Ausgabe 
(28.7.1944) 206
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Parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblatt des Reichsstatthalters in O'denbura und Eremen

Nr. 206 • 14. fahrgang

Freilag, 28. fuli 1944

Einzelpreis 15 Rpl.

S 3000 Flugzeuge bei Caen ergebnislos eingesetzt

.GtS^' Feindlicher Respekt vor dem unerhört harten deutschen Widerstand — Zwischen St. Lo und Lemberg

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Eigener Bericht

BZ. Berlin, 27. Juli. Den ersten bedeut­samen Abwehrerfolgen der deutschen Truppen in der Normandie sind seit Mitt­woch neue schwere Auseinander­setzungen mit den angreifenden Eng­ländern und Amerikanern gefolgt. Der Kamp! spielt sich immer noch in verhältnis- mäflig kleinen Räumen ab, da der schmale Küstenstreifen in der Hand des Feindes die­sem ausgreifende Operationen nicht gestat­tet. Er ist daher zu verlustreichem fron­talem Vorgehen gezwungen.

Dennoch kann von einem einheitlichen Charakter der Doppelschlacht bei Caen und bei St. Lo nicht gesprochen werden, weil die deutsche Abwehr sich ein­mal in der Verteidigung von bestimmten Ge- ländestreiien, die von Höhen, Bächen, Busch­zeilen und zerstörten Dörfern durchsetzt sind, zeigt und an anderen Stellen in der Bewegung die größte Chance erblickt.

Südlich Caen hat unsere Abwehr eine weitere Festigung erfahren. Die Eng­länder suchen dabei in ausweichenden Stö­ßen ihr Glück, indem sie östlich der Orne wiederum gegen Troarn vorfühlen und zugleich an der Straße nach V i 11 e r s Bocage Bereitstellungen aufbauen. Es ist also anzunehmen, daß es hier bald zu neuen Durchbruchsversuchen der Briten kommen wird.

Nachdem die Nordamerikaner am Diens­tag das Schwergewicht in die Gegend von Periers verlegt hatten, schoben sie am Mittwoch und Donnerstag ihre Haupt kräfte gegen das westlich St.' Lo gelegene Ma­ri g n y und in den Raum Caumont — La Barre am linken Flügel ihres Offensiv­abschnitts. Aber auch hier gelangen ihnen nur geringfügige Einbrüche.

Sämtliche feindlichen Frontberichte von der Normandie legen weiterhin den Nach­druck auf die unerhörte Härte des deutschen Wiederstandes. Es wird zugegeben, daß die englisch- ameri- nischen Verluste bereits in den ersten beiden Tagen der neuen Offensive sehr hoch waren. Eine der kanadischen Kompa­nien hatte bereits am Morgen alle ihre Offi­ziere verloren.

Im Hauptquartier Eisenhowers hatte man angenommen, der deutsche Kampfwille sei im Erlahmen und durch eine ungeheuerliche Steigerung der Luftbombardements werde es möglich sein, bei St. Lo und Caen gleich­zeitig die deutsche Front zu durchbrechen. Infolgedessen verstärkte man den Einsatz der Luftwaffe, der auch bisher schon groß gewesen war, ins Gigantische. An schmaler Front wurden nicht weniger als 3 0 00 Flugzeuge, davon minde­stens SO v. H. viermotorige Bom­ber, zum Einsatz gebracht. Aber auch dieser Einsatzansturm stärksten Kriegs­materials erwies sich als ergebnislos.

Den deutschen Widerstand, die geogra­phischen Verhältnisse der Normandie und das unberechenbare Wetter nannte der Mi- litärsprecher im InvasionshaupSquartier der Westmächte am Donnerstag als jene Um­stände, die das Manövrieren der Truppen Eisenhowers verlangsamen und erschweren. Es sei den Westmächten augenblicklich un­möglich, in dem versumpften und befestig­ten Gelände, durch das sich starke deutsche Stellungen ziehen, von ihrer Panzerwaffe den taktisch geplanten Gebrauch zu machen. Die „Times" meint am Donnerstag unter anderem: „Offensicht­lich hat man erkannt, daß der Massen- einsatz britischer Panzer im Ge­biet von Caen zu früh erfolgt fst. Sie wur­den von einer Linie gut ausge­richteter Artillerie aufgehal­ten. Die Infanterie fand das Vordringen nicht leichter, und die Deutschen haben nicht nur mit größter Hartnäckigkeit Wider­stand geleistet, sondern auch wild zurück­geschlagen.

