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pLrreiamtkclie cayeszettung
Dos flmtsblatk des Negierenden vürgcrmeisters der Zielen Hansestadt vremen
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der Nationalsozialisten Vreinens
flmtliches verkündungsbiatt des Ncichsstattsiallers in Oldenburg und vremen
Nr. 265 . lZ. laksryang
Sonnabend, 25. September 1S4Z
tinzelpreis l5 Nps.
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^/5^u5ic///c?is5 ös^s/smOtsr/cr/ c/s§ -^mts§ rum ?^O55S^mOfc/ VON /(ot/n
Berlin, 24. September. Auf Grund urkundlichen Beweismaterials hat die Deutsche In- ' formationssteffe im Auftrage des Auswärtigen Amtes eine Broschüre zusammengestellt, die eine lückenlose Uebersicht über den Massenmord der Bolschewisten im Blutwa d von Katyn vermittelt. An Hand von Zeugenaussagen, von .Protokollen und Photographien wird in dieser Dokumentensammlung lückenlos und unwiderlegbar der Nachweis geführt, daß die polnischen Ossiziere und andere Angehörige des polnischen Heeres von den Bolschewisten durch Genickschutz ermordet worden sind,
Der neuen Dokumentensammlung kommt eine um so grötzere Bedeutung zu, als sie jedem feindlichen Versuch, den Mord von Ka- tyn zu leugnen oder zu bagatellisieren, den Wind aus den Segeln nimmt. Die Protokolle über die Zeugenvernehmung, die Identifizierung der Opfer, die Berichte über die Befuche-einer internationalen Aerztekommis- sion und die Feststellungen ausländischer Ge- richtsmcdiziner und anderer internationaler Abordnungen enthüllen die. unmenschlichen Methoden der jüdisch-bolschewistischen Henkersknechte. Bilddokumente unterstreichen den Sadismus jener Schacher Stalins, die ihrem jüdischen Sadismus an wehrlosen Opfern freien Lauf gelassen haben.
Von besonderem Wert sind die Protokolle und Obduktionsbefunde der deutschen Gerichtsärzte und der internationalen Ärztekommission, die aus den bekanntesten Gerichtsmedizinischen Sachverständigen Belgiens, Bulgariens, Dänemarks. Finnlands, Italiens. Kroatiens, der Niederlande, des Protektorats Böhmen und Mähren. Rumäniens, der Schweiz, der Slowakei und Ungarns bestand. In diesen Protokollen wird m streng wissenschaftlicher Weise aus das genaueste bewiesen, zu welchem Zeitpunkt und mit welchen Methoden die Polen von den Sowjethcnkern ermordet worden sind.
In einem weiteren Abschnitt wird oie Anrufung des Internationalen Roten Kreuzes
durch die polnischen Emigranten, des Zen- tralausschusses des Polnischen Roten Kreuzes in Warschau und des Deutschen Roten Kreuzes und die Antworten des Internationalen Roten Kreuzes wiedergegeben. Es folgt eine Wiedergabe der politisch-diplomatischen Behandlung des Falles, in der die durch den Fall Katrin entstandenen schweren Differenzen zwischen den polnischen Emigranten und der Sowjetunion und die englischen Aeutzerunqen dazu ausführlich wiedergegeben werden. Eine Liste von 4143 identisizierten Leichen, die bis zum 4. Juni 1943 aus den Massengräbern geborgen werden konnten, gibt die Namen der Ermordeten an die aus Grund von eindeutigen Dokumenten Briefschaften und ähnlichem Beweismaterial festgestellt werden, konnten.
Eine vollständige Sammlung von Bilddokumenten zeigt zuerst den Blutwald von Katyn und die Massengräber in allen Einzelheiten. die internationale Ärztekommission bei der Arbeit und die Vertreter des Polnischen Roten Kreuzes am Grabe ihrer Landsleute und weitere internationale Kommissionen, wie die der europäischen Schriftsteller und kriegsgefanqener britischer Offiziere am Tatort. Ebenso wird die Identifizierung der Leichen und die Grausamkeiten der Hinrichtung durch Bilddokumente gezeigt und eine Anzahl bei den Leichen gefundener Beweisstücke pboto- graphisch wiedergegeben.
