Ausgabe 
(28.9.1943) 268
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

Erschein t 7mal wöchentlich

M-n-tsb-zug 2.3V RM etnlchl. Zustellgebühr: P-stiezugspreis monatlich 2,3V RM leinschl. 80.l R»f. P-stzeitungsgsbühr) zuzügl. «2 Rpf. Bestellgeld. Postscheck: Hamburg 17272. Anzei­genpreise und Aufnahmebedingungen li. Prsip» liste. Aufnahmetermine ohn» Lerbindlichkeit,

vremeräeilung

Geschäfts st eilen:

Bremen: Leeren S/8. Ru, 2 1V3N Rachiru, u. sonntag» 2 «7 SS: Obernftr. 88. Ruf 2IS S1; Syke: Mühlendamm 2: Br -H-meling-n: B-Hn-^ hosstrahe S. Eck, Poststratze. Rut 43458: Br.» Degesack: Rohrstr. 24. Ruf 4 u. 8: Br -Blumen» thal: Kapt.-Dallmann-Etr. 41/43, Ruf 88 u. 89

VarleiarnLILciie Layeszettnng

Das flmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der §relen Hansestadt Bremen

der Nationalsozialisten, vremens

pmiiiches verkvndungsbiatt des Neichsstattiialters in Oldenburg und Bremen

Nr. 2 ö 8 , 1 Z. Jahrgang

Dienstag, 2 S. September 194 Z

kinzelpreis !5 Npf.

vrsierpskt cker ürskteblock äe§ 8iege§

Oi'e 6Of5c^s/fSn c/ss' -4u^6simmi5fes c/ss Vö/Icss — Kamp/ uncl iv/SQ!s/°um nus !)/5 lu SMSs gs/ii Ic/s^en

clie Ofei'espslclmsc^le, ZOnc/sm kng/snc/, ^mes/kcs Uiicl c/ie ^iVe/f^Sss'5c^s/f

Berlin, 27. September. Aus Anlag des Jahrestages des Abschlusses des Dreimächte­paktes sprachen der Reichsaußenminister von Ribbentrop, der Duce als Außenmi- nister der faschistischen republikanischen Re­gierung und der Kaiserlichjapanische Außen­minister Shigemitsu über den Rund­funk zu den Böllern der Dreierpaktstaaten.

Ms ksäs kiddenlrops

Die Ansprache des Reichsaußenministers hat folgenden Wortlaut:

Die Völker, die sich vor nunmehr drei Jahren im Dreimächtepakt zusammenschlössen, waren sich darüber im klaren, daß sie damit ein heiliges Bündnis eingingen, das höchste Verpflichtung bedeutet und das eines Ta­ges auch höchste kämpferische Bewährung von ihnen fordern könnte. Das Ziel des Paktes, das die Völker Deutschlands, Italiens, Ja­pans, Ungarns, Rumäniens, der Slowakei, Bulgariens und Kroatiens zu dem Abschluß bewog, war dementsprechend auch ein hohes. Es bestand in der Anmeldung des. Lebens­rechtes dieser durch die geschichtliche Entwick­lung ungerecht behandelten Völker und die Sicherftellung ihrer Lebensbedürfnisse in den ihnen zukommenden Räumen gegenüber den Völkern, die den größten Teil unserer Erde beherrschen und ihrem üppigen Wohl­leben dienstbar machen.

In Europa konnten Deutschland und Ita­lien, auf schmalem Raum zusammengedrängt, ihre wachsende Bevölkerung nicht ausreichend ernähren, und in Ostasien traf dasselbe für Japan zu, dessen Volk auf seinem Jnselreich nicht existieren konnte. Es kann kein Zwei­fel darüber bestehen, daß über diese berech­tigten Ansprüche der nichtbesitzenden Völker ein Ausgleich mit den saturierten Staaten, die zusammen fast drei Viertel der Erd­oberfläche ihr eigen nennen oder als ihre Interessensphäre beherrschen, bei einigem gu­ten Willen auch möglich gewesen wäre.

