Ausgabe 
(16.7.1944) 194
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Parieiamtliche Tageszeitung

Dos Amtsblatt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

Nr. 194 • 14. Jahrgang

Sonntag. 16. Juli 1944

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Vhrkündungsblatt des Reichsstatt haHers in Oldenburg und Bremen

Einzelpreis 15 Rpf.

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Strategie der Invasoren versagt restlos

London entschuldigt sich mit der Unerreichbarkeit des deutschen Soldaten von 1944 - „Wenige Nazis genügen, ein ganzes Bataillon am Vormarsch zu hindern " - Welt erkennt Deutschland als wahren Meister des Krieges

Eigener Bericht

BZ. Lissabon, 15. Juli. Die Welt­öffentlichkeit überzeugt sich an Hand der nunmehr rein taktisch zu wertenden Maß­nahmen der Invasion, daß die zusammen­gebrochene Strategie der Anglo-Amerikaner in absehbarer Zeit keine großzügige Belebung eriahren kann. Die Ueberzeu- gung wird allgemein, daß auch die nun schon monatelang immer in der gleichen Küstenprovinz Frankreichs slehende Groß­offensive der Massenlandung das Schicksal aller amerikanisch-britischen Landekopf- Unternehmen teile.' Eingeengt auf einem von den Deutschen fest begrenzten Raum, ver­zehren, so erkennen die Zuschauer des Kampfes, die Invasoren ungeheure Kräfte um kläglicher Gewinne wegen, während die Basis in ihrem Rücken immer furchtbarer von den deutschen Rachewaffen heimge'sucht wird. Veranlaßt wird diese Er­nüchterung der durch sensationelle Sieges­berichte der Alliierten ursprünglich in Fieber versetzten Neutralen von den plötzlich in Massen als Entschuldigung und damit Selbst­anklage von London gestarteten Hinweise auf die Dämonie des deutschen Soldaten von 1944.

„Unser Vormarsch' zu langsam"

„Unser Vormarsch muß unweigerlich zu langsam sein“, sagt der Kriegskorrespon- dent des „Daily Sketch“, Haiton. Man dürfe sich nicht darüber wundern, daß es so aus­sehe, als ob die Westmächte niemals den Rhein erreichen könnten, dies komme daher, daß Deutschlands Grenze heute in der Nor­mandie liege und daß die Deutschen des­halb mit Geschicklichkeit und wahnsin­niger Entschlossenheit lim jede Wegkreuzung und Erhebung, um jedes Dörfchen und jede Ortschaft, um jedes Kohlfeld und um jeden Obstgarten kämpf­ten. Die Deutschen wüßten, daß in Kürze neue Waffen fertig sein werden, und das stärke ihre Kampfentschlossenheit. Die bri­tischen und kanadischen Soldaten müßten versuchen, ihren Weg durch einem Sturm von Stahl zu bahnen. Ein einziger Deut­scher mit einem Maschinengewehr halte dabei eine ganze Abteilung auf und bringe ihr schwerste Verluste bei. Wenige Na­zis genügten, um ein ganzes Bataillon am Vormarsch zu hindern. Auf dem Flugplatz von Carpicfuet habe ein einziger Deutscher aufrecht in einem Loche stehend dem An­griff von vier Kanadiern mit Handgranaten standgehalien. Drei Granaten fing der Deutsche ab und warf sie zurück, die vierte riß ihm den rechten Arm ab, aber die näch­sten beiden fing er mit der linken Hand und warf sie zurück. Zwei rveitere kanadische Handgranaten waren nötig, um diesen Deut­schen zu töten. Haiton erklärte, daß die Engländer und Kanadier ebenso tapfere Männer haben müßten, um diese Deut­schen schlagen zu können. Wohl seien die Westmächte in der Zahl der Männer und Maschinen überlegen, aber nicht in der Qualität. Fünf Jahre nach Kriegsausbruch hätten sie noch immer nicht einen gleich guten Panzer wie die Deutschen. Ihr Wer­ter sei von der Wirkung des Deutschen Hoch weit entfernt. Immer noch nicht be­säßen die Westmächte ein so gutes Maschi­nengewehr wie die Deutschen.