Der Broschüre kommt also auch in außenpolitischer Hinsicht grötzte Bedeutung zu. so daß durch das amtliche Material zum Massenmord von Katyn nicht nur die einwandfreie Schuld der 'bolschewistischen Mörder festgelegt, sondern auch endgültig mit allen Liiqennachrichten der feindlichen Agitation ausgeräumt wird.
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är. w. Katyn bezeichnet heute nicht nur den Ort, an dem der Leidensweg der ip sowjetische Händd gefallenen polnischen Offiziere sein grausiges Ende nahm, Katyn bedeutet vielmehr für heute und für die Zukunft ein grausiges Mahnmal für Europa. Die einwandfrei nachgewiesene barbarische Liquidierung von Tausenden polnischer Ossiziere macht deutlich, datz die jüdisch-bolschewistischen Machthaber in Moskau in ihrem bolschewistischen Staat für alles, was Wert und Rang besitzt, weder Verwendung noch Platz haben. Die Massengräber der unzähligen, aus anderen von den Bolschewisten besetzten Gebieten, etwa den Baltenlänbern oder Bcssarabien Verschleppten mögen besser getarnt sein, datz auch für diese Unglücklichen der Eenickschutz das Ende ihrer Qualen bedeutet, kann nach der Tragödie im Wald von Katyn nicht mehr bezweifelt werden.
Katyn bedeutet aber nicht nur eine furchtbare Anklage gegen das Mordregime des Bolschewismus, sondern ebenso gegen die-
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8olckstea unt»rm 8ckjrm. Dieser DrstUsckutr. Mein cter lleßleilslurmmksnterie in einem küontsbscknitt gegen eile kiskbebsmpkung cturck blsnägrsnstsn. Im Oskeckt kann clss Litter keruntergeblsppt rvsrcien. ?><.-Lu!n.: «riegsdericiner Xripzeur - 8?7 tScdi
jenigen, die sich mit dem Bolschewismus verbündeten, um mit seiner Htlse Europa zu besiegen und damit zu vernichten, also gegen England und Amerika. Die Haltung der Engländer und Amerikaner znm Fall Katyn und die sich daraus ergebenden Differenzen zwi-
(Fortsetzung aus Seite 2)
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Aus dem Führerhauptquartier, 24. September. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der südlichen und mittleren Ostfront dauern die Abwehr- kämpfe in den bisherigen Schwerpunktabschnitten mit unverminderter Heftigkeit an. Im Kuban-Brückenkopf und ostwärts Melitopel wurden starke feindliche Angriffe abgewiesen. Ucbersetzvcrsuche der Sowjets über den mittleren Dnjepr an mehreren Stellen vereitelt. Nordostwärts Sa- poroshje und bei Dcmidow gelang es, durch entschlossene Gegenangriff« unserer Truppen durchbrochene Sowjet-Regimenter zu vernichten und dabei Gefangene und Beute einzubringen. Die Luftwaffe entlastete durch Angrissc><zusammengefatzter Verbände die in schworen Kämpfen stehenden Truppen des Heeres.
An dxr Eismeerfront führten schnelle deutsche Kampfflugzeuge erfolgreiche Angriffe gcgen sowjetische Unterseeboot-Stützpunkte und
Nachschublager, Im Verlause dieser Angriffe schössen Jagdsliegeroerbände innerhalb 24 Stunden ohne eigene Verluste 45 feindliche Jagdflugzeuge ab.
In Tüditalien griff der Feind gestern mit starken Kräften bei Salerno und Cantu r s i an. Während die Kämpfe im Abschnitt Salerno noch im Gange sind, wurde der feindliche Angriff im Raume von Con- tnrfi nach hartem und erbittertem Ringen unter besonders hohen feindlichen Verlusten abgeschlagen.
