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Parteiamtliche Tageszeitung
Da» Amtsblatt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
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der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verkündungsblatt des Reichsslatthalters in Oldenburg und Bremen
Nr. 205 • 14. lahrgang
Donnerstag, 27. Juli 1944
Einzelpreis 15 Rpf.
Der Krieg wird ein neues Gesicht erhalten
Dr. Goebbels schildert dem deutschen Volk den Schurkenstreich vom 20. Juli — „ Wir benötigen große Mengen von Arbeitskräften, vor allem von deutschen“ — Die neuen Waffen in der Fertigung
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dnb. Berlin, 26. Juli. > Reichsminister Dr. Goebbels hielt am Mittwochabend über alle deutschen Sender die nachfolgende bedeutsame Rede:
„Meine deutschen Volksgenossen und Volksgenossinnen!
Ich schulde dem deutschen Volke einen Rechenschaftsbericht über die Vorgänge des 2 0 . Juli und die daraus zu ziehenden Folgerungen. In ungezählten Briefen aus dem ganzen Lande bin ich darum gebeten worden. Aber trotzdem habe ich geglaubt, noch ein paar Tage damit warten zu müssen, bis auch die letzten Hintergründe dieser beschämenden Vorgänge auigedeckt sein würden. Das ist nun der Fall. Hs gibt an ihnen nichts mehr, zu verschweigen oder zu beschönigen. Die Ereignisse sprechen eine so deutliche und unmißverständliche Sprache, daß man ihnen getrost selbst das Wort erteilen kann. Das will ich mit einem nüchternen und ungeschminkten Tatsachenbericht tun. Das deutsche Volk hat allen Grund, daraus die verstärkte Gewißheit des «kommenden Sieges unserer gerechten, in Gottes Schutz stehenden Sache zu schöpfen, und auch unsere Feinde werden sich kaum der Hoffnung schmeicheln können, daß dieser gemeine und hinterlistige Streich, der gegen den Führer und seinen Staat geführt wurde, ihrer eigenen Sache auch nur den geringsten Nutzen gebracht hätte. Ich habe die Ueberzeugung, daß es überhaupt kein Unglück und keine Gefahr gibt, die nicht am Ende zu unseren Gunsten ausschlagen würde.
Ais ich am Mittag des vergangenen Donnerstag durch einen Telephonanruf aus dem Führerhauptquar^ier von dem scheußlichen Verbrechen .unterrichtgt wurde, das. kurz, vorher gegen den Führer und seine engsten i n militärischen Mitarbeiter unternommen-wor- ckera. den war, ging es mir so, wie es wohl allen Deutschen ergangen ist, als einige Stunden später die Nachricht davon über den Rundfunk kam: Ich hatte einen Augenblick das Gefühl, als begänne der Boden unter mir zu wanken. Ich sah im Geiste apokalyptische Bilder einer geschichtlichen Möglichkeit, die sich aus einem Gelingen dieses feigen und niederträchtigen Anschlages für uns,er Volk, ja für ganz .Europa ergeben hätte- Leber ungezählte Millionen braver deut- echer Arbeiter, Bauern, Soldaten und Geistesschaffenden wäre unter solchen Umwänden ein uns heute gänzlich
unvorstellbares Unglück gekommen, ausgelöst durch die Hand eines gemeinen Verbrechers,
der im Auftrag einer ehrgeizigen, gewissenlosen kleinen Clique-von Glücksrittern und Hasardspielern die Hand erhoben hatte, um temeli«!* t ' em llns a ^ en teuersten Leben, das wir auf Erden kennen, ein Ende zu setzen. Dann er Zeit»|- ^er erfüllte eine fast religiöse, andächtige, •emet -" Dankbarkeit mein Herz.
