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(2.7.1944) 180
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Parieiamiliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Regierenden Bfirgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblatt des Reichsstatthalters Jn Oldenburg und Bremen

Nr. 180 14. Jahrgang

Sonntag, 2. Juli 1944

Einzelpreis 15 Rpf.

Der Sieger von Narvik tödlich verunglückt

Zum Tode des Generalobersten Dietl - Ein nationalsozialistischer Truppenführer höchster und bester Prägung

Tagesbefehl des Führers

Vorbild unnachgiebiger Härte und nie verlöschender Treue

dnb. Führerhauptquartier, 1. Juli. Generaloberst D i e 11 ist am 23. Juni 1944 bei einem Flugzeugunfall ums Leben gekommen.

Der F ü h r e r erließ zum Tode des Generaloberst Dietl folgenden Tagesbefehl:

Am 23. 6. 1944 ist Generaloberst Dietl bei einem Flugzeugunfall tödlich verunglückt. Als hervorragender Soldat im Ringen um unser nationalsozialistisches Großdeutschland hat sich Generaloberst Dietl besonders im Kampf um Nor­wegen und Finnland ausgezeichnet und seine Männer von Sieg zu Sieg geführt.

Unvergeßlich wird sein Kampf um Narvik bleiben, gegen stärkste Uebermacht des Feindes und unter härtesten Bedingungen.

Generaloberst Dietl wird für alle Soldaten und für das ganze deutsche Volk der Inbegriff des Glaubens an unser nationalsozialistisches Deutschland und seinen Sieg sein. Ein Vorbild unnachgiebiger Härte und nie erlöschender Treue bis zum Tode.

Als Tapferstem der Tapferen wurde ihm am 19. 5. 1940 als erstem Soldaten unserer stolzen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.

Als fanatischer Nationalsozialist hat sich Generaloberst Dietl in unwandelbarer Treue und leidenschaftlichem Glau­ben seit Beginn des Kampfes unserer Bewegung für das Großdeutsche Reich eingesetzt.

Ich verliere deshalb in ihm einen meiner treuesten Kameraden aus langer, schwerer gemeinsamer Kampfzeit. Sein Name wird in seiner stolzen Gebirqsarniee weiteriehen und darüber hinaus verbunden sein mit dem unseres tapferen finnischen Verbündeten. Er wird als Symbol dieser Waffenbrüderschaft gelten.

Seine Armee aber trägt seinen Stempel der opfermutigen Treue und des bedingungslosen Glaubens an den end­gültigen Sieg

In Würdigung seines immerwährenden heldenhaften Einsatzes verleihe ich dem Generaloberst Dietl das Eichen­laub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

In stolzer Trauer senkt das Heer vor seinemHelden von Narvik" die Relchskriegsflagge.

Staatsakt für den toten Heerführer

Der Führer an der Bahre seines getreuesten Gefolgsmannes Traueransprache Generalfeldmarschalls Keitel

i Drahtbericht unseres Vertreters

rd.- Berlin, 1. Juli. In einem Krieg, der wie kein anderer zuvor alle Geister der Technik beschworen hat und dessen ent­scheidende Schlachten von dem Bild an­rollender Panzerherden, oder unerschöpf­lich anstürmenden Wellen von Schlacht­fliegern bestimmt werden, tritt der Einzel­kämpfer mehr und mehr in den Hinter­grund, so sehr er auch im Handeln oder Aushalten der Meister dieser gigantischen Entfesselung bleibt.. .Das Toben der Mate- Tialschlacht ist keine Szenerie für einen Ziethenritt, und so mag es kommen, daß der lenkende Feldherr dem Strudel der Schlacht heute oft ebenso entrückt ist wie der Verehrung des Volkes, das seine Hel­den gerade aus solcher Feuerbewährung auf den Schild heben will.

Und doch winkt auch dem Feldherrn von heute der Lorbeerkranz der Vergötterung und Liebe seiries Volkes, wie er einst Blücher umstrahlte, wenn er in der Stunde letzter krisenhafter Entscheidung Zirkel und Rechenstab beiseite legt und zum Soldatenführer wird, der mitten unter seinen Männern in den Kampf tritt und sie über die Krise hinweg zum Sieg vorwärts reißt durch seinen fanatischen Willen und seine alles umfassende Führerpersönlich­keit.

