ErscKeint 7mal wBcKentlich
Monatskezug 2.30 XM eiasdil. Zustellgebthr; Postberugjprel» monatlich 2.30 RM (tiaschl. 38.1 Rpf. PostzeitungsgcWihr) zuzflgl. 42 Rpf. Bestellgeld. Postscheck: Himburg 17 272. Anzel« genpreis» und Aufnahmebedingungen lt. Pr»i*- liste. Aufnahmetermlne ohne Verbindlichkeit
üremcrautung
—^—
e Tageszeitung der Naiionalsozii
.MHAtasImmm Ja» 9 - - - I M T*1 tl t ("tl > M V VI r) 01M WeVll Ä4t d4Al
GeictiHnttlleB!
Sremea: Geeren ('». Ruf 2 10 31; Hachtruf und eonntar» 2 47 08: OberaatraBe f*. Ruf 2 18 31: Bjke: Mfihleadamm 2; Br.-Hemellnt^a: Bahn hofstraBe 0. Eck» PoststraBe, Ruf 4 34 5B: Br Vegesack: Rohrstr. 24, Ruf 4 tt. *; Br.-Bfumen thal, Kapt.-Dallmana-Str. 41/43, Ruf 88 a. 8f-
Parteiamtliche Tageszeitung
Das Amtsblatt des Regierenden Bnrgermeisiers der Freien Hansestadt Bremen
der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verlcflndungsblatt de* Reichssiatthalters in O'denburp und Bremer
Nr. 182 • 14. Jahrgang
Dienstag, 4. Juli 1944
Einzelpreis 15 Rpf.
Bündnis der Herzen und der Waffen
Dietl: „Ich verteidige die Grenzen Lapplands wie die deutsche Grenze"
Von Kriegsberichter Ernst Erich S t r a ß I
dnb. Front im Hohen Norden, 'S. Juli. (PK) -Die Waffenbrüderschaft, die zwischen den filmischen und deutschen Soldaten in Lappland besteht“, so schreibt der Oberbefehlshaber der deutschen Armee in Lappland, Generaloberst Dietl einmal in einer großen finnischen Zeitschrift, „ist einmalig und besonders innig. Sie beruht nicht auf Worten und Aeußerlichkeiten, sondern sie ist in vielen Kämpfen gegen den gemeinsamen Todfeind und im Ringen mit einer harten Natur geschweißt und hat sich auch in schwierigen Lagen immer bewährt. Diese Waffenbrüderschaft scheint mir bei der Länge und Härte des Krieges der beste Garant für den gemeinsamen Endsieg zu sein.
Generaloberst Dietl hat sich stets mit •■der- ganzen Kraft seiner Persönlichkeit für die Pflege der deutsch-finnischen Beziehungen eingesetzt. Es nimmt nicht Wunder, daß das finnische Volk, das im Laute seiner Geschichte bis in die jüngste Gegenwart selbst so viele prachtvolle Soldatengestalten her- vorgebraght hat, dem großen deutschen Soldaten mit einem besonderen Maß von Verehrung begegnet ist. In der Tat ist der Name Dietls heute auch in Finnland bereits mit einem legendären Glanz umwoben. Gerade in diesen Tagen, da die oberste deutsche Kriegführung wieder stärkere Truppenkontingente als Hilfeleistung für die hart kämpfenden finnischen Einheiten auf der Karelischen Landenge • abgezweigt hat, erinnert sich Finnland mit besonderer Betonung der oft bewiesenen und bewährten Kameradschaft und Hilfe des heimgegange- nen Oberbefehlshabers,
Generaloberst Dietl hat für das fleißige Volk im Hohen Norden, das wie wir Deutschen, immer wieder sein Recht zum Leben erkämpfen mußte, stets eine besondere Zuneigung empfunden. „Ich bewundere das finnische Volk", so hat er es einmal niedergelegt, „wegen seines jahrhundertelangen Ringens gegen das übermächtige Rußland um seine Freiheit und Ehre. Die Geschichte Finnlands wird immer ein leuchtendes Beispiel dafür sein, daß auch ein kleines Volk in scheinbar aussichtsloser Lage bei hartem Festhalten an seinen Idealen schließlich doch sein Ziel erreicht."
