ind | n 5 i berück * drh^ lt genoiji IB J r *««21 , ln «n üi e »schiff .'
hen wi,' Von scW ** Stofl^
\<l Erscüeint 7 mal wöchentlich
Monatsbcraf 2.30 RM eiB»chl. Zustellgebühr; Postbezugsprels monatlich 2.30 RM (einschl. 30.1 Rpf. Postieitungsgehühr) zurügl. 42 Rpf. Bestellgeld. Postscheck: Hamburg 17 272. Anzeigenpreise und Aufnahmebedingungen lt. Preististe. Aufnahmetermine ohne Verbindlichkeit.
sde
rici,
■GescHäftsstell
e n'
Bremen: Oeeren 6'8. Ruf 2 19 31: Nachtruf und Sonntags 2 47 05: ObernstraBe 86. Ruf 2 19 31; Syke: MUhlendamm 2: Br.-Hemelingen: Bahn- hofstraBe 6, Ecke Poststraße, Ruf 4 34 58: Br Vegesack: Rohrstr. 24. Rüt 4 u. 8; Br.-Blumen thal, Kapt.-Dailmann-Str. 41/43, Ruf 88 u. 89
U Uhr, f .
! w**;
JT, Alt *«e
Äj:
siede ~ Oldenk ~ Wsb5 * ~ %
Parteiamtliche Tageszeitung
Das Amtsblatt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
■W/.PIiW
der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verkündungsblatt des Reichsstalthalters in Oldenburg und Bremen
U 9 .««« s. ‘ScnieöeB j
idiunjn
Pilsen. i
“ 2« W» i
. Uoniitu,- l0 Phiensta Warte, u Helferin ' Ueniie.,, im Ge*, Kteisj. litisch*. t • Teirj,: /altert en Vtjj sowc ...
ille eh*, igenotsi^ leschlot*, 20 . 7 , ; res Partei fpunkt: Gi >f, 15,3t*
weite K> rbringm; tder hi« luamtsleh nung übt
1 Walter dreifach : Hochlt und:
>>
'den war gegrüa* ickelt v tuemfüb der beit einen:
deutsch T apferfe e gebors nrich Dt rüchidf r-ütaV enkopl
ir af
ein
ihn. :eu<l e , Tr eff so * iet thn,
mg fj
ir l" serl
it,
Nr. 198 • 14. Jahrgang
Donnerstag, 20. Juli 1944
Dramatische Luftschlacht über Süddeutschland
113 Feindmaschinen abgeschossen - Zahlreiche Flugzeugwracks auch im Nord- und Ostseeraum
cergebne
die OS : s aber: nd M® sträger \ iche, ete -.leitet f r Urlaub fsbiltswc jeführt
stagk
^ im'Rui; t GeSus Uten auc
4.45 » ig 21.081
>1 er«?
■sch««®
gebrir
er
tnerlä®-
rgnüjl
ct
Tasche,- cnlicb ( leicht lieh ' n i*'
<
nute* tniütj iner r cd e' r> anld 1 ^ durch 5
r g 8 8, i
rs*
Eigener Drabtbericht
rd. Berlin, 19. Juli. Zum drittenmal in diesem Monat unternahmen die in England und Italien stationierten USA.-Bomberver- bände am 18. Juli einen koordinierten Doppelangrilf gegen das Reichsgebiet.
Während nordamerikanische Kampfformationen kurz nach 8 Uhr früh von Westen her in das nordwestdeutsche Küstengebiet einflogen und unter Ausnutzung der Wetterlage. verschiedene Ziele im Ostseeraum angriffen, folgte wenig später von Süden her der Einflug eines starken USA.- Verbandes in den sü.d deutschen Raum. Der Planung des Gegners lag dabei offenbar wieder die Absicht zugrunde, die Schlagkraft der deutschen Luftverteidigungskräfte aufzuspalten. Diese Rechnung ging jedoch nicht auf. In erbitterten Kämpfen, die sich über Bayern zü einer dramatischen Luftschlacht steigerten, ^schossen die deutschen Jagd- und Zerstörergeschwader in Zusammenwirken mit der Flak nach noch unvollständigen Feststellungen achtzig Feindflugzeuge, darunter 64 viermotorige Bomber, ab.
