Ausgabe 
(23.7.1944) 201
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

Er scheint 7mal wöchentlich

jjoniUDezug 2-30 RM eiaschl. Zustellgebühr; postbezugsprels monatlich 2.30 RM (einschl. 30.1 Rpf- Postzeitungsgebiihrp jtuiügl. '42 Rpf. Bestellgeld. Postscheck: Hamburg 17 272. Anzei­genpreise und Aufnahmebedingungen lt. Preis­liste. Autnahmetermiae ohne Verbindlichkeit.

üremeroeitunn

Geschäftsstellen 1 )

Bremen: Oeeren 6'8 Ruf 2 19 31: Nachtrut und sonntags 2 47 63: ObernstraBe 88. Ruf 2 19 31; Syke: Mflhlendamm 2: Br. Hemellngeu: Bahn­hofstraße 8, Ecke Poststraße. Ruf 4 34 58: Br.- Vegesack: Rohrstr. 24, Ruf 4 u. 8; Br.-Blumen tbal, Kapt.-Dallmann-Str. 41'43, Ruf 88 u. 8»

Parieiamtliche Tageszeitung

Da» Amtsblatt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

Nr. 201 14h Jahrgang

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsbta« des Betchsstatthalters m O'denburq and Eremen

Sonntag, 23. Juli 1344

Einzelpreis 15 Rpi

/

/

Der Herd der Reaktion wird ausgetreten

Sabotage und Defaitismus werden künftig keine Hindernisse mehr zur Sammlung aller deutschen Kräfte sein Ausschöpfung vorhandener Reserveh Dr. Ley:Uns hat ein heiliger Zorn ergriffen"

; Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

dr! w. sch. Berlin, 22. Juli. Das deutsche Volk in all seinen Schichten, die Front und die Heimat, haben nach den Ereignissen des 20. Juli tief Atem gehblt. Es ist uns heute /zur beglückenden Gewißheit geworden, daß j das, was eine kleine Bande von verblende- e " ten Schuften zum gräßlichsten Verhängnis für Deutschland und für die gesamte euro- päische Kultur führen wollten, unbedingt zum Guten ausschlagen wird. Wenn es den Mordverbrechern vom 20. Juli gelingen konnte, für einige kurze Stunden in ganz eng begrenzten Bezirken und von der gro­ßen Oeffentlichkeit kaum bemerkt eine ge­ringe Verwirrung zu schaffen, so nur des­halb, weil einige der Rädelsführer in wich­tigen Schlüsselstellungen sich befanden. Daß diese verblendeten reaktionären Einzelgän­ger mit dem Geist und dem Wesen des deut­schen Offiziers und des nationalsozialisti­schen Soldatentums nichts, aber auch gar nichts gemein hatten, das bezeugt schon die Tatsache, daß ihr Unternehmen fast augen­blicklich in nichts zerstob, als es sich wahr- " hafter Soldaten als gehorsamer Werkzeuge bedienen wollte. Sofort war der böse Spuk zu Ende, und daran konnten auch die Schlüs­selpositionen einiger Rädelsführer nichts ändern. .

Aber nun. nachdem sich die winzige Ver­räterclique selbst entlarvt hat und -nachdem, wie Reichsorganisationsleiter Dr. Ley heute morgen in einer Kundgebung in einem Ber­liner Großbetrieb sagte, die Eiterbeule Gott sei Dank zeitig zum Platzen gebracht werden konnte, wird es vielen wie Schuppen von den Augen fallen. Wenn wir manchmal vieles nicht verstanden, was auf dem Wege zum geschlossenen Einsatz der gesamten Kampfkraft des deutschen Volkes gegen die von allen Seiten anstürmenden-Feinde* liegen sollte, so erkennen wir jetzt die Ursache.