Ich hatte es schon oft, aber noch niemals it- 3 , so sichtbar und eindeutig wie hier erlebt, eitittü' daß der Führer sein Werk unter dem Schutz der Vorsehung erfüllt, daß > ein«' keine Gemeinheit und Niedertracht ihn dar- äsueü an zu jrinrjejj, 0 ( j er dabei aufzuhaUen ver- ltunj ma 9' daß damit aber auch ein über allem *uchhsWt menschlichen Tun waltendes göttliches g 5 f: Schicksal uns, einen Fingerzeig gibt, daß
ehseiü dieses Werk, auch wenn es noch so großen 11 Schwierigkeiten begegnet, vollendet werden lalesl^r Muß, vollendet werden kann und vollendet 28 - 30 , werden wird. . -
Zeit» er mV ndeS :hkeit: benssä eiChrl! alte i- PaciBt sonal - ie »d ien, J&- rci,
ibelpacb er. F ion. S;i K. 2 ü. «den !■ ung, - Leeren s. Hel* e 48. n? 1®
BrtEa nbl.'i iU Kr. i
SetzflT meiner Ministerkollegen waren ge-
oder :i ra d® zu einer Besprechung bei mir anwe- , de» 5 , send, als die Nachricht aus dem Führer- deilk 1 ■' Hauptquartier eintraf. Ich war mir sofort eitunJ' darüber klar, daß keiner der im Führer- die 4 . hauptquartier tätigen Bauarbeiter -dieses räC *%& ^' erl3rec hen begangen haben könnte. Wel- n<1 er 5 l ? les Interesse sollte ein Arbeiter oder sonst ,r überhaupt ein anständiger Deutscher daran 1 u ' haben, die Hand gegen den Führer zu er- e!t (ti' heben, der ja- die Hoffnung der N a - ' gjjchiS tion ist und dessen Leben und Werk wir' j H. ^ a " es verdanken? Dieser hinterlistige Anschlag konnte nur von einem abgrund- , den tief bösen und yerworfenenMen- garte»" sehen begangen worden sein, 'und ich 6742. j Wußte auch, in welchem Kreise er zu- su- n chen'war.
■ 2 5* ff Nachmittags um 4 Uhr begann die hinter ■ »ji * 1)m stehende kleine Verräterclique, ein 'V Wie wir erwa riet hatten, ihre Fäden zu spin- ‘ nen ' Der Attentäter, ein Gr,af Stauffen- t 1 e r g , war mittlerweile mit einem Kurier- « frSt 1 ? tl u 9 zeug in Berlin angekommen und hatte geh® Verlogene Nachricht mitgebracht, äße I®' üaß der Führer dem' Attentat erlegen und pei»®* 1 ’ nunmehr für diese verbrecherischen Ehr- Seizhnge der Weg zum Handeln frei sei.
Sie hatten den Anschlag unternommen, um die deutsche Wehrmacht eidfrei zu machen und dann, wie sie in ihrem verblendeten Irrwahn glaubten, in einer künstlich hervorgerufenen Verwirrung mit Leichtigkeit. auf ihre Seite ziehen und für ihre niederträchtigen Pläne einsetzen zu können, Unter dem Vorwand, die politische Führung des Reiches schützen zu ,it i« us sen, gaben sie, die, wenn auch nur ganz es.
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kurze Zeit im Besitz des Apparates in der Bendlerstraße waren, dem Berliner Wachbataillon den Befehl, das Regierungsviertel zu zernieren, womit denn auch gleich jegliche irgendwie ins Gewicht fallende aus- iührerische Tätigkeit zu Ende war.
Denn sie. hatten vergessen, daß das Berliner Wachbataillon wie alle Verbände der deutschen Wehrmacht aus fanatischen nationalsozialistischen Soldaten besteht und sein Kommandeur, Major Re m e r, der sich bei der blitzschnellen Niederschlagung der staatsfeindlichen Tätigkeit dieser eid- und treuevergessenen Clique ein großes Verdienst erworben hat, nichts eiligeres zu tun hatte, als zu mir zu kommen und sich über den Stand der Dinge aufklären zu lassen.
Damit war praktisch der ganze Schurkenstreich schon nach Ablauf einer knappen Stunde erledigt.
