Ausgabe 
(18.9.1943) 258
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Varletanrtkciie Layeszettung

Dos Amtsblatt des Negierenden vllrgcrmeistcrs der Zrelen fjanscstadt vremen

Nr. 23g , 1Z. Zalirgang

Sonnabend, 18. September 1S4Z

der NalioncUldziaUsten. Vremens

flmtiiches verkündungsbiatt des Neichsstattt,a llers in Oldenburg und vremen

kinzelpreis >3 6pf.

vr. I.sv sprsck in Lmäen

Emden, 17. September. Heute, an der Schwelle des fünften Kriegsjahres, war Dr. Ley zusammen mit Gauleiter Paul^Wegener und dem k. Gauobmann Paul Seiler in Em- den, das inzwischen manch harte Bewährungs­probe zu durchstehen hatte. Wieder sprach er zu den Rüstungsarbeitern, also zu denen, die für den Sieg die Waffen schmieden und an der Spitze stehen an der Front gegen Eng­land. Dr. Ley sagte, das Stärkste, was d'e Natur hervorgebracht hat, ist der Wille des Menschen. Wenn der Mensch will. dann ist er unbezwinglich. Hier hatte Dr. Ley den Quell aufgezeigt, aus dem die Leistung stammt, die unsere Ostsriesen im Angesicht des Bombenterrors vollbrachten. Im folgenden zeigte Dr. Ley auf, woher unser harter Wille rührt, denn wir wissen: Wir kämpfen für die gerechte Sache. Jedes Opfer, das wir brin­gen, hat einen Sinn. In der moralischen Kraft, die wir daraus schöpfen, liegt unsere grösste Reierve. Im vorigen Weltkrieg fehlte sie uns, heute macht sie uns unbezwinglich. /Dr. Ley sprach dann von den schwer Wochen ustd Monaten, die hinter uns liegen,, auch von den Schlägen, die wir hinnehmen mutz­ten, die unsere Kraft aber niemals lähmen konnten. Es war nie so, datz wir am Zu­sammenbrechen waren, datz Unruhen unser Volk erschütterten. Zu jeder Zeit war es auch in den letzten Wochen klar, datz wir durchholten würden. Weder der Ansturm der Bolschewisten im Osten kann daran etwas ändern, noch die Versuche in Italien und die Terrorangriffe auf unsere Städte. Der Reichsleiter sprach von unserer militärischen Starke, datz Erfinder, Techniker und Arbeiter Tag und Nacht schassen für die vom Führer verkündete Vergeltung. Er erzählte von un­serem Führer, wie unermüdlich er schafft, wie sein Auge scharf über allem wacht, mit welch bewundernswerterKaltblütigkeit er jede Nachricht hinnimmt und ohne Verzug die er­forderlichen« Matznahmen einleitet. Bilder gab er von seinem rastlosen Einsatz, die je­den Deutschen mit grösstem Vertrauen erfüllen müssen. Als in Italien der Verrat eingefä­delt und Tatsache wurde, Adolf Hitler be­herrschte die Lage. Als der Feind meinte, er hätte ein feines diplomatisches Spiel betrie­ben, blitzartig hatte der Führer die Waffe in der Hand und nicht nur das. Der Reichs- leiter-zeigte auch, wie der Führer in dem Augenblick, In dein der Duke Von seinem eige­nen erbärmlichen König verraten wurde, die Treue und Ehre hochgehalten hat und da­mit ein Beispiel von unserer Haltung über­haupt gegeben hat. Er bekannte sich zum Duee. als noch kaum eine Aussicht bestand, ihn zu retten, und es war wie ein Zeichen des Himmels, datz die Tat gelungen ist. Hier wurde snmboliich kundaetan. so rief Dr. Len aus, datz der. der für die Ehre kämpft, auch siegen mutz. Nach dem Modus England hät­ten wir vielleicht anders bandeln - müssen, vielleicht hätten wir damit Geschäfte machen können. Für uns aber sind die Vrinzivien der Maral matzaebcnd. So bezeichnete Dr. Lm diese letzten Ereianisse als ein Schauspiel, das das Schicksal selbst uns gab. Zu.Churchill be­kannte sich der König, der Verräter, und uns gelang eine Tat der Treue, die den Menschen in seiner ganzen Art kennzeichnet. Dr. Len schilderte den grotzen Auftrieb, den dieses Gelingen uns allen gegeben hat. Darum, so rief Dr. Ley aus, müssen wir heute nur noch verbissener an die Arbeit geben. Keiner darf sich schonen, er mutz daran denken, datz der Soldat an der Front täglich grötzere Opfer bringt. Zu jeder Stunde müs­sen wir uns sagen: Es geht um die Existenz. In keiner Minute dürfen wir uns vergessen.

