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PtU^teiarntliciie Tayeszettung
^as Pmtsbiatt des ^legierenden Vürgermeistcrs der Zrcicn Hansestadt vremen
üev NationcttjdzIaMen, Bremens
flmtliches verkündungsbiatt des Neichsstattstalters in Oldenburg und vremen
Nr. 25Z 1Z. Zaliryang
Montag, 1Z. September 1S4Z
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Au» dem Führerhauptquartier. 12. September. Der Führer verlieh das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes als 296. Soldaten der deutschen Wehrmacht an ss-Standartenführer Heinz Harmel, Regimentskommandeur in der ss-Panzer-Grenadier-Division „Das Reich", und als 297. Soldaten an ss-Brigadesührer und Generalmajor der Waffen-ss Hermann Prietz, Kommandeur der ss-Panzer-Erena- dier-Division „Totenkops".
Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an -Standartenführer Helyiuth Becker, Regimentskommandeur 'ist der ss-Panzer-Grenadier-Division „Totenkopf". und an Leutnant Berthold Karts, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader.
IViwäsr üsr UmorgLnisslion
Drahtbericht unseres Vertreters stv. Stockholm. 12. September. In dem Reisebericht eines Schweden, der die von Luftangriffen besonders heimgesuchten Teile Westdeutschlands besichtigte, finden sich in der Stockholmer Zeitung „Dagens Nyheter" einige Feststellungen und Beobachtungen, die in dem alles andere als deutschfreundlichen Blatt ausfallen, weil sie die Konzentration des englisch-amerikanischen Terrorlustkrieges auf die Wohnviertel der deutschen Städte bestätigen und gleichzeitig erkennen lassen, wie wenig damit der deutschen Produktion Abbruch getan werden kann. Vom Ruhrge biet sagt der Bericht, man sehe überall beschädigte Wohnhäuser, „aber die Arbeit geht weiter. Die großen Fabrikhällen weisen hier und da ein eingedrücktes Dach auf, aber
die Fackeln der Hochöfen sind entzündet. Von Schmiede- und Walzwerken hört man ohrenbetäubenden Lärm. Hier wird Taq und Rächt gearbeitet, allen Berichten zum Trotz."
Von einer großen Stadt am Rhein, deren pulsierendes Leben den fremden Beobachter ebenfalls überrascht zu haben scheint, berichtet er Wunder der Umorganisation bei den ausquartierten Jndustriewerkleitungen. Sie
mutzten wandern, denn die Innenstadt wurde zerstört. ..Die Jndustriebezirke der Peripherie Und die Vorstädte sind gelinder davongekommen". Am meisten imponierten dem schwedischen Besucher der Einblick in die neuen Kontore eines Werkes, das früher vier grotzc moderne Gebäude in der Stadt besatz Obwohl unter primitiv?» Umständen, geht auch hier die Arbeit voll weiter: „Die Zeichner stehen an ihren Tischen, neue Zeichengeräte sind auf geheimnisvolle Weise beschafft, und eine Offerte nach der anderen verlätzr die verschiedenen Abteilungen, es handelt sich dabei nicht etwa um kleine, sondern um Millionenobjekte."
8ÄISPMSIM vor «Isr vsrlinor 8L.
Berlin, 12. September. Die SA.-Eruppe Berlin-Brandenburg hielt am Sonntag in der Krolloper einen Führerappell ab. in dessen Mittelpunkt eine richtunggebende Rede des Stabschefs Schepmann stand. Der Führer der Gruppe Berlin-Brandenburg. Brigadeführer Künemund, eröffnete den Führer- appell und gab einen Ueberblick über die bisher geleistete Arbeit. Seine Worte spiegelten den Geist wieder, der die Berlin-Brandenburger SA. in dieser Zeit des Kampfes beseelt. Dann nahm Stabschef Schepmann in einer Rede zu allen die SA bewegenden Fragen Stellung. Die SA hat. so sagte er u. a.. die grotze Aufgabe, die Wehrmänner des Reiches mit nationalsozialistischem Geist zu erfüllen. Die Aufgabe iit grotz. SA.-Arbeit ist Parteiarbeit. Der Ursprung all unserer Arbeit liegt in der Partei. Der Stabschef erinnerte dann an die germanischen Tuaenden, die der deutsche Meirich besitzt, die Grundpfeiler, die die SA. stützen. Durch unseren Einsatz werden wir der Front den Rücken stärken. Wie sich in der Kampfzeit der Wille der Vartei dnrchaeiekt hat. so wird er aucki in diesem m-ltae'ckiichtlichen Ringen unser Volk zum Endsiege führen.