Major R e m e r konnte^ von meinem Schreibtisch aus sofort mit dem Füh
rer verbunden werden und von ihm unmittelbar klare und eindeutige Befehle über seine weiteren Maßnahmen entgegennehmen. Dieses Telephongespräch gehört zu den ergreifendsten Erinnerungen meines Lebens. Ein junger Offizier des deutschen Heeres, im Frontdienst bewährt und mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz ausgezeichnet, hat die Ehre, aus dem Munde seines Führers und Obersten Befehlshabers direkte Weisungen zu empfangen, und zwar in einer Stunde, in der es in der Hauptsache auf selbstverantwortliches, kaltblütiges und blitzschnelles Handeln ankommt.
Die Befehle lauten dahin, den Verräterklüngel sofort niederzuschlagen und die Verbrecher dingfest zu machen.
In wenigen Minuten ist das Wachbataillon von seinen Posten im Regierungsviertel zurück und in meinem Gar- teh zusammengezogen. Auf Bitte von Major Remer spreche ich zu den versammelten
Männerh, lege, ihnen den Tatsachenverhalt klar und erlebe einen Ausbruch von Wut und Empörung, wie ich ihn bis dahin noch nicht kennengelernt hatte. Diese Stunde werde ich nie vergessen.
Sofort nach Abschluß meiner Rede nehmen Offiziere und Soldaten ihre Maschinenpistolen und Gewehre auf« um sich bereit zu machen, Abrechnung zu halten. Von allen Selten werde ich bestürmt, keiner andern Formation als dieser die^hre zu überlassen, die Schmach, die der Verräterklüngel dem deutschen Soldatenrock anzutun versucht, mit dem Blut det Verräter selbst abzuwaschen. ä
Unterdes melden sich aus Berlin selbst wie aus der näheren und weiteren Umgebung die Kommandeure der hier stationierten Truppenverbände, von Infanterie- und Panzerschulen, von Flak- und Jagdgruppen, von Wafton-ff, Polizei und sonstigen Einheiten, und keiner will dem anderen den Vortritt lassen, das Verräternest auszuheben.
Das Wachbataillon bekommt den Auftrag
Der Bendlerblock wird besetzt, ohne daß auch nur ei# Schuß fällt, da sich in ihm selbst schon alles gegen die Verrätergruppe erhoben hat. Sie ist bereits entwaffnet, sitzt völlig hilflos und verlassen auf einem Dienstzimmer zusammengepfercht und versucht verzweifelt, Regierung zu spielen.
Ein General, der sich bisher in der Kriegführung nur dadurch auszeichnete, daß er jede große Entscheidung zu sabotieren pflegte, ist das Haupt Ein Generaloberst, der vor Jahren schon abgelöst und in Pension geschickt werden mußte, da er bei dön geringsten Belastungen Nervenzusammenbrüche und Weinkrämpfe bekam, soll die zivile Führung
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des Reichs übernehmen. Er ist deshalb auch in Zivil gekommen, die einzige sachliche Voraussetzung, die er für sein neues Amt mitbringt. Ein anderer Generaloberst, deC schon vor längerer Zeit wegen eines feigen Rückzuges ah der Ostfront aus der Wehrmacht ausgestoßen lind zur Aberkennung des Rechtes zum Tragen der Uniform verurteilt worden war, ist dazu ausersehen, das deutsche Heer zu führen. Der verbrecherische Attentäter Graf Stauffenberg spielt den politischen- Berater. 'Dazu kommen noch ein paar unbedeutende Chargen und Komparsen, die kurzerhand verhaftet werden, ohne daß sie auch nur die Spur eines Widerstandes versuchen.
Ein an Ort und Stelle zusaramen- getretenes Standgericht verurteilt die offenbar Schuldigen zum Tode. Die übrigen werden in sichere Verwahrung genommen. Ein Peloton des Wachbataillons nimmt sofort die Exekutionen vor. Die eidbrüchigen Verbrecher erleiden unten im Hof den verdienten Tod. Und damit ist die ganze Aktion zu Ende.