Dietl stand diesem tapferen Volk, nicht nur als der Repräsentant der deutschen Waffen, sondern auch mit dem Herzen nahe. Er selbst hat einmal das Wort vom „Bündnis der Herzen und Waffen“ geprägt. Dieser Zielsetzung war seine ganze Arbeit untertan. Man mußte ihn im Kreise der finnischen Schiläufer bei den deutsch-finnischen militärischen Wettbewerben, bei den finnischen Sold'atenjungen und Lottas, bei finnischen Nationalfesten oder aber 'gemeinsamen Feierstunden deutscher und finnischer Verbände in Frontnähe erlebt haben, um ganz zu erkennen, wie er in dieser Arbeit, die er nicht als dienstliche Notwendigkeit, sondern als Berufung ansah, ausgegangen ist. Er fühlte sich stets im höchsten Maße für die in Kampf und Sieg erprobte Waffenbrüderschaft verantwortlich, die den beiden Völkern von der Vergangenheit als verpflichtendes Vermächtnis überantwortet ist, und hatte dabei die Genugtuung, auf finnischer Seite einen starken Widerhall seiner selbstlosen und immer auf das Wohl der beiden Völker ausgerichteten Bemühungen zu erkennen.-
Finnische Erde ist mit deutschem Blut getränkt. Dieses Blut wird alle Zeit wirk-
Der „Panzerschreck
1*1
Scherl-Bilderdienst (Rüge) Zar Bekämpfung feindlicher Panzer hat die deutnlie Rüstungsindustrie- zwei neue Kampf- miuel geschaffen. Das eine von ihnen ist der „ P a n z e r s c h r e c k “ , dessen Bedienung ebenso einfach wie seine Wirhung durchschlagend ist. Üer „Panzer sehr eck“ schleudert eine nach dem Rnketenprinzip angetriehene Ladung von außerordentlicher Sprengkraft gegen das Ziel. Wegen der großen Bedeutung, die dieses
Panzerhekiunpfiingsmitlel für den Einzelk-Hmp-
fer besitzt, hat Reichsminisler Speer eine erhöhte Fertigung dieser Kampfmittel ungeordnet.
sam sein und seine Sprache sprechen. Generaloberst Dietl ließ sich aber in seinem Bestreben, alles zur Vertiefung des guten Verhältnisses zwischen Deutschland und Finnland zu tun, nicht nur von den militärischen Gegebenheiten, dem Kampf Schulter an Schulter gegen den gemeinsamen Todfeind, leiten, er sah die deutsch-finnische Kameradschaft von einer höheren Warte und führte sie auf die Wirksamkeit eines in beiden Nationen liegenden Idealismus zurück.
Beide Völker erstrebten in härtestem Daseinskampf ihre Freiheit und sind bereit, um
ihre Ehre zu kämpfen. Finnland ist Grenzland wie Deutschland Grenzvolk nach allen Seiten ist. Aus dieser gemeinsamen Wurzel des Kampfes leitete Generaloberst Dietl die Grundlagen und die Berechtigung de/ deutsch-finnischen Waffenbrüderschaft her. „Wir sind echte Waffenbrüder“, pflegte ei zu sagen, „und werden diesen Kampf gegen den gemeinsamen Gegner bis zum Endsieg durchfechten.“
Seine Gläubigkeit und unbedingte Sieges-. Zuversicht hat das finnische Volk stets stark beeindruckt, überall, ob in der Hauptstadt oder auf dem flachen Lande, kannte
man und' vertraute auf seinen Ausspruch: „Ich verteidige die Grenzen Lapplands wie die deutsche Grenze.“
Der Tod hat Generaloberst Dietl die Waffe gntwundee. Aber die Erinnerung an seine Persönlichkeit wird auch im finnischen Volk lebendig bleiben.
Wie zur Bestätigung seiner Arbeit, gewissermaßen ein neues -' Zeugnis seiner Freundschaft, marschieren' in eben diesen •Stunden immer wieder neue deutsche Verbände zu ihren Einsatzorten auf der Karelischen Landenge. Die Waffenbrüderschaft, sein hehres Ziel, ist stärker denn je zuvor.
In der Normandie nur wenige feindliche Vorstöße
Weiter erbitterte Abwehrschlacht in Italien — Schwere Kämpfe auch im Mittelabschnitt der Ostfront
dnb. Aus dem Führerhauptquartier, 3. Jufi. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
In der Normandie iührte der Feind gestern infolge seiner an den Vortagen erlittenen hohen Verluste nur wenige Vorstöße in Bataillonsstärke. Bei der erfolgreichen Abwehr wurden dem Gegner besonders hohe Verluste beigebracht.