fius dem süfirerfiauptquartler, 12. September. Deutsche sallschirmlruppen und Männer des Sicherheitsdienstes und der wassen-ss jährten heute eine Unternehmung ;ur Sejreiung des von der Verräier-tlique in Sejangenschajt gehaltenen Sure durch. Der Handstreich ist gelungen. Der Duce befindet fich in sreiheit. Die von der Vadoglio-Negierung vereinbarte flusliejerung an die flngloamerikaner ist damit vereitelt.
Wohl keine der in den letzten Tagen einander jagenden Meldungen über die Vorgänge in Italien wird das deutsche Volk so stark bewegt haben wie die am späten Sonntagabend durch Sondermeldung über den Grotzdeutschen Rundfunk verbreitete Nachricht, datz entschlossene und mutige deutsche Männer den Duce herausgehauen und befreit haben. Nach feiner Verhaftung war der Duce nach der dem Golf von Neapel vorgelagerten Insel Ponza verschleppt worden in der offenkundigen Absicht, ihn dort dem verhältnismäßigen leichten Zugriff der Feinde auszusetzen. Als dieser nicht erfolgte, weil die Engländer und Amerikaner Italien die Schande einer Auslieferung des Duce an sie nicht ersparen wollten, beschloß Badoglio in der Tat, deti Plu- tokratien auch diesen ehrlosen Gefallen zu erweisen. Der spätere Aufenthaltsort des Duce wurde von der Vadoglio-Clique wohlweislich geheimgehalten. Er konnte aber dennoch ausfindig gemacht werden.
Mit dem Führer teilt das deutsche Volk das Gefühl der Freude darüber, daß nun nach sieben Wochen der Ungewißheit der größte Sohn italienischer Erde und treue Freund Adolf Hitlers und Deutschlands, Benito Mussolini, vor einem Schicksal bewahrt geblieben ist, das ihm die Bande der Verräter um Victor Emchnuel und Badoglio ganz sicher ohne Bedenken bereitet hätte, wenn sie sich nur irgendwie einen Nutzen davon versprochen hätten. Vor allem ist dem Duce die Schmach erspart worden, seinen ärgsten nutzeren Feinden auf Gnade oder Ungnade ausgeliefert zu werden.
Am 28. September 1937 rief der Duce in seiner grotzen, in deutscher Sprache auf dem Berliner Maifeld gehaltenen Rede vor vielen Zehntausenden aus: „Der Faschismus hat seine Ethik, und diese Ethik dockt sich mit meiner persönlichen Moral: wenn man einen Freund hat, mit ihm zusammen bis ans Ende marschieren!" Und als der Duce-i
während der Heimkehr der Ostmark ins Reich Gelegenheit hatte, dtese seine Worte durch die Tat zu beweisen, sandte ihm der Führer ein Telegramm, das nur die wenigen Worte enthielt: „Duce, das werde ich Ihnen nie vergessen!"
Der Führer hat jetzt dieses Wort eingelöst und seinen persönlichen Freund, zu dem er sich erst in seiner letzten grotzen Rede wieder in ergreifenden Worte» bekannt hat, in der Stunde der grötzten Not und Gefahr für Leib und Leben gerettet. Todesmutige deutsche Fallschirmtruppen und des Führers Garde, die deren Wahlspruch lautet: „Meine Ehre heißt Treue", haben den kühnen Handstreich vollbracht, durch den der Duce jetzt auch wieder der Schar seiner getreuen Faschisten zurückgegeben worden ist, die sein Werk nach dem schmählichen Verrat Bado- glios fortsetzen konnten, das Mussolini an jenem berüchtigten 25. Juli unterbrechen mutzte.