(Fortsetzung auf Seite 2)
Erfolgreiche Gegenangriffe in der Normandie
Abwehrschlacht größten Ausmaßes Feindangrllle in Galizien blutig zusammengebrochen
dnb. Aus dem Führerhauptquartier, 26. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Verlauf der schweren Kämpfe südlich C a e n gelang es dem Feind, westlich der Straße Caen-Falaise in unsere Stellungen einzubrechen und weitere Infanterie- und Panzerkräfte nachzuführen. Unsere fanatisch kämpfenden Truppen verhinderten jedoch das Ausweiten der feindlichen Einbrüche und traten dann in den Nachmittagsstunden zum Gegenangriff an. Nach erbitterten Kämpfen waren am Abend die alten Stellungen wieder voll in unserer Hand. Die Verluste des Feindes sind hoch. 18 Panzer wurden abgeschossen.
, Auch nordwestlich S t. L o tobt eine Abwehrschlacht großen Ausmaßes. Nachdem die ersten feindlichen Angriffe, die unter stärkster Artillerie- und Luftwaffenunterstützung vorgetragen wurden, abgewiesen waren, gelang es dem Feind an einigen Stellen; in unsere Front einzudringen und die Straße St. Lo — Periers nach Südwesten zu überschreiten. Gegenangriffe sind im Gange.
Seit den heutigen Morgenstunden haben die Kämpfe mit großer Wucht auch auf den Räum nördlich Periers übergegriffen.
Schlachtflieger griffen feindliche Bereitstellungen im Landekopf mit gutem Erfolg an und beschädigten vor der Küste ein großes Transportschiff schwer. In Luftkämpfen wurden elf feindliche Flugzeuge abgeschossen.
Im südfranzösfschen Raum wurden wiederum 110 Terroristen im Kampf niedergemacht.
Schweres V 1-Vergeltungsfeuer liegt weiterhin auf dem Großraum von London.
In Italien hat der Großangriff gegen den Raum südlich Florenz begonnen. Der erwartete Durchbruch ist dem Gegner nicht ’ gelungen. Erst nach schwersten Kämpfen und unter besonders hohen Verlusten konnte er geringen Geländegewinn erzielen. Weitere Angriffe gegen unsere neuen Stellungen wurden zerschlagen. Nördlich A r e z z o und beiderseits des Tiber scheiterten feindliche Angriffe unter Abriegelung örtlicher Einbrüche. An der Adriati sehen Küste trat der Feind erneut zum Anqriff an. Heftige Kämpfe sind dort noch im Gange.
Kampffähren der Kriegsmarine beschädigten vor der westitalienischen Küste zwei britische Schnellboote.
Bei Angriffen auf Na,chschubgeleite in der Aegäis brachten Sicherungsfahrzeuge der Kriegsmarine, Bordflak und Jagdflieger von 15 angreiienden Bombern sieben zum Absturz.
In Galizien brachen zwischen dem oberen Dnjestr und Lemberg zahlreiche von Panzern unterstützte Angriffe
der Sowjets blutig zusammen. Im Stadtgebiet von Lemberg warfen unsere Truppen den Feind im Gegenangriff zurück.
Im Abschnitt einer Armee wurden in der Zeit vom 14. bis 23. Juli 553 feindliche. Panzer abgeschossen. Hierbei hat sich die ham- burgische 20. Panzer-Grenadier-Division unter Führung von Generalleutnant Jauer besonders ausgezeichnet.
Im Kampfraum zwischen oberem Bug und Weichsel gewann der Feind gegen den San und den Raum von Lublin weiter Boden. Südöstlich Lublin wurden dagegen alle feindlichen Angriffe zerschlagen.
Zwischen Brest-Litowsk und Grodno, sowie östlich und nordwestlich Kauen scheiterten alle feindlichen Durch- bruchsversuche an der zähen Abwehr unserer Divisionen.
. Auch an der Front zwischen Dilna- burg und dem Finnischen Me'er- busen errangen unsere Truppen gegen alle Durchbrucfisangriffe der Bolschewisten einen vollen Abwehrerfolg. 47 feindliche Panzer wurden dort abgeschossen.
