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Parteiamtliche Tageszeitung
Da» Amtsblatt das Regierenden Bürgermeister» der Freien Hansestadt Bremen
der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verlcündungsblatt des Feichsslatthallers in Oldenburg und Bremen
Nr. 184 • 14. Jahrgang
Donnerstag, 6. Juli 1944
Einzelpreis 15 Rpf.
„Vor keiner Schwierigkeit wird kapituliert!
Der Führer vor den Leitern der Rüstungsproduktion - Kampfwochen von großer Entscheidung
Die Belastungsprobe im Osten
Tatsachen feststellen können, keine leeren kraft notwendig sind, um in solchen Zeiten Redensarten. Der Führer hat vor den Lei-1 wTb den heutigen zu bestehen". Aber: „Wir tem unserer Rüstungsproduktion es erneut | werden diese Zeit bestehen und am Ende zum Ausdruck gebracht, „daß eine unerhörte diesen Krieg gewinnen". Die Voraussetzung Nervenstarke und eine unerhörte Entschluß- I dafür, daß diese Prophezeiung Wahrheit
Der Krieg der Soldaten und Erfinder
Adolf Hitler: „Wir werden diese Zeit bestehen und am Ende diesen Krieg gewinnen '
dnb. Berlin, 5. Juli. Auf einer Tagung, die Reichsminister Speer einberufen hatte, um den verantwortlichen hlännern der deutschen Rüstung und Kriegsproduktion weitere Richtlinien und Unterlagen für ihre Arbeit zu geben, sprachen Reichsminister Speer und die Amtschefs seines Ministeriums sowie im Aufträge von Reichsminister Backe Staatsminister R i e c.k e über die Ernährungslage des deutschen Volkes.
Reichsminister Speer gab einen umfassenden Ueberblick über den augenblicklichen Stand d»r deutschen Rüstungs- und Kriegsproduktion. Dabei konnte er feststellen, daß dank der Selbstverantwortung der Industrie, des vorbildlichen Einsatzes der deutschen Arbeiter und der intensiven Rationalisierung und Entfeinerung der Fertigungen trotz des feindlichen Bombenterrors eine weitere Steigerung der deutschen Rüstung ermöglicht werden konnte.
Der Minister verkündete eine Reihe von Maßnahmen, die ein weiteres Anwachsen unserer Rüstung sicherstellen werde. In der entscheidenden Zeit des Krieges, so betonte er, werde die Rüstung alles daran setzen, dem deutschen Soldaten die für die Erringung des Sieges notwendigen überlegenen Waffen in immer größerer feienge zur Verfügung zu stellen.
deutschen Wirtschaft In Krieg und Frieden. Dieser Krieg, so betonte der Führer im Verlauf seiner Ausführungen, könne nicht nach Tagesereignissen gemessen werden. In einem so gewaltigen weltgeschichtlichen Ringen spiele ein vorübergehender Erfolg oder Mißerfolg keine entscheidende Rolle. In diesem größten Schicksalskampf unseres Volkes, der über Sein oder Nichtsein von vielen Generationen entscheide, habe Jeder einzelne nur die eine Pflicht, unablässig für den Sieg zu kämpien und zu arbeiten.
„Ich weiß, daß eine unerhörte Ner- verstärke und eine unerhörte Entschlußkraft notwendig sind, um In solchen Zeiten wie den heutigen zu bestehen. Aber über uns steht unverrückbar als Leitstern unseres Handelns das eine Prinzip: Daß vor gar keiner Schwierigkeit kapituliert wir d!“
Der Führer verwies auf das Heldentum an der Front, wo so viele tapfere Soldaten Tag für Tag das scheinbar Unmögliche möglich machten und auch vor unlösbar scheinenden Auf«-ben nicht zurückschreckten, sondern sie am Ende doch immer wieder meisterten.