Das Verlustkonto des Feindes erhöhte sich durch die Notlandung einiger beschädigter Flugzeuge auf neutralem Gebiet. Bet britischen Nachtangriffen gegen das Reichsgebiet wurden ln der Nacht zum 19. Juli außerdem 9 Feindflugzeuge und im Lauf des gestrigen Tages und der folgenden Nacht über dem Invasionsgebiet 22 Feindflugzeuge im Luftkampf abgeschlossen sowie zwei weitere am Boden zerstört, so daß sich die Flugzeugverluste der Anglo- Amerikaner für die zurückliegenden vierundzwanzig Stunden aui 113 Maschinen, darunter 75 viermotorige Bomber, belaufen. Der Feind verlor damit wieder über 800 Mann seines fliegenden Personals, Von den Verbänden des Heeres und der deutschen Flak wurden außerdem für den 18. Juli 20 Abschüsse aus dem Westkampfraum gemeldet.
Der von Italien her einfliegende USA.- Kampfverband! der von zahlreichen Langstreckenjägern begleitet war, wurde schon in den süddeutschen Grenzgebieten in schwere Kämpfe verwickelt. Mit fanatischer Tapferkeit schlugen sich die deutschen Jäger durch die Jagdsperren des Feindes hindurch und nahmen dann die Bekämpfung der Bomberpulks aus nächster Entfernung auf. Zahlreiche Feindflugzeuge stürzten noch vor Erreichung des Zieles brennend a b. Ueber dem bayerischen Raum griffen dann Sturmstaffeln in die Luftgefechte ein. Sie stellten zwei Bomb'erpulks über dem Starnberger See zum Kampf und sprengten sie in wenigen Minuten völlig auf, In kühnen, wuchtigen Flankenangriffen stießen diese bewährten deutschen „Nahkampftruppen der Luft“ mitten hinein in die feindliche Bombergruppe.
Innerhalb kürzester Zeit brachten sie über 40 Feindflugzeuge, fast ausnahmslos viermotorige Bomber, zum Absturz. Bel geringen eigenen Verlusten führten einige Angehörige der von Hauptmann Moritz hervorragend geführten Sturmgruppe dabei erneut erfolgreiche Rammungen durch. Insgesamt verlor dieser nordamerikanische Verband in Luftkämpfen und durch Flak '69 Maschinen. Die Wirkungen des beabsichtigten Terrorangriffs wurden damit durch die massierte deutsche Abwehr wesentlich verringert.
Der zweite nordamerikanische Kampfverband,' der etya zur gleichen Zeit verschiedene Ziele im Ostseegebiet mit Bomben bewarf, nutzte in starkem Maße die über Nordwestdeutschland herrschende Schlechtwetterlage aus.. Infolge ausgebreiteter Nebelfelder und geschlossener Wolkendecke konnte nur ein Teil der deutschen Luftverteidigungskräfte den Kampf gegen diese Feindformationen aufneh'men. Aber die Wirkung der ohne Erdsicht ausgeführten nordamerikanischen Bombardements wurden durch das schlechte Wetter über def Oßtsee und dem Wattengebiet ebenfalls stark beeinträchtigt.
Bisher wurden im nordwestdeutschen Gebiet elf Wracks abgeschossener USA.- Flugzeuge aufgefunden. Die Verluste des Feindes dürften aber wesentlich höher sein,
denn Uber der Ostsee wurden zahlreiche beschädigte Bomber beobachtet, die nach Schweden zu entkommen versuchten. Aus Stockholm liegen bereits Jetzt Meldungen Uber mehrere Notlandungen nordamerikanischer Flugzeuge vor.