Dokument ekrloeer. riskier Lckmsck
vskk/st 6oc/og/»'o c/is /4c/i§s — Osk c/sL ^/c>//s5i§t»//5tcmc/Lvsltfcrgs5 vom Z. 8sp1smbsr 1942
Stockholm, 12. September. Die Bedingungen des Waffenstillstandes mit Italien wurden am Sonntagmorgen in London bekanntgegeben. Der Text lautet wie folgt:
„Vorgeschobenes Alliiertes Hauptquartier, 11. September. Folgende Bedingungen des militärischen Waffenstillstandes wurden am
3. September von den Vertretern General Eisenhowers und dem Vertreter Marschall Badoglios unterzeichnet.
1. Die sofortige Einstellung jeder feindseligen Handlung der italienischen bewaffneten Streitkräfte.
2. Italien wird alles im Bereich des Mög
lichen Stehende tun, um den Deutschen Erleichterungen vorzuenthalten, die im Kamps gegen die Bereinigten Nationen von Vorteil sein würden. !
3. Alle Kriegsgefangenen oder Internierten der vereinigten Nationen sind sofort dem Alliierten Oberbefehlshaber auszuliefern, kejne Kriegsgefangene oder Internierten dürfen jetzt oder zu irgendeinem anderen Zeitpunkt nach Deutschland verbracht werden.
4. Die italienische Flotte und die italienischen Luftstreitkräfte haben sich zur Ueber- gabe sofort an die Stellen zu begeben, die von dem alliierten Oberbefehlshaber mit Einzelheiten für die Entwaffnung bekanntgegeben werden.
5. Die italienische Handelsflotte kann von dem alliierten Oberbefehlshaber zum Zwecke der Durchführung des militärischen Flottenprogramms requiriert werden.
6. Sofortige Uebergabe Korsikas und
2 vei Ureiirer vor 8 s!erna vernicklet
6,o6sr kl/o/g SMS5 f/otersg/msnlr unc/ UN5S5S5 KcrmpWsgst- V^/c/s,Ltcmci ks» Hsnt gsgsn gs/cmc/sts öri'tsn
Aus dem Führerhauptquartier, 1L. September. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
In Noworossijsk wurde der im Westteil des Hafens gelandete Feind nach erbittertem Kamps vernichtet. Im Ostteil dauern die Kämpfe noch an. An der übrigen Front des Kuban-Brückenkopfes blieben feindliche Angriffe ohne Erfolg.
Im Südabschnitt der Ostfront zwischen Asowschen Meer und Des na wurden zahlreiche starke Angriffe der Sowjets in harten Kämpfen zerschlagen. An mehreren Stellen warfen eigene Infanterie- und Pan- zerkräste den Feind in erfolgreichen Gegenangriffen zurück.
2m mittleren Frontabschnitt wurden starke örtliche Angriffe abgewiesen, durchgebrochene Kavallerie- und Panzerkräfte von ihren Verbindungen abgeschnitten. 2m Nordabschnitt verlief der Tag im allgemeinen ruhig.
Im Raum von Salerno dauert die Schlacht mit den gelandeten feindlichen Kräften an. Die Luftwaffe bekämpfte mit starken Verbänden die britisch-nordamerikanische Landungvslotte. Kampfflieger vernichteten
einen Kreuzer und zwei Transporter und erzielten Bombentreffer auf einem weiteren grotzen Kriegsschiff sowie 18 Handelsschiffen. Abteilungen des Flakregiments 57 versenkten in der Nacht zum 9. September einen feindlichen Kreuzer und Zerstörer sowie einen mit Truppen und Gerät vollgeladenen Transporter und acht Landungsboote. Ein zweites großes Transportschiff wurde in Brand geschossen.
Den von Calabrien nach Norden vordringenden Feindkräften setzten unsere Nachhuten energischen Widerstand entgegen. Kühne Eegenstötze zusammen mit nachhaltigen Sprengungen und Verminungen lassen den Feind nur langsam Boden gewinnen. Bei Tarent gelandete Engländer stietzen auf starken Widerstand der dort eingesetzten starken Sicherungsabteilungen.
