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VarleiarnLILciie Layeszettnng
Das flmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der §relen Hansestadt Bremen
der Nationalsozialisten, vremens
pmiiiches verkvndungsbiatt des Neichsstattiialters in Oldenburg und Bremen
Nr. 2 ö 8 , 1 Z. Jahrgang
Dienstag, 2 S. September 194 Z
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Berlin, 27. September. Aus Anlag des Jahrestages des Abschlusses des Dreimächtepaktes sprachen der Reichsaußenminister von Ribbentrop, der Duce als Außenmi- nister der faschistischen republikanischen Regierung und der Kaiserlichjapanische Außenminister Shigemitsu über den Rundfunk zu den Böllern der Dreierpaktstaaten.
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Die Ansprache des Reichsaußenministers hat folgenden Wortlaut:
Die Völker, die sich vor nunmehr drei Jahren im Dreimächtepakt zusammenschlössen, waren sich darüber im klaren, daß sie damit ein heiliges Bündnis eingingen, das höchste Verpflichtung bedeutet und das eines Tages auch höchste kämpferische Bewährung von ihnen fordern könnte. Das Ziel des Paktes, das die Völker Deutschlands, Italiens, Japans, Ungarns, Rumäniens, der Slowakei, Bulgariens und Kroatiens zu dem Abschluß bewog, war dementsprechend auch ein hohes. Es bestand in der Anmeldung des. Lebensrechtes dieser durch die geschichtliche Entwicklung ungerecht behandelten Völker und die Sicherftellung ihrer Lebensbedürfnisse in den ihnen zukommenden Räumen gegenüber den Völkern, die den größten Teil unserer Erde beherrschen und ihrem üppigen Wohlleben dienstbar machen.
In Europa konnten Deutschland und Italien, auf schmalem Raum zusammengedrängt, ihre wachsende Bevölkerung nicht ausreichend ernähren, und in Ostasien traf dasselbe für Japan zu, dessen Volk auf seinem Jnselreich nicht existieren konnte. Es kann kein Zweifel darüber bestehen, daß über diese berechtigten Ansprüche der nichtbesitzenden Völker ein Ausgleich mit den saturierten Staaten, die zusammen fast drei Viertel der Erdoberfläche ihr eigen nennen oder als ihre Interessensphäre beherrschen, bei einigem guten Willen auch möglich gewesen wäre.
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Aber alle Vorstellungen und Versuche der nichtsaturierten Völker zu friedlichen Lösungen gegenüber den Besitzenden, die im Laufe der Jahre unternommen wurden, waren vergebens. Immer war es England, Amerika und auch Rußland, die solchen Bestrebungen entgegentraten, das heißt also Völker, die mit materiellen Gütern dieser Erde überreichlich gesegnet sind oder zumindest über Lebensräume verfügen, die sie wegen ihrer ungeheuren Ausdehnung nicht einmal annähernd ansiedeln, bewirtschaften und ausnützen können, und die sie deshalb heute zum Teil noch brach liegen lassen, ohne irgendeinen Vorteil aus ihnen zu ziehen. Egoismus, Mißgunst und der nackte Drang nach Beherrschung fremder Länder und Völker, also purster Imperialismus, und zwar im schlechtesten Sinne, sind hierbei die Triebfeder gewesen. So kam es zu dem heutigen großen Ringen, das für die Zukunft der im Dreierpakt verbündeten Staaten auf Generationen hin entscheidend sein wird.
Während man im Osten Japan in Räumen, in denen England und Amerika weder in geographischer noch ethnischer Hinsicht irgend etwas zu suchen haben, die notwendige Neuordnung mit Gewalt verwehren wollte, wollen in unserer alten Welt England und Amerika auf der einen Seite und Rußland aus der anderen Seite gemeinsam — und aus selbstsüchtigen Motiven jeder wieder für sich allein — Europa erobern. Das heißt also, die drei Mächte, die sowieso schon den größten Teil der Erdoberfläche kontrollieren, wollen — aus purer Macht- und Profitgier ihrer herrschenden Schichten noch zusätzlich unseren europäischen Erdteil erobern.