Das anglo-amerikanische Luftkriegsprogramm, das in den ersten Invasionswochen im wesentlichen auf die Unterstützung der
eigenen Landungstruppen und den intensiven Kampf gegen die französischen 'Verkehrsverbindungen ausgerichtet war, ist damit in den letzten Wochen ganz offensichtlich wieder stärker auf die gewohnten Terrorangriffe gegen das Reichsgebiet umgestellt worden. Außer den hohen Ausfällen bei diesen Reichseinflügen haben die Anglo- Amerikaner damit eine spürbare Verringe
rung ihrer Luftaktivität über dem Westkampfraum in Kauf nehmen müssen.
Die gleichbleibenden hohen Abschußerfolge an der Ostfront bezeugen gleichzeitig eindrucksvoll die Tatsache, daß die Schlagkraft der deutschen Luftstreitkräfte im Osten trotz der hohen Beanspruchung unserer Luftwaffe an den .übrigen Luftkriegsfronten keine Verminderung erfahren hat.
Großangriff östlich der Orne zum Stehen gebracht
Straßenkämpfe In St. Lo — Abwehrschlacht zwischen Galizien und Peipussee dauert an
Schweres Feuer der V 1 pul London
dnb. Aus dem Führerhauptquartier, 19. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
In der Normandie trat der Feind nach mehrstündigem Trommelfeuer und heftigen Luftangriffen nun auch östlich der Orne zum Großangriff an. Erst nach schwersten Kämpfen und unter hohen Verlusten konnte der Gegner in unsere Stellungen eindringen, wo er nach Abschuß von vierzehn Panzern durch unsere Gegenangriffe zum Stehen gebracht wurde. Südwestlich C a e n scheiterten alle feindlichen Angriffe.
Auch im Raum S t. L o wurde gestern erbittert gekämpft. Nachdem während des Tages alle Angriffe gegen St. Lo abgewiesen waren, drang der Feind in den Abendstunden mit Panzern in die Stadt ein, wo sich heftige Straßenkämpfe entwickelten.
In Luftkämpfen verlor der Feind 22 Flugzeuge, zwei weitere wurden am Boden zerstört.
Bei einem Säuberungsunternehmen Im französischen Raum wurden 70 Terroristen tm Kampf niedergemacht.
Schweres Feuer der V1 liegt weiterhin auf London und seinen Außenbezirken.
In Italien setzte der Feind seinen Großangriff von der Küste des Ligurischen Meeres bis in den Raum von A r e z z ö sowie im Adriatischen Küstenahschnitt fort. Während er südlich und südöstlich Livorno abge-
wieseÄ wurde, setzten sich unsere Truppen östlich davon kämpfend auf das Nordufer des Arno ab. Im Raum beiderseits Poggf- b o n s 1 blieben stärkere Angriffe des Gegners ebenso erfolglos wie westlich Arezzo.
Südwestlich Ancona griff der Feind auf schmaler Front mit starken Panzerkräften an und erzielte unter hohen blutigen Verlusten einen tieferen Einbruch. Die schweren Kämpfe, in deren Verlaut 18 feindliche Panzer abgeschossen wurden, nahmen in den Abendstunden noch an Heftigkeit zu. Der völlig zerstörte Hafen von Ancona wurde daraufhin aufgegeben und die Front hinter den Eseno-Absclinitt dicht nördlich Ancapa zurückgenommen.
Im Osten dauert die große Abwehrschlacht auf der gesamten Front zwischen Galizien und dem Peipussee an.
Im Südabschnitt steigerte sich die Wucht der feindlichen Angriffe besonders östlich des oberen Bug. Hier toben schwere Kämpfe mit dem in Richtung auf Lemberg angreifenden Feind. Seit dem 14. Juli wurden in diesem Abschnilt 431 sowjetische Panzer vernichteL
Westlich Kowel traten die Sowjets erneut zum Angriff an. Auch hier sind heftige Kämpfe im Gange. Auf dem Westufer des Njemen zerschlugen unsere Truppen im Raum von G r o d n o und O 111 a übergesetzte feindliche Kräfte. Nordwestlich
Einzelpreis 15 Rpf.