So ist Narvik der Sieg des Generals Dietl, und die dramatischen Geschehnisse im' Frühling vor vier Jahren hoch oben im Norden auf anscheinend verlorenen Posten hoben plötzlich aus der grauen Front der deutschen Heere einen Soldaten heraus, dem die Liebe und Verehrung seiner Männer wie des ganzen deutschen Volkes in einem Maße zuströmten, wie selten einem deut­schen Soldatenführer. Mag es in jenem schier verzweifelten Kampf damals manche Stunde gegeben haben, wo es der Ehre und des Waffenruhmes genug schien.

Der besessene Wille des Generals machte das Unmögliche möglich: Narvik wurde ein deutscher Sieg dank der Zähigkeit und Opierbereitschaft des deutschen Soldaten, den sein General zu unerhörter Leistung emporgerissen hatte.

Der rechte Führer seiner Männer

Diese kameradschaftliche Verbundenheit mit seinen Kämpfern gab der Person des Generals Dietl erst recht das Gepräge, als er mit seinem Korps am 29. Juni 1941 an der äußersten linken Flanke der weiten Ostfront am nördlichen Eismeer zum Kampf gegen die Sowjets antrat." Für diese Männer war General Dietl gerade der rechte Führer. Immer war er in vordersten Linien zu fin­den, für jeden der Männer hatte er ein ka­meradschaftliches, aufmunterndes Wort. Keine Unternehmung, vor der nicht General Dietl selbst das Gelände erkundet oder zu­mindest überprüft hätte. So war auch das Vertrauen der gesamten Armee zu ihm und seiner Führung unerschütterlich, und eben­so hatte es der General durch seine ge­winnende kameradschaftliche Art verstan­den, ein stets ausgezeichnetes Verhältnis mit den finnischen Waffengefährten sicher­zustellen.

So wie er seinen Männern draußen an der Front Führer und Kamerad war, so stand er auch vor dem deutschen Volk in Reden und Kundgebungen als der fana­tische, begeisterte Waffenträger des Füh­rers, der aus der Kraft seines glaubens­starken Herzens auch die Heimat zu stär­ken und zu festigen wußte in ihrem Einsatz für den großen Kampf um Deutschlands Schicksal. - \

In vielen Bildern und Wochenschauen haben wir ihn gesehen, und immer ging von seiner schlanken Gestalt und seiner so gar nicht kommißartigen Form des Sich- gebens, seiner kameradschaftlichen Geste, ein Strom der Sicherheit und des Vertrau­ens aus, der uns in seinen Bann schlug. Und so wird Generaloberst Dietl auch im Herzen seiner Soldaten und des ganzen deutschen Volkes lebendig bleiben sls der nationalsozialistische Truppenführer höchster und bester Prägung.

Hervorragendster Kenner des Gebirgskrieges ,

Sein ganzes Leben war es Dietls hervor­stechendste Eigenschaft, vor Schwierigkei­ten nicht zu kapitulieren. Als begeisterter Alpinist hat er sie im Gegenteil selbst ge­sucht. Der Sohn eines bayerischen Rent­amtmannes, der am 21. Juni 1890 in Bad Aibling geboren wurde, trat 1909 als Fahnenjunker bei einem bayerischen In­fanterie-Regiment ein find wirkte im ersten Weltkrieg als Bataillons-, Regiments- und Brigadeadjutant. Im April 1919 stand er in den Reihen des Freikorps Epp, und nach seinem Uebertritt in die damalige Reichs­wehr entwickelte er sich zu einem derher- vorragendsten Kenner des Gebirgskrieges und der Gebirgstruppen. Als Leiter der Heeres-Bergführerausbildung hat er vom Jahre 1928 an vielen Gebirgsjägern sein Wissen und Können vermittelt, 19~35 wurde er zum Oberst befördert und Kommandeur des Gebirgsjägerregiments in Kempten. An der Spitze seines Regiments zog er am 19. März 1938 in die Ostmark ein, die ihm mit Graz eine neue Heimat schenkte. Er wurde dort als Generalmajor Kommandeur der 3- Gebirgsjäger-Division, die sich bereits im Polenfeldzug in den Karpatengefechfen, am Westwall an der Mosei im Winter 1939 40 schlug.