Lg0l8INU8. MSgIM8t. IlNPSNLli8INll8

Aber alle Vorstellungen und Versuche der nichtsaturierten Völker zu friedlichen Lösun­gen gegenüber den Besitzenden, die im Laufe der Jahre unternommen wurden, waren ver­gebens. Immer war es England, Amerika und auch Rußland, die solchen Bestrebungen entgegentraten, das heißt also Völker, die mit materiellen Gütern dieser Erde über­reichlich gesegnet sind oder zumindest über Lebensräume verfügen, die sie wegen ihrer ungeheuren Ausdehnung nicht einmal an­nähernd ansiedeln, bewirtschaften und aus­nützen können, und die sie deshalb heute zum Teil noch brach liegen lassen, ohne irgend­einen Vorteil aus ihnen zu ziehen. Egois­mus, Mißgunst und der nackte Drang nach Beherrschung fremder Länder und Völker, also purster Imperialismus, und zwar im schlechtesten Sinne, sind hierbei die Trieb­feder gewesen. So kam es zu dem heutigen großen Ringen, das für die Zukunft der im Dreierpakt verbündeten Staaten auf Gene­rationen hin entscheidend sein wird.

Während man im Osten Japan in Räu­men, in denen England und Amerika weder in geographischer noch ethnischer Hinsicht ir­gend etwas zu suchen haben, die notwendige Neuordnung mit Gewalt verwehren wollte, wollen in unserer alten Welt England und Amerika auf der einen Seite und Rußland aus der anderen Seite gemeinsam — und aus selbstsüchtigen Motiven jeder wieder für sich allein — Europa erobern. Das heißt also, die drei Mächte, die sowieso schon den größten Teil der Erdoberfläche kontrollieren, wollen — aus purer Macht- und Profitgier ihrer herrschenden Schichten noch zusätzlich unseren europäischen Erdteil erobern.

Diese Eroberunigsgier wird mit allerhand Phrasen von der Befreiung der europäischen Völker und der Beglückung unseres Erdteils mit demokratischen Errungenschaften ver­brämt. Die wahre Absicht dabei aber ist: Die Beherrschung unseres Erdteils und die Ver­sklavung seiner Bewohner. Wie ruchlos und abgrundtief gemein ihre Absichten und Me­thoden sind, hat. wie uns durch ein Doku­ment bekannt geworden ist, ein amerika­nischer Diplomat in der Schweiz kürzlich in geradezu zynischer Weise enthüllt. Er sagte: „Der gegenwärtige Krieg bietet eine nie wiederkehrende Gelegenheit, die amerika­nische Exportindustrie von der europäischen Konkurrenz auf den Weltmärkten zu be­freien." Man müsse also unter dem Vorwand militärischer Kriegführung die europäischen Jnduitrie- und Hafenstädte durch Bomben­angriffe gründlichst zerschlagen und damit ihren Wettbewerb auf längste Sicht ausschal­ten. Auf diese Weise würden auch am besten die Arbeitslosigkeit und sozialen Schwierig­keiten, denen sich Amerika am Kriegsende gegenüberfehen würde, beseitigt.

Versklsvunks äsr suropLinekkm Arbeiter äsn Ael imeerer kelnüs

Mit anderen Worten, die europäischen Ar­beiter sollen durch Vernichtung ihrer Ar­beitsstätte arbeitslos gemacht und damit zum Lohnsklaven anglo-amerikanisch-kapitali- strscher oder bolschewistischer Interesse» ge­

macht werden. Wenn daher unsere Feinde in ihrer Propaganda den Dreierpaktmächten den Drang nach Beherrschung unterschieben, so wird eine solche Propaganda durch die Tatsache schlagend widerlegt: Auf der einen Seite die Dreierpaktmächte ohne genügend Raum im Kamps um ihre Existenz, und auf der anderen Seite unsere Feinde als Be­herrscher gewaltiger Räume bei dem Ver­such, den Dreierpaktmächten ihre» unzurei­chenden Lebensraum noch zu nehmen und ihre Völker zu versklaven. Die Unterstellung, als ob die Dreierpaktmächte die Welt be­herrschen wollten, ist also eine der dümm­sten Propagandalügen, die je erfunden wurde. Nicht die Dreierpakt- mächte, sondern allein England, Amerika und Rußland erstreben die Weltherrschaft.

