Ausgabe 
(21.7.1944) 199
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Parteiamtliche Tageszeitung

Das Amisblail des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadl Bremen

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Nr. 1S9 • 14. Jahrgang

Freilag, 21. Juli 1S44

Einzelpreis 15 Rpf.

Mißglückter Anschlag auf den Führer wird beantwortet

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Ein teuflisches Sprengstoffattentat und seine Folgen

England, Urheber des Krieges und Organisator von Mord und Terror wird uns kennenletnen — Erhöhter Einsatz der Vergeltungswaffe aus London gemeldet — Eng/and muß neues Warnsystem einführen — Das deutsche Volk wird neue gigantische Kampfmittel in ungeahnten Massen herstellen

dnb. Berlin, 20. Juli. Auf den Führer wurde heute ein Sprengstoff­anschlag verübt.

Aus seiner Umgebung wurden hierbei schwer verletzt: Generalleutnant Schmundt, Oberst Brandt, Mitarbeiter Berger.

Leichtere Verletzungen trugen davon: Generaloberst J o d 1, die Gene­rale Korten, Buhle, Bodenschatz, Heusinger, Scherff, die Admirale Voss, von Puttkammer, Kapitän zur See A s s m a n n und Oberstleutnant Bergmann.

Der Führer selbst hat außer leichten Verbrennungen und Prellungen keine Verletzungen erlitten. Er hat unverzüglich darauf seine Ar­beit wieder aufgenommen und — wie vorgesehen — den Duce zu einer längeren Aussprache empfangen.

Kurze Zeit nach dem Anschlag traf der Reichsmarschall beim Führer ein.

Gau Weser-Ems an den Führer

BZ. Oldenburg, 20. Juli. Sofort nach Be­kanntwerden des nichtswürdigen Anschla­ges auf den Führer sandte der Gauleiter des Gaues Weser-Ems folgendes Telegramm an Adolf Hitler:

Mein Führer!

Voll Abscheu und Empörung über den feigen Anschlag auf Ihr Leben empfinden wir alle unendlich dankbar den weisen Willen der Vorsehung, die Sie, mein Füh­rer, Ihr Lebenswerk vollenden, sehen will. Empfangen Sie, mehl Führer, mein und der Männer und Frauen des Nordseegaues er­neutes Gelöbnis der Treue und Hingabe für Sie und Ihr Werk und die Versicherung unserer tiefen Ueberzeugung, daß der Sieg mit Ihnen ist.

Heil, mein Führer! Ihr

Eigener Bericht

BZ. Berlin, 20. Juli. Die kurze, knappe Meldung über den Anschlag au! Adolf Hit­ler hat das deutsche Volk nachdrücklich darauf hingewiesen, daß der Feind vor nichts zurückschreckt. Weder das Leben von Frauen und Kindern, das weiß Deutschland, noch das Leben von Staatsoberhäuptern ist unseren Gegnern heilig. Am heutigen Tage

war die spontane Reaktion aller Deutschen: Alles, was deutsche Erfinder­schaft und deutsche Werkmanns­arbeit schaffen können, ein­setz e n und den Piutokraten die Antwort geben! Die Welt wird als erste Folge eine erhöhte Bereitschaft des deutschen Volkes feststellen, die Massenproduktion von Ver­geltungswaffen derart zu steigern, daß den Engländern und ihren Freunden die Lust zu derart ungeheuerlicher Kriegfüh­rung vergeht. Von Tag zu Tag bereits erhöht sich die Wirkung von V 1, und gerade heute abend zeigt sich in den Meldungen aus Eng­land, daß den Briten das Atmen schwerer und schwerer wird. Es spiegelt sich in den Londoner Berichten der Stockholmer Presse am Donnerstag deutlich der ver­stärkte Einsatz der V 1 wider. So er­fährt der Londoner Korrespondent von „Aftontidningen", daß die Angriffe am Diens­tag und Mittwoch die umfassendsten seit dem Einsatz der fliegenden Bomben ,gewesen sein dürften. Man glaube, daß die Stütz­punkte der deutschen fliegenden Bomben Jetzt verlegt worden seien und durch beson­ders ausgebildete Arbeiter im Laufe einer

Nacht montiert werden könnten. Es habe den Anschein, als ob die Deutschen Jetzt neuere, größere Typen von fliegenden Bom­ben einsetzten, die, bevor sie herabstürzten, eine kleinere landminenähnliche Bombe, die an einem Fallschirm hängt, fallen lassen.