dnb. Berlin, 1. Juli. Mit tiefer, stolzer Trauer nahm am Sonnabendnachmittag die deutsche Nation in einem feierlichen Staats­akt Abschied von dem durch ein herbes Ge­schick jäh aus dem Lehen gerissenen Gene­raloberst Dietl. Ihre besondere Weihe empfing die Feier durch die Anwesenheit des Führers, der seinem toten Heerfüh­rer den letzten Gruß entbot und in einem warm empfundenen Nachruf den Gefühlen Ausdruck gab, die ihn in dieser ernsten Stunde beseelen. Der Chef des Oberkom­mandos der Wehrmacht, Generalfeldpjar- schall Keitel, würdigte Persönlichkeit und Leistungen des Verewigten.

Die Stätte des Staatsaktes zeigt ein würde­voll ernstes Antlitz. Vor dem Hakenkreuz auf rotsamtenem Tuch und zwischen hohen schlanken Pylonen ruht der Sarg. Darüber breitete sich die Reichskriegsflagge, auf der Stahlhelm und Degen des Toten liegen. Zu beiden Seiten der Bahre stehen zwei Ritter­kreuzträger aus den Reihen der Gebirgs­jäger. Einen Ehrenplatz- auf dem Ordens­kissen neben dem Sarg haben das Eichen­laub mit Schwertern, das Narvik-Schild und das Goldene Ehrenzeichen der Partei. In nächster Nähe des Sarges haben die ruhm­bedeckten Fahnen der Regimenter Aufstel­lung genommen, die Dietl befehligt hat. Kurz vor Beginn des Traueraktes treten vier Generale mit blankem Degen neben den Sarg und beziehen Ehrenwache.

Zur festgesetzten Stunde trifft der Füh­rer, dem vorher der Kommandeur des Ehrenbataillons die Trauerparade gemeldet hat, an der Stätte des Staatsaktes ein. Ihm folgt der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel. Der Führer wendet sich den Angehörigen zu und drückt ihnen die Hand.

In seiner Ansprache sagte der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht:

Mein Führer!

Auf Ihr Geheiß sind mit den nächsten An­gehörigen wir hier versammelt, um unserem Kameraden Generaloberst Dietl die letzte Ehre zu erweisen.

In tiefer Erschütterung steht ihre Wehr­macht, mein Führer, und mit dieser das ganze deutsche Volk wiederum an der Bahre eines deT größten Soldaten dieses Krieges. Unser Volk ist in dieser Kriegszeit hart ge­worden und nimmt Verlustmeldungen in soldatischer Haltung entgegen. Der Tod des Generalobersten Dietl aber bedeutet uns allen mehr als den Verlust eines hervor­ragenden Generals und Arrreefiihrers.

Seit den unvergeßlichen Tagen von Nar­vik ist er für Deutschland und seine Ver? bündeten die Verkörperung von Glaube und Wille, von kühnstem Wagen und zähestem Ausharren, von Tapferkeit und Draufgän­gertum geworden. Der Geist unerschütter­licher Zuversicht und souveräner Sicher­heit, mit der er damals seine Soldaten zu erfüllen wußte, hat seit den Kampftagen um Narvik im ganzen deutschen Volk diesen einzigartigen Mann und sein Werk im schönsten und wahrsten Sinne des* Wortes volkstümlich oemacht.