In Südfrankreich wurden mehrere Terroristengnippen rum Kampf gestellt und niedergemacht.
Schweres Vergeltungsfeuer Hegt auf London.
In Italien tobte die erbitterte Abwehrschlacht auch gestern mit besonderer Heftigkeit zwischen der Küste und dem Trasi- menischen See. Der Feind grift während des ganzen Tages unsere tapfer kämpfenden Divisionen an, die nach erbittertem Ringen wenige Kilometer nach Norden auswichen. Da die Kampfhandlungen sich auf den Ranm dicht südlich Siena ausdehnten und somit
die Gefahr bestand, daß wertvollste Kulturdenkmäler der althistorischen Stadt vernichtet würden, wu/den unsere Truppen freiwillig und ohne Feinddruck in den Raum nördlich Siena zurückgenommen.
An der adriatischen Küste trat der Gegner mit starken Kräften zum Angriff an und konnte unsere vorgeschobenen Sicherungen auf die Hauptkampflinie zurück- drücken.
Im Mittelabschnftt der Ostfront wurden westlich S s 1 u z k starke Angriffe der Bolschewisten in harten Kämpfen abgewiesen. Im Raum von Os sipowitsch i und an der mittleren B e r e s i n a setzten sich unsere Divisionen in erbitterten Kämpfen mit dem nachdrängenden Feind in den Raum um Minsk ab. Südwestlich P o 1 o z k scheiterten von Panzern und Schlachtfliegern unterstütze Angriffe der Sowjets bei Glubokoje. Um die Stadt Polozk wird erbittert gekämpft.
In den schweren Abwehrkämpfen fanden die Kommandierenden Generale der Artillerie Marinek und General der Artillerie P f e 11 f e r sowie Generalleutnant S c h ü- nemann, an der Spitze Ihrer Korps kämpfend, getreu ihrem Fahneneid, den Heldentod.
Schlachtfliegerverbände griffen mit guter Wirkung in die Erdklmpfe ein und vernichteten zahlreiche feindliche Panzer, Geschütze und 260 Fahrzeuge. Schwere Kampfflugzeuge führten in der vergangenen Nacht einen zusammengetaflten Angriff gegen S s I u z k.
Ein starker nordamerikanischer Bomberverband richtete gestern einen Terrorangriff gegen Budapest. Es entstanden Schäden in Wohngebieten und Personenverluste. Deutsche und ungarische Luftverteidigungskräfte vernichteten 45 feindliche Flugzeuge, darunter 34 viermotorige Bomber.
Die normannische und die südenglische Front
Unterhausdebatte über die amtliche britische Geheimniskrämerei — Steigerung des schweren Vergeltungsfeuers
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung
d. w. sch. Berlin, 3. Juli. Der Wehrmachtbericht hat von der normannischen Front keine besonderen Ereignisse vom Sonntag zu verzeichnen. Die vorübergehende Pause in den englischen Angriffen, die von der feindlichen Presse zunächst ganz gewaltig „Montgomery-Offensive” mit dem Ziele des Durchbruches herausgesteift wurden, ist offenkundig in Ermattungserscheinungen infolge der ungewöhnlich hohen Verluste begründet. Damit ist natürlich keineswegs gesagt, daß der Gegner nicht sehr schell seine Kräfte wieder zu ballen versuchen wird, um entweder im Raume von Caen eder im Süden der Halbinsel Cotentin zu einem Erfolg zu gelangen, den er auf Gedeih und Verderb braucht, wenn er nicht nach dem Scheitern des Terminkalenders der Invasion in dem engen Landeraum in eine auf die Dauer unerträgliche Lage kommen will. Es ist immerhin bezeichnend für die Wende, die infolge des auf unserer Seite erkämpften Zeitgewinnes eingetreten ist, wenn das alliierte Hauptquartier bereits entschieden der Auffassung entgegeritreten mußte, daß sich die englischen und amerikanischen Truppen in der Defensive befänden.