D.e Masse der aus der Insel Kephalle - n i a eingesetzten italienischen Division Acqui hatte sich nach dem Verrat der Badoglio- Regierung geweigert, die Waffen zu strecken und die Feindseligkeiten eröffnet. Nach Vorbereitung durch die Luftwaffe traten deutsche Truppen zum Angriff an, brachen den Widerstand der Rebellen und nahmen die Hafenstadt Argostolion. Abgesehen von 4VVV Mann, die rechtzeitig die Waffen niederleg-
vroüe Kevümie kür neutrale Lcditke
He/ysnc/e fk-sck/p^si5e ciu^ck sny/o-smel-iksmLckSn Zckiikraummanys/
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Berlin, 24. September. Das Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete teilt mit: Der Führer hat für den Generalkom- Misfar für Weitzruthcnicn. Gauleiter Wilhelm Kube, der in Minsk einem bolschewistischen MordanscUag zum Opfer gefallen ist, ein Staatsbegrubnis ai
angeordnet.
Drahtbericht unseres Vertreters Kopenhagen, 24. September. Die Schiffs- raumnot steht wie ein Gespenst vor den „küh-
steigen dementsprechend. Augenblicklich werden 6Ü Dollar Fracht für eine Tonne Getreide von Argentinien nach Lissabon gezahlt,
nen Dispositionen" der Achscngcgner. Das ibgar 90 Dollar bis Irland und 170 Dollar Stockholmer „Astonbladet" findet qn dieser nach Aegypten. Auch die KustcnirackUen von Lage aber noch einen Vorteil und schildert Ibero-Amcrika steigen beträchtlich. So mu>- sie für die Neutralen als günstig, da ihre jcn von La Plata nach Callao für eine Schisse grotze Nettogewinne erzielen können, ^"nne 27 v0 Dollar bezahlt werden und nxch Die Handelsschiffe der Engländer und Nord- Santos (eine (5ahrt von drei bis vier Ta- amerikaner und der von ihnen abhängigen gsn) ungefähr 50 Dollar Tankertonnage Staaten sind völlig für gewöhnliche Handels- S'bt es kaum noch. sie ist darum am begehr- fahrten ausgeschaltet, da ihre gesamte Ton- testen und am teuersten, nage einfach nach den Wünschen Washin^- Diese kurzen Angaben der Stockholmer tons eingesetzt wird, ohne Rücksicht auf die Zeitung geben einen drastischen Beweis für bisherige Vergütung der Frachtunkosten, so d,e Auswirkungen der deutschen Eeekrieg- datz die Bezahlung der Fahrten den grötzten sührung. Es fehlt in der Sudamerikaschifs- Schwankungen unterliegt. fahrt an Tonyage. Und so ist nun gerade für
In den südamerikanischen Staaten herrscht die Schiffsmakler der geeignete Augenblick ganz besonders starker Mangel an Schisss-. gekommen, ihr Geschäft blühen zu lassen wie räum. Die Preise in ihrer Handelsschiffahrt ^ nie zuvor.
ten, wurde die Masse der aufrührerischen Division mit dem Divisionsstab im Kampfe vernichtet.
Am 22. Beptember versuchten britische Klrinst-Unterseeboote. in die norwegischen Schärengewässer einzudringen. Sie wurden bei diesem Versuch jedoch rechtzeitig erfaßt und vernichtet, bevor sie zu einem Erfolg kommen konnten. Ein Teil der Besatzungen geriet in Eesangenschaft.
Anglo-ameritanische Fkiegerverbände verloren am gestrigen Tage bei Angrissen gegen Orte im Küstenraum der besetzten Westgebiete, durch die besonders die Stadt Nantes schwer getroffen wurde, 15 Flugzeuge. Britische Bomberverbände unternahmen ist der vergangenen Nacht erneute Terrorangriffe gegen Mannheim, Ludwigs- hafen, Darmstadt und Aachen. Es entstanden Verluste unter der Bevölkerung und zum Teil erhebliche Schäden. 33 Abschüsse wurden bisher festgestellt.