Die Gefolgschaft, die Dr. Ley gelauscht hatte, bezeugte mit ihrem stürmischen Bei­fall. datz die Worte allen aus dem Herzen gesprochen waren. Der kommissarische Gau- öbmann Paul Seiler versicherte dem Rcichsorganisationsleiter. datz wir in der Nordwestecke unberirrt und unerschütterlich umeren Weg gehen würden. Dr. Ley be­sinn,gte während seines Aufenthaltes im Noroieegau auch verschiedene Sieblungsbau- ten die van derNeuen Heimat", einem Unternehmen der Deutschen Arbeitsfront, er­stellt werden und überzeugte sich hier von den Erfolgen, die mit dem Leistungslohn im Baugewerbe erzielt werden. Mit der Ge­wißheit. datz auch im Gau Weser-Ems alles darangesetzt wird zur Erringung des End­sieges. verlieh der Reichsorganisationsleiter den Nordseegau.

Leine operativen krkolge äer Sowjets

S5^i'ttS5t6 /(ÖMp/s kM M /^»ttS//to/k6N /(ü/l5IS Ht L/sUtsc/lSl

Aus dem Führerhauptquartier, 17. September. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:In der Abwehr­schlacht, die seit über zwei Monaten im Osten tobt. ist es den Sowjets trotz ihrer grotzen zahlenmäßigen Ueberlegenheit nir­gends gelungen, unsere Front zu zerreitzen und zu operativen Erfolgen zu kommen. Wo unsere Truppen Gelände ausgegeben haben, geschah dies immer planmätzig in voller Ordnung und unter Wahrung des Zusam­menhalts der Front. Im Süd- und Mittel­abschnitt der Ostfront, wo der Schwerpunkt der feindlichen Angriffe liegt, ist eine grotz- zügige Frontbegradigung im Gange, durch die neue Reserven gewonnen wurden. Im Rahmen dieser Absetzbewegung wurden die Städte Noworossijsk und Brjansk nach restloser Zerstörung aller wichtiaen An­lagen planmätzig geräumt. Westlich Jclnja und südlich Belni wurden Angriffe

starker sowjetischer Kräfte unter für den

Feind schweren Menschen- und besonders

hohen Panzervrrlusten abgeschlagen, einzelne Einbrüche abgeriegelt. Auch südlich des La­dogasees blieben den ganzen Tag über lau­fende feindliche Angriffe ohne Erfolg. Von der übrigen Ostfront wird nur örtliche Kamvftätigkeit gemeldet. Das Jagdgeschwa­der 52 errang an der Ostfront ebenfalls den 7000. Lustsieg.

Die erbitterten Kämpfe im feindlichen

Landekops in Mittelitalien halten mit

unverminderter Heftigkeit an. Es gelang, bei Salerno den feindlichen Landekops noch weiter zusammenzudrängen. Im Raum von Eboli, wo der feindliche Widerstand sich we­sentlich versteift, vernichteten unsere Trup­pen abgeschnittene nordnmerikanische Kampf­gruppen und brachten dabei Gefangene und Beute ein. Feindliche Fallschirmtruppen, die im Rücken unserer Kampffront absprangen, wurden vernichtet. Zur Entlastung seiner angeschlagenen Landungstruppen hat der Feind im SUdteil des Golfes von Salerno neue starke Kräfte an Land geworfen. Hef­tige Kämpfe sind hier im Gange. Die Luft­waffe griff die feindlichen Schisfsansamm- lungen wiederholt an. Dabei erhielten ein qrohes Kriegsschiff und ein Zerstörer so schwere Bombentreffer, datz mit ihrer Ver­nichtung gerechnet werden kann. Eine An­zahl weiterer Schiffe wurde beschädigt.