JV Drahtbericbt unserer Berliner Schriftieitung
'dr. w. sch. Berlin, 5. Juli. „Der Sieg wird uns alle einmal dafür entschädigen, was jeder einzelne, opfern, was er an Sorgen auf sich nehmen und mit seiner Familie aii Blut einsetzen mußte.“ Diese Worte hat der Führer in seinem Hauptquartier vor den verantwortlichen Männern der deutschen Rüstungs- und Kriegsproduktion gesprochen, als er ihnen die steigende Bedeutung der technischen Arbeit in diesem Kriege vor Augen führte. Auch diese Ansprache des Führers gilt ebenso wie die Worte zum Gedenken des Helden von Narvik der deutschen Nation in ihrer Gesamtheit. Bei beiden Anlässen unterstrich der Führer so eindrucksvoll wie überhaupt nur möglich die Notwendigkeit der höchsten Opferbereitschaft für die Erringung eitles Sieges, der dem deutschen Volk auf unabsehbare Zeit die Bürgschaft der Freiheit und der stetigen Aufwärtsentwicklung geben wird.
Auf dem schweren Wege zu diesem Siege steht nach der Parole' des Führers „über uns unverrückbar als Leitstern*unse- res Handelns das eine Prinzip: Daß vor gar keiner Schwierigkeit kapituliert wird!" Die Schwierigkeit von überragender Bedeutung, die es jetzt durch den äußersten Widerstand an allen äußeren und inneren Fronten zu überwinden gilt, stellt sich in der Aufgabe dar, den technischen Vorsprung in den Voraussetzungen der kriegführung zu unseren Gunsten wiederherzustellen, nachdem ihn auf wesentlichen Gebieten in einer sich dem Ende zuneigenden Phase des Krieges der Feind für sich in Anspruch nehmen konnte. Auch Speer und seine Mitarbeiter haben nach der Maxime Dietls gehandelt, daß das unm<rglich Erscheinende möglich gemacht werden muß, als sie sich trotz, aller Auswirkungen des Bombenterrors daran machten, auf neuen Wegen der Rüstungsproduktion das technische Gleichgewicht wiederzugeben und durch die Schaffung revolutionär wirkender Waffen wieder einen Vorsprung zu erringen.
„V 1“ und die neuen Waffen für Angriff und Abwehr im Panzerkampf sind erst die Vorboten dieser Entwicklung. Daß „V 1" immer wirkungsvoller und fühlbarer in die Bereitstellungen, in die Nachschuborganisationen und in andere wesentliche Voraussetzungen des britisch-amerikanischen Angriffs auf Europa hineinschlägt, ist nach den in den fetzten Tagen aus England durchgesickerten Mitteilungen und Klagen überhaupt nicht mehr zu bestreiten, und auch darin sind sich alle Feindkorrespondenten an der Invasionsfront einig, daß die neuen deutschen Waffen im Panzerkampf dem Gegner aufs . schwerste zu schaffen machen und kaum zu überwindende Hindernisse darstellen.
Sowohl im Süden der Halbinsei Gl o t e n- t i n wie in den Räumen von Bayeux — T i 11 y und C a e n traten die Briten lind Amerikaner zum Großangriff an, ohne auch nur, wie sie es erhofft'hatten, zu einem Prestigeerfolg am amerikanischen Unabhängigkeitstage zu kommen. Der Gegner bleibt im Westen zunächst unter dauernden blutigen Verlusten in seinem Landeraum gefesselt.
