Ausgabe 
(4.7.1944) 182
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Parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Regierenden Bnrgermeisiers der Freien Hansestadt Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verlcflndungsblatt de* Reichssiatthalters in O'denburp und Bremer

Nr. 182 14. Jahrgang

Dienstag, 4. Juli 1944

Einzelpreis 15 Rpf.

Bündnis der Herzen und der Waffen

Dietl:Ich verteidige die Grenzen Lapplands wie die deutsche Grenze"

Von Kriegsberichter Ernst Erich S t r a ß I

dnb. Front im Hohen Norden, 'S. Juli. (PK) -Die Waffenbrüderschaft, die zwischen den filmischen und deutschen Soldaten in Lapp­land besteht, so schreibt der Oberbefehls­haber der deutschen Armee in Lappland, Generaloberst Dietl einmal in einer gro­ßen finnischen Zeitschrift,ist einmalig und besonders innig. Sie beruht nicht auf Wor­ten und Aeußerlichkeiten, sondern sie ist in vielen Kämpfen gegen den gemeinsamen Todfeind und im Ringen mit einer harten Natur geschweißt und hat sich auch in schwierigen Lagen immer bewährt. Diese Waffenbrüderschaft scheint mir bei der Länge und Härte des Krieges der beste Ga­rant für den gemeinsamen Endsieg zu sein.

Generaloberst Dietl hat sich stets mitder- ganzen Kraft seiner Persönlichkeit für die Pflege der deutsch-finnischen Beziehungen eingesetzt. Es nimmt nicht Wunder, daß das finnische Volk, das im Laute seiner Ge­schichte bis in die jüngste Gegenwart selbst so viele prachtvolle Soldatengestalten her- vorgebraght hat, dem großen deutschen Sol­daten mit einem besonderen Maß von Ver­ehrung begegnet ist. In der Tat ist der Name Dietls heute auch in Finnland bereits mit einem legendären Glanz umwoben. Ge­rade in diesen Tagen, da die oberste deut­sche Kriegführung wieder stärkere Truppen­kontingente als Hilfeleistung für die hart kämpfenden finnischen Einheiten auf der Karelischen Landenge abgezweigt hat, er­innert sich Finnland mit besonderer Beto­nung der oft bewiesenen und bewährten Kameradschaft und Hilfe des heimgegange- nen Oberbefehlshabers,

Generaloberst Dietl hat für das fleißige Volk im Hohen Norden, das wie wir Deut­schen, immer wieder sein Recht zum Leben erkämpfen mußte, stets eine besondere Zu­neigung empfunden.Ich bewundere das finnische Volk", so hat er es einmal nieder­gelegt,wegen seines jahrhundertelangen Ringens gegen das übermächtige Rußland um seine Freiheit und Ehre. Die Geschichte Finnlands wird immer ein leuchtendes Bei­spiel dafür sein, daß auch ein kleines Volk in scheinbar aussichtsloser Lage bei hartem Festhalten an seinen Idealen schließlich doch sein Ziel erreicht."

Dietl stand diesem tapferen Volk, nicht nur als der Repräsentant der deutschen Waffen, sondern auch mit dem Herzen nahe. Er selbst hat einmal das Wort vomBünd­nis der Herzen und Waffen geprägt. Die­ser Zielsetzung war seine ganze Arbeit un­tertan. Man mußte ihn im Kreise der fin­nischen Schiläufer bei den deutsch-finni­schen militärischen Wettbewerben, bei den finnischen Sold'atenjungen und Lottas, bei finnischen Nationalfesten oder aber 'gemein­samen Feierstunden deutscher und finni­scher Verbände in Frontnähe erlebt haben, um ganz zu erkennen, wie er in dieser Ar­beit, die er nicht als dienstliche Notwendig­keit, sondern als Berufung ansah, ausgegan­gen ist. Er fühlte sich stets im höchsten Maße für die in Kampf und Sieg erprobte Waffenbrüderschaft verantwortlich, die den beiden Völkern von der Vergangenheit als verpflichtendes Vermächtnis überantwortet ist, und hatte dabei die Genugtuung, auf finnischer Seite einen starken Widerhall seiner selbstlosen und immer auf das Wohl der beiden Völker ausgerichteten Bemühun­gen zu erkennen.-