Jeder Schritt kostet einen Yankee

Die 29. nordamerikanische Infanterie- Division hat- bei ihrem Vorstoß von St. Andre l'Epienne aus in Richtung auf die Straße Bayeux—St. Lo rund 3000 Soldaten, davon mindestens 1000 Mann an Toten, ver­loren. Gefangene erklärten: „Jeden Schritt vorwärts müssen wir mit dem Blut blindestens einer, unserer Kähieraden j be­fahlen. Was kann es uns schon nützen, Venn wir, wie bei St. Lo, in drei Tagen 1000 Meter vorwärtskommen und dabei die Hälfte unserer Kompanien verlieren?“ Die' Materialverluste der Nordamerikaner sind . 'ebenfalls sehr schwer. Ln den letzten 24 Stun­den betrugen sie 71 Panier, 20 Pakgeschütze Und fünf Munitionsschleppftr. Die 20 Pak- geschütze wurden von Fallschirmjägern bei Gegenangriffen erbeutet. Dieser Erfolg zeigt, mit welcher Schnelligkeit unsere Verbände ihre Gegenstöße vortrageil. In diesem Falle blieb den Nozdamerikanern nicht einmal mehr Zeit, ihre Geschütze vor dem Zugriff der anstürmenden Fallschirmjäger zu zer­stören. Da mit den Panzerabwehrkanonen zugleich mehrere volle Munitionsschlepper in unsere Hand fielen, konnten die Ge­schütze sofort umgedreht und die Nord- atnerikaner mit ihren eigenen .Waffen be­schossen werden.

Blutiges Hin und Her

Jrotz ihrer anhaltend hohen Ausfälle griffen die Nordamerikaner am Freitag wie­derum an den gleichen Stellen .wie am Vor­tage und zwar östlich St. Lo, Im Abschnitt zwischen Vire und Taute, mit Panzerkräften an. Oestlich St. Lo versuchten sie die Straße Bayeux—St. Lo nach Süden zu überschreiten. Der hier angesetzte Angriff in Richtung auf La Barre de Scmilly brach blutig zu- sammen. Nördlich St. Lo gelang dem von Panzern unterstützten Feind ein örtlicher Einbruch, der aber im Gegenstoß sofort wie­der bereinigt wurde. Westlich der Straße ►4. Jean de Daye-Pont Hebert stießen die

Nordamerikaner aus dem Wald von Hommet weiter nach Süden vor. Gegenangriffe warfen den Feind zurück, doch dauern auch hier die Kämpfe mit dem erneut angreifenden Feind noch an.

Immer neue deutsche Kriegslisten dnb. Genf, 15. Juli. Der italienische Kriegsschauplatz sei bestimmt kein Platz für Amateure, sagt die britische Zeitschrift „News Review“. Selbst die jungen deut­schen Soldaten kämpften dort wie Vetera­nen, so daß die alliierten Truppen ihnen gegenüber einen sehr schweren Stand hät­ten. Die Deutschen seien auch sehr ein­fallsreich und verfielen auf immer neue Kriegslisten. Sie schlügen sich* in der Defensive hervorragend wie in der Offen­sive. Eine der größten Gefahren erwachse den Allierten stets durch die Landminen. Sobald die Deutschen nur einen Schritt zu­rückwichen, besäten sie den aufgegebenen Raum mit einer Unzahl von Minen. Der Be­richt schließt: „Die Deutschen sind und bleiben kluge und geschickte Soldaten.“

dnb. Aus dem Führerhaupfquar- t i e r , 15. Juli. Das Oberkommando der

Wehrmacht gibt bekannt:

Im Abschnitt von Caen verlief der Tag ohne besondere Kampfhandlungen.

Auf Grund der an den Vortagfen erlitte­nen hohen Verluste führte der Feind nur örtliche Angriffe östlich und nordöstlich von S t. I. o sow ie im Abschnitt zwischen Pont Hebert und Sainteny. Fr wurde überall vf.- lustreich abgewiesen.

Schlaclitfliegerkräfte unterstützten die Kämpfe des Heeres Im Landekopf und grif­fen belegte Ortschaften sowie Bereitstellun­gen des Feindes mit guter Wirkung an. 2t feindliche Flugzeuge wurden in Luitkämpfen abgeschossen.

Im französischen Raum wurden wiederum 37 Terroristen im Kampf niedergemächt.

Schweres Vergeltungsfeuer liegt auf London.

An der italienischen Front nahm der Feind mit zusammengefaßten starken Kräften ' seinen Großangriff gegen unsere Stellungen zwischen der Ligurischen Küste und Poggibonsi wieder auf. In erbitterten Kämpfen wichen unsere Truppen wenige Kilometer nach Norden aus. Poggibonsi ging nach schweren Straßenkämpfen verloren.