Daß sich unsere Maßnahmen der Kräfte-, Verteilung an einzelnen Abschnitten der Ostfront zunächst sehr schmerzlich und unter Umständen auch folgenschwer auswirken könnten, das mußte, mit kalten Nerven und eiserner Entschlußkraft in die Rechnung eingestellt werden. Die ihnen gegebenen Möglichkeiten haben die Sowjets für sich auszunutzen gewußt. Sie wußten zwar aus früheren Erfahrungen, daß sie bei Wi- tebsk, Orscha, M ogilew und Bo- b r u i s k mit besonders starken Abwehrstellungen zu tun hatten und sind darum von ihrer früheren Methode der frontalen Angriffe abgegangen, um mit ganz beson- deis starken Stoßkeilen die genannten Boll-. werke zangenariig zu umfassen, so daß sie von unserer militärischen Führung' geräumt werden mußten, um unnötig hohe Verluste zu vermeiden. Parallel mit diesen Zangenbewegungen. um die deutschen Bollwerke in der vorderen Frontlinie setzten die Sowjets südlich von Bobruisk und im Norden aus dem Raum Polozk—Witebsk weiter in die Tiefe zielende Umfassungsbewegungen ein, die inzwischen, wie dem heutigen Wehrmachtbericht zu entnehmen ist, mit ihren Spitzen östlich und nördlich bis in die Räume Baranowicze, Molodeczno, nordöstlich Wilr.’a und westlich und nordwestlich Polozk vorgedrun- gen sind. Das Schlachtfeld hat nunmehr eine Ausdehnung von über 400 km Breite und etwa 300 km Tiefe gewonnen.
Die operativen Gegenbewegungen, die sich in einigen Einzelheiten des Wehr- machtberichtes schon abzuzeichnen beginnen, benötigen natürlich in den östlichen Verhältnissen Zeit und weiten Raum. Aber von dem Augenblick an, wo der Feind seine Drohungen wahr machte, daß er sich mit all seinen Kräften im Westen, Osten und im Süden auf uns stürzen werde, um uns in diesem Jahre niederzuzwingen, sind wir uns darüber klar gewesen, daß im Verlauf des gewaltigen Abwehrringens kritische Situationen nicht ausbleihen können. Solche Hinweise waren, wie wir heute an Hand der
Im Laufe der Tagung zeichnete Reichsminister Speer eine Reihe um die Rüstung besonders verdienter Männer aus. Er überreichte im Auftrag des Führers das Ritterkreuz des Kriegsverdienst- kreuzes mit Schwertern' an Reichslastverteiler Dr. Fischer, Generaldirektor Kessler, Generalkommissar für Sonderproduktionsaufgaben Direktor Langenohl, Leiter des Hauptringes Guß, und Dr. ing. Lüschen, Leiter des Hauptausschus- ses Elektrotechnik. Einer Reihe weiterer Mitarbeiter überreichte der Minister das ihnen vom Führer verliehene Deutsche Kreuz in Silber.
Die Tagung fand ihren Höhepunkt ln einem Empfang der Teilnehmer durch den Führer im Führerhauptquartier. Der Führer gab den. verantwortlichen Männern der deutschen Rüstung und Kriegsproduktion einen Ueberblick über die Aufgaben (1er
„Wenn Sie dieses Heldentum anschauen, dann verstehen Sie auch meinen unerschütterlichen Glauben. Gegenüber solchem Heldentum sollte eine Führung wie die unsere, die das Glück hat, sagen zu können, daß sie vier Jahre lang überhaupt nur Erfolge erzielt hat, vor irgend etwas versagen? Nein! Wir werden dieseZeitbestehenundam Ende diesen Krieg gewin- n e n. Der Sieg wird uns einmal alle dafür entschädigen, was jeder einzelne geopfert, was er an Sorgen auf sich nehmen und mit seiner Familie an Blut einsetzen mußte.“
wird, ist und bleibt, daß wir all unser Denken, Fühlen und Handeln - unter diese Worte des Führers als unter ein unerschütterliches Glaubensbekenntnis stellen.
Dieser Krieg, so erklärte der Führer den verantwortlichen Männern der deutschen Rüstung und Kriegführung, sei nicht allein ein Krieg der Soldaten, sondern vor allem auch der Techniker, Technische Erfindungen hätten ihm von Anfang an ihren Stempel aufgeprägt, im Laufe des Krieges sei es den Gegnern gelungen, von unseren Erfahrungen zu lernen, unseren Vorsprung auf manchen Gebieten aufzuholen und auf einigen uns zunächst auch zu überholen.
Der deutsche Erfindergeist aber Ist im Begriff, das technische Gleichgewicht nunmehr wiederherzustellen, um so die Voraussetzungen zu schaffen, das Steuer des Krieges endgültig herumzureißen."