Als Stalin im Sommer des Jahres 1941 zu dem seit 20 Jahren von ihm vorbereiteten Eroberungszug nach Europa aufmarschierte, kam ihm der Führer — wie wir damals schon mit Sicherheit wußten und wie seither durch Aussagen gefangener russischer Offi­ziere immer erneut bestätigt wurde — nur wenige Wochen zuvor und schlug die bolsche­wistische Angriffswelle zurück. So hinterhäl­tig nach den getroffenen deutsch-sowjetrussi- schen Vereinbarungen diese Absicht Stalins, Europa zu erobern, auch war, so war dieser Gedanke immerhin in gewissem Sinne eine konsequente Weiterverfolgung alter pan- slawistischer Expansionsträume. Mit bolsche­wistischer Weltanschauung einerseits und Panzerdivisionen andererseits sollte unser alter Erdteil mit brutalster Gewalt der Union der Sowjetrepubliken einverleibt werden.

lu rum /a/irsLisy c/sr

Line 6rotS8ke äer VellgSNdickle

Die deutsche Wehrmacht hat dem einen Wall von Stahl und Eisen entgegengesetzt und wird die Waffen nicht eher aus der Hand legen, bis die bolschewistische Gefahr für Europa endgültig beseitigt ist. Daß heute aber Amerika und vor allem England diese bolschewistischen Angriffe gegen Europa un­terstützen und damit im Falle des Erfolges eine Situation in Europa schaffen würden, die für sie selbst einer Katastrophe gleich­käme, wird eines Tages als Groteske der W e l tg e s ch i ch t e'bezeichnet werden.

Ihre Völker werden dereinst noch einmal zu der Erkenntnis kommen, daß nur Deutsch­land und seine Verbündeten Europa und da­mit sie selbst vor einer solchen einmaliqen Katastrophe bewahrt haben. Gegenüber den

heutigen engstirnigen und kurzsichtigen Re­gierenden in England und Amerika aber gibt es nur eine Parole, die der Führer ver­kündet hat: Kampf und wiederum nur

Kampf bis zu einer ganz klaren Entscheidung.

Was im übrigen Europa von den Eng­ländern und Amerikanern zu erwarten hätte, dafür ist Italien ein Schulbeispiel. Trotz des geschichtlich beispiellos niedrigen Ange­bots der italienischen Verräter, des Ex­königs, des Exkronprinzen, Badoglios und Genossen, die italienischen Gewehre über Nacht für England und Amerika gegen die eigenen Verbündeten richten zu lasten, trotz des Angebotes, die deutschen Truppen in

(Fortsetzung auf Seite 2)

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

ckr. V. sck. Berlin, 27. September. Die große Kundgebung zum dritten Jahrestag des Dreimächtepaktes, die in den Reden des Reichsaußenministers v. Ribbentrop, des Duce in seiner Eigenschaft als Außen­minister der faschistischen republikanischen Regierung und des japanischen Außenmini­sters Shigemitsu gegeben ist, spiegelt eine weltgeschichtliche Entwicklung von über- säkularer Bedeutung wider. Als am 27. Sep­tember 1943 die Weltsensation des Bünd­nisses zwischen Deutschland, Italien und Ja­pan verkündet wurde, da war der Sinn des Vertragsabschlusses, wenngleich er bereits im Kriege getätigt wurde, der Idee eines Friedens auf der höheren Gerechtigkeit ent­sprungen. Der praktisch politische Sinn war der einer unverkennbaren Warnung an die Adresse Roosevelts. Ihm und seinen jüdisch- plutokratisch-freimaurerischen Hintermännern sollte bedeutet werden, daß die jungen Ord­nungsmächte in Europa und in Ostasien sich nicht einzeln und nacheinander um die Rechte in den ihnen zugehörigen Lebensräumen be­trügen lassen werden, sondern daß vielmehr eine jlldisch-pkutokratisch-bolschewistische Koa­lition von vornherein es mit einer geschlos­senen Phalanx der Ordnungsmächte in Europa und Ostasien zu tun haben würden.