Bei Nachtgefechten im Kanal versenkten Sicherungsstreitkräfte der Kriegsmarine zwei britische Schnellboote untt schössen ein weiteres in Brand. 2m Küstenraum der besetzten Westgebiete und über dem Atlantik wurden gestern sechs feindliche Flugzeuge vernichtet.
des gesamten italienischen Gebietes, der italienischen Inseln und des italienischen Festlandes an die Alliierten zum Zwecke der Errichtung von Operationsstützpunkten und zu anderen Zwecken, die von den Alliierten für notwendig erachtet werden.
7. Die sofortige Zusicherung des freien Zuganges der Alliierten zu allen Flugplätzen und Flottenstützpunkten auf italienischem Gebiet ohne Rücksicht darauf, in welchem Tempo der italienische Boden von deutschen Truppen gesäubert wird. Diese Häfen und Flugplätze müssen unter dem Schutz der italienischen bewaffneten Streitkräfte stehen, bis diese Funktion von den Alliierten selbst übernommen wird.
8. Der sofortige Rückzug der italienischen bewaffneten Streitkräfte von allen Kriegsschauplätzen, auf denen sie sich zur Zeit befinden, nach Italien.
9. Die Garantie.der italienischen Regierung, datz, wenn nötig, alle zür Perfügung stehenden bewasfnetetfStreitkräfte zur prompten und exakten Ausführung der Bedingungen dieses Waffenstillstandes eingesetzt werden.
10. Der Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte behält sich das Recht vor, jede Matznahme fgesture) zu ergreifen, die seiner Meinung nach für den Schutz und die Interessen der alliierten Streitkräfte zur Wetterführung des Krieges notwendig sein mag. Die italienische Regierung verpflichtet sich ihrerseits, jede Verwaltungsbehörde oder Behörde anderer Art hinzunehmen, die der Oberbefehlshaber für notwendig erachtet: vor allem wird der Oberbefehlshaber eine alliierteMilitärregierungin den Teilen des italienischen Gebietes errichten, in denen er eine derartige Matznahme im militärischen Interesse der alliierten Nationen für erforderlich hält.
11. Der Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte hat das volle Recht, die Matz- nahmen zur Entwaffnung, zur Demobilisierung und zur Abrüstung durchzuführen.
12. Lindere Bedingungen, politischer, wirtschaftlicher und finanzieller Natur, die Italien zu erfüllen haben wird. werden zu einem späteren Zeitpunkte übermittelt.
(Fortsetzung auf Seite 2)
WrkclisMcke folgen aus klein ilsllenkcken Verrat
I)/s ^ng/oomskikcmsk Ho/tsn Icslns l/irsf VskLprsc/iUligsn — 6c»/kcmsk2sugmL5s gs/isn nc»c/i Osutsc/i/cmc/
Sr in. Berlin, 12. September. Die Zerstörung der italienischen Moral wurde von der Gegenseite mit allen möglichen Verheißungen verfolgt. Es war ven Italienern ein Paradies auf Erden versprochen worden, wenn Italien aus dem Kriege ausscheide/! würde. Schon seit Jahr und Tag wird überhaupt nur noch mit Lebensmitteln gewinkt, die irgendwo bereitstünden, tatsächlich jedoch nicht vorhanden sind. Nun ist es so, datz Italien, obwohl es eigentlich ein Selbstversorger sein könnte, auf Lebensmittelzufuhren angewiesen ist. Es hat von Deutschland erhebliche Mengen bekommen. Die Gegenlieferungen an Obst und Gemüse Netzen jedoch sehr zu wünschen übrig und sind in letzter Zeit Weitgehend ausgeblieben.