Diese Eroberunigsgier wird mit allerhand Phrasen von der Befreiung der europäischen Völker und der Beglückung unseres Erdteils mit demokratischen Errungenschaften verbrämt. Die wahre Absicht dabei aber ist: Die Beherrschung unseres Erdteils und die Versklavung seiner Bewohner. Wie ruchlos und abgrundtief gemein ihre Absichten und Methoden sind, hat. wie uns durch ein Dokument bekannt geworden ist, ein amerikanischer Diplomat in der Schweiz kürzlich in geradezu zynischer Weise enthüllt. Er sagte: „Der gegenwärtige Krieg bietet eine nie wiederkehrende Gelegenheit, die amerikanische Exportindustrie von der europäischen Konkurrenz auf den Weltmärkten zu befreien." Man müsse also unter dem Vorwand militärischer Kriegführung die europäischen Jnduitrie- und Hafenstädte durch Bombenangriffe gründlichst zerschlagen und damit ihren Wettbewerb auf längste Sicht ausschalten. Auf diese Weise würden auch am besten die Arbeitslosigkeit und sozialen Schwierigkeiten, denen sich Amerika am Kriegsende gegenüberfehen würde, beseitigt.
Versklsvunks äsr suropLinekkm Arbeiter äsn Ael imeerer kelnüs
Mit anderen Worten, die europäischen Arbeiter sollen durch Vernichtung ihrer Arbeitsstätte arbeitslos gemacht und damit zum Lohnsklaven anglo-amerikanisch-kapitali- strscher oder bolschewistischer Interesse» ge
macht werden. Wenn daher unsere Feinde in ihrer Propaganda den Dreierpaktmächten den Drang nach Beherrschung unterschieben, so wird eine solche Propaganda durch die Tatsache schlagend widerlegt: Auf der einen Seite die Dreierpaktmächte ohne genügend Raum im Kamps um ihre Existenz, und auf der anderen Seite unsere Feinde als Beherrscher gewaltiger Räume bei dem Versuch, den Dreierpaktmächten ihre» unzureichenden Lebensraum noch zu nehmen und ihre Völker zu versklaven. Die Unterstellung, als ob die Dreierpaktmächte die Welt beherrschen wollten, ist also eine der dümmsten Propagandalügen, die je erfunden wurde. Nicht die Dreierpakt- mächte, sondern allein England, Amerika und Rußland erstreben die Weltherrschaft.
Als Stalin im Sommer des Jahres 1941 zu dem seit 20 Jahren von ihm vorbereiteten Eroberungszug nach Europa aufmarschierte, kam ihm der Führer — wie wir damals schon mit Sicherheit wußten und wie seither durch Aussagen gefangener russischer Offiziere immer erneut bestätigt wurde — nur wenige Wochen zuvor und schlug die bolschewistische Angriffswelle zurück. So hinterhältig nach den getroffenen deutsch-sowjetrussi- schen Vereinbarungen diese Absicht Stalins, Europa zu erobern, auch war, so war dieser Gedanke immerhin in gewissem Sinne eine konsequente Weiterverfolgung alter pan- slawistischer Expansionsträume. Mit bolschewistischer Weltanschauung einerseits und Panzerdivisionen andererseits sollte unser alter Erdteil mit brutalster Gewalt der Union der Sowjetrepubliken einverleibt werden.
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Die deutsche Wehrmacht hat dem einen Wall von Stahl und Eisen entgegengesetzt und wird die Waffen nicht eher aus der Hand legen, bis die bolschewistische Gefahr für Europa endgültig beseitigt ist. Daß heute aber Amerika und vor allem England diese bolschewistischen Angriffe gegen Europa unterstützen und damit im Falle des Erfolges eine Situation in Europa schaffen würden, die für sie selbst einer Katastrophe gleichkäme, wird eines Tages als Groteske der W e l tg e s ch i ch t e'bezeichnet werden.
Ihre Völker werden dereinst noch einmal zu der Erkenntnis kommen, daß nur Deutschland und seine Verbündeten Europa und damit sie selbst vor einer solchen einmaliqen Katastrophe bewahrt haben. Gegenüber den
heutigen engstirnigen und kurzsichtigen Regierenden in England und Amerika aber gibt es nur eine Parole, die der Führer verkündet hat: Kampf und wiederum nur
Kampf bis zu einer ganz klaren Entscheidung.