Am Schluß seiner Ausführungen sprach der Führer Reichsminister Speer und seinen Mitarbeitern seinen besonderen Dank für ihre hervorragenden Leistungen auf dem Gebiet der deutschen Rüstung aus und beauftragte sie, diesen Dank auch allen Arbeitern in-den deutschen Rüstungsbetrieben zu übermitteln.
*
Dr. Inq. Fischer hat seit Kriegsbegi.nn die Reichsstelle für die Elektrizitätswirtschaft aufgebaut und als Reichslastvertpiler des Generalinspektors für Wasser und Energie mit einem kleinen Mitarbeiterstab für die beste Ausnutzung der deutschen Energieerzeugungsanlagen und des Verbundnetzes gesorgt Generaldirektor Keßler hat durch seinen persönlichen Einsatz ein wichtiges Fertigungsgebiet der Zulieferung im entscheidenden Augenblick auf eine gewaltige Produktionshöhe gebracht und damit wesentlich zur Steigerung unserer Ge- samtrüstung beigetragen. Direktor Langenohl hat die Bereitstellung von Gußstücken, die für die Gesamtproduktion von großer Bedeutung sind, in kürzester Frist erheblich gesteigert. Als Leiter des Hauot- ausschusses Elektrotechnik hat Dr. Ing. L ü - scheu eine in kurzer Zeit notwendige Vervielfachung des Ausstoßes an Zulieferungen auf dem Gebiet der Elektrotechnik ermöglicht. Dr. Ing. Lüschen stammt aus Oldenburg.
Begrüßung der „Befreier”
PK-Janke/Transocean-Europapresr IG)
jW*;
Aufgewühlt durch den von anglo-amerikani sehen Agenten begangenen Meuchelmord an Staat»* Sekretär Henriot und durch die anglo-amerika- nischen Terrorangriffe gegen die französische Zivilbevölkerung, kam es bei der L eberführung angla-amerikanischer (refangener in ein Sam- mellager durch die Strallen von Paris zu erregten Kundgebungen der Empörung und des Abscheus unter der Bevölkerung.
Statin* weiße Sktaven
Von
Ilja Potapow
r r b. 1 ’ -Rat i; b ’ --Ve-J hat
bekanntlich vor kurzem ein Gesetz erlassen, wonach die lebenslängliche Zwängs- verschickung von unbeschränkt vielen Menschen nach Sibirien legalisiert wird.
Wer wie ich zehn qualvolle Jahre in verschiedenen Zwangsarbeitslagern zubrachte und zuletzt noch die Hölle der Solowetzki- Inseln kennenlernte, fragt sich erstaunt, weshalb eigentlich der bolschewistische Rat in Moskau die Köpfe zusammensteckte, um den Menschenhandel in der Sowjetunion zu legalisieren. Seit die GPU. sich an der Lub- janka Nr. 1 niederließ, trugen ja alle nach Sibirien rollenden Waggons den Frachtbrief der Gesetzmäßigkeit, denn alle, die fünf, zehn oder noch mehr Jphre in die Verbannung geschickt wurden, waren von einem angeblichen Volkstribunal abgeurteilt worden, alle waren Feinde der UdSSR: Bourgeois, Kulaken, Trotzkisten,
Konterrevolutionäre — auch ichi
Ich weiß bis heute nicht, weshalb man mich in meiner Schuistube verhaftete: die Wände waren vorschriftsmäßig mit den Bildern der Sowjetheiligen geschmückt, die Kinder sangen die „Internationale" ohne einen falschen Ton — ich'weiß nicht, weshalb man mich im Moskauer Butynki- Gefängnis folterte und schließlich beim rieselnden Licht der Bogenlampen verfrachtete. Ebenso wie ich,, wußten das bis auf die „Urki" — die kriminellen Verbrecher
— meine Leidensgenossen nicht, die mit
mir auf schlecht gefederten Achsen in die schweigenden Wälder der Tajga rollten: Sklaven, denen man .verdorbenen Fisch durch Waggongitter warf und brackiges Wasser zu trinken' gab, so daß über viele die Cholera fiel und der Tod ihnen das Leid ersparte, das in Marinks, Kolema oder Karaganda ihrer wartete. v