Eine Rotte deutscher Schncllboote^versenkte unter Führung des Oberleutnants zur See Schmidt im Adriatischen Meer vor eini­ge» Tagen ein Torvedoboot, zwei Minen­suchboote und einen Vewacher der Badoglio- Negierung. Ferner brachten die Boote den auf seiner ersten Fahrt befindlichen Trunven- transporterLeopardi" mit 1000 italieni­schen Soldaten und drei weitere Damnfer auf. Nach dem Einlaufen in einen grotzen adriatischen Haken zwangen sie den dortigen Seebefehlshaber und den Stadtvräfekten zur Waffenstrcckung. Sichernngsfahrzcuge eines

/

deutschen Geleits versenkten vor der west- norwcgischen Küste ein angreifendes briti­sches Schnellboot und schössen ein Torpedo­flugzeug ab.

Britisch-nordamerikanische Bomberverbände griffen am gestrigen Tage wiederum west- und südfranzösisches Gebiet an. Besonders in der Innenstadt von Nantes wurden durch Sprengbomben schwere Zerstörungen verursacht. Die Bevölkerung hatte erhebliche Verluste. Einzelne feindliche Störflugzeuge warfen in der vergangenen Nacht Bomben im nördlichen Reichsgebiet, die keinen Scha­den anrichteten. Durch Luftwaffe und Kriegs­marine wurden gestern 28 feindliche Flug­zeuge, meist viermotorige schwere Bomber, abgeschossen. Deutsche Fernjäger brachten über dem hohen Atlantik ein feindliches Grotzflugboot zum Absturz."

-st

Die im Wehrmachtbericht vom 16. Sep­tember gemeldete Abschutzziffer britisch-nord- amerikanischer Flugzeuge bei Terrorangrif­fen auf französische Ortschaften und Störflü- gcn im Reichsgebiet in den Abend- und Nachtstunden vom 15. zum 16. September hat sich nach inzwischen bekanntgewordenen Feststellungen deutscher Bergungskommandos um weitere sechs viermotorige Flugzeuge er­höht. Damit ist bisher der Abschutz von 15 feindlichen Flugzeugen mit Sicherheit fest­gestellt. Mit einer weiteren Erhöhung dieser Zahl ist zu rechnen.

vsulscdlsoäs Leslsoä sin sckveälsckes Interesse

^ An c/sr sc/uvsc/irclisn ?o/tt»lcsrs Or. /?ustysr-^§8sri um c/sn ösrtcmci Europas'

(Drahtberickt unseres Vertreters)

ra. Stockholm, 17. September.Der jetzige Krieg geht um den Bestand ganz Europas. Er ist nicht, wie auch in Schweden vielfach angenommen wird. ein Kampf »zwischen Deutschland und den Westmächten, sondern ein Kampf zwischen der Sowjetunion und Europa, für den die Sowjetunion sich seit Jahrzehnten ziclbewutzt vorbereitet hat. Eine Möglichkeit, dem im Juni 1911 im Isteu einaelciteten Kamni f.----- -»-rchcn be­stand st-llte der bekannt- stbw-edtck'

Politiker Dr. Ruetger-Essen in einem Vor­trage, den er auf dem ersten öffentlichen Herbsttrcffen des schwedischen Nationalver- bandes "in Stockholm hielt, fest. Dr. Essen erklärte, die gegenwärtige Wcltkriegslagc könne nicht mit der von 1918 verglichen werden. Denn trotz der Lebensmittelblockade sei Europa nicht von Aushungerung bedroht. Er bezeichnete die Annahme, datz die So­wjets, Amerika und England auf Grund

Heue kilterkrsurliLyer

Führcrhauptquartier, 17. September. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst I. E. Helmut Städke, Chef des Eeneralstabes eines Armeekorps; Oberstleutnant Helmut von Lilienhofs- Z w o w i tz k i, Kommandeur eines Grenadier- Regiments; Hauptmann Reinhard Grau b - ner, Eruppcnkommandeur in einem Kamps­geschwader; Oberleutnant d. R. Josef H a m- p e l, Kompanieführer in einem Gebirgs­jäger-Regiment; Feldwebel Franz Wur- d a k, Zugführer in einem Divisions-Ba ail- lon.