Was im übrigen Europa von den Engländern und Amerikanern zu erwarten hätte, dafür ist Italien ein Schulbeispiel. Trotz des geschichtlich beispiellos niedrigen Angebots der italienischen Verräter, des Exkönigs, des Exkronprinzen, Badoglios und Genossen, die italienischen Gewehre über Nacht für England und Amerika gegen die eigenen Verbündeten richten zu lasten, trotz des Angebotes, die deutschen Truppen in
(Fortsetzung auf Seite 2)
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung
ckr. V. sck. Berlin, 27. September. Die große Kundgebung zum dritten Jahrestag des Dreimächtepaktes, die in den Reden des Reichsaußenministers v. Ribbentrop, des Duce in seiner Eigenschaft als Außenminister der faschistischen republikanischen Regierung und des japanischen Außenministers Shigemitsu gegeben ist, spiegelt eine weltgeschichtliche Entwicklung von über- säkularer Bedeutung wider. Als am 27. September 1943 die Weltsensation des Bündnisses zwischen Deutschland, Italien und Japan verkündet wurde, da war der Sinn des Vertragsabschlusses, wenngleich er bereits im Kriege getätigt wurde, der Idee eines Friedens auf der höheren Gerechtigkeit entsprungen. Der praktisch politische Sinn war der einer unverkennbaren Warnung an die Adresse Roosevelts. Ihm und seinen jüdisch- plutokratisch-freimaurerischen Hintermännern sollte bedeutet werden, daß die jungen Ordnungsmächte in Europa und in Ostasien sich nicht einzeln und nacheinander um die Rechte in den ihnen zugehörigen Lebensräumen betrügen lassen werden, sondern daß vielmehr eine jlldisch-pkutokratisch-bolschewistische Koalition von vornherein es mit einer geschlossenen Phalanx der Ordnungsmächte in Europa und Ostasien zu tun haben würden.
, Da Roosevelt überheblich leichtfertig diese Warnung überhört hat und darum sein Pearl Harbour mit allen Folgeerscheinungen im großasiatisch-pazifischen Raum erleben mußte, hat der Sinn des Dreimächtepaktes
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Berlin, 27. September. Am Montagmittqg fand im Mofaiksaal der Neuen Reichskanzlei der Staatsakt für den gefallenen Generalkommissar von Weißruthenien, Gauleiter Wilhelm Kube, statt, der an seiner Arbeitsstätte in Minsk einem bolschewistischen' Meuchelmord zum Opfer gefallen ist.
„Wenn wir heute so stark sind, so deshalb. weil unsere unvergeßlichen Toten unter uns sind." Dieses stolze Wort, das der so jäh Dahingeschiedene vor noch nicht allzulange! Zeit ausgesprochen hat in dem Bewußtsein, seine ganze Hraft für das Werk des Führers eingesetzt zu haben, sei dieser Trauerfeier vorangestellt, zu der eine Trauerversammlung, an der Spitze eine Anzahl von Reichslsitern, den großen Saal füllte. Auf einem erhöhten Katafalk stand der Sarg, bedeckt mit der Hakenkreuzfahne. Die Ehrenwache hielten Politische Leiter: dahinter standen Abordnungen der SA. und sf mit ihren Fahnen und Standarten. Ein Offizier der Wehrmacht hielt vor dem Sarge das schwarze Kissen mit den Orden und Ehrenzeichen des Verstorbenen in den Armen. Als die Trauergäste versammelt waren, wurde der große blumengeschmückte Kranz des Führers am Fußende des Sarges niedergelegt.
Die Feier begann mit den Klängen des ersten Satzes der 5. Symphonie von Beethoven, gespielt vom Orchester der Staatsoper unter Staatskapellmeister Schüler. Darauf hielt der Reichsminister für die besetzten Gebiete, Reichsleiter Rosenberg, die Trauerrede. „Mitten in der Erfüllung einer großen, ihm vom Führer gestellten Aufgabe", so sagte Reichsminister Rosenberg^„ist Gauleiter und Generalkommissar in Weißruthenien, Wilhelm Kube, das Opfer eines bolschewistischen Meuchelmordes geworden. Immer wieder sind von Moskau aus die hemmungslosesten Angriffe gegen ihn erhoben
worden, schon zweimal haben bolschewistische Agenten und Meuchelmörder Attentate gegen Wilhelm Kube vorbereitet, die aber nicht ihr Ziel erreichten. Jetzt ist es den bolschewistischen Mördern gelungen, diesen Mann zu fällen und uns alle eines Kameraden und loyalen Mitarbeiters zu berauben. Der Führer selbst aber verliert in Wilhelm tube eine Lebenskraft, die seit Jahrzehnten auf verschiedenen Wegen dem völkischen Erwachen Deutschlands dienstbar, in einer schweren Kampfzeit zu ihm fand und über manche Schwierigkeiten des Schicksals in immer wieder erwachender Energie bereit war, für Führer und Volk, für das Reich und den Nationalsozialismus sich zur Verfügung zu stellen."