Ich habe viele gefragt, weshalb. gerade ihnen die GPU. eine Fahrkarte nach Sibirien unentgeltlich in die Hand gedrückt habe — abends, wenn der Eisatem der Purka durch die zugige Baracke blies und wir uns um das große Holzfeuer drängten
— das Gesicht'in den Tropen, den Rücken in der Arktis. Fedsa Pilaij habe ich gefragt, den engbrüstigen Schneider aus Tula, der immer weniger wurde und sich schließ-- lich tothustete, Gabriel Orlik, der ein Sonnenblumenfeld bei ■ Saporoshje hatte und stets einen Beutel mit Kernen wie einen Schatz unter seinen Lumpen trug; Iwan Adrianow, der sich aus harzigen Jungfichten eine Prothese geschnitten hatte und den die zottigen Wolfshunde der GPU.-Gehilfen rissen, wenn er hinter unserer grauen Kolonne nicht so schnell durch, die Schneewehen humpeln konnte — ich habe noch mehr gefragt und vernahm immer wieder dieselbe Geschichte.
Das Feuer flackerte und zischte, wenn wir aus verfilzteh Bärten und braunen Zahnruinen hineinspien — gespenstische- Schatten, in denen noch dünnes Blut rann, die aber doch nicht mehr lebten. Der Frost krachte in den Barackenbalken, die Pritschen knarrten vor Flüchen bind in , der Ecke röchelte ein Greis sein Leben "aus: Peter Agapow, der einmal die Brille des Professors trug und hinter dessen Namen bereits der Schreiber ein Kreuz gesetzt hatte
— drüben hinter dem grünen Lampenschirm der HauptbaracKe, wo man lange Listen schrieb und bei der „Gulag" Ersatz geforderte — der Hauptverwaltung der Lager, nicht allein für Peter Agapow, o nein, in jeder Nacht hatten wir 15, 18, '20 Abgängo
Feind in der Normandie überall blutig abgewiesen
Schweres Vergeltungsfeuer aut London — Durchbruchsversuche in Italien gescheitert - Hartes Ringen im Mittelabschnitt der Ostfront — fianzerkampigruppe schoß 232 Sow/etpanzer ab '
drab. Aus dem Führerhauptquartier, 5. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
In der Normandie trat der Feind beiderseits der Straße B a y e u x—C a e n in den gestrigen Morgenstunden nach schwerem Vorbei eitungs c feuer mit starken Inian- terie- und Panzerkräften zum Angriff an. Es entwickelten sich heftige Kämpfe, in deren Verlauf der Feind überall blutig abgewiesen wurde. Auch südwestlich T i 11 y brachen mehrere feindliche Vorstöße in unserem Abwehrfeuer zusammen. Am Westflügel des Landekopfes dauerten die schweren Abwehrkämpfe auch gestern den ganzen Tag über an. Alle Angriffe scheiterten unter hohen blutigen Verlusten für den Feind. Wo der Gegner in unsere Linien eindrinqen konnte, wurde er durch Gegenstöße sofort wieder aut seine Ausgangsstellungen zurückgeworfen.
Schw'ere Kampfflugzeuge griffen in der Nacht feindliche Schiffsansammlungen vor der normannischen Küste an und versenkten einen Zerstörer und ein Handelsschiff von 5000 BRT. Ein Kreuzer wurde schwer beschädigt.
Ueber dem Lamdekopf und den besetz!en Westgebieten wurden 62 feindliche Flugzeuge, darunter 45 viermotorige Bomber, abgeschossen.
In Mittelfrankreich wurde ein durch Fallschirm abgesetzter britischer .Sabotagetrupp in Stärke von 43 Mann liquidiert. Weitere 108 bewaffnete Terroristen wurden erschossen.
Schweres Vergeltungsfeuer liegt au! London.