Im Osten fiel als Staffelkapitän in einem Schlachtgeschwader. Hauptmann Johannes Meinecke, ein wegen seiner hervorragen­den Leistungen vom Führer mit dem Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichneter Schlachtflieger.

ihrer zweifellos größeren Hilfsmittel schliess­lich doch die Ueberlegenheit erringen wür­den. als irrig.Ausschlaggebend ist, welche Mittel für den Kampf in Europa eingesetzt werden können. Amerika liegt auf der an­deren Seite eines Weltmeeres. Seine Kraft kann daher nur teilweise eingesetzt werden. Außerdem ist es in einem Krieg mit Ja­pan verwickelt. Entscheidend werden außer­dem niemals die Materialien, sondern die moralischen Kräfte werden. Der Wille zum Aushalten aber mutz unbedingt grötzer sein bei den Völkern, die um ihre Existenz kämpfen, als bei denjenigen, die ihre Mit­tel zur Vernichtung dieser Völker einsetzen. Amerika war niemals bedroht. Die Fabel hiervon hat bei dem amerikanischen Volk nur Boden gewinnen können auf Grund dessen fürchterlicher Unwissenheit über die wirkliche Lage.

Lolüskev?

öomtzsritsrror tätsts 600

lDrobtbcricht unseres Vertreters) i. h. Paris, 17. September. Die Zahk der Toten und Verletzten des letzten Terroran­griffs auf Paris ist auf 268 Tote und 566 Verletzte gestiegen. Auch in Montlucon, das in der darauffolgenden Nacht angegriffen wurde, ist die Zahl der Opfer im Verlauf der Aufräumungsarbeiten erheblich gestiegen. Sie beträgt jetzt 11 Tote und 7.', Verletzte. In der gleichen Nacht wurde auch Nantes ange­griffen. Auch hier hatte die französische Zivil­bevölkerung sehr schwere Verluste Bis jetzt werden 256 Tote und rund 766 Verletzte ge­zählt. Ebenso hatte die Stadt Chatre im Südwester: von Paris Verluste. Damit fan­den im ganzen innerhalb von 21 Stunden rund 666 Franzosen den Tod durch anglo- amerikanische Terrorbomben.

So schwere Verluste in so kurzer Zeit hat die französische Bevölkerung bis jetzt noch

Deutschland führt jetzt den Defensivkrieg, so führte Essen weiter aus, der die Anspan­nung aller Kräfte erfordere, aber dennoch verfüge es über grotze Reserven. In bezug auf die Sowjetunion wisse man. datz auch ihre Reserven nicht unerschöpflich seien.

Amerikas Opfer würden in diesem Kriege unendlich grötzer sein als im vorigen. Man frage sich, ob das amerikanische Volk es aui die Dauer angesichts der wachsenden Verlust­ziffern füx notwendig halte, an der Verwand­lung Europas zu einer sowjetischen Kolonie mitzubauen. Würde es glücken, prophezeit Dr. Essen, dann würde auch Skandinavien der bolschewistischen Herrschaft nicht ent­gehen. Für Schweden bliebe dann lediglich ein letzter Verteidigungskampf übrig. Daher sei, so stellte er schließlich fest,Deutschlands Unabhängigkeit und Bestand ein schwedisches Interesse".

nein. Mräer!

Ac>liro5sn in 24 5iunclsn

niemals erlitten. Infolgedessen hat die Em­pörung eine bisher ungekannte Stärke er­reicht. Durch viele tausend zerstörter Wohn­häuser wird den Franzosen bewiesen, datz es den Anglo-Amerikanern nicht darauf an­kommt, militärische Ziele zu treffen, sondern datz sie nur einfach morden wollen.Solda­ten? Nein. Mörder!" so überschreibt der Paris Eoir" seinen Leitartikel, in dem er tiefste Verachtung gegenüber den Barbaren ausdrückt und damit zweifellos die Gefühle weiter Kreise der Bevölkerung Frankreichs widerspiegelt.