- Sie lag darin, daß eine ganz verschwindend

: kleine Zahl verräterischer Kreaturen sich

bisher geschickt zu tarnen und an wichtigen l Posten einen Herd der Sabotage und des [ Defaitismus schaffen konnte. Dieser Herd ist 1 heute radikal ausgebrannt und ausgetreten, und der Reichsführer ff H i m m 1 e r ist be­stimmt im ganzen deutschen Volke untrüg­licher Garant dafür, daß sich ein solcher Sabotageherd nicht noch einmal bilden kann.

Nun weht überall wieder reine Luft und frischer Wind. Ein tiefes Aufatmen geht durch das ganze deutsche Volk in dem Be­wußtsein, daß es nun keine Hemmungen mehr auf dem Wege geben kann, der die absolut umfassende Sammlung aller deutschen Kampfkräfte und ihren restlosen Einsatz an allen Fronten der Abwehr und des endgültigen Sieges zum Ziele hat. Dr. Ley sprach auf der Großkundgebung von dem heiligen Zorn, der aus der Tiefe der Nation kommt. Dieser Zorn wird sich in seinen Wirkungen mit der Erkenntnis ver­binden, daß künftig an keiner einzigen Stelle mehr Sabotage und Defaitismus Hin- dernisse für die gewaltigste innere Erhe­bung der Nation werden können. Die schäu­mende Wut gegen die Reaktionäre draußen und drinnen, die das deutsche Volk * n der Stunde der Gefahr um den Preis sei­ner maßlosen Opfer an Gut und Blut brin­gen wollten, wird 'nun aber doch in ihrer ganzen geballten Kraft allen Feinden gegen- ( ®>er furchtbar zur Geltung kommen. Das ist wirklich die einmütige leidenschaftliche r Forderung der Nation, die als Folgerung aus den schmachvollen Ereignissen des 20. Juli abgeleitet wird, daß nunmehr die Revo­lution alles nachholt, was sie versäumt ,' bat, um den Opfern ihren geschichtlichen Sinn zu geben, die Millionen an der Front uf>d in d er Heimat durch Hingabe lhires BIu- j tes gebracht haben.

I Das vor allem war das unsagbar Gemeine an dem versuchten Verrat einer winzigen Kamarilla von wahnwitzigen Verbrechern, daß er sein Haupt in der Stunde der ernsten' 1 Gefahr erhob. Die Gegner rennen in die- ; sem Sommer mit all ihren gesammelten Kräften von Osten, Westen und Süden her Segen unsere europäische Festung an, ugd sie vermochten bisher trotz all ihrer ver-

- zweifelten Anstrengungen nicht zum Erfolg 2U kommen.

In 45 Tagen konnten unsere Heere vor Vier Jahren halb Frankreich erobern. Mehr Ns dieser Zeitraum ist seit Beginn des anglo - amerikanischen Invasionsunterneh- ]ii mens verflossen, und der Landraum, auf dem \C unsere westlichen Gegner noch heute abge- riegelt kämpfen, stellt nur einen winzigen V Bruchteil dessen dar, was unsere Heere vor ~ vier Jahren in einem unvergleichlichen An- \t sturm gewonnen haben. Gleichzeitig lastet Alpdruck von VI von Tag zu Tag drückender auf London und der südengli- ' £ c " en Operationsbasis der Invasionsheere.

: Es ist bezeichnend, daß im gegnerischen Lager heute schon wieder das Wetter für ii ie Langsamkeit des Vorankommens ver- antwortlich gemacht wird.

diesen Gründen erscheint es als

^ e i völlig unfaßbares Verbrechen, wenn Ver­räter in Deutschland der feindlichen Agita- icm die Möglichkeit geben konnten, in. der usbeutung des geplanten Verbrechens'den i moenen Völkern einen heuen stimmunqs- i, mampen Auftrieb zu geben. Die Leute drü- -Q werden allerdings hei solchen Bemühun- gen eine ^ furchtbare Enttäuschung erleben, m einzelnen Stimmen bahnt sich auch

schon die Erkenntnis an, daß die wiederbe­lebte Hoffnung auf einen moralischen Zu­sammenbruch Deutschlands vollkommen ab­wegig sein könnte, daß vielmehr die Mög­lichkeit bestehe, daß Deutschland nach der Ueberwindung dieser Krise erst recht zur Ausschöpfung all seiner Reserven gelangen x werde.