Schnelle deutsche Kampsflugzeuge bekämpften in der Nacht zum 24. September Flugstützpunkte und andere militärische Ziele in Süd- und Mittelengland.
Die feindlichen Verluste beim Terror- angriss in der Nacht vom 22. aus 23. September haben sich aus 27 Maschinen erhöht.
Deutsche Unterseeboote griffen nach wochen- langer Pause überraschend den feindlichen Geleitverkehr im Nordatlantik an. Es gelang einer Unterseeboot-Kampsgruppe, einen nach Amerika fahrenden Geleitzug zu ersassen, der ungewöhnlich stark gesichert war. Die Angriffe muhten daher vor allem gegen die außerordentlich zahlreichen Eeleitzerstö- rer der Autzensicherung geführt werden. Hierbei erzielte« unsere Unterseeboote einen einmaligen Erfolg. In tagelangen hartnäckigen und erbitterten Kämpsen wurden ^feindliche Zerstörer versenkt und drei weitere torpediert; ihr Sinken ist wahrscheinlich. Starker Nebel behinderte die Fortsetzung der Operationen. Trotzdem wurden aus dem Geleitzug noch neun Schisse mit 48 5ÜV BRT. versenkt und zwei weitere torpediert.
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kocks-MIl-Lonäor gegen Viermotorige
t.ukcius!<s üks5 c/sm 4t/anti1c — Onsses ^stnicompWsgsf im kinrotz — Dar knc/s sinss l.osts5>§sgis7s
kL-Sondelbericht. Bei der Luftwaffe im Westen, im September. In der Stafselunter- kunft wandert eine kleine Photographie von Hand zu Hand. In aller Eile wurde sie nach der Landung entwickelt; eindrucksvoller als jeder mündliche Bericht unterstreicht sie nun eine im OKW.-Bericht erwähnte Leistung, die von einer einsamen CoNdor-Besatzung ohne jeden Augenzeugen in den Weiten des Atlantiks erzielt wurde. Ein kleines, wellen- bewegtes Stück des Meeres ist aus dem Bildchen zu sehen. Ein langgezogener. Heller Streifen zerteilt die Wasseroberfläche in der Mitte, und darin ist, zwar kaum zentimeter- lang, aber doch mit vielen Einzelheiten, ein schwimmendes viermotoriges Flugzeug zu erkennen, über dem gerade die Wellen zusammenschlagen.
Sieben Stunden über der Wasscrwüste
Als der Bordlchütze vom Seitensenster des Flugzeuges aus diese allerletzte Phase' eines Kampfes auf Leben und Tod mit der Kamera festhielt, da war in der Maschine gerade nach spannunqsgeladenen Sekunden eines kurzen, aber heftigen Luftgefechtes ein Iubelchor aus Fliegerkehlen verklungen. Sieben Stunden lang hatte das Fernkampfflugzeug zuvor die
Wasserlandschaftcn des Ozeans auf der Jagd nach feindlichen Eeleitzügen abpatrouilliert und nun trennten es aus dem Rückflug noch immer über 500 Kilometer von der Küste des Festlandes. Da klang durch das Bordtelefon in die Monotonie des ermüdenden Fluges über ewig gleichbleibenden Wüsteneien der alarmierende Ruf des Bordschützen: „Feind- .flugzeuq!" Eigene Flugzeuge waren in diesem Teil des Atlantiks nicht zu vermuten, so befahl der erste Flugzeugführer und Kommandant „Feucrbercitschast". Wie schon in mancher Geleit,zugschlacht wurden die Gesechts- stända bezogen und Kanonen untz Maschinengewehre schutzklar gemacht.