Minister Rosenberg würdigte dann den Lebensweg und besonders die Tätigkeit Kubes als Eeneralkommissar für Weißruthenien und führte dazu aus: „2m Sommer 1941 eröffnete sich für Wilhelm Kube eine zweite Höhe seiner politischen Wirksamkeit, als der Führer ihn zum Generalkommissar in Weißruthenien ernannte. Räume von der Größe ganz Deutschlands, in denen verschiedene Völker verschiedenster Traditionen und Konfessionen wohnten, mußten von einer gänzlich neu zu bildenden Verwaltung übernommen werden. Die Gestaltung dieser Räume, ihr Einsatz für die Aufgaben des Krieges, aber auch die Vorbereitung ihrer Einfügung in ein neues Europa war uns nunmehr vom Schicksal gestellt. Hier fand Wilhelm Kube ein schlichtes, schwer unterdrücktes bäuerliches Volkstum vor, das für die Mitarbeit und Heranziehung nunmehr der Antrieb seiner zweijährigen Tätigkeit wurde.
Diese Bandentätigkeit hat manche Aufbauarbeit dieser zwei Jahre gestört. Viele Eisenbahnspreng-ungen haben den Nachschub
Vucklige Legenällgrikle im vslen
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Aus dem Führerhauptquartier, 27. September. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Am Kuban-Brückenkopf blieben örtliche Angriffe der Sowjets erfolglos. Erneute hinter der Front gelandete feindliche Gruppen wurden aufgerieben. Südostwärts Saporoshje griff der Feind mit starken, von Schlachtfliegern unterstützten Jnfanterie- und Panzerkräften an. Wo die Sowjets an einigen Stellen örtliche Einbrüche erzielen konnten, wurden diese abgeriegelt. Wuchtige eigene Gegenangriffe verliefen erfolgreich. Dabei vernichtete eine Panzerdivision durch Vorstoß in die Bereitstellungsräume der Sowjets elf Panzer und K2 Geschütze. Die schweren Kämpfe sind noch im Gange. Vom Dnjepr-Knie bis zur Pripetmündung versuchte der Feind gestern wieder an zahlreichen Stellen den Dnjepr zu überschreiten. Die meist in der Dunkelheit gelandeten Kampfgruppen wurde durch sofort einsetzende Gegenstöße vernichtet oder zurückgeworfen und auf engstem Raum zusammengedrängt.
Im mittleren Frontabschnitt dauern die Abwehrkämpse in den bisherigen Schwerpunkten mit unverminderter Stärke an. Die Sowjets, die hier zum Teil neue Kräfte ins Gefecht führten» erlitten in den harten Kämpfen hohe Verluste. An der übrigen Ostfront verlief der Tag im allgemeinen ruhig.
An der siiditalienischen Front führte der Feind im Gebirge nordwestlich und nordöstlich Salerno zahlreiche örtliche Angriffe, die jedoch unter schweren feindlichen Verlusten scheiterten. Im Ostabschnitt habe« sich unsere Kampfgruppen nach Zerstörung der Berkehrseinrichtunge» ungehindert vom Feinde auf neue Stellungen äbgefetzt.
Kampf- und Sturzkampfflugzeuge beschädigten im Aegäifchen Meer zwei Zerstörer schwer, versenkten ein Handelsschiff und setzten einen zweiten großen Frachter in Brand.