Finnische Erde ist mit deutschem Blut getränkt. Dieses Blut wird alle Zeit wirk-

DerPanzerschreck

1*1

Scherl-Bilderdienst (Rüge) Zar Bekämpfung feindlicher Panzer hat die deutnlie Rüstungsindustrie- zwei neue Kampf- miuel geschaffen. Das eine von ihnen ist der P a n z e r s c h r e c k , dessen Bedienung ebenso einfach wie seine Wirhung durchschla­gend ist. ÜerPanzer sehr eck schleudert eine nach dem Rnketenprinzip angetriehene Ladung von außerordentlicher Sprengkraft gegen das Ziel. Wegen der großen Bedeutung, die dieses

Panzerhekiunpfiingsmitlel für den Einzelk-Hmp-

fer besitzt, hat Reichsminisler Speer eine er­höhte Fertigung dieser Kampfmittel ungeordnet.

sam sein und seine Sprache sprechen. Ge­neraloberst Dietl ließ sich aber in seinem Bestreben, alles zur Vertiefung des guten Verhältnisses zwischen Deutschland und Finnland zu tun, nicht nur von den mili­tärischen Gegebenheiten, dem Kampf Schul­ter an Schulter gegen den gemeinsamen Todfeind, leiten, er sah die deutsch-finni­sche Kameradschaft von einer höheren Warte und führte sie auf die Wirksamkeit eines in beiden Nationen liegenden Idea­lismus zurück.

Beide Völker erstrebten in härtestem Da­seinskampf ihre Freiheit und sind bereit, um

ihre Ehre zu kämpfen. Finnland ist Grenz­land wie Deutschland Grenzvolk nach allen Seiten ist. Aus dieser gemeinsamen Wurzel des Kampfes leitete Generaloberst Dietl die Grundlagen und die Berechtigung de/ deutsch-finnischen Waffenbrüderschaft her. Wir sind echte Waffenbrüder, pflegte ei zu sagen,und werden diesen Kampf gegen den gemeinsamen Gegner bis zum Endsieg durchfechten.

Seine Gläubigkeit und unbedingte Sieges-. Zuversicht hat das finnische Volk stets stark beeindruckt, überall, ob in der Haupt­stadt oder auf dem flachen Lande, kannte

man und' vertraute auf seinen Ausspruch: Ich verteidige die Grenzen Lapplands wie die deutsche Grenze.

Der Tod hat Generaloberst Dietl die Waffe gntwundee. Aber die Erinnerung an seine Persönlichkeit wird auch im finnischen Volk lebendig bleiben.

Wie zur Bestätigung seiner Arbeit, ge­wissermaßen ein neues -' Zeugnis seiner Freundschaft, marschieren' in eben diesen Stunden immer wieder neue deutsche Ver­bände zu ihren Einsatzorten auf der Kare­lischen Landenge. Die Waffenbrüderschaft, sein hehres Ziel, ist stärker denn je zuvor.

In der Normandie nur wenige feindliche Vorstöße

Weiter erbitterte Abwehrschlacht in Italien Schwere Kämpfe auch im Mittelabschnitt der Ostfront

dnb. Aus dem Führerhauptquar­tier, 3. Jufi. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

In der Normandie iührte der Feind gestern infolge seiner an den Vortagen er­littenen hohen Verluste nur wenige Vor­stöße in Bataillonsstärke. Bei der erfolgrei­chen Abwehr wurden dem Gegner beson­ders hohe Verluste beigebracht.

In Südfrankreich wurden mehrere Terroristengnippen rum Kampf gestellt und niedergemacht.

Schweres Vergeltungsfeuer Hegt auf London.

In Italien tobte die erbitterte Abwehr­schlacht auch gestern mit besonderer Hef­tigkeit zwischen der Küste und dem Trasi- menischen See. Der Feind grift während des ganzen Tages unsere tapfer kämpfenden Di­visionen an, die nach erbittertem Ringen wenige Kilometer nach Norden auswichen. Da die Kampfhandlungen sich auf den Ranm dicht südlich Siena ausdehnten und somit

die Gefahr bestand, daß wertvollste Kultur­denkmäler der althistorischen Stadt vernich­tet würden, wu/den unsere Truppen frei­willig und ohne Feinddruck in den Raum nördlich Siena zurückgenommen.