, Da Roosevelt überheblich leichtfertig diese Warnung überhört hat und darum sein Pearl Harbour mit allen Folgeerscheinungen im großasiatisch-pazifischen Raum erleben mußte, hat der Sinn des Dreimächtepaktes

Adsckieä von Lsnerslkommisssr Ksuleiler Lüde

Äootroiet in olsr /^susn Kskcii5leonr/s/ - Anrprcrclis kcrrsnbsrgr - l-/oks Au5rs/^wunA /ür cisn krmorcistsn

Berlin, 27. September. Am Montagmittqg fand im Mofaiksaal der Neuen Reichskanz­lei der Staatsakt für den gefallenen Ge­neralkommissar von Weißruthenien, Gaulei­ter Wilhelm Kube, statt, der an seiner Arbeitsstätte in Minsk einem bolschewisti­schen' Meuchelmord zum Opfer gefallen ist.

„Wenn wir heute so stark sind, so des­halb. weil unsere unvergeßlichen Toten unter uns sind." Dieses stolze Wort, das der so jäh Dahingeschiedene vor noch nicht allzu­lange! Zeit ausgesprochen hat in dem Be­wußtsein, seine ganze Hraft für das Werk des Führers eingesetzt zu haben, sei dieser Trauerfeier vorangestellt, zu der eine Trauer­versammlung, an der Spitze eine Anzahl von Reichslsitern, den großen Saal füllte. Auf einem erhöhten Katafalk stand der Sarg, bedeckt mit der Hakenkreuzfahne. Die Ehren­wache hielten Politische Leiter: dahinter stan­den Abordnungen der SA. und sf mit ihren Fahnen und Standarten. Ein Offizier der Wehrmacht hielt vor dem Sarge das schwarze Kissen mit den Orden und Ehrenzeichen des Verstorbenen in den Armen. Als die Trauer­gäste versammelt waren, wurde der große blumengeschmückte Kranz des Führers am Fußende des Sarges niedergelegt.

Die Feier begann mit den Klängen des ersten Satzes der 5. Symphonie von Beet­hoven, gespielt vom Orchester der Staats­oper unter Staatskapellmeister Schüler. Darauf hielt der Reichsminister für die be­setzten Gebiete, Reichsleiter Rosenberg, die Trauerrede. „Mitten in der Erfüllung einer großen, ihm vom Führer gestellten Aufgabe", so sagte Reichsminister Rosenberg^„ist Gau­leiter und Generalkommissar in Weißruthe­nien, Wilhelm Kube, das Opfer eines bol­schewistischen Meuchelmordes geworden. Im­mer wieder sind von Moskau aus die hem­mungslosesten Angriffe gegen ihn erhoben

worden, schon zweimal haben bolschewistische Agenten und Meuchelmörder Attentate gegen Wilhelm Kube vorbereitet, die aber nicht ihr Ziel erreichten. Jetzt ist es den bolsche­wistischen Mördern gelungen, diesen Mann zu fällen und uns alle eines Kameraden und loyalen Mitarbeiters zu berauben. Der Führer selbst aber verliert in Wilhelm tube eine Lebenskraft, die seit Jahrzehnten auf verschiedenen Wegen dem völkischen Er­wachen Deutschlands dienstbar, in einer schweren Kampfzeit zu ihm fand und über manche Schwierigkeiten des Schicksals in immer wieder erwachender Energie bereit war, für Führer und Volk, für das Reich und den Nationalsozialismus sich zur Ver­fügung zu stellen."

