Ausgabe 
(15.7.1944) 193
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Parieiamiliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblatl des Reichssiatthalters in Oldenburg und Bremen

Nr. 193 * 14. Jahrgang

Sonnabend, 15. Juli 1944

Einzelpreis 15 Rpf.

Invasionseinbuße höher

ineosverluste

Aufsehenerregende Mitteilung der Washingtoner Regierung Verluste, die sich nie und nimmer lohnten Strategischer Mißerfolg zu gegeben - Der Feind beginnt, die Heeresgruppe Patton in den Kampf zu weriasi

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

b. B e r 1 i n , 14. Juli. Der nordamerika­nische Kriegsminister Patterson gab in einer sensationell zu wertenden Er­klärung bekannt, daß die amerikanischen Truppenverluste während der gegenwär­tigen Invasionskämpfe im normannischen Kampfraum jetzt schon ungefähr die gleiche Höhe erreicht hätten, wie sie für die amerikanischen Verluste während der letzten beiden Weltkriegsjahre in Frankreich bekannt seien. Der Kriegs­minister erklärte, daß sich die Verlust- ziffer des Heeres auf 187 028 Tote seit Beginn des Krieges belaufe, so daß die Gesamtverluste einschließlich Marine und Luftwaffe 235 411 betrügen. Die Ge­samtverluste des ersten Weltkrieges be­liefen sich in den USA. auf 278 828 Mann.

Die unter Hinnahme dieser außerordent­lichen Verluste erreichten Gebietsgewinne in der Normandie werden zusammenhän­gend mit der Pattersonerklärung von den angloamerikanischen Kriegskorrespondenten als äußerst unbefriedigend bezeichnet. Die Enge des Raumes gestatte keinerlei opera­tive Entfaltung, so daß kaum die Möglich­keit eines strategischen Durchbruchs in Aussicht stehe.

Der amerikanische Innenminister Stimson traf, wie zugleich bekannt wird, in London ein, um sich vor allem für eineIntensi­vierung der Kämpfe im normannischen Raum einzusetzen, um dort die notwendige Ellenbogenfreiheit zu schaffen und die ame­rikanische Wahlstimmung zu fördern. Schon jetzt seien, heißt es, einige Teile der bisher im Südosten Englands in Bereitschaft ste- ' henden Heeresgruppe des amerikanischen Generals Patton nach Frankreich überge­führt worden, wobei die Frage jedoch noch nicht gelöst ist, ob die gesamte Heeres­gruppe in diesen Raum geworfen werden soll, oder ob sie in ihren wesentlichen Tei­len zur Bildung eines neuen Brückenkopfes bestimmt ist.

Die sparsame Verwendung deutscher, Truppen bei der Isolierung des gegenwärtig bestehenden Landekopfes gibt der deut­schen Führung die Möglichkeit, ausrei­chende Gegenmaßnahmen in dem Falle zu ergreifen, daß der Gegner an anderer Stelle unter Ausnutzung der materiellen Ueber- legenheit zur Luft und zur See einen Brückenkopf zu bilden beabsichtigt. In die­sem Zusammenhang verdient die Besichti­gungsreise des neuernannten deutschen Oberbefehlshabers West an die bisher von der Invasion nicht berührten Abschnitte der Atlantikküste zwischen Dünkirchen und Abbeville besondere Beachtung.

Wirkliche Verluste noch höher I

IPS. Berlin, 14. Juli, Von englischer Seite wird unterstrichen, daß man sich im Lager der Anglo-Amerikaner über 'das wirk­liche Ausmaß der Blutopfer noch überhaupt nicht klar geworden sei. Man wäre dagegen in Caen tief beeindruckt durch die geringe Wirkung, die die Artillerie der Anglo-Ame­rikaner auf die Verteidiger gehabt habe. Dabei wären die Angreifer geradezu verschwenderisch mit ihrer Artillerie um­gegangen und die Zahl der abgefeuerten Granaten gehen nicht mehr in die Tausende, sondern in die Hunderttausende.