Die Agentur Ofi gibt folgende Zahlen der Opfer an, die durch die Bombardierung von Nantes durch anglo-amerikanische Flug­zeuge zu beklagen sind: 350 Tote, 150 Ver­schüttete und 1600 Verletzte, davon 300 schwer.

kansäier müssen äen Vallkees. wie immer, Kelten

Ourc/i»// op/s,t /isks, vomimon-sruppsr, - l^8^.-i(r/s9Lmmi5tsr 5t,m5on gibt groös Vsr/usts ru - /to/,sn-!(,,sg icsms kf,t/o5tu5>g

Drahtbcricht unseres Vertreters

r-1. Stockholm, 17. September. Die an der Küste des Golfs von Salerno zusammenge­drängten Engländer und Amerikaner haben Befehl erhalten, um jeden Preis ihre Brückenköpfe zu verteidigen. In Washington, wo Roosevclt und Churchill immer noch in stundenlangen Beratungen zusammensitzen, scheint man sich aus Prestigegründen ent­schlossen zu haben, auch die höchsten Blut­opfer zu bezahlen, um eine restlose Nieder­lage zu vermeiden. Der Vergleich Salerno mit Gallipali, der kürzlich in der englischen Presse auftauchte, hat geradezu alarmierend gewirkt, denn man hat die blutige Kata­strophe noch nicht vergessen, in der damals Churchills Dardanellenabenteuer versank.

Der USA.-Kriegsminister Stimson gab in einer Pressekonferenz zu, datz die Verluste

der Alliierten grotz seien. Trotz der Tatsache, datz die deutschen Kampsflugzeuge die Bucht von Salerno zu einem wahren Friedhof der alliierten Landungsflotte gemacht haben, be­hauptete Stimson kühn, die Alliierten be­sähen die absolute Luftüberlegenheit, und der Vormarsch der britischen Armee vollziehe sich mit unerwarteter Schnelligkeit. Anschei­nend rechnete der USA.-Kriegsminister mit den miserablen geographischen Kenntnissen seiner Hörer, als er ihnen dieses Märchen erzählte. Ein amerikanischer Journalist hielt ihm deshalb vor, datz er reichlich übertrie­ben habe, denn die Montqomery-Armee habe seit ihrer Landung im Golf von Tarent im Durchschnitt täglich nur rund 10 Kilometer zurückgelegt.

Auch von englischer Seite wird den Ame­rikanern empfohlen, den Mund nicht allzu voll zu nehmen. General Clark hat zwar der

ihm unterstellten V. USA.-Armec seine höchste Zufriedenheit" ausgesprochen und ihreglänzenden Leistungen" gerühmt, aber wie die Dinge bei den Pankees in Wirklich­keit stehen, beleuchtet am besten der Umstand, datz Montgomery eine motorisierte, vorwie­gend aus Kanadiern zusammengesetzte Divi­sion abgeben muhte, die bei Nacht auf Schif­fen nach Salerno geschafft worden sein soll, um den schwer bedrängten Amerikanern zu helfen. Auch der britische General Alexander ist dort eingetroffen, da Clark bringend eines erfahrenen Ratgebers" bedürfe. Der erneute Einsatz von Kanadiern ist übrigens wiederum ein Beweis dafür, datz Churchill nach wie vor bei der Methode bleibt, in erster Linie Em­pire-Truppen ins Feuer zu schicken, um das ihm -kostbarer erscheinende Blut der arn den britischen Inseln ausgehobenen Divisionen zu schonen, denn auch die am linken Flügel des

alliierten Brückenkopfes kämpfendcn Elne- rcgimenter stammen aus Kanada.

Wachsenden Acrger bereiten den Englän­dern die fortgesetzten Mahnungen aus Mos­kau, die mit sturer Hartnäckigkeit die Fest­stellung wiederholen, datz der Krieg in Ita­lien nicht alszweite Front" angesehen wer­den könne. Nachdem schon der Protest der Sowjets gegen dieirreführende Rede" Cilri- nes vor den Gewerkschaften in London er­heblichen Staub aufgewirbelt hatte, folgte jetzt ein Artikel derPrawda" nach, in dem daraus hingewiesen wird, es seien bisher keine deutschen Divisionen von der Ostfront abgezogen worden, um eine strategische Re­serve auf, dem Balkan und in Westeuropa zu bilden Die Sowjetunion habe jedoch ein Recht darauf, zu verlangen, datz die Pluto- kratien nicht das ganze Gewicht dieses Krie­ges ihr allein überließen.