Hauptmann We'issenberger, Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader, errang an der Ostfront seihen 200. Luftsieg.
Feindliche Bomberverbände griffen Orte in West- und Südost-Deutschland an. Besonders in Stuttgart entstanden durch einen erneuten Terrorangriff Schäden und Personenverluste.
Einige feindliche Flugzeuge warfen außerdem Bomben auf das Gebiet der Reichs- hauptstadt und auf Orte in Ostpreußen.
Luftverteidigungskräfte brachten 51 feindliche Flugzeuge zum Absturz.
Im normannischen Trichterfeld
Geringer Bodengewinn kostete . dem Feind Ströme von Blut
dnb. Berlin, 26. Juli. Schon wenige Stunden nach dem Beginn der neuen feindlichen Angriffe in der Normandie ist klar geworden, daß die mit großen Erwartungen begonnenen Durchbruchsversuche der Briten und Nlordamerikaner bisher nicht zu dem erwarteten Erfolg geführt haben. Am fanatischen Widerstand unserer Truppen ist der feindliche Offensivplan zunächst mißlungen.
Trotz Massenabwürf von Bomben mußte der Feind Ströme von Blut vergießen, bis er gegen den beispiellos harten Widerstand unserer Truppen an zwei Stellen die Straße St. L o—P eriers überschreiten konnte. Diese Einbrüche haben ihn aber seinem Ziel, mit seinen Panzern frei im Raum operieren zu können, um nichts nähergebracht. Sogar seine örtlichen Bodengewinne machen ihm unsere ’ Grenadiere noch streitig. Sie sind zu Gegenangriffen angetreten und kämpfen sich schrittweise in dem Trichtergelände vorwärts.
Dieser vergebliche Ansturm veranlaßte den fceind, westlich der Vire weitere Kräfte anzusetzen. Westlich Les Champs de Losque zog- er starke Panzerverbände zusammen. Vernichtungsfeuer unserer Artillerie verhinderte zunächst das Antreten dieser Truppen, während die in den ersten Morgenstunden des Mittwoch an der Straße C a - r e n t a n—P eriers bei Raids vorstoßenden Kräfte blutig abgewieseh wurden. Es ist zu erwarten, daß die Nordamerikaner noch weitere Angriffe im Raum zwischen St. Lo und Lessay führen weiden.
Ein im Abschnitt von C a e n zum Angriff angetretenes kanadisches Korps erreichte ebenfalls nicht das gesteckte Ziel. Verbände des Heeres und der Waffen-^ wurden bei
der Abwehr wirksam durch unsere Artillerie und Werfer unterstützt, die von den Höhen auf dem westlichen Orne-Ufer aus die vorgehenden Kanadier von der Flanke her unter Feuer nahmen.
Unter der Doppelwirkung, des Flankenfeuers und der Gegenangriffe mußten die Kanadier nach äußerst schweren Verlusten deh gesamten gewonnenen Geländestreifen wieder aufgeben. I-n den Abendstunden waren die alten Stellungen wieder voll in unserer Hand. Infolge der blutigen Schlappe der'Kanadier konnte der Feind seine in der Tiefe bereitgestellten Kräfte nicht mehr in den Kampf Werfen. Es ist zu erwarten, daß er seine weiteren Angriffe in andere Abschnitte verlegen wird.
Das Eichenlaub verliehen
dnb. Führerhauptquartier, 26. Juli.
Der Führer verlieh das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuze? an Hauptmann Wilhelm B ä t z , Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader als 526., Oberleutnant Willy Kientsch, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader, als 527., Hauptmann Heinz Strüning, Staffelkapitän ln einem Nachtjagdgeschwader als 528., Hauptmann Karl-Heinz Weber, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader als 529., Oberleutnant Otto Wessiin g, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader als 530., Oberfeldwebel Rudolf Frank, Flugzeugführer in' einem Nachtjagdgeschwader als 531.- Soldaten der deutschen Wehrmacht.