Immerhin ist nach dem Abschluss des Waffenstillstandsabkammens die Frage akut, wie nun das Ausscheiden Italiens aus dem Kriege von den Feinden honoriert werden soll. Normalerweise mühten jetzt die groß
artigen Versprechungen in Erfüllung gehen. Es müßte sofort ein reger Verkehr mit Lebensmittelschiffen nach Italien einsetzen, und auch die gerade in den letzten Wochen in Aussicht gestellten enormen englischen Kohlen- licferungen müßten schon im Anrollen sein. Aber die Italiener werden weder englische und amerikanische Lebensrnittel, noch Kohlen, noch irgendwas anderes sehen. In der Londoner Presse ist schon zu verstehen gegeben worden, daß man gar nicht daran denke, sich selbst irgendwelche weitergehende Einschränkungen aufzuerlegen und womöglich Kohlen nach Italien zu liefern. Davon könne gar keine Rede sein. Englische Kohle, so sagt der „Daily Expreß", würde es in diesem Winter in Italien nicht geben, höchstens würde man diejenigen Fabriken und Bahnen, die man brauche, mit Kohlen beliefern. Allerdings mutz man erst diese Bahnen und Fabriken haben, wovon vorerst keine Rede ist.
Italien wird aber auch deutsche Kohlen im bisherigen Umfange nicht mehr bekom
men. Wir haben jährlich 12 Millionen To. an Brennstoff geliefert. Das war viel zu viel! Aber wir sind unserem Bundesgenossen gegenüber vertragstreu geblieben. Jetzt gehen nur die Brennstoffe herunter, die für die Kriegsindustrie erforderlich sind. Es xvirü aber auch noch andere Veränderungen im italienischen Wirtschaftsleben geben, die eine Folge des Badoglio-Verrats sind. Beispielsweise wird der gesamte Südosthandel eine Umstellung erfahren, denn Italien scheidet aus dem Balkanhandcl aus. Dafür wird der Balkan sich noch mehr als. bisher nach dem deutschen Markt wenden.
Der Londoner Korrespondent von „Svenska Dagbladct" betont die Größe und Schwierigkeit der Versorgung Italiens durch die Alliierten, besonders dann, wenn es den Deutschen gelingen sollte. Norditalien mit seinen grotzen Weizenfeldern und Industrieanlagen erfolgreich zu verteidigen. Die italienische Ausfuhr nach Deutschland habe keinerlei bedeutenden Umfang gehabt, dage
gen sei Deutschland von Lieferungsverpflichtungen von weitaus größerer Bedeutung befreit worden.
So habe Deutschland jährlich 12 Millionen Tonnen Kohle an Italien geliefert, was beim Fortsall dex Lieferung, eine jährliche Ersparnis von 300 Lokomotiven und 15 000 Eisenbahnwagen bedeute. Auch das rumänische Oel könne jetzt voll Deutschland zugute kommen. Die Einstellung dieser Oel- lieferungen nach Italien würde eine Ersparnis von 20 000 Eisenbahnwagen jährlich bedeuten. Deutschland habe an die italienische Industrie, die in dieser Beziehung völlig von Deutschland abhänge, jährlich 500 000 Tonnen Maschinen und Werkzeuge geliefert, seiner Italien mit 10- bis 15 000 Tonnen Kupfer 1- bis 3000 Tonnen Nickel und 1000 Tonnen Zinn jährlich beliefert. Deutschland habe zu 73 Prozent den Gummibedärf Italiens gedeckt. Die Holzmasse aus Skandinavien, die über die deutschen Bahnen lief. habe 1000 Eisenbahnwagen beansprucht.
Man mag überlegen und nach stichhaltigen Gründen der italienischen Verräterclique um Victor Emanuel III. und sein Werkzeug Badoglio für ihren Verrat suchen, soviel man will — man kann einfach keinen vernünftigen- Grund finden, es sei denn den eines abgrundtiefen Hasses einer vergreisten Oberschicht gegen Deutschland und alles Deutsche. Dieser Hatz, gemischt mit einer gehörigen Portion Angst und verbunden mit einem Minderwertigkeitsgefühl, richtet sich gar nicht einmal so sehr gegen das nationalsozialistische Deutschland, obwohl natürlich den Wortbrechern, jener kleinen Schar dekadenter feiger Lumpen, der Nationalsozialismus ohne Zweifel ebenso unsympathisch gewesen ist wie der Faschismtis, der bestrebt war, aus einem verluderten Regime und einem dem Bolschewismus nahen Lande einen Staat straffer Ordnung aufzurichten. Nein, dieser Haß ist viel älter. Er hat nahezu anderthalb Jahrtausende überdauert. Er hat seinen Ursprung in jenen ersten Jahrhunderten nach der Zeitwende, als junge, starke germanische Stämme, die Ostgoten, die Langobarden, die morsche und von Generation zu Generation mehr zerfallende Herr- schaft des weströmischen Kaiserreiches abzulösen begannen und den römischen Weltherr- ichaftswahn zerstörten.
