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5 Tageszeitung der Naiionalsozii
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Parteiamtliche Tageszeitung
Das Amtsblatt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
Nr. ISO • 14. Jahrgang
Mittwoch, 12. Juli 1944
der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verkündungsblcrtt des Reichsslatth alters in O’denburg und Bremen
Einzelpreis 15 Rpf.
Eisenhower: „Kampf um jeden Fußbreit Boden!"
40 Feind-Divisionen drängen sich in der Enge des normannischen Landekopfes
Der Faktor Zeit
[ Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung
goe. Berlin, 11. Juli. Der Wehrmachtbericht und eine Reihe von Ergänzungsmeldungen lassen erkennen, daß der Feind in der Normandie ‘nunmehr mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln versucht, aus der Landungsphase seines Unternehmens herauszukommen und den Kampf in ’ die Tiefe des französischen Raumes vorzutragen. Der'riesige Materialeinsatz, mit dem dieser Versuch unternommen wird, geht aus der Mitteilung hervor, daß der feindliche Durchbruchsversuch durch Caen nach Süden mit dem Abwurf von ’ nicht weniger als zweieinhalbtausend Bomben und dem Ver- . schuß von 80 000 Granaten begonnen wurde. Der Wehrmachtbericht würdigt die geradezu ungeheure Leistung, die von unseren Soldaten hier vollbracht wird, mit zwei knappen, aber um so gewichtigeren Sätzen: „In beispielhafter Tapferkeit halten unsere Truppen dem feindlichen Ansturm stand. v Die Verluste des Feindes sind sehr groß."
Inwieweit für die anglo-amerikanische Offensive der erneute sowjetische Druck auf London und Washing- t o n mit maßgebend ist, zeigt eine Aeuße- rung der „Prawda". Mit scharfen .Worten mahnt das bolschewistische Blatt seine westlichen Verbündeten, es sei nunmehr die Zeit gekommen, in der England und die USA. endlich ihre Streitkräfte in den Kampf werfen müßten, damit die Bolschewisten ihre Offensive gegen alle jetzt in Frage stehenden Gebiete von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer vortragen könn : ten. Die Invasion zeigt sich in dieser Stimme nur als eine große Entlastungsoffensive für die Sowjets, während ihr in Wirklichkeit viel weitergehende, ja entscheidende Ziele gesetzt sind.
Der Zeitverlust, den die Alliierten in - der, Normandie erleiden, kann infolgedessen gar nicht hoch genug veranschlagt werden. Viereinhalb Wochen wertvollster Zeit sind seit dem Tage der Landung vergangen, ohne daß es dem Feind gelungen wäre, aus der Normandie herauszukommen. Fast die Hälfte des für die Kämpfe günstigen Sommers ist damit vergangen. Obwohl Montgomery in dem Invasionsraum ._ gewaltige Material- und Menschenmassen' zusammenballte, haben die Kämpfe fast den Charakter eines Stellungskrieges angenommen, der von den Anglo-Amerikanern eben mit Rücksicht auf den Zeitfaktor ganz besonders gefürchtet werden muß. Ein zweites Moment, das die feindliche Führung vor schwerste Probleme stellt, ist der immer deutlicher in Erscheinung tretende Grundgedanke der deutschen strategischen Planung, die auf einer defensiven Haltung im Osten beruht, um im Westen um so stärker zu sein.- Zeigt sich diese Stärke auch klar in den überzeugenden deutschen Abwehrerfolgen so wird in ihnen offenbar doch nur ein Teil der deutschen Abwehrplanung ersichtlich. Aber schon die bisherigen Ereignisse in der Normandie lassen gewisse Rückschlüsse auf die Weiterentwicklung des Kampfes'zu. Wenn zum Beispiel die feindlichen Truppen in der Normandie erschreckt den „Panzertod" durch neu entwickelte deutsche Defensivwaffen feststellen und die amerikanische Rüstungswirtschaft plötzlich unter Zurückstellung aller anderen Aufgaben veranlaßt wird, ihre Panzerproduktion zu steigern,
Vielleicht in der Erkenntnis dieser Entwicklung schreibt der Militärkrrtiker der Madrider „Informaciones" über den Kampf um Caen, die Normandie sei nur „das Vorzimmer der Entscheidung". Nicht weniger als 40 Divisionen hätten die Anglo-Amerikaner bereits in den Brückenkopf geschickt. Trotzdem sei Caen nur zu einem „optischen Sieg" der Alliierten geworden. Montgomery habe die Ruinen dieser Stadt „zu einem Wucherpreise kaufen" müssen. Von den Amerikanern wird gesagt, sie hätten jetzt die schwersten und blutigsten KämpTe durchzumachen. Es geläpge den Deutschen, sie immer wieder in ganz bestimmte Ka-' näle zu drängen. So habe zum Beispiel der mittlere amerikanische Vorstoß kaum den Vire-Kanal üherquert gehabt, als er auf ein Ueberschwemmungsgebiet geprallt sei, ' in dem es yon deutschen Bunkern wimmelte.