Einzelne feindliche Störflugzeuge warfen in der vergangenen Nacht einige Bomben auf westdeutsches Gebiet. Es entstanden nur geringe Schäden.
zur deutschen Armee unterbrochen, und nicht immer gelang es, in den riesigen Wäldern diese Banden unschädlich zu machen. Von dort entwickelte sich auch die Spionage und Sabotage, der schon so mancher unserer Mitarbeiter zum Opfer gefallen ist. Durch alle diese Schwierigkeiten aber hat unser Verwaltungsführerkorps unbekümmert in Gemeinsamkeit m.it allen andern Dienststellen unerschütterlich gearbeitet. Hier ist nun Wilhelm Kube in seinem Element gewesen. Nach kaum zwei Jahren hatte die Persönlichkeit Wilhelm Kubes durch den restlosen Einsatz und die Mühen nicht nur -die Liebe seiner Mitarbeiter zur Folge, sondern auch den äußeren Respekt und innere Achtung des weißruthenischen Volkes.
Als es im September 1943 zwei Jahre wurden, daß Wilhelm Kube an dem verantwortlichen Posten tätig war schrieb er mir einen Vrief, in dem es heißt: „Auf wirtschaftlichem Gebiet haben, besonders meine tapferen Mitarbeiter auf dem Gebiet der Landwirtschaft und des Forstwesens unter beispiellosen Blutopfern — 15 v. H. der La.-Führer in Weißruthenien haben ihre Treue zum Führer bereits mit dem Tode besiegelt! — Wesentliches geleistet. Wie bisher werden wir weiter nach Ihren Weisungen in altem Pflichtbewußtsein und mit alter Tatkraft für den Führer, für das Groß- deutsche Reich und für unsere Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei nach bestem Wissen und Gewissen unsere Pflicht und Schuldigkeit tun. Es lebe der Führer!" „Ich persönlich und alle meine Mitarbeiter möchten", so schloß der Minister, „dir, Wilhelm Kube, heute den Dank für deine Arbeit aussprechen, für deine große Mühe und für dein treues Wirken, das du uns allen für die Erfüllung der großen Aufgabe zur Verfügung gestellt hast. Ich habe zugleich den Auftrag, dies auch im Namen des Führers zu tun. Der Führer verleiht dir, Wilhelm Kube, in Anerkennpng deiner bedingungslosen Pflichterfüllung das Ritterkreuz zum Kriegsverdienst kreuz mit Schwertern. Diese hohe Auszeichnung soll als Erinnerung an eine Arbeit in dsiner Familie weiterleben als Auszeichnung eines Nationalsozialisten, dessen Leben für Führer, Volk und Reich durch das Höchste gekrönt wurde, was es auf dieser Welt gibt: durch die Hingabe seines Lebens."
Nach seiner Rede heftete Reichsminister Rosenberg das Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern an das Ordens- kissen des Verstorbenen und nahm Abschied von seinem toten Mitarbeiter mit dem deutschen Gruß. Unter den Klängen des Liedes vom „Guten Kameraden" senkten sich die Fahnen und Standarten über dem Sarge. Die Lieder der Nation beendeten die Feier. Unter den Klängen der „Eroica" setzte sich der Trauerzug in Bewegung. Zehn Unteroffiziere der Wehrmacht trugen den Sarg mit den sterblichen Ueberresten Wilhelm Kubes; dem Sarge folgten an erster Stelle die Hinterbliebenen, die Witwe des Verstorbenen am Arm des Reichsministers Rosenberg. Draußen wurde der Sarg auf die Lafette gehoben, die den verstorbenen Reichskommissar sodann zur letzten Ruhe geleitete.
im Verlauf der Entwicklung eine vorübergehende Abwandlung erfahren. Es bleibt nach wie vor, wie der japanische Außenminister Shigemitsu heute in seiner Runüfunkanfprache ausführte, der Sinn des Bündnisses: „Die Verwirklichung der Gerechtigkeit in der Welt".
Aber wenn der Pakt in seinem Ursprung von dem Willen Lestimmt war, die Ausweitung des europäischen Konfliktes zum Weltkrieg zu verhindern und die schnelleren und kürzeren Wege zu einem Frieden der Gerechtigkeit offenzuhalten, so ist er gegenwärtig in erster Linie Las Fundament unseres Glaubens an den Sieg. „Unser Bündnis", so konnte der japanische Außenminister Shigemitsu heute mit voller Ueberzeugungskraft verkünden, „strahlt als ein Symbol der Gerechtigkeit Heller denn je auf dem Wege zum Sieg."