Interessant ist die Feststellung unserer Aufklärung, daß der feindliche Nachschub größtenteiis an der Vire-Münrlung ausgela­den wird. Daraus ergibt sich die Schluß­folgerung, daß die Wiederinstandsetzung des Hafens von Cherbourg sehr große Schwierigkeiten bereitet. Die Zerstörung älter Anlagen durch unsere Pioniere war demnach so gründlich, daß sie für eine so- 9*r über Erwarten lange Zeit ihren Zweck erfüllen. Die neuesten englischen Meldungen heben hervor, daß der Hafen durch nicht Weniger als 48 versenkte Schiffe blök- k i e r t sei.

An der Ostfront fällt der Blick zuerst äuf den Weichselb. ogen südöstlich Warschau, wo die Bolschewisten sich bemü­hen, weiter in die Tiefe und Breite Raum zu pewinnen. Lublin, desen Besatzung die . Sowjets tagelang in Schach hielt und. ihnen schwerste Verluste zufügte, ist in die Hand des Feindes gefallen. Wie ein Wellen­brecher stand die Haus um Haus verteil . “igte Stadt inmitten des bolschewistischen Ansturms. Daß er so lange hielt, war für die Kameraden, die inzwischen weiter .westlich heue Abwehrstellungen aufbauen konnten, von erheblichem Wert.

In den um Brest-Litowsk, Bialy- nzok und Grodno gruppierten Kampf­gebieten hat sich die Situation kaum geän- ert. Nur weiter nördlich setzt der Feind osonriers hartnäckig seine Anstrengungen an D ” - - '

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, nrt ' an Ffünaburg vorbei gegen Schau-

Er wurde hier aber in verlustreichen Gefechten

aufgehalten. Gegenangriffe sind im gange. Mehrmals haben die Bolschewisten in den letzten drei Tagen auch versucht, den um N a r w a vorspringenden Front­bogen von Norden und Südosten her ein­zudrücken. Da ihm keine wesentliche stra­tegische Bedeutung mehr zugesprochen werden konnte, entschloß sich unsere Trup­penführung, alle kriegswichtigen Anlagen in und um Narwa zu vernichten und zur Einsparung von Kräften die Hauptkampf­linie um einige Kilometer zurückzunehmen. Dort kommt ihr ein Wald- und Sumpf­gelände zunutze, das die Sperrung des Zu­gangs nach Estland erleichtert.

Am San wird heftig an den Uebergangs-

stellen gekämpft, die die Bolschewisten um jeden Preis zu erlangen trachten. Um Lemberg tobt die Schlacht mit größter Erbitterung weiter, da die Sowjets mit ver­stärkten Kräften die doTt aut Vorposten stehenden deutschen Verbände niederrin­gen wollen. Ihren Heroismus haben jedoch auch die neuen Angriffswellen nicht zu überwinden vermocht.

Erfolge unserer Torpedoflieger

dnb. Berlin, 27. Juli. Bel den Angrif­fen deutscher Torpedofliegerverbände gegen feindliche Schiffsziele in der Seine-Bucht

wurden In der Nacht zum 27. Juli gute Er­folge erzielt. Unsere Flieger versenkten einen Tanker von 4000 BRT. und beschä­digten einen Frachter von 7000 BRT., ein Transportschiff von 8000 BRT. sowie wei­tere Frachter von 6000 und 4000 BRT. sehr schwer, so daß mit der Vernichtung einiger dieser Schiffe ebenfalls zu rechnen ist. Ein Zerstörer blieb nach Treffer bewegungs­unfähig liegen. Es wurden noch weitere Kriegsschiffeinheiten angegriffen, doch konn­ten die Erfolge'wegen Einnebelung des Geg­ners nicht mehr beobachtet werden.

Neue vergebliche Feindangriffe in der Normandie

Zut ückgewonnene Stellungen südlich Caen gefestigt — Hohe Feindverluste südlich Florenz - Zahlreiche Sowjet angrifle zerschlagen - Lublin und Narwa geräumt — In einem Monat 924 Sowietpanzer vernichtet

dnb. Aus dem Führerhauptquar­tier, 27. Juti. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt;

Südlich Caen wurden unsere gestern zurückgewonnenen Stellungen gefestigt und gegen erneute örtliche Angriffe gehalten. Panzerbereitstellungen östlich Caen wur­den durch zusammengefaßtes Artilleriefeuer zerschlagen.