Wenn endlich General Eisenhower jetzt mit'dem Wort, daß man um jeden Fuß breit Boden kämpfen müsse, die Schwere der feindlichen Verluste nur andeutet, so werden diese, die ja letzten Endes entscheidend sind, offenbarer in einem . nordamerikanischen Bericht, wo es heißt: „Der Tod kommt rasch- in der Normandie". Die englische Zeitung „New Leader" kennzeichnet denn auch die in England unter dem Eindruck der hohen Blutopfer in der Normandie herrschende Stimmung sehr bezeichnend mit der Feststellung, daß jede englische Familie heute „von gemischten Gefühlen der Hoffnung und der Furcht beseelt“ sei, der Hoffnung, daß die militärischen Operationen in Westeuropa England ein schnelles Kriegsende bescheren möchten, der Furcht vor allem vor dem gewaltigen Preis, den die Anglo-Amerikaner heute an Menschenleben bezahlen müssen. Auch in dieser Aeußerung tritt wieder der Zfeitfaktor in Erscheinung, der für die Alliierten das schwerste Problem darstellt. Denn man weiß im Feindlager
selbstverständlich genau, daß mit jedem Tag der ergebnislosen Invasion die deutsche Rüstung technisch weiter aufholt. Was das jedoch zu bedeuten hat, ist auch für den Feind klar, wenn er die Wirkungen der bereits jetzt im Einsatz befindlichen neuen deutschen Waffen betrachtet. Wir Deutsche
dnb. «Aus dem Führerhauptquartier, 11. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
In der Normandie Ist nunmehr auf großen Teilen der Front des feindlichen Brückenkopfes die Abwehrschlacht im Gange. Unter stärkstem Einsatz von Artillerie, Panzern und Luftstreitkräften versuchen die Anglo-Amerikaner immer von neuem unsere Front aufzureißen, um dann in die Tiefe des französischen Raumes stoßen zu können. In beispielhafter Tapferkeit halten unsere Truppen dem feindlichen Ansturm stand. Die Verluste des Feindes sind sehr groß. Am 8. und 9. Juli wurden im Raum von Caen 102 feindliche Panzer abgeschossen.
Am gestrigen Tage trat der F/ind östlich der O r n e zum Angriff nach Osten an und wurde abgewiesen. SüdwestlichCaen konnte der Gegner dicht hinter unserer vorderen Linie den Ort M a 11 o t nehmen. Ein Gegenangriff unserer Panzergrenadiere warf daraufhin die feindlichen Angriifsgruppen wieder zurück. Westlich davon wurde um eine beherrschende Höhe erbittert gekämpft, die im Laufe des Tages mehrmals den Besitzer wechselte, bis sie am Abend endgül^g in unserer Hand blieb. Bei T e s s e u-B rette- v i 11 e wurden mehrfach wiederholte feindliche Panzerangriffe zerschlagen. Beiderseits der Straße Carentan-Periers griff der
dnb. Berlin, 11. Juli. Bei den neuen Angriffen der Briten am Montag unterstützten zahlreiche Batterien die bei Baron sur O d o n zum Stoß nach Südosten angesetzten Infanterie- und Panzerverbände. Trotzdem erwies sich die Hoffnung, durch einen großen Munitionsaufwand deü Widerstand unserer Truppen zermürben zu können, als trügerisch.