Ein unerbittliches Schicksal hat General­oberst Dietl seinem Führer und seinem Va­terland in einem Augenblick entrissen, wo an allen Frönten unser Kampf für die Ret­tung und Sicherung Europas seinen Höhe­punkt zueilt. Es ist eine ganz besondere Tragik, daß diese Kämpfernatur, nicht den Tod auf dem Schlachtfeld inmitten seiner Soldaten finden durfte, sondern einem grau­samen Unglücksfall zum Opfer fallen mußte. Das alles erfüllt uns mit bitterer Trauer. Aber gerade weil wir uns der ganzen Schwere des Verlustes bewußt werden, der uns betroffen hat, tritt die Gestalt des hin- /

geschiedenen Generals mit der ganzen Leuchtkraft seiner Persönlichkeit vor un­sere Seele.

In der Stunde, in der wir von seiner sterb­lichen Hülle Abschied nehmen, kann in sei­nem Geisl unser Gedenken niu einen In­halt haben:

Den Ruf zu den Waffen, der Ruf zur Tat, das Bekenntnis unzerstörbaren Glaubens an den Sieg unserer Sache und die aus tief­stem Herzen kommende Bekundung uner­schütterlicher Treue zum Führer.

Nach der Schilderung des militärischen Werdeganges des Verstorbenen würdigte Generalfeldmarscball Keitel die Großtaten des Generalobersten Dietl in diesem Kriege: abgeschnitten von der Heimat, auf schein­bar verlorenem Posten, hält Dietl unter den denkbar schwierigsten Verhältnissen zwei Monate lang gegen die erdrückende Ueber­macht von Land und See her in Narvik un­erschütterlich stand.

Am 13. Juni 1940 würdigte der Führer in einem Tagesbefehl an die in Norwegen im

Adolf Hitler:

Als der Generalfeldmarschall geendet hat, begibt sich der Führer ans Rednerpult. Er widmet dem toten Freund und Kameraden einen waim empfundenen Nachruf:

Es ist für mich sehr schwer, aus einem Anlaß zu sprechen, der mir nicht nur einen der besten Soldaten, sondern auch einen der treuesten Freunde genommen hat. Die militärischen Leistungen des Generaloberst Dietl werden in die Geschichte eingehen. Seine ganze Persönlichkeit kann aber nur der ermessen, der das Glück hatte, sie im Laufe vieler Jahre selbst zu erleben.

Als ich zum erstenmal diesem' Manne gegenübertrat, da ermöglichte er mir in seiner Kompanie die erste Einflußnahme auf ein deutsches Regiment. Als erster Offizier der deutschen Wehrmacht hat er mir sei­nen Verband,zur Verfügung gestellt, um po­litisch auf ihn einzuwirken. Eine Stunde nachdem ich damals zur 3. Kompanie sei­nes Regiments gesprochen hatte, gab mir dieser Mann seine Hand und erklärte, er würde von jetzt ab mein Gefolgsmann und Anhänger sein. Und dabei ist es dann ge­blieben Jahr für Jahr. Zuerst in den bitteren Jahren unseres Ringens, in denen ich selbst als völlig Unbekannter vor einem Gebirge von Schwierigkeiten stand, das kaum über­wunden werden'konnte.

Dieses Verhältnis ist das gleiche geblie­ben, als er später in der neuen Wehrmacht emporrückte, und ganz besonders in der Zeit; in der er berufen war, eine so führende Rolle zu spielen, wie ich sie ihm damals aus meiner persönlichen Kenntnis des Men­schen nnd damit auch des Soldaten zuge­dacht hatte. Denn man kann auch im Sol­datentum den Menschen nicht trennen von seinem rein soldatischen Können. Es ist letzten Endes der Mensch in seiner seeli­schen Haltung, der die soldatischen Fähig­keiten zum Erfolge führt.

Wenn ich es einst persönlich entschied, daß General Dietl die Expedition nach Nar­vik durchführen sollje, dann geschah es, weil ich glaubte, in ihta den Mann zu ken­nen, der selbst das-scheinbar Aussichtslose am Ende doch durch sein gläubiges Ver­trauen würde ermöglichen körinen.

Wenn wir auch heute im fünften Kriegs­jahr oft vor schweren Situationen stehen, so ist doch keine dieser Situationen auch nur annähernd zu vergleichen mit dem Auf-

Einsatz stehenden Soldaten seine Taten mit den Worten:Dem Generalleutnant Dietl spreche* ich für das ehrenvolle Blatt, das er dem Buch der deutschen Geschichte einge- f'igt hat, d~r> Dank der n Volk

aus."