Opfer des Attentats'
OK W .■'Transocean-Europapress Der Chef des Genexalstabes der Luftwaffe , Generaloberst Günther Korten „ tvurdc ein Opfer des mißglückten Attentats auf den Führer
da* QeSol 4et Stunde
Von unserem Berliner Schrittleiter
Dr. Walter Schneider
Wenn uns heute aus dem Munde von Peichsminister Dr. Goebbels Einzelheiten und Hintergründe des niederträchtigen und dummen Komplotts vom 20. Juli aufgezeint und erhellt werden, so fühlen wir mit ihm, wie er bei d ersten Nachricht den Eindruck g_.vonnen hat, als wollte der Boden unter ihm wanken. Heute fühlt sich mit Dr. Goebbels das ganze deutsche Volk wieder auf einem Boden, d£r gefestigter ist als je zuvor und auf dem sich der geschlossene Kampf- und Abwehrwille der Nation klarer, umfassender und stärker eihebt, als es an einem irgend früheren Zeitpunkt dieses Krieges der Fall war.
Der Fühier hat die Welle der Empörung der fanatischen Leidenschaft aller Deutschen augenblicklich in zielsichere Bahnen gelenkt. Die Ernennung von Dr. Goebbels als Reichs- ‘ bevollmächtigter für den totalen Kriegseinsatz, und zwar mit den umfassendsten Vollmachten, ist der sichtbare Ausdruck der Reaktion auf die Ereignisse des 20. Juli, In seiner neuen Eigenschaft kehrte Dr. Goebbels nach mehrtägigen Besprechungen aus dem Führerhauptquartier zurück, und er' hat sich sofort mit einem großen Appell an das ganze deutsche Volk gewandt. Niemand ist heute in deutschen Landen, der das Gebot der Stunde nicht ganz klar zu erkennen vermöchte, das insbesondere aus dem Verlauf-der letzten militärischen Er- eignises an der Ostfront sich von selbst ergibt. Solda-ten und Waffenl lautet dieses Gebot.
Wir haben zu Dr. Goebbels wie zum Reichsfühjer fl Himmler als dem neuen Führer des Heimatheeres das unbedingte Vertrauen, da' er .mit äußerster Energie die Voraussetzung für die Erfüllung dieser Forderung schaffen wird, als deren rückhaltloser Vorkämpfer er uns immet wieder erschienen ist. Wir erinnern uns alle noch der Sportpalastrede, in der Dr. Goebbels sehr frühzeitig auf die Notwendigkeit des totalen Krieges hingewiesen hat. In seinem Wirkungsbereich hat er bewiesen, wie, tatkräftig und wirkungsvoll er dieser Forderung praktischen Ausdruck zu geben we’iß. Als Stadtpräsident der Reichshauptstadt hat er entscheidende Maßnahmen der rationellen Verwaltung und der Konzentration durchgeführt und den Verwaltungsapparat verkleinert, ohne daß er in seiner Wirksam-, keit behindert worden wäre. Mit diesem erheblich verkleinerten Apparat hat sich Dr. Goebbels .bei der Durchführung der Maßnahmen, die uns durch den Terrorkrieg auf- gezwungen wurden, als ein geradezii genialer Meister der Improvisation erwiesen.
Wir wissen so von ihm, daß er erkenntnismäßig un"d praktisch auf dem Wege zu den notwendigen Maßnahmen der Kriegführung immer voraus war, und erblicken .datum in> seiner Persönlichkeit dia unbedingte Garantie dafür, daß jetzt nichts mehr ungeschehen- bleiben wird, was auf dem Wege zur Allsschöpfung aller Energien für den Kampf an der Front notwendig ist, daß die Forderung nach Soldaten und Waffen im höchst denkbaren Maße ihre Erfüllung finden wird.
Es ist ja nicht so, wie es die Feinde wohl gern sehen möchten, daß es sich hier um ein letztes verzweifeltes Aufbäumen des deutschen Volkes handelte! die letzten militärischen Ereignisse, der Abwehrerfolg