Um die Notwendigkeit dieser vollkomme­nen Ausschöpfung kommen wir' allerdings

dnb. Berlin, 22. Juli. Der tiefe Abscheu, der die gesamte deutsche Nation gegenüber dem feigen Mordanschlag auf den Führer er­faßt hat, fand spontanen Ausdruck in einer in einem Berliner Großbetrieb am Sonn­abend abgehaltenen Kundgebung, auf 'der sich Reichsorganisationsleiter Dr. Ley zum Dolmetsch der Gefühle machte, die nach dem ruchlosen Anschlag das werktätige Volk erfüllt.

Dr. Ley führte aus: Millionen deutscher Menschen stockte der Atem, als wir die Nachricht von dem Mordanschlag auf Adolf Hitler hörten. Im Augenblick wurde der Nation klar, was aus Deutschland würde, wenn dieser Mofdanschlag wirklich die von den Mördern beabsichtigten Folgen gehabt hätte. Die Auswirkungen wären unfaßbar, unvorstellbar. Alle Aussichten auf Erfolg und Sieg wären verschwunden. Vor allem aber würden Millionen deutscher Menschen in ein unsagbares Elend, in Sklaverei, Ver­nichtung, Armut, *Not und Hunger hinetn- geführt ganz abgesehen davon, daß die Opfer, die Millionen Soldaten und Familien in der Heimat durch Hingabe ihres Blutes gebracht hatffen, vergeblich gewesen wären.

Es paßte einigen reaktionären Herren nicht, daß sie in der deutschen Politik nichts

dnb. Aus dem Führerhauptquar- t i e r , 22. Juli. Das Oberkommando der

Wehrmacht gibt bekannt:

In der Normandie führte der Feind gestern östlich und südlich C a e n stärkere von Panzern unterstützte Angriffe, ln deren Verlauf er an einigen Stellen ln unsere Hauptkampflinie einbrechen konnte. Schon am Abend war jedoch das verlorengegan­gene Gelände durch Gegenangriffe unserer Truppen wieder in unserem Besitz und ein feindliches Bataillon vernichtet. Starke Pan- zerbereltstellungen des Feindes südöstlich Caen wurden durch Artillerie wirksam be­kämpft. Nordwestlich S t. L o scheiterten heftige örtliche Angriffe des Gegners,- Kampfflugzeuge beschädigten im Seege­biet westlich Brest einen feindlichen Zer­störer schwer und schossen dabei ein briti­sches Sicherungsflugzeug ab.

Im französischen Raum wurden 73 Terro­risten im Kampf niedergemacht.

Bei der Abwehr feindlicher Luft- und Schnellbootangriife auf ein Geleit in der Deutschen Bucht schossen Minensuchboote, Sicherungsfahrzeuge und Bordflak der Han­delsmarine fünf feindliche Jagdbomber ab. Vor der niederländischen Küste beschädig­ten sie zwei britische Schnellboote schwer. Drei eigene Fahrzeuge gingen verloren.

Das Vergeltungsfeuer auf London dau­ert an.

dnb. Führerhauptquartier 22. Juli.

In den Tagen vom 16. zum 20. Juli unter­nahm der Duce eine Besichtigungsfahrt zu den italienischen Divisionen, die sich in Deutschland zur Ausbildung befinden. Der Duce übergab den Italienischen Regimentern Ihre Fahnen, richtete eine Ansprache an die Truppen und wurde überall mit großen Kundgebungen und Begeisterung empfangen.