Die Tatsache, cjaß seit dem Einsatz unserer ersten Vergeltungswaffe die‘gegnerischen Luftstreitk’räfte immer wieder in starkem Maße von den militärischen Aüfgaben vor und übgr dem Landungsraum abgezogen worden sind, hat sich natürlich ebenfalls auf die Entwicklung der Operationen ausgewirkt. Der „Daily Telegraph“ führt laut Klage darüber, daß es eine Hauptgefahr der V 1 sei, daß unersetzbare Luftstreit- krafte von den alliierten Angriffen gegen die deutschen Armeen abgezogen würden. Das gilt in gleicher Weise von den Jägern, die immer noch in wachsender Hilflosigkeit gegen die schweren Sprengkörper eingesetzt werden. Daß .alle diese Bemühungen bisher völlig nutzlos geblieben sind, ergibt sich aus der Morgenmeldung, die der englische Nachrichtendienst am Montag veröffentlichte. (Siehe auch unsere heutige Meldung: „48 Stunden V-1-Einsatz"t)
Daß die Dauer und die Steigerung des schweren Vergeltungsfeuers gegen London je länger je mehr jenseits des Kanals als eine unerträgliche Belastung empfunden wird, das offenbarte sich sehr eindrucksvoll, im Verlaufe einer Unterhausdebatte, in der von verschiedenen Parlamentariern mit besonderer Dringlichkeit gefordert wurde, daß Schluß mit der amtlichen Geheimn i s krämerei gemacht werde, die von dem konservativen Abgeordneten Sir Herbert Williams geradezu als eine „komplette Farce“ bezeichnet wurde. Angesichts der ganz offenkundigen Hilflosigkeit der britischen Ab- wehr gegen..V 1 und im Hinblick daraut daß die Heeresgruppe Möntgomery nun doch wohl schon zum größten Teil an der normannischen Front eingesetzt ist, ohne den Durchbruch erzwinget! zu könfien, würde es uns nicht besonders in Erstaunen versetzen, wenn die zweite für die. Invasion hereitgestellte Heeresgruppe bald, den Versuch eines weiteren Landungsunternehmens mit dem Ziel beginnen würde, den vermuteten Abschußstellen unserer ersten Vergeltungswaffe etwas näherzukom-
men. Der Zeitpunkt und die besondere Richtung eines etwaigen Unternehmens dieser Art würden dann ganz besonders aufschlußreich im Hinblick auf die bereits erzielte und weiterhin befürchtete Wirkung unserer ersten Vergeltungswaffe sein, hinter der
noch ganz andere Waffen auf ihren Einsatz warten.
Während so im Westen die Entwicklung immer stärker zur Entscheidung drängt,
kommt es im Osten für unsere heldenmütig kämpfenden Truppen darauf ' an,
immer noch ohne Inanspruchnahme der
operativen Reserven unserer militärischen Führung den Ansturm der Bolschewiken abzubremsen und schließlich abzuriegeln. Der erste größere Raumgewinn des Gegners, der sich in diesem Jahre bis zum äußersten stark gemacht hat, mußte hingenommen werden, weil der Angreifer in der Regel den Vorteil hat, daß er an der von ihm gewählten Stelle zunächst mit stärkster Ballung der Kräfte auftreten kann. So ist es den Sowjets ge
lungen, ihre Panzerspitzen bis ln den Raum von Minsk vorwärtszutreiben, äber auch die Sowjets wissen aus früheren Erfahrungen, daß es mit dem ersten Raumgewinn keineswegs getan ist, wenn, der Durchbruch nicht mit ganzer Kraft und entscheidender Tiefe vorgetragen werden kann. Der Wehrmachtbericht verzeichnet Absetzbewegungen Unserer Divisionen in den Raum von Minsk, der nun offenbar zum Schwerpunkt der Abwehrkänlpfe werden, soll.
Auch in Italien dauert die Abwehrschlacht zwischen, der Küste und dem Trasi- menischen See an. Nach der Räumung von Siena, die wiederum v,oi> dem hohen Ver- antwortungsbewußtseip der deutschen Kriegführung gegenüber unersetzlichen Werten der abendländischen Kultur zeugt, nähert sich hier der Frontveriauf einer Linie, die auf Grund der geographischen Gegebenheiten, in Anlehnung an das Apenningebirge, als die natürliche Abwehrfront, vorgezeichnet erscheint.