Selten bestand bei einem Kampf zwischen Einsatz, Verlusten ünd Bodengewinnen ein solches Mißverhältnis, wie es jetzt die Briten und Kanadier bei Caen erleben mußten. Nicht einmal kleine, zunächst eingeschlossene Stützpunkte konnte der Feind ausschaUen. Die nach vierstündigem schweren Trommelfeuer aus dem Raum von Baron in Richtung auf die Orne vorbrechenden feindlichen Kräfte konnten zwar zunächst bei Maltot etwas vorwärts kommen. Dort aber traf sie der deutsche Gegenangriff, der den Ort zurückgewann und zur Stunde in den Höhen bei Eterville noch weiter vordringt. Kaum. 200 Meter sind von der überaus teuer erkauften Einbruchsstelle übriggeblieben.
Weitere Angriffe setzten die Briten zwischen Orne und Troarn sowie im Raum von T i 11 y am Walde von Tessel-Bretteyille und bei Lengray an. Auch diese Vorstöße scheiterten.- Südlich des Vire-Taute-Kanals gruppierten die Nordamerikanei ihre schwer mitgenommenen Verbände um, so daß sie hier nur örtlich begrenzte Angriffe führen konnten. Bei Saint Eny und nordwestlich davon bereinigten unsere Truppen geringfügige feindliche Einbrüche im Gegenstoß. Erbitterte Kämpfe, entwickelten sich ferner im Raum von La Haye du Puits. Die Ruinen der Stadt wechselten zum fünften Male den Besitzer und sind zur Stunde wieder in unserer Hand. Seit den Abendstunden verstärkte sich das feindliche Artilleriefeuer im ganzen Raum zwischen Vire und Westküste der Cotentin-Halbinsel. Trotz des starken feindlichen Druckes behaupteten somit unsere Truppen unter Abschuß von 66 feindlichen Panzern ihre am Vortage eingenommenen Linien, die sie durch Gegenangriffe an einigen Stellen sogar noch verbessern konnten.
In Italien ließ dagegen der Druck der Briten und Nordamerikaner in Auswirkung ihrer schweren Verluste am Vortage im allgemeinen etwas nach. Die bis nach San Valentino ■ vorgedrungenen feindlichen Kräfte wurden im Gegenartgriff gefaßt und auf den Monte tivitello zurückgeworfen. Auch Pietralunga gewannen unsere Truppen im Kampf Mann gegen Mann zurück.
£.n de.r Ostfront versuchte der Feind Im Mittelabschnitt weiterhin unter Einsatz aller verfügbaren Kräfte die Bewegungen aufrechtzuerhalten, zumal seine Absicht, die Angriffsfront auf den Raum vön Kowel auszuweiten, verlustreich scheiterte. Nördlich des Pripjel hielt der bolschewistische Druck westlich der Szczara an. Weiter nördlich versuchte der Feind, aus' dem Raum von
wissen, daß uns noch äußerst schwere Kämpfe’bevorstehen und daß wir den Helm fester binden müssen, um aus diesem Stadium des Krieges heraus in eine neue Phase zu treten, die durch die Ueberlegenheit neuer deutscher Waffen nekennzeichnet sein wird. Aber wir können aus den gegneri-
Feind in breiter Front an. Nach schweren Kämpfen wurde er dicht südwestlich unserer allen Stellungen abgefangen. Auch im Raum von La Haye de Puits wurde erbittert gekämpft. Unsere Truppen behaupteten doit überall ihre Stellungen.
Im französischen Raum wurden gestern über 50 Terroristen im Kampf niedergemacht.
Die „V 1“ belegt den Raum von London weiterhin mH schwerem Vergeltungsfeuer.
In Italien setzte der Feind in den alten Schwerpunkten seine Durchbruchsversuche fort. Trotz Einsatzes starker Panzerkräfte blieb ihm jedoch jeder größere Erfolg versagt.