Am Abschluß seiner Reise besuchte der Duce den F ü h'r e r in seinem Hauptquar­tier. Die Unterredungen zwischen dem Füh* rer und dem Duce fanden im Geiste größter Herzlichkeit statt. Der Führer und der Duce prüften die Lage und besprachen unter ande­rem die Frage der italienischen Kriegs- interniprten. Es wurden die Richtlinien zur Lösung dieser Frage im Sinne der mora­lischen und materiellen Interessen .beider Länder festgelegt. Diese Lösung sieht vor, daß die kriegsinternierteh in den Stand freier Arbeiter übergeführt oder als Hilfs­kräfte im Rahmen der deutschen Wehrmacht eingesetzt werden.

An den Besprechungen im Führerhaupt- guartier nahmen der Reichsmarschall Her­mann G ö r i n g , der Reichsminister des Aus­

nicht herum. Sie wird nach dem Wegfall der letzten Hemmungen umfassende Wirk­lichkeit werden. Dann besteht auch die Sicherheit, daß sich das Blatt im Osten wendet und daß die Kraft des Widerstandes an allen Fronten ausreicht, bis der tech­nische Ausgleich und der angestrebte neue Vcrspturt ^unserer Waffen­rüstung Tatsache geworden ist. Gegen alle drohenden Gefahren kann in der Tat nur eines helfen, die beschleunigte voll­

mehr zu sagen haben sollten. Wie hat der Führer sie dabei behandelt. Er gab ihnen alles. Er hat diesen Mördern erst die Uni­form wiedergegeben, denn Deutschland be­saß vorher nur ein kleines Heer. Der Führer, gab Deutschland wieder 'Macht und damit auch ihnen. Diese Verbrecher lohnen es ihm Bomben, Mord und Undank. Ein Ar­beiter sagte mir gestern: ,,Gott sei Dank, daß das kein Arbeiter getan hatl Jawohl, jeder deutsche Stand, überhaupt jeder deutsche Mensch schämt sich, wenn er mit jenen Mördern auch nur weit­läufig in Verbindung- gebracht würde. Die Mörder besaßen jene internationalen Bin­dungen, die wir in ihren Kreisen kennen.

Das deutsche Volk verlangt heute, daß die Revolution alles nachholt, was sie versäumt hat. (Lebhafte zustimmende Zurufe, lang­anhaltender Beifall). Diese Kreaturen muß man vernichten. Jeder Deutsche muß wissen, daß sein Blut ausgerditet wird, wenn er Deutschland verrät.

Somit glaube Ich Im Namen des Volkes sprechen zu können, wenn Ich folgendes fest­stelle-. Uns hat ein heiliger Zorn ergriffen, der aus der Tiefe dieser Nation kommt. Während der deutsche Arbeiter, anständig, fleißig, unermüdlich arbeitet, noch und noch

In Italien führte der Feind fast auf der gesamten Front zahlreiche Einzelangriffe, die lm wesentlichen abgewiesen wurden. Nur am äußersten linken Flügel gelang es ihm unter hohen blutigen Verlusten gering­fügig Boden zu gewinnen. Erneute Angriffe gegen die neuen Stellungen scheiterten.

Im italienischen Raum wurden ln der letz­ten Zeit 70 Terroristen im Kampf nieder­gemacht.

Im Osten wurden durch Gegenangriffe unserer Truppen östlich Lemberg einige Frontlücken geschlossen. Nordwestlich der Stadt erzielten die Sowjets weiteren Ge- ländegewinn. Am oberen Bug wurden die auf das Weslufer vorgedrungenen Bolsche­wisten In harten Kämpfen aufgefangen. Zwi­schen flrest-Litowsk und G r o d n o griff der Feind mit starken Infanterie- und Panzerkräften an, konnte an einigen Stellen weiter voidrinqeit, wurde aber in den mei­sten Abschnitten unter hohen blutigen Ver­lusten und unter Abschuß zahlreicher Pan­zer abgewiesen.