Der kühne „Torpedoreiter''
Wilna wurden alle feindlichen Angriffe abgewiesen.
Im Seengebiet südlich der Düna hielten unsere Truppen den fortgesetzt angreifenden Bolschewisten unerschüttert stand.
Nördlich der Düna bis zum Peipussee wurden Angriffe stärkerer sowjetischer Kräfte unter Abschuß zahlreicher feindlicher Panzer zerschlagen. Nur in einigen Einbruchsstellen dauern die Kämpfe noch an.
Schlachtfliegerverbände vernichteten wiederum eine Anzahl sowjetischer Panzer, Geschütze sowie Hunderte von Fahrzeugen. In Luftkämpfen und durch Flakartillerie wurden 57 feindliche Flugzeuge zum Absturz gebracht.
Ein starker nordamerikanischer Bomberverband griff im Ostseeraum an. Besonders in Kiel entstanden Schäden in Wohnvierteln und Personenverluste.
Ein weiterer Bomberverband griff Orte in Süddeutschland an.
In der Nacht fanden schwächere Angriffe gegen den Raum von Köln, gegen das Ruhrgebiet und auf Berlin sratt.
Bei allen diesen Angriffen wurden in Luftkämpfen und durch Flakartillerie der Luftwaffe 89 feindliche Flugzeuge, darunter 69 viermotorige Bomber, abgeschossen.
Die IV. SUirmgrubpQ des Jagdgeschwaders 3 unter Hauptmann Moritz brachte allein 49 viermotorige Bomber zum Absturz.
Forcierung der Feindangriffe im Osten und Westen
Zerbrochene Panzerwellen - Versteifung des deutschen Widerstandes in der Frontmitte des Ostens
Vor den Hochkämmen des Apennin
Eigener Drahtbericht
BZ. Berlin, 19. Juli. Das Kampfgeschehen an den Fronten des Westens und Ostens hat durch weitere Angriffe des Gegners eine neuerliche Forcierung erfahren, die zwar bisher dasr Gesamtbild der Front nicht wesentlich zu ändern vermochte, jedoch an die Standfestigkeit der deutschen Truppen außerordentliche Anforderungen stellt.
Die rund zwanzig zwischen Dives und Aure zusammengeballten Divisionen der 2. britischen Armee machten nach dem Scheitern ihrer Angriffe westlich und südwestlich C a e n am Dienstag östlich der Orne einen nAien Versuch, offenes Gelände zu gewinnen. 50 Wellen zu je 18 Flugzeugen bombardierten den etwa acht Kilometer breiten Angriffsraum. Gleichzeitig ging vier Stunden lang schweres ArtiHeriefeuer zahl-: reicher Land- und Schiffsbatterien auf die deutschen Linien nieder. Die beiden Angriffe auf dem Ostflügel wurden in harten Kämpfen und Gegenstößen zum Scheitern. gebracht. Bei dem dritten, im Raum von Cuver- ville angesetzten Stoß brachen etwa 60 Panzer rund 5 Kilometer tief in unsere Linien ein. Unsere Panzer riegelten die vorgeprellten britischen Kräfte unter Abschuß von 40 Panzern ab und stießen dann unter Vernichtung zahlreicher weiterer Panzer vor. In’ den vom Feind vorübergehend getvon neben Ortschaften sind schwere Kämpfe im Gange.
Zur Fesselung unserer Kräfte suchten die Briten auch südwestlich Caen ihren Druck aufrechtzuerhaiten. Ueberall, wo sie nach heftiger Feuervorbereitung angriffen, holten sie sich nur blutige Schlappen.