Im Raum von Kowel haben Truppen des Heeres und der Waffen -ff in viertägigen harten Abwehrkämpfen den Ansturm von zehn sowjetischen Schützendivisionen, einem Panzerkorps und zwei Panzerbrigaden abgeschlagen und dem Gegner dabei erhebliche Verluste an Menschen und Material beigebracht. Bei' diesen Kämpfen wurden im Zusammenwirken aller Waffen vor der Front und im Hintergelände 295 feindliche Panzer vernichtet. Die rheinisch- moselländische 342. Inf.-Division unter Führung von Generalmajor Nickel, die rheinisch-westfälische 26. Inf.-Division unter Führung von Oberst Fromberger und eine Kampfgruppe der 5. ^-Panzer-Division
L i d a mit starken Kräften nach Südwesten und Westen vorzustoßen. Im Raum von Wilna griffen die Sowjets beiderseits der Straße Lida—Grodno ebenfalls in südwestlicher und westlicher Richtung an. In beiden Abschnitten wurde ihnen jeder Fußbreit Boden streitig gemacht. Weitere harte Kämpfe sind westlich Wilna im Bereich der Straße Wilna—Kauen um einen Eisenbahnstützpunkt N im Gange,
In Wilna selbst behauptete sich die heldenhaft kämpfende Besatzung gegen alle
Eigener Drahtbericht
rd. Riga, 11. Juli. Der Mittelabschnitt der Ostfront steht in härtesten Kämpfen. Hart und erbittert sind die Abwehrkämpfe unserer tapferen Soldaten. Die Völker des Ostlandes sind sich mehr denn je bewußt, daß es, heute, soweit es den baltischen Raum betrifft, um Sein und Nichtsein geht. Darum sammelt sich alles um die deutsche Wehrmacht, versucht jeder einzelne im Kampf gegen die drohende' bolschewistische Gefahr zu helfen, wo' und wie er nur kann.
Im- Mittelpunkt des allgemeinen Interesses steht der Aufruf des Reichskommissars Lohse, in dem es heißt:
„Wieder einmal bedrohen Vorstöße zusammengefaßter sowjetischer Kräfte die Grenzen des Ostlandes. Wie-dm vergangenen Winter die deutsche Wehrmacht ’ gemeinschaftlich mit den estnischen qnd lettischen ^-Legionen den Angriff der Bolschewisten an der Grenze Estlands zum
dnb. Führer hauptquartier, 11. Juli. Der Führer verlieh am 9. Juli das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Heinz-Otto Fabian, Bataillonskommandeur in einem Grenadier-Regiment (mot.) als 522. Soldaten der deutschen Wehrmacht.
Hauptmann Fabiän warf im Westabschnitt- der italienischen Front, an der Spitze einer kleinen Kampfgruppe, den mit immer neuen Massen anrennendeh Gegner in schwung. vollem Gegenangriff zurück- und ermöglichte damit das planmäßige Absetzen vom Feinet
Neue Ritterkreuzträger dnb. Führerhauptquartier. 11. Juli. Der Führer verlieh das Ritterkreuz , des Eisernen Kreuzes an: Oberleutnant Hans Sturm, in der Sfurmgeschütz-
schen Stimmen erkennen, daß von unseren Feinden befürchtet wird, wir könnten diesen Kampf um die Zeit gewinnen und dhmit dem Krieg jene entscheidende Wendung geben, die der Führer in seiner letzten Rede vor den Rüstungsschaffen'den ankündigte.
„Wiking" unter Führung von Obersturmbannführer Mühlenkamp haben sich durch beispielhafte Standfestigkeit ausgezeichnet.
Im Mi ttelabschnitt der Ostfront stehen unsere Truppen bei drückender Hitze in auch für uns verlustreichen Kämpfen mifc starken feindlichen Kräften.
Die heldenmütige Besatzung von Wilna schlug gestern in verbissenem Kampf den von allen Seiten angreifenden Feind blutig zurück. An der Stadt vorbei dringt der Gegner weiter nach Westen und Südwesten vor. Westlich der Eisenbahn Wilna— Dünaburg wurden zahlreiche Angriffe der Bolschewisten abgeschlagen.