Zu Beginn des Feldzuges gegen die So­wjetunion trat Dietl im nördlichen Abschnitt der finnischen Front in Kämpfen von uner­hörter Härte zum Angriff an. An dieser Front zerschlug er in oft schweren Abwehrkämpfen jeden Versuch der Bolschewisten, nach Nordfinnland einzubrechen. Mit seiner Er­nennung zum Oberbefehlshaber der in Finn­land kämpfenden Gebirgsarmee und seiner Beförderung zum Generalobersten im Som­mer 1942 bezeugte ihm der Führer aufs neue seine hohe Anerkennung.

Am 14. November 1943 sprach Dietl von den Stufen der Feldherrnhalle zum deut­schen Volk. Seine Ansprache klang qus in dem Treue- und Glaubensbe­kenntnis zum Führer:Je schwieri­ger die Lage, desto mehr vertraue ich ihm."

trag, den ich damals diesem bfs dahin un­bekannten deutschen General erteilte, ein Auftrag, mit einer Handvoll Soldaten mit­ten durch die feindliche Seeübermacht hin­durch in einen Hafen vorzustoßen, der dem deutschen Volk in unendlicher Ferne zu liegen schien, und dort, ganz auf sich allein gestellt, vielleicht für viele Wochen und Monate, zu versuchen, nicht nur diesen Hafen zu halten, sondern eine Position auf­zubauen, in die später andere Verbärge nachrücken konnten. Abgeschnitten vbn allen Verbindungen, ohne Proviant, ohne Munition, ohne schwere Waffen, stand die­ser Mann mit zweieinhalbtausend Soldaten, seinen Gebirgsjägern, und später noch zwei­tausend Mann Schiffsbrüchiger, sich selbst mühsam rettender Matrosen und Seeoffi­ziere, ganz allein einer weitaus überlege­nen feindlichen Macht gegenüber.

Wie er das damals gemeistert hat und wie er endlich diese Lage zugunsten Deutsch­lands endgültig wendete, ist ein Wunder an Einsatz nicht nur großer soldatischer Fähig­keit, sondern auch der menschlichen Per­sönlichkeit. Diese Qualität des Menschen war bei ihm die seltene Fähigkeit, die Liebe zum Soldaten, das Bemühtsein um den ein­zelnen, zu verbinden mit einer rücksichts­losen Härte wenn notwendig auch im Fordern, Generaloberst Dietl hat vielleicht am klarsten in seiner Person die Synthese gefunden, auf der einen Seite unerbittlich hart zu sein im Verlangen und auf der' an­deren Seite doch atifzugehen in der Be­sorgtheit für seine Männer. Und deshalb haben auch am Ende alle diese Männer, von denen er schier Unmögliches fordern mußte und gefordert hat, in einer grenzenlosen Verehrung und Liebe an ihm gehangen.

Er hat dadurch eigentlich den Typ des nationalsozialistischen Offiziers geschaffen, eines'Offiziers, der nicht weichlich ist im Verlangen lind Fordern, nicht schwächlich im Einsatz des Menschen, sondern der genau weiß, daß für diesen Kampf kein Opfer zu groß oder zu teuer ist, um nicht gebracht zu werden, jenes Offiziers, der auf der einen Seite diese harten und härtesten For­derungen stellt, auf der anderen aber das Schicksal seiner Untergebenen als ihr wah­rer Freund und Vater zu seinem eigenen

(Fortsetzung auf Seite 2)

BZ-Archiv

Generaloberst Dietl A

druHätid da dvtttthm Hetzen*

Von

Kurt G. Stolzenberg

Die Welt weiß ganz genau, daß alle Kriege durch jenes Etwas entschieden werden, das dem Preußenkönig Friedrich nach sieben­jährigem, manchmal für ihn geradezu aus­sichtslos erscheinenden Ringen einen glän­zenden Sieg schenkte. Dieses gewisse Etwas ist der sture, unüberwindliche Trotz, der nicht klein beigibt, der nich* mit sich reden