Jedem einigermaßen mit den ewigen Gesetzen von Blut und Nasse Vertrauten ist schon beim Anblick des äußeren Erscheinungsbildes des italienischen Volkes klar. datz Italien den, schließlich im italienischen Volks- tum aufgegangenen deutschen Elementen die stärksten Impulse und die wertvollsten aufbauenden Elements verdankt. In der Hochblüte des mittelalterlichen Kaiserreiches, des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation war eigentlich das verwirklicht, was auch den «chopfern der Achse vorgeschwebt hatte: ein einheitlicher starker Block im Herzen »ach dem sich einfach die umliegenden Volker und Staaten ausrichten mutzten.
Jnzwl chen. und zwar wenige Jahre vor der deutschen Einigung von 1870/71, war dank der klugen und weitsichtigen Politik des ^^anoers der jetzigen erbärmlichen ZE'talt des an der Schwelle seines Lebens stehenden und wahrscheinlich letzten Monarchen auf ^dem Thron Italiens und seines genialen Mitarbeiters Graf Cavour ^ auch vor allem dank der wohlwollenden Z?,-Ung Preußens das geeinte Königreich Italien entstanden. Der Zustand, daß der >chiA Enssene Lebensraum des . alrenischen Volkes staatlich in unzählige kleine und kleinste Fürstentümer und Stadt- .°„>! c-^H-"^n<war. war beseitigt, während sich ,n dem benachbarten Deutschland — A ^trachtet - eine solche Einigung erst abzuzeichnen begann.
auch dem geeinten Jta- ^'Ktrauen und das Unbehagen vor « "-b^^pblschen und später politischen Begriff Deutschland nicht zum Schwei-
Zu stark ist eben die histo- -m Unterbewußtsein allen Üarke ?^!, Denkens und die Furcht vor einem
ck>en1?in-^k"'Ä^"^° Regime ist in man- chen seinen Handlungen nicht freigewesen von
solchen historischen Belastungen. Als oberen denr persönlichen Vertrauen, das sich ?,e hei- den überragenden Gestalten unserer jüngsten ""d Gegenwart, der Führer und "'.verholtem Eedanken-
^Miiungsausta entgegenbrachten, d Ä7°'pb°re geklärt war. schien damit d r be d-« für ein Zusammengehen
^ Nationen aus Gedeih und Ver- ^ /dnen schon allein ganz nüch-
feiten jm Leben der Völker
Trolln E"-den Begriff der Dankbarkeit.
Trotzdem mutz man anerkennen datz die Re- g-erung des Duce sich Deutschland gegenüber ^ ""pll'chlet suhlte, als Italien nach dem Nbessimenkneg 1935/30 zum „Kaise?-
Der Due-^7-, proklamiert werden konnte. ^Er-^U" hat das bei seinem ersten Bemcb im .v°r last genau sechs Jahren,
nu September 1937 in seiner Amprache in ^abe ki/»»^druckt, als er sagte, Deutschland b-? S,, "?^>./ ''^brcchcrischen Sanktionen" der Volkcrbundstaaten nicht beteiligt. Der Duce erklärte damals mit Nachdruck' Wir " das niemals vergessen!" Er ha, sein Wort schon wenige Monate später eingelöst st!- er Zweifel im schärfsten
Gegensatz zu der setzigen Verräterclique um 13. März den Anschluß der Ostmark durch eine Haltung unterstützte . atz von dem empörten und enttäuschten Wutgeheul unserer heutigen Feindmächte ab- stach.
Zweifellos aber hat schon damals das unterirdische Wühlen der reaktionären monarchistischen Kreise in Italien gegen die Achsen- politik eingesetzt. Wenn einst die Archive in Rom der Forschung offenstehen werden, werden wir die Bestätigung hierüber in allen Einzelheiten erhalten. Nicht übersehen wer-