Minister Rosenberg würdigte dann den Le­bensweg und besonders die Tätigkeit Kubes als Eeneralkommissar für Weißruthenien und führte dazu aus: „2m Sommer 1941 eröff­nete sich für Wilhelm Kube eine zweite Höhe seiner politischen Wirksamkeit, als der Führer ihn zum Generalkommissar in Weiß­ruthenien ernannte. Räume von der Größe ganz Deutschlands, in denen verschiedene Völker verschiedenster Traditionen und Kon­fessionen wohnten, mußten von einer gänz­lich neu zu bildenden Verwaltung übernom­men werden. Die Gestaltung dieser Räume, ihr Einsatz für die Aufgaben des Krieges, aber auch die Vorbereitung ihrer Einfügung in ein neues Europa war uns nunmehr vom Schicksal gestellt. Hier fand Wilhelm Kube ein schlichtes, schwer unterdrücktes bäuer­liches Volkstum vor, das für die Mitarbeit und Heranziehung nunmehr der Antrieb seiner zweijährigen Tätigkeit wurde.

Diese Bandentätigkeit hat manche Aufbau­arbeit dieser zwei Jahre gestört. Viele Eisenbahnspreng-ungen haben den Nachschub

Vucklige Legenällgrikle im vslen

sm Onssps 5slnc/vsk/u5js in 5üc/ijs/isn

Aus dem Führerhauptquartier, 27. September. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Am Kuban-Brückenkopf blieben örtliche Angriffe der Sowjets erfolglos. Er­neute hinter der Front gelandete feindliche Gruppen wurden aufgerieben. Südostwärts Saporoshje griff der Feind mit starken, von Schlachtfliegern unterstützten Jnfanterie- und Panzerkräften an. Wo die Sowjets an einigen Stellen örtliche Einbrüche erzielen konnten, wurden diese abgeriegelt. Wuchtige eigene Gegenangriffe verliefen erfolgreich. Dabei vernichtete eine Panzerdivision durch Vorstoß in die Bereitstellungsräume der Sowjets elf Panzer und K2 Geschütze. Die schweren Kämpfe sind noch im Gange. Vom Dnjepr-Knie bis zur Pripetmündung ver­suchte der Feind gestern wieder an zahl­reichen Stellen den Dnjepr zu überschreiten. Die meist in der Dunkelheit gelandeten Kampfgruppen wurde durch sofort einsetzende Gegenstöße vernichtet oder zurückgeworfen und auf engstem Raum zusammengedrängt.

Im mittleren Frontabschnitt dauern die Abwehrkämpse in den bisherigen Schwer­punkten mit unverminderter Stärke an. Die Sowjets, die hier zum Teil neue Kräfte ins Gefecht führten» erlitten in den harten Kämpfen hohe Verluste. An der übrigen Ostfront verlief der Tag im allgemeinen ruhig.

An der siiditalienischen Front führte der Feind im Gebirge nordwestlich und nord­östlich Salerno zahlreiche örtliche An­griffe, die jedoch unter schweren feindlichen Verlusten scheiterten. Im Ostabschnitt habe« sich unsere Kampfgruppen nach Zerstörung der Berkehrseinrichtunge» ungehindert vom Feinde auf neue Stellungen äbgefetzt.

Kampf- und Sturzkampfflugzeuge be­schädigten im Aegäifchen Meer zwei Zer­störer schwer, versenkten ein Handelsschiff und setzten einen zweiten großen Frachter in Brand.

Einzelne feindliche Störflugzeuge warfen in der vergangenen Nacht einige Bomben auf westdeutsches Gebiet. Es entstanden nur geringe Schäden.

zur deutschen Armee unterbrochen, und nicht immer gelang es, in den riesigen Wäldern diese Banden unschädlich zu machen. Von dort entwickelte sich auch die Spionage und Sabotage, der schon so mancher unserer Mit­arbeiter zum Opfer gefallen ist. Durch alle diese Schwierigkeiten aber hat unser Verwal­tungsführerkorps unbekümmert in Gemein­samkeit m.it allen andern Dienststellen un­erschütterlich gearbeitet. Hier ist nun Wil­helm Kube in seinem Element gewesen. Nach kaum zwei Jahren hatte die Persönlichkeit Wilhelm Kubes durch den restlosen Einsatz und die Mühen nicht nur -die Liebe seiner Mitarbeiter zur Folge, sondern auch den äußeren Respekt und innere Achtung des weißruthenischen Volkes.