Südlich Dünaburg sind heftige Kämpfe mit schweren bolschewistischen Schützendivisionen und Panzerverbänden im Gange. Nördlich P p 1 o z k wiederholte der Feind nach den hohen blutigen Verlusten der Vortage seine Durchbruchsversuche gestern nicht mehr. Dagegen gelang dem Gegner südöstlich Nowoschew ein örtlicher Einbruch. Kämpfe sind dort noch im Gange.
Schlachtfliegergeschwader unterstützten in zahlreichen Einsätzen unsere schwer ringenden Truppen, besonders im Raum von Wilna. Sie vernichteten zahlreiche Panzer und Geschütze sowie über 200 Fahrzeuge der Sowjets.
Einzelne britische Flugzeuge warfen in der vergangenen Nacht Bomben auf Berlin.
feindlichen Angriffe, wobei eine Flakabteilung der Luftwaffe zahlreiche Sowjetpanzer abschoß. Nordöstlich Wilna stießen die Bolschewisten gegen die Straße Kauen— Dünaburg vor und drangen in U t e n a ein. Beiderseits des Dryswiaty-Sees unternahmen die Sowjets mit sieben Schützen-Divisionen und' Panzerverbänden einen Angriff gegen den Raum von Dünaburg. Dem an einer Stelle eingebrochenen Feind setzten unsere Truppen zähesten , Widerstand entgegen. Nördlich von Polozk brach der Feind seine Angriffe ab.
Stehen brachte, • so muß auch dieses Mal der Feind in gemeinsamer Abwehr zurückgewiesen werden. Das Ostland weiß, daß es nur als ein Glied der kämpfenden europäischen Gemeinschaft Schütz vor der bolschewistischen Vernichtung findet. Europa .und insbesondere das Großdeutsche Reich sind sich wiederum dessen bewußt, daß das Ostland einen untrennbaren Bestandteil der alten europäischen Kulturgemeinschaft darstellt. Das Ostland schützt zudem den Ost- seeraum und damit auch das Herz. Europas vor dem bolschewistischen Zugriff.
Aus diesen Erkenntnissen heraus wird die deutsche Führung alles tun, um den sowjetischen Angriff auf das Ostland zurückzuweisen. Wenn wir mutig und entschlossen gemeinschaftlich unsere Pflicht erfüllen, Werden wir siegen. Der Sieg aber wird den im Kampf bewährten Völkern des Ostlandes eine glückliche und e.hrenvolle Zukunft sichern."
Brigade „Großdeutschland"; Feldwebel Walter Süß, Zugführer in einem brandenbur-* gischen Grenadier - Regiment; Unteroffizier Friedrich Memmerl, Zugführer in eineAn Hamburger Pionier-Bataillon, geboren am 5. 2. 1917 in Loquard (Kreis Emden) als Sohn des Getreidekontrolleurs M. -Unteroffizier Memmert ist im Zivilberuf Klempner.
Ferner erhielten auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes Major Wilhelm Jürgens, Abteilungskommandeur in einem Flak-Regiment; Fahnenjunker-Feldwebel Heinz S a_c h senil e r g , Flugzeugführer in einem Jagdge schwader; Oberfeldwebel Otto M e n g e s , Kompaniefiihrer in einem Fallschirmjäger- Regiment, und Oberfeldwebel Kurt Bundrock, Bordfunker in einem Nachtjagdgeschwader.
An der Invasionsfront
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An einer Wegkreuzung sichert sorgfältig mit Strauchwerk geturnte l*ak die Fallschirmjäger gegen feindliche l’anzercorstöße.
Seditmu* ah HeiHkiitut
Von
Dr. Otto Schultz
Neben den schwarzen Schafen Englands gab es im Laufe eines Jahrhunderts auch einige weiße Lämmlein, wie z. B. Lord Byron und den Gesohjchtsschreiber C a r 1 y - 1 e, die aus einer seelischen Anständigkeit heraus, die man sonsi, aut der Insel selten findet, an der englischen politischen Praxis Kritik übten. Das war für die politischen führenden Kreise Großbritanniens jedoch kein Hindernis, auf dem von ihnen bcschrit- tenen Weg fortzüfahren. Selbst ein englisches Blatt der Gegenwart, der „New Leader“, muß heute feststellen, daß die englischen Historiker sich alle Mühe gegeben haben, die Geschichte Englands einzunebeln.