Die britische Regierung hat nach dem Lon­doner Korrespondenten von „Nya Dagligt Allehanda“ sich jetzt dazu entschlossen, ge­gen die deutsche fliegende Bombe das viel geforderte lokale Warnungssystem einzuführen. Der Oeffentlichkeit soll Zeit gewährt werden, Schutz gegen eine direkt gegen das betreffende Gebiet gerichtete Bombe zu suchen. Man ist in London ganz allgemein zu der Auffassung gelangt, schreibt der Englandberichterstatter von „Nya Dagligt Allehanda", daß die deutsche Offensive mit fliegenden Bomben ununter­brochen fortgesetzt wird. Im Unterhaus gab der britische Innenminister Morrison in­folgedessen am Donnerstag bekannt, daß er wahrscheinlich im Laufe der nächsten Woche eine amtliche Erklärung abgeben werde über ein neues Warnsystem in ganz Großbritannien.

Londons schlimmste Nacht

Die V 1 kam in Schwärmen —- Nach wie vor keine wirksamen Abwehrmitte/ — Baliour verweigert Auskünfte

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Gauleiter

Drahtbericht unseres Stockholmer Vertreters hw. Stockholm, 20. Juli. Die Englän­der melden in sichtlich gedämpftem Tonfall anhaltende Einflüge von V-i-Geschossen. Die in Stockholm vorliegenden schwedischen Berichte enthüllen sogar, daß die V -1 - Offensive eine Steigerung erfahren habe wie nie zuvor und daß die englische Hauptstadt ihre schlimmste Nacht seit Beginn des deutschen Vergeltungsfeuers hinter sich habe. Vermehrte Todesopfer und Sachschäden werden auch von englischer Seite zugegeben.

Die deutschen Sprengkörper „strömen", wie neutrale und amerikanische Berichte sich ausdrücken, förmlich nach Südengland herein. „Associated Preß" meldete am Mitt­wochabend: Die letzten 24 Stunden gehören zu den schwersten seit Beginn des „Robot- Bombardements" gegen London und Südeng­land. Die Bomben kommen nicht einzeln, sondern»! n förmlichen Salven. Die Robot-Bombardements seien, so meint die amerikanisch© Agentur, bedeutend gestei­gert worden seit Beginn der englischen Offensive in der Normandie Schwedische

Persönlichkeit gegen bolschewistische Vermassung

Gauleiter Dr. Scheel über Hochscfiu/e, Forschung und Studententum im fünften Kriegsiahr

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dnb. B e r 1 i n, 20. Juli. Ueber,die höchste Entfaltung aller Kräfte der deutschen Hoch­schulen im fünften Kriegsjahr auf dem Höhepgunkt des deutschen Schicksalskampfes sprach Gauleiter Dr. Scheel auf einer Kundgebung anläßlich des 25. Jahrestages der Gründung der deutschen Studenten­schaft.

Unter begeisterter Zustimmung der Hoch­schullehrer und Frontsoldaten stellte Gau­leiter Dr. Scheel die Erkenntnis in den Mittelpunkt, daß dieser Krieg auch der große Kampf der Persönlichkeits­idee und des schöpferischen Gei­stes gegen die bol schewistische und plutokratische Vermassung ist.

„In diesen Tagen", so erklärte Dr. Scheel, „da der Feind in einem wütenden Ansturm Deutschland, unser Volk und unser Reich zu zerschlagen sucht, schlägt damit auch Kr unsere gesamte Kultur, für unser Gei­stesleben unsere Wissenschaft und For­schung die Schicksalsstunde Wir bekennen uns bewußt zu dieser Tatsache und ziehen daraus alle Folgerungen. Die deutsche Hochschule weiß, daß auch über alles, wofür sie arbeitet, lebt und kämpft, jetzt die Entscheidung fällt. So stehen wir mit tiefer Inbrunst zu unserem deutschen Volk und zu unserer nationalsozialistischen Bewegung.

Der Führer ist heute der einzige G a - r ant für die Erhaltung der Freiheit des Geistes, für unsere Wissen­schaft und Kultur, für alles, was wir Beben, für alles, was uns heilig.