Als es im September 1943 zwei Jahre wurden, daß Wilhelm Kube an dem verant­wortlichen Posten tätig war schrieb er mir einen Vrief, in dem es heißt: „Auf wirt­schaftlichem Gebiet haben, besonders meine tapferen Mitarbeiter auf dem Gebiet der Landwirtschaft und des Forstwesens unter beispiellosen Blutopfern — 15 v. H. der La.-Führer in Weißruthenien haben ihre Treue zum Führer bereits mit dem Tode besiegelt! — Wesentliches geleistet. Wie bis­her werden wir weiter nach Ihren Weisun­gen in altem Pflichtbewußtsein und mit alter Tatkraft für den Führer, für das Groß- deutsche Reich und für unsere Nationalso­zialistische Deutsche Arbeiterpartei nach bestem Wissen und Gewissen unsere Pflicht und Schuldigkeit tun. Es lebe der Führer!" „Ich persönlich und alle meine Mitarbeiter möchten", so schloß der Minister, „dir, Wil­helm Kube, heute den Dank für deine Ar­beit aussprechen, für deine große Mühe und für dein treues Wirken, das du uns allen für die Erfüllung der großen Aufgabe zur Verfügung gestellt hast. Ich habe zugleich den Auftrag, dies auch im Namen des Führers zu tun. Der Führer verleiht dir, Wilhelm Kube, in Anerkennpng deiner bedingungs­losen Pflichterfüllung das Ritterkreuz zum Kriegsverdienst kreuz mit Schwertern. Diese hohe Auszeichnung soll als Erinnerung an eine Arbeit in dsiner Familie weiterleben als Auszeichnung eines Nationalsozialisten, dessen Leben für Führer, Volk und Reich durch das Höchste gekrönt wurde, was es auf dieser Welt gibt: durch die Hingabe seines Lebens."

Nach seiner Rede heftete Reichsminister Rosenberg das Ritterkreuz des Kriegsver­dienstkreuzes mit Schwertern an das Ordens- kissen des Verstorbenen und nahm Abschied von seinem toten Mitarbeiter mit dem deut­schen Gruß. Unter den Klängen des Liedes vom „Guten Kameraden" senkten sich die Fahnen und Standarten über dem Sarge. Die Lieder der Nation beendeten die Feier. Unter den Klängen der „Eroica" setzte sich der Trauerzug in Bewegung. Zehn Unter­offiziere der Wehrmacht trugen den Sarg mit den sterblichen Ueberresten Wilhelm Kubes; dem Sarge folgten an erster Stelle die Hinterbliebenen, die Witwe des Ver­storbenen am Arm des Reichsministers Ro­senberg. Draußen wurde der Sarg auf die Lafette gehoben, die den verstorbenen Reichs­kommissar sodann zur letzten Ruhe geleitete.

im Verlauf der Entwicklung eine vorüber­gehende Abwandlung erfahren. Es bleibt nach wie vor, wie der japanische Außenminister Shigemitsu heute in seiner Runüfunkanfprache ausführte, der Sinn des Bündnisses: „Die Verwirklichung der Gerechtigkeit in der Welt".

Aber wenn der Pakt in seinem Ursprung von dem Willen Lestimmt war, die Auswei­tung des europäischen Konfliktes zum Welt­krieg zu verhindern und die schnelleren und kürzeren Wege zu einem Frieden der Ge­rechtigkeit offenzuhalten, so ist er gegenwärtig in erster Linie Las Fundament unseres Glau­bens an den Sieg. „Unser Bündnis", so konnte der japanische Außenminister Shige­mitsu heute mit voller Ueberzeugungskraft verkünden, „strahlt als ein Symbol der Ge­rechtigkeit Heller denn je auf dem Wege zum Sieg."

Als vor nunmehr zwei Monaterr die jämmerlichste Verräterkumpanei der Welt­geschichte, die Viktor Emanuel, Umberto und Badoglio, die schaudervolle Kapitulation den unheimlichsten Treubruch aller Zeiten ein­leitete, da hätten die Roosevelt und Chur­chill wohl höhnisch gelacht, wenn man ihnen vorausgesagt hätte, daß heute die Dreier­paktmächte sich zu einer solchen Kundgebung der ungebeugten Siegesgewißheit zusammen­finden würden. Italien war doch, so ver­meinte'man noch vor wenigen Wochen, ent­sprechend der übermütigen Prognose Chur­chills. „aus dem Kriege geboxt" und „die weiche Bauchseite Europas aufgeschlitzt".