An der adriatischen Küste trat der Gegner mit starken Kräften zum Angriff an und konnte unsere vorgeschobenen Siche­rungen auf die Hauptkampflinie zurück- drücken.

Im Mittelabschnftt der Ost­front wurden westlich S s 1 u z k starke An­griffe der Bolschewisten in harten Kämpfen abgewiesen. Im Raum von Os sipowit­sch i und an der mittleren B e r e s i n a setz­ten sich unsere Divisionen in erbitterten Kämpfen mit dem nachdrängenden Feind in den Raum um Minsk ab. Südwestlich P o 1 o z k scheiterten von Panzern und Schlachtfliegern unterstütze Angriffe der So­wjets bei Glubokoje. Um die Stadt Polozk wird erbittert gekämpft.

In den schweren Abwehrkämpfen fanden die Kommandierenden Generale der Artil­lerie Marinek und General der Artille­rie P f e 11 f e r sowie Generalleutnant S c h ü- nemann, an der Spitze Ihrer Korps kämpfend, getreu ihrem Fahneneid, den Heldentod.

Schlachtfliegerverbände griffen mit guter Wirkung in die Erdklmpfe ein und vernich­teten zahlreiche feindliche Panzer, Ge­schütze und 260 Fahrzeuge. Schwere Kampf­flugzeuge führten in der vergangenen Nacht einen zusammengetaflten Angriff gegen S s I u z k.

Ein starker nordamerikanischer Bomber­verband richtete gestern einen Terrorangriff gegen Budapest. Es entstanden Schäden in Wohngebieten und Personenverluste. Deutsche und ungarische Luftverteidigungs­kräfte vernichteten 45 feindliche Flugzeuge, darunter 34 viermotorige Bomber.

Die normannische und die südenglische Front

Unterhausdebatte über die amtliche britische Geheimniskrämerei Steigerung des schweren Vergeltungsfeuers

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

d. w. sch. Berlin, 3. Juli. Der Wehrmacht­bericht hat von der normannischen Front keine besonderen Ereignisse vom Sonntag zu verzeichnen. Die vorübergehende Pause in den englischen Angriffen, die von der feindlichen Presse zunächst ganz gewaltig Montgomery-Offensive mit dem Ziele des Durchbruches herausgesteift wurden, ist offenkundig in Ermattungserscheinungen in­folge der ungewöhnlich hohen Verluste be­gründet. Damit ist natürlich keineswegs ge­sagt, daß der Gegner nicht sehr schell seine Kräfte wieder zu ballen versuchen wird, um entweder im Raume von Caen eder im Süden der Halbinsel Cotentin zu einem Erfolg zu gelangen, den er auf Gedeih und Verderb braucht, wenn er nicht nach dem Scheitern des Terminkalenders der Invasion in dem engen Landeraum in eine auf die Dauer unerträgliche Lage kommen will. Es ist immerhin bezeichnend für die Wende, die infolge des auf unserer Seite erkämpf­ten Zeitgewinnes eingetreten ist, wenn das alliierte Hauptquartier bereits entschieden der Auffassung entgegeritreten mußte, daß sich die englischen und amerikanischen Truppen in der Defensive befänden.

Die Tatsache, cjaß seit dem Einsatz un­serer ersten Vergeltungswaffe diegegneri­schen Luftstreitkräfte immer wieder in star­kem Maße von den militärischen Aüfgaben vor und übgr dem Landungsraum abgezogen worden sind, hat sich natürlich ebenfalls auf die Entwicklung der Operationen aus­gewirkt. DerDaily Telegraph führt laut Klage darüber, daß es eine Hauptgefahr der V 1 sei, daß unersetzbare Luftstreit- krafte von den alliierten Angriffen gegen die deutschen Armeen abgezogen würden. Das gilt in gleicher Weise von den Jägern, die immer noch in wachsender Hilflosigkeit gegen die schweren Sprengkörper einge­setzt werden. Daß .alle diese Bemühungen bisher völlig nutzlos geblieben sind, ergibt sich aus der Morgenmeldung, die der englische Nachrichtendienst am Montag veröffentlichte. (Siehe auch unsere heutige Meldung:48 Stunden V-1-Einsatz"t)