Briten gruppieren um

rd. Berlin, 14. Juli. In steigendem Maße verbraucht die normannische Schlacht Im­mer neue Kräfte der Anglo-AmerikaneT, die schon seit Wochen Truppen in diesen einen Landekopf hineinführen müssen, die - Ursprünglich für ganz andere Aufgaben vor­gesehen waren. Die Engländer, die offenbar tucht über so reichhaltige Reserven ver­fügen wie die Amerikaner, mußten vor Reuen Angriffen Umgruppierungen vorneh­men. Die Nordamerikaner haben neue starke Verbände angelandet und sofort in die Schlacht geführt. Der Hauptstoß dieser neuen Angriffe richtet sich gegen Saint Lo und I.essay.

Die Engländer pausieren

Eigene Drahtmeldung

K-S. Berlin, 14. Juli. Die gegenwärtige Lage der Briten in der Normandie wird durch die Kampfpause charakterisiert, zu der .sich ihre Truppen im Raume von Caen im Augenblick gezwungen sehen. Die Verluste des Tommy waren offenbar derart stark, daß sich Umgruppierungen nicht ver­meiden ließen, die zu einer, sicherlich nur als vorübergehend anzusehenden Kampf­pause führten. Von den deutschen Truppen m diesem Raum geführte Gegenangriffe führten zu Einbrüchen in die feindlichen Li­nien, die die britische Führung zur Räumung verschiedener Ortschaften veranlaßt'e.

In dem durch die amerikanischen Angriffe bestimmten Kampfabschnitt der normannischen Front setzte der Gegner weiterhin starke Materialmassen ein, um in Richtung St. Lo und Lessay vorzustoßen.

Wilde Nazis"

Eigener Bericht

BZ. Berlin, 14. Juli. Die übereinstimmen­den Berichte des Auslandes über die jungen deutschen Soldaten an der Invasionsfront be­sagen, daß es sich um wilde Nazis han­dele. Ein Korrespondent desStar" schreibt, daß die deutschen Truppen jeden Meter Boden verteidigten. Sie gäben weder Pardon noch nähmen sie ihn. Ein Teil der deutschen Truppen an der Caen-Front käme aus den Reihen der Hitler-Jugend. Viele stürben lie­ber mit dem Gewehr in der Lland, als daß 4i,e sich von den Engländern gefangen­nehmen «ließen. Ein englischer Unteroffizier habe ihm erklärt, daß die deutschen Sol­daten, mit denen er gekämpft habe,alle Fanatiker' wären.

Ihr Geist, heißt es anderswo, sei über­ragend gut. Wenn sie in Gefangenschaft ge­rieten, so zeigten sie sich auch dort äußerst selbstsicher. Sie hätten ein festes Vertrauen zu ihrer Führung und glaubten an den End­sieg. An der Orne ^seien deutsche Panzer­wagen in Stahl und Beton eingemauert und so gut getarnt, daß sie aus der Luft nicht entdeckt und angegriffen werden könnten. Nur der Geschützturm. sei über dem Boden sichtbar. Ihre Bekämpfung habe sich als sehr schwierig herausgestellt. Verschiedene Kriegskorresponclenten fordern die von ihnen alsLehnstuhlkritikör bezeichneten Militärbeobachter der Londoner Blätter auf,

dnb. Aus dem Führerhauptquar­tier, 14. Juli. Das, 'Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Westteil des normannischen Lande­kopfes warfen die Nordamerikaner neue Verbände in die Schlacht und setzten ihre Angriffe mit dem Schwerpunkt in Richtung auf St. L o fort. Im Verlaut erbitterter Kämpfe drängte der Feind unter Inkaufnah­me hoher Verluste unsere Truppen in eini­gen Abschnitten unwesentlich zurück. Es ge­lang ihm an keiner Stelle, den erstrebten Durchbruch zu erzwingen. Die schweren Kämpfe dauern mit unverminderter Heftig­keit an.

Sicherungsstreitkräfte der Kriegsmarine schossen vor der niederländischen Küste zwei britische Schnellboote in Brand. Ein eigenes Vorpostenboot ging verloren.

Schweres Vergeltungsfeuer liegt weiterhin auf dem Großraum von London.