Im Abschnitt südlich A r e z z o und bei­derseits des Tiber avurden starke Angriffe des Feindes zum Teil im Gegenstoß abgewie-

dnb. Berlin, 15. Juli. Im Süden der Ostfront traten die Bolschewisten am 14. Juli im Abschnitt zwischen Tarnopol und Luzk an zwei Stellen mit mehreren von zahlreichen Panzern und starken Schlachtfliegerkräften unterstützten Divisio­nen an. Im Raum von Tarnopol wurden sie im Laufe des Nachmittags vor Artille­riestellungen und Panzergräben zum Stehen gebracht. Gegenstöße warfen den Feind zurück. In diesen Kämpfen vernich­teten unsere Truppen nach bisherigen Mel­dungen 40 Panzer. Mehrere weitere Kampf­wagen fielen den Bomben unserer Schiacht­flieger zum Opier. Bei der Abwehr der feindlichen Fliegerverbände brachten un­sere Jäger 51 und Flakartilleristen 22 sowjetische Flugzeuge zum, Absturz. Nach dem Scheitern ihres ersten, Stoßes führten die Bolschewisten neue starke Kräfte zu, so daß mit weiteren schweren Kämpfen zu rechnen ist.

Südwestlich Luzk griff der Feind an der gleichen Stelle wie am Vortage an und ver­suchte, seine dortige Einbruchsstelle zu er­weitern. 40 Sowjetpanzer brächen in unsere Linien ein. 30 von ihnen wurden ver­nichtet, die übrigen-zuriiek-getrie- b e n . Hart nördlich davon schossen unsere Truppen weitere 14 Panzer, 11' davon mit Nabkampflnitteln, ab. Die ersten Stunden des neuen bolschewistischen. Angriffes zwi­schen Tarnopol und Luzk wurden somit zu einer schweren Schlappe für den Feind-

In der Mitte der Ostfront richteten sich die sowjetischen Angriffe sowohl gegen un­sere Sperrlinien zwischen P i n s k und mitt­lerem Njemen als auch gegen die Riegel­stellungen, die den Nordabschnitt schützen. Nordwestlich Pinsk und westlich der Szczara fingen unsere hart ringenden Divisionen die an einzelnen Stellen vorgedrungenen bolsche­wistischen Kräite auf und glichen die Ein­brüche durch geringfügiges Absetzen in ge­schlossener Front aus. Nördlich Wolkowysk schlugen unsere Truppen am Ros, einem Ne­benfluß des Njemen, die andrängenden Bol­schewisten durch wuchtige Ge e n -

Keine Kriegsfreiwilligen für Roosevelt

dnb. Paris, 15. Juli. Der Führer der fran­zösischen Volkspartei, Jacques Doriot, der soeben kuize Zeit an der Normandie-Front weilte, sagte vor der Pariser Presse, keiner von den amerikanischen Gefangenen, die er gesprochen habe, seien Freiwillige gewesen. Sie schienen müde zu sein und zu wünschen, daß der Krieg bald zu Ende gehe. Die meisten wüßten überhaupt nicht, wofür sie kämpften. Ein amerikanischer Flieger, den er gefragt habe, warum er die Zivil­bevölkerung massakriert habe, habe gestan­den, daß er seine Bomben „gemäß erhalte­nen Befehlen irgendwo abgeworfen“ habe.

Beherrschende Höhe am Odon erobert

dnb. Berlin, 15. Juli. In der Normandie entwickelten sich im Abschnitt der 2. bri­tischen Armee^in den letzten 24 Stunden keine größeren Kampfhandlungen. Schwe-

sen. Nördlich Fabriano und westlich Ftlottra- no wurden unsere Gefechtsvorposten auf die Hauptstellung zurückgenommen.

Sicherungsfahrzeuge der Kriegsmarine versenkten im Golf von Genua ein briti­sches Schnellboot.

Im Südabschnttt der Ostfront, traten die Bolschewisten im Raum von Tarno- p o 1 und Luzk zu dem erwarteten Angriff an. Sie wurden gestern in harten Kämpfen unter Vernichtung zahlreicher Panzer abge­wiesen, einzelne Einbrüche abgeriegelt.

Im Mittelabschnitt erwehrten sich unsere zäh kämpfenden Divisionen der fortgesetz­ten sowjetischen Durc hbruchsversuche durch energische Gegenstöße.