Im Raum westlich Caumont erzielte der Feind wenige örtliche Einbrüche, die nach Abschuß von 45 Panzern abgeriegelt wurden.

Amerikanische Verbände setzten im Raum westlich St. L o mit starken Kräften ihre Angriffe fort. Einer feindlichen Angriffs­gruppe von zwanzig Panzern mit aufge­sessener Infanterie gelang es, bis in den Raum C a n i s y vorzustoßen. Fünf Panzer wurden davon abgeschossen. Heftige Kämpfe halten hier und im Raum Marigny an. Nördlich Pe r i e r s behäfip'teten uhsere' Truppen ihre Stellungen gegen alle feind­lichen Angriffe.

Wirksame Angriffe unserer Kampfflieger richteten sich bei Nacht gegen feindliche Bereitstellungen im Raum Caen und Schiffsziele nordöstlich Cherbourg.

Der Feind verlor elf Flugzeuge in Luft­kämpfen.

Im französischen Raum wurden vierzig Terroristen im Kampf niedergemacht.

Das Vergeltungsfeuer auf Lon­don dauert an.

In Italien blieb dem Gegner im Raum südlich Florenz auch gestern trotz aller Anstrengungen, unsere Front zu durch­stoßen, jeder Erfolg versagt. Unter Einsatz starker Infanterie- und Panzerverbände rannte der Feind immer wieder, von Ar­

tillerie und schweren Luftangriffen unter­stützt, gegen unsere Stellungen an, blieb jedoch unter hohen Verlusten liegen. Ein örtlicher Einbruch, den der Feind erst nach schwersten Kämpfen südwestlich F i g 1 i n e erzielen konnte, wurde abgeriegelt.

An der Ostfront wurden im Abschnitt Stanisiau — Lemberg zahlreiche An­griffe der Sowjets verlustreich abgewiesen. Der Stadtkern von Lemberg wird weiterhin von unseren Grenadieren gegen alle bol­schewistischen Angriffe gehalten.

Im Raum von Jaroslau und Lublin hält der starke feindliche Druck an. Die Stadt Lublin ging nach erbittertem Kampf verloren.

Beiderseits von Brest-Litowsk, bei Bialystok und östlich Kauen wurden alle Durchbruchsversuche der Bolschewisten zerschlagen, örtliche Einbrüche ahgeriegelt. Bei Ponewisch sind Kämpfe mif feind­lichen Aufklärungs- und Panzerspitzen lni Gange.

Zwischen Dünaburg und dem Finni­schen Meerbusen brachen auch ge­stern wieder zahlreiche Angriffe der So­wjets blutig zusammen. Die in einem vor­springenden Frontbogen gelegene Stadt Narwa wurde nach Durchführung der seit langer Zeit vorbereiteten Zerstörung aller kriegswichtigen Anlagen befehlsgemäß geräumt.

Angriffe des Feindes gegen unsere ver­kürzten, wenige Kilometer westlich ver­laufenden neuen Stellungen blieben er­folglos.

Bei den schweren Kämpfen fm Raum von Lndsen zeichnete sich das Füsilier- Bataillon 32 unter Rittmeister von Heydebreck durch besondere Stand­

haftigkeit aus. Der tapfere Kommandant fand in vorderster Linie den Heidentod.

In der Zeit vom 24. Juni bis 24. Juli wurden im Nordabschnitt der Ostfront durch Truppen des Heeres und der Waffen-f# so­wie durch fliegende Verbände und Flak­artillerie der Luftwaile 924 sowjetische Panzer vernichtet.

Starke Schlachtfliegerverbände griffen in den Schwerpunkt-Abschnitten wirksam in die Erdkämpfe ein und zersprengten feind­liche Kolonnen. Hierbei wurden 35 feindliche Panzer und über 400 Fahrzeuge zerstört.

In der Nacht führten schwere Kampfflug­zeuge Angriffe gegen feindliche Bereit­stellungen im Raum von Lublin.