In der falschen Sicherheit, daß das Ak­tionsprogramm von Casablanca unmittel­bar vor seiner Vollendung stehe, erklärte Churchill schon kurz nach der Gefangennahme des Duce in den letzten Julitagen mit einer wegwerfenden Handbewegung, daß man nun­mehr unbesorgt „Italien in seinem eigenen Safte schmoren lassen könne". Heute erinnern sich kritische Beurteiler auch in England an dieses Wort und halten es Churchill in einem Eine vor, der ihm gewiß nicht recht sein dürfte.

Während Churchill, so meint der „Daily Worker", die Italiener in ihrem Saft habe schmoren lassen wollem hätten die Deutschen blitzschnell gehandelt. Der „Unterleib Euro­pas" sei nicht länger mehr „weich", und es werde Zeit. sich „die unerfreulichen Realitä­ten der italienischen Situation" klarzu­machen. Auf der gleichen Linie liegen die Ausführungen des britischen Generals Dou­glas Brownrigg in der Londoner „Evening News". Nach seiner Ansicht gehen die Ar­meen des Empive und der USA. in Italien „sehr schweren Zeiten entgegen".

Nein, damit hatten die Gegner bestimmt nicht gerechnet, daß der Umschwung in Ita­lien den deutschen Truppen Gelegenheit ge­ben würde, den als weich bezeichneten Unter­leib Europas gewaltig zu erhärten, und daß am Ende der politischen Entwicklung eine neu errichtete faschistische italienische Re­publik mit dem Duce an der Spitze stehen würde, iy der zumindest für Sabotage und Verräterei einer zweiten Regierung unter der Führung eines völlig korrupten und degenerierten Hofes kein Raum mehr sein wird. Was nützt den Roosevelt und Chur­chill eine neue Emigranten-Regierung, auch wenn der Verräter Badoglio in der „Zei­tung der 8. Armee", also in einem Organ des Feindes, seine Landsleute tatsächlich zum „Kampf an der Seite ihrer britischen Ka­meraden^, also schließlich auch zum Krieg gegen die wahrhaft nationale Regierung Italiens unter der Führung des Duce hetzt? Auch nach all dem furchtbaren Unglück, das die höfischen Saboteure und Verräter über ihr Land und Volk gebracht haben, ist das faschistisch-republikanische Italien, für das heute der Duce gesprochen hat, politisch noch ein stärkerer Faktor, als der Staat, aus dessen Boden die treuesten Bundesgenossen immer den Dolchstoß von hinten befürch­ten mußten.

Wir haben gewiß in den letzten Wochen, wie kürzlich Reichsminister Dr. Goebbels sagte, die „Wanderung über einen Grat" gemacht, zu dessen beiden Seiten tiefe Ab­gründe gährten. Dieser Weg liegt dinier uns. Wir wissen auch, daß wir zur Abwen­dung von Gefahren und Krisen weiterhin in jeder Stunde zur äußersten Anspannung all unserer Kräfte gezwungen werden können. Aber gerade nach den Erfahrungen und Er­lebnissen der letzten Wochen können wir den­noch beruhigt feststellen, daß ein entscheiden­der Plan der Gegner, der schließlich auf die vollkommene Aufsplitierung der politisch- militärischen Konstruktion des Dreimächte­paktes mit all seinen möglichen weittragen­den Folgerungen zielte, dank der Wachsam­keit und Schnelligkeit des Führers zuschan« den gemacht worden ist. Gerade auch im Hin­blick auf Italien ist der Dreierpakt eine poli­tische und militärische Realität geblieben, die in den Reden Ribbentrops, Mussolinis und Shigemitsu? heute so besonders ein­drucksvoll unterstrichen worden' ist.

Was in einem kurzen Zeitabschnitt, den Mussolini als eine „Episode" im Weltkrieg