Daß die Dauer und die Steige­rung des schweren Vergeltungs­feuers gegen London je länger je mehr jenseits des Kanals als eine unerträgliche Belastung empfunden wird, das offenbarte sich sehr eindrucksvoll, im Verlaufe einer Unterhausdebatte, in der von verschiedenen Parlamentariern mit besonderer Dringlich­keit gefordert wurde, daß Schluß mit der amtlichen Geheimn i s krämerei ge­macht werde, die von dem konservativen Abgeordneten Sir Herbert Williams gerade­zu als einekomplette Farce be­zeichnet wurde. Angesichts der ganz offen­kundigen Hilflosigkeit der britischen Ab- wehr gegen..V 1 und im Hinblick daraut daß die Heeresgruppe Möntgomery nun doch wohl schon zum größten Teil an der nor­mannischen Front eingesetzt ist, ohne den Durchbruch erzwinget! zu könfien, würde es uns nicht besonders in Erstaunen ver­setzen, wenn die zweite für die. Invasion hereitgestellte Heeresgruppe bald, den Ver­such eines weiteren Landungsunter­nehmens mit dem Ziel beginnen würde, den vermuteten Abschußstellen unserer ersten Vergeltungswaffe etwas näherzukom-

men. Der Zeitpunkt und die besondere Rich­tung eines etwaigen Unternehmens dieser Art würden dann ganz besonders aufschluß­reich im Hinblick auf die bereits erzielte und weiterhin befürchtete Wirkung unserer ersten Vergeltungswaffe sein, hinter der

noch ganz andere Waffen auf ihren Einsatz warten.

Während so im Westen die Entwicklung immer stärker zur Entscheidung drängt,

kommt es im Osten für unsere helden­mütig kämpfenden Truppen darauf ' an,

immer noch ohne Inanspruchnahme der

operativen Reserven unserer militärischen Führung den Ansturm der Bolschewiken ab­zubremsen und schließlich abzuriegeln. Der erste größere Raumgewinn des Gegners, der sich in diesem Jahre bis zum äußersten stark gemacht hat, mußte hingenommen werden, weil der Angreifer in der Regel den Vorteil hat, daß er an der von ihm gewählten Stelle zunächst mit stärkster Ballung der Kräfte auftreten kann. So ist es den Sowjets ge­

lungen, ihre Panzerspitzen bis ln den Raum von Minsk vorwärtszutreiben, äber auch die Sowjets wissen aus früheren Erfahrun­gen, daß es mit dem ersten Raumgewinn keineswegs getan ist, wenn, der Durchbruch nicht mit ganzer Kraft und entscheidender Tiefe vorgetragen werden kann. Der Wehr­machtbericht verzeichnet Absetzbewegun­gen Unserer Divisionen in den Raum von Minsk, der nun offenbar zum Schwerpunkt der Abwehrkänlpfe werden, soll.

Auch in Italien dauert die Abwehr­schlacht zwischen, der Küste und dem Trasi- menischen See an. Nach der Räumung von Siena, die wiederum v,oi> dem hohen Ver- antwortungsbewußtseip der deutschen Krieg­führung gegenüber unersetzlichen Werten der abendländischen Kultur zeugt, nähert sich hier der Frontveriauf einer Linie, die auf Grund der geographischen Gegebenhei­ten, in Anlehnung an das Apenningebirge, als die natürliche Abwehrfront, vorgezeich­net erscheint.

Das Eichenlaub verliehen

dnb. Berlin 3. Juli

Der Führer verlieh am 26. Juni das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberst d. R. Werner Kolb, Kommandeur eines Grenadier-Regiments aus Friedberg in Hessen, als 514. Soldaten der deutschen Wehrmacht,

Der Führer verlieh am 26. Juni das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalmajor Martin Unrein, Kommandeur einer sächsischen Panzerdivi­sion, als 515. Soldaten der deutschen Wehr­macht.