Als vor nunmehr zwei Monaterr die jämmerlichste Verräterkumpanei der Weltgeschichte, die Viktor Emanuel, Umberto und Badoglio, die schaudervolle Kapitulation den unheimlichsten Treubruch aller Zeiten einleitete, da hätten die Roosevelt und Churchill wohl höhnisch gelacht, wenn man ihnen vorausgesagt hätte, daß heute die Dreierpaktmächte sich zu einer solchen Kundgebung der ungebeugten Siegesgewißheit zusammenfinden würden. Italien war doch, so vermeinte'man noch vor wenigen Wochen, entsprechend der übermütigen Prognose Churchills. „aus dem Kriege geboxt" und „die weiche Bauchseite Europas aufgeschlitzt".
In der falschen Sicherheit, daß das Aktionsprogramm von Casablanca unmittelbar vor seiner Vollendung stehe, erklärte Churchill schon kurz nach der Gefangennahme des Duce in den letzten Julitagen mit einer wegwerfenden Handbewegung, daß man nunmehr unbesorgt „Italien in seinem eigenen Safte schmoren lassen könne". Heute erinnern sich kritische Beurteiler auch in England an dieses Wort und halten es Churchill in einem Eine vor, der ihm gewiß nicht recht sein dürfte.
Während Churchill, so meint der „Daily Worker", die Italiener in ihrem Saft habe schmoren lassen wollem hätten die Deutschen blitzschnell gehandelt. Der „Unterleib Europas" sei nicht länger mehr „weich", und es werde Zeit. sich „die unerfreulichen Realitäten der italienischen Situation" klarzumachen. Auf der gleichen Linie liegen die Ausführungen des britischen Generals Douglas Brownrigg in der Londoner „Evening News". Nach seiner Ansicht gehen die Armeen des Empive und der USA. in Italien „sehr schweren Zeiten entgegen".
Nein, damit hatten die Gegner bestimmt nicht gerechnet, daß der Umschwung in Italien den deutschen Truppen Gelegenheit geben würde, den als weich bezeichneten Unterleib Europas gewaltig zu erhärten, und daß am Ende der politischen Entwicklung eine neu errichtete faschistische italienische Republik mit dem Duce an der Spitze stehen würde, iy der zumindest für Sabotage und Verräterei einer zweiten Regierung unter der Führung eines völlig korrupten und degenerierten Hofes kein Raum mehr sein wird. Was nützt den Roosevelt und Churchill eine neue Emigranten-Regierung, auch wenn der Verräter Badoglio in der „Zeitung der 8. Armee", also in einem Organ des Feindes, seine Landsleute tatsächlich zum „Kampf an der Seite ihrer britischen Kameraden^, also schließlich auch zum Krieg gegen die wahrhaft nationale Regierung Italiens unter der Führung des Duce hetzt? Auch nach all dem furchtbaren Unglück, das die höfischen Saboteure und Verräter über ihr Land und Volk gebracht haben, ist das faschistisch-republikanische Italien, für das heute der Duce gesprochen hat, politisch noch ein stärkerer Faktor, als der Staat, aus dessen Boden die treuesten Bundesgenossen immer den Dolchstoß von hinten befürchten mußten.
Wir haben gewiß in den letzten Wochen, wie kürzlich Reichsminister Dr. Goebbels sagte, die „Wanderung über einen Grat" gemacht, zu dessen beiden Seiten tiefe Abgründe gährten. Dieser Weg liegt dinier uns. Wir wissen auch, daß wir zur Abwendung von Gefahren und Krisen weiterhin in jeder Stunde zur äußersten Anspannung all unserer Kräfte gezwungen werden können. Aber gerade nach den Erfahrungen und Erlebnissen der letzten Wochen können wir dennoch beruhigt feststellen, daß ein entscheidender Plan der Gegner, der schließlich auf die vollkommene Aufsplitierung der politisch- militärischen Konstruktion des Dreimächtepaktes mit all seinen möglichen weittragenden Folgerungen zielte, dank der Wachsamkeit und Schnelligkeit des Führers zuschan« den gemacht worden ist. Gerade auch im Hinblick auf Italien ist der Dreierpakt eine politische und militärische Realität geblieben, die in den Reden Ribbentrops, Mussolinis und Shigemitsu? heute so besonders eindrucksvoll unterstrichen worden' ist.
Was in einem kurzen Zeitabschnitt, den Mussolini als eine „Episode" im Weltkrieg