Hätte Adolf Hitler die deutsche Kraft nicht wiedererweckt und zur stärksten Ent Ialtung gebracht, so wäre es unseren Geg nern nach dem Weltkrieg schon in qualvol len Jahren eines scheinbaren Friedens ge­lungen, Deutschland zu zerstören. Darüber gibt es gar keinen Zweifel: ein Deutschland ohne Adolf Hitler hätten sie vernichtet, ein Deutschland mit Adolf Hitler, das wissen wir mit glühenden Herzen, be­siegen sie nie m’a 1 s ! Durch die Schaf­fung der deutschen Volksgemeinschaft, durch die Gründung des Großdeutschen Reiches hat der .Führer die Träume der besten Deutschen unserer Geschichte er­füllt. Was sie erhofften und erstrebten, die großen Männer unseres Volkes, die Feld­herren und Könige, die gewaltigen Dichter,

enker und Forscher, der Führer hat es ge­meistert und vollzogen.

r. Scheel gedachte dann der Männer des

udententums und der Hochschulen, die als

Soldaten dieses Krieges ihre Treue durch das höchste Opfer besiegelt haben. Große Entscheidungen werden niemals ge­schenkt. Auch für das geistige Ringen gilt diese ewige Wahrheit. In diesem Kampf be­kennen wir uns zu unserer stolzen Tradi­tion. Wir wissen aber, daß es unsere höchste Pflicht ist, es den besten Männern durch eigene Leistung gleichzutun. Wir wol­len es dabei auch aussprechen, daß der Wissenschaftler und der Mann des akademi­schen Berufes, der sich in diesem, für das deutsche Volk so wichtigen, ja entscheiden­den Lebenssektor bewährt, auch öffentliche Anerkennung verdient. Die Bedeutung der akademischen Berufe, der Aerzte, Ingenieure, Richter und Erzieher für die Entwicklung und Zukunft des deutschen Volkes und den Kampf um dön Sieg ist sehr groß. Wir wollen uns der Größe der Ver­pflichtung, die mit diesen Berufen verbun­den- ist, jederzeit würdig erweisen, 1 In besonderem Maße gilt das für die Forschung. Forscher und Träger der Wissenschaft sein zu dürfen, bedeutet höchste Berufung. Wenn wir gerade im

Kriege darüber sprechen, dann möchten wir unsere Forscher als Generale des Geistes bezeichnen. Wissenschaft, For­schung und der Kampf um die letzten Er­kenntnisse stehen nicht außerhalb des Volkes oder gar der Bewegung. Im Gegen­teil:

Indem unsere Bewegung für die Wahrheit und für das deutsche Leben kämpft, kämpit sie auch für die deutsche Wissenschaft und Forschung. In diesem Ringen steht der Wissenschaftler in vorderster Front. Die Taten und die Weltanschauung des Führers geben auch dem Forscher große Impulse.

Wenn jetzt-iw Kriege die Zweckforschung im Vordergrund steht, so sind wir uns doch als Männer der Bewegung dessen bewußt, daß für die Wissenschaft die Grundlagen­forschung entscheidend ist. An diesem Grundsatz werden und wollen wir unver­rückbar festhalten. Es besteht kein Zweifel daüber,, daß im nationalsozialistischen Zeit­alter dem deutschen Wissenschaftler und Forscher die besten Arbeitsmöglichkeiten zur Verfügung stehen werden. Der ewige (Fortsetzung auf Seite 2)

Schwerter für bewährte Ostkämpfer

Für hervorragende Tapferkeit bei Wilna und Kowel

dnb. Berlin, 20. Juli. Der Führer ver­lieh am 9. Juli 1944 das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: ^-Sturmbannführer

Hans Dorr, Regimentskommandeur in der 11-Panzer-Division „Wiking“ als 77. Soldaten der deutschen Wehrmacht.

Der Führer verlieh am 18. Juli das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eiser­nen Kreuzes an Oberst Theodor T o 1 s - dorf f, Führer einer Kampfgruppe, als 80. Soldaten der deutschen Wehrmacht.

Sturmbannführers D o r r s hervorragende Tapferkeit beim Kampf um Kowel war es zu verdanken, daß der Feind aus dem West­teil Kowels hinausgeworfen, eine be­herrschende • Höhenstellung eingenommen und eine nicht mehr zu störende Versorgung der eingeschlossenen Einheiten sicher­gestellt wurde. — Oberst Tolsdorffs und seiner Kampfgruppe tapferes Aushalten in einer fast aussichtslosen Lage ermöglichte es, die Verteidiger von Wilna aufzunehmen,

als diese den Durchbruch nach dem Westen erhalten hatten.