Neuer Ritterkreuzträger

dnb. Berlin, 3. Juli. Der Führer ver­lieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Rittmeister Ernst-Hasso v. Langenn- Steinkeller, Kommandeur einer ost­preußischen Panzeraufklärungs - Abteilung: Leutnant d. R. August Hille, Kompanie­führer in einem fränkischen Panzergrena­dier-Regiment; Oberfeldwebel Heinrich H e n n i g , Zugführer in einem Füsilier-Re­giment.

Nach dem Heldentode erhielt Leutnant Famnla vom Grenadier-Regiment Groß­deutschland das Ritterkreuz:

Den Heldentod starben die Ritterkreuz­träger Leutnant d. R. Edwin Stolz und Feldwebel Manfred Jordan.

Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst Otto Heil­mann, Kommandeur eines rheinisch-west­fälischen Grenadier-Regiments; Hauptmann Herbert P r o II, Bataillonskommandeur in einem Aschaifenburger Grenadier-Regiment; Wachtmeister Theodor H o t z y, Zugführer in einem Münchener Füsilier-Bataillon.

Oberst Georg-Henning von 'Hey de- b r e c k , Kommandeur des Fallschirm-Pan­zer-Regiments 2 Hermann Göring; Oberst Hanns-Horst von Necker, Kommandeur, des Fallschirm-Panzer-Grenadier-Regiments 2 Hermann Göring; Major Hans Eich* meint, Kommandeur einer leichten Flak-

Abteilung; Leutnant W o i d i c h , Flugzeug­führer in einem Jagdgeschwader.

Den Fliegertod starb, ' Ritterkreuzträger Wilhelm Knapp, Kommandeur einer Fern- atifklärungsgruppe, der sich bereits 1940 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes er­warb.

Albert PietzschPionier der Arbeit"

dnb. Berlin, 3. Juli. Der Führer hat auf Vorschlag des Reichsorganisationsleiters und Leiters der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, dem Leiter der Reichswirtschaftskam­mer, Präsident Dr. ing. e. h. Albert Pietzsch, als. 19. Deutschen die Aus­zeichnungPionier der Arbeit" und das Ehrenzeichen hierzu in Gold verliehen.

Diese Ehrung erfolgte in Würdigung der besonderen Verdienste, die sich Albert Pietzsch-seit Jahren um die Erfüllung wichti­ger wirtschaftspolitischer Aufgaben unter Berücksichtigung -sozialpolitischer Grund­sätze erwarb.. Dgmit trug er wesentlich zm Förderung des deutschen Arbeits- und Wirt­schaftslebens bei. .

Präsident Albert Pietzsch wurde am 28. Juni 1944 70 Jahre alt. Der Industrielle Albert«Pietzsch, der mit Fleiß und Zähigkeit als Ingenieur und Konstrukteur den Weg der Entwicklung eines selbständigen Un­ternehmers gegangen ist, wurde frühzeitig Gefofgsmann A^olf Hitlers und nach der Machtübernahme mit den verschiedensten 'wirtschaftspolitischen Aufgaben betraut. Albert Pietzsch war mit Erfolg bestrebt, einer Bürokratisierung der Wirtschaftsor­ganisation durch Heranziehung und Mit­arbeit setbstveröntwortlicher Praktiker der Wirtschaft vorzubeugen Und vor allem ein Höchstmaß an Leistungen in der Wirtschaft zu ermöglichen. -

Der Führer hat Professor Albrecht Schmidt zu seinem .Ml. Geburtstag in An­erkennung seiner Verdienste auf wehr- chemischem Gebiet seine herzlichen Glück­wünsche übermittelt.

DiePanzerfaust"

- f

Scherl-Bilderdienst (Rugei \eben dem ..Panzerschreck besitzt der deutsche Grenadier in derPanzerfaust ein wirkungs­volles Panzerbekiimpfungsmittel- U ie der Pan- zerschrcck ist die -Panzerfaust eine auf dem Raketenprinzip beruhende neuartige W affe, die den Einzel kämpf er in die Lage versetzt, feind­liche Panzer wirksam anzugreifen. Das Geschoß derPanzerfaust ist von so außerordentlicher ff irkung. daß auch stärkste Panzerplatten gl itt. durchschlagen tcerden. Aurh für diePanzer­fällst hat Reichsminister Speer in Anbetiathl ihrer besonderen Bedeutung gerade für d°n Einzelkiimpfer eine gesteigerte Fertigung alt- geordnet.