Nordamerikanische Bomber griffen Orte in Südostdeutschiand und in Ru­mänien an. Durch Luftverteidigungs­kräfte wurden 42 feindliche Flugzeuge, dar­unter 35 viermotorige Bomber, vernichtet. Rumänische Jagdflieger schossen im Kampf mit einem nordamerikanischen Jagdverband neun feindliche Jäger ab.

In der Nacht warfen feindliche Flugzeuge Bomben im Raum von Hamburg und auf die Stadt Tilsit. Sechs Flugzeuge wurden zum Absturz gebracht.

Neue Ritterkreuzträger

dnb. Aus dem Führerhauptquar­tier, 27. Juli. Der Führer verlieh das Rit­terkreuz des Eisernen Kreuzes an: Major Kurt Brill, stellv. Führer eines Grenadier- Regiments; Ltn. d. R. Werner K 1 a u c k e , Zugführer in einer bTandenburgisrhen Pan- zerJäger-Abteilung; Uffz. Franz W a h r o , Gruppenführer in einem sächsischen Grena­dier-Regiment.

Englands Gangsterbriegführung entlarvt

Außenminister Eden der Lüge überführt — Amtliche deutsche DokumentenveröHentlichung

Drahtbericht unserer Berliner Schriftlyitung

b. Berlin, 27. Juli. Der britische Außen­minister Eden hat' durch eine Erklärung vor dem Unterhaus der Diskussion über die Kriegsgefangenenfrage eine neue Tonart gegeben, die durch Entstellungen und Lügen gekennzeichnet wird.

Bekanntlich waren aus einem deutschen Kriegsgefangenenlager eine Anzahl briti­scher Kriegsgefangener entwichen, die je­doch bald gestellt und wieder festgenommen wurden, wobei einige der Gefangenen ge­genüber dieser Festnahme Widerstand lei­steten. Es war selbstverständlich, daß die­ser Widerstand mit allen Mitteln gebrochen wurde, wie sie vom Völkerrecht als zu­lässig bezeichnet werden.

In der Hoffnung, aus diesen Vorfällen propagandistischen Nutzen schöpfen und eine Diffamierung des Reiches vor der Welt­öffentlichkeit durchführen zu können, ent­stellte Außenminister Eden in ein,er öffent­lichen Erklärung vor dem Unterhaus den klaren Tatbestand und sprach von einer „Ermordung" britischer Kriegsgefangener durch deutsche Soldaten. Die Reichsregie­rung erwiderte, wie wir berichteten, in einer diplomatischen Note mit sehr scharfem Ton auf die jeder Gepflogenheit hahnsprechende Lüge Edens, daß man sich außerstande sehe, sich in dieser durch die britische Regierung gewählten Art über die zur Diskussion ste­hende Frage zu unterhalten. Des weiteren wurde darauf hingewiesen, daß man in einer Regierung nicht den geeigneten Ge­sprächspartner sehen könne, die ihre Sol­daten zu Gangstermethoden- in der Kriegführung anhalte und bei­spielsweise das Augenausstecheo als vorzüglichste Kampfart anempfehle. Die Reaktion Englands auf diese Note bestand nur in einer plumpen Lüge.

In der Unterhaussitzung des J4ittwoch stritt Außenminister Eden das Vorhanden­sein derartiger Anordnungen und Empfeh­lungen rundweg ab und bezeichnete die deutschen Hinweise als „entstellende Pro­paganda" der Reichsregierung. Diese neuer­liche Lüge wird durch eine Dokumenten- veröffentiiehung der Wilhelmstraße ent­larvt. In dem Gepäck eines geflüchteten englischen Verbindungsoffiziers wurde ein „Amtliches Handbuch der neuzeitlichen ir­regulären Kriegführung" (Handbook oi mo­dern irregulär warfare) gefunden, in dem die bereits zitierten Ratschläge zur Anwen­

dung von Gangstermethoden enthalten sind. Es handelt sich bei diesem Handbuch um eine amtliche Ausbildungs­vorschrift, die den roten Stempel einer militärischen Ingenieurschule trägt und aus­drücklich auf dem Deckblatt als ein amt­liches Schriftstück bezeichnet wird, das stets unter Verschluß zu halten sei und nicht in die Hände des Feindes fallen dürfe. Die Ausbildungsvorschrift verlangt das „Killen" des Gegners, da jetzt die Tage vorüber seien, in denen England die Regeln des Spor­tes habe anwenden können, jetzt heiße es, daß sich jeder Soldat wie ein Gangster be­nehme, wo immer es erforderlich erscheine.