Neue Ritterkreuzträger

dnb. B e r 1 i n , 20. Juli. Der Führer ver­lieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: W-Obergruppenführer und General der Polizei Curt von Gottberg, Kommandeur einer Kampfgruppe: ^-Obersturmbannführer Wilhelm M o h n k e , Regimentskommandeur in der M-Panzer-Divison „Hitler-Jugend“: Sh -Sturmbannführer Karl-Heinz Prinz, Abteilungskommandeur in der SS -Panzer- Division „Hitler-Jugend".

Ferner verlieh der Führer auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichs­marschalls Göring, das Ritterkreuz, des Eisernen Kreuzes an: Leutnant Rammelt, Pionierzugführer in einem Fallschirmjäger- Regiment: Fahnenjunker-Feldwebel Braun, Beobachter in einem Kampfgeschwader.

Durch den Führer ist der ^-Unterschar­führer Egon Christophersen aus Stroeby auf Seeland als erster dänischer Freiwiliger mit dem Ritterkreuz des Eiser­nen Kreuzes ausg«z«kiMMt Word«««.

Meldungen zitieren Londoner Blätter vom Mittwochabend, beispielsweise „Evening Standard", dessen Korrespondent von einem „Großangriff mit fliegenden Bomben, die über die Straße von Dover und den Kanal hereinströmen", spricht. Nähere Angaben verbietet natürlich die Londoner Zensur. Vor allem darf keine., auch nicht die geringste, Einzelheit über <&e .Schäden gesagt wer­den. Man kann sich trotzdem ungefähr ein Bild machen, was während dieser „bisher schlimmsten 24 Stunden für London im Ge­biet der englischen Hauptstadt vorgegangen sein muß. Die Zahl der Abschußstellen scheine erheblich gesteigert worden zu sein. Während von einigen Abschußanlagen aus London beschossen wurde, hätten sich andere auf die Häfen an der Südostküste Englands spezialisiert

Der Londoner Vertreter von „Stockholms Tidnlngen“ meldet, möglicherweise würden von deutscher Seite auch größere Sprengkörpertypen zur Anwendung gebracht mit weiterem Aktionsbereich als bisher.

Aus zahlreichen Londoner Meldungen geht hervor, daß die Engländer sich weiter­hin nicht Im klaren über wesentliche tech­nische Voraussetzungen des V-l-Krieges sind. Sie schweben u. a. ln Ungewißheit über die Reichweite der deutschen Spreng­körper, die auch von sogenannten Sachver­ständigen widersprechend angegeben wird. Unterstaatssekretär B a 1 f o u r lehnte es im Unterhaus rundweg ab, über V 1 irgend­welche Erklärungen abzugeben. Er redete sich aus der peinlichen Situation mit der Bemerkung heraus, es sei im Augenblick nicht empfehlenswert, irgendwelche Gegen­maßnahmen bekannt zu geben.

Der Korrespondent der „Morgontidningen" stellt fest: „Fliegende Bomben haben im Laufe des letzten Tages und der Nacht Süd­england und London in größerem Maße heimgesucht als seit langem. Was London betrifft, so dürfte die Nacht zwischen Diens­tag und Mittwoch als bisher schlimmste seit Einsatz dieser Waffe betrachtet werden." Alle englischen Abwehrmittel waren in äußerster Tätigkeit. Von der Küstenflak bis zur Jagdfliegerei wurde gesteigerter Einsatz verlangt." Aber der Ansturm der fliegenden Sprengkörper dürfte die Verteidigung vor ganz neue unerwartete Probleme gestellt haben.

Die englische Luftwaffe hatte in den letz­ten Tagen versucht, die Stimmung in der Londoner Bevölkerung zu heben und durch prahlerische Behauptungen über angebliche Ergebnisse der eigenen „Vorbeugungs- bombenoffensive". Auch die wilden Terror­angriffe auf München spielten dabei eine Rolle, indem versucht worden war, den Ein­druck zu erwecken, als könnten dort irgend­welche für die V 1-Produktion wichtige Punkte getroffen werden. Das war natürlich nur ein leerer Vorwand für die Fortsetzung der verbrecherischen Terror­kriegführung gegen die deutsche Zivil­bevölkerung und die europäischen Kultur­stätten nach den Methoden der letzten Jahre.