Sätofuu Jieikeitika

DieDeutsche diplomatische KoYrespon- denz schreibt unter der Uebe-'.hrift: Finnland als Beit-;-iel im europäischen Freiheit-Urampf:

Der finnische Ministerpräsident Linke­rn i e s hat zum finnischen Volk gesprochen. Mit dieser Rede und mit dem Besuch des Reichsaußenministers von Ribbentrop in Helsinki ist auf diesem Sektor der Front Europas gegen den Bolschewismus eine kri­stallklare Lage geschaffen. Der Nebel von Gerüchten, Verleumdungen und politischen Intrigen, der von den anglo-amerikanischen Halbfeinden . und schwedischen falschen Freunden über dieses tapfere Land gelegt worden war, damit es der Bolschewismus in diesem Dunkel heimlich abwürgen könne, ist verschwunden. Volk upd Regierung Finnlands sind sich vollständig im klaren darüber, daß es keine andere Wahl gibt, als sich freiwillig durch Kapitulation dem Bolschewismüs zur Liquidation auszulie­fern oder solange tapfer zu kämpfen, bis Freiheit und Unabhängigkeit gesichert sind. Die Sowjetunion hat von Finnland Kapitu­lation verlangt Alles andere, das Gerede von günstigen Friedensbedingungen, Erhal­tung der finnischen Unabhängigkeit und Freiheit, wenn auch auf verstümmeltem Bo­den, ist ein ebenso törichtes wie verbreche­risches Geschwätz. Keine andere finnische Regierung, es sei denn diejenige, die bereit war, dieser Aufforderung zum Selbstmord nachzukommen, hätte eine andere Entschei­dung treffen können als getreu der finni­schen Tradition zu kämpfen und dort Hilfe zu suchen, wo sie zu finden war, nämlich bei Deutschland.

Der finnische Ministerpräsident hat über den Beitrag, den Deutschland der finnischen Nation in ihrem Freiheitskampf geleistet hat und weiter leistet, alles gesagt. Diese Hilfe ist ihr bereitwilligst, entsprechend der Auffassung Deutschlands von Waffenbrü­derschaft, gewährt worden. Wer Deutsch­land nicht im Stich läßt, wird von Deutsch­land nicht im Stich gelassen werden. Wer sich selbst nicht aufgibt, wird von Deutsch­land nicht aufgegeben werden. Wer kämpfen will, um seine Freiheit und nationale Exi­stenz zu erhalten, wird Deutschlands Unter» Stützung finden. Dieser Grundsatz, den der Reiohsminister des Auswärtigen im Früh­jahr dieses Jahres, als man mit ähnlichen Mitteln Rumänien aus dem kriege heraus­bluffen wollte, diesem Land gegenüber ver­kündet hat, gilt auch für Finnland. Es ent­spricht der Auffassung von Ehre und Rechtlichkeit, die das finnische Volk .auszeichnet, daß Ministerpräsident Linko* mies seinerseits erklärt:Finnland führt

entschlossen auf seiten Deutschlands und als Waffenbruder Deutschlands den Krieg gegen die Sowjetunion. Wenn wir die Hilfe, die Deutschland uns im Kampf gegen den Bolschewismus leistet, in Betracht ziehen, ist es selbstverständliche Pflicht Finnlands, die Waffen erst dann niederzulegen, wenn man hierüber im Einverständnis mit Deutsch­land ist. Es ist selbstverständlich, daß wir, während wir deutsche Hilfe entgegenneh­men, nicht zugleich mit dem Gedanken an Beendigung des Kampfes umgehen können. Dies entspricht schon den Forderungen der Ehrlichkeit, die das finnische Volk, vielleicht mehr als irgendein anderes Volk, gewöhnt ist, zu befolgen. Damit ist jede Lücke, durch die die offenen und geheimen Feinde Finnlands in die geschlossene politische Front zwischen Deutschland und Finnland einzubrechen versuchen, geschlossen.

Das finnische Volk und die finnische Re­gierung sind aus harter eigener Erfahrung