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mentatoren taube Ohren hat. weil die Stimme im Innern etwas anderes sagt. Diese deutsche Widerspenstigkeit gegenüber scheinbarem Unheil hat uns immer wieder in unserer Geschichte über Situationen hin­weggeholfen, die als verloren häiten gelten müssen, wenn wir uns und unsere Sache aufgegeben hätten. Der friesisch-nieder­sächsische Menschenschlag Bremens hat sich ganz besonders in solchen Lagen bewährt, da der Pionier auf sich selbst gestellt, aus eigener Kraft und Hartnäckigkeit unverzagt Gefährdetes rettete und Zerstörtes neu er­baute. Die ganze germanische Geschichte ist eine unerhörte Kette von unglaublichen Taten nie verzagender nordischer Meuschen. die das taten, was sie für richtig hielten und weder auf durchschnittliche Ratschläge noch auf aufgeregte Beschwörungen hörten. Im­mer dann traten diese für toll gehaltenen Deutschen souverän vor die staunende Welt, wenn sie eine große Sache vertrater und eine Führung vor sich hatten, von deren Größe und Echtheit sie überzeugt waren. Das, was die Menschen um uns in der Kampfzeit der nationalsozialistischen Partei mit offenem Maule beglotzten, die Verwegenheit einer ursprünglich als Min­dergruppe auftretenden Aktivistenschar von Hakenk-reuzlern, gehört zu jenen Großtaten sicheren germanischen Lebens­gefühls. Dieser kecke deutsche Geist siegte wie der Alte Fritz, weil er in einem ganz anderen Maß verzweifelt zum Siege ent­schlossen war als jeder Gegner.

Wenn wir in der ablaufenden Woche Ein­zelheiten vom Kampfe deutscher Soldaten in Cherbourg hören, die auf einem vom Feind umzingelten und in Einzelteile zer­sägten Posten unerschüttert aushielten wenn wir tief bewegende Mitteilungen über Treue, Tapferkeit und nationalsozialistische Glaubensstärke unserer Kämpfer erhielten, dann konnten wir nur still sagen: Ihr Tapfe­ren, die Ihr nun in der normannischen Erde schlummert oder stumm mit schweißbedeck­ter Stirn und schuttljestaubter Bluse in- die Gefangenschaft gingt, Ihr seid uns das Un­terpfand für den Sieg. Menschen, die so ge­kämpft haben, sind ihrem Widersacher turmhoch überlegen, und er besiegte Euch in Wahrheit nichtl

Zu allen Zeiten hat die Macht des Glau­bens die festesten Bastionen erstürmt, die stärksten Heere bezwungen und Verlorenes zurückerobert. Diese Macht des Glaubens ist bei Deutschland und nicht bei den anderen. Mögen sie sich in Afrika breitmachen, wo Rommels Regimenter die Engländer zu ge­preßten Ausbrüchen wütenden Respekts zwangen. Mögen sie in Italien Sowjetfahnen schweriken, wo unsere Fallschirmjäger mär­chenhafte Kämpfe lieferten, so daß ganz Amerika entsetzt von den Teufeln in grüner Uniform raunte. Mögen sie im Osten da Ge­nickschüsse austeilen, wo deutsche Feld­herrnkunst in Riesenfeessein Hunderttau­sende von Sowjets vernichtete oder lebendig fing. Mögen sie die Häuser und Dome und Kulturwerfee unseres Landes mit Phosphor und Dynamit einäschern, historische Denk­mäler edelsten Menschentums Umstürzen und mögen sie am Atlantik wochenlang keu­chend Gebiete nehmen, die wir in Stunden- und Tagen eroberten die Fahne, unter der man endgültig zu siegen versteht, weht ewig nur. bei uns.

Das ist ein vom Kleingeist oder aber vom nüchternen Rechner bestrittenes Wort. Denn ist es Sieg, wenn wir wie in den letzten Jahren in Ost und Süd nun auch im Westen mehr oder weniger umfangreich wieder da*

Mein teurer und treuer Freund"

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