Der Condor blieb auf dem gleichen Kurs, während der Feind dem deutschen Flugzeug um einige hundert Meter überhöht schräg von vorn entgegenslog. Bald konnte er als viermotoriger Halifax-Bomber ausgemach« werden. Bereits auf einige Entfernung brachte ihm eine erste Kanonensalve Achtung bei. Dann umsprühten funkelnde Leuchtspurgeschosse das deutsche Fernkampfflugzeug. Aber der Mann am Steuerknüppel des Con- dors ließ sich nicht beirren. Ein alter Oberfeldwebel, der auf seinen millionsten Flvg-
kilomeier zusteuert und der unzähligemale am Feinde war, versteht (ein edles Fliegerhandwerk und weiß auch um Gesetze und Praktiken des Lustkampfes, die man heute in Fernkampfflugzeugen fast genau so gut beherrschen mutz, wie in einer Iaqdmaschine.
Sckundenbruchteile entscheiden
>Erst als der Brite, aus allen Rohren feuernd, auf nächste Entfernung herangekommen ist, hält der Oberfeldwebel seine Zeit für gekommen. Mit der Prägnanz eines alten Fluglehrers, dessen langjährige Erfahrung er nie verleugnet, kippt er das schwere Flugzeug in einer Steilkurve nach Backbord ah, und im selben Augenblick liegt auch der Halisaxbomber mit der ganzen Breitseite schutzgerecht vor den deutschen Waffen. Se- kunbenbruchteile müssen nun entscheiden. In ihnen beweist die Besatzung, datz sie ihres Flugzeugführers würdig ist. Aus Turm, Heckstand und Seitenläfette jagen die Salven und sprühen in Flächen, Motoren und Kanzel des Engländers.
Im Notwurf entledigt sich der Brite noch seiner Wasserbomben, die er deutschen U- Booten zugedacht haben mochte. Dann ist es um ihn geschehen. Schwer schlägt er aus
die See. Im Sturz sind die Motoren herausgebrochen, so datz sich der Rumpf noch einige Zeit schwimmend auf dem Wasser hält.. Und damit ist auch der Augenblick gekommen. in dem der Bordschiitze das Maschinengewehr mit der Kamera vertauscht und in dem der Funker, ein Rheinländer, die Worte: „Rache für Wuppertal!" ausstötzt.
Transportsegler stürzt ins Meer
Am gleichen Tage stellten Fernkampfflugzeuge ebenfalls weit über dem Atlantik einen viermotorigen Bomber, der mit einem voll- beladenen Lastensegler im Schlepp seine Bahn zog. Ehe die Männer die Bedeutung dieses außergewöhnlichen Anblicks nach ganz verdaut haben, der die Dringlichkeit des britischamerikanischen Nachschubbedarss bezeugt, ist das kurze.Gesecht schon enffchie-den. Ein paar Feuerstöße beenden diß Reise des Transportseglers. Brennend stürzt die wertvolle Last ins Meer.
Weit draußen auf dem Atlantik haben deutsche Fernkcnnpfslugzeuge bewiesen, datz sie es auf Grund ihrer starken Bewaffnung und dank der hervorragenden fliegerischen Qualität ihrer Besatzungen mit jedem Gegner aufnehmen können. «kiersdericdt«! yeorr Mure.
Von
Usrine-k^riezsbericriiter Dr. Dsyns 8. Relnlisrät
Seit dem Tage, an dem Churchill in der Sitzung des Unterhauses mitteilte, datz in dem Augenblick seiner Rede ein Rubel deutscher U-Boote im Norbatlantik einen alliierten Geleitzuq gefaßt habe und bekämpfe, hat die Welt mit gespannter Erwartung auf die erste Aeußerung der zuständigen deutschen Stellen gewartet. Es mutzte von vornherein klar sein, daß die Kriegsmarine den Abschluß der laufenden Eeleitzugoperation und hie Meldungen der beteiligten U-Boote abwarten würdet -bevor sie ihrerseits Nachrichten über den Verlauf und das Ergebnis des atlantischen Kampfes herausgab.
