dnb. Berlin, 3. AugusL Schiffbrüchige eines kleinen deutschen Kriegsfahrzeuges wurden sum 19. Juni in der Vlborg-Bucht von sowjetischen Kriegsschiffen im Wasser be­schossen, an Bord genommene Ueberlebende wurden erschossen und die Leichen ins Meer geworfen.

Die Untersuchung dieses Vorfalles hat er­geben, daß die Besatzung eines deutschen Kriegsfahrzeuges, das in der Viborg-Bucht nach einem Torpedotreffer, gesunken war, auf Flößen treibend oder im Wasser schwim­mend von zwei sowjetischen Schnellbooten mehrere Male umkreist und aus nächster Nähe mit Maschinengewehren beschossen wurden. Wahllos feuerten sie auf die im Wasser treibenden, zum Teil verwundeten deutschen Soldaten. Aussagen der Ueber- lebenderi bestätigen' übereinstimmend, daß vier der Schiffbrüchigen, die von einem der Flöße mit Bootshaken an Bord eines sowje­tischen Bewachers gezogen worden waren, von den Sowjets auf das Achterdeck ge­schleift, mit einem Maschinengewehr er­schossen und Ins Meer geworfen wurden. Es wurde ferner beobachtet, daß man auf einem der Schnellboote versuchte, einen ebenfalls an Bord gezogenen deutschen Sol­daten zu zwingen, auf seine im Wasser treibenden Kameraden mit dem Maschinen­gewehr zu schießen. Als er sich weigerte, wurde er von einem sowjetischen Matrosen init der Maschinenpistole erschossen und über Bord geworfen. Ein mit einem Mann besetztes Schlauchboot wurde in Brand ge­schossen.

Terror flugzeuge überflogen die Schweiz

Eigene Meldung

BZ. Bern, 3. August. Nach einer amt­lichen Mitteilung haben ln den frühen Mor­genstunden des Donnerstag zwischen 4 59 Uhr und 5.22 Uhr fremde Flugzeuge in gro­ßer Höhe schweizerische Lufthoheit über den östlichen Grenzgebieten des Landes verletzt.

Neuer Generalstabschef der Luftwaffe

Scherl-Bilderdienst-Autoflex AH Nachfolger des bei dem Anschlag auf den Führer tödlich verletzten Generaloberst Korten, wurde — wie gestern berichtet — Generalleutnant Kreipe zum Chef des Generalstabes der Luftwaffe ernannt

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Türkei bricht Beziehungen zu Deutschland ab

Das Erbe Atatürks ist vertan — Englands Katasirophenpolitik wird die Türkei von heute vernichten

dnb. B e r 1 i n , 3. August. Nachdem die türkische Regierung seinerzeit unter dem Druck der Alliierten das Chromerzab­kommen mit Deutschland gekündigt hat, legte sie jetzt unter ähnlichen Pressionen stehend der Nationalversammlung die Entscheidung vor, auch die noch beste­henden restlichen wirtschaftlichen und diplomatischen Beziehungen zu Deutschland abzubrechen. Nach einer heftigen Auseinandersetzung in einer geheimen Fraktionssitzung der türkischen Volkspartei hat die türkische Nationalversammlung diese Entscheidung der Regierung akzeptiert. Der Abbruch der Beziehungen bedeutet einen durch nichts provozierten, eklatanten Bruch des deutsch-türkischen Freundschaftspaktes, Die sich hieraus ergehenden Konse­quenzen werden trotz aller Versicherun­

gen der Anglo-Amerikaner für die Türkei keine anderen sein, als sie schon seiner­zeit von Molotow in Berlin angekündigt worden sind, d. h. die Errichtung von sowjetischen Stützpunkten in der Türkei und damit die Beseitigung der-Unabhän­gigkeit des türkischen Volkes.

Der Chef des Protokolls des Auswärti­gen Amtes hat am Mittwochabend dem türkischen Geschäftsträger mitgeteilt, daß seine Mission in Deutschland be­endet Ist, und ihn gleichzeitig aufgefor­dert, das Reichsgebiet umgehend zu ver­lassen.

Abreiseberaife Argentinier

ep. Lissabon, 3. August. Die argentinische Regierung hat durch ihre Konsuln führende Argentinier in den USA auffordern lassen, sich für kurzfristige Abreise bereitzuhalten.

An die in-England ansässigen Argentinier erging eine solche Aufforderung nicht, so daß man, in Buenos Aires anzunehmen scheint, England werde die Beziehungen keinesfalls abbrechen.