Ueber die Behandlung des Gegners heißt es in diesem Handbuch einer ver­brecherischen Kriegführung u. a. wörtlich:

„1. Tritt ihn oder stoß ihn, so heftig du

kannst, in die.Während er sich vor

Schmerzen krümmt, wir! ihn zu Boden und tritt ihm den Kopf ein.

2. Versetze ihm mit den Handknöcheln der offenen Hand einen schnellen Schlag unlers Kinn. Gleichzeitig quetsche ihm mit den Fingern die Augen ein und drücke

Berlin, 27. Juli. Der Führer verlieh das Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern an Ministerialdirektor Dr. Ing. e. h. Friedrich Schürer, Chef der Amlsgruppe Kriegsschiffe im Oberkom­mando der Kriegsmarine, der an der Entwick­lung des Unterseebootsbaues entscheidenden Anteil hatte und als U-Boot-Konstrukteur der kämpfenden Front die besten Untersee­boote der Weit zur Verfügung stellte, die im Verlauf des bisherigen Krieges oftmals viele tausend Meilen von ihren Stützpunk­ten entfernt nahezu 20 Millionen BRT feind­lichen Handelsschiffsraumes und viele Kriegsschiffe versenkt haben.

Schürer, der am 19. Juni 1881 in Gießen geboren wurde, hat bereits während des ersten Weltkrieges maßgeblich im U-Boot- Bau gearbeitet. Seine frühzeitig begon­nene Erkenntnis, daß der U-Bootfahrer

dein Knie in seine.Sobald er sich am

Boden befindet, verfahre wie in Punkt 1." (S. 49).

„Vergiß dabei auch nicht, daß ein schwerer Stiefel einen am Boden liegenden Mann genau so gut tötfet, wie der Kolben eines Gewehrs." (S. 51).

Wie groß der Geltungsbereich für diese „irreguläre Kriegführung“ nach britischer Auffassung ist, geht aus dem Satz hervor: „Das Operationsgebiet schließt ein das eigentliche Feindland, besetztes Gebiet und unter Umständen neutrale Länder, die der Feihd für seine Versorgung benutzt. Bei den letzteren wird man auf. diploma­tische und ähnliche Erwägungen eine ge­wisse Rücksicht nehmen.“

Der deutschen, wie der Weltöffentlichkeit wird durch Photokopien der entsprechenden Stellen Gelegenheit gegeben werden, sich davon zu überzeugen, zu welch völliger Verdrehung der Tatbestände sich der Außenminister Englands herbeiläßt, wenn es ihm agitatorischen Nutzen verspricht und eine Darstellung der \Vahrheit das g e - sunkene Prestige Englands noch weiter belasten würde.

ein möglichst kleines, schnelles und wen­diges . hochseefähiges Fahrzeug braucht, fand ihren Ausdruck in dem ruhmvoll be­kanntgewordenen Atlantikboot. Es ist Schü­rers besonderes Verdienst, daß er in den fünfzehn Nachkriegsjahren, während derer Deutschland auf Grund des Versailler Dik­tates keine U-Boote besitzen durfte, an seiner richtig erkannten Idee zäh festhielt und sie trotz vielfacher Widerstände in die Tat umsetzte. Seinem großen technischen Können imd seiner sorgfältigen Konstruk­tionsarbeit war es zu verdanken, daß sein Bo.otstyp nach Wiederaufnahme des deut­schen U-Bootbaues vom ersten Boot an allen Ansprüchen der Front genügte und der Kriegsmarine das Unterseeboot gege­ben wurde, das in seiner Leistungsfähigkeit und seinem Aktionsradius von keiner an­deren Seemächt der Welt übertroffen wurde.