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Hier wurde Kart ßekämpkt. Das beweist das Kainpkgelsnde. Lin nieclsiAskämpktss ?sl<- gesckütr der kcilsckewistsn legt ebsnka^s beredtes Zeugnis ab

'vN.-Nriexsbericliter Uuck ütl. l 8 ck)

Aaztse-eoi/t-«»-

Englische Erkenntnisse zur letzten Führerrede

goe. Berlin, 17. September. Sie Sätze des Wehrmachtsberichts, in denen eine großzü­gige Frontbegradigung im Süd- und Mittel­abschnitt der Ostfront bekanntgegeben wird, atmen kühle Gelassenheit und souveräne Sicherheit. Die im Rahmen dieser Absetz­bewegung erfolgte planmäßige Räumung der Städte Noworossijsk und Brjansk gehört damit in den Rahmen jener vorsorglichen Maßnahmen, durch die unnötige Verluste vermieden und Kräfte eingespart werden sollen. Die Frontbegradigung im Osten fin­det ihre Erklärung somit keineswegs etwa in der Stärke des gegnerischen Drucks, son­dern vielmehr in der deutschen Entscheidung, kräftesparend Terrain abzugeben. Denn die Ueberlassung dieses Geländes in der Weite des russischen Raumes auch wenn es von einer gewissen wirtschaftlichen Bedeutung ist steht in gar keinem Verhältnis zu der damit erzielten Einsparung von Blut und Kräften. Unnötige Verluste im militäri­schen Sinne sind aber solche, deren Einbuße den durch sie bewirkten Erfolg nicht recht­fertigen würde. Unnötige Verluste sind wei­ter diejenigen, durch deren Einsatz Lediglich ein Kampferfolg erzielt werden könnte, der für die Fortführung der Operationen von keinem oder nur geringen Wert ist.

Wir haben an dieser Stelle immer wieder daraus hingewiesen, datz der Krieg ein un­teilbares Ganzes darstellt, in dem keine ein­zelne Front als Ding an sich, sondern jede immer nur als ein stseil der Gesamtopera- tion betrachtet werden darf. Gegenwärtig hält es die deutsche Kampfführung offen­sichtlich für angebracht, im Osten an Kräften zu sparen. Der Sinn dieser Maßnahme wird zur gegebenen Zeit noch klar werden. Wenn, also Teile der Front im Osten nun­mehr zurückgenommen wurden, so kann diese Frontverkürzung um so weniger als ein Plus des Gegners bewertet werden, als ja auch dieser selbst seine Offensive durchaus nicht vom Standpunkt der Raumgewinnunq aus betrachtet. Für ihn handelt es sich darum, einmal ob es ihm gelingt, entschei­dende Durchbrüche zu erzielen, und zweitens, welcher Aufwand an MeNichen und Material mit dieser Entscheiduna suchenden Offensive verbunden ist. Durchbrüche wurden jedoch von den Sowjets nirgends erzielt. Ausdrück­lich sagt der Wehrmachtsbericht, datz es dem Feind trotz großer zahlenmäßiger Ueber­legenheit nirgends gelang, unsere Front zu zerreitzen oder zu operativen Erfolgen zu, kommen. Und er betont weiter, datz bei je­der einzelnen Operation unterer Truppen der innere Zusammenhalt der Front gewahrt wurde. Die hohe Kampfmoral der deutschen Soldaten in wochenlanger schwerster, beweg­lich geführter Abwehr verdient gerade auf Grund dieser Ueberlegungen rückhaltlose Be­wunderung.

Wenn der Gegner selbstverständlich iede derartige deutsche Veweaung glaubt in -'neu Triumph für sich umfälschen zu können und insbesondere immer wieder davon ieck-n. der Einsatzwille und die kämpferische Moral des deutschen Soldaten habe gelitten so beweist der Absatz des Wehrmachtsberichts, der von der kühnen Tat einer Rotte deutscher Schnellboote im Adriatischen Meer lv^icht, das Gegenteil Tcnn wenn schon die Ver­senkung eines Torpedob-otes Zweier M "en- iuchboote und eines Bemachers durch io kleine Streitlräfte eine bervorraa-nde Lei­stung darstellt, so wird der Schneid der Trupven, die dabei mitwirkten../erst recht deutlich burch die Tatsache, datz es die Rotte deutscher Schnellboote unter Führung des Oberleutnants z. S Schmidt bei diesem Er­folg keineswegs bewenden ließ Sie brachte weiter den TruppentraimvorterLeapardi" mit tausend italienischen Soldaten, alio einer vielfachen Ueberzahl der eigenen Mannschaf-

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