In Italien, beschränkte sich der Feind gestern au! Angriffe im Raum nördlich V o 11 e r r a und beiderseits des Tiber hn Abschnitt Citta dl Castello. Während des ganzen Tages wurde hier erbittert und mit wechselndem Erfolg um einige Höhenstel­lungen gekämpft. Trotz starken Menschen- und Materialeinsatzes blieb der Geländege­winn des Feindes unbedeutend.

Im rückwärtigen Frontgebiet und im ober- italienischen Raum wurden mehrere Ban­dengruppen und Sabotagetrupps vernichtet.

Im Süden der Ostfront wiesen deutsche und ungarische Verbände im Raum von Kolomea örtliche Vorstöße der Bol­schewisten ab. Westlich L u c k setzten sich unsere Divisionen befehlsgemäß aus einem vorspringenden Frontbogen ab und schlu­gen in den neuen Stellungen feindliche An­griffe zurück. Im Zusammenhang mit unse­ren Absetzbewegungen im Gebiet der Prip- jetsümpfe, die vom Feinde ungestört ver­lauten, wurde die Stadt Pinsk geräumt.

Im Mittelabschnitt vereitelten un­sere Divisionen weitere Durchbruchsver- suche der Sowjets. Der Schwerpunkt der Kämpfe lag liier östlich und nördlich Grodno, wo starke feindliche Panzer-, Infanterie- und Kavallerieverbände zum Stehen gebracht wurden.

Die tapfere Besatzung der alten litauischen Hauptstadt Wilna unter Führung ihres Kommandanten, GeneralleutnantS t a h e 1 ; durchbrach nach fünftägigem Widerstand gegen überlegene feindliche Kräfte befehls­gemäß den sowjetischen Einschließungsring und kämpfte sich zu den westlich unter Oberst Tolsdorf bereifstehenden deut­schen Truppen durch. Pflichterfüllung und Standhaftigkeit dieser beiden Kampfgruppen verdienen höchste Anerkennung. Bei den Kämpfen um die Stadt hat sich auch eine Flakabteilung der Luftwaffe unter Haupt­mann Müller hervorragend bewährt.

Südlich Dünaburg sowie zwischen Düna - und Peipussee wurden zahlreiche Angriffe der Bolschewisten unter Abriege­lung'örtlicher Einbrüche zerschlagen.

Schlachtfliegerverbände griffen auch gestern wirksam in die Erdkämpfe ein und vernichteten im Tiefangriff zahlreiche Pan- zeT, Geschütze und Fahrzeuge des Feindes.

einmal selbst an die Front zu kommen und ein Bild von dem deutschen Widerstands­geist zu gewinnen, bevor sie sich über den langsamen Fortgang der Operationen be­schwerten.

Knochenhart, eisenhart"

Von unserem Vertreter

hw. Stockholm, 14. Juli. Die Invasoren geben zu, daß die Deutschen ihren Ring um den Brückenkopf unerbittlich aufrechterhalte». In einem t United- Preß-Bericht wird festgestellt:Die englisch­amerikanischen Panzer- und Infanterie­angriffe, stoßen dauernd auf rasenden deut­schen Widerstand, der Montgomerys Streit­kräfte zu einer Atempause zwingt.

Die Amerikaner verkünden, sie hätten neue Offensivanstrengungen eingeleitet, die sie selber mit einerDampfwalze mit ge­waltiger Feuerkraft vergleichen, aber auch diese stoße auf erbitterten Widerstand. Im­mer wieder muß der Feind auf die Stärke und Kühnheit der deutschen Gegenaktio­nen Bezug nehmen:Die deutschen Gegen­angriffe sind hart und entschlossen. Die deutschen Soldaten, meist sehr jung7 kämpfen mit gewohntem Fanatismus. Die deutschen Gegenstöße kommen blitz­schnell", so heißt es in einem Londoner Lagebericht der Göteborger Handelszeitung.

Die deutschen Truppen der HJ.-Divisio- nen schlagen sich fanatisch und mit einer

Nordamerikanische Bomber richteten gestern wiederum einen Terrorangriff gegen München. Durch Luflverteldigungskräfte wurden 29 feindliche Flugzeuge zum Ab­sturz gebracht.