Der tatsächliche Aufstieg des britischen Imperialismus ist dagegen, wie es diese vereinzelte Stimme in der englischen Wüste kundtut, nur eine einzige lange Serie voller Rücksichtslosigkeiten, Grausamkeiten und Ausbeuterei. Man denke einmal an Edmond Spencer, den Hofdichter der Königin Elisabeth, der eine Flugschrift verbreitete, in der er als einzige Lösung der irischen Frage forderte, sämtliche irischen Kinder gleich nach der Geburt umzubringen. Englands älteste Kolonie, Irland, wurde von den Briten auf ein so tiefes Niveau herabgedrückt, daß ein schiffbrüchiger Ueber- lebender der spanischen Armada, die an der englischen Küste zerschellte, feststellen konnte: Kein Volk der Welt, nicht einmal ein Eingeborenenstamro in Afrika, lebe in einer solchen Sklaverei wie die Iren. Damit habe der Aufstieg des britischen Imperialismus begonnen.
Zwischen 1701 und 1815 wuchs England zur Weltmacht empor, während es in Europa nicht weniger als sieben Völker in Kriege verwickelte, um eigensüchtig die tariere Einheit Europas zu verhindern. Hier habe man schon den Vansittartismus irt Reinkultur gehabt. Es sei kaum eine Ueber- treibung, wenn man sage, daß seit der Regierung der Königin Viktoria kein Jahr verstrichen sei, ohne daß England an irgendeinem Teil der Welt über ein fremdes Land herfiel. Mit dem Opium, mit dem man gegen China in den Jahren 1839—41 vorging, wurden wahrscheinlich mehr Chinesen getötet, als es auf der ganzen Welt gab. Diese Gewaltmaßnahmen, Rücksichtslosigkeiten, Grausamkeiten und Ausbeulereien stad der eigentliche Schlüssel zur britischen Politik- So „New Leader"!
Hundert Jahre nach dem Opiumkrieg in China, in dem England das Reich der Mitte durch einige brutale Flotten-Bombardements auf seine volkreichen Städte zur Wiederaufnahme des schmählichen Opiumhandels zwang und ihm jene Konzessionen abnahm und finanzielle Verpflichtungen auferlegte, die China erst durch die Befreiungstat Japans wieijer abgeriommen wurden, wagt es England, seine blutigen Methoden auch in Europa anzuwenden. Die Luftbombardements des Reiches der europäischen Mitte, die England, gestützt auf die militärische und wirtschaftliche Kraft zweier europafremden Mächte, durchführen und durchhalten zu glauben meint, verfolgen keinen anderen Zweck, als Deutschland und' damit Europa das Schicksal des chinesischen Kaiserreiches aufzuerlegen.
In dem Jahrhundert, das seit dem Opiumkrieg verflossen ist, hat sich der Geist Englands nicht gewandelt. Trotz allem Hu- manitätsgpschrei ist eher ein Rückfall in die Zeit Spencers festziistellen. In der britischen und in der gesamten anglo-amerika- nischen Presse ist oft genug darüber gesprochen worden, wie man, ein besiegtes oder zusammengebrochenes Deutschland zu behandeln gedenkt. Es gibt kaum einen Wahnsinn, der hier nicht ausgedacht und zur Methode erhoben worden wäre. Wenn ejesundempfindende Menschen alle dies«
Abwehrschlacht in der Normandie im Gange
Weiterhin schweres Vergeltungsfeuer auf den Londoner Raum — Im Raum Kowel starke Sowjetangrifle abgeschlagen — Besamung von Wilna schlug Feind blutig zurück
UnSere Steilungen durch Gegenangriffe noch verbeffert
Unerschütterlicher Widerstand bei Caen und im Süden der Cotentin-Halbinsel
Das Ostland in entscheidender Stunde
Ein Aufruf van Reichskommissar Lohse
Das Eichenlaub für Hauptmann Fabian
Den Feind in schwungvollem Gegenangriff zurückgeschlagen