Im Westabschnitt konzentrierten sich die Nordamerikaner auf den Abschnitt von St. L o. Immer wieder wurden die feindlichen Panzerspitzen verlustreich abtje-
Gauleiter Grohä Reichskommissar in Belgien und Nordfrankreich
11 5C \>
st 8*,: )
■v*
tati». *
**5
ißt 5
dnb. Berlin, 19. Juli. Durch Erlaß des Führers vom 13. 7. 1944 ist die bisherige Militärverwaltung in Belgien und Nord- Irankreich durch eine Zivilverwaltung ersetzt worden, an deren Spitze der Reichs- kpmmissar für die besetzten Gebiete von Belgien und Nordfrankreich steht. Zum Reichskommissar für die besetzten Gebiete von Belgien und Nordfrankreich hat der Führer den Gauleiter Grohö ernannt.
Für den zu Nordfrankrei-ch gehörigen Teil des Gebietes wird ein besonderer, dem. Reichskommissar für die besetzten Gebiete von Belgien und Nordfrankreich unmittelbar unterstehender Zivilkommissar .bestellt werden.
Mit dieser Neuregelung ist die Dienststelle Militärbefehlshabers in Belgien und
des
Nordfrankreich in Fortfall gekommen. Derti Militärbefehlshaber oblag außer der Verwaltung des ihm unterstehenden Gebietes auch die Ausübung der militärischen Hoheitsrechte in ihm. Die'Ausübung dieser Rechte wird künftig durch den Wehrmachtsbefehlshaber in Belgien und Nordfrankreich erfolgen. Zum Wehrmachtsbefehlshaber in Belgien und Nordfrankreich hat der Führer (den Generäl der Infanterie Grase ernannt. ’
Am 18. 7. hat der bisherige Militärbefehlshaber in Belgien und Nordfrankreich. Generaloberst von Falkenhausen in Brüs sei die Geschäfte des zivilen Bereiches dem neuen Reichskommissar Gauleiter Grohe und die Geschäfte des militärischen Bereiches dem General der Infanterie Grase übergeben. 1
schlagen. Erst gegen Abend konnte der Feind in die Stadt eindringjen. Von den südlich der Stadt gelegenen Höhen aus nahm unsere Artillerie die vordringenden feindlichen Kräfte unter Feuer und brachte ihnen schwere Verluste bei. Insgesamt vernichteten Verbände des Heeres und der Waffen-)) 115 britisch-nordamerikanische Panzer.
Die Schlacht im Südabschnitt der Ostfront steht erst an ihrem Anfang. Es scheint der gegnerischen Führung vor allem darum zu gehen, durch eine Schwerpunktverlagerung zum Süden starke deutsche Truppenmassen zu binden und sie daran zu hindern, die Riegelstellungen vor dem Ein- bruchsraum in der Fronimitte noch weiter- zu versteifen. Hier hat sich sehr klar
in den letzten Tagen eine Versteifung des deutschen Widerstandes angedeutet, die ein weiteres zügiges Vorstoßen dem Gegner unmöglich macht und den Frontveriauf westlich Grodno, vor Kauen und vor Dünabürg festgelegt hat.
Je weiter sich die Front in Mittel- Italien nach Norden gegen die Hochkämme des Apennin verlagert, um so schwerer weiden die Verluste des nachstoßenden. Feindes. Die Kämpfe an den äußersten Eck pfeilern tjer Front nahmen die Kräfte des Feindes so in Anspruch, daß er im mittleren Teil sowie im Hochgebirge des Upibrischen Apennin nur noch örtlich begrenzte Angriffe führen konnte. Diese brachen ver lustreich zusammen.
Brillanten für Kesselring,
Vom Führer überreicht — Glückwünsche zum 40jährigen Dienstfubiläum
dnb. Aus dem Führerhauptquar- tier, 19. Juli. Der Führer verlieh am 19.
Juli 1944 das Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten . zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Generalfeldmarschall Albert
Kesselring als 14. Soldaten der deut- 1 sehen Wehrmacht.