In Italien lag der Schwerpunkt der Kämpfe gestern im Raum südlich Arezzo und nördlich Siena. Nach erbitterten wechselvollen Kämpfen konnte der Feind dort einige Kilometer nach Norden vordrücken. Seine Versuche, einen Durchbruch zu erzielen, scheiterten.-An der westlichen und östlichen Küstenstraße zerschlugen unsere Grenadiere, von Artillerie und
schweren Waffen hervorragend unterstützt, alle, auch mit Panzern geführte, feindlichen Angriffe.
Im Siidabschnitt der Ostfront wurde die Stadt K o w e 1 zur örtlichen Frontverkürzung planmäßig und ohne feindlichen Druck geräumt.
Im Mittelabschnitt dauert das harte Ringen um die Landengen zwischen den Sümpfen im Raum von Baranowicze und Molodeczno an. Oestlich und nördlich Baranowicze wurden die Sowjfets nach schweren Kämpfen in Riegelstellungen aufgefangen. Südlich Minsk kämpfen sich unsere Verbände weiter zurück. Nordwestlich der Stadt wurden heftige Angriffe der Bolschewisten abgewiesen. Hier schoß eine Panzergruppe unter Führung des Generalleutnants von Sandten in beweglicher Kampfführung ln der Zeit vom 27. Juni bis 3. Juli 232 feindliche Panzer ab. Um Molodeczno wird erbittert gekämpft. Auch nordöstlich Wilna sind
dnb. Aus dem Führerhauptquartier, 5. Juli. Der Führer verlieh das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberstleutnant J'osei P r i 11 e r, Kommodore eines Jagdgeschwaders, als 73., Major Friedrich Lang, Kommodore eines Schlachtgeschwaders, als 74., und Oberleutnant Erich , Hartinann, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader, als 75. Soldaten der Deutschen Wehrmacht.
Ehrung eines Sanitätsoffiziers dnb. Führerhauptquartier, 5. Juli. Der Führer verlieh am 9. Juni 1944 das Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern an Oberfeldarzt Dr. Carl de
heftige Kämpfe mit sowjetischen Angriffsspitzen im Gange^ Westlich und nordwestlich Polozk braVhen zahlreiche, von Panzern unterstützte Angriffe des Feindes unter hohen blutigen Verlusten zusammen.
Schlachtfliegergeschwader unterstützten den Abwehrkampf des Heeres und fügten den Sowjets hohe Verluste zu.
Ein Verband schwerer Kampfflugzeuge führte in der Nacht einen zusammengefaßten Angriff gegen Minsk. Zahlreiche Großbrände wurden beobachtet.
Bej einem Angriff sowjetischer Flugzeuge auf Kirkenes wurden 26 feindliche Flugzeuge im Luftkampf abgeschossen.
Nordamerikanische Bomber flogen nach Rumänien ein und warfen Bomben auf Kronstadt. Es entstanden Schäden und Personenverlusle. Fünf viermotorige Flugzeuge wurden abgeschossen.
Einzelne brfflsche Störffugzeuge warfen in der letzten Nacht Bomben im rheinisch- westfälischen Gebiet.
Heese., den leitenden Offizier eines Panzerkorps.
Oberfeldarzt de Freese hat sich hervorragende Verdienste um Aufnahme, Versorgung lind Abtransport der aus dem Kessel westlich Tscherkassy herausgef.ührten Verwundeten erworben.. Er wurde am 23.' August 1892 in Leer/Ostfriesland geboren und ist aktiver Sanitätsoffizier.
Hohe Flugzeugverluste def Sowjets
dnb. Berlin, 5. .Juli. An der Karelischen Front verloren die Sowjets im Laufe des 4. Juli 23 Flugzeuge in Luftkämpfen mit deutschen und finnischen Jägern sowie durch das Feuer der Flak. Die sowjetischen Flugzeugverluste an der gesamten Ostfront betrugen am 4. Juli nach noch unvollständigen Meldungen 56 Maschinen.
Eichenlaub mit Schwertern verliehen