Das Eichenlaub verliehen
dnb. Berlin 3. Juli
Der Führer verlieh am 26. Juni das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberst d. R. Werner Kolb, Kommandeur eines Grenadier-Regiments aus Friedberg in Hessen, als 514. Soldaten der deutschen Wehrmacht,
Der Führer verlieh am 26. Juni das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalmajor Martin Unrein, Kommandeur einer sächsischen Panzerdivision, als 515. Soldaten der deutschen Wehrmacht.
Neuer Ritterkreuzträger
dnb. Berlin, 3. Juli. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Rittmeister Ernst-Hasso v. Langenn- Steinkeller, Kommandeur einer ostpreußischen Panzeraufklärungs - Abteilung: Leutnant d. R. August Hille, Kompanieführer in einem fränkischen Panzergrenadier-Regiment; Oberfeldwebel Heinrich H e n n i g , Zugführer in einem Füsilier-Regiment.
Nach dem Heldentode erhielt Leutnant Famnla vom Grenadier-Regiment Großdeutschland das Ritterkreuz:
Den Heldentod starben die Ritterkreuzträger Leutnant d. R. Edwin Stolz und Feldwebel Manfred Jordan.
Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst Otto Heilmann, Kommandeur eines rheinisch-westfälischen Grenadier-Regiments; Hauptmann Herbert P r o II, Bataillonskommandeur in einem Aschaifenburger Grenadier-Regiment; Wachtmeister Theodor H o t z y, Zugführer in einem Münchener Füsilier-Bataillon.
Oberst Georg-Henning von 'Hey de- b r e c k , Kommandeur des Fallschirm-Panzer-Regiments 2 Hermann Göring; Oberst Hanns-Horst von Necker, Kommandeur, des Fallschirm-Panzer-Grenadier-Regiments 2 Hermann Göring; Major Hans Eich* meint, Kommandeur einer leichten Flak-
Abteilung; Leutnant W o i d i c h , Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader.
Den Fliegertod starb, ' Ritterkreuzträger Wilhelm Knapp, Kommandeur einer Fern- atifklärungsgruppe, der sich bereits 1940 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes erwarb.
Albert Pietzsch „Pionier der Arbeit"
dnb. Berlin, 3. Juli. Der Führer hat auf Vorschlag des Reichsorganisationsleiters und Leiters der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, dem Leiter der Reichswirtschaftskammer, Präsident Dr. ing. e. h. Albert Pietzsch, als. 19. Deutschen die Auszeichnung „Pionier der Arbeit" und das Ehrenzeichen hierzu in Gold verliehen.
Diese Ehrung erfolgte in Würdigung der besonderen Verdienste, die sich Albert Pietzsch-seit Jahren um die Erfüllung wichtiger wirtschaftspolitischer Aufgaben unter Berücksichtigung -sozialpolitischer Grundsätze erwarb.. Dgmit trug er wesentlich zm Förderung des deutschen Arbeits- und Wirtschaftslebens bei. .
Präsident Albert Pietzsch wurde am 28. Juni 1944 70 Jahre alt. Der Industrielle Albert«Pietzsch, der mit Fleiß und Zähigkeit als Ingenieur und Konstrukteur den Weg der Entwicklung eines selbständigen Unternehmers gegangen ist, wurde frühzeitig Gefofgsmann A^olf Hitlers und nach der Machtübernahme mit den verschiedensten 'wirtschaftspolitischen Aufgaben betraut. Albert Pietzsch war mit Erfolg bestrebt, einer Bürokratisierung der Wirtschaftsorganisation durch Heranziehung und Mitarbeit setbstveröntwortlicher Praktiker der Wirtschaft vorzubeugen Und vor allem ein Höchstmaß an Leistungen in der Wirtschaft zu ermöglichen. -
Der Führer hat Professor Albrecht Schmidt zu seinem .Ml. Geburtstag in Anerkennung seiner Verdienste auf wehr- chemischem Gebiet seine herzlichen Glückwünsche übermittelt.
Die „Panzerfaust"
- f
Scherl-Bilderdienst (Rugei \eben dem ..Panzerschreck“ besitzt der deutsche Grenadier in der „Panzerfaust“ ein wirkungsvolles Panzerbekiimpfungsmittel- U ie der Pan- zerschrcck“ ist die -Panzerfaust“ eine auf dem Raketenprinzip beruhende neuartige W affe, die den Einzel kämpf er in die Lage versetzt, feindliche Panzer wirksam anzugreifen. Das Geschoß der „Panzerfaust“ ist von so außerordentlicher ff irkung. daß auch stärkste Panzerplatten gl itt. durchschlagen tcerden. Aurh für die „Panzerfällst“ hat Reichsminister Speer in Anbetiathl ihrer besonderen Bedeutung gerade für d°n Einzelkiimpfer eine gesteigerte Fertigung alt- geordnet.