Schöpfer des modernen Unterseebootes

Dr. Schürer erhielt das Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern

Im Führerhauptquartier

Der Führer und Reiehsminisler Dr. Goebbels bei einer Besprechung

die KiHdetmikdee

Von

Prof. Dr. Johann von Leers

Die nordamerikanische und englische Judenpresse verwundert und beklagt sic“ über den „Fanatismus", mit dem die deut­schen Soldaten an der fnvasionsfront kämp­fen, sie klagt über die furchtbar schweren Verluste, die die Nordamerikaner und Eng­länder dort erleiden, und sie wagt es, im Namen der Luftgangster, die Hamburg, Berlin und München verwüstet haben, sir 1 ^ über die Wir kungen von V 1 zu beschweren und an -.He Humanität zu .«apsllteren. An­dererseits zeigt sich, daß die rrordamerika- nischen Gefangenen, die wir machen, zum großen Teil gar nicht wissen, warum sie eigentlich Krieg führen.

Die deutsche Nation aber weiß bis zum letzten Volksgenossen, worum sie kämpft. Sie steht mit ihrem ganzen Herzen hinter jedem einzelnen ihrer Soldaten in West und Ost und Süd, in der Luft und auf der See. Und mit den Herzen der Frauen und Männer erheben sich Millionen Kinderher- Zen und Kinderhände zu dem kämpfenden Heer des Reiches. Denn wir wissen, daß nicht nur der Bolschewist in seinem be­sessenen Zerstörungswahn, sondern auch der anglo-amerikanische Gangster im Auf­trag desselben jüdischen Hintermannes es gerade auf unsere Kinder abgesehen hat.

Wir sind nicht so gedächtnisschwach, daß wir uns nicht daran erinnern, daß unter der Wirkung der Hungerblockade im ersten Weltkrieg die Sterblickheit unter den Kin­dern von 5 bis 15 Jahren im Jahre 1917 um 50 Prozent höher war als 1913, im letz­ten Priedens jahr. Damals sind 50 000 Kin­der infolge der Blockade verhungert. Da­bei blieb es aber nicht. Als der Waffen­stillstand am 11. November 1918 ge­schlossen war, wurde die Hungerblockade weiter durchgeführt. Der damalige Ernäh- rungskommissar der USA, der spätere Prä­sident Herbert Hoovet, stellte fest, die Entente habe „durch Hintertreibung aller von uns vorgeschlagenen Maßregeln zur Versorgung Deutschlands mit Lebensmitteln jeden Schritt der von uns schon vor drei Monaten versprochenen Lebensmittel- beschaffung vereitelt". Ein Wiener Kinder­krankenhaus, von Hunderten von erkrank­ten Kindern überfüllt, brauchte dringend Stärkungsmittel und Medikamente, die im damaligen, völlig zusammengebrochenen Deutsch-Oesterreich nicht aufzutreiben wa­ren. Die Entente lehnte die Lieferung dieser Stärkungsmittel glatt ab. Ein großer Teil der Kinder starb. Sie hätten gerettet wer­den können, aber die von maßlosem Haß gegen unser Volk besessenen Feinde woll­ten sie planmäßig zugrundegehen lassen.

Es war eine Amerikanerin, die „Dichterin” Frau Gertrud Athertor, die schon vor dem Abschluß des Waffenstillstandes forderte, man- solle die deutschen Kinder am Hunger zugrundegehen lassen: Sie

schrieb im „Literary Digest" (31. August 1918), um von vornherein jede Sympathie für die deutschen Kinder unmöglich zu machen: „Es gibt hier in New York eine mächtige Gruppe von Frauen deutscher Ab­kunft, die sich, um ein reichlich abgenutz­tes Wort zu gebrauchen, glänzend tarnen. Man kann sogar mit Sicherheit behaupten, daß sich entsprechende Gruppen in jeder Stadt der Union befinden .. .»Sie hahen die gemeinsten Geistesregungen des Preußen­tums geerbt, und Gott selbst würde sich nicht die Mühe machen, sie ändern zu wollen. Er gestattet uns aber, unsere Klug­heit mit der ihrigen zu messen In dem Augenblick, in dem sich die preußische Hierarchie darüber klar wird, daß sie auf dem letzten Löch pfeift und deshalb den Alliierten ein .vernünftiges Angebot’ macht, werden diese Frauen nicht nur einen lei­denschaftlichen weinerlichen Protest erhe­ben gegen eine weitere .nutzlose Ab­schlachtung unserer jungen Männer in Eu­ropa', sondern sie werden (und hier wird es den weichherzigen Amerikanern noch schwerer fallen zu widerstehen) mit ihren einschmeichelnden, überzeugenden Stim­men für die 'armen kleinen Kinder des not-