Generalfeldmarschall Kesselring hat sich seit Kriegsbeginn auf allen Kriegsschauplätzen in der Führung-von Verbänden ,der Luftwaffe und später als Oberbefehlshaber der in Italien stehenden Heeresgruppe besonders ausgezeichnet und immer,'Wieder auch ' in schwierigsten Situationen durch ■rücksichtslosen persönlichen Einsatz hervgr- ragend bewährt.
- Der Führer hat Generalfeldmarschall Kesselring die hohe Auszeichnung \hett;te persönlich überreicht undihm zugleich die herzlichsten Glückwünsche anläßlich seines am 20. Juli stattfindenden 40jährigen Dienst- lubiläums ausgesprochen.
ff
Generalfeldmarschall Albert Kesselting wurde am.30. November 1885 als Sohn eines Stadtschulrats in Markstett (Unterfranken) geboren, trat am 20. Juli 1904 als Fahnenjunker in das 2. Bayerische Fußartillerie- .Regiment ein. Schon vor dem ersten Weltkrieg wurde der junge Offizier zum Ballon- Beobachter ausge,bildet.
Den Krieg 1914/18 machte er bei der Truppe als Brigadeadjutant und General- stabsoffi^ier mit. Nach tfebernahme in die deutsche Luftwaffe war er zunächst Chef des Luftwaffen-Verwaltungsamtes. Am 1. 10.
1934 erfolgte die Beförderung zum Generalmajor, am 20. 4. 1936 zum Generalleutnant und am 9. 6. 1936 die Ernennung zum Chef des Generalstabes der Luftwaffe. In dieser
IDienststellung hatte er maßgebenden Ein-.Glückwünsche übermittelt.
fluß auf die Ausarbeitung der operativen und praktischen Grundsätze für den Luftkrieg. .
Im späteren Verlauf des Krieges übernahm Kesselring als Chef der Luftflotte 2 und Befehlshaber Nordwest den nördlichen Abschnitt des Luftwaffenkampfraumes im Westen. Die Niederkämpfung der belgischen und holländischen Luftstreitkräfte, ferner die Zerschlagung der eingekesselten Feind- Divisionen in der Flanderngchlacht und die vernichtenden Angriffe deutscher Fliegerverbände gegen die aus den Kanalhäfen flüchtenden britischen Geleitzüge und Kriegsschiffe sind Ruhmestaten' der von ihm geführten Luftflotte.
Kesselring konnte sein umfassendes militärisches Wissen sowie seine großen theoretischen und praktischen Kenntnisse als Truppenführer des Heeres und als Flieger in Ost und West, glänzend beweisen. Der entscheidende Einsatz seiner Luftflotte gn der Otfront ist mit den großen Erfolgen der Vernichtungsscblachten'des Jahres 194t verbunden. Nun folgte seine Berufung nach dem südlichen Kriegsschauplatz im Mittel meerraum und • an der afrikanischen Front. Seit Herbst 1943 führt Generalfeldmarschali Kesselring als Oberbefehlshaber einer Heeresgruppe den schweren und heldenhaften Kampf unserer Divisionen gegen die britisch-nordamerikanischen Armeen in Italien.
Der Führer beglückwünscht Francop
dnb. Aus dem Führ er Hauptquartier,. 19. Juli. Der Führer hat dem, Chef des spanischen Staates, Generalissimus F r a ii c o , zum spanischen Nationalfeiertag am 18. Juli mit einem in herzlichen Worten gehaltenen Telegramm seine
Walther G e r h o l d , der mit seinem Einmann- Tor petlo einen Kreuzer aus der Invusionsflotte versenkte.
PK.-Krb. Böltz
YAkHthtH !
Von .