Nordöstlich Kauen dauern die erbitter­ten Kämpfe an. Zwischen dem Seengebiet südwestlich Dünaburg und dem Pei- p u s s e e wurden zahlreiche feindliche An­griffe unter hohen Verlusten für die Bol­schewisten zerschlagen. In einigen Ein- bruchsstellen sind die Kämpfe na£h im Gange.

wärtigen v. Ribbentrop, und General- feldmarschail Keitel, von italienischer Seite Marschall Graziani und Unter­staatssekretär des Aeußeren, Graf M a z z o - l.ini, teil. Der deutsche Botschafter in Ita­lien', flahn, und der italienische Botschaf­ter in Berlin, A n f u s o , begleiteten den Duce auf seiner Reise.

Glückwünsche zur Reifung

dnb. Berlin, 22. Juli. Die Staatsober­häupter der mit Deutschland verbündeten und befreundeten Mächte haben dem Führer ihre freudige Genugtuung zu dem Fehlschlag des verbrecherischen Anschlags und ihre und Ihrer Völker Glückwünsche zu der glücklichen Rettung des Führers in herz­lichen Telegrammen ausgesprochen.

Die in Berlin beglaubigten Botschafter, Ge­sandten und Geschäftsträger der ausländi­schen Staaten, an ihrer Spitze der Doyen-des Diplomatischen Korps, Nuntius Orsenigo, haben durch Eintragung in das in der Prä­sidialkanzlei ausliegende Besuchsbuch ihre Teilnahme und Glückwünsch? zum Aus­druck gebracht.

kommene Erfassung und Erhebung all der starken deutschen Kampfkräfte, die bisher . noch nicht zum vollgültigen Einsatz ge- ? bracht werden konnten Wenn die Ereig­nisse des 20. Juli den Weg zu dieser be­schleunigten Erhebung geebnet haben, so wollen wir auch darin wie in der wunder­baren Errrettung des Führers dankbar das Walten der' Vorsehung erkennen, die un­seren Anstrengungen und Opfern den Lor­beer des Sieges nicht vorenthalten will.

schafft, zehn Stunden, elf, zwölf, Ja mitunter bei dringendem Programm 16 Stunden ar­beitet, oft ohne Sonntag und ohne Feiertag, darf es nicht sein, daß Irgendwelche nirhts- tuenden Idiotischen Verbrecher* Deutschland anfallen können und ihm seinen Führer zu nehmen drohen. Das darf nicht seinf

Adolf Hitler ist uns alles! (Minuten­langer Beifall.)

Wir gehören ihm und er gehört uns. Und das ist das Gute, was diese Tat offenbarte, die enge Verbundenheit der breiten Massen mit diesem einzigartigen Mann, mit Adolf Hitler. Es wird jetzt vieles anders werden. Die Eiterbeule ist Gott sei Dank zeitig ge­platzt. Das ist nicht nur eine gewonnene Schlacht, sondern der gewonnene Krieg. (Stürmischer Beifall.)

Ich spreche im Namen der vielen Tau­sende schaffender Menschen in dieser Halle und zugleich lm Namen des ganzen deut­schen Volkes, wenn ich den Herrgott bitte: Bewahre uns Adolf Hitler, wie du thn bisher geschützt hast! Halte deine starke Hand über llrnl Was das Schicksal uns auch auferlegt werden wir tragen. Es mag noch so hart kortmen. Wir werden alles meistern. Nur um eines bitten wir das Schicksal, daß es uns den Führer erhalte!

In Luttkämpfen verlor der Feind 63 Flug­zeuge.

In der Nacht waren "die Bahnhöfe Borissow und Orscha das Angriffsziel schwerer deut­scher Kampfflugzeuge, ln den brennenden Bahnanlagen flogen mehrere Munitionszüge in die Luft.

Nordamerikanische Bomber drangen vom Westen und Süden in das Reichsgebiet ein und griffen mehrere Orte in Süd- und Süd­westdeutschland an. Besonders in den Wohn­vierteln von München, Mannheim, Ludwigshafen und Schwelnfurt entstanden Schäden und Personenverluste. Luftverteidigungskräfte vernichteten 68 feindliche Flugzeuge, darunter 55 viermoto­rige Bomber.