Im Seengebiet nördlich W i 1 n a , beider­seits der Düna sowie im Raum von Opotsch- ka wurden die auf breiter Front weiterge­führten Durchbruchsversuche der Sowjets im wesentlichen blutig abgeschlagen. Unsere Truppen säuberten einzelne Einbruchsstellen.

Die Luftwaffe griff mit starken Schlacht­fliegerkräften an den Schwerpunkten in die Kämpfe ein und vernichtete in Tiefangriffen zahlreiche sowjetische Panzer, Geschütze und Fahrzeuge.

87 feindliche Flugzeuge wurden durch Jagdflieger und Flakartillerie abgeschossen.

In der Nacht bekämpften Kampf- und N'achtschlachlflugzeuge den sowjetische» Nachschubverkehr und Truppenansammlui’- den des Feindes mit guter Wirkung.

Stöße ab und gewannen die Ortschaft Wolpa zurück. Auch weiter nördlich wiesen unsere Grenadiere und Panzer-Grup­pen an der Brückenkopfstellung um Grodno die von Südosten und Norden angesetzten feindlichen Angriffe blutig ab. Sie zerschlu­gen nach Grodno vorgeprellte sowjetische Kräfte und festigten ihre Stellungen am Njemen durch erfolgreiche Abwehrkräfte auf dem Ostufer des Flusses. Oestlich Olita säuberten sie ein Seengebiet von verspreng­ten feindlichen Resten. Schlachtfliegerver­bände zerstörten im Verlauf der Abwehr­kämpfe am Westriegel zwischen Pinsk und Olita 9 Panzer, 9 Geschütze und über 100 Fahrzeuge. Die ihnen als Sicherung zugeteil- len Jäger schossen beim Freikämpfen der Zielräume 30 feindliche Flugzeuge ab.

Zwischen v der Njemen-Schleife bei Olita und der Seenplatte .nördlich \yilna wiesen unsere Kampfgruppen, die bisher den Raum von Wilna deckten, beim Absetzen nach Westen mehrere feindliche Flankenstöße ab. Sie erreichten die Auffangstellungen und vereinigten sich dort mit den Haupt­kräften zur Fortsetzung des Widerstandes. In dem Seehgebiet nördlich Wilna scheiter­ten einige feindliche Vorstöße in Bataillons­stärke.

Der sich an der Straße Kauen — Dü­naburg bis nach Pleskau hinziehende nördliche Sperriegel wurde an mehreren Stellen heftig angegriffen. An der hart um­kämpften Straße sowie südwestlich, südlich und südöstlich Diinaburg, wo die Bolsche­wisten Durchlässe durch das Sumpf- und Seengebiet zu gewinnen suchten, brachen zahlreiche Angriffe des Feindes in Gegen­stößen und im Abwehrfeuer zusammen. Nördlich der Düna setzten die Sowjets bei Oßweja zur Erweiterung einer am Vortage erzielten Einbruchsstelle 40 Panzer ein. Doch auch ihr Eingreifen konnte die Be­seitigung des Einbruches nicht verhin­dern. Südöstlich und nördlich Opotschlga brachen weitere feindliche Angriffe an neu aufgebauten Widerstandslinien zusammen. Bolschewistische Ueber-setzversuche über

I res Artillerfefeuer, vor .allem im Abschnitt von Colombelles, deutet darauf hin, daß neue Angriffe im Raum von Caen unmittel­bar bevorstehen. Bei Eterville und Baron sur Odon nahm unsere Artillerie britische Truppenansammlungen wirksam unter Feuer. Auch die Luftwaffe beteiligte sich an der Bekämpfung. Um für die kommen­den Kämpfe ihre Verteidigungsstellung noch zu verbessern, entrissen unsere Trup­pen dem Feind am Odon eine beherr­schende Höhe im Angriff.

Im Süden der Cotentin-Halbinsel setzten die Nordamprikaner ihre vergeblichen Durchbruchsversuche unter rücksichtslosem Einsatz von Menschen und Material fort., Außer Spreng- und Brandgranaten ver­schossen sie wieder eine neuartige Muni­tion, die beim Aufschlag mit ungeheurem Knall zerreist, ohne aber Splitterwirkung zu haben. Diese Geschosse sollen die Ver­teidiger niederhalten, ohne die Angreifer zu gefährden. Trotz der Unterstützung aller Vorstöße durch hefFges Artilleriefeuer sind die Verluste der Nordamerikaner anhal­tend hoch.