Einzelne britische Flugzeuge warfen in der Nacht Bomben auf rheinisch-westfälisches Gebiet.

Finnen wiesen Sowjetangriffe ab dnb. Helsinki, 14. Juli. Der finnische Wehrmachtbericht meldet u. a.: Auf der Ka­relischen Landenge unternahm der Feind, von schweren Waffen und Panzern unter­stützt, zähe Angriffsversuche zur Erweite­rung seiner Brückenkopfstellung bei V u o - salmi. Alle Angriffe wurden abgewiesen. Nordöstlich des Ladogasees und an mehreren Stellen zwischen Pitkaernnia und Suojaervi- heftige Kämpfe; die unter großen Verlusten unternommenen feindlichen Angriffe blieben erfolglos.

Im Gegenangriff Sowjets geworfen dnb. Berlin, 14. Juli. Nachdem der Feind zunächst nördlich des Pfeilers Polozk er­hebliche Verluste gehabt hatte, ^ griff er un­sere Stellungen im Raum von Opotschka und Ostroff mit Stoßgruppen in Regiments­stärke an. Im Abschnitt der dort stehenden

Eigener Drahtbericht

KS. Berlin, 14. Juli, Die Kämpfe an der Ostfront werden immer noch beweglich ge­führt, wenngleich sich die Offensivopera­tionen 'der Sowjets verlangsamt haben. Nachdem die tapfere Besatzung von Wilna in einem geschlossenen Stoß den Einschlie­ßungsring der Sowjets durchdringen und sich mit den bereitgestellten Aufnahmever­bänden in ihrer vollen Stärke vereinigen konnte, ist diese , alte Hauptstadt Litauens völlig in feindlicher Hand, Die gleich­laufenden Absetzbewegungen an der Mittel- front dienen der Verstärkung der das Bal­tikum abschirmenden , Verteidigungslinien und müssen als eine,vorläufige Phase im Rahmen der gesamten Ostschlacht gewertet werden.

Die deutschen Gegenmaßnahmen machen sich an vielen Stellen der Ostfront immer fühlbarer bemerkbar. Wenn trotzdem Ab­setzbewegungen erfolgen, dann sind diese auf weitergreifende Planungen zurückzu­führen, deren Wirksamwerden zur Zeit noch nicht im Sinne der deutschen Absichten liegt.

Gerade weil die Bedrohung aus dem Osten im gegenwärtigen Zeitpunkt der Schlacht nicht unterschätzt werden darf, müssen die deutschen Gegenmaßnahmen kraftvoll sein und bedürfen entsprechender Vorbereitungs­zeit, Inzwischen sind die örtlichen deutschen Verbände gezwungen, mit dem Raum - zu operieren. Auch die Freigabe der Stadt Pinsk ist unter diesen Gesichtspunkten zu werten. Der Feind jedoch versucht der örtlichen deutschen Führung die Kontrolle über die Bewegungen zu entreißen, indem er motori­sierte Infanterieverbände gemeinsam mit Panzer- und Kavallerieverbänden vorschickt.

Rücksichtslosigkeit ohnegleichen", sagt ein Londoner Bericht über den Nachwuchs der deutschen Wehrmacht.

Der Feind macht derartige Hinweise auf den Elitecharakter der deutschen Truppen und auf die angeblich ungünstige Witte­rung, um der Enttäuschung in der eigenen Oeffentlichkeit und Vorwürfen der sowjeti­schen Bundesgenossen zu begegnen. Immer wieder heißt es in Londoner Darstellungen: Offiziell wild betont, daß- man keinerlei Verringerung des Kampfwillens der jf-, Tank- und Panzerdivisionen feststellen kann. (Man merkt die Enttäuschung, die Wut und die schweren Einbußen, die sich hinter diesem Urteil verbergenl ,,BZ.")