Schnitt ins eigene Fleisch ep. Lissabon, 3. August, „Falls die Nord- amerikaner unbedingt auf wirtschaftlichen Boykott gegenüber Argentinien bestehen, wird unsere Kriegführung ernsthafte Schäden erleiden, da Lieferungen aus- fallen würden; auf die wir in diesem Sta­dium döS Krieges' nicht verzichten können", schreibt „Daily Mail“. Man müsse sich wun­dern, schreibt die englische Zeitung weiter, indem sie sich gegen die rücksichtslose Machtpolitik der USA wendet, daß ein Süd­länder wie Außenminister Hüll nicht mehr Verständnis dafür aufbringen kann, daß Argentinien fürchtet, durch den Norden an die Wand gedrückt zu werden.

Von

Dr. Hanns-Heinz Schultze - Athen

Das griechische Volk hat sich gerade eL Jahrhundert lang seiner Freiheit erfreuen kön­nen. Seit der Zeit Alexanders des Großen war es nicht mehr Subjekt, sondern Objekt der PoJitrk gewesen. Die Fremdherrschaft .ler Rö­mer wurde abgelöst vom Pergamenischen Reich, von den fränkischen Herren, von den Venezianern und schließlich den Osmane i. Das Volk, das vor mehr als 2000 Jahren Europa in einem heldenhaften Kampf ohne­gleichen vor dem Ansturm des Ostens ge­rettet hat, wurde geschichtslos. Es hat sich in seinen einmaligen großartigen militäri­schen; kulturellen und zivilisatorischen Lei­stungen verzehrt. Erst in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts vermochte es, seine Freiheit wieder zu erringen, getra­gen von der mächtigen Welle der Hellenen- schwärmerei ganz Europas. Idealisten aller Länder kämpften für die Freiheit des ätle- sten Kulturvolkes, vor allem auch die deut­schen Romantiker. Deutschland hat niemals Propaganda damit gemacht, wieviel Blut sei­ner besten Söhne damals vergossen wurde. Lfm so mehr aber haben die Engländer aus einem Lord Byron Kapital geschlagen.

In den Jahren zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg hat Griechenland einen mächtigen Aufschwung genommen; es war ein glückliche, und infolge seiner ausge­dehnten U e berseeschif fahrt auch reiches Land. Wohl nirgend in Europa' gab' es alle Waren und Lebensmittel so reich­lich und billig wie hier. Das kulturelle Le­ben und die Wissenschaft blühten mächtig auf, nicht zuletzt auf Grund der engen Freundschaft mit Deutschland, defn alle in Griechenland geistig und kulturell Schaffen­den dankbar verbunden sind. Und dann kam der Krieg, in den die überlegene englische Seemacht und ein englisch orientiertes Königshaus das Volk wider seinen Willen trieben. Die unausbleibliche Folge waren die Besetzung des Landes durch die Deutsche Wehrmacht und der Raub der Handelsflotte durch die Briten, des unent­behrlichen Versorgungsinstrumentes. Nun brach zwangsläufig' das Elend über Grie­chenland herein, .denn sein Boden ist zu karg, um die Bevölkerung ernähren zu kön­nen, die Landverbindungen nach dem Kon­tinent aber sind so - mangelhaft ausgebaut, daß sie bei weitem nicht den Anforderungen genügen. Es kam der Hungerwinter, dem viele Tausende zum Opfer fielen, und dann allmählich durch die großzügige Hilfe Deutschlands eine stetige Besserung der Ernährungslage.

Kaum hatte das Land wieder Atem ge­schöpft, begannen die Engländer, eine Parti­sanenbewegung zu organisieren und Grie­chenland in blutige innere- Wirren zu stür­zen, die in ihrer Auswirkung aber nicht ein­mal so sehr gegen die Deutschen gerichtet sind Mord und Brand dezimieren das grie­chische Volk in dem unzugänglichen Ge- '‘birgsland. Meuchelmörder treiben ihr bluti­ges Handwerk in den Städten. Kommunisten, Rovalisteh, Demokraten und reine Räuber­banden bekämpfen nicht nur die volksbe­wußten und staatserhaltenden Griechen, son­dern auch sich selbst untereinander bis aufs Messer, und zwar mit einem Fanatismus, der kaum zu ühertreffen ist. England bat die Waffen geliefert, aber der Bolschewis­mus die unvorstellbar grausamen Metho­den. Ueberali .versucht Moskau Fuß zu fas­sen, es schleicht sich nachts in die Häuser und liquidiert die Männer, die Ruhe und .-icherheit schaffen wollen, ps erpreßt die Kaufleüte, die dem friedlichen Handel nach­gehen und bsseitlot sie, wenn sie sich sei­nem Willen nicht fügen. Es drangsaliert die Bauern, äschert ihre Höfe ein und raubt ih-