Dr. Kurt Trampier
An einer Ruine, in der noch das Feuer glimmt, wird der Wehrmachtbericht angeschlagen. Eine alte Frau und ein Mädel, die auf einem Handwagen die Reste ihrer Habe fortbringen, sind die ersten, die davor stehen. Bauern von der Landfeuerwehr gesellen sich dazu, und ein Mädchen in Stahlhelm und Monteuranzug. Niemand geht vorbei. Jeder liest den täglichen Bericht vom großen Schicksalskampf der Nation und fühlt, daß seine Not und. seit) Einsatz nur' ein Teil davon sind, Alle, wie sie hier stehen,, haben Schweres mitgemacht in dieser Woche, in der sie fünf Großangriffen standhalten mußten. Trotzdem richten sie jetzt für eine kurze Atempause den Blick au! das Große, Ganze, auf die Fronten im Westen, im Süden und im Osten, wo ihre Männer, ihre Söhne, ihre Väter kämpfen. Und da lesen sie nun, daß der Wehrmachtbericht neben der Tapferkeit des deutschen Soldaten auch ihre vorbildliche Haltung anerkennt. Ein Leuchten geht da über rußgeschwärzte Gesichter, ugd die vom Rauch entzündeten übernächtigten Äugen bekommen einen frohen Glanz.
Sie haben dieses Lob verdient. Acht Tage lang sind die nicht aus den Kleidern gekommen, acht Tage haben sie kaum geschlafen: unermüdlich gelöscht, gerettet, geborgen, geholfen — oft mehrfach an derselben Stelle,' an der der Terror neue Brände entzündete, ehe die alten, ganz niedergekämpft waren. Wie die Hitler-Jugend im Kampf stand, das. läßt mit ruhigem Hoffen in die deutsche Zukunft schauen! Kein Lob aber ist auch zu hoch für die Münchener Frauen und Mädchen. Wie beherrscht haben sie alle Angst hinuntergewürgt, als der Boden unter ihren Füßen schwankte, wie tapfer sind sie mitten im Tpben des Angriffs die Treppen liinauf- gqrannt, mit welchem Elan haben sie zahllose Brandbomben niedergekämpft, bevor diese ihr Vernichtungswe^k vollenden konnten!
Wie das war — hören vir an der Feldküche ein Mädel eine Freundin fragen — als das Haus unter dem Donner der Sprengbomben zusammenstürzte? „Wie die Haserln sind wir am Boden gelegen und haben gewartet, ob's uns derschlagt" sagt die andere. Aber wir hören auch, daß die. „Haserln" gleich danach den Stahlhelm aufgesetzt und die Kübelspritzen gepackt haben aus dem zerstörten Haus herausgekrochen sind und den ganzen Tag und die darauffolgende Nacht hindurch im Nachbarhaus, gelöscht haben. In einer anderen Straße hatten ein paar Mädel ünd zwei alte männliche Angestellte das Feuer in einem Bürohaus zum Stehen gebracht und die- geretteten Möbel sorgfältig auf der Straße aufgeschichtet, als sie schon der nächste Alarm wieder in«, den Schutzraum jagte. Mit ;der Vorentwarnung sind sie wieder oben und machen mit einer ■sthon geübten Gewandtheit zwei Stabbrandbomben den Garaus, die zwischefl die geretteten Sachen gefallen sind.' Und nun stehen sie müde und abgekämpft da und hätten eigentlich verdient, in Ruhestellung zu kommen. Da schpuppert eine mißtrauisch in die Luft, entdeckt über dem Haus schräg gegenüber frischen Rauch und stellt gelassen fest: „Jetzt brennt der Huber , aa". Der geben sie sich noch einmal einen Ruck, schultern ihre Luftschutzgeräte, ziehen die Gasmasken über und gehen beim Huber löschen. So aber schlägt', sich die ganze Stadt!
Es ist ein anderes München, das heute im .Daseinskampf steht, als die festesfrohe Stadt,
' die zahllosen Besuchern aus glanzvollen Friedenstagen in Erinnerung steht. Es ist das München wieder, das 1919 die Räterepublik niedeischlug und sich gerade in den dunklen Tagen\nach dem 9, November 1923 so leidenschaftlich zum Führer bekannte. D?r Münchener von gestern kostete das leichte, he’itere Leben der Kunststadt vbll aus, die älteren