Ein USA.-Bericht aus den Ruinen von La Haye de Puits sagt über die hartnäckige Verteidigung dieses Ortes: Die deutsche

Besatzung eines mittelalterlichen Turms, der fast als einziges Gebäude übriggeblie­ben ist, habe hinter MG.s und Maschinen­pistolen derart zäh gekämpft, daß ihnen ein amerikanischer Oberst und eine Menge USA.-Soldaten zum Opfer gefallen seien. Ein USA.-Soldat habe erklärt:Das sind

alles zusammen knochenharte Fanatiker, die nichts anderes kennen als ihren Natio­nalsozialismus." Sie hätten sich in Häusern und Bäumen festgesetzt Auch in der Ge­samtbeurteilung der Lage kehrt in den feindlichen Berichten immer wieder der Ausdruck: Rommels eisenharte Verteidi­

gung.

niederiächslsch - Schleswig -holsteini­schen Divisonen hatten die Bolschewisten in der Nacht zum Mittwoch einen erkun­denden Vorstoß unternommen und waren dann in Regimentsstärke angetreten, um den Abschnitt eines Bataillons zu überren­nen. Es gelang ihnen, etwa 700 Meter tief einzubrechen und sich auf einigen Höhen festzusetzen. Am frühen Nachmitttag unter­nahmen dann unsere Soldaten einen Gegen­stoß, und brachten, die alte Hauptkampf­linie wieder fest in ihrer Hand.

Das Eichenlaub verliehen

dnb. Führerhauptquartier, 14. Juli. Der Führer verlieh das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Major Georg L e m m , Bataillonskomman­deur in einem mecklenburgischen Füsilier- Regiment, als 525. Soldaten der deutschen Wehrmacht.

Major Lemm hat sich seit Beginn der großen Abwehrschlacht bei der Heeres­gruppe Mitte durch vielfache Tapferkeits­taten ausgezeichnet. Tag für Tag gab er in unzähligen Nahkämpfen, verbunden mit einer umsichtigen Führung, seinem zuletzt bis auf geringe Teile zusammengeschmol­zenen Bataillon Beispiele höchsten Helden­tums.

Sie konnten beispielsweise östlich und nördlich Grodno zum Stehen gebracht werden. Gerade in der Abwehr dieser hef­tigen und schnellen Feindvorstößs muß im Augenblick die Hauptaufgabe der örtlich eingesetzten deutschen Verbände bestehen.

Lange Kolonnen Gefangener

dnb. Madrid, 14. Juli.Lange Kolonnen von anglo-amerikanischen Gefangenen ziehen durch Frankreich, um in Gefangenen­lagern Aufnahme zu finden. Die meisten von ihnen haben den Kopf gesenkt. Diese Schil­derung begleitet derYa"-Korrespondent in Vichy mit der Feststellung, es sei einwand­frei bewiesen, daß die anglo-amerikanischen Gefangenen weder in Paris noch in der Nor­mandie von der Bevölkerung auch nur mit einem Schein der Sympathie aufgenommen werden.

Führerglückwunsch an Pavelic

dnb. Aus dem Führerhauptquar­tier, 14. Juli. Der Führer hat dem kroati­schen Staatsführer Dr. Ante Pavelic zum Geburtstag mit einem in herzlichen Worten gehaltenen Telegramm seine Glückwünsche übermittelt.

Anerkennung für Sturmgruppe

dnb. Berlin, 14. Juli. Der Reichsmarschall und Oberbefehlshaber der Luftwaffe Her­mann G ö r i n g hat der 4. Gruppe des Jagd­geschwaders 3 für ihre beispielhaften Lei­stungen bei der Abwehr eines nordameri­kanischen Terrorangriffes ein Anerkennungs­schreiben geschickt.

; Am Schwebekreis

Scherl-Bilderdienst-Auto fiel

Mit scharfen prüfenden Augen verfolgt der Bichlkanonier des Flakgeschützes über Kimme und Vorhaltekreis des Visiers hinuus den von Scheinwerfern gefaßten feindlichen Bomber.

BtmtH in det O&hüt det fyms

Von

Senator Dr. Richard Duckwitz

Die von Senator Duckwitz, der gegen­wärtig die Geschäfte des Regierenden Bür­germeisters von Bremen führt, nachfolgend entwickelten Gedanken waren auch Kern seiner Ausführungen vor den Kreisamts­leitern qnd den Ortsgrjjppenleitem der NSDAP., worüber wir im Bremer Teil be­richten.

Die Schriftleitung derBremer Zeitung".