Die Tage aber, die zwischen der besorgten Mitteilung des britischen Ministerpräsidenten und der deutschen Meldung verstrichen sind, waren auf der Weite des Atlantiks angefüllt mit erbittertem Ringen zwischen den U-Booten und den Zerstörern und Geleitfahrzeugen des feindlichen Schiffsverban- des. Im Wechsel von Nebel und Sicht, von anbrechendem Tag und aufkommender Dunkelheit packten die deutschen U-Boote das Geleit, das mit allen Mitteln moderner Geleitzugsicherung geschützt seinen Weg von der britischen Insel nach seinen nordamerikani- schen Bestimmungshäfen nahm.
Die Sicherung des Geleits war in dreifacher Hinsicht besonders ausgebaut: Weit abgesetzt suchten in furchenden Zickzackkursen und weitgreiienden Ausiklärungsvorstötzen zahlreiche Zerstörer den Seeraum ab. Unmittelbar am Geleit stand eine engmaschige Nahsicherung und die Luftsicherung verdichtete sich auf ein ungewöhnliches Matz, sobald Sicht und Helligkeit den Fliegern ein erfolgreiches Operieren gestatteten.
Diese starke Ausstattung des Geleits mit Zerstörern und Langstreckenflugzeugen bestätigt in vollem Umfange das, wag in k en letzten Monaten von uns wiederholt betont wurde: Auch in den Zeiten der geringeren Versenkungsziffern bat der U-Boot-Krieg nichts von seinen indirekten Wirkungen verloren. Allein die Existenz der deutschen ll- Voot-Flotte und die von ihr ausgehende Gefahr, von der der Feind niemals wußte, zu welchem Zeitpunkt und an welcher Stelle seiner erdumspannenden Seeverbindungen und in welcher Form sie wieder akut werden würde, zwang ihn zur Beibehaltung aller Maßregeln zur Sicherung seiner Seewege, die in so hohem Mutze auf Kosten der effektiv verwendbaren Handelstonnage, der ständig eingesetzten Kriegssahrzeuge und der dauernd durch den Geleitzug gebundenen Luststreitkräfte geht. Diese Wirkungen bes U-Boot- Krieges waren, wie sich desgleichen bestätigt, in weitem Matze unabhängig von dem jeweiligen Anwachsen oder Nachlassen der Tonnage-Verluste.
Die Meldung von der neuen Eeleitzug- schlacht im Atlantik fällt überraschend in die Zeit einer scheinbaren Ruhe aus dem Weltmeer, einer Ruhe, die nur gelegentlich von mehr oder weniger unwesentlichen Reden bririsch-amerikanischer Staatsmänner unterbrochen wurde, die je nach Temperament uiÄ> Lage die U-Boote überhaupt totsagten oder über ihr vermutliches Wiederkehren tastende Prognosen stellten. Der wichtigste Gesichtspunkt in der heutigen Phase des Seekrieges ist schlechthin die Tatsache, datz eine Kampfgruppe deutscher U-Boote wieder an ein stark gesichertes Geleit herangekommen ist und nicht schon im Vorfeld des Geleites so starker Feindeinwirkung ausgesetzt war, daß die weitere Durchführung der Operationen unzweckmäßig erscheinen mutzte. Mit anderen Worten: man kann aus dem erfolgreichen Kampf der deutschen U-Boote schließen, datz die technischen Mittel, mit denen der Gegner die ansteigende Kurve seiner Tonnageverlnste in den vergangenen Monaten zu einer Abwärtsbewegung zwang, nicht mehr in der gleichen Weise wirksam sind.
Das Zweite, was an der Meldung des Oberkommandos der Wehrmacht auffällt, ist die grotze Zahl der bei der Eeleitzugschlacht versenkten Zerstörer. Schon die in den letzeen Tagen gegebene Meldung, datz im Seegebiet