In der Nacht überflogen feindliche Flug­zeuge Nordwest- und Südostdeuschland und warfen auf das Gebiet der Reichshaupt­stadt eine Anzahl von Bomben. Sechs britische Flugzeuge wurden zum Absturz ge­bracht.

Unterseeboote versenkten in harten Kämpfen neun Schilfe mit 44 000 BRT. und zwei Zerstörer. Ein weiterer Zerstörer und vier Dampfer wurden torpediert.

Ein Unterseeboot schoß außerdem einen viermotorigen Bomber ab.

Neue Ritterkreuzträger

dnb. Führerhauptquartier, den 22. Juli. Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichs- marschall Görfng, das Ritterkreuz des Eiser­nen Kreuzes an: Oberfeldwebel Alois

Ber nid 1, Fliegerschütze in einem Schlacht­geschwader.

Baukünstlerische Betreuung der Ehrenmale

dnb. Berlin, 22. Juli. Professor Wilhelm Kreis, den der Führer mi,t der Gestaltung der deutschen Kriegerfriedhöfe beauftragte, wurde wie die NSK. meldet auch mit der baukünstlerischen Betreuung der von. der NSDAP, zu errichtenden Ehrenmale, Ehrenhöfe usw. zum Gedächtnis der Gefal­lenen betraut. Damit vereint Generalbaurat Professor Kreis in seiner Hand die^Moglich- keit der künstlerischen Einflußnahme äuf alle von Wehrmacht, Partei und Staat zu errichtenden Kriegerfriedhöfe bzw. Ehren-' male.

In den Gauen werden Gaubeauftragte des Generalbaurates, hei denen zunächst sämt­liche Bauvorhaben einzureichen sind, ein­gesetzt. Während des Krieges können, nur die vordringlichsten' Maßnahmen durchqe- führt werden. In den Heimatorten werden erforderlichenfalls provisorische Ge- dächtnis$tätt.en geschaffen. Die Gaubeauf- t.raaten beraten die Antragsteller an Ort und Stelle, da der Platzauswahl bei Kriegerge­dächtnisstätten im Hinblick auf landschaft­liche Schönheit besondere Bedeutung zu- .kommt.

Nach dem Attentat

Prasse Hoßmarm

Der Führer und der Duce nach dem miß- gliicl.ten Sprengstoffan schlug

die VatSeeeUkHQ 4e» dtttieH I/Jeiiktieqet

Von Generalmajor a. D. Professor Dr. Karl Haushofer

Es ist nützlich zu wissen auch für alle Verhandlungen, die der Beendigung des zweiten Weltkrieges mehr oder weni­ger langwierig vorangehen müssen, wo Sprungbretter für .den ,,dritten Weltkrieg' vorsorglich von den sogenanntenverbün­deten Nationen" angelegt werden.

Das geht zum Teil aus ihrem Schrifttum und ihren Karten, auch aus Fälschunge:. von Karten anderer, mit deutlichem Neben­zweck hervor, zum Teil auch aus den Kämpfen um gewinnträchtige künftige Aus­gangsstellungen, so namentlich der Paname- rican Airways (Juan Trippe) 300 Flug- I häf&n, - 240 Fpnk- und YTetterstationer L- demnächst vierzig Ländern, bald 180 000 k 1 Luftrouten und" Jahresgewinn von über 1 Milliarde Dollar gegen ca. 16 andere USA-Luftfahrtgesellschaften und vor allem die .Versuche Englands, ein Luft-Ottawa der Freiheit der Luft" (wie sie die USA als Weltmonopol verstehen) entgegenzustellen.

Es sind zum Teil sehr wenig reinliche, mit dem Stock der Vorsicht getrübte Quellen, aus denen Einblick in die Beweggründe zum Aufbau solcher geopolitischen Zukunfts­sprungbretter fließt: aber sie dürfen natür­lich nicht vernachlässigt werden.^ Das gilt namentlich, wenn unsere Gegner anfangen. Karten zu zeichnen oder früher tn Europa gezeichnete zu verfälschen. Das hat man bereits von den USA. aus praktiziert, als es galt, Südamerika und Mittel- a m e r i k a kopfscheu in Panik hineinzu­sprengen und dadurch empfänglich zu machen für die Dollar-Politik. Die Sowjet­union, noch aus den. Zeiten desrollenden Ruhels" mit den Methoden des rollenden Dollars vertraut und von einigen sehr klu­gen Köpfen geopolitisch geschult, ent­wickelte ähnliche Methoden selbst gegen­über Zentralasien erfolgreich an der Sun- Yat-sen-Universität und in Taschkent: sie ist also mit solchen Netzen nicht zu fan­gen. London hat zu lange selbst an der Anfertigung sölcher Jagdwerkzeuge gegen­über harmlosen Völkern gearbeitet, um sie nicht zu kennen.

So liefern denn zweifellos die USA in ihrer . Vorkriegsverganqenheit und ihrer geopolitischen Vogeistelleipraxis seit ihrem Kriegseintritt die besten Unterlagen für die Beurteilung künftiger Schlagnetze, während England zuviel Rückzugs-Stadien an sol­chen Vorrichtungen hinnehmen mußte wie z. B. in dem nichtsowjetischc n , Sani- tatskordon" in Osteuropa, in den preisgege­benen garantierten Nationen, ja in nicht wegzudisputierenden, gedruckten Aeußerun- gen seines Premierministers über die Sowjet­union, um an ihre zureichende Tarnung denken zu können. Die Sowjetunion da­gegen besteht auf ihrem Anspruchsschein, namentlich soweit ihr bereits Ansprüche von anderen eingeräumt worden waren, und macht ihr Recht als gleichberechtigter Part­ner gegenüber den anderen Nationen im Besitz von kolonialen Goldfransen geltend, um diese Goldfransen vorbereitend in Un­ordnung zu bringen. Davön 'macht sie im östlichen Mittelmeerbecken, in Iran und im Nahen Osten Gebrauch, und trommelt, nachdem man in Kairo durch vorzeitige Aufteilung auf dem PapieT Dampf auf Ja­pans Abwehrantriebe gelenkt hat.

So liefert eine aufmerksame Prüfung schon der öffentlich ruchbaren Gegensätze unter denalliierten Nationen" reichliche An­haltspunkte zur Beurteilung der Stellen auf dem Erdball,, wo sie Sprungbretter für den dritten Weltkrieg" errichten oder neue Brandherde aufbauen wollen, wie in Korea, der Mandschurei, in Taiwan und Hohqkong, von größeren im Bereich Großostasiens, Europas und Afrikas nicht zu reden.

Namentlich die arktischen und antarkti­schen, bisher latenten Räume werden auf intensivste Weise, in die Streitfragen der Luftherrschaftspolitik einbezögen, was so­weit es die Ansprüche der USA angeht weder die Sowjetunion noch Kanada ganz gleichgültig lassen dürfte.Life"'vom De­zember 1942 gab dazu deutliche Karten, mit Pfeilen reichlich ausgestattet, heraus.

Adolf Hitler ist uns alles!

Treuebekenntnis der deutschen Arbeiter Großkundgebung mit Dr. Ley in einem Berliner Betrieb

Stärkere Angriffe östlich und südlich Caen

Verlorenes Gelände durch Gegenangriffe wiedergewonnen - Starke Feindangriffe zwischen Brest-Litowsk und Grodno U-Boote versenkten 44000 BRT. und einen Zerstörer

Der Duce-Besuch beim Führer

Unterredungen im Geiste größter Herzlichkeit Der Duce bei den

italienischen Divisionen