Im Anschluß an die zur völligen Ueber- einstimmung der politischen und verwal­tungsmäßigen Führung gekommenen Ent­wicklung innerhalb unseres Gaues ist durch den plötzlichen Tod unseres Regierenden Bürgermeisters der äußere Anlaß zu einer weiteren organischen Einführung Bremens in die innere Gliederung unseres Gaues und damit des Großdeutschen Reiches gegeben.

Bereits im Jahre 1934 gingen kraft eines vom Führer erlassenen grundlegenden Reichsgesetzes die Hoheitsrechte der deut­schen Länder, so auch der Freien Hanse­stadt Bremen, auf das Reich über. Das heißt also, daß von diesem Zeitpunkt an der Senat als bremische Landes­regierung seine Aufgaben nicht mehr aus eigener Machtvollkommenheit, sondern nach den Weisungen der Reichsregierung zu erfüllen hatte. Das Weisungsrecht der Reichsministerien und die Gehorsamspflicht deT Landesregierungen machten sich bald in steigendem Maße bemerkbar und mußten sich bemerkbar machen, weil die allmäh­liche Ausmerzung oft großer störender Ver­schiedenheiten in den Ländern und die kraftsteigernde Vereinheitlichung der ge­samten Verwaltung im Reich ein solches Vorgehen gebieterisch verlangte. Schritt für Schritt in organischer Felge und fern von bürokratischer Konstruktion ging in .den nächsten Jahren die sogenannte Ver- reichlichung u. a. der Polizei und Justiz vor sich. Diese Entwicklung umfaßte selbst­verständlich auch Bremen; während aber alle anderen deutschen Länder, ausgenom­men Hamburg und Lübeck, im Laufe der Zeit zwangsläufig verschwinden, häutet sich Bremen lediglich, wirft die Haut des Lan­des ab und bleibt als GemeindeHanse- N Stadt Bremen" bestehen.

Da man bisher in Bremen zwischen Staat und Gemeinde in den Einnahmen und Aus­gaben, im Vermögen man denke an den umfangreichen Besitz an Grundstücken, an die gewaltigen Anlagen der Seehäfen in Bremen und Bremerhaven, an die Versor­gungswerke usw. nicht unterschieden hatte, ja den Begriff derGemeinde über­haupt nicht kannte, so wurde nun syste­matisch die Aufteilung vorgenommen, da­bei insbesondere die Lebensgrundlage Bre­mens, die Seehäfen, auch als zukünftige Grundlage der Gemeinde . Bremen in An­spruch genommen. In der Erkenntnis, daß, die Wohngemeinde Bremerhaven bei Fort­fall des gemeinsamen Daches, nämlich des Landes Bremen, nicht als sechzig Kilometer entfeinter Ortsteil der Gemeinde Bremen weiter bestehen könne, mußte versucht wer­den, wenigstens die Bremerhavener See­häfen, die von Bremen gebaut, mit den Seehäfen in Bremen eine Verkehrseinheit bilden, als sogenannte Exklave in die Ge­meinde Bremen einzugliedern. Dank dem Verständnis dös Reichsministeriums des In­nern, insbesondere auch des Reichsministers Dr. Frick, wurde diese Lösung s. Zt. nach schwierigen Verhandlungen erreicht und im März 1938 verwirklicht, eine Regelung, die in Deutschland einzig dasteht und Bre­men seine Lebensgrundlage gerettet hat. Als vorausgesehene, aber auch sonst un­vermeidbare Folge trat am 1. November 1939 die Eingemeindung der Wohngemeinde Bremerhaven in die Gemeinde Wesermünde und gleichzeitig die umfangreiche Einge­meindung preußischer Gemeinden uncf Vegesacks in die Gemeinde Bremen in

Feindlicher Durchbruch in der Normandie mißlungen

Sowietdurchbruchsversuche im Mitte/abschnitt der Ostfront vereitelt Pinsk geräumt Schwerpunkt der Kämpfe im Mittelabschnitt Die Besamung von Wilna durchbrach in heldenmütigem Kampf den Einschließungsring

Die gegenwärtige Aufgabe im Osten

Weitgreilende deutsche Planungen reifen langsam heran