Ein nordamerikanischer Bomberverband führte einen Terrorangriff gegen Budapest. Durch deutsche und ungarische Luftvcriel- dlgungskräfle wurden zwölf feindliche Flug­zeuge vernichtet.

In der Nacht warfen einzelne britische Flugzeuge Bomben im Raum von Hannover.

Sowjetangritte

auf der karelischen Landenge

dnb. Helsinki, 15. Juli. Der finnische Wehr- machtbericht vom 15. Juli meldet u. a.: Auf der Karelischen Landenge begann der Feind gestern abend «ach einem ziemlich ruhigen Lag starke Angriffe bei Vuosalmi. Alle Angriffe wurden unter großen Verlusten für den Feind abgewiesen. Nordöstlich des Ladogasees entwickelte der Feind eine heftige Angriffstätigkeit in Richtung P i t - kaeranta und L o I m o 1 a. Die von star- c kem Artilleriefeuer unterstützten Angriffe wurden alle abgewiesen. Auch in der Ge­gend von S u o j a e r v i wurden ebenfalls heftige Kämpfe ausgetragen. An einer Stelle erzielte der Feind einen kleinen begrenzten Einbruch in unsere Stellung. Die Kämpfe dauern noch an. In Richtung Porajaervi scheiterten alle Angriffe im Feuer unserer Truppen. Finnische und deutsche Jäger so­wie die Bodenabwehr brachten insgesamt acht feindliche Maschinen zura Absturz.

die Wilikaja wurden durch zusemmen- gefaßtes Feuer vereitelt. Weiter nödlich kam es zu keinen größeren Kampfhand­lungen. ,

Auf dem Peipus-See versenkten Ma­rinestreitkräfte ein feindliches Kanonenboot und beschädigten ein zweites so schwer, daß es auf Strand gesetzt werden mußte. In der Nacht zürn Sonnabend führten unsere Kampf- und Nachtschlachtflieger ihre An­griffe gegen bolschewistische Artilleriestel­lungen und Nachschubstützpunkte fort.

Im ganzen erfuhr somit die Gesamtlage am gestrigen Tage keine wesentlichen Aen- derungen. Der Feind ist überall auf ent­schlossenen Widerstand gestoflen und hat hei seinen erfolglosen DurChbruchs v trsuchen schwere Verluste hhinehmen müssen.

Harte Kämpfe am Tiber

dnb. Berlin, 15. Juli. Auf dem italieni­schen Kriegsschauplatz nahmen die Briten und Nördamerikaner im Westab­schnitt ihre starken Angriffe wieder auf. Nordwestlich Rosignauo und nordöstlich Pe.ccioli vereitelten unsere Truppen feind­liche Durchbrychsvsrsuche. Das Schwer­gewicht der zur Stunde noch anhaltenden Kämpfe lag im Rami von Piggibonsi, wo sich unsere T'uppen '«• Laufe des Tagek vom Feind lösten und eine günstige, einige Kilometer weiter nördlich liegende Haupt­kampflinie besetzten. Weiter östlich be­schränkten sich britische Truppen auf ört­liche Vorstöße nordwestlich Castel-Nuovo, nordwestlich Castiglione und südöstlich Arezzo. Die Angriffe blieben vergeblich.

Wesentlich härter waren die Kämpfe beiderseits des ' I b e r. Hier wiesen unsere Truppen westlici des Flusses und am Monte Gorgocce starke feindliche Angriffe blutig ab. In den weiter östlich gelegenen Kampf­räumen bis zum Adria tischen Meer kam es nur zu örtlich begrenzten Kämpfen.

Örtliche Angriffe in der Normandie abgewiesen

Neuer anglo-amerikanischer Großangriff in Italien — Schweres Vergeltungsfeuer auf London — 87 sowjetische " Flugzeuge abgeschossen

Wuchtige Gegenstöße an der Ostfront

Weitere Festigung unserer Verteidigungslinien - Neue Sowietoilensive brachte dem Feind zunächst Schlappen

Deutsche Marinestreitkräfte auf dem Peipussee erfolgreich

In einer Waffenwerkstatt hinter der Front

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PK Kriegsberichter Kiutlier (Sch) Auf einer optischen Vrüfnnhute wird ein Scherenfernrohr geprüft und korrigiert

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Von

Kurt G. Stolzenberg

Vor dem Massenelend der Flüchtlings­züge, an denen wir 1940 in Frankreich vor­überrollten, oder wie sie sich vier Jahre später aus der Normandie in das Land er­gießen, ist das deutsche Volk verschont geblieben. Erst recht vor dem Verkommen fliehender Sippen, wie wir es heute auf öst­lichen Straßen oft erleben,. Daß den deut­schen Familien derartiges erspart wurde, ist im j'i ersl: L ’ ,er als die Leinen ”

seres Volkes» unter den Auswirl ■/;- krie­gerischer Aktionen das weit hinter sich lassen, was der mehr in künstliche Panik versetzte Franzose während des Westfeld­zuges durchzumachen hatte. Er sah sich während rund eines Monats zw'ar rück­sichtslos, aber doch ausschließlich militä­risch operierenden Generalen gegenüber, die die Zivilbevölkerung grundsätzlich zu scho­nen beabsichtigten. Das deutsche Volk da­gegen hat es seit Jahren bei seinem Feind mit militärischen Führern zu tun, denen die Vernichtung von Wohnblocks mehr am Her­zen liegt als diejenige von Wehraniagen. Trotz dieser kaum für möglich gehaltenen Verlagerung des Krieges vom militärischen auf das zivile und politische Feld gewähr­leistet die bewunderungswürdigste Partei­organisation der Welt, unsere trotz riesen­hafter Abgabe besten Mannestums an die kämpfende Truppe noch jedes Problem mei­sternde NSDAP., zielbewußte Hilfsaktionen für unsere schwergeprüfte Zivilbevölkerung. Was von Menschen in schwersten Lagen ge­meistert werden konnte, wurde von Natio­nalsozialisten gemeistert. Die Soforthilfe, die Erstausstattung, die Wohnungszuwei­sung für den Ausgebombten klappen nicht immer für den Einzelnen wunschgemäß, aber sie funktionieren und beweisen: dieser Staat Hitlers ist fest gegründet und auch da tätig und entscheidend, wo demokratische Staaten- kläglich versagen oder aber von heute auf morgeh ihr polnisches System um- werfen müssen. Die Umquartierung aus unseren luftbedrohten Reichsteilen ist heute schon eine alte Sache. Seit Jahren wohnen vom Luftterror vertriebene Bremer, Berliner, Kölner in kleinen O-ten verstreut und besuchen Kinder aus Wilhelmshaven, Kassel, Hannover, viele hundert Kilometer entfernt vom ursprünglichen Wohnort, die Schule oder wachsen in der trefflichen KLV. zum Menschentyp. einer neuen Zeit heran. Die jahrelange Dauer des kriegsbedingten Zuslmdes nötigt uns allmählich,, feste Rege­lungen an Stelle von Improvisationen zu setzen. Das unvermutete Zusammenführen großer Menschenmengen in sonst am Rande unseres Lebens liegenden Städten und Flek- ken macht nunmehr nachhaltiger gewisse Forderungen geltend. Sie sind vornehmlich sozialer, hygienischer, verkehrsmäßiger, po­stalischer und kultureller Art. Politisch, er- nährungs- und wohnungsmäßig sind die Probleme relativ unbedeutend.

Der verstorbene Gottfried Feder hat in seinen letzten Lebensjahren im Zusammen­hang mit seiner Professur an der Berliner Technischen Hochschule ein, umfangreiches Buch „Die neue Stadt“ heraus'geben können'. Mit der ihm eigenen Gründlichkeit und kon­struktiven Uebersichtlichkeit hat der alte nationalsozialistische Planwirtschaftler in den gleichen, klaren Formulierungen, wie wir sie aus seinem „Manifest zur Brechung der Zinsknechtschaft" oder vom Parteipro­gramm her kennen, einen erschöpfenden Ueberblick über die führungs-, verwaltunqs- und versorgungsmäßige Basis neu zu grün­dender oder umzubauender Wohnorte ge­geben. Wohl manche werden an diese Vor­schläge und Lösungen des plötzlich hoch­aktuell gewordenen Buches erinnert zu einer Zeit, da der Luftkrieg die umfangreiche Ver­legung von Behausungen oder Produktions­stätten erfordert. Ein Ort im Sudetengau, den ich dieser Tage besuchte’, erläutert das Thema augenfällig. Hier wohnten vor dem Krieg rund 250 Menschen, Nachkommen der Untertanen böhmischer Grafen, Landwirt-