Sätofuu Jieikeitika
Die „Deutsche diplomatische KoYrespon- denz“ schreibt unter der Uebe-'.hrift: „Finnland als Beit-;-iel im europäischen Freiheit-Urampf“:
Der finnische Ministerpräsident Linkern i e s hat zum finnischen Volk gesprochen. Mit dieser Rede und mit dem Besuch des Reichsaußenministers von Ribbentrop in Helsinki ist auf diesem Sektor der Front Europas gegen den Bolschewismus eine kristallklare Lage geschaffen. Der Nebel von Gerüchten, Verleumdungen und politischen Intrigen, der von den anglo-amerikanischen Halbfeinden . und schwedischen falschen Freunden über dieses tapfere Land gelegt worden war, damit es der Bolschewismus in diesem Dunkel heimlich abwürgen könne, ist verschwunden. Volk upd Regierung Finnlands sind sich vollständig im klaren darüber, daß es keine andere Wahl gibt, als sich freiwillig durch Kapitulation dem Bolschewismüs zur Liquidation auszuliefern oder solange tapfer zu kämpfen, bis Freiheit und Unabhängigkeit gesichert sind. Die Sowjetunion hat von Finnland Kapitulation verlangt Alles andere, das Gerede von günstigen Friedensbedingungen, Erhaltung der finnischen Unabhängigkeit und Freiheit, wenn auch auf verstümmeltem Boden, ist ein ebenso törichtes wie verbrecherisches Geschwätz. Keine andere finnische Regierung, es sei denn diejenige, die bereit war, dieser Aufforderung zum Selbstmord nachzukommen, hätte eine andere Entscheidung treffen können als getreu der finnischen Tradition zu kämpfen und dort Hilfe zu suchen, wo sie zu finden war, nämlich bei Deutschland.
Der finnische Ministerpräsident hat über den Beitrag, den Deutschland der finnischen Nation in ihrem Freiheitskampf geleistet hat und weiter leistet, alles gesagt. Diese Hilfe ist ihr bereitwilligst, entsprechend der Auffassung Deutschlands von Waffenbrüderschaft, gewährt worden. Wer Deutschland nicht im Stich läßt, wird von Deutschland nicht im Stich gelassen werden. Wer sich selbst nicht aufgibt, wird von Deutschland nicht aufgegeben werden. Wer kämpfen will, um seine Freiheit und nationale Existenz zu erhalten, wird Deutschlands Unter» Stützung finden. Dieser Grundsatz, den der Reiohsminister des Auswärtigen im Frühjahr dieses Jahres, als man mit ähnlichen Mitteln Rumänien aus dem kriege herausbluffen wollte, diesem Land gegenüber verkündet hat, gilt auch für Finnland. Es entspricht der Auffassung von Ehre und Rechtlichkeit, die das finnische Volk .auszeichnet, daß Ministerpräsident Linko* mies seinerseits erklärt: „Finnland führt
entschlossen auf seiten Deutschlands und als Waffenbruder Deutschlands den Krieg gegen die Sowjetunion. Wenn wir die Hilfe, die Deutschland uns im Kampf gegen den Bolschewismus leistet, in Betracht ziehen, ist es selbstverständliche Pflicht Finnlands, die Waffen erst dann niederzulegen, wenn man hierüber im Einverständnis mit Deutschland ist. Es ist selbstverständlich, daß wir, während wir deutsche Hilfe entgegennehmen, nicht zugleich mit dem Gedanken an Beendigung des Kampfes umgehen können. Dies entspricht schon den Forderungen der Ehrlichkeit, die das finnische Volk, vielleicht mehr als irgendein anderes Volk, gewöhnt ist, zu befolgen. Damit ist jede Lücke, durch die die offenen und geheimen Feinde Finnlands in die geschlossene politische Front zwischen Deutschland und Finnland einzubrechen versuchen, geschlossen.
Das finnische Volk und die finnische Regierung sind aus harter eigener Erfahrung