Die deutsche Antwort besteht in ver­schärftem Vl-Feuer, das jetzt in die englische Hauptstadt hineinhagelt und den Engländern * zeigen mag, daß die Ver­geltung kommt, vielleicht nicht immer mit einem Schlage, vielleicht schritt­weise sich steigernd, aber un­erbittlich.

Immer gewaltigere Waffen gegen die Mörderbandel

Hamann/lransocean-tui opapress England, Insel des schleichenden Mordes, besitzt keinen Panzer, der an den J'anther “ heranreicht. Solche und andere Riesenuafjen werden unseren Feinden zeigen, wie das Ende ihrer schmutzigen Kriegführung aussehen wird, ln unvorstellbar kurzer Zeit wurde der neue deutsche Panzertyp JPanther“ in Zusammen­arbeit zwischen Reichsminister Speer, dem Generalinspekteur der Panzertruppen und dem Heereswaffenamt vom Entwurf zur Massen < anferligung und damit zur Front gebracht. — Mit Leichtigkeit nimmt der J’anthcr' 4 ■ jedes Hindernis.

fintt/daq mtf. 4 a» Zeßea 4 e» Volke»

Von

Kurt G. Stolzenberg

Der Führer ist kaum verletzt! Das ist das erste, was jeder aufatmend zur Kenntnis nimmt.

Wir wären schlechte Realpolitiker, wenn wir den Anschlag auf das Leben des deutschen Volkes mit Erstaunen aufnehmen wollten. Wir führen Krieg mit England, und das besagt alles. Wer mit jenem Land im Kampfe liegt, das sein Reich ohne gül­tigen Auftrag des Geschichtssinns, sondern nur aus robuster Kraft und mit einer Kette von Verbrechen errichtete, muß auf alles gefaßt sein! England, verfluchtes Land ver­dammter Geheimmörder, hat durch diesen von ihm angezettelten Krieg Trauer, Blut und Elend über Millionen deutscher Familien gebracht, zwingt uns auf den niedrigsten Lebensstandard, hetzte uns die vertierten Bolschewisten auf den Hals. Schwer ringend, um sein Leben kämpfend, steht das Volk da, das der Welt die herrlichsten Kulturgüter geben könnte, das der Menschheit die wun­derbarsten Werke menschlichen Geistes und Fleißes'zu schenken vermag. Brach für den menschlichen Fortschritt, aufgehalten im Streben zur Entwicklung modernen Auf­stiegs liegt Deutschland. Schuld ist England.

Wenn Tiere viehisch hausen, so liegt das in ihrer Natur. Wir können es nicht be­klagen, daß Kommunisten Kommunisten sind. Untermenschen hat es gegeben, solange die Welt besteht,. Daß Untermenschentum aber zur Weltmacht werden konnte, das ist neu und blieb. einer Zeit Vorbehalten, da Engländer die Weltpolitik maßgebend mit­bestimmen. England mit seiner gleis­nerischen, rücksichtslos die Verbündeten opfernden Politik, England mit seinem primi­tivem Geist, der nicht nachdenkt über die moralischen Folgen des Handeln, hat 1917 das alte Rußland geopfert und dem Chaos den Weg frei gemacht in die Weltpolitik. Wenn dieses Chaos nun anbrandet gegen die Festen freien Menschentums, so sind Gerichtsurteil^ gegen die Wogen dieses Verderbens sinnlos und lächerlich. Aber der Spruch der Geschichte muß diejenigen mit rächendem Blitz treffen, die die geistigen Urheber, die heimlichen Veranlasser dieses Unheils sind. Die intellektuellen Mörder sind immer wieder die Lords an der Themsel Diese Männer im tadellosen Anzug sind verlumpter als die übelsten Penner der englischen Slums. Diese Herren mit den gepflegten, nach Lavendel duftenden Fingern haben blutigere Hände als jene dunklen Gestalten, die Scotland Yard um­sichtig ins Zuchthaus zu bringen versteht, damit der City die Schmutzkonkurrenz vom Halse geschafft wird. Dieses verjudete Britannien, Verderbenbringer der zivilisierten Epoche, hat mehr als irgend ein anderes Volk auf dem Gewissen. Albion, abgefeimt, verräterisch, treulos und egoistisch, hat den Begriff des Kriminellen in die Politik ein­geführt. Es hat es am 20. Juli 1944 wie an